Update: Männerdiskriminierung durch das Professorinnenprogramm

BlacklistDie Blacklist der Universitäten, die Männer bei der Bewerbung auf W-Professuren diskriminieren hat einen neuen Eintrag. Ein Leser hat uns auf eine Ausschreibung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe aufmerksam gemacht. Auf den ersten Blick ist die Ausschreibung vorsichtiger formuliert als die brachiale und keinen Zweifel an der beabsichtigten Diskriminierung aufkommen lassende Ausschreibung der Universität Bielefeld. (Die Ausschreibung der Uni Bielefeld ist zwischenzeitlich aus dem Internet verschwunden. Wir warten noch auf die Stellungnahme der Universität Bielefeld und die Stellungnahme des BMBF, also darauf, wie beide versuchen, die Diskriminierung von Männern zu etwas Anderem zu machen. Die entsprechende Aufforderung an das BMBF und die Universität Bielefeld durch die Antidiskriminierungsstelle ist bislang offensichtlich unbeantwortet geblieben. Vielleicht fällt den Gender-Bewegten in Ministerium und Universität ja nichts ein, was nicht schon auf den ersten Blick als Unsinn enttarnt werden kann…:).

Zurück zur Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

logo-hs-owlAusgeschrieben ist eine W2-Professur für Crossmedia-Journalismus. Der Aufzählung der üblichen Qualifikationen, die die gesuchte “Persönlichkeit” mitbringen muss, folgt die folgende Beschreibung der Einstellungsvoraussetzungen.

“Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe vertritt das Prinzip Qualität durch Vielfalt und wünscht sich daher eine Erhöhung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen Personal. Im Falle der Berufung einer Frau wird eine Finanzierung aus dem Professorinnenprogramm angestrebt.”

Warum man, wenn man “Diversität” erhöhen will, ausgerechnet auf Geschlecht setzt, was nun wirklich keine große Varianz aufweist, wird sich mir nie erschließen. Wenn die Ostwestfalen-Lipper sich “Qualität durch Vielfalt” wünschen, dann schlage ich vor, sie versuchen die IQ-Verteilung ihrer Dozenten im rechten Teil der Normalverteilung anzusiedeln. Aber, was ich wieder sage, Intelligenz, als bräuchte man im Zeitalter der Schlüsselkompetenzen noch etwas anderes als “soziale Kompetenz”, “Mediennutzungs-” und “Kommunikationskompetenz”, also das, womit man hofft, andere plattreden zu können, selbst mit dem größten Unsinn.

ProfessorrinnenprogrammDas wirklich perfide an der Ausschreibung aus Ostwestfalen-Lippe ist, dass so getan wird, als sei der Ausgang des Berufungsverfahrens offen und als hätten Männer, die sich auf die W2-Professur bewerben, eine faire Chance. Die haben sie nicht. Dies zu sehen ist einfach, denn welche Institution wird bei der Berufung eines Professors darauf verzichten, eine weibliche Bewerberin, selbst wenn sie weniger qualifiziert ist als ein männlicher Konkurrent, zu berufen, wenn der Institution die Kosten der Stellenfinanzierung abgenommen werden, vom Professorinnenprogramm. Also: Wenn Sie die Wahl haben, zwischen einem Bewerber, der zwar besser ist, aber rund 240.000 Euro im Jahr kostet und einem Bewerber, der schlechter ist, aber den sie umsonst bekommen, welchen Bewerber wählen Sie dann? Eben!

Deshalb sollten sich nur Männer auf die W2-Professur “Crossmedia-Journalismus” der Hochschule Ostwestfalen-Lippe bewerben, die bereit sind, gegen ihre Nichtberücksichtigung zu klagen – der Gerechtigkeit, der Fairness halber.

Print Friendly, PDF & Email
5 Comments

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Translate »