Maaratisten: Warum wir über den Kannibalismus der Europäer reden müssen

Wir brauchen nicht nur, wie die SPD richtig erkannt hat, eine Debatte über die koloniale Vergangenheit der Deutschen, jenes schwarze Kapitel im ansonsten blütenreinen Buch, nein, wir brauchen eine grundlegende Debatte über die grundlegenden Werte, besser: die Unwerte, auf die die Europäische Kultur gebaut ist.

Und wer wäre besser geeignet, diese Debatte zu führen, als Mitarbeiter von ScienceFiles.

Wir erklären uns deshalb zu Maaratisten und haben auch bereits ein Spendenkonto eingerichtet und alle kreditinstitutionellen Schritte in die Wege geleitet, die notwendig sind, damit wir von deutschen, französischen und europäischen Ministerien gefördert werden können.

Maaratisten fordern: Europäer! Bekennt endlich, dass Ihr Kannibalen seid und von Kannibalen abstammt!

Maaratisten fordern: Europäer! Deutsche! Steuerzahler! Übernehmt endlich die (finanzielle) Verantwortung für die Untaten Eurer Vorfahren!

Maaratisten fordern: Europäer! Leistet psychologische Wiedergutmachung!

Was ist geschehen?

Winter 1098. Heere der Kreuzfahrer belagern Antiochia und Maarat an-Numan. Nach relativ kurzer Belagerung fällt Maarat an-Numan an die Kreuzfahrer. Sie erobern die Stadt am 12. Dezember 1098, erschlagen alle Männer, versklaven Frauen und Kinder und essen die Toten! Kannibalismus! Die westliche Kultur ist auf Kannibalismus gebaut.

So schreibt Raoul de Caen:

„Die Unseren kochten die erwachsenen Heiden in Töpfen und steckten die Kinder auf Spieße, um sie gegrillt zu verschlingen.“

Crusader cannibalismSeit 1000 Jahren lebt die westliche Kultur mit dieser Erbsünde, mit den Folgen dieser Untat. Folgen, die längst in den Sprachgebrauch übergegangen sind. Besonders geschmacklos und unerträglich für Maaratisten ist das Fortwirken von Gottfried von Bouillon, einer der Anführer der Kannibalen, in der namensgleichen Suppe. Auch Raimund von Toulouse und Robert von Flandern sind im täglichen Leben allgegenwärtig.

Ihrem Andenken sind Städte und ganze Regionen geweiht.

Damit muss Schluss sein.

Wir fordern:
Bouillon ist von Rezepten und aus Kochbüchern zu streichen und durch die gute alte Gemüsebrühe zu ersetzen.

Toulouse und alle Verweise auf Toulouse sind durch Stadt der Schande zu ersetzen.

Flandern ist einzuebnen, sofern es nicht bereits flach ist.

An die Maaratisten ist eine siebenstellige Summe an psychologischer Wiedergutmachung zu überweisen, um uns die Last dieser Vergangenheit, dieser Erbfolge, dieser kulturellen Schande, mit der wir seit fast 1000 Jahren leben müssen, zu lindern.

Bitte die Überweisung in britischen Pfund. Sie wissen schon, der Umtauschkurs!

 

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4 Responses to Maaratisten: Warum wir über den Kannibalismus der Europäer reden müssen

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Maaratisten: Warum wir über den Kannibalismus der Europäer reden müssen

  2. Michael Entringer sagt:

    Raoul de Caen kam erst gegen 1107/8 nach Jerusalem, damit sollte zumindest die Suppe ihren Namen behalten dürfen…

  3. Schönborn sagt:

    Hallo Meseurs, da läuft aber was ganz schief. Was sollen wir uns denn mit so Kleinigkeiten aufhalten und auch noch Geld zahlen. Da wiehern ja auch noch die Pferde,wo sie gegessen haben. Gehen wir doch gleich noch 12-Tausend Jahre zurück und belangen die überlebenden Atlanter, welche den damaligen Atomkrieg vom Zaun gebrochen haben. Wo die sind? Mußt Du googeln nach 3. Macht, Falin, Dr.Stoll,Neuschwabenland, muß Du wissen. Viel Spass. Die jedenfalls sind schlauer geworden. Bei der Menschheit habe ich da so manche Zweifel…
    Kopernikus

  4. hgb sagt:

    Nur blöd, daß Italien schon pleite ist. Da wären noch Mautgebühren zu holen für die Nutzung des Teutoburger Waldes und auch für die Diskriminierung durch den Limes.

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