Deutsche Forscher beweisen: Es gibt ein Leben nach dem Tod

So oder so ähnlich lauten Schlagzeilen, die derzeit (wieder) durch die englischsprachige Internetwelt wandern:

German Scientists prove, there is life after death
hier oder hier  oder hier wird es “bewiesen”.
People want to believe.

Life after Death.jpgBesonders in Zeiten, in denen das Hier und Jetzt wenig zu bieten hat, wenn man nicht an Events und sonstigen oberflächlichen Arten und Weisen interessiert ist, die genutzt werden, um die allgegenwärtige Langeweile zu bekämpfen, die die eigene, nicht selbständig mit Sinn füllbare Existenz dauerhaft bedroht, gerade in solchen Zeiten haben Mythen, religiöse oder pseudoreligiöse, esoterische Vorstellungen Konjunktur. Wenn Menschen glauben wollen, dann hindert sie keine noch so absurde Behauptung daran, zu glauben.

Und viele wollen glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, denn das, was sie täglich als Leben umgibt, kann nicht wirklich alles gewesen sein – oder?

Entsprechend glauben sie, glauben sie an Dr. Berthold Ackermann von der TU-Berlin, der einem Team von Wissenschaftlern vorgestanden haben soll, das 944 Freiwillige in einen komatösen Zustande versetzt hat, der sich vom Tod nicht mehr unterscheiden lässt. Eine geniale Mischung von Drogen und Substanzen hat diesen Zustand ermöglicht, Epinephrine and Dimethyltryptamine waren darunter. 18 Minuten waren die Freiwilligen tot, dann wurden sie wieder animiert, zurück ins Leben geholt mit AutoPulse. Berthold Ackermann habe anschließend ihre Geschichten, die Beschreibungen ihrer Erlebnisse im Todeszustand aufgeschrieben:

Sie berichten davon, sich von ihrem Körper zu lösen. Schwerlosigkeit, Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit und Wärme, die Erfahrung vollständiger Auflösung und die Gegenwart eines unwiderstehlichen Lichts, sind die Gemeinsamkeiten, die sich in den Erfahrungsberichten der 944 freiwilligen Toten finden lasen, sagt der zitierte Dr. Berthold Ackermann, von der TU-Berlin, der die Berichte gesammelt hat.

Wir wissen, so weiß der zitierte Dr. Ackermann, dass viele von unseren Ergebnisse geschockt und verstört sein werden, aber wir haben gerade eine der größten Fragen der Menschheit beantwortet: Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod, und es gibt dieses Leben für jedermann.

Leidet nicht am Diesseits, so möchte man anfügen, freut Euch vielmehr auf das Jenseits!

Und was Machthabern gefallen mag und die katholische Kirche entzücken würde, es ist dennoch ein Fake, eine Fälschung, ein recht gut gemachter Hoax, um Leichtgläubige ins Jenseits der Irrationalität zu schicken.

Zunächst gibt es keinerlei Dokumentation der Experimente, keine Veröffentlichung, keinen Nachweis, dass es die Forschung überhaupt gegeben hat und, wichtiger fast, keinerlei Erlaubnis der Universitären Ethikkommission, eine derartige Forschung überhaupt durchzuführen. Warum gibt es diese Erlaubnis nicht? Niemand hat sie beantragt, denn der zitiert Dr. Berthold Ackermann, ihn gibt es auch nicht.

Schade für alle, die auf den Beweis für das Jenseits gehofft hatten, weil sie es im Diesseits nicht aushalten. Wer gedacht hat, er könne seine Verantwortung für die Welt in der er lebt und das Leben, das er lebt, ablegen und sich auf das Jenseits freuen, sieht sich getäuscht (im wahrsten Sinne des Wortes). Es gibt keine Alternative als das Leben in dieser Welt zu gestalten und für dieses Leben zu kämpfen, denn es ist das einzige, das wir nachweislich haben.

Epinephrin erhöht übrigens u.a. den Blutdurchsatz im Herzen und den Blutzucker, nicht unbedingt das, was man als Toter brauchen kann. 

Dimethyltryptamin war in den 1960er Jahren als Geschäftsmann-Trip bekannt, Drogen, der das Aktivitätslevel steigert, durch Erhöhung des Blutdrucks, des Blutzuckers und der Körpertemperatur. Wieder etwas, was man als kalter Toter nicht brauchen kann.

Offensichtlich ist die TU-Berlin nicht nur in Deutschland eine der ersten Adressen, wenn man behaupten will, Esoterik und Mystik sei eine Wissenschatfliche Disziplin. Das hat vermutlich damit zu tun, dass an der TU-Berlin das Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung zu finden ist.


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28 Responses to Deutsche Forscher beweisen: Es gibt ein Leben nach dem Tod

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  2. Till Sitter says:

    Was, wenn das Licht, das man am Ende sieht, der nächste offene Geburtskanal ist und es ohne Pause weiter geht? Ich denke, es ist müßig sich mit solchen Fragen überhaupt zu befassen. Außer einer leichten Neugier löst der Gedanke an den Tod bei mir nichts weiter aus, aber wenn ich mir die heutigen Umstände näher betrachte ist der Tod eine verlockende Alternative, schlimmer kann es nicht mehr werden. 😉

    • Roman says:

      also da gibts schon so viele Theorien, dass man nicht mehr weiss was richtig ist und was nicht. Es war mir schon vor Jahren klar dass es Leben nach dem Tod gibt. Und wie es dann weitergeht kann man noch nicht sagen… Ob man wieder als eine neue Seele geboren wird oder irgendwo gesperrt ist.

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  4. Max Mertens says:

    Lieber Till Sitter, es sei denn, Sie werden per Pfählung vom Leben zum Tode gebracht, oder?

    • Till Sitter says:

      Lieber Max Mertens,

      ich meinte ja dass der Tod eine verlockende Alternative ist, nicht das Sterben. Es ist auch müßig darüber nachzudenken ob die Art des Sterbens Auswirkungen auf den Tod hat, aber generell gehe ich davon aus, dass es belanglos ist wie man stirbt, der Tod bleibt wohl immer gleich insofern er denn überrhaupt ist. Ich gehe auch davon aus, dass das Sterben immer gleich ist, Unterschiede gibt es vielleicht nur in den Momenten davor. Zu wissen, dass man gepfählt wird, kann einem sicher den Spaß am Sterben verderben. 🙂

  5. Roland says:

    “Besonders in Zeiten, in denen das Hier und Jetzt wenig zu bieten hat, wenn man nicht an Events und sonstigen oberflächlichen Arten und Weisen interessiert ist, die genutzt werden, um die allgegenwärtige Langeweile zu bekämpfen, die die eigene, nicht selbständig mit Sinn füllbare Existenz dauerhaft bedroht, gerade in solchen Zeiten haben Mythen, religiöse oder pseudoreligiöse, esoterische Vorstellungen Konjunktur.”

    Ob es ScienceFiles dieses Jahr schafft die Goldmedaille in der Kategorie “längster sinnvoller Satz” zu sichern? Es bleibt spannend meine Damen und Herren.

  6. Michael Kohlhaas says:

    Da steht er nun, der arme Wissenschaftler.
    Er hält sich für einen Kompetenten Experten, weil ihn jemand, den er für dasselbige hielt, dazu ernannt hatte.

    Doch wie kann man’s ihm begreiflich machen?
    Daß er garnichts weiß, über das Leben, das Universum, und Allem.

    Ich z.B. lebe seit vielen Jahrhunderten auf der Erde, habe, wie man so sagt, die ganze Welt gesehen. Und ich kann Euch versichern: Es gibt keinen Tod.

    Wir wünschen allen jenen, die weiterhin an
    die Begrenztheit des Daseins glauben wollen “ein Leben vor dem Tod”.

    Michael Kohlhaas

    • peter zangl says:

      Lieber Michael, schön gesagt. mein liebloser Vater dem ich längst verziehen habe hat mir 1962 ins Poesiealbum geschrieben: “nur wenige Menschen wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, dass man Nichts weiß.” Ich arbeite als Dozent für Mathematik und Physik an einer Fachhochschule und früher hatte ich immer riesigen (anprogrammierten) “Respekt” vor solchen “Professoren” respektive vor dem Titel. Heute finde ich es absurd und lächerlich, dass man sich mit ein paar Semestern Studium auf dem Buckel dort bewirbt und flugs über Nacht per Stempel zu einem “Professor” wird. Ist man vorher ein Idiot, so ist man auch mit, oder trotz dieses “Papiers” am nächsten Tag auch noch einer, oder? Ich verstehe heute auch den Bibelspruch bei den Predigern: “Das Leben ist ein Dampf……” Als ich 18 war dachte ich, man wird nie alt. Heute frage ich mich, wo die letzten 63 Jahre hin geflossen sind. Die Welt ist reif für eine große Reinigung die hoffentlich bald kommt. Ich ertrage die Dummheit derer kaum noch, die sich für klug halten. In diesem Sinne, danke für deine Einlassung.

  7. Elisabeth Kübler-Ross hat Menschen interviewt, die klinisch tot waren und reanimiert wurden. Manche haben ähnliches Erleben geäußert, wie in der getürkten Story. Kübler-Ross hat jedoch niemanden gesprochen, der von den Toten auferstanden war. Dies blieb bislang einzig den verbliebenen 11 Aposteln vorbehalten, die den Auferstandenen sprachen. Also bleibt: wer tot ist, der ist tot. Wer ihn dennoch interviewt, spricht entweder mit dem Gesalbten – der sich nach seiner Himmelfahrt aber niemandem mehr persönlich mitteilte – oder einem Menschen, der nicht tot war.

  8. Pingback: Dies & Das vom 15. Oktober 2016 | freistaatpreussenblog

  9. J.K. says:

    Wir haben es hauptsächlich mit zwei Gruppen zu tun:
    Die eine glaubt an die Hypothese für ein “Überleben nach dem Tod”
    Die andere (sich selbst als Skeptiker bezeichnend) glaubt an die Hypothese, das sei alles Quatsch, es gibt kein “danach”; alles, was wir erleben, ist von unserem Gehirn erzeugt.

    Beide Gruppen könne ihre Hypothese nicht beweisen. Allerdings geht die zweite Gruppe davon aus, fest im Besitz der Wahrheit zu sein, und sich entsprechend herablassend über die erste Gruppe äußern zu dürfen. Dabei _glauben_ auch sie nur an die Richtigkeit ihrer Hypothese, sind also ebenfalls Gläubige.

    Was sagt die Wissenschaft: Ich empfehle das aktuelle Buch “Kann das Gehirn das Gehirn verstehen”, welches neun(oder so) Interviews zu diesem Thema mit den führenden Neurowissenschaftlern Deutschlands enthält. Die Quintessenz der Interviews: unser Verständnis des Gehirns befindet sich übertragen gesprochen auf Steinzeit-Niveau. Wir (Neurowissenschaftler) wissen noch nicht einmal die richtigen Fragen zu stellen. Wir wissen auch nicht, was Bewußtsein ist oder wie das Gedächtnis funktioniert, geschweige denn, was das überhaupt ist. Wir können mit verschiedensten Sensoren Areale im Gehirn ausmachen, die bei verschiedenen Tätigkeiten mehr oder weniger aktiv sind, was und wie es funktioniert, wissen wir nicht. Wenn die “Tagesschau” in der ARD läuft, ist das Empfangsteil des Fernsehers in bestimmter Weise aktiv, und doch wird hier das Programm nicht produziert. So ähnlich nimmt dies Gruppe zwei für das Gehirn an.
    Ohne echte Beweise “glaubt” jede Gruppe nur an ihre eigene Hypothese. Überhebliche Arroganz ist unangebracht und vor allem unwissenschaftlich und sciencefiles nicht würdig.

    • Till Sitter says:

      @J.K.:

      Zitat: ”Wir haben es hauptsächlich mit zwei Gruppen zu tun:
      Die eine glaubt …
      Die andere (sich selbst als Skeptiker bezeichnend) glaubt …”

      Sie haben vielleicht hauptsächlich mit zwei Gruppen zu tun und können auch gerne mit Ihren Gläubigen unter sich bleiben. Aber vergessen Sie nicht die Gruppe Derjenigen, die glauben dass ein fettes Huhn ne fette Suppe gibt. Es ist mir ein Rätsel wie Sie auf Grund des Artikels Sciencefiles in die Gruppe der Gläubigen einordnen können. Sie haben den Artikel offensichtlich nicht verstanden. Selektiv gelesen? 😉

      • J.K. says:

        Nein, nicht selektiv gelesen, sondern nur den ersten Teil kommentiert.

        Zitat: “, gerade in solchen Zeiten haben Mythen, religiöse oder pseudoreligiöse, esoterische Vorstellungen Konjunktur. Wenn Menschen glauben wollen, dann hindert sie keine noch so absurde Behauptung daran, zu glauben.
        Und viele wollen glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, denn das, was sie täglich als Leben umgibt, kann nicht wirklich alles gewesen sein – oder?”

        Weil dieses Zitat alles an überheblicher, unwissenschaftlicher Arroganz und (Anders-)Gläubigkeit dokumentiert, was ich oben beschrieben habe.
        Was den Teil über den “Wissenschaftler” der TU-Berlin, der scheinbar Dinge behauptet ohne jeden Beleg, Veröffentlichung, nachlesbare Versuchsbedingungen usw. ist Kritik natürlich korrekt und angebracht. Aber wenn ich derart herablassend vom Leder ziehe wie obiges Zitat, dann erwarte ich genauso seriöse Beweise (die es ebenso nicht gibt) für diese (meine) Haltung wie ich sie von dem Berliner verlange. Oder messen wir mit unterschiedlichen Maßen unsere Wissenschaftlichkeit?

        • Till Sitter says:

          Was sagt der Artikel denn aus? Dass gutgläubige Menschen über den Tisch gezogen wurden und dass es besser wäre, sich um die Realität zu kümmern statt sich unbeweisbaren Hirngespinsten hinzugeben.

          Einen Teil des Ganzen nehmen ist selektieren. Im Zusammenhang ergibt sich, zumindest für mich, dass der Verfasser kein Gläubiger ist, womit der Vorwurf der (Anders-)Gläubigkeit also schon mal unberechtigt ist. Und was Sie als Arroganz empfinden ist, zumindest für mich, nichts weiter als die klare Darstellung einer gemeingefährlichen Verhaltensweise, nämlich die Vernachlässigung der Realität zu Gunsten esoterischer Vorstellungen. Was ist daran unwissenschaftlich? Wie sagte Nietzsche? ”Glauben ist, nicht wissen wollen was wahr ist.” Man kann das Glauben gar nicht genug verachten und hätte ich den Artikel geschrieben wärt ihr Gläubigen noch viel schlechter weggekommen. 😉

          • J.K. says:

            gemeingefährlichen Verhaltensweise, nämlich die Vernachlässigung der Realität zu Gunsten esoterischer Vorstellungen. Was ist daran unwissenschaftlich? Wie sagte Nietzsche? “Glauben ist, nicht wissen wollen was wahr ist.“

            Aha, was ist denn die Realität? Während die bekanntesten Neurowissenschaftler Deutschlands – ich empfehle nochmals den Kauf des Buches – sich in vornehmer Demut zurückhalten, weil sie – wie sie selbst sagen – noch nicht einmal die richtigen Fragen wissen, haben Sie offenbar schon die sicheren Antworten und Urteile parat. Ihr Standpunkt ist ebenso ungesichert wie die der Gruppe zwei meines ersten Postings. Erstere mit “Vernachlässigung der Realität” und “esoterischer Vorstellungen” zu bezeichnen, ist unwissenschaftlich, weil weder der eine noch der andere Standpunkt bewiesen ist. Da können Sie sich drehen, wie Sie wollen. Und zum Nietzsche-Zitat kann man nur ergänzen: Und was “wahr” ist und was “Glauben”, definieren und beurteilen scheinbar Sie, die Wissenschaft kann es nämlich (noch) nicht.

            • Till Sitter says:

              ”Und was „wahr“ ist und was „Glauben“, definieren und beurteilen scheinbar Sie, die Wissenschaft kann es nämlich (noch) nicht.”

              Soetwas in der Art habe ich schon erwartet. 😉

              ”Wahrheit sag’ ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich:
              Meine Wahrheit; denn sonst ist mir auch keine bekannt.”
              (Goethe)

              Werter J.K., mir sind die Schwierigkeiten, Realität und Wahrheit zu definieren bewusst. Trotzdem kann ich mich auf Grund von Empirie mit vernunftbegabten Wesen auf eine Realität und Wahrheit einigen. Dass ein fettes Huhn ne fette Suppe gibt muss ich nicht glauben, darüber bin ich mir mit allen vernunftbegabten Menschen einig. Verstehen sie den Unterschied bsw. zum Glauben an einen lieben Gott oder ein Leben nach dem Tod? Die Geschichte, wie ich sie kenne, beweist, dass Glauben aus eigentlich vernünftigen Menschen ziemlich dumme Menschen macht, zunächst schon mal deshalb, weil sie in der Regel ihrem Glauben zuwider handeln. Ich könnte mir jetzt über die Auswirkungen die Finger wund tippen, aber ich denke, Sie verstehen mich, auch wenn Sie es vielleicht nicht unbedingt wollen. 😉

              • J.K. says:

                Ihre Überzeugung, zu wissen, was Realität und Wahrheit sind aufgrund von “Empirie mit vernunftbegabten Wesen” sind so dominant und festgelegt, dass es Ihnen leider unmöglich ist, eine andere Meinung als die Ihre und die Ihrer Glaubensbrüder (auch wenn Sie dies nicht gern hören, denn beweisen können Sie Ihre Empirie ebenfalls nicht) jemals auch nur in Betracht zu ziehen. Auch der Ätherwind war damals allgemein wissenschaftlich anerkannte Lehrmeinung. Die Form Ihrer Argumentation lässt deshalb leider vermuten, dass Sie keine wissenschaftlich Ausbildung genossen haben.
                Neben der bereits von mir empfohlenen Lektüre vielleicht noch ein paar Denkansätze: Gibt es für Sie einen Unterschied zwischen Religion, dem Glauben an ein Leben nach dem Tod oder an den “Lieben Gott”, oder ist das für Sie alles “eine Soße”? Vermutlich ja, wie Ihr vorletzter Satz nahelegt. Halten Sie also auch z.B. den Nobelpreisträger Richard Feynman, der zwar zeitlebens Atheist war (aus jüdischen Verhältnissen stammend), aber kurz vor seinem Tod seinem Biographen mitteilte, er sei neugierig, wie es auf der anderen Seite aussehe, deshalb auch für einen dummen Menschen?
                Haben Sie schonmal mit Menschen gesprochen, die eine erfolgreiche Reanimation erlebt haben? Ich finde es erstaunlich, sich so sicher über Wahrheit zu Realität auszulassen, wenn es selbst die führenden Neurowissenschaftler nicht tun, aus gutem Grund. Respekt!

                • Till Sitter says:

                  Es kommt mir vor als reden wir aneinander vorbei. Es geht um Glauben an sich, nicht darum woran man glaubt. Und selbstverständlich kann ich beweisen dass ein fettes Huhn ne fette Suppe gibt. Und Nein, ich habe keine wissenschaftliche Ausbildung, nur einen gesunden Menschenverstand (denke ich jedenfalls). Deshalb streite ich auch ein Leben nach dem Tod oder einen lieben Gott nicht ab, ich halte es nur für müßig sich näher damit zu beschäftigen und für schädlich, daran zu glauben und darauf zu hoffen während die Welt zum Teufel geht (Metapher, ich glaube nicht an den Teufel). Im Übrigen teile ich die Neugier Feynmans, wie Sie unschwer am ersten Kommentar oben sehen können.

                  Lassen Sie uns hier enden, es führt zu nichts. Trotzdem Dank für die Konversation.

  10. B.Bonifer says:

    “Dimethyltryptamin war in den 1960er Jahren als Geschäftsmann-Trip bekannt, Drogen, der das Aktivitätslevel steigert, durch Erhöhung des Blutdrucks, des Blutzuckers und der Körpertemperatur. Wieder etwas, was man als kalter Toter nicht brauchen kann.”

    Dimethyltryptamin auch DMT genannt, ist eine “normale” halluzinogene Droge, die nachweislich im Körper kurz vor dem Tod produziert und ausgeschüttet wird. Diese Droge verursacht auch ohne dem Tod nahe zu sein, Nahtoderfahungen wie sie die Patienten berichtet haben. Das Ergebnis der sich überschneidenden Aussagen beruht auf der DMT Erfahrung, nicht auf der “Tatsache” das es ein Leben nach dem Tode gibt.

    “Höhere Dosierungen führen teils zum Erleben anderer Wirklichkeiten, die durchaus als real existent wahrgenommen werden.”

    In der TU Berlin ist es anscheinend möglich, auch ohne Intelligenz Arzt zu werden.

  11. Rhea Fischer says:

    bei all’ diesen wissenschaftlichen Diskussionen fällt auf, dass sich Menschen, die tatsächlich aussersinnliche Erlebnisse hatten, nicht daran beteiligen. Ich gehöre dazu, mein Erlebnis hatte ich vor 30 Jahren, und das am helllichten Tag, bei vollem Bewußtsein und auch voll ausgeschlafen. Es war so eindrucksvoll, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht im Unterbewußtsein daran denke. Da können sich noch so viele Atheisten oder Besserwisser, die meiner Meinung nach über etwas diskutieren wollen, was sie NIE genau wissen werden, wenn sie es nicht selbst erlebt haben, äußern. Ich weiß es besser, aber ich werde mich damit an keiner Diskussion beteiligen, und schon garnicht damit nie an die Öffentlichkeit gehen. Thea

    • peter zangl says:

      liebe Rhea, recht hast du. auch mein “Erlebnis” im Jahre 1981 wurde damals durch Ärzte “wegrationalisiert”. Auch ich weiß es besser und daher gefällt mir ein Spruch den ich neulich gelesen habe: “Mit dummen Menschen zu diskutieren ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Egal wie gut du spielst, die Taube wird die Figuren umschmeißen, aufs Brett kacken und herumstolzieren als hätte sie gewonnen!” 😀

  12. Koksdioxyd-Katastrophe says:

    Wenn ich das recht verstehe, dann hat dieser Ackermann zugegeben 944 Freiwillige ermordet zu haben. Daß diese danach wieder auferstanden sein sollen, ist in den entsprechenden Gesetzen nicht berücksichtigt und somit im weiteren belanglos.

  13. Birgit K. says:

    Wer von uns findet den Gedanken, dass nach dem Tod nicht alles vorbei ist, nicht tröstlich? Wer schon kann sich damit abfinden, mit dem Sterben in ein ewiges Nichts zu fallen? Eine nahestehende Angehörige hatte ein sog. “Nahtod-Erlebnis” nach einer schweren Hirnoperation. Sie war aber zu keinem Zeitpunkt tot, sie lag im Koma. Wenn wir wissen, dass vor uns bereits ca. 200 Milliarden Menschen gelebt haben, wird klar, von welchen Dimensionen wir ausgehen müssen, wenn wir von der unsterblichen Seele sprechen. Glauben Sie mir, ich wünsche mir sehr, dass es nach dem Tod weitergeht, am liebsten würde ich wiedergeboren. Wenn ich aber an meine Narkose denke, so weiß ich, dass dieser Zeitraum mir fehlt, er ist ausgelöscht. So könnte der Tod sein…ausgelöscht…ohne irgendein Empfinden, ein Gefühl, Bewusstsein. Diese Vorstellung ist eigentlich für uns unvorstellbar und sie verursacht Panik. Wir wissen aber, dass Panik und der Wunsch zu leben uns nicht vor dem Sterben bewahren wird.

  14. sam says:

    Also ich sage hier nur wie ich darüber denke und es liegt mir fern jemanden hier zu Beleidigen. Jeder kann Glauben was er will, wenn es ihm dann besser geht oder damit Ängste bewältigen kann; das muss jeder mit sich selber vereinbaren.

    Bei dem heutigen Stand des Wissens ist es für mich unfassbar, dass noch jemand an einen Gott glaubt oder ein Leben nach dem Tod.
    Ich hatte selber einen Herzstillstand und war ca. 3Min. ohne Lebenszeichen; nur durch eine medikamentöse und elektrische Reanimation konnte ich überleben. Ich kann euch sagen da ist nix, null…
    Das Gehirn bleibt nach einem Herzstillstand ca. 3Min aktiv, man kann dabei erhöhte Aktivität mit EEG messen. In der Phase verarbeitet das Gehirn Erinnerungen die nach einer erfolgreichen Reanimation in’s Leben mitgenommen werden und von Menschen als real wahrgenommen werden. Warum Menschen in einer so genannten Nahtoderfahrung evtl. Gespräche mitnehmen liegt daran, dass das Gehör des Menschen sowie das Gehirn noch wenigen Minuten aktiv sind. Das Gehör des Menschen ist die letzte funktionierende Wahrnehmung die solange funktioniert, bis die Ressourcen des Gehirns verbraucht sind – sprich Sauerstoff und Nährstoffe und verschiedenste für das Gehirn wichtige Vitalstoffe.

    Man kann natürlich daran glauben was man uns in der Schulzeit über die Bibel als Kinder versucht hat beizubringen aber es hängt von vielen Faktoren ab was davon mit dem Erwachsenwerden übrigbleibt. Dabei spielt der Familiäre Hintergrund sowie die schulische Ausbildung und das Allgemeinwissen eine nicht unwesentliche Rolle.

    In der frühen Geschichte der Menschheit machte man für alles Unerklärliche wie z.B. Sonnenfinsternis, Katastrophen etc. immer eine höhere Kraft, Macht oder wie man es nennen mag dafür verantwortlich; somit entstand der Mythos Gott oder versch. Götter wobei jeder für irgendwas verantwortlich war. Durch das Unwissen der frühen Menschen hatte das Kind eine Bezeichnung oder Namen bekommen; ab jetzt konnte man allem Positiven und Schlechten Ereignissen jemandem zuordnen. Damit entstanden im laufe der Zeit auch alle Geschichten mit Himmel und Hölle und einem Leben nach dem Tod.
    Mit Himmel und Hölle erkannte man auch ein gutes Druckmittel um mit Angst Menschen zu Manipulieren oder Kontrollieren die noch weniger darüber wussten – sprich ,,Wenn du tust was wir sagen kommst du in den Himmel – das Leben nach dem Tod – wenn nicht, in die Hölle in der du unendliche Qualen erleiden wirst…“.

    Die Wissenschaft kann heute Beweisen, dass das Universum sowie die Zeit mit einem sogenannten Urknall entstanden ist und nicht mit Adam und Eva. Ein kleines Beispiel das eigentlich jeder nachvollziehen können sollte.

    Dass das Weltall sich immer weiter ausdehnt kann man seit längerer Zeit messen: Nun, wenn man nach dem jetzigen Stand des Weltalls den Ablauf mal zurückspult, also Rückwärtslaufen lässt, was passiert dann?
    Das Weltall zieht sich zusammen bis zu dem Punkt wo alles begann – ist eigentlich logisch – wobei der erreichte Ausgangspunkt also wo alles begann, der Beginn einer Explosion ist, dem Urknall; mit dem alle Chemischen Elemente/Materie entstanden sind, wo in den ca. 14Mrd. Jahren danach Planeten/Galaxien etc. und in weiterer Folge auch das Leben entstanden ist – nix Adam und Eva.

    Wer an ein Leben nach dem Tode und an Gott glauben will, soll das bitte gerne machen wenn er oder sie damit inneren Frieden finden und seine/ihre Ängste bändigen kann. Der vermeintliche Tunnel nach dem Tode, den man zu sehen glaubt oder sieht währt nur wenige Minuten, bis auch das Gehirn versagt, dann wird’s schwarz für immer. Was übrig bleibt ist Materie des eigenen Körpers. Wenn’s für manche eine Beruhigung ist, die Materie des Körpers wird in andere Materie umgewandelt und bleibt dem Universum erhalten aber wir haben nix davon und bekommen es nicht mehr mit….

  15. Kutte says:

    „Deutsche Forscher beweisen: Es gibt ein Leben nach dem Tod“ – Zitat Ende

    Ich gehe erst mal von Fakten aus.

    Wie meinen die Forscher das, dazu meine Frage?
    Wie soll denn nach dem Tod ein Leben aussehen, denn zum Leben zählt nun mal „der Beginn = die Geburt – das Leben = irdisches, materielles, biologisches, räumliches und zeitliches Dasein der Gegenwart in hier und jetzt – und endet mit dem Tod = womit jedes irdisches, biologisches, räumliches und zeitliches Leben endet und erlischt.“
    Also jedes Leben beginnt und endet mit dem Tod, ob pflanzliches Leben, tierisches Leben und auch menschliches Leben, alle Lebewesen funktionieren auf gleicher Weise, sie müssen Leben aufnehmen, wie z.B. Nahrungsmittel zu sich nehmen, ob pflanzliches oder tierisches Nahrungsmittel, denn sonst ist kein Leben möglich und überlebensfähig, somit gibt es einen Anfang und ein Ende. Dies kann man nicht nur behaupten, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, sondern es gibt bei jedem Tod einen Beweis, zumindest nach unserem irdischen und biologischen Sinn.
    Ob es nach dem Tod eine Seele, ein Geist oder wie man es nennen mag gibt, die Behauptung steht 50/50 d.h. genau bei 50% nicht drunter nicht drüber weil es keinerlei Beweise gibt weder dafür noch dagegen. Fakt ist, dass wenn es eine unsterbliche Seele geben sollte, dies aber mit irdischem Leben nichts, aber auch gar nichts zu tun hat und eine Seele oder ein Geist kann weder Hören, Sehen, Sprechen noch Fühlen, weil man dazu wieder eine biologische, räumliche und zeitliche Existenz benötigt. Also erübrigt sich dann die Frage, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.
    Was sind denn Nahtoderfahrungen?
    Ich sehe dies als Illusion an wie Träume, die nichts mit der virtuellen, irdischem Leben was zu tun hat, dies ist nicht real, auch wenn manche Träume sich ziemlich real aussehen lassen.
    Ein Beispiel: wenn ich ein Film ansehe, wo im Krüger Nationalpark ein Rudel Löwen ein Zebra reißen und es größten Teils auffressen, danach die Hyänen und die Aasgeier den Rest erledigen dies heute ansehe ist dies auch nicht real dies geschah vor 30 Jahren das Zebra lebt nicht mehr genauso die Löwen, die Hyänen und die Aasgeier leben nicht mehr, kann sie aber trotzdem noch sehen. Also eine Illusion? Real leben sie doch nicht mehr.
    Träume werden auch vom erlebten verursacht nur eben vermischt sich die reale Welt in eine Illusion. Ich weiß auch dass das menschliche Gehirn viel komplexer arbeitet als so ein künstliches Aufnahmegerät, Bearbeitungsgerät und ein Abspielgerät, aber es funktioniert auch auf biologischen, chemischen und elektronischen Kenntnissen.
    Ich denke, dass all die Illusionen auf einen Schutzmechanismus basiert, Nahtoderlebnisse wie sie viele schon erlebt haben hat nichts mit der Materiellen Welt zu tun, wie viele behaupten sie haben bereits verstorbene wieder gesehen, die ist einfach im materiellen, räumlichen und zeitlichen Leben möglich. Nicht aber um Unterbewusst sein dies ist nur eine Illusion, mehr nicht.

    Wir leben nun im 21-igsten Jahrhundert und nicht mehr in der Steinzeit oder im Mittelalter. Die Erde ist keine Scheibe und war sie auch nie, obwohl es das Christentum noch bis vor kurzem noch fest behauptete. Genau wie es radioaktive Strahlung schon immer gab, nicht erst seit man es mit einem Geigenzähler Messen kann.
    So ist auch der irdische Tod was Endgültiges.

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