Arbeitsdrohnen und Anleiter? – Noch ein Leistungstest bei Schülern

Gerade werden die Ergebnisse von ICILS 2013 vorgestellt. ICILS 2013, das ist die International Computer and Information Literacy Study, die für Deutschland federführend an der Universität Dortmund erstellt wurde. Heute werden die Ergebnisse verkündet und die ministeriale und institutionelle Welt ist voller zufriedener Gesichter, denn “Die Studie zeigt, dass die Mehrzahl unserer Jugendlichen im Umgang mit modernen Computer- und Informationstechniken vertraut ist” [vermutlich ist die Mehrzahl der getesteten 2.225 Schüler der achten Jahrgangsstufe im Umgang mit Computer- und Informationstechniken versierter als Sylvia Löhrmann, von der der zitierte Sprechversuch stammt, im Umgang mit der deutschen Sprache].

Wie dem auch sei, Löhrmann ist zufrieden.

ICLISLöhrmann ist zufrieden damit, dass die 2.225 Achtklässler aus Deutschland im internationalen Vergleich Platz 12 unter 22 teilnehmenden Nationen erreicht haben. Mit einem Kompetenzniveau von durchschnittlich 523 Punkten mussten sich die deutschen Teilnehmer u.a. den Schülern aus der Tschechischen Republik (553 Punkte), aus Ontario, Kanada (547 Punkte), Australien und Dänemark (542) Punkte geschlagen geben, lagen aber vor Schülern aus Thailand (373 Punkte), Argentinien (450 Punkte), Kroatien (512 Punkte) oder der Russischen Föderation (516 Punkte).

Wie immer in Leistungsvergleichsstudien, so werden auch im Rahmen von ICILS Kompetenzstufen berechnet, fünf an der Zahl.

Auf Kompetenzstufe  I finden sich Schüler mit rudimentären und rein rezeptiven Fähigkeiten, die in der Lage sind, auf Anweisung die Maus auf ein bestimmtes Feld zu führen. 7,4% der getesteten deutschen Schüler finden sich auf dieser Kompetenzstufe.

Der Kompetenzstufe II werden die Schüler zugewiesen, die einen kompetenten Umgang mit basalen Wissensbeständen (z.B. wo finde ich das drop down Menue) aufweisen und einfache Fertigkeiten im Umgang mit Informationen haben, d.h. die Cut and Paste beherrschen. 21,8% der getesteten Schüler finden sich auf Kompetenzniveau II.

ICILS national resultsKompetenzniveau III umfasst die Schüler, die mit Hilfestellung Informationen suchen, bearbeiten und einfache Textdokumente erstellen können, mit Hilfestellung! Kompetenzstufe III haben 45,3% der getesteten deutschen Schüler erreicht.

Kompetenzstufe IV sammelt Schüler, die Informationen eigenständig ermitteln und organisieren können und die in der Lage sind, selbständig elaborierte Dokumente zu erstellen. 24% der getesteten deutschen Schüler finden sich hier.

Auf Kompetenzstufe V, die erreicht, wer nicht nur eigenständig suchen und erstellen kann, sondern wer auch in der Lage ist, die gesuchten Informationen und deren Organisation sicher zu bewerten, finden sich 1,5% der getesteten deutschen Schüler.

Anders formuliert 75,5% der getesteten deutschen Schüler aus achten Klassen deutscher Schulen sind nicht in der Lage, selbständig mit dem Medium Computer umzugehen. 98,5% der Achtklässler verfügen über kein eigenes Urteilsvermögen. Sie können nur unter Anleitung Informationen beschaffen, organisieren oder editieren, oder sie können es gar nicht, und sie können, was sie beschafft, organisiert oder editiert haben, nicht beurteilen. Das ist der Kern des Ergebnisses, mit dem Sylvia Löhrmann stellvertretend für alle Kultusminister zufrieden ist.

Offensichtlich hat man unter Kultusministern den Anspruch, mündige Bürger zu erziehen, die in er Lage sind, ein Leben ohne Anleitung zu führen, längst aufgegeben und nähert sich eher einer Gesellschaftsstratifizierung an, die Anleiter an der Spitze sieht und die angeleiteten Massen tun und lassen sieht, was ihnen gesagt wird. Ein Verdacht, der sich bereits im Zusammenhang mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen aufgedrängt hat, dem bereits die Trennung in Arbeitsdrohnen und Anleiter derselben, zu Grunde liegt.

Um ein etwas besseres Verständnis davon zu erreichen, was mit den einzelnen Kompetenzstufen an Fähigkeiten konkret gemeint ist, hier eine Aufgabe, die der Kompetenzstufe III zugeordnet ist und von den getesteten Schülern gelöst werden sollte.

ICILS Kompetenzniveau IIIDie Aufgabe besteht darin, auf eine angegebene Internetseite zu gehen und dort einen  Account anzulegen. Rund 50% der 2.225 deutschen Achtklässler waren dazu in der Lage.

Ansonsten bringt der Computer-Leistungstest die üblichen Ergebnisse:

  • Gymnasiasten schneiden deutlich besser ab als die Schüler anderer Schulen.
  • Mädchen schneiden signifikant besser ab als Jungen.
  • Kinder aus Migrantenfamilien schneiden deutlich schlechter ab als Kinder aus nicht-Migrantenfamilien.
  • Und mit dem sinkenden sozialen Status der Herkunftsfamilie sinkt die Computer-Leistung der Schüler.

Das alles sind bekannte Zusammenhänge, die nun schon seit Jahrzehnten von Schulleistungsstudien und der Bildungsforschung gefunden werden. Die soziale Herkunft bestimmt den Schulerfolg, und entsprechend ist es nicht verwunderlich, da an Gymnasien die Fähigkeiten im Hinblick auf die Beherrschung von Computer und Informationstechnologie verbreiteter sind, dass die soziale Herkunft auch die entsprechenden Fähigkeiten beeinflusst.

Daran, dass Jungen hinter Mädchen zurückbleiben, hat man sich mittlerweile gewöhnt. Es regt im Zusammenhang mit Schulabschlüssen niemanden auf und hat auch ansonsten kaum einen Effekt auf die Arbeit von Kultusministern oder Lehrern. Wie gesagt, der Verdacht, dass derzeit an einer Gesellschaft gebaut wird, die von Arbeitsdrohnen und deren Anleitern bevölkert wird, ist nicht sofort als Verschwörungstheorie von der Hand zu weisen.

Und wie immer, wenn irgend eine Leistungsstudie Ergebnisse erbracht hat, kommen die zuständigen Politiker mit ihrer zufriedenen Miene und klopfen sich auf die Schulter, denn, egal, was aus der Leistungsuntersuchung als Ergebnis zu vermelden ist: Sie haben es gewusst und fühlen sich bestätigt, oder, in den Worten von Sylvia Löhrmann, dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz:

“„Die Ergebnisse von ICILS unterstreichen die Notwendigkeit und Aktualität der Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur Medienbildung in der Schule. Die dort aufgeführten Hand­lungsfelder reichen von der Integration der Medienbildung in Lehr- und Bildungspläne, über die Einbeziehung in die Lehrerbildung und Schulentwicklung bis hin zu Fragen der Aus­stattung und des technischen Supports. Die Länder werden ihr Engagement und ihre Zusam­menarbeit auf Grundlage dieser Empfehlung verstärken, um die vorhandenen Entwicklungs­potenziale an den Schulen besser auszuschöpfen“, betonte KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann.”

Wozu war es eigentlich notwendig, eine teure Leistungsstudie zu finanzieren, wo die Kultusministerkonferenz doch von so intelligenten Wesen bevölkert wird, dass die Ergebnisse bereits vor der Untersuchung bekannt waren und von der Kultusministerkonferenz längst umgesetzt wurden? Sind sich die Kultus-Auguren ihrer eigenen Seher-Fähigkeiten vielleicht doch nicht so sicher?

Wie dem auch sei. Da alles bekannt ist und alles vorhergesehen wurde, ist es weiterhin nicht notwendig, etwas dagegen zu tun, dass in deutschen Schulen nach Herkunft gesiebt wird, dass Jungen immer weiter hinter Mädchen zurückfallen und Migranten gar nicht erst aufschließen. Und natürlich haben die Kultusminister im Vorfeld auch ein bischen nachgeholfen, dass nicht vielleicht doch etwas herauskommt, was nicht herauskommen soll, oder wie es im Bericht zur Untersuchung heißt:

“Ein Bundesländervergleich ist in ICILS 2013 nicht vorgesehen und aufgrund des Stichprobendesigns auch nicht möglich (12).”

Wieso es dieses Stichprobendesign ermöglicht, differenzierte Aussagen nach Schulformen zu machen, aber nicht nach Bundesländern, ist eine Frage, die derzeit unbeantwortet ist. Bestimmt kennt die Kultusministerkonferenz, die ja stets darum bemüht ist, keine Vergleichsdaten zwischen Bundesländern an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, die Antwort auf diese Frage.

Da ICILS 2013 zeigt, dass 75% der deutschen Achtklässler nur unter Anleitung z.B. ihren Weg im Internet finden, stellt sich die Frage, wie die entsprechenden Schüler, an die Inhalte herankommen sollen, vor denen sie z.B. von einem emsig Informationszugänge abschneidenden Ministerium der besorgten und entsprechende Internet-seiten surfenden Gutmenschen angeblich geschützt werden müssen.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie die der Anleitung Bedürftigen zu den Informationen kommen, die sie z.B. nach einer Behauptung von Elisabeth Tuider, die heftig für Oralverkehr in Schulen, also die entsprechende Aufklärung wirbt, angeblich haben:

Tuider: “Die Jugendlichen geben die Themen vor – nicht die pädagogisch Tätigen. Und machen wir uns nichts vor: 70 Prozent der 13-jährigen Jungs und 30 Prozent der Mädchen sehen regelmäßig Pornografie – und haben Fragen dazu.”

Da stellt sich nicht nur die Frage, wo Tuider diese Zahlen her hat, es stellt sich auch die Frage, wie sich die 13jährigen Zugang zu den entsprechenden Inhalten verschafft haben, angesichts der weitgehenden Unfähigkeit der in ICILS getesteten 14jährigen, ihren Weg durch das Internet selbständig zu finden.

Entweder hier geht die Phantasie mit Frau Tuider und den Gutmenschen im Besorgtenministerium durch, oder hier geht ihre eigene Normalität, die einem entsprechend den Schrecken ins Gesicht jagen muss, mit ihnen durch.

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10 Responses to Arbeitsdrohnen und Anleiter? – Noch ein Leistungstest bei Schülern

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  3. meier, hans (kempten) says:

    “Da stellt sich nicht nur die Frage, wo Tuider diese Zahlen her hat, es stellt sich auch die Frage, wie sich die 13jährigen Zugang zu den entsprechenden Inhalten verschafft haben, angesichts der weitgehenden Unfähigkeit der in ICILS getesteten 14jährigen, ihren Weg durch das Internet selbständig zu finden.”

    Wir leben in einer Welt des Aberglaubens. Eine der komischsten Formen des Aberglabens ist der Glaube an Studien und Untersuchungen, die auf Tests und Befragungen beruhen.

    Offensichtlich

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/iclis-studie-zu-computer-faehigkeiten-deutschland-hinkt-hinterher-a-1004079.html

    gehört zu dem was da abgefragt wurde, ob die Schüler in der Lage sind, korrekt eine Internetadresse in den Browser einzugeben.

    IM ERNST: Wenn ich mit solchen aufs Beleidigendste unterfordernden Aufgaben konfrontiert werde – spiele ich den Dämlichen, der zeigt, dass er sowas kann? Oder schalte ich genervt auf DADA und “Ätschibätsch” und mache Unsinn, um als unfähig gebranntmarkt und IN RUHE GELASSEN zu werden von solchem Schwachsinn?

    Da auch dieser Text gleich gegendert wurde entnehme ich dem Ergebnis: Mehr Mädchen als Jungs strengen sich an, der Untersuchungsobrigkeit gehorsam zu zeigen, dass sie tatsächlich eine Internet-Adresse in den Browser eingeben können.

    GÄHN.

    P.S. Zum Pornoproblem: Viele Jungs haben Interesse an Pornos. Wenn sie da durchs Internet rankommen können, dann kommen sie durchs Internet ran. Früher gabs dafür bunt bebilderte Heftchen. Wie man das aber in solide Zahlen umrechnet; ist mir ein Rätsel. Die Prozentangaben der Frau T. verweisen nur auf einen anderen Aberglauben: dem an Zahlen. Wann immer man sich einer Aussage nicht sicher ist, versieht man sie mit einer Prozentzahl und schon wirkt die unsichere Aussage viel solider. Hat nichts mit Wissenschaft zu tun, aber viel mit Rhetorik.

    • Dirk says:

      Nein, lieber Hans Meier, das Ergebnis der Studie erscheint mir sehr realistisch – das muss jetzt natürlich nicht bedeuten, dass die Zahlen stimmen, nur weil sich das mit meinen Eindrücken deckt, ich weiß. Aber ich habe mit diesen sogenannten Digital Natives täglich zu tun. Und alles, was über die Nutzung von whatsappundfacebook hinausgeht, gibt es nicht – oder eben nur mit Anleitung. Und wenn es um Porno geht, leitet man sich offensichtlich auch gerne mal gegenseitig an …

      • meier, hans (kempten) says:

        Gut, ich habe nicht soviel Kontakt zur aktuellen Schülergeneration.Meine grundsätzliche Kritik an der beleidigenden Dummheit der Textsorten Umfrage und Test ist davon unberührt. Interessanter Weise werden zudem nicht die BESTEN Kompetenzen und Spitzenleistungen in einer Gruppe abgefragt, sondern der Durchschnitt, der alles einebnet. So werden Aussagen generiert über die durschnittliche Kompatiblität der Befragten mit der Dummheit der Fragen.

        Im konkreten Fall ist es besonders heikel: Statt auf Programmierfähigkeit (die nur wenige haben) wird auf opportunistisches sich Einpassen in sogenannente “Anwendungen” fokussiert. Doch Anwendungen sind letztlich Oberflächengedudel, das Eigentliche findet nunmal auf Ebene der Programmiersprachen statt. Wenn Schule aber nicht in der Lage ist, in dieses Basisniveau einzuführen – was soll dann das Interesse für das Oberflächengedudel? Einführung in die Kunst des gehorsamen Konsumierens?

        Hört sich sehr nach Abrichtung zu geistiger Belanglosigkeit an: Nicht Denken, nicht kritisieren, dafür Wohlgefühl erwerben. Virtuelles zumindest.

        • Maurice Rohr says:

          Ich kann dem nur voll und ganz zustimmen. Die Ergebnisse der Studien dürfen gerne angezweifelt werden. Meine Schulzeit ist nun nicht gerade lange her und ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Stufe IV so wie sie hier beschrieben wird der Normalfall ist. Das finde ich allerdings auch selbstverständlich. Wie soll ich mir bitte vorstellen, dass jemand es selbst unter anleitung nicht schafft im Internet zu surfen? Viel tragischer finde ich, dass die meisten wirklich keine Ahnung von der Materie dahinter haben, dass die Vorgänge dahinter nicht verstanden werden.
          Dass Jugendliche solche Studien nicht ernst nehmen erscheint mir durchaus eine plausible Erklärung.

  4. Sven H. Schillings says:

    Hatte heute während einer Autofahrt im Radio von dieser Studie. Der Moderator vermeldete, dass die deutschen Schüler bei den Computerkenntnissen lediglich im mittleren Feld lagen. Und das auch nur, weil sie sich ihre Kenntnisse zum Teil selber beibringen mussten, und diese nicht durch die Schule vermittelt wurden. Da frage ich mich doch, ob es wirklich so sinnvoll ist, dass in der Schule selbst die Basics der Computeranwendung vermittelt werden sollen. Ich halte es für ausgesprochen angebracht, dass Kinder sich frühzeitig auch autodidaktisch Kenntnisse und Fertigkeiten selbst aneignen.

    • Dirk says:

      Das ist eine absolut berechtigte Frage.
      Es ist ein Trauerspiel, wie viel Geld in den letzten 10 Jahren in den Computerräumen der Schulen schon allein durch die ständig neu anzuschaffende Hardware an Geld verbrannt wurde und wie wenig Nutzen das alles hatte. Schule, die ein in sich stimmiges Medienkonzept haben, sind die Ausnahme. Sehr häufig sind für diesen Bereich Lehrer zuständig, die sich als Enthusiasten für den IT-Bereich interessieren. Wer für die Wartung und Pflege zuständig ist, ist oft nicht klar. Das soll dann so nebenbei passieren. Schon in dem rein technischen Bereich liegt also sehr viel im Argen.
      Dazu kommt, dass der Nutzwert von IT in der Schule weit überschätzt wird. Stichwort Notebook-Klasse etc. Der Motivations-Faktor Technik hält nicht lange vor – und es gibt wirklich nicht viele Bereiche, in denen ein Tablet oder Notebook als bevorzugtes Medium für den Unterricht wirklichen Mehrwert bietet. Die Erstellung von ansprechendem Unterrichtsmaterial in digitaler Form ist verhältnismäßig aufwendig. Viele Lehrer verfügen auch gar nicht über die Kompetenzen, diese zu erstellen.
      Es gibt ja im Deutschen den schönen Begriff, dass man Dinge „begreift“.
      Und das Begreifen, ganz wörtlich genommen, das ist es, was immer weniger geschieht.
      In der Grundschule lernen die Kinder schon keine Schreibschrift mehr – in den USA soll angeblich in der Grundschule sofort gelernt werden, mit der Tastatur zu schreiben (anstatt mit der Hand)

  5. lernender says:

    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/ITNutzung/Aktuell_ITNutzung.html

    “Die Internet­nutzung in Deutschland nimmt weiter zu. So nutzten 79 % der Personen ab zehn Jahren im ersten Quartal 2013 das Internet. Im Jahr 2009 lag der Anteil noch bei 73 %. Ebenso ist eine Steigerung der Nutzungs­häufigkeit bei den Internet­nutzern zu verzeichnen. Der Anteil der Internet­nutzer (ab zehn Jahren), die jeden Tag oder fast jeden Tag online waren, erhöhte sich im Vergleich zum Jahr 2009 von 70 % auf 80 %. ”

    Weiß nich was die wollen (außer Steuergeld), das ICILS soll doch selber mal das Internet nutzen, drei Suchworte in Google und Thema erledigt.

    So ein Quatsch schon wieder..

    “Auf Kompetenzstufe V, die erreicht, wer nicht nur eigenständig suchen und erstellen kann, sondern wer auch in der Lage ist, die gesuchten Informationen und deren Organisation sicher zu bewerten, finden sich 1,5% der getesteten deutschen Schüler.”

    Ja, genau – ein bis zwei Schüler im Alter von ca.15 können Suchmaschinen bedienen, das Gesuchte “bewerten” (?)..alles klar.
    Was ist mit den ganzen Jungs, die ihren eigenen Gaming PC zusammenbauen, weil Taschengeld knapp ist? Kompetenzstufe XXXVIII ?

  6. A.S. says:

    Computer in der Schule sind eh so eine Sache.
    Erstens fehlen den Lehrer selber nahezu flächendeckend IT-Kenntnisse, die über Google, e-mail und Word hinausgehen. Programmieren hat irgendwie etwas mit Mathematik zu tun und da haben auch Lehrer die in der Gesellschaft übliche Angst.
    Daraus folgend besteht auch der IT-Unterricht aus Texte in Word tippen, Powerpoint und Exel. Da kann kaum Begeisterung aufkommen.
    Und wie „meier, hans (kempten)“ schon richtig bemerkt hat bezieht sich die Prüfung ausschließlich auf langweiliges Anwenderzeugs.
    Zweitens bleibt die Frage, ob es gut ist Kinder und Jugendliche zu früh damit vertraut zu machen. Computer sind hervorragende Hilfsmittel, z.B. beim Verfassen von Texten. Aber es dürfte nicht gut sein wenn man Schreiben (und Rechnen) nicht „erst richtig“ lernt und zu früh durch den Rechner ersetzt.

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