Nicht mehr wählbar: Die CDU wird als linke Partei wahrgenommen

Die CDU ist in den Augen vieler Deutscher zur linken Partei geworden. Das ist ein Zwischenergebnis unserer letzten Befragungunserer letzten Befragung, das auf den Angaben von 602 Befragten basiert.

16 Jahre Merkel haben ausgereicht, um die CDU von einer konservativen Partei in eine linke Partei zu transformieren, jedenfalls ist die CDU in den Augen vieler Deutscher zwischenzeitlich zu einer linken Partei geworden. Und da es im deutschen Parteiensystem schon drei linke Parteien gibt, hat sich die CDU in ein ideologisches Nest gesetzt, in dem sie nur verlieren kann.

Unsere derzeitige Befragung, mit der wir unsere Befragten um eine Positionsbestimmung der CDU bitten, zeigt dies sehr deutlich. So haben wir unsere Befragten gebeten, die ideologische Distanz zwischen der CDU und der SPD, den Grünen/B90, der Linken und der AfD zu bestimmen.

Im Ergebnis präsentiert sich die CDU als eine Partei, die kaum mehr von der SPD zu unterscheiden ist: Auf einer Skala, die von 0-10 reicht, sehen die Befragten eine durchschnittliche ideologische Distanz zwischen CDU und SPD von 1,55 Punkten, kaum größer ist der Unterschied, der zwischen der CDU und den Grünen gesehen wird, er beträgt gerade einmal 2,44 Punkte auf der Skala von 0 bis 10. CDU, SPD und Grüne sind demnach auf 24% der vorhandenen ideologischen Sphäre reduziert. Die ideologische Distanz zwischen der CDU und der LINKEN wird mit 4,2 Punkten als am größten wahrgenommen, dennoch sollte man von einer konservativen Partei erwarten, dass sie mehr als 42% der verfügbaren ideologischen Distanz zwischen sich und die LINKE bringt.

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Als am größten wird der Unterschied zwischen der CDU und der AfD wahrgenommen, 6,85 Prozentpunkte beträgt die Distanz zwischen beiden Parteien, was nur den Schluss zulässt, dass die Befragten in der AfD die einzige konservative Partei des Berliner Parteiensystems sehen.

Eine detaillierte Analyse, die zwischen Befragten unterscheidet, die als Stammwähler der CDU anzusehen sind, also angeben, die CDU bei der letzten Bundestagswahl gewählt zu haben und bei der nächsten Bundestagswahl wieder wählen zu wollen, und Befragten, die bei der letzten Bundestagswahl CDU gewählt haben und bei der nächsten Bundestagswahl AfD wählen wollen, zeigt, dass die Einschätzung, die CDU sei eine konservative Partei nur noch bei einem schrumpfenden Häuflein von Stammwählern vorhanden ist. Stammwähler der CDU sehen deutliche ideologische Unterschiede zwischen der CDU auf der einen und Grüne/B90 und LINKE auf der anderen Seite. Auch die Stammwähler der CDU sehen nur mäßige Unterschiede zwischen CDU und SPD, was die Weichen für eine Fusion stellen könnte, wenn der Niedergang beider Parteien nicht gestoppt werden kann.

Wähler, die von der CDU zur AfD wechseln wollen, teilen diese Einschätzung in keiner Weise. Für sie ist die CDU kaum von der SPD unterscheidbar und in ideologischer Nähe zu Grünen/B90 und LINKE. Entsprechend sehen die Wechsler von der CDU zur AfD auch die größte ideologische Distanz zwischen der CDU und der AfD, im Gegensatz zu den Stammwählern der CDU.

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Dieses Ergebnis, ergänzt um die Feststellung, dass Wähler, die von der CDU zur AfD wechseln, in einem Zweiparteiensystem, das nur aus einer linken und einer rechten Partei besteht, mit höherer Wahrscheinlichkeit als CDU-Stammwähler die rechte Partei wählen würden, macht deutlich, dass in Deutschland ein Umbruch im Parteiensystem stattfindet, der die CDU ihre Basis kosten kann. Offensichtlich besteht in Deutschland das Bedürfnis nach der Möglichkeit, eine konservative, also eine rechte Partei zu wählen (in der Bedeutung des Begriffs „rechte Partei“, die er hatte, bevor er von politischen Aktivisten und Kostgängern des BMFSFJ pervertiert wurde), und ganz offensichtlich wird die CDU nicht als Anbieter wahrgenommen, der dieses Bedürfnis befriedigen würde.

Die CDU ist aus der Wahrnehmung der Wähler, die eine konservative Partei nachfragen, eine linke Partei geworden, die ihnen nichts mehr zu bieten hat. Entsprechend wählen sie die AfD oder entscheiden sich, der Wahl fern zu bleiben. Dass die Nachfrage nach einer konservativen Partei die treibende Kraft hinter der Abkehr von der CDU ist, wird auch daran deutlich, dass rund die Hälfte der Wechselwähler, die die CDU in Richtung AfD verlassen wollen, die CSU wählen würden, wenn die CSU bundesweit kandidieren würde. Alle Zeichen deuten daraufhin, dass viele Wähler der CDU die ideologische Umpolung der CDU von einer rechten zu einer linken Partei nicht mitmachen. Noch ein Grund für Alarmglocken im Konrad-Adenauer Haus!

Die Befragung aus der diese Ergebnisse stammen, ist weiter online. Wer noch daran teilnehmen will, kann dies hier tun: Befragung: Wofür steht die CDU


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