Große Umfrage: Deutsche wollen die Europäische Union verlassen

Pressemitteilung

Zwei Tage lang hat ScienceFiles, das am häufigsten gelesene deutsche Wissenschaftblog, seine Leser gefragt, ob sie lieber in der Europäischen Union verbleiben oder die Europäische Union verlassen wollen. 1.189 Leser von ScienceFiles haben sich bislang an der Umfrage beteiligt. 91% (1.087 Leser) haben die Frage: „Soll Deutschland in der EU bleiben?“ mit „nein“ beantwortet. 67 Leser (6%) votieren dafür, dass Deutschland in der Europäischen Union verbleibt.

Soll Deutschland in der EU bleiben

Die Ergebnisse sind selbst für Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein von der ScienceFiles-Redaktion, die sich seit Jahren mit den Tiefen und Untiefen der empirischen Sozialforschung befassen, unerwartet: „Wir haben viele kritische Leser auf ScienceFiles und einen Intellektuellen-Bias, aber dieses Ergebnis hätten wir dennoch nicht erwartet“, so bringen beide ihre Überraschung auf den Punkt.

„Dass die Europäische Union in den letzten Jahren an Reputation und Unterstützung eingebüßt hat, das kommt sogar in den Eurobarometer-Umfragen der Union zum Vorschein, die sich ansonsten nicht unbedingt dadurch auszeichnen, dass sie versuchen, die Meinung der Europäer akkurat und methodisch einwandfrei abzubilden„, sagt Dr. habil. Heike Diefenbach, die über eine langjährige Erfahrung in empirischer Sozialforschung als Primärforscher verfügt und die an den Universitäten Chemnitz, Leipzig und München Studenten Statistik und Methoden der empirischen Sozialforschung beigebracht hat.

„Anlässlich der Bundestagswahl 2014“, so erzählt Michael Klein, „haben wir unsere Leser gefragt, welche Partei sie voraussichtlich wählen werden. Damals ist es uns gelungen, das Ergebnis der Bundestagswahl mit einer Abweichung von knapp 3% vorherzusagen. Insofern fragen wir uns schon, was in Deutschland los ist. Wenn 91% der ScienceFiles-Leser, die sich an der Befragung beteiligt haben, aus der EU austreten wollen, dann liegt etwas massiv im Argen“, sagt Michael Klein, der jahrelang mit den Daten des Eurobarometers und für die Europäische Union gearbeitet hat.

„Es hilft alles nichts“, so Heike Diefenbach, „unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass es in Deutschland eine beträchtliche Anzahl von Menschen gibt, die aus der Europäischen Union austreten wollen. Ein Blick auf die 16 Leser, die von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, eine eigene Antwortalternative zu formulieren, gibt einen Hinweis auf die Gründe für diese EU-Müdigkeit. Die meisten dieser 16 Leser wollen den politischen Apparat der EU abbauen und zurück zur Wirtschaftsgemeinschaft. Der beabsichtigte politische Ausbau der Europäischen Union ist anscheinend nicht populär“, so Heike Diefenbach.

Entsprechend kann man zwei Dinge feststellen: Im Vereinigten Königreich wird über einen möglichen Austritt aus der EU in einem Referendum zum Ende des Jahres 2017 abgestimmt werden. Die Umfragen zeigen, die britische Bevölkerung ist über die Frage eines Verbleibs in der EU geteilter Ansicht. In Deutschland wird es kein entsprechendes Referendum geben. Niemand fragt die Deutschen, ob sie in der EU bleiben wollen. Würde man sie fragen, die Antwort wäre mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht geteilt, sondern negativ.

Besser man fragt sie nicht.

An der Umfrage haben zwischenzeitlich 3.446 Leser teilgenommen. Die neuesten Ergebnisse gibt es hier.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

47 Responses to Große Umfrage: Deutsche wollen die Europäische Union verlassen

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  2. rote_pille sagt:

    Ich habe auch mit „Nein“ gestimmt, aber ich würde nicht davon ausgehen, dass die Umfrage repräsentativ ist (obwohl ich, wäre ich EU-Funktionär, bei einem Referendum auch ein mulmiges Gefühl bekäme). Die Unsicherheit geht dabei wahrscheinlich nur in geringem Maß von der Anzahl der Umfrageteilnehmer oder der politischen Ausrichtung dieser Teilnehmer aus (siehe Umfrage zur Bundestagswahl). Von der Mehrheit der Bevölkerung dürften sich sciencefiles-Leser jedoch bezüglich ihrer Informationsquellen und der Intensität der Nutzung dieser Quellen stark unterscheiden, was sich auch auf das Bild der EU auswirken dürfte.

    • Geschenkt. Wie gesagt, auf Grundlage der unrepräsentativen ScienceFiles Leser haben wir die Ergebnisse der Bundestagswahl 2014 recht akkurat vorhergesagt. Und davon abgesehen ist, wie wir schon mehrfach auf ScienceFiles geschrieben und gezeigt haben, Repräsentativität eine Chimäre…

  3. Arkturus sagt:

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

  4. arno wahl sagt:

    Die E.U. im jetzigen Zustand gefaellt mir immer weniger. Herr Juncker ist irgendwie
    verschlissen. Die Verhandlungen mit Griechenland sind nicht optimal und die der-
    zeitigec E.U. ist wohl einen „Sonnenschein-Regierung“ die wir SO nicht brauchen.

    • lernender sagt:

      Ein Mensch der nach Freiheit und Selbstverantwortung als auch Selbstbepflichtung strebt, der macht das schwerlich fest an optimalen Griechenlandverhandlungen, an einer Sonnenscheinregierung und um Gottes Willen nicht an dem physiologischen Zustand eines Herrn Junkers, eines Schulz, einer Merkel oder einem Draghi fest.

      Ich habe auch für „Nein“ gestimmt, aus tiefster innerer Überzeugung gegen alles, was versucht meine Restfreiheit in meiner Meinungsbildung sowie meines physischen Handelns einzuschränken oder auch nur im kleinsten zu lenken gedenkt.

      Was du nicht willst was man dir tue, füge auch keinem anderen zu.
      Wenns nicht hilft dann „Auge um Auge, Zahn um Zahn“

      War noch nie anders, wird auch nie anders sein — > Tit for tat.

  5. Gerti sagt:

    Wer immer noch nicht erkennt, worauf die EU hinausläuft, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Niemand hat die Räte der Kommission gewählt. Das einzige, was diese Bande interessiert, ist ihr Machterhalt. Von wegen Friedensprojekt, der Euro und sein Untergang teilt Europa, und alles, was den hohen Kommissaren einfällt, ist die Abschaffung von Bargeld. Die Regierungen sind so pleite, sie werden Jagd auf ihre eigenen Bevölkerungen machen. Finanzieller Totalitarismus. Mal sehen, ob sie es noch vor dem Platzen der Staatsanleihenblase schaffen.

    • Chez Gehwara sagt:

      Dass in der Entwicklung der EU einiges nicht gut läuft , steht außer
      Frage. Die 90 %, die glauben, dass bei einen Austritt
      Deutschlands die Situation besser wird, tun mir echt leid, arme Ignoranten.
      Richtig wäre es, sich zu organisieren um die Missstände zu beseitigen
      oder wenigstens zu verbessern!
      Nur vom hohen Ross aus meckern und nichts tun und sich aus allem raus
      halten, bringt uns nicht weiter!

      • Woher nehmen Sie die Berechtigung, diejenigen, die hier anders abgestimmt haben, als Sie es für richtig halten, zu beleidigen und wie begründen Sie, dass nicht Sie vom hohen Ross aus bewerten und folglich Sie der arme Ignorant sind?

      • Gerti sagt:

        Es ist kindlich naiv zu glauben, dass man einen Staat und seine Bürokratie zurückbauen kann. Es liegt in seiner Natur, den Machtbereich auszubauen. Die Demokratie schneidet auch nicht wirklich gut ab, wenn man mal berücksichtigt, wie die USA vor etwa 230 Jahren angefangen haben. Das staatliche Monster ist doch ganz beachtlich, inklusive seinem Überwachungsapparat. Und das ist angeblich „the land of the free“. Ich wünsche viel Glück beim Gang durch die Instanzen, wenn ihr Ziel die Abschaffung oder Reduzierung dieser ist. Bevor die Berufsparasiten von der Macht lassen, reißen sie lieber ganze Nationen in den Abgrund. Geschichte wiederholt sich, weil sich die Natur des Menschen nicht verändert.

      • corvusalbusberlin sagt:

        Wenn Sie schon so arrogant urteilen, dann hätten Sie doch gleich ein Rezept für den kleinen Mann mitliefern können, wie er sich am besten gegen die Bevormundung der EU wehren kann, Sie Klugscheißer.

  6. Jay Li sagt:

    Ich würde lieber heute als morgen aus der EU austreten wollen. Nach der Zwangseinführung des Euros ging es doch nur noch bergab und das in den meisten EU-Ländern. Hätte man uns (das Volk/die Völker Europas) mal vorher gefragt, wie es eigentlich üblich seien sollte in einer Demokratie, wären es mehr Länder wie nur Großbritannien und die Schweiz die dagegen gewesen wären!

  7. HW sagt:

    Wer ist schon gern der Prügelknabe in einem Verein?
    Deutschland hat das gern zu sein! Die EU wurde auf Anweisung wegen Deutschland eingerichtet. Seit Jahrzehnten läuft der Rückbau, bis es wohl ganz verschwindet …

  8. Fantareis sagt:

    Die EU hat noch nie was getaugt, von Anfang an war klar, dass die Maastrichter Verträge gebrochen werden – jetzt geht es immer weiter Richtung Diktatur und Untergang

  9. hope sagt:

    Was den meisten wohl nicht bewußt ist, daß der EU-Vertrag eine „immer engere Union der Völker Europas“ vorsieht. Damit ist die EU zu einem quasi revolutionären Superstaat herangewachsen, der den Völkern Europas ihre Bedürfnisse diktieren kann durch Maßnahmen zur Gleichschaltung. Über 80% der Gesetze und Richtlinien gehören dem EU-Recht an. Bemühen wir noch mal die Logik, dann kann da, wo ein Ding ist, kein anderes sein. Die Bürgerrechte sind also unter die Räder gekommen, das Selbstbestimmungsrecht der Völker, wie die Völkerrechtscharta dies vorsieht, ist untergraben. Meines Erachtens rührt aus diesem Umstand auch die gefühlte Versklavung.

    Cameron stößt sich vor allem an dieser Formulierung und will sie beseitigen. Brüssel sieht im britischen Referendum naturgemäß eine Erpressung. Was natürlich eine Unverschämtheit ist, weil der Brüsseler Amtsapparat keine Gewaltenteilung kennt und sich an die Macht geputscht hat.

    Vom Europa der Vaterländer oder dem Europa der Regionen ist jedenfalls nicht viel übrig geblieben. Die Diktatur des Kapitals hat seinen Siegeszug angetreten, der Volksvertreter ist zum Dienestleister der Industrie mutiert. Maastricht hat dies ermöglich, mit der Ratifizierng begann der schleichende Verfall, die Hoheitsrechte sind politisch veräußert worden.
    Die Prioritäten haben sich vertauscht, deshalb proklamieren die Parteien eine „Wirtschaftsregierung“. Die ist natürlich verfassungwidrig, weil damit die Abschaffung der Verfassung einhergeht. Das Grundgesetz verpflichtet diesen Staat auf die Grundrechte und diese zu verwirklichen, nämlich die „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte“ und dazu, dem Frieden der Welt zu dienen. Das Grundgesetz ist eine freiheitliche Verfassung; die Unfreiheit rührt aus dem Kapitalinteresse, welches zur neuen Basis geworden ist nun die Begründung liefert für politische Maßnahmen.

    Erst sollte es allen besser gehen, dann ging es den anderen auch nicht besser, und nun geht es allen schlechter. Das ist im Maastricht Vertrag so angelegt.

    Was die Bürger tun müssen, die Bürgerrechte einklagen. Damit haben die Altparteien ein Problem, weil sie damit entlarvt werden. Im Fußball nennt man das Vorchecking.

    • arno wahl sagt:

      WIR klingt gut; leider aber keine konkrete Aussage. Natuerlich nimmt jeder normale
      Buerger diese Versorgungsanstalt in Bruessel nicht fuer voll.Ich fuer mich weiss auch
      nicht welche Vorteile BRUESSEL fuer mich bringt; ich weiss nur, dass mein taeglicher
      NESPRESSO anstelle von DM 2.00 nun EURO 2.00 KOSTET ! und vieles mehr, Dank
      dieser egomanen Frau aus der Uckermark.

  10. Infoliner sagt:

    Ich bin garnicht in der EU, weil die BRD dort nicht Mitglied sein kann und darüber hinaus ich nicht der BRD gehöre. Alles nur ein Phantasiegebilde, was im Zusammenfallen begriffen ist, weil es nicht von Idealen und menschlichem Einsatz getragen wird. Was ist in Deinem Leben wichtig?

    • Bis die Deutschen mal verstanden haben, daß sie in einer NGO „leben“, lachen diejenigen, die wissen, daß eine Nicht-Regierungs-Organisation keine Verfassung oder ein Grundgesetz hat, noch ein Staat ist..*

      Dann muß jeder wissen, daß die BRD am 03.10.1990 bei der UN ab- und Germany angemeldet wurde. Germany ist ebenfalls eine Nichtregierungsorganisation unter alliierter Befehlsgewalt.

      Und das Grundgesetz? Nicht einmal lau-warme Luft.. Was gilt denn nun? Seehandelsrecht? UCC ? Stillschweigende Vereinbarungen? Konkludente Verträge? Schenkungen?

      https://algorana.files.wordpress.com/2009/07/statement-uber-deutschland-g-b.pdf

      *Es ist schwierig, jemanden etwas verstehen zu machen, wenn sein Einkommen davon abhängt, es nicht zu verstehen“.*

    • hope sagt:

      Das „Phantasiegebilde“ Römisches Reich hat 1000 Jahre überdauert. Es wurde abgelöst durch die „Phantasiegebilde“ Papsttum und das Römische Reich Deutscher Nation. Phantasiegebilde sind zäher, als Sie denken.

  11. Livia sagt:

    Macht einmal eine ähnliche Umfrage bezüglich der Mitgliedschaft in der NATO ! Und dann auch gleich eine bezüglich des Verbleibs von US-Militär in Deutschland.
    Ich halte übrigens auch nichts von einer EU, die nur der Schwanz des Hundes USA ist, mit der dieser beliebig wackeln kann.
    Spätestens so eine Zumutung wie TTIP sollte die EU dem Letzten unmöglich machen. Nachdem man sein Militär via NATO bereits den Amis unterstellt hat, soll nun auch das amerikanische Rechtssystem übernommen werden und deren Vorstellung von „Demokratie“ – das Klientelwesen der späten römischen Republik war dagegen harmlos – und als Zugabe noch etwa eine halbe Milion Arbeitsplätze von Europa in die USA exportiert werden!
    Nur wer aus der EU austritt und sich zugleich von den USA emanzipiziert, kann ein Zeichen für andere Länder setzen, es ihm nachzutun und so eine wirklich eigene, europäische Platform ohne „Westbindung“ ins Leben rufen. England wird das wahrscheinlich nicht sein – die hängen an ihrer ehemaligen Kolonie!

  12. Alexander sagt:

    Vielleicht wäre eine Zusatzfrage nach dem Verbleib im Euro wünschenswert ?
    Antwort: EU ja, aber Euro nein?

  13. Kellermann sagt:

    Gebilde wie die EU hat es schon vorher gegeben . Auch die UDSSR ist gescheitert. Außerdem ist dieser Blödsinn schon vor langer Zeit erkannt worden . BISMARCK warnte :Wenn ich höre , dass man Europa vereinen müsse , dann weiß ich ,daß es nur um die Beherrschung Deutschlands geht .Davor kann ich nur warnen !!! – Außerdem hat man schon in den Vereinigten Staaten vor 150 Jahren erkannt ,daß eine gemeinsame Währung ein großer Fehler ist , WEIL DIE REGIONEN zu unterschiedlich sind .

    • Chez Gehwara sagt:

      Trotzdem haben die USA eine gemeinsame Währung. Eine eigene Währung dient nicht zwangsläufig der realwirtschaftlichen Entwicklung eines Landes. Am Beispiel Frankreichs oder Italiens kann man nachweisen, dass der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit durch die permanente Abwertung der eigenen Währung sich negativ auf die Weiterentwicklung der Technologie und Wirtschaft insgesamt ausgewirkt hat. Eigene Währung und Abwertung ist kurzfristig ein bequemer Weg , langfristig aber schlecht, wenn die technologisch /wirtschaftlichen Anstrengungen dann nachlassen! …und das ist in den meisten Fällen so gelaufen.

      Die -lösung liegt daher aus meiner Überzeugung in einer klugen Investitionspolitik in Regionen , um mittel-/langfristig eine ausreichende Angleichung der wirtschaftlichen Voraussetzungen in den Regionen zu erreichen. Dann funktioniert auch eine gemeinsame Währung, die den EU-Bürgern in der EUR-Zone pro Jahr ca. EUR 4 Mrd. Bankgebühren für den Umtausch von Sorten der verschiedenen Währungen und zusätzlich weitere Milliarden an Auslandszahlungsprovision erspart.

      Oder glaubt ihr etwa , das Provisionsmodell der Banken bliebe bei der Abschaffung des EUR so wie es jetzt ist?!

      • lernender sagt:

        „Dann funktioniert auch eine gemeinsame Währung, die den EU-Bürgern in der EUR-Zone pro Jahr ca. EUR 4 Mrd. Bankgebühren für den Umtausch von Sorten der verschiedenen Währungen und zusätzlich weitere Milliarden an Auslandszahlungsprovision erspart.“

        Und? wenn ich als „EU-Bürger“ die Gebühr nicht bezahlen möchte, dann zahle ich halt
        in der Pizzeria am Lago Maggiore mit der D-Mark.
        War das jemals ein Problem vor der Einführung einer gemeinsamen Währung?
        Damit tue ich mir was Gutes und der besagten Pizzeria auch.
        Sie hätten sonst die Mark nicht genommen!
        Verstehen Sie was ich meine?
        Es funktioniert nicht Marktmechanismen durch sozialistische Planwirtschaft auszuhebeln, es ist und bleibt eine Flickschusterei, die ihresgleichen sucht, die sehr wenige ideolologisch versierte und völlig korrupte Schwachmaten wohlhabend macht und die breite Masse zu verarmen droht. Das nennt sich Sozialismus – nicht Kapitalismus.

  14. Pingback: Die Deutschen wollen nicht in der EU bleiben

  15. frank Perka sagt:

    Das Parlament der EU hat sich mit dem zutun der Regierenden der EU Nationalstaaten etabliert. In der Folge verlieren die Nationalstaaten im eigenen Land Handlungsspielräume für Ihren eigene Politik. Gesetze und Verordnungen werden auch ohne den Willen nationaler Interessen durchgesetzt. Es ist eine Zwangsvereinigung die hier herbeigeführt werden soll. Der Aufbau eines Vielvölkerstaates der in der Geschichte der Menschheit immer wieder zum Scheitern verurteilt war. Dazu kommt das die Interessen der EU auf eine Gleichschaltung der Bürger ausgerichtet ist. Ich meine hier soll jedes Land gleich Reich oder gleich Arm sein. Teilen des Wohlstandes der Völker in Europa. Wir als BRD Bürger haben nach Auffassung der Politiker die freie Marktwirtschaft, Demokratie, ein Freiheitliches Grundgesetz. Das möchte ich nicht aufgeben, darum muss ich nein zur EU sagen.

    Frank Perka

  16. chris1202 sagt:

    Das Problem ist nur, dass diese Umfrage nicht repräsentativ ist, bzw. nicht die tatasächliche Meinung der gesamten Bevölkerung abbildet, weil sie nur das Stimmungsbild derer wiedergibt, die an der Umfrage teilgenommen haben. Nur weil jemand dies oder jenes glaubt, heißt das noch lange nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung auch damit einverstanden ist.

    »“Dass die Europäische Union in den letzten Jahren an Reputation und Unterstützung eingebüßt hat, das kommt sogar in den Eurobarometer-Umfragen der Union zum Vorschein, die sich ansonsten nicht unbedingt dadurch auszeichnen, dass sie versuchen, die Meinung der Europäer akkurat und methodisch einwandfrei abzubilden“, sagt Dr. habil. Heike Diefenbach«

    Woher will Frau Diefenbach denn wissen, dass die Umfrage im Eurobarometer nicht richtig sein soll, sondern ausschließlich das, was bei dieser Umfrage hier rausgekommen ist? Ich hab das Gefühl, da geht es getreu dem Motto »Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.«

    • Ich wünschte, Sie würden lesen, was wir schreiben. Dass der Eurobarometer zum Teil sehr verzerrte Ergebnisse produziert, weil z.B. suggestiv gefragt wird, sich der affirmation bias zu Nutze gemacht wird oder schlicht Folgeeffekte ausgenutzt werden, haben wir an einer Reihe von Beispielen gezeigt, und wenn sie den entsprechenden Links folgen, die im Text vorhanden sind, dann werden sie auch noch andere Wissenschaftler finden, die mit dem Eurobarometer mehr als unzufrieden sind. Als jemand, der jahrelang mit dem Eurobarometer und für die EU gearbeitet hat, kann ich noch hinzufügen, dass das Lavieren zwischen politischer Einflussnahme und methodischer Lauterkeit von Anfang an ein Problem des Eurobarometers war.

      Den Repräsentativitätskrempel sollten Sie sich noch einmal überlegen, denn jede Umfrage ist ein Stimmungsbild derer, die an der Umfrage teilgenommen haben und als Konsequens aus Ihrer Meinung haben Sie gerade die Repräsentativität abgeschafft. Was die Mehrheit der Bervölkerung denkt, kann man nach der lex chris1202 also nur herausfinden, wenn man alle Bürger befragt. Das scheint mir das Kind mit dem Bade auszuschütten.

      Im übrigen können Sie mir glauben, dass sich Dr. habil. Heike Diefenbach die Aussagen, die sie macht, sehr genau überlegt und dieselben immer begründet, ganz im Gegensatz zu Ihnen.

    • @chris1202

      Michael Klein hat Ihnen ja schon kompetent geantwortet.

      Ergänzen will ich aber noch, dass es keinerlei Anlass gibt, mich zu beleidigen, von wegen „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, besonders dann nicht, wenn man gegen das, was man hier liest und was einem nicht gefällt, keinerlei begründeten Einwand vorbringen kann. Im einzelnen:

      1. habe ich nirgendwo behauptet, dass „ausschließlich das, was bei dieser Umfrage hier herausgekommen ist“, richtig ist. Es gibt sehr, sehr viel anderes Richtiges, was bei dieser Umfrage nicht herauskommen konnte, weil gar nicht danach gefragt wurde, z.B., das die Erde eine abgeplattete Kugel ist und keine Scheibe, Gegenstände auf der Erde aufgrund der Schwerkraft nach unten fallen, und undendlich vieles mehr.

      2. Was genau spricht Ihrer Meinung nach dafür, dass der Eurobarometer „richtig“ ist? Und was verstehen Sie darunter, dass er „richtig“ sei?

      3. Wie kommen Sie denn auf die Idee, dass ICH es sei, die die Welt sähe wie sie ihr gefällt, und nicht SIE derjenige sind, der die Welt sieht, wie sie ihm gefällt, beispielsweise was Ihren Glauben an den Eurobarometer betrifft?

      4. Wie kommen Sie eigentlich dazu, meine langjährigen Erfahrungen in der quantitativen empirischen Sozialforschung und mit vielen verschiedenen Datensätzen abzutun mit der lapidaren Bemerkung, dass Sie irgendein ein „Gefühl“ hätten? SIE mögen dieses Gefühl haben, ich habe die Kompetenzen auf meiner Seite.

      Werden Sie also mir gegenüber nicht noch einmal unverschämt. Wenn Sie widersprechen wollen, dann bringen Sie ein ARGUMENT!

      Und schaffen Sie Klarheit in Ihrem Gehirn:

      Warum, glauben Sie, ist es einigen Leuten so wichtig zu behaupten, dass ein Datensatz „repräsentativ“ sei? Weil es tatsächlich so ist, dass jeder Datensatz etwas über diejenigen aussagt, deren Daten in ihm enthalten sind und sonst nichts, aber vorgegaukelt werden soll, dass man vom Bekannten auf das Unbekannte schließen kann, wenn man das Bekannte dem Unbekannten nur ähnlich genug machen würde. Das ist natürlich Unsinn, weil man ja eben nicht weiß, wie ähnlich das Bekannte dem Unbekannten ist und was man tun müsste, um das Bekannte dem Unbekannten ähnlich zu machen.

      Mit „Repräsentativität“ lässt sich aber Geld verdienen, weil viele Leute methodisch genauso unbedarft und naiv sind wie Sie. „Repräsentative“ Datensätze sind lediglich solche, bei denen Angaben von Befragten hoch- oder heruntergewichtet worden sind, und zwar nach Maßgabe einiger weniger Variablen wie Alter oder Geschlecht. Damit unterstellt man, dass diese Variablen – aber keine anderen – dafür wichtig wären, dass jemand mit Bezug auf die interessierende Fragestellung relevant wäre. Dummerweise weiß man das aber nicht vorher, und es gibt keinen Grund, das einfach vorauszusetzen.

      Deshalb gibt es keine Repräsentativität. Und wenn es keine gibt, dann gibt es wiederum keinen Grund, von vornherein anzunehmen, dass ein Unterschied zwischen dem Eurobarometer und unserer Befragung hinsichtlich der Reliabilität und Validität der Daten besteht. Unser Datensatz ist verzerrt insofern unsere Leserschaft eine selegierte Stichprobe ist, aber wir wissen nicht, wie und wie stark selegiert. Der Eurobarometer ist in mehrfacher Hinsicht verzerrt, weil auch beim Eurobarometer nicht alle Personen in der Wohnbevölkerung der europäischen Länder dieselbe Chance haben befragt zu werden. Und dann gibt es noch viele andere Faktoren, die die Daten im Eurobarometer verzerren wie z.B. Kontexteffekte, die durch die Reihenfolge der Fragen entstehen, was bei uns ausgeschlossen ist, weil wir nur eine einzige Frage gestellt haben.

      Wenn Sie einige weitere Schwächen der Daten aus großen Bevölkerungsumfragen kennenlernen möchten, dann lesen Sie den „Meinungsmacher-Report: Wie Umfrageergebnisse entstehen“ von Heiner Dorroch; das Buch ist so aktuell wie eh und je.

      Aber so lange Sie keine Ahnung haben, wovon Sie sprechen, verhalten Sie sich mir gegenüber gefälligst anständig und höflich!

  17. hope sagt:

    „Besser man fragt sie nicht.“ So hat Theo Waigel auch gedacht: Hätten wir die Deutschen gefragt, hätte es keinen Euro gegeben. (SZ)
    Die Deutschen sind auch nicht gefragt worden, als Schröder, Fischer, Schily aus Deutschland ein Einwanderungsland gemacht haben. Das ist irgendwo versackt, denn darüber spricht heute kein Mensch mehr. Das heißt, daß viele Flüchtlinge auch Einwanderer genannt werden dürfen.

    In anderen Ländern sind Referenden mehrmals wiederholt worden zum Euro und zur EU-Verfassung. Die ersten Nein waren zu groß, um Ja zu verstehen. Schwer vorstellbar, daß die Referenden ohne Manipulation auskamen.

    Und auf den Teletextseiten von ZDF und SAT1 hat es während der Einführungsphase mehrere Abstimmungen per Ted zum Euro gegeben. Im Schnitt nahmen 6000 Zuschauer teil und mindestens 95 % sprachen sich für die DM aus. Und noch eine bemerkenswerte Abstimmung sollte erwähnt werden, nämlich die der BILD zur EU-Verfassung. 380.000 Teilnehmer wurden gezählt und 97% stimmten gegen die Verfassung. Das war für Brüssel ein klares Ja.

    Schröder, Fischer, Schily, Müntefering, Clement, und dieser alte Knacker mit Pfeife, dessen Name ich verdrängt haben, das waren schaurige Zeiten. CIA-Foltergefängnisse, Entführungen, VISA-Affäre und dann noch Schröders Knicks vor Putin.
    Schröder, Chirak, Putin konstruierten damals eine Achse Paris-Berlin-Moskau. Das war schon ein richtiger Affront für die USA. Untertänigst bot Steinmeier Putin eine Freihandelszone mit der EU an und Schröder verteidigte sie mit russischem Öl.

    Und jetzt sind die Linken auf Schröders Spur, gegen TTIP, gegen die USA und für Rußland. Komischerweise ist auch die Neue Rechte auf genau diesem Weg, will sich aber nicht eingestehen, daß sie dassselbe will wie die Linke. Das ist schon lustig.

    So kommt man vom Hundertsten ins Tausendste…
    Das schöne Wetter zwischen den häßlichen Schwestern SPD und CDU ist nur gemacht. Sigmar Gabriel hatte kürzlich auf seiner Facebookseite Israel einen Apartheidsstaat genannt und trat damit in Schröders Fußstapfen. Eine SPD-Regierung würde wahrscheinlich eine Kehrtwende in der Aussenpolitik einläuten. Ich aber sage Euch, daß würde richtig furchtbar mit Rußland.

  18. Angelika Pirvu sagt:

    Ich bin gegen den Austritt Deutschlands aus der EU. Wir brauchen die EU, natürlich muss sich einiges ändern únd hoffentlich tritt England nicht aus, das sehe ich als ein großes Problem!

    • lernender sagt:

      Wer ist „Wir“ bei „Wir brauchen die EU“ ?
      Und worin sehen Sie, für sich persönlich, ein grosses Problem wenn England austretet?
      Es gab vor der EU Handelsbeziehungen und Diplomatie und es würde auch nach der EU Handelsbeziehungen und Diplomatie geben.
      Zwischen allen Ländern in Europa.

      Was allerdings wegfällt ist dass die EU das Problem eines Landes zu einem Problem aller Länder macht und genau dieses Gebaren ist es, was die EU und den Euro sprengt..

  19. Hans Hucker sagt:

    FUCK the EU !!!!

  20. Pingback: 91% der Deutschen gegen EU; junger Mann widerspricht forsch ZDF-Fernsehmoderatorin - John de Nugent

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  22. Pingback: Radio Moppi 06-06-2015 | Netzwerk Volksentscheid

  23. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:

    Was ist da schwer zu verstehen? Die Deutschen sind nicht nur German und das Deutsche Reich ist beschlagnahmt! Wer da sich Deutscher nennt, der kann nur Vasall der USA sein, weil die das beschlagnahmte Deutsche Reich in deren Asservatenkammer nun verhökern und das Personal nur deren Sklaven sind! Also, wie kann ein Deutschland Deutsche aus der EU haben wollen, wo auch die EU kein Deutschland anerkannt hatte und da nur aus der Firma der USA verhökerte Ware anteilig ausgeschütttet bekommt? Ihr Dödel, Ihr arbeitet für was? Doch nicht um da für Euer Land? Nichtregierung und Nichtregierungsorganisation heißt auch Nicht Recht bekommen und schuften bis zur Bahre! Und siehe NRW und andere Bundespartner in den US-Vasallenregime, die meistern sogar, das Asylanten beschützt werden vor der Einheimischen und besetzten Bevölkerung, siehe tagesblätter und Demonstranten füpr besseres Leben im Besatzungsland Deutsches Reich! Warum machen die das nicht in Polen? Glück, Auf, meine Heimat!

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