Gewerkschaft: Männer arbeiten 30% länger als Frauen – im Durchschnitt

Da schau her!

Ausgerechnet das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung hat einen Bericht veröffentlicht, der die Realität der Erwerbstätigen in Deutschland abbildet und geeignet ist, Mythen wie dem Gender Pay Gap, das von einer Schar Gläubiger nach wie vor in öffentlichen Andachten gepredigt wird, den Garaus zu machen.

Hat man sich bei der Hans-Böckler-Stiftung am Ende daran erinnert, dass die Mehrzahl der Gewerkschaftsmitglieder männlich ist?

Der WSI-Report ist überschrieben mit “Gender News: Große Unterschiede in den Arbeitszeiten von Frauen und Männern”.

Die großen Unterschiede addieren sich zu dem im Titel genannten Ergebnis: Männer arbeiten im Durchschnitt 30% länger als Frauen. Die wöchentliche Arbeitszeit für Männer beträgt im Durchschnitt 39,6 Stunden, die von Frauen im Durchschnitt 30,3 Stunden. [Beim WSI hat man es vorgezogen, die Pressemeldung aus der Sicht von Frauen aufzuziehen, was dazu führt, dass sich die Prozentuierungsbasis ändert, und Frauen um 23% weniger arbeiten als Männer. So ganz kann man die Manipulation zu Gunsten von Frauen beim WSI offensichtlich doch nicht lassen.]

Unter diesem Gesamtergebnis verbergen sich eine Vielzahl interessanter Einzelergebnisse:

WSI_Arbeitszeit frauen
Bei abhängig beschäftigten Frauen wird die Teilzeitarbeit immer beliebter: Während 1991 noch 68,1% der abhängig beschäftigten Frauen mehr als 35 Stunden pro Woche gearbeitet haben, waren es 2013 nur noch 46,5%. Die Füllhornpolitik der Bundesregierung zeigt hier Wirkung: Viele Frauen haben es weder für Rentenansprüche noch für ihren unmittelbaren Unterhalt nötig, mehr als 35 Stunden zu arbeiten.

Dagegen ist der Anteil der Männer, die wöchentlich 40 Stunden und mehr arbeiten, von 44,9% im Jahre 1991 auf 63,7% im Jahre 2013 gestiegen. Wer die Kosten der Umverteilung in die Taschen von Frauen, die Kosten der Füllhornpolitik, steigender Abgaben und Steuern zu zahlen hat, wird anhand dieser Zahlen mehr als deutlich.

Je höher die Qualifikation, desto länger die Arbeitzszeit. Im Durchschnitt arbeiten hochqualifizierte Männer 42,6 Stunden pro Woche, während hochqualifizierte Frauen es auf 40,8 Wochenstunden bringen und somit auf ungefähr die selbe Anzahl von Wochenstunden, auf die mittel-qualifizierte Männer kommen.

WSI_Arbeitszeit maennerDiese Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache, nicht nur darüber, wer die Steuerlast und die Wohltaten finanziert, die es immer mehr Frauen erlauben, sich auf Teilzeitbeschäftigung zu beschränken, während Männer immer länger arbeiten müssen, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Wir sehen hier eine völlig neue Variante des Alleinernährers. Waren Männer in der Mittelschicht früher häufig Alleinernährer, so sind sie heute die  zwei-Drittel-Ernährer, wobei ihnen früher eine normale Arbeitswoche von nicht mehr als 40 Stunden gereicht hat, um den Lebensstandard auch bei Untätigkeit ihrer Frauen zu sichern.

Heute gehen viele Frauen aus der Mittelschicht einer Teilzeitbeschäftigung oder einer Alibi-Beschäftigung nach, gleichzeitig sind immer mehr Männer genötigt, den Opportunismus oder moral hazard ihrer Frauen durch Arbeitswochen von 45 und mehr Stunden zu kompensieren. Entsprechend ist der Anteil der Männer, die mehr als 45 Stunden arbeiten, von 8,7% der abhängig beschäftigten Männer im Jahre 1991 auf 13,7% der abhängig beschäftigten Männer im Jahr 2013 gestiegen.

Fazit:

Männer arbeiten im Durchschnitt 30% länger als Frauen. Immer mehr Männer arbeiten mehr als 45 Stunden in der Woche, immer weniger Frauen arbeiten mehr als 35 Stunden in der Woche.

Wenn man nun bedenkt, dass es in Deutschland Aktivisten gibt, die von einem Gender Pay Gap faseln und es als Beleg für ungerechte Entlohnung anführen, dann muss man nunmehr die Existenz eines Gender Time Gap konstatieren und fordern, dass Männer entsprechend der Mehrzeit, die sie für Arbeit aufwenden, kompensiert werden, z.B. durch Ruhetage, Tage, an denen es Genderisten verboten ist, den Mund aufzumachen.

P.S.

Der Bericht basiert auf den Daten des Mikrozensus des Statistischen Bundesamts.

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