Feminisierung der Politik: Aufschwung für Paternalismus – Abschwung für Freiheit

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Politiker nach dem 2. Weltkrieg entdeckt haben, dass Bürger prinzipiell Unfähige sind, denen Politiker das richtige Leben beibringen müssen?

lebensrisikoMan muss sie bereits im Kindergarten vom Rechtsextremismus entwöhnen, in der Schule an die Homosexualität gewöhnen, ihnen den richtigen Beruf suchen, sie nach Geschlecht und sexueller Orientierung steuern, damit sie nicht aus Versehen die falsche Toilette aufsuchen. Sie brauchen Unterstützung in Arbeitslosigkeit, man muss ihnen beibringen, was sie essen und trinken und was sie nicht essen und trinken sollen. Rauchen muss man ihnen abgewöhnen, Zucker vorenthalten, die Fetten zum Dauerlauf abordnen und die Schlanken zur stetigen Fitness ermahnen. Zur Investition in staatliche Kassen muss man sie verpflichten, nur um ihretwillen versteht sich, die zusätzliche Alterssicherung ihnen förmlich aufzwingen, sie von der Wiege bis zur Bahre begleiten, damit sie nicht aus dem vorgesehenen Mainstream herausfallen.

Nun, wir haben uns diese Lust an der Bevormundung, am Paternalismus und der Übernahme von Verantwortung für Hinz und Kunz zu erklären versucht. Z.B. damit, haben wir sie zu erklären versucht, dass Politikern kaum etwas an Möglichkeit bleibt, sich zu profilieren. Von Wirtschaft verstehen sie nichts. Politik macht das Bundesverfassungsgericht. Krieg und Verteidigung sind schlecht angesehen und Umweltschutz hat sich verbraucht, es sei denn, man kann Packungsgrößen verordnen und Bürgern den richtigen Umgang mit Müll beibringen. Alle Wege der Selbstwirksamkeit von Politikern scheinen auf die Bevormundung ihrer Bürger hinauszulaufen. Ist die Bevormundung, der Paternalismus somit der Kern aller Politik?`

Offensichtlich nicht. Früher gab es andere politische Inhalte, Gestaltungsspielräume, Visionen, selbst umgesetzte Visionen wie die von Wilhelm Marx, der dachte, man könne Deutschland, die Weimarer Republik, wie man damals gesagt hat, zu einem prosperierenden und friedlichen Land machen: Vom 30. November 1923 bis zum 29. Juni 1928, mit einer kurzen Unterbrechung, hielt die Vision.

Wenn es also früher Politiker gab, die gestaltet haben, Politiker, die Entscheidungen getroffen hatten, die nicht die Menge von Softdrinks, die ein Bürger ungestraft zu sich nehmen darf, zum Gegenstand hatten, dann stellt sich die Frage, wo dieser politische Hang zum Bevormunden, zu Paternalisierung, zum Bemuttern heute herkommt.

Bemuttern, das ist es, das ist der Durchbruch!

Mit der Zunahme des Bemutterns, geht eine Zunahme der weiblichen Politiker, eine Feminisierung der Politik einher. Wie ein Virus greift das Bemuttern um sich, erfasst selbst biologisch der männlichen Seite der Geschlechtsverteilung Zuzuordnende und feiert täglich neue Feste in Abstrusität.

Die Hypothese, dass die Zunahme an Bevormundung und Paternalismus tatsächlich eine Zunahme von Bemutterung ist, die durch den weiblichen Zulauf in die Reihen der Politiker ausgelöst wurde (und durch die Tatsache, dass Politiker kein Ausbildungsberuf ist, sondern allen und somit auch im wirklichen Leben gescheiterten Existenzen offensteht, befördert wird), wir stellen sie hiermit in den Raum und unterfüttern sie damit, dass die Verbindung zwischen weiblichem Busybody und Bemutterung bzw. Bevormundung der Umgebung ein Phänomen ist, das sich in der Weltliteratur regelmäßig und wiederkehrend findet, z.B. in Gestalt von Mrs. Jellyby, einem „telescopic philanthropist“ aus Charles Dickens‘ Bleak House.

Der weibliche Busybody, der Bevormunder und Paternalist, dessen Lebenszweck darin besteht, andere zu bemuttern, ob sie es nun wollen oder nicht, er findet sich auch bei Agatha Christie und hier in Reinkultur:

Halloween Party„All these things – women’s institutes and teas and various societies and all the rest of it. Runs a lot of things, she does. Runs a bit too many for some people. Bossy, you know. Bossy and interfering, some people say. But the vicar relies on her. She starts things. Women’s activities and all the rest of it. Gets up tours and outings. Ah yes. Often thought myself, though I wouldn’t like to say it to my wife, that all these good works that ladies does, doesn’t make you any fonder of the ladies themselves. Always know best, they do. Always telling you what you should do and what you shouldn’t do. No freedom. Not much freedom anywhere nowadays. (Agatha Christie, 2001, Hallowe’en Party, S.210).

Die Hypothese, sie steht zur Prüfung bereit:

Der Rückgang der Freiheit, die Zunahme des Paternalismus, die Bevormundung der Bürger durch Politiker, sie ist eine Folge der Feminisierung der Politik, der steigenden Anzahl weiblicher Politiker.

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13 Responses to Feminisierung der Politik: Aufschwung für Paternalismus – Abschwung für Freiheit

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Feminisierung der Politik: Aufschwung für Paternalismus – Abschwung für Freiheit

  2. Mirco says:

    Eine Hypothese, die sehr vieles erklären würde, was in der Politik falsch läuft. Exemplarisch ist das typisch weibliche Verhaltensmuster von Mutter Merkel: Immer alles besser wissen,dabei aber möglichst keine Entscheidungen treffen, und, wenn etwas schief läuft, auf keinen Fall auch nur die geringste Verantwortung übernehmen.

    • Plan B says:

      Und das Dumme an der Situation von „Mutter“ Merkel ist:

      Wenn die Mündel dann mal aufmucken, kann sie nicht sagen, wartet nur, bis der Papa nach Hause kommt.

  3. Pingback: Ursache des Untergangs des Westens | suppositio

  4. hgb says:

    Mit Beginn der Zeugung liegt das Todesrisiko bei 100 %.

    „Der Rückgang der Freiheit, die Zunahme des Paternalismus, die Bevormundung der Bürger durch Politiker, sie ist eine Folge der Feminisierung der Politik, der steigenden Anzahl weiblicher Politiker.“

    Wie messen wir das?

    Die zunehmende Bevormundung der Bürger als Folge der steigenden Zahl von X (weiblichen Politikern, NGO´s, Interessenverbände, Ausländern, Ungebildeten, Akademikern, Gender-Professuren, ….) erfolgt, weil es sich die Bürger gefallen lassen und X es machen.

  5. Tim G. says:

    Wer nichts konnte, ist früher Künstler geworden und hat sich so versucht, selber zu verwirklichen! Heute gehen solche Spinner eben in die Plitik, verleugnen die Existenz der biologischen Geschlechter und verbieten in bester Goebbels-Manier, jeden vernünftigen Ansatz! Ich denke, es hat noch niemals eine Zeit gegeben, wo es mehr gesellschaftliche Vollversager in die Politik oder in verantwortliche Posten geschafft haben! Vom Psychopathen über geistig Schwachsinnige bis zum Drogenwrack ist dort heutzutage wirklich alles auffindbar!

  6. Fritze says:

    Kann schon stimmen. Man sieht ja auch auf den Fotos von den peinlichen Lichterketten, albernen Neubürger-Singsang, Demos für Linksgrün Unfug und Refudschi-Welcome-Tänzchen immer nur underfucked GutmenschINNEN. Schrecklich.

  7. mArkus says:

    Es har wohl auch damit zu tun, dass Frauen unwillig sind in Hierarchien zu arbeiten, deshalb muss der Eindruck erweckt werden, alle bekaemen das gleiche, alle seien mit allen gleich nah, we care … Wer dagegen ist ist ein maennlicher weisser cis-hetero Protofaschist, Kinderfeind und autoiritaerer Charakter. Teddybaerverteilerin oder Asylantenheimanzuender, tertium non datur !

    • Tim G. says:

      Die Herrschaft der Frauen würde auch nichts besser machen, so viel ist mir mittlerweile auch klar! Die erste Kanzlerin dieser Trauer-Republik wird das Land für alle Zeiten vernichten. Wir haben eine kriegsgeile Kriegsministerin und die Medien werden zum Teil von Leuten wie Liz Mohn und Friede Springer dominiert! Mal von diesen ganzen grünen und linken Krawallnudeln abgesehen! Die Zeiten, in denen die sich mit Namen -Tanzen begnügt haben, sind leider vorbei! Ich habe nur Angst um meinen Sohn, dass diese Irren irgendwann noch auf die Idee kommen, allen männlichen Kindern die Genitalien abzuschneiden! Zuzutrauen ist diesen sexuell fehlgeleiten Spinnern das allemal!

  8. Michel Houellebecq says:

    Addiert man noch Eigenschaften hinzu, die typischerweise vor allem Frauen zugeschrieben werden, rundet sich das Bild ab: Hohe Risikoaversion, hohes Sicherheitsbedürfnis und ein sanfteres Gemüt- und schon lässt sich erahnen, welcher Menschentypus in der schönen, neuen Welt erwünscht ist: Das gehorsame, anspruchslose Wirtschaftssubjekt, dass nur noch arbeitet, konsumiert und sich in Zurückhaltung und Demut übt… Aus dieser Perspektive betrachtet, bildet die Feminisierung der Politik und unseres Alltags geradezu den idealen Nährboden für Autoritarismus oder gar Totalitarismus! Das ist jetzt zwar etwas gar überspitzt ausgedrückt (und klingt zugegebenermassen auch ziemlich hysterisch)- aber was hier im Artikel beschrieben wird, hat durchaus eine gewisse Berechtigung! Das erklärt auch, warum der Feminismus so von Politik und Wirtschaft hofiert wird. Und das der Feminismus (v. a. sein wissenschaftlicher Zweig, die Genderwissenschaften) immer totalitärere Züge trägt, dürfte auch kein Zufall sein!

    Die Implementierung eines anspruchsloseren Menschentypus (oder die Konditionierung der Menschen auf dieses Ziel hin)- ja, ich denke, das könnten sich gewisse Kreise durchaus auf ihre Fahnen geschrieben haben…

  9. Der/Anarchist says:

    Diese Künstler konnten mehr als Sie glauben. Viele dieser Künstler waren zwar, rein gesellschaftlich betrachtet, Gescheiterte, da Schulabbrecher oder Leute von unten (Hesse, Fallada, Hamsun, London z.B.). Aber erstens waren sie durchaus Könner, da ihre Werke internationale anerkannt waren; zweitens hat deren Kunst keinen großen Schaden angerichtet. Ausserdem mussten diese Künstler sich behaupten. Lesen Sie einige Biographien, dann werden Sie sehen, dass diese Künstler etwas geleistet haben, auch in harten Jobs arbeiteten, um nicht zu verhungern; zudem das Leben in seiner Mannigfaltigkeit kennengelernt haben.

    Die heutigen Politiker sind i.d.R. lebensunfähige Menschen, die noch nie gearbeiten haben, sozusagen von der Wiege ins Parlament getragen.

    In meinen Augen ein schlechter Vergleich.

  10. Heiner says:

    Ist das dann schon Maternalismus, wenn feministische Politik staatlichen Paternalismus übernimmt?

  11. Wolfgang Zecher says:

    Eine Hypothese ist so lange eine, so lange sie nicht bestätigt oder widerlegt wird. Dies könnte durch ein Experiment geschehen. Schlage daher Feldversuch vor: Alle Frauen in den Ministerien dürfen für ein Jahr zu Hause bleiben und werden durch qualifizierte Männer ersetzt. Wenn Bemutterung spürbar nachläßt, ist Hypothese bestätigt.
    Natürlich müßte man die Frauen für diesen Versuch erst einmal gewinnen, aber wenn man ihnen das Ganze als Work-Life-Balance-Prämie verkauft, klappt das schon. Sehe nur die Schwierigkeit, feministisch unverdorbene Männer aufzutreiben, aber da lasse ich mich gern eines Besseren belehren.

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