Freiheit statt EU: BREXIT nimmt Fahrt auf

Die Abstimmung darüber, ob Großbritannien in der EU verbleiben soll oder nicht, kommt immer näher. Der 23. Juni wird schneller da sein, als es so manchem Bürokraten in der EU und anderswo Recht ist.

Die heiße Phase des Streits darüber, ob Britain better off in or out ist, sie hat gerade mit einer furiosen Rede des ehemaligen Bürgermeisters von London, Boris Johnson, begonnen (dem inoffiziellen Nachfolger von David Cameron).

Und während deutsche Medien von David Cameron berichten und seiner Beschwörung, dass ein Brexit die Kriegsgefahr in Europa und der Welt erhöhen würde, und Boris Johnson mit seiner Rede verschweigen, wollen wir die Rede hier im vollen Wortlaut dokumentieren.

Die mit mehr Ressourcen als ScienceFiles gesegneten Kollegen von Euro-Guido (Fawkes) haben einen Kern der Rede von Johnson bereits aus der etwas mehr als einstündigen Rede extrahiert.

Hier ist er:

“It is we who are speaking up for the people, and it is they who are defending an obscurantist and universalist system of government that is now well past its sell by date and which is ever more remote from ordinary voters.

It is we in the Leave Camp – not they – who stand in the tradition of the liberal cosmopolitan European enlightenment – not just of Locke and Wilkes, but of Rousseau and Voltaire; and though they are many, and though they are well-funded, and though we know that they can call on unlimited taxpayer funds for their leaflets, it is we few, we happy few who have the inestimable advantage of believing strongly in our cause, and that we will be vindicated by history; and we will win for exactly the same reason that the Greeks beat the Persians at Marathon – because they are fighting for an outdated absolutist ideology, and we are fighting for freedom.”

Und für alle, die des Englischen nicht mächtig sind, hier unsere Übersetzung:

Wir sind es [die Vote Leave Campaign], die das Wort für die Menschen ergreifen, und sie sind es [die Befürworter der EU], die ein Regierungssystem der Dunkelmänner und Universalisten verteidigen, das längst das Verfallsdatum überschritten hat und das sich immer weiter von den Wählern entfernt.

Wir sind es, das “Leave Camp” – nicht sie – die für die Tradition der liberalen, kosmopolitischen, europäischen Aufklärung stehen – von Locke und Wilkes, Rosseau und Voltaire -; und selbst wenn sie viele sind, und selbst wenn sie ihre Kampagne mit viel Geld finanzieren können, weil sie auf fast unbegrenzte Steuermittel für ihre Broschüren [eine Anspielung darauf, dass David Cameron Steuergelder einsetzt, um Broschüren, in denen die Vorteile eines Verbleib in der EU besungen werden] zurückgreifen können, sind es wir wenigen, wir die glücklichen Wenigen, die den unschätzbaren Vorteil haben, dass wir an unsere Sache glauben. Und dieser Glaube wird durch die Geschichte bestätigt werden; wir werden aus demselben Grund siegen, aus dem die Griechen die Perser bei Marathon besiegt haben, sie kämpfen für eine veraltete absolutistische Ideologie, wir kämpfen für die Freiheit.

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8 Responses to Freiheit statt EU: BREXIT nimmt Fahrt auf

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Freiheit statt EU: BREXIT nimmt Fahrt auf

  2. Erik H. says:

    Obwohl ich die Leave-Seite im Referendum gut verstehen kann, hoffe ich aus äusserst egoistischen Gründen, dass England in der EU bleibt, da ansonsten die Studiengebühren für mich als Europäer auf das dreifache steigen könnten.

  3. hwludwig says:

    Wunderbar. Ja, die EU ist regelrecht darauf angelegt, das sich selbst bestimmende freie Ich, die Frucht der europäischen Geistesentwicklung, zu eliminieren. Es wird in einer riesigen, alles egalisierenden Staatsmaschine erdrückt und zum funktionierenden Teilchen verformt, dem kein Ausweg mehr bleibt. Die EU ist daher in ihrem zentralen Ansatz antimenschlich, menschenfeindlich. Sie bildet in Wahrheit die wüsteste Reaktion gegen die ganze europäische Kultur- und Geistesentwicklung, gegen den Fortschritt der Menschheit. Das Kürzel EU drückt un­gewollt das wahre Wesen dieses Monsters aus: Eu­ropas Untergang.

    EU – Vision

    Was haben sie vom Menschen-Ich verstanden?
    Sie schwemmen mit Konsum Europas Fluren,
    Ersticken seiner Völker Hochkulturen
    Und schlagen ihren Geist in feste Banden.

    Es ist das Ich, das die Entwicklung treibt,
    Aus dem Kultur- und Geistesblüten sprossen.
    Sie haben es in Normen eingeschlossen,
    In denen es sich innerlich zerreibt.

    So phrasenhaft ward „Freiheit“ nie verwendet.
    Die äußre Leibes-Sicherheit verdeckt,
    Wie Vormundschaft die Selbstbestimmung schändet;

    Unendliche Verordnungsflut bedeckt
    Europaweit des Menschen eig`ne Wege.
    Er irrt in eines Monsterstaats Gehege.

    (hl)
    Siehe:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/06/01/die-steigerung-der-demokratischen-diktatur-in-der-eu/

  4. Th. Körner says:

    Deutschland wird ganz allein in der EU verbleiben.

  5. Martin Schönberger says:

    Die „Dunkelmänner und Globalisten“ werden sich die Kontrolle des in jahrzehntelanger Vorarbeit aufgebaute EU-Systems, mittlerweile ja immerhin so weit gediehen, daß es unverschämt und unwidersprochen öffentlich von ihnen mit Europa gleichgesetzt werden kann, sicher nicht so leicht aus der Hand nehmen lassen. Wer ein „überschrittenes Verfallsdatum“ annimmt, übersieht womöglich das Unvollendet-Sein des überheblichen Projekts, die längere Frist, die die Macher der Umsetzung ihres sozialen Experiments einzuräumen und den Preis, den sie dafür zu bezahlen bereit sind. Längst pfeifen vom Auseinanderbrechen der EU nicht nur die Spatzen ihr demokratisches „Tschilp“ von den Dächern, sondern die Systemlinge selbst sind es, die genau davor „warnen“: Haben wir es hier nicht mit Leuten zu tun, die in jeder Beziehung „Vorsorgeexperten“ ohne moralische Skrupel sind? Ein „Brexit“ könnte ganz andere Vorgänge impulsieren, als man sich gemeinhin so vorstellen möchte.

  6. hgb says:

    Viel Erfolg für den Brexit!

    Welche Generation wird den EU-Verbleibern die Frage stellen: Wie konntet Ihr eine EU zulassen?

    • corvusalbusberlin says:

      Ich hoffe nicht, dass die Briten so blöd sind – sich Angst machen lassen und der EU eintreten. So klug, den € nicht zu akzeptieren, waren sie jedenfalls.

  7. Berliner says:

    In Bruessel,Berlin,London und Washington geht die Angst vor einem Brexit um. Die grosse Befuerchtung ist sollte es zu einem Brexit kommen das das Beispiel Grossbrittaniens Schule machen koennte und andere Staaten der Bevormundung und Buerokratie Bruessels den Ruecken kehren. Natuerlich fehlen die warnenden Stimmen nicht die vor den Folgen eines Brexit speziell fuer den Finanzmarkt London warnen. Die amerikanische Ratingagentur Standard&Poors drohte schon mit einer Herabstufung der Kreditwuerdigkeit sollte es zu einem Brexit kommen. Fuer Frau Merkel waere dann der Traum von Vereinigten Staaten von Europa nach dem Vorbild der USA endgueltig vorbei.

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