Down-Breeding: Kinderkriegen als Beruf – Kinder als Ressource

Es ist an der Zeit, den Begriff des Down-Breedings aus der ideologischen Ecke zu holen, in die er in jüngerer Zeit geraten ist und ihn zu definieren:

Wir definieren down-breeding als Ergebnis einer Anreizsstruktur, die es Personen, die sich aus eigener Kraft keine Kinder leisten können, erlaubt, den Kinderbesitz zum Ersatzberuf zu machen und von anderen finanzieren zu lassen. Down-breeding verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es regelmäßig diejenigen sind, die für entsprechende Anreize empfänglich sind, die über nicht genug Humankapital verfügen, um eine berufliche Karriere zu machen oder die zwar über genug Humankapital verfügen würden, aber keine Lust haben, ihr eigenes Leben selbst finanziert zu leben.

MPI demographicUnd jetzt ist es an der Zeit, ein gutes Working Paper aus dem Max Planck Institut für demographische Forschung in Rostock, das die Autoren wohl aus Sicherheitsgründen in englischer Sprache verfasst haben, vorzustellen – Titel: Socioeconomic Differences in the Unemployment and Fertility Nexus: A Comparison of Denmark and Germany. Autoren: Michaela Kreyenfeld und Gunnar Andersson.

Die beiden Autoren untersuchen also den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Fertilität. Der gesunde Menschenverstand hätte noch vor 30 Jahren gesagt: Wer es sich nicht leisten kann, Kinder zu bekommen, z.B. weil er arbeitslos ist, der muss es lassen. Heute muss man, um zu sehen, ob der gesunde Menschenverstand noch zutrifft, Daten analysieren – die Daten des Sozio-ökonomischen Panels im vorliegenden Fall und für die Frage, wie die Produktion eines ersten, zweiten oder dritten Kindes mit Arbeitslosigkeit und Bildung zusammenhängt.

Die dargestellte Tabelle zeigt, wie die drei Variablen zusammenhängen:

Kreyenfeld_down breeding

Die Tabelle stellt das Risiko dar, dass die jeweiligen Befragten ein Kind in die Welt setzen. Das Risiko wird nach dem Bildungsstand (low, medium, high) und danach, ob ein Befragter arbeitslos oder erwerbstätig ist, differenziert, wobei diejenigen, die einer Arbeit nachgehen, als Referenzgruppe benutzt werden. Das bedeutet, dass Werte unter der 1 der Referenzgruppe ein geringeres Risiko, Kinder in die Welt zu setzen, angeben, während Werte über 1 ein höheres Risiko angeben. Sternchen geben an, welche Irrtumswahrscheinlichkeit mit den entsprechenden Werten verbunden sind (je mehr Sternchen, desto verlässlicher das Ergebnis).

Was die Tabelle zeigt ist mehrerlei:

  • Frauen mit hoher Bildung haben das geringste Risiko, bei Arbeitslosigkeit, ein Kind in die Welt zu setzen.
  • Frauen mit geringer und Frauen mit mittlerer Bildung, die nicht im Arbeitsmarkt sind (nicht arbeiten und nicht arbeitslos gemeldet sind), die keine Absicht haben, überhaupt einer Arbeit nachzugehen, haben ebenso wie Frauen mittlerer Bildung, die arbeitslos sind, ein relativ höheres Risiko, Kinder in die Welt zu setzen, als Frauen entsprechender Bildung, die einer Arbeit nachgehen.
  • Männer mittlerer Bildung, die arbeitslos sind, haben ein vergleichsweise geringeres Risiko, ein erstes oder ein zweites Kind in die Welt zu setzen als Männer mittlerer Bildung, die arbeiten.
  • Dagegen haben Männer mittlerer Bildung, die arbeitlos sind, ein deutlich höheres Risiko als Männer mittlerer Bildung, die arbeiten, ein drittes Kind in die Welt zu setzen.
  • Tendenziell lässt sich feststellen, dass Arbeitslosigkeit bei Frauen geringer oder mittlerer Bildung gegenüber den entsprechend gebildeten Frauen, die einer Arbeit nachgehen, das Risiko erhöht, Kinder in die Welt zu setzen.

Die Ergebnisse sind ein Beleg dafür, dass es für Frauen geringer und mittlerer Bildung möglich ist, Kinderbesitz als Surrogat einer berufliche Karriere zu inszenieren und Kinderbesitz zum Surrogat-Beruf zu machen. Die Ergebnisse sind zudem ein Beleg dafür, dass es der deutsche Wohlfahrtsstaat geschafft hat, Menschen, die sich Kinder nicht leisten können, zum Kinderkriegen anzureizen, weil sie sich durch die Kinder finanziell besser stellen oder, in den Worten von Kreyenfeld und Andersson: “How can we explain the patterns of elevated fertility among unemployed two-child fathers …? … Another, more likely explanation is that many of these men have poor labor market prospects, and intend to rely on social benefits when having children” (29-30).

Da es sich hierbei um Männer mit mittlerem Bildungsabschluss handelt, also mit wenigstens Realschulabschluss, muss man davon ausgehen, dass der deutsche Wohlfartsstaat es zwischenzeitlich nicht nur geschafft hat, Frauen mit geringer und mittlerer Bildung Anreize zu setzen, die es ihnen ermöglichen, dauerhaft dem Arbeitsmarkt fern zu bleiben und durch die Produktion von Kindern auf Kosten anderer zu leben, sondern dass die entsprechenden Fortpflanzungsanreize zwischenzeitlich auch bei Männern aus der Bildungs-Mittelschicht ihre Wirkung entfalten.

Es ist schon amüsant, wie deutsche Politker es schaffen, einerseits zu schwadronieren, dass es für Deutschland so wichtig sei, dass Frauen und Männer in gleicher Weise am Arbeitsmarkt teilnehmen, während sie andererseits alles tun, um Frauen und nun auch Männer mit Anreizen zum nicht-Arbeiten von eben dieser Teilhabe am Arbeitsmarkt abzuhalten. Entweder sind deutsche Politker schizophren oder sie sind opportunistisch oder sie sind schlicht dumm (kein ausschließendes “oder”).

Man darf gespannt sein, was den Berliner Künstlern der Sozialtechnologie als nächstes einfällt um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands in Frage zu stellen.

Bis dahin können wir nur zitieren, was Richard J. Herrnstein und Charles Murray in einem anderen Zusammenhang und im Bezug auf andere Variablen für denselben Effekt von Wohlfahrtsstaaten geschrieben haben:

Herrnstein Murray“We can imagine no recommendation for using the government to manipulate fertility that does not have dangers. But this highlights the problem: The United States already has policies that inadvertently social-engineer who has babies, and it is encouraging the wrong women. If the United States did as much to encourage high-IQ women to have babies as it now does to encourage low-IQ women, it would rightly be described as engaging in aggressive manipulation of fertility. The technically precise description of America’s fertility policy is that it subsidizes births among poor women, who are also disproportionately at the low end of the intelligence distribution. We urge generally that these policies, represented by the extensive network of cash and services for low-income women who have babies, be ended. The government should stop subsidizing births to anyone rich or poor. The other generic recommendation, as close to harmless as any government program we can imagine, is to make it easy for women to make good on their prior decision not to get pregnant by making available birth control mechanisms that are increasingly flexible, foolproof, inexpensive, and safe” (Herrnstein & Murray, 1994: 548-549).

In Deutschland ist man einen Schritt weiter und ermöglich es der Bildungs-Mittelschicht derzeit, sich ungestört von Fragen der Unterhaltssicherung und auf Kosten anderer fortzupflanzen, um dann an ihre Kinder ihr tiefes Wissen darüber, wie man sich eine Transferexistenz aufbaut und auf Kosten Dritter lebt, weiterzugeben.

Herrnstein, Richard J. & Murray, Charles (1994). The Bell Curve. Intelligence and Class Structure in American Life. New York: Free Press.

©ScienceFiles, 2014

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61 Responses to Down-Breeding: Kinderkriegen als Beruf – Kinder als Ressource

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  2. Peter says:

    Könnten die Ergebnisse nicht eher ein Beleg dafür sein, dass es für Frauen geringer und mittlerer Bildung und entsprechenden geringer bezahlten Arbeitsplätzen sinnvoll ist, nach der Geburt zu Hause zu bleiben, statt teure KiTas oder Tagesmütter von einem Niedriglohn zu bezahlen?

    Eine Abschaffung der Transferzahlungen, die bei entsprechenden Einkommen über die ESt noch höher sind als das Kindergeld, würde m.E. das “Demografieproblem” deutlich verstärken.

    • Ich sehe kein Demografieproblem, angesichts von 7 Milliarden Menschen. Und nein, die entsprechenden Frauen sind entweder arbeitslos oder waren nie im Arbeitsmarkt, entsprechend kann man keine Aussage über die Höhe des Lohns machen, den sie haben könnten, denn sie wollen keinen haben und wenn mittlere Schulabschlüsse in relevantem Ausmaß zu gering bezahlten Arbeitsplätzen führen würden, wie sie hier nahelegen, würde dies die Frage aufwerfen, welche Arbeitsplätze von niedrig gebildeten Frauen ergriffen werden …

    • A. Behrens says:

      Das die Geburtenrate mit steigender Bildung fällt, war eigentlich schon zu Zeiten von Karl Marx bekannt. Als Quelle muss ich leider auf Terry Pratchett verweisen. Allerdings nicht auf seine Scheibenweltromane, sondern auf die populärwissenschaftlichen Bücher, bei denen er Co-Autor war.

      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        @A. Behrens,

        ja, der Zusammenhang ist schon lange bekannt, und er wird sogar vielerorts beklagt, auch oder gerade in der Politik. Nur – dieselbe Politik setzt trotzdem Anreize für Geringverdienende, sich einen Lebensstil zu leisten, den sie sich nicht leisten können, und verlangt gleichzeitig, dass andere Leute für diesen Lebensstil irgendwie aufkommen.

        • a.behrens says:

          Habe die Quelle gefunden: Terry Pratchett (gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen eigenartiger Landesküche und Phantasy-Literatur?) verweist auf Thomas Maltus. Thomas Maltus dürfte 1798 mit (1) der erste Autor gewesen sein, der einen Zusammenhang zwischen Bildung, Wohlstand und Kinderreichtum herstellte.

          Sicher kann man jetzt bei Thomas Maltus methodische und logische schwere Mängel feststellen. Aber die Beobachtung als solche ist erst mal ein Fakt.

          Und die Fragestellung ob man (dumm+arm)==>Kinderreich mit p> 0.5 auch noch fördern muss, ist für mich eine zulässige und sinnvolle Fragestellung.

          Und an die Daumen-Runter-Klicker: Nein, die Umkehrung gilt nicht. Man kann aus vielen Kindern nicht auf Wohlstand und Bildung schließen. Es geht hier um zunächst Wahrscheinlichkeiten und anschließend um Auswirkungen.

          (1) http://en.wikipedia.org/wiki/An_Essay_on_the_Principle_of_Population

  3. Sven H. Schillings says:

    Eine interessante Untersuchung, die sich auch mit meinen Beobachtungen in unserer Gesellschaft deckt, daß nämlich die Anzahl der Kinder mit dem Bildungsstand korreliert ( je höher der Bildungsstand, desto niedriger die Anzahl der Kinder ). Dies läßt aber für den Durchschnitts-IQ unseres Landes sinkende Tendenzen befürchten!

  4. Maxim says:

    Das hat schon Sarazzin in seinem Buch “Deutschland SChafft sich ab” genaus ausgerechnet und repräsentiert. GEnau das. “angeblich “die Falschen” vermehren sich und Deutschland wird dummer… Allerdeings:
    1.) Die Frauen die “nicht im Arbeitsmarkt” sind- das waren 99% der Frauen in der gesammten Geschichte des Abendlandes
    2) Frauen ohne “höheren Bildung” bekommen Kinder – das ebenfalls waren 99% aller Frauen mit Kindern in der Geschichte des Abendlandes,
    3) Armut schützt eben nicht von Kinderkriegen denn ebenfalls Jahrhunderte lang waren die eigene Kinder eine Art Rente, gerade unter den Armen. Man hatte 7-8 und mehr Kinder, die Hälfte verstarb gewöhnlich und das war mit einkalkuliert bei der “Kinderplanung”. von 10 Kids blieben dann ca. 6 übrig. Man muss nicht lang forschen, bei eigenen Urgroßeltern reichts schon.
    Die Frauen ohne “Höhere Bildung” haben auch Heine und Goethe geboren. Und wenn ich heute die FRauen die oft Protegiert werden und per Quote Studiumplatz und Stelle bekommen, dann sind mir die “Bildungsfernen” von damals lieber 🙂

    Aus meiner Sicht, haben wir einiges dem “Feminismus” zu verdanken, u.A. auch das, dass man menschen als “eingegliedert und nicht eingegliedert in den ARBEITSMARKT” teilt….
    Jahrtausende vor disem ZEitalter in dem wir jetzt sind, – GAB es gar keinen “Arbeitsmarkt” denn Erdbeerenpflücken im Eigenen Garten und vor die Hoftür zum Verkaufstellen, war schon “Arbeitsmarkt”.

    • Nein, es waren 95,99989101113% Ansonsten verwechseln Sie hier formale Bildung mit Bildung. Beides hat nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

    • @Maxim

      ich glaube, Sie sind in mancher Hinsicht auf dem Holzweg, und zwar schon deshalb, weil Sie ein völlig abwegiges Frauen- und Mutterbild haben, das Ihnen nahezulegen scheint, dass es die weibliche Natur an sich ist, die “Heine und Goethe” nicht nur geboren hat, sondern anscheinend auch zu dem erzogen/gemacht hat, was sie geworden sind. Sie vergessen dabei anscheinend vollkommen, dass ALLE Menschen von Frauen geboren und Männern gezeugt und von erwachsenen Menschen erzogen werden, darunter Massenmörder, Inquisitoren Scharfrichter, Hitler, Stalin usw. usw. Was aus Ihrem Kommentar spricht, ist für mich eine krude Mischung aus Romantizismus, mittelalterlichem Minnedienst und Uninformiertheit.

      Letzteres merken Sie ja selbst: Sie schreiben am Anfang des Kommentars:
      “Die Frauen die “nicht im Arbeitsmarkt” sind- das waren 99% der Frauen in der gesammten Geschichte des Abendlandes”,

      und am Ende qualifizieren Sie diese Aussage selbst als sinnlos, denn Jahrtausende vor di[e]sem ZEitalter in dem wir jetzt sind, – GAB es gar keinen “Arbeitsmarkt” denn Erdbeerenpflücken im Eigenen Garten und vor die Hoftür zum Verkaufstellen, war schon “Arbeitsmarkt”.

      Genau!

      Was also soll die Praxis der Erziehung in zehntausenden von Jahren, in denen es keinen Arbeitsmarkt gab, über das Verhältns zwischen Erziehung und Arbeitsmarkt aussagen können? Dass der Arbeitsmarkt irgendwie “böse” ist und Mama vor der Erfindung des Arbeitsmarktes nicht viel mehr zu tun hatte als sich den Kindchen zu widmen und “Erdbeeren im eigenen Garten” zu pflücken? Schön wäre es gewesen, wenn es einen “eigenen Garten” gegeben hätte! Die meiste Zeit des Sammler-Daseins des Menschen war aber mit Nomadismus und allzeit unsicheren Nutzungs-, geschweige denn: Eigentums-Rechten verbunden. Und von “Verkaufsstellen” kann schon gar nicht die Rede sein; sie sind ein vergleichsweise sehr, sehr junges Phänomen in der Menschheitsgeschichte. Dem Verkauf ging der Tausch voran, und selbst der Tausch musste erst einmal möglich werden durch die Erwirtschaftung von Surplus und der Entwicklung einer Bevölkerungsdichte, die Spezialisierung und Begegnung und damit Tausch erlaubte.

      Und: Ich weiß nicht, woher Sie Ihre merkwürdige Vorstellung von den Kindern als Rentenersatz für Eltern haben – wahrscheinlich aus romantisch verbrämten Vorstellungswelten à la “Urahne, Großmutter, Mutter und Kind in dunkler Stube beisammen sind” oder so etwas. Jedenfalls wurden die Leute bis vor sehr kurzer Zeit überhaupt nicht alt genug, um auf “Rente” bzw. Zuarbeit durch Jüngere angewiesen zu sein, Frauen schon gar nicht: statt irgendetwas bei der Kinder”planung” einzukalkulieren, waren sich Frauen sehr bewusst darüber, dass ihr Sterberisiko aufgrund von Tod im Kindbett sehr groß war; es war die Todesursache Nummer 1 unter Frauen, und deshalb haben Frauen – soweit wir es als Anthropologen rekonstruieren können – in allen Kulturen und zu allen Zeiten versucht, Schwangerschaften einzuschränken. bzw. zu verhindern. Und es ist auch gar nicht lange her, dass es aufgrund nur sehr unzureichender (oder unbefriedigender 🙂 ) Mittel der Geburtenkontrolle als Hauptproblem Nr. 1 galt, all die hungrigen Mäuler zu stopfen. Kleine Kinder wurden deshalb sehr früh dazu angehalten, das selbst übernehmen zu können (bei den australischen Aborigines können bereits 4- bis 5-Jährige Kleintiere jagen und erlegen), und sie wurden sehr frrüh mit sinnvollen Aufgaben betraut wie z.B. dem Hüten von Tieren auf der Weide in der Zeit nach der Domestikation von Tieren, die im Verlauf der Menschheitsgeschichte ziemlich spät anzusetzen ist.

      Kurz: Seien Sie nicht böse, aber in dieser Sache haben Sie, glaube ich, keine Ahnung, wovon Sie schreiben.

      Falls Sie das tröstet: Sie sind keineswegs der einzige, der in Sachen Familienleben in der Menschheitsgeschichte nicht nur wenig informiert ist, sondern mit allem möglichen, entschuldigen Sie: romantischem Quatsch abgefüllt ist, der für die ein oder andere Art von aktuellem Lobbyismus sachdienlich sein mag, aber trotzdem einfach nur falsch oder dumm oder beides ist.

  5. Esther says:

    “In Deutschland ist man einen Schritt weiter und ermöglich es der Bildungs-Mittelschicht derzeit, sich ungestört von Fragen der Unterhaltssicherung und auf Kosten anderer fortzupflanzen, um dann an ihre Kinder ihr tiefes Wissen darüber, wie man sich eine Transferexistenz aufbaut und auf Kosten Dritter lebt, weiterzugeben.”

    Gut gebildete Kinderlose tragen auch nichts zum Rentensystem bei. Auch sie kriegen ihre Rente auf Kosten der Kinder der wenig Gebildeten. Also sind wir quitt.

    “Ich sehe kein Demografieproblem, angesichts von 7 Milliarden Menschen.”

    Demografieprobleme sind nicht international sondern national. Jedes Land muss sie selbst lösen. Und ja in DE haben wir Demografieprobleme. Wir reden gerade nicht über Indien.

    “Die Frauen ohne “Höhere Bildung” haben auch Heine und Goethe geboren.”

    Einverstanden! Frauen wie Birgitt Kelle sind auch nicht dumm obwohl sie 12 Jahre lang nicht gearbeitet hat. Die hochgebildeten Germanistinnen und Literaturwissenschaftlerinnen sind da noch schlimmer: sowohl arbeitslos als auch kinderlos.

    • Ok, beenden wir die Rentenversicherung und lassen gut gebildete Kinderlose für sich selbst sorgen und bei der Gelegenheit können wir auf Eltern für sich selbst sorgen lassen und alle Subventionen für Kinderbesitz streichen.

      Nun, da Deutschland nicht autark ist und auf Importe u.a. von Rohstoffen und Nahrungsmitteln angewiesen ist, schlage ich vor, Sie überlegen sich das mit dem national begrenzten Demographieproblem noch einmal.

      • hansdampf says:

        So sehr ich Ihren Scharfsinn schätze, vor allem wie sie immer wieder vor allem bei sozialwissenschaftlichen Themen die Arbeiten diverser Kollegen in ihre Bestandteile zerlegen und geradezu (berechtigterweise) vernichten, bei dem Thema „Kinderkriegen und wie weit der (deutsche) Staat dieses fördern sollte“ sticht Sie regelmäßig der Hafer.
        Sie schrieben: „Ich sehe kein Demografieproblem, angesichts von 7 Milliarden Menschen.“
        Das ergibt nur einen Sinn wenn Sie der Ansicht sind das es gut wäre wenn von Heute auf Morgen alle Menschen in DE ihre Fortpflanzungsbemühungen einstellen da es ja viel ökonomischer ist das Humankapital, am besten als Baby, ansonsten als Instantpackung (Männchen + Weibchen, paaren sich dann hier und werfen das Baby) zu importieren.
        Dazu passt wie die Faust aufs Auge Ihre nächste Schreibe: „Nun, da Deutschland nicht autark ist und auf Importe u.a. von Rohstoffen und Nahrungsmitteln angewiesen ist, schlage ich vor, Sie überlegen sich das mit dem national begrenzten Demographieproblem noch einmal.“
        Damit bestätigen Sie Ihre materialistische Denkweise zu diesem Thema. Sie vergleichen die Notwendigkeit Deutschlands Rohstoffe und Nahrungsmittel zu importieren mit der Notwendigkeit dass eine Nation sich auch um Ihre Demografie sorgen sollte.
        Selbstverständlich, Sie haben Recht, Deutschland muss sich nicht darum sorgen. Man kann, auf die Gefahr mich zu wiederholen, auch alles importieren.
        Ist es das was Sie wollen?
        PS: Ich habe Ihre Argumentation als „materialistische Denkweise“ gewertet. Solche Wertungen halte ich generell für nicht sachlich, in diesem speziellen Fall aber für berechtigt. Ich bin Vater zweier Töchter. Dieses „Hobby“ (genauso haben Sie es in diversen Artikeln beschrieben) kostet mich viel Geld und ich bekomme dafür sogar etwas Kindergeld. Dafür gebe ich aber auch, vorausgesetzt es gelingt mir meine Kinder gut zu erziehen und durch das gesamte Erziehungssystem bis zum Studienabschluss zu bringen, der Gesellschaft etwas wieder. Und Sie können sich sicher sein dass ich meine Kinder nicht zu irgendwelchen schmarotzenden Gender-Sozialwissenschaftswichsern werden lasse, eher zu Ingenieuren so wie ich sie in meiner Firma brauche. Aber selbst wenn sie nicht bei mir arbeiten sondern Anwälte oder Ärzte oder sonst was werden (mit Ausnahme der erwähnten Gender- So…), wollen Sie mir dann ernsthaft in Abrede stellen dass meine Kinder für diese Gesellschaft wertvoll sind, und zwar, monetär gerechnet, min. 100 000% mehr als der Staat in meine Kinder in Form von Kindergeld hineinsteckte?
        Klar, können Sie machen, aber nur, siehe oben, indem Sie Argumentieren dass es ja viel einfacher und billiger für mich gewesen wäre den Nachwuchs zu importieren.
        Und Deutschland als Nation packen Sie dabei ebenfalls nebenbei in die Mülltonne.

        • So sehr ich ihr Lob über meinen Scharfsinn schätze so wenig kann ich nachvollziehen, dass Sie ihn offensichtlich nur dann schätzen, wenn er Ihnen in den Kram passt, das bestätigt, was Sie für richtig halten. Wie Sie meine Denkweise werten ist mir übrigens egal. Sie können Sie so oder so werten, das ändert nichts an den Dingen, die ich denke, in Zusammenhang bringe und sage: Wenn jemand die Entscheidung trifft, Kinder in die Welt zu setzen, dann hat er dies auf eigene Verantwortung und auf eigene Kosten zu tun. Dass Kinder Geld kosten, das weiß man vorher. Warum jammern Sie hier also darüber. Wenn hier jemand Grund hätte zu jammern, dann ich. Ich zahle als Kinderloser horrende Steuern, um es Ihren Kindern zu ermöglichen, in Schulen zu gehen, um Ihr Elterngeld, Kindergeld, das Mutterschaftsgeld ihrer Frau, die kostenlose Mitversicherung ihrer Kinder in der Krankenversicherung und vieles mehr zu finanzieren, von dem ich absolut nichts habe. Und was geben SIE persönlich denn der Gesellschaft zurück? Sie geben der Gesellschaft überhaupt nichts zurück, bestenfalls erweisen sich ihre Kinder nicht als Transferexistenzen, die fortan durchgefüttert werden müssen und versuchen nicht ihrerseits, auf Kosten anderer ihrem Fertilitätshobby zu fröhnen. Ich glaube vielmehr, Sie sticht der Hafer, sich hier auszulassen über all das, was Sie der Gesellschaft zurückgeben, nachdem Sie erst einmal genommen haben und sich ihr Hobby haben finanzieren lassen. Ich stelle so lange in Abrede, dass Ihre Kinder für die Gesellschaft wertvoll sind, bis Sie mir die Bilanz gezeigt haben, die auf der einen Seite die gesellschaftlichen Kosten (derzeit mehr als 300 Milliarden Euro jährlich allein für familienunterstützende Maßnahmen) abbildet und auf der anderen Seite den gesellschaftlichen Nutzen. Sie handeln hier mit einer Büchse der Pandora, denn wenn alle Kinderlosen auf die Idee kämen zu fragen, was sie für die Steuern, die sie entrichten, zurückbekommen, dann kämen sie früher oder später zu der Überzeugung, dass sie nichts zurückbekommen außer einer Einschränkung ihres Lebens durch Kinderlärm, überfüllte Straßenbahnen, durch eine Belastung der Umwelt, die Kinder nun einmal darstellen … Durch das unverantwortliche Kinder-in-die-Welt-Setzen angesichts einer längst überfüllten Welt, tragen Sie dazu bei, dass unser aller Lebensqualität sinkt. Bislang haben wir Kinderlosen das schweigend zur Kenntnis genommen. Aber wenn man uns derart kommt, wie Sie das hier tuen, dann sehe ich keinen Grund für vornehme Zurückhaltung.

          • kaivonderkueste says:

            Das “(derzeit mehr als 300 Milliarden Euro jährlich allein für familienunterstützende Maßnahmen)” ausgegen werden, behauptet noch nicht einmal die Bundesregierung Die kommt nur auf ungefähr 200 Milliarden (als ‘echte’ Familienförderung bezeichnet sie selbst nur rund 55 Milliarden [http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/familienbezogene-leistungen,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf]) . Andere ‘Berechnungen’ zeigen geringere Beträge. Mal 40 Milliarden, mal 50 Milliarden. [http://www.deutscher-familienverband.de/presse/pressemitteilungen/aeltere-pressemitteilungen/144-2013/205-familienleistungen-fachtagung-familienfoerderung-fakten-statt-zahlenmaerchen]; [http://www.brandeins.de/archiv/2011/transparenz/vorsicht-studie.html]; [http://www.nnz-online.de/news/news_lang_druck.php?ArtNr=135232].

            Nur ein Beispiel: Das Kindergeld ist nur zu ungefähren Hälfte eine familienunterstützende Maßnahme, es wird mit zunehmender Einkommensteuerlast geringer, bis es verschwindet, da es vom Steuerfreibetrag betragsmäßig übertroffen wird. Der Steuerfreibetrag (=Steuerfreistellung des Existenzminimums) ist keine familienunterstützende Maßnahme. Die andere Hälfte verhindert höchstwahrscheinlich zu großen Teilen den ‘Absturz’ in Leistungen der Grundsicherung/Arbeitslosengeld II/Hartz IV.

            Was bei den familienunterstützenden Maßnahmen regelmäßig unter den Tisch fällt, sind die Einnahmen aus vor allem Verbrauchssteuern, die wegen der Kinder anfallen sowie die durch zusätzlichen Konsum entstehende Impulse für die Produktion von Waren. In manchen Berechnungen egalisieren die zusätzlichen Einnahmen die Ausgaben für ‘familienunterstützende’ Maßnahmen.

            Sich mit Hilfe der Produktion von Kindern über staatliche Leistungen aus einer vergleichsweise bescheidenen materiellen Situation verbessern zu können, ist eine Rechnung, die nicht aufgeht. Außer vielleicht, wenn diese Kinder an der Wertschöpfung beteiligt werden.

            Ein Modell kann dies möglicherweise leisten: wenn eine Frau (zur Verringerung des Zahlungsausfallrisikos) mit verschiedenen (materiell leistungsfähigen) Männern je ein Kind produziert und sich anschließend ihren und den Lebensunterhalt ihrer Kinder finanzieren lässt. Ein Modell allerdings, dass nur zeitlich begrenzt funktioniert. (Für Männer würde das im Prinzip auch funktionieren, nur ist es für diese ungleich schwieriger entsprechende Frauen zu finden)

            Glücklicherweise zeigt die Studie von Michaela Kreyenfeld und Gunnar Andersson nur eine Korrelation. 😉

            kuestenwache

            • Offensichtlich haben wir unterschiedliche Zahlen und vertrauen unterschiedlichen Quellen. Was die Konsumausgaben für Kinder angeht, die fallen auch an, wenn es keine staatliche Subvention gibt. Es ist ein altes Keynesianisches Spiel, Geld auszugeben, um Konsum anzukurbeln, nur leider fehlt in der Summe und am Ende immer genau das Geld, das man am Anfang ausgegeben hat. …

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @hansdampf

          Müssten Sie nicht zu allererst über sich selbst entsetzt sein angesichts Ihrer schrecklichen, materialistischen Weltanschauung wie sie im folgenden Absatz erkennbar wird?

          Ich zitiere:

          “Ich bin Vater zweier Töchter. Dieses „Hobby“ (genauso haben Sie es in diversen Artikeln beschrieben) KOSTET MICH VIEL GELD Geld und ich BEKOMME DAFÜR SOGAr ETWAS KINDERGELD. DAFÜR GEBE ICH ABER AUCH, vorausgesetzt es gelingt mir meine Kinder gut zu erziehen und durch das gesamte Erziehungssystem bis zum Studienabschluss zu bringen, DER GESELLSCHAFT ETWAS WIEDER. Und Sie können sich sicher sein dass ich meine Kinder nicht zu irgendwelchen SCHMAROTZENDEN Gender-Sozialwissenschaftswichsern werden lasse, eher zu Ingenieuren so WIE ICH SIE IN MEINER FIRMA BRAUCHE brauche. Aber SELBST WENN SIE NICHT BEI MIR ARBEITEN sondern Anwälte oder Ärzte oder sonst was werden …” (Hervorhebungen wurden von mir eingefügt).

          Mir scheint, wir sind uns deutlich näher als Ihnen hier öffentlich zu erklären lieb ist 🙂

          Warum lassen Sie nicht einfach diese Farce des selbstlosen Vaters, sondern stehen dazu, dass Sie ein vernünftiger Mensche sind, der auf den eigenen Vorteil, den Nutzen des Tausches und die Reziprozitätsregel achtet? Warum fühlen Sie sich so unter Druck, das abstreiten zu wollen, wenn es aus jeder Ihrer Formulierungen spricht? Wer hat Ihnen eingetrichtert, dass das etwas Böses ist? Jemand, der seinen eigenen Nutzen aus Ihnen ziehen möchte – und dabei keine Reziprozitätsregel beachten möchte?!?

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Esther

      Wenn Sie schreiben:

      “Gut gebildete Kinderlose tragen auch nichts zum Rentensystem bei”

      muss ich mich aber wirklich fragen, ob Sie in Deutschland oder überhaupt irgendwo in der westilchen Welt oder gar auf diesem Planeten leben. Das können Sie ja wohl nicht ernst meinen, oder!?! NIEMAND hat eine so hohe Steuerbelastung wie hoch gebildete Kinderfreie, und ohne sie wären die Transferleistungen, durch die sich Teile der Kinderproduzenten über Wasser halten, überhaupt nicht möglich, und dann sind wir noch nicht bei der Finanzierung des Bildungssystems der Mitversicherung in der Krankenversicherung etc. die ebenfalls aus Steuermitteln finanziert wird, und und und…

      Umgekehrt nehmen hoch gebildete Kinderfreie vergleichsweise wenig aus der Rentenkasse heraus, und wenn die Rentenversicherung über Nacht abgeschafft würde, dann wären hoch gebildete Kinderfreie vermutlich diejenige Gruppe von Leuten, die am ehesten akzeptieren könnte, dass man eben auch, wenn man über 60 oder 65 ist, sehen muss, wo man bleibt, und arbeiten muss – sie sind Arbeit nämlich gewöhnt.

      Wo leben Sie denn, wenn Sie das nicht wissen? Oder wissen Sie es sehr gut, meinen aber, man könne Wahrheiten, die einem nicht in dem ideologischen Kram passen, einfach ignorieren oder abstreiten?

      Ansonsten verbitte ich mir Ihre Bewertung von kinderfreien Frauen als “schlimm”! Ich bin mit Stolz und aus Überzeugung eine solche, und wenn Sie mich beleidigen wollen, dann fühle ich mich frei, Ihnen mitzuteilen, was ich von Frauen halte, die meinen, ihre Weiblichkeit erfüllen zu müssen, indem sie Kinder in die Welt setzen, für die sie weder die alleinige Verantwortung übernehmen möchten noch können: ich finde sie “schlimm”!

      Ach ja, und vergessen Sie nicht, dass Frauen nicht nur Heine und Goethe geboren haben, sondern auch alle Massenmörder dieser Welt!

    • corvusalbusberlin says:

      @ Esther “Gut gebildete Kinderlose tragen auch nichts zum Rentensystem bei.”
      Das ist einfach eine Frechheit.

  6. wolfswurt says:

    Seit wann definiert sich der Bildungsstand über Arbeit oder Arbeitslos?
    Diese Ansicht entspringt eher einem sehr niedrigen Bildungsstand.
    Im übrigen sollte Bildung nicht mit naturgegebener Klugheit verwechselt werden.
    Der Begriff Bildung wird heute über die Menge des angesammelten Wissens definiert und nicht mehr mit der Fähigkeit, dieses auch erfassen zu können.
    Und das Ergebnis sind dann exakt jene Verlautbarungen wie oben verkündet.

    • Im Modell sind Bildung UND Arbeitslosigkeit berücksichtigt, wie man der Tabelle problemlos entnehmen kann. Es geht um formale Bildung also Bildungsabschlüsse…

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @wolfswurt

      Ist Bildung für Sie eine Art Selbstzweck, oder was? Eine Essenz des wertvollen Übermenschen, der zwar strunzdumm sein kann und nicht Verwertbares gelern haben kann, aber dennoch Überzeugungen hat, die Sie gut finden und deshalb von Ihnen als von hohem Bildungsstand gekürt wird?

      Allerdings stimme ich Ihnen völlig darin zu, dass:
      “heute [der Begiff der Bildung] über die Menge des angesammelten Wissens definiert und nicht mehr mit der Fähigkeit, dieses auch erfassen zu können”

      Aber was kann man von Leuten erwarten, die nicht nur Zusammenhänge mit Bezug auf das Thema Familie, Bildung und Arbeit nicht ERFASSEN können, sondern nicht einmal die relevanten FAKTEN zum Thema kennen? Und dass das so ist, zeigen einige der Kommentare zu diesem thread auf erschreckende Weise!

    • corvusalbusberlin says:

      @ wolfwurt “Der Begriff Bildung wird heute über die Menge des angesammelten Wissens definiert und nicht mehr mit der Fähigkeit, dieses auch erfassen zu können.” Ja, so ist es.
      Wolfgang Herles aus “Die Gefallsüchtigen”. ” Denn die wirtschaftlichen, technischen und politischen Eliten sind zunehmend einseitig gebildet. “

    • corvusalbusberlin says:

      @ wolfwurt „Der Begriff Bildung wird heute über die Menge des angesammelten Wissens definiert und nicht mehr mit der Fähigkeit, dieses auch erfassen zu können.“

      Ja, so ist es. Denken will gelernt sein.

      
Wolfgang Herles aus „Die Gefallsüchtigen“. “ Denn die wirtschaftlichen, technischen und politischen Eliten sind zunehmend einseitig gebildet. “

  7. Derfuchs says:

    Das Risko Kinder zu kriegen!!!!!
    Wie krank ist das denn.
    Eine Tolle Studie zum Thema Pseudowissenschaft
    Es gibt eben auch frauen die die mechanissmen aus tausenden jahren evolution noch achten.
    Und warum muss jeder arbeiten (umwelt-zerstörung) betreiben.

    • Bevor ich mich aufrege, würde ich mich kundig machen. Die entsprechenden risk- oder hazards-Modelle haben nichts mit dem zu tun, was Sie unter Risiko verstehen. Also, nicht immer nur durch die Welt laufen und etwas zum Aufregen suchen, damit man weiß, man lebt, gelegentlich überlegen und zu dem Schluss kommen, dass manches vielleicht anders ist als man denkt und dass man für manches nicht kompetent genug ist, um es einzuschätzen.

      • Derfuchs says:

        Hätten die vorfahren der verfasser auch diese weittsicht bessen bräuchten wir nicht über diesen menschen verachtenden text zu diskutieren.

        • Ich zähle Sie hiermit an – weil ich heute meinen netten Tag habe. Noch so ein Beitrag und Sie sind aus den Kommentaren raus… Übrigens, wenn meine Vorfahren so eine Weitsicht besessen hätten, dann könnten Sie sich nicht über mich aufregen. Und was wäre dann der Sinn in Ihrem Leben. Seien Sie also nett zu mir, sonst kenne ich keine Gnade und nehme Ihnen auch noch diesen letzten und einzigen Lebenssinn, der Ihnen geblieben ist.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @Derfuchs

          Sie hätten sich gut im Mittelalter gemacht, der Inquisition das Wort geredet, um in vorauseilendem Gehorsam dabei zu helfen, dass nichts Menschen- oder damals: Religionsverachtendes gesagt wird, also Leute, die bestimmte Dinge denken, einfach mundtot zu machen.

          Solche Leute waren schon damals die Feinde der Wissenschaft – und sie sind es heute noch genauso!

          Ich frage mich nur, mit welchem Recht Sie erwarten, sich hier auf dem blog äußern zu dürfen, wenn Sie doch so viel Verständnis dafür haben, dass manche Leute mundtot gemacht werden. Was wäre, wenn wir denken würden, dass völlig uninformierte, unkritische, emotional gesteuerte Betroffene hier auf unserem blog mundtot gemacht werden müssten

          – dann müsssten wir unseren Lesern, besonders den wissenschaftliche gebildeten Lesern, nicht diese wissenschaftsverachtenden Kommentare zuzumuten!

          Wie fänden Sie das?

          • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

            Derjenige Idiot, der sich in seiner geistigen Umnachtung erdreistet hat, meine logisch völlig korrekte Kommentierung des Kommentars von “Derfuchs” (ohne die zugehörigen Schläue, die ohnehin nur in Fabeln auszumachen ist!) negativ zu bewerten, möge sich huldvoll herablassen, mir die Gründe hierfür zu nennen – falls er kann! Aber wahrscheinlich kann er nicht; Kinder zeugen und anonymerweise den Daumen ‘runterhalten, ist halt viel einfacher!

            Würde ich mich nicht immer um einen letzten Rest von Höflichkeit oder Anstand bemühen, würde ich jetzt nicht einfach nur schreiben, dass ich vor solchen Leuten keinen, aber auch keinen letzten Funken, von Respekt habe, sondern…. nein – ich will mich ja um Anstand bemühen ….

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @Derfuchs

          hätte es zur Zeit Ihrer Vorfahren eine Überbevölkerung gegeben wie es sie heute gibt und hätten Ihre Vorfahren diesem Problem ebenso gleichgültig gegenübergestanden wie Sie, dann bräuchten wir uns hier nicht nur auseinanderzusetzen, vielmehr wäre es uns nicht möglich

          – entweder weil es uns nicht gäbe, weil es die Menschheit geschafft hätte, sich selbst vom Planeten zu eliminieren, oder weil die verarmte, verzweifelte Masse von noch lebenden Menschen keinen Zugang zu Hochtechnologien wie dem Internet hätte (sofern es noch Hochtechnologien oder vielleicht sogar nur die Kunde vom Schreiben geben würde).

      • Derfuchs says:

        Anlässlich eines Fachgespräches im Ausschuss zur HIS-Studie „Studienberechtigte 2008“ erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht MdB:

        Die HIS–Studie belegt, dass finanzielle Gründe bei der Entscheidung, ein Studium aufzunehmen, eine untergeordnete Rolle spielen.

        • Na wenn der Herr MdB das sagt, dann muss es stimmen. Mag auch sein, dass finanzielle Gründe bei der Entscheidung, ein Studium aufzunehmen, eine untergeordnete Rolle spielen. Vielleicht können Sie uns noch mitteilen, welche Bedeutung dem im vorliegenden Zusammenhang zukommt.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Derfuchs

      Wie krank ist das denn, wenn jemand meint, Kinder erziehen zu können, obwohl er nicht einmal den Begiff “Risiko” versteht und richtig verwenden kann:

      Als Risiko wird eine Chance angesichts unsicherer Bedingungen bezeichnet.

      Aber wenn Leute meinen, Sie könnten sich auch ohne entsprechende Bildung ein Urteil darüber anmaßen, was Wissenschaft ist und was Pseudowissenschaft, dann ist das halt einfach krank!!!!!!!!

  8. Der gesunde Menschenverstand hätte noch vor 30 Jahren gesagt: Wer es sich nicht leisten kann, Kinder zu bekommen, z.B. weil er arbeitslos ist, der muss es lassen.

    Vor 50 und mehr Jahren konnten es sich nur wenige leisten, keine Kinder zu bekommen. Sie waren der Garant billiger Arbeitskräfte auf dem Hof und galten als einzige Altersvorsorge.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Carolus Magnus

      ich fürchte, Sie sind einer der Repräsentanten der Gruppe derer, die mit allen möglichen romantisch verbrämten Enten über die Vergangenheit des Menschen bzw. der früheren Lebensweisen der Menschen liebäugelt oder vielleicht schlicht damit indoktriniert wurde- dass Sie sozusagen ein “Magnus” der Ente sind!

      Bitte lesen meinen Kommentar zum Kommentar von Maximus – ich mag mich hier nicht pausenlos wiederholen, nur weil derselbe Quatsch immer wieder reproduziert wird von Berufungseltern.

  9. Pingback: Ich als Insel: Atomismus im Denken – oder – GEW sagt: Soldaten sind Lügner | Kritische Wissenschaft - critical science

  10. Hugo Frank says:

    Wie sieht es mit der Gewichtung dieses Sachverhalts aus?

    Warum bekommen Gebildete so wenig Kinder?

    Der Kommentar ist weniger kritische Wissenschaft als dümmliche Kritik.

    • Sie haben schon verstanden, dass es um Arbeitslose nach Bildung aufgeschlüsselt geht? Oder ist der letzte Satz eine Eigenbetrachtung – zumal es keinen anderen Kommentar als den eigenen gibt, auf den Sie sich beziehen können?

      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        @Michael,

        gib Dir keine Mühe! Es wäre vielmehr vergliche Liebesmüh’ – diese Leute wollen nicht verstehen oder wissen, wie sich Dinge in der Realität verhalten. Das würde nur den schönen, warmen Transferplatz durcheinanderwühlen, den sie sich durch ihre Kinder eingerichtet haben und der sie in Abwesenheit anggebbarer Leistungen als Eltern adelt.

        Sie können es ja nicht einmal ertragen, dass von einem Risiko, Kinder zu kriegen, gesprochen wird – so, als hätten sie noch niemals etwas von der massenhaften Verwendung der Pille in der realen Welt, in der sie leben gehört! Wahnsinn ist das! Dieses Thema scheint einen bunch of nuts emotional zu erregen (fast wie eine Art Pornographie?! 🙂 )

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Hugo Frank

      ja, stimmt, ich habe Ihren Kommentar auch als “dümmliche Kritik” interpretiert! Sie hätten ihn nicht extra so einordnen müssen – das war leicht zu bemerken!

      Also:

      “Warum bekommen Gebildete so wenig Kinder?”

      Ist doch wohl klar: Sie brauchen keine Kinder, um ein sinnerfülltes Leben zu führen oder um sich per Transferzahlungen ein Auskommen zu sichern, und sie tragen Verantwortung für die Lebensverhältnisse auf diesem Planten – für die eigenen Lebensverhältnisse, Ihre und die aller Eltern und besonders Kinder, die es ja noch länger mit den riesigen Problemen der Überbevölkerung zu tun haben werden als Sie oder ich.

      Als Eltern sollten Sie Kinderfreien jeden Tag ein kleines Dankgebet sprechen, wenn Ihnen die Lebenschancen Ihrer Kinder wichtig sind!

      • Peter says:

        Sie schreiben: Gebildete “brauchen keine Kinder, um ein sinnerfülltes Leben zu führen oder um sich per Transferzahlungen ein Auskommen zu sichern …”

        Ich beschäftige mich derzeit etwas mit (protestantischer) Arbeitsethik und am Anfang steht ein Postulat: “Die Frau definierte sich über ihre Mutterschaft, der Mann über seine Arbeit”. Nun sind Frauen in die “Männerdomäne” Arbeit, dank wirksamer Schwangerschaftsverhütung, seit langem eingebrochen. Transferzahlungen konservieren jedoch alte Modelle und die Einbeziehung von Männern, so durch gesetzliche Regelungen zur Elternzeit, behindern sogar noch diese Entwicklung. Wobei ich “Arbeit” weit und in Richtung “sinnerfülltes Leben” definieren würde.

        Danke für diese Anregung, ich werde weiter darüber nachdenken.

    • corvusalbusberlin says:

      @ Hugo Frank “Warum bekommen Gebildete so wenig Kinder?”
      Das fragen Sie noch?
      Wie blöd muss man sein, um überhaupt so eine Frage zu stellen?

      Halten Sie sich für gebildet?
      Und wie viel Kinder haben Sie?

  11. Petet says:

    Und das ist der Grund, warum diese Gesellschaft degeneriert. Es findet eine Negativauslese statt. Die intelektuell Benachteiligten werden zukünftig die große Mehrheit sein.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Petet

      Wenn ich die Kommentare hier so lese, habe ich das deutliche Gefühl, dass das längst der Fall ist!

  12. Dr. habil. Heike Diefenbach says:

    Michael,

    ich habe wirklich genug von dem romantisch verquirlten, egoistischen, uninformierten Betroffenheits-Blödsinn, den die Berufungseltern und vielleicht sonstige Gutmenschen hier absondern. Wenn Du unseren blog nicht gefährden willst und ihm den Ruf verschaffen willst, hier könnte sich jeder uninformierte, aber emotional betroffene _____(passende Bezeichnung bitte einsetzen) austoben, dann schließe bitte die Kommentarfunktion!

    Ich verzweifle sonst angeischts von so viel Blödsinn – vorgebracht mit der erschreckend naiven Sicherheit und Selbstüberschätzung!

    • Liebe Heike,

      mir geht es so ähnlich, aber ich sehe gerade aus dem Fenster, die Sonne auf den Black Mountains, am Horizont Corn Du und, was ist angesichts dieser phantastischen Aussicht der Ärger über die Pettiness mancher Kommentatoren. Und – wir sind ein liberales Blog und geben allen Kommentatoren Gelegenheit, sich, ihre psychische Befindlichkeit, ihren romantischen Dünkel, ihre Heile-Welt-Vorstellung, was auch immer angemessen darzustellen.

      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        Lieber Michael,

        ja, Du hast ja Recht, aber irgendwie finde ich es erschreckend, dass sich viele Leute nicht zu schämen scheinen, wenn Sie realisieren, dass sie ihre Emotionalität und ihre Uninformiertheit geoutet haben – oder schlimmer: sie realisieren es gar nicht!

        Was waren das für goldene Zeiten, als Agent Fox Mulder das positive Vorbild setzte, indem er auf Scullys Zusammenfassung seiner Vorstellungen in Selbsterkenntnis antwortete: “Sounds like crap when you say it”!

  13. Dr. habil. Heike Diefenbach says:

    An alle Kommentatoren:

    Bitte stellen Sie sicher, dass Sie das, was Sie schreiben, einem Denkprozess im Kopf unterzogen haben – man soll niemals versuchen, mit dem Geschlechtsteil zu denken; das klappt nicht!

    • An diejenigen,die diesen Kommentar negativ bewertet haben:

      Bitte helfen Sie bei meiner Weiterbildung: erklären Sie mir doch bitte, wie Sie das anstellen, mit dem Geschlechtsteil zu denken! Da Sie meinem Kommentar nicht zustimmen, müssen Sie ja das ja praktizieren und wissen, wie es geht!?!?

  14. Dr. habil. Heike Diefenbach says:

    So, und weil wir jetzt, glaube ich, alle genug Spaß miteinander hatten, hier das Wichtige, nämlich eine Buchempfehlung, damit jede/r selbst prüfen kann, inwieweit ihre Vorstellungen und Phantasien über das Familienleben in der Menschheitsgeschichte mit der Realität – soweit bekannt – übereinstimmen:

    Gestrich, Andreas, Krause, Jens-Uwe & Mitterauer, Michael: Geschichte der Famile. Stuttgart: Kröner.

    Mein Exemplar ist im Jahr 2003 erschienen, aber sicherlich hat es inzwischen Neuauflagen gegeben.

    Vielleicht sollte ich noch zwei Leseproben geben, damit keiner mehr sagen kann, er hätte es nicht wissen können, weil das Buch absolut unzugänglich sei oder sonst etwas:

    Das folgende Zitat ist auf S. 24 in meiner Ausgabe zu finden. In ihm geht es um die Ergebnisse einer Rekonstruktion von Lebensdaten in spätrömischer (also durchaus “zivilisierter”) Zeit anhand von Grabinschriften und anhand der Daten, die physische Anthropologen bereitgestellt haben: :

    “Die 120 untersuchten Skelette des spätrömischen Friedhofs von Keszthely-Dobogó (Ungarn) zeigen, dass die 15-jährigen eine weitere Lebenserwartung von rund 32 Jahren gehabt haben mögen; von denen, die das 15. Lebensjahr erreicht hatten, war die Hälfte zwischen 45 und 50 Jahren verstorben. Die Altersverteilung entspricht einer Bevölkerung mit einer Lebenserwartung bei der Geburt von etwas über 20 Jahren. Die Untersuchung gallischer Friedhöfe (Spätantike, frühes Mittelalter) führt auf eine Lebenserwartung bei der Geburt von 28,8-32,6 Jahren. Im Alter von 20 Jahren [d.h. wenn jemand das stolze Alter von 20 Jahren erreicht hat,] hätte die weitere Lebenserwartung allerdings noch immerhin 24,1 bis 31,0 Jahre betragen.”

    Soviel zu den Massen von Alten und Gebrechlichen, die angeblich von Jüngeren versorgt werden mussten bzw. im heutigen Sinn Rentenfälle (wenn nicht gleich Pflegefälle) wären. Und das sind Daten aus der sehr jungen Vergangenheit der Menschheit!

    Und was die vermutete Notwendigkeit, Kinder als “Versicherung” in die Welt zu setzen, betrifft, so ist für die europäische Vergangenheit ein vergleichsweise hohes Heiratsalter zu beobachten, das mit dem Verheiratungsrecht der Leibherren zu tun hat und als sogenanntes “European marriage pattern” bekannt (oder anscheinend sehr häufig unbekannt) ist (s. .hierzu Gstrich/Krause & Mitterauer 2003: 232).

    Schon das hohe Heiratsalter (sowie Heiratsbeschränkungen verschiedener Arten) hat die Fruchtbarkeit von Ehepaaren eingeschränkt. Und aufgrund der Heiratsbeschränkungen oder der Weigerung von Leibherren, Heiraten zu erlauben, hat es in Europa schon lange vor dem aktuellen Datum viele Unverheiratete und viele Kinderlose gegeben. Das ist überhaupt kein neues Phänomen. Aber heute werden sie als Zahlmeister missbraucht und dennoch schief angesehen, weil es heute eine ideologie gibt, die Menschen darauf verpflichten will, ihre Sexualität für “die Gesellschaft” (sprich: Interessen des Staates) einzusetzen.

    Also – bevor man sich äußert und wild drauflosphantasiert, was man gerne hätte, sollte man ab und zu prüfen, ob es dummerweise Fakten gibt, die den eigenen Phantasien widersprechen, damit man sich nicht um Kopf und Kragen schreibt/spricht und öffentlich blamiert!

    P.S. Und für den/die Idioten, der meint/die meinen, logisch korrekte Schlüsse oder Fakten gingen irgendwie davon weg, dass man anonymerweise den Nero-Finger nach unten drückt: es hilft nichts! Logische Schlussfolgerungen bleiben als solche dennoch korrekt, und Fakten scheren sich nicht darum, wozu Geschmacksfühler sich getrieben fühlen.

  15. Mielia says:

    Ich hätte eine Frage an die beiden Betreiber des Blogs, zu der ich anhand einiger ihrer Kommentare gekommen bin:
    Wieso stellen 7 Milliarden Menschen für sie eine Überbevölkerung dar?
    Wenn sie diese Frage an anderer Stelle schon beantwortet haben sollten, lese ich gerne einen auf entsprechenden Text verweisenden Link.

    • Ich hätte eine Frage an Sie als Kommentator: Wieso stellen für Sie angesichts begrenzter Ressourcen 7 Milliarden Menschen keine Überbevölkerung dar? Wenn Sie diese Frage an anderer Stelle schon beantwortet haben sollten, lese ich gerne die entsprechende Antwort.

      • corvusalbusberlin says:

        Weil die Ressourcen ungerecht verteilt werden und wir auf Kosten der Ärmsten uns jeden Tag den Bauch voll schlagen und den Rest 50% einfach dem Müll übergeben.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Miela

      Dieses blog soll dem Austausch von Argumenten dienen. Wenn für Sie trotz nahezu täglicher Nachrichten über hungernde Menschen, die Schwierigkeiten mit der Versorgung von Menschen mit sauberem Wasser, einem Artensterben in bislang (außer nach Meteoriteneinschlägen) nicht gekanntem Ausmaß, Mangelernährung überall auf der Welt inklusive der angeblich reichen westlichen Welt wegen Verödung der Böden, Abholzung der Wälder überall auf der Erde, und sei es nur, um Brennholz zu haben, zunehmender Verstädterung und Flächenversiegelung, Verkehrskollaps in vielen Großstädten der Welt, Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau, weil so viele Arbeitskräfte einfach nicht gebraucht werden, einer unerträglich grausamen Tiernutzungs- oder besser: Tierquäl- und Tiermissbrauchs-Industrie etc. etc. etc. und wenn Sie trotz der Tatsache, dass all diese Dinge nicht nur miteinander zusammenhängen und nicht nur als Mißstände als solche anzusehen sind, sondern eine Vielzahl von weiteren negativen Folgen haben (z.B. im Bereich der Epidemiologie) wie eigentlich seit spätestens den 1980er-Jahren allgemein bekannt sein sollte, tatsächlich keine Ahnung haben sollten, dass es so etwas wie Überbevölkerung gibt und 7 Milliarden Menschen offensichtlich als solche zu interpretieren sind,

      – dann schlage ich vor, Sie lassen uns um Ihre Argumente dafür wissen, warum eine Ersbevölkerung von 7 Milliarden Menschen, die außerdem täglich erheblich wächst, keine Überbevölkerung darstellt. Auf diese Argumente wäre ich wirklich gespannt!

  16. Zollstock says:

    “Der gesunde Menschenverstand hätte noch vor 30 Jahren gesagt: Wer es sich nicht leisten kann, Kinder zu bekommen, z.B. weil er arbeitslos ist, der muss es lassen.”
    Das hat der “gesunde Menschenverstand” natürlich nie gesagt. Hätte er es gesagt, nämlich das nur diejenigen Kinder machen und bekommen sollen, die es sich leisten können, wäre die Menschheit schon längst ausgestorben, vor 30000 Jahren, vor 3000 Jahren oder vor 30 Jahren, wies beliebt. Das Deutschland ein zutiefst kinderfeindliches Land ist, wirklich bis auf die Wurzel, kann man u. a. auch daran erkennen, das die Diskussion, wer Kinder kriegen soll und wer nicht, immer lauter wird. Wie in diesem Artikel. Ich darf daran erinnern, das Frankreich die 3-Kinder-Familie fordert, fördert und natürlich auch subventioniert. Ergebnis: Frankreich hat nicht wie Deutschland ein demografisches Problem. Frankreich hat etliche tiefe Probleme, aber immerhin fragt man dort nicht, wer es wert ist bzw. wer genug Geld verdient, um Kinder zu bekommen.

    • Ach je, ich habe wirklich keine Lust mehr über das Offensichtliche zu diskutieren. Insofern: Sie haben Recht, definieren wir den gesunden Menschenverstand als “ohne Rücksicht auf Verluste” und führen die Hungersnöte und sonstigen Katastrophen, die sich aus einer Überbevölkerung ergeben haben, denken Sie nur an die große Hungersnot in den 1840 und 1850er Jahren im Süden und in der Mitte Deutschlands, auf ihren gesunden Menschenverstand zurück, den ich dann als puren Zynismus gepaart mit einer Form von Unfähigkeit, auch nur zwei Variablen gleichzeitig zu berücksichtigen, ansehen kann, der wiederum mich zum Zyniker machen könnte, hätte ich Ihren gesunden Menschenverstand.

    • corvusalbusberlin says:

      In Frankreich sind seit Lichtjahren die Kindergärten kostenlos.
      Das wäre hier auch in Deutschland angebracht.

      Aber das Frankreich das Kinderkriegen subventioniert, ist mir unbekannt.
      Meine Kinder sind 1968 und 1970 in Paris geboren. Ich habe viele Jahre dort gelebt.

      Frau Frauke Petry von der AfD forderte auch drei “Pflichtkinder.”
      Ob sie aktuell noch dieser Meinung ist,weiss ich nicht.

      Ich jedenfalls würde in die heutige Zeit keine Kinder mehr setzen – egal ob in Frankreich, Deutschland oder anderswo.

  17. Pingback: Down Breeding: Hartz-IV macht Kinder | ScienceFiles

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