Gesinnungsschnüffler: Erkannter Extremist!

Die Briten geben sich seit vielen Jahren viel Mühe, den Zweiten Weltkrieg zu verstehen und scheitern regelmäßig, wenn es darum geht, die Frage zu beantworten, wie eine aus ihrer Sicht Kulturnation in einen Zustand schlittern konnte, der sie aus der Reihe zivilisierter Nationen ausgeschlossen hat.

Einer dieser Versuche, verfilmt unter dem Titel “The Nazis – A Warning from History” hat eine der Serien einem Forschungsprojekt gewidmet. Dessen Bearbeiter fressen sich durch alte Akten der Gestapo und befördern dabei ein Bild dessen zu Tage, was Hannah Arendt die Banalität des Bösen genannt hat – ein Bild, das Nachbarn Nachbarn bespitzeln sieht und das die Suche nach Abweichung bzw. die Suche nach der Möglichkeit, Personen, die einem ein Dorn im Auge sind, per Denunziation zu beseitigen, zu einer Art Volkssport der Bösartigen gemacht hat.

A warning from historyFür Soziologen ist es in diesem Zusammenhang wichtig, auf die Strukturen, die ein solches Verhalten von professionellen Denunzianten begünstigen, zu verweisen, Strukturen, die es ermöglichen, anonym zu denunzieren, Strukturen, die bestimmte denunzierbare Inhalte bereitstellen, und Strukturen, die es den Denunzianten ermöglichen, sich im Glorienschein des politisch Korrekten zu suhlen.

Wir schreiben das Jahr 2014, 69 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Deutschland will mittlerweile ein demokratischer Staat sein, ein Staat, in dem sich die Banalität des Bösen, die Denunziation von Dritten, die eine als politisch nicht korrekt angesehene Meinung vertreten, so wie dies z.B. Sozialdemokraten und Kommunisten im Dritten Reich taten, nicht wiederholen kann – oder?

Erkannte Extremisten

TarnungErkannte Extremisten, das sind Extremisten, die von Dritten als Extremisten erkannt wurden, benannt wurden, die – wie man der Formulierung entnehmen muss – enttarnt wurden, die sich unter nicht-Extremisten geschlichen haben, um diese nicht-Extremisten mit ihrem Extremismus zu verseuchen. Deshalb muss man sie erkennen. Man muss das Übel an der Wurzel packen und ausreisen oder aus der Bundeswehr werfen.

Erkannte Extremisten bei der Bundeswehr, drei an der Zahl, sind Gegenstand einer kleinen Anfrage der Linken und einer entsprechenden Antwort der Bundesregierung. Drei erkannte Extremisten, Rechtsextremisten, denen 309 des Rechtsextremismus in der Bundeswehr Verdächtige gegenüberstehen, 309 Verdächtige, von denen sich der Verdacht, als unerkannter Rechtsextremist die Bundeswehr infiltriert zu haben, für 143 als falsch erwiesen hat.

Deutschland 2014 macht Jagd auf bislang unerkannte Rechtsextremisten (bei der Bundeswehr), die ihre Bürgerrechte und ihre Meinungsfreiheit dadurch verwirkt haben, dass sie erstere für die falsche Ideologie und letztere für die falsche Meinung in Anspruch genommen haben, denn: In Deutschland herrscht bedingte Meinungsfreiheit, was politisch korrekt ist, darf frei gemeint werden.

Erkannte Rechtsextremisten, die bei der Bundeswehr enttarnt wurden, wird übrigens der “Dienst an der Waffe untersagt. Auch werden sie nicht als Ausbilder eingesetzt.” Sie sind also Soldaten zweiter Klasse, zur Strafe.

Nun stellt sich die Frage, wie die vormals unerkannten Rechtsextremisten in der Bundeswehr erkannt wurden, jene Rechtsextremisten, die durch ihr rechtsextremes Wirken eine so große, eine so große Gefahr darstellen, dass sie sich jeder Beschreibung entzieht. Die Antwort auf diese Frage führt zurück zu den Strukturen, die oben beschrieben wurden, jenen Strukturen, die die Banalität des Bösen und die Kultur der Denunziation, die im Dritten Reich geherrscht hat, erst ermöglicht haben.

Wir zitieren aus der Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Linken – Drucksache 18/2788

Verdacht auf rechtsextreme Betätigung Unser Kommentar
“Der Beschuldigte soll während einer Zugfahrt rechtsindizierte Musik der Gruppen ‘Sleipir’, ‘Lunikoff’, ‘Landser’, ‘Stahlgewitter’ und ‘Sturmwehr’ lautstark gehört haben” Das Erkennen der “rechtsindizierten Musik” setzt die Kenntnis der “rechtsindizierten Musik” voraus, weshalb der Denunziant des “lautstark” Hörenden ebenso wie derjenige, der die Anschuldigung prüft, ebenfalls wegen des Hörens “rechtsindizierter Musik” aus der Bundeswehr zu entlassen sind, so wie der Beschuldigte, der aus der Bundeswehr und wegen der “rechtsinduzierten Musik”, die er “lautstark gehört” hat, entlassen wurde.
“Die Beschuldigte soll rechtsextremistisches Liedgut und Bildmaterial auf ihrem privaten Handy und Laptop abgespeichert und in die Liegenschaft gebracht haben” Private Handys und Laptops sind offensichtlich nicht privat, sondern öffentlich. Wie man wohl an Erkenntnisse über das, was auf privaten Handies und Laptops gespeichert ist, kommt?
“Der Beschuldigte soll auf seiner Facebook-Seite ein Bild platziert haben, das einen Hund mit rot-weißer Hakenkreuzbinde darstellt, der den ‘Hitlergruß’ zeigt. Das Bild wurde mit ‘Sieg Wuff’ untertitelt” Wo Denunziation anfängt, hört offensichtlich Satire auf, und es fängt Ermittlung an, wobei Ermittler mit Denunzianten eine völlige Abwesenheit von gesundem Menschenverstand oder auch nur eines Sinns für das Absurde teilen. Noch ein Strukturprinzip: Denunzianten and Denunziations-Verarbeiter nehmen sich unglaublich ernst.
“Der Beschuldigte soll einen Zivilisten als ‘Hitler’ und ‘Nazi’ bezeichnet haben.” Wer das Wort “Hilter” oder “Nazi” in den Mund nimmt, betätigt sich rechtsextrem. Das erklärt die Anzahl rechtsextremer Straftaten…., und was das für Zeitgeschichtler bedeutet … we are hesitant to speculate…
“Bei der Sichtung eines Smartphones wurden beim Beschuldigten eine Vielzahl von Musiktiteln mit verfassungsfeindlichem und rechtsextremem Hintergrund diverser einschlägiger Musikgruppen sichergestellt.” Wer Musik hört haftet für den Text der Musik, die er hört. Wie schön war doch die Zeit, als man englische Lieder hörte, die man nicht verstand – aber vermutlich hätte auch das nichts geholfen und zur fristlosen Entlassung des Soldaten geführt, ganz so wie im vorliegenden Fall. Vorsicht: Smartphones werden gesichtet – Eigentum wird sozialisiert, wenn der Verdacht rechtsextremer Betätigung geäußert wurde.
“Der Beschuldigte soll während einer U-Bahnfahrt den Ausruf “Sieg Heil” getätigt haben” Der Ausruf “Sieg Heil”, den natürlich jeder Hörer in den richtigen Kontext einordnet, weil “Sieg Heil” in Schulen als verbotener Ausruf einer zurückliegenden Epoche gelehrt wird, ist von Meinungsfreiheit nicht abgedeckt.
“Der Beschuldigte soll während eines gemeinsamen Grillabends ein Lied, vermutlich der Gruppe ‘Sleipnir’ von einem Laptop mit dem Textinhalt (sinngemäß) ‘Ich bin Mitglied der NPD’ abgespielt haben”. Die Behauptung der Mitgliedschaft in einer zugelassenen Partei ist rechtsextreme Betätigung, auch wenn sie nurmehr sinngemäß festgestellt werden kann.
“Der Beschuldigte soll im Besitz einer Tätowierung mit dem Wortlaut “Meine Ehre heißt Treue” sein. Des Weiteren soll sich der Beschuldigte extremistisch geäußert haben”. Wer die Worte Ehre und Treue nicht nur kennt, sondern auch in Reihenfolge bringt und benutzt, betätigt sich rechtsextrem und alles, was er sagt, entspricht einer rechtsextremen Äußerung.
“Die beiden Beschuldigten sollen im angetrunkenen Zustand eine Flagge, die das Bundesland Sachsen darstellt, in die Glut eines Feuerbehälters vor der Sporthalle der Kaserne geworfen haben”. Wer Flaggen, die Sachsen darstellen, ins Feuer wirft, handelt rechtsextrem.
“Der Beschuldigte soll ein Bild eines Kameraden auf seinem Handy haben, das diesen mit ausgestrecktem Arm, wie bei einem Hitlergruß zeigt”. Den Arm ausstrecken ist rechtsextreme Betätigung. Freunde mit ausgestrecktem Arm auf dem Handy zu haben, ist rechtsextreme Betätigung und Vorsicht: Der Denunziant schaut über die Schulter … aufs Handy.

SmartphonesDas soll genügen. Es ist ein bedrückender Reigen irrsinniger Beschuldigungen, die man nur als von Hysterie getrieben bezeichnen kann und bei denen man sich lebhaft vorstellen kann, wie die entsprechenden Denunzianten heimlich fremde Handys durchsuchen, wie sich Dienstvorgesetzte nicht zu schade sind, private Smartphones “zu sichten” und wie alle miteinander Freude dabei empfinden, sich in die Privatheit Dritter einzumischen, um diesen Dritten zu schaden. Denn ein anderes Motiv kann Denunziation wie die vorliegende kaum haben, schon weil kein Schaden entsteht, wenn Soldat X die Musik einer Gruppe hört, von der außer ihm kaum jemand je gehört hat oder wenn Soldat Y ein Bild von einem Kameraden mit ausgestrecktem Arm auf dem Handy hat.

Es ist bedrückend, wie normal Gesinnungsspitzelei und Gesinnungsdenunziation in Deutschland längst wieder ist. Dass ausgerechnet Sozialisten in vorderster Front stehen, wenn es darum geht, Andersglaübige, nein: eines anderen Glaubens Bezichtigte zu denunzieren zeigt: Aus Geschichte lernen viele genau nichts.

Sciencefiles ist ein liberales Blog. Wir sind der Ansicht, dass eine Gesellschaft, die demokratisch sein will, auch die absurdesten und abstrusesten Meinungen zulassen muss. Wenn sie demokratisch ist, wird sie es überleben. Ob eine Demokratie es überlebt, wenn Phantasien über die Schädlichkeit falscher Meinungen, mit totalitären Mitteln durchgesetzt werden, ist eine Frage, die in der Geschichte bislang regelmäßig negativ beantwortet wurde.

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

27 Responses to Gesinnungsschnüffler: Erkannter Extremist!

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Gesinnungsschnüffler: Erkannter Extremist! | netzlesen.de

  2. Goofos says:

    Es sollte jetzt nur niemand auf die Idee kommen auf die Smartphones der Abgeordneten unserer Bundesregierung oder auf die der Linken zu schauen. Kaum auszudenken was sich da Kompromittierendes finden ließe.

    Denke ich zurück, als die Leute immer ihre kaputten PC’s daher geschleppt haben, weil sie meinten ich wäre der IT-Spezialist schlechthin. Was man da auf der Festplatte, in der Browserhistory, den Logs etc. fand, brachte mich zum Entschluss, dass es mich einfach nicht interessiert und ich auch nicht wissen möchte was die Leute mit den Geräten so anstellen, was niemand wissen soll. Da blickt man sonst in tiefe Abgründe bei Leuten, bei denen man niemals nie so etwas vermuten würde.

    Wenn jetzt tatsächlich jeder ein Extremist ist, auf dessen Smartphone sich ein rechtsradikales Lied findet, dann möchte ich gar nicht wissen welche Massen an Extremisten noch in Deutschland herum rennen. Ich möchte auch nicht wissen wie viele unerkannte Extremisten dann in der Bundesregierung herum rennen.

    • Laevus Dexter says:

      Nee, kommt, wir machen das jetzt mal anders herum:

      Kommt ein Bürger zum Finanzamt und sagt: Hey, wieso muss ich auf der Grundlage des Einkommensteuergesetzes vom 16.10.1934, unterzeichnet von Adolf Hitler, Steuern zahlen?

      Finanzamt: Äh, weil das so ist!

      Bürger: Und warum ist das so?

      Finanzamt: Äh, weil das so ist!

      Bürger: Schämt ihr euch gar nicht?

      Finanzamt: Äh, wieso?

      Bürger: Weil ihr Hitlerbefehle befolgt!

      Finanzamt: Äh, wieso?

      Bürger: Na, weil ich auf der Grundlage des Einkommensteuergesetzes vom 16.10.1934, unterzeichnet von Adolf Hitler, Steuern zahlen soll!

      Finanzamt: Na und? Müssen wir nicht alle Steuern zahlen?

      Bürger: Nein, wieso? Das Grundgesetz kennt keine Steuerpflicht!

      Finanzamt: Och das Grundgesetz; hier gilt das Einkommensteuergesetz!

      Bürger: Das vom 16.10.1934, unterzeichnet von Adolf Hitler?

      Finanzamt: Äh, ja!

      Bürger: Und warum soll ich auf Hitlers Befehl Steuern zahlen?

      Finanzamt: Äh, weil das so ist!

      Bürger: Wer sagt das?

      Finanzamt: Na das Gesetz!

      Bürger: Welches Gesetz?

      Finanzamt: Na das Einkommensteuergesetz!

      Bürger: Das vom 16.10.1934, unterzeichnet von Adolf Hitler?

      Finanzamt: Äh, ja!

      Bürger: Also Hitler befiehlt, dass ich Steuern zahlen muss?

      Finanzamt: Äh, ja, wenn Sie so wollen!

      Bürger: Ich will aber keine Hitlerbefehle befolgen!

      Finanzamt: Ach so, Sie wollen keine Steuern zahlen?

      Bürger: Nein, nicht auf Hitlers Befehl!

      Finanzamt: Ah, Sie sind ein Steuersünder!

      Bürger: Nein, ich bin kein Nazi!

      Finanzamt: Wollen Sie damit behaupten, wir wären Hitlers willige Vollstrecker?

      Bürger: Wie würden Sie Leute bezeichnen, die Hitlers Befehle vollstrecken!

      Finanzamt: Das ist aber eine Beleidigung!

      Bürger: Dass ich Steuern auf Hitlers Befehl zahlen soll?

      Finanzamt: Nein, dass Sie uns als Nazis bezeichen!

      Bürger: Ich sage nur, dass Sie Hitlers Befehle vollstrecken!

      Finanzamt: Sie können ja klagen!

      Bürger: Aber Hitlers Befehl muss ich trotzdem befolgen?

      Finanzamt: Sie müssen Steuern zahlen!

      Bürger: Auf welcher Grundlage?

      Finanzamt: Das sagt das Einkommensteuergesetz!

      Bürger: Das vom 16.10.1934, unterzeichnet von Adolf Hitler?

      Finanzamt: Äh, ja, wenn Sie so wollen!

      Bürger: Ich will aber keine Befehle Hitlers befolgen! Die haben heute keine Gültigkeit mehr!

      Finanzamt: Ach, Sie stellen wohl die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland in Frage?

      Bürger: Nein, nur die Legitimität der Befehle Hitlers!

      Finanzamt: Wenn Sie unsere Gesetze nicht anerkennen, dann stellen Sie den Bestand der Bundesrepublik Deutschland in Frage! So etwas machen nur Verfassungsfeinde und die sind Nazis.

      Bürger: Nein, ich bin kein Nazi!

      Finanzamt: Wollen Sie damit behaupten, wir wären Nazis?

      Bürger: Wie würden Sie Leute bezeichnen, die Hitlers Befehle vollstrecken!

      Finanzamt: Das ist aber schon wieder eine Beleidigung!

      Bürger: Dass ich Steuern auf Hitlers Befehl zahlen soll?

      Finanzamt: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir hier mit Ihnen nicht über den Bestand der Bundesrepublik Deutschland diskutieren werden. Sie werden von uns hören.

      Das Ende vom Leid ist eine Zwangsvollstreckung unter Polizeieinsatz, begleitet von einem Strafverfahren wegen Beleidigung mit der Folge eines Freispruchs wegen Schuldunfähigkeit gemäß § 20 StGB und einer nach zeitlich offenen Einweisung in die Psychiatrie gemäß § 63 StGB ohne die gesetzliche Möglichkeit auf ein Wiederaufnahmeverfahren gemäß § 359 StPO, da dies eine Verurteilung erfordert und bei Freispruch nicht anwendbar ist. Wohnungs- und Eigentumsverlust inklusive.

      PS: Das ist eine Zusammenfassung wahrer Geschichten.

      Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/estg/BJNR010050934.html

      • Laevus Dexter says:

        Oh, ich habe noch einen zum Finanzamt!

        § 353 StGB
        Abgabenüberhebung, Leistungskürzung

        (1) Ein Amtsträger, der Steuern, Gebühren oder andere Abgaben für eine öffentliche Kasse zu erheben hat, wird, wenn er Abgaben, von denen er weiß, daß der Zahlende sie überhaupt nicht oder nur in geringerem Betrag schuldet, erhebt und das rechtswidrig Erhobene ganz oder zum Teil nicht zur Kasse bringt, mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

        (2) Ebenso wird bestraft, wer als Amtsträger bei amtlichen Ausgaben an Geld oder Naturalien dem Empfänger rechtswidrig Abzüge macht und die Ausgaben als vollständig geleistet in Rechnung stellt.

        Übersetzung

        (1) Ein Amtsträger, der Steuern, Gebühren oder andere Abgaben für eine öffentliche Kasse zu erheben hat, wird, wenn er Abgaben, von denen er weiß, daß der Zahlende sie überhaupt nicht oder nur in geringerem Betrag schuldet, erhebt und das rechtswidrig Erhobene ganz […] zur Kasse bringt, […] (nicht) bestraft.

        (2) Ebenso wird (nicht) bestraft, wer als Amtsträger bei amtlichen Ausgaben an Geld oder Naturalien dem Empfänger rechtswidrig Abzüge macht und die Ausgaben als […] (gekürzt) geleistet in Rechnung stellt.

        Früher nannte man das Kaperbrief.

        Quellen:

        1. http://dejure.org/gesetze/StGB/353.html
        2. http://de.wikipedia.org/wiki/Kaperbrief

  3. HansG says:

    Wir sind der Ansicht, dass eine Gesellschaft, die demokratisch sein will, auch die absurdesten und abstrusesten Meinungen zulassen muss. Wenn sie demokratisch ist, wird sie es überleben.

    Das sollten sich diverse Menschen ausdrucken und über ihr Bett hängen. Oder besser auf dem Smartphone speichern 😉

  4. Chaeremon says:

    Es fehlt nur noch eine Gesinnungssteuer! Als Vorbild kann die Steuer auf Luft(CO2) genommen werden: Luft(CO2) ist giftig, riecht nicht und ist unsichtbar. Jedermann atmet Luft(CO2) aus, selbst Fahrzeuge und Industrieanlagen geben Luft(CO2) von sich — genauso benimmt sich jede Form von Gesinnung, der zivile und industrielle Einfluss auf unsere Welt ist gewaltig und nicht wegzudenken.

    Das fantastische an Gesinnungssteuer wird sein, dass man sie vor dem Verfassungsgericht nicht wegklagen kann, denn es kann immer gezeigt werden dass Gesinnung die Wurzel allen Übels ist.

    Das grosse Vorbild, die Luft(CO2)steuer hat es schon gezeigt: auch wenn es niemals passiert ist und niemals passieren wird, die Luft(CO2) war+ist immer der schädliche Verursacher — genauso wie die Gesinnung.

  5. Max says:

    “Ob eine Demokratie es überlebt, wenn Phantasien über die Schädlichkeit falscher Meinungen, mit totalitären Mitteln durchgesetzt werden, ist eine Frage, die in der Geschichte bislang regelmäßig negativ beantwortet wurde.”
    Vielleicht der wichtigste Satz des gesamten Artikels.

    Ich vermute mal Author, Leser und Kommentatoren machen sich dringend des Rechts-extremismus verdächtig.

  6. Martin says:

    ““Der Beschuldigte soll einen Zivilisten als ‘Hitler’ und ‘Nazi’ bezeichnet haben.”

    Das ist doch wirklich eine sehr ergiebige Vorlage. Da können wir jetzt eigentlich Zehntausende von Linken, Grünen, Antifas und viele, viele mehr als Rechtsextreme klassifizieren. Mit den entsprechenden Ächtungen, Berufsverboten usw. . Prima 🙂

    ““Der Beschuldigte soll im Besitz einer Tätowierung mit dem Wortlaut “Meine Ehre heißt Treue” sein.”

    Merkwürdige Formulierung. Im Besitz einer Tätowierung? Befand sich die in einem Glas auf seinem Schreibtisch? Meist trägt man Tätowierungen ja eher.

  7. Aurora says:

    Blendender Artikel. Es kommt etwas in Bewegung.

  8. Roland Krast says:

    Hier zu Lesen bereitet mir besonders angesichts des Zustandes unserer Gesellschaft eine richtige Freude. Muss auch mal geschrieben werden. Danke…..und weiter so!

  9. St. Elmo says:

    Was die Soldaten Privat machen ist ihre Sache aber bei einem Punkt muss ich wieder sprechen.

    Wenn nicht nur mutmaßlich sondern tatsächlich die offizielle Flagge des Freistaats Sachsen während des Dienstes von Soldaten verbrannt wurde, ist das zu recht ein Grund für eine Abmahnung, möglicherweise sogar ein Kündigungsgrund, da hier durch diese Tat gegen die Loyalitätspflicht gegenüber dem Arbeitgeber verstoßen wurde.

    • Marcus Junge says:

      Soldaten dienen keinem Freistaat Sachsen, das war mal bis 1918 so, sondern dem Bund(esstaat). Von “Arbeitgeber” kann also keine Rede sein. Und Abmahnungen gibt es bei Soldaten nicht, dafür gibt es das Disziplinarrecht.

      • St. Elmo says:

        Richtig es sind Soldaten der Bundesrepublik Deutschland die folgenden Fahneneid leisten
        “Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen”
        Ein Teil dieses Deutschen Volkes und der Bundesrepublik Deutschland sind die Einwohner des Freistaat Sachsen. Jedenfalls steht das mal so in der Präambel des GG.

        Wie passt dann das Verbrennen der Flagge des Freistaats Sachsen während des Dienstes zu den §§ 7, 8, 12, 15, 17(2) des Soldatengesetz?

    • dentix07 says:

      Nicht unbedingt! Die Bundes-Wehr heißt nicht umsonst so und nicht z.B. Sachsen-Wehr! Zwar ist Sachsen ein Teil des Bundes (der Bundesrepublik), aber der “Arbeitgeber” von Soldaten der Bundeswehr ist der Bund, nicht der Freistaat Sachsen!
      Wenn Sie die Deutschlandfahne oder die der Bundeswehr verbrannt hätten, könnte man eine Loyalitätspflichtverletzung vermuten (!), bei der Verbrennung der Sachsenfahne wohl eher eine politische Meinungsäußerung bezüglich sächsischer Politik!

      • a.behrens says:

        Flaggenverbrennung ist in Deutschland nach §90a StGB eine Straftat. Kann man gut oder blöd finden, ist aber erstmal so. Und wenn es sich bei den Tätern um Beamte bzw. Soldaten handelt, dürfte es weitere Disziplinarrechtliche Folgen haben. Abgesehen davon mag der Bund arbeitsrechtlich der Dienstherr sein, jedoch schwören Soldaten einen Fahneneid auf das Deutsche Volk. Wenn nun ein Soldat die Fahne eines Bundeslandes verbrennt, dann ist das für mich ein Ausdruck davon, diesen Eid nicht mehr Folge leisten zu wollen und sein Dienstverhältnis gekündigt zu haben.

        Abgesehen davon ist für mich die Verbrennung einer Flagge eher ein Ausdruck von linksradikalem Gedankengut, da ja symbolisch der Ausdruck des nationalen Selbstverständnisses zerstört.

  10. Marcus Junge says:

    Allein schon eine Dokumödie der BBC als Eingangsbeispiel zu verwenden … . Warum nicht gleich Guido Knopp? Die “Qualität” hätte sich jedenfalls nicht geändert.
    Das die BBC immer noch ein übler Propagandasender ist und deren Machwerke zu deutschen Themen unter aller Sau und daher durch die Bank weg, völlig untauglich sind … . Wer also derartiges ernsthaft benutzt, der wird garantiert nichts verstehen.

    • Warum erleuchten Sie uns Unwissende nicht mit Ihrem tiefer gehenden Wissen anstatt die Kommentarfunktion rein dafür zu verschwenden, unbelegte Behauptungen aufzustellen?

      • DirkH says:

        Dass die BBC ein Propagandasender ist, ist erwiesen.
        http://21stcenturywire.com/2014/03/24/from-savile-to-syria-bbc-in-breach-of-charter-again-with-staged-panorama-chemical-doc/
        Kurzzusammenfassung:
        BBC sendet selbe gefakete Syrien “Krankenhaus”/”Opfer”-Reportage zweimal, redet beim erstenmal von Napalm beim zweiten mal von Giftgas.
        RT hat das dokumentiert, leider sperrt youtube staendig die Videos.
        BBC hat von hunderten Briten Beschwerden bekommen, da selbst das britische Volk nicht willens ist, diese Kriegshetzerluegen hinzunehmen.

        • BBC bekommt regelmäßig Beschwerden und dass BBC eine Schlagseite nach links hat, ist allgemein bekannt. Dennoch ist es ein Fehlschluss, wenn man vor diesem Hintergrund behauptet, jeder Beitrag, der von BBC gesendet wird, sei falsch oder biased (Übergeneralisierung). Und dieser Fehlschluss ist nicht nötig, denn die meisten Menschen sind mit einem eigenen Urteilsvermögen ausgestattet und können sich ein Bild davon machen, ob ein Beitrag korrekt, falsch oder manipulativ ist. Deshalb schlage ich vor, Sie lesen das Buch oder Sie schauen die Serie, die Sie hier ohne weitere Kenntnis als falsch bewerten zu können glauben, und versuchen sich, ein eigenes, nicht von Dritten vorgefertigtes Bild zu machen, denn: wer sagt Ihnen denn, dass RT korrekt berichtet?

        • Martin says:

          RT…. ja, ist klar.

  11. dentix07 says:

    “Dass ausgerechnet Sozialisten ….”!
    Wieso “ausgerechnet”? Allen bisherigen sozialistischen Versuchen war (und ist) doch gerade die Gesinnungsschnüffelei, die Denunziation(s”kultur”) immanent! Von UdSSR über DDR, Rumänien, China bis Nordkorea! (Und auch die Braunen bezeichneten sich nicht umsonst als “National-SOZIALISTEN!)

    • a.behrens says:

      Es wird nicht gern drüber gesprochen, aber innerhalb der NSDAP gab es eine große Strömung, die sich ausdrücklich und explizit als Links verstand und prosowjetisch war, also mit Stalin eine politische Allianz bilden wollte. Geistige Vordenker waren Goebbels und Strasser. Strasser hat nach dem WKII versucht eine neue sozialistische Bewegung zu gründen, die er als Soldarismus bezeichnete und geistig bis heute in der NPD weiter lebt. Nicht ohne Grund sind die Parteiprogramme von Linken und NPD so verblüffend ähnlich und könnte Sahra Wagenknecht ohne Probleme und ohne argumentativem Bruch die Partei wechseln(*).

      Daher: Linke und Rechte benutzen die gleichen Methoden und haben die gleiche Ziele. Entsprechend kann man ja auch linke und rechte Skinheads nur anhand der Schnürsenkel unterscheiden.

      (*) Der Hauptunterschied zwischen Linken und NPD ist IMO der Umgang mit Ausländern. Die Linken wollen alle nach Deutschland lassen die wollen, während die NPD eine Begrenzung auf qualifizierte Ausländer verlangt. Frau Wagenknecht vertritt innerhalb der Linken aber ebenfalls eine Position Einwanderung nur für qualifizierte zuzulassen.

  12. Genugtuung says:

    Wissen Sie was das schöne daran ist? Nichts und niemand ist vor dieses Denunzianten sicher. Willkommen in der Gesinnungsdiktatur, der Wähler wollte es ja so….

  13. Rudi Sander says:

    Daß es ich bei diesem linksguten Denunziantenstadl um verkapptes seitenverdrehtes NS-Verhalten handelt, erkennt ein weltbekannnter jüdischer Psychotherapeut, der Auschwitz überlebte: http://www.tubechop.com/watch/2068373

  14. lernender says:

    Die Hysterie vor den Rechten gleicht der Hysterie vor dem Patriarchat.
    Da es keine begrifflichen Definitionen gibt, kann man davon ausgehen, alles was undeutsch ist, ist gut, alles was deutsch ist, ist Rechts. Alles was unweiß ist, ist gut, alles weiße Rechts. Alles was unmännlich ist, ist gut, alles was männlich ist, ist Rechts.

    Noch kürzer – die Definitionshoheit über das was Rechts sein soll, maßen sich eine kleine Gruppe linksgrünfeministischverseuchten Halbhirnen an und verteidigen diese Hoheit wie ein trotziges kleines Kind, jederzeit bereit zu schmollen und zu plärren, wenn dies in Frage gestellt wird.

    ” Es ist möglich, daß der Deutsche doch einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf Erden zu behaupten und alle Nationen hassen ihn, wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen mögten.”

    Friedrich Hebbel, Dichter und Dramatiker

  15. s.Braun says:

    Hab weder ein Handy noch ein Smartphone und kann denken was ich will !

  16. Rainer_G says:

    Das gegenseitige Denunzieren ist eine der schlimmsten Charaktereigenschaften der deutschen. Das wird offenbar über Jahrhunderte genetisch immer so weitergegeben. Merkwürdigerweise wird das aber nur selten öffentlich in diesem Land thematisiert. Und wenn, dann nur im Zusammenhang mit dem NS-Regime oder der Stasi. Aber genau diese Gruselige und schlimmste aller Charaktereigenschaften in fast jedem Deutschen wird heute von den linken, grünen und anderen durgegenderten Verbalakrobaten in Politik und Journaille wieder immer öfter hemmungslos genutzt, um die Existenz von Menschen, die eine “abweichende” Meinung kundtun, existenziell zu vernichten.
    Schon Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen soll über die Deutschen gesagt haben: …”Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk, als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: Die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.” …
    Und man muss keine englischen Bücher lesen, um die Untaten “normaler kleiner” deutscher Denunzianten im NS-Reich nachzulesen.
    Ein guten Überblick bietet z. B. das Buch: “Politische Denunziation im NS – Regime. Oder Die kleine Macht der ‘Volksgenossen'” von Gisela Diewald-Kerkmann.
    http://tinyurl.com/pquwnf3

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar