Massenflucht aus dem staatlichen Bildungssystem

Beim Statistischen Bundesamt, dem Amt, das in den letzten Jahren immer mehr zum ideologischen Interpretator der Daten geworden ist, die man dort eigentlich nur sammeln soll, kämpfen die Mitarbeiter, und zwar damit,  dass immer mehr Eltern eine Abstimmung mit den Füßen vornehmen, die man bei denen, die Bildung und Politik in Einklang bringen wollen, wohl nicht für möglich gehalten hat, sonst wären private Schulen nicht zugelassen worden:

Destatis

“Vom 14. bis 18. Februar 2017 findet die Bildungsmesse didacta in Stuttgart statt. Betrachtet man das Bildungs­wesen in Deutschland, fällt unter anderem auf, dass die Zahl der Schülerin­nen und Schüler an Privat­schulen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist: Im Schul­jahr 2015/16 besuchte von den gut 8,3 Millionen Schü­lerin­nen und Schülern an allgemein­bildenden Schulen rund 9 % eine Privat­schule. Im Schul­jahr 2005/06 waren es noch 7 %.”

Rund 750.000 Schüler haben somit dem staatlichen Bildungssystem den Rücken gekehrt und suchen ihre Bildung an privaten Schulen.

Beim Statistischen Bundesamt kämpft man mit den Daten.
Wie soll diese Abkehr vom staatlichen Bildungssystem, die mit einem Wachstum von 20% in 10 Jahren den Charakter einer Massenflucht angenommen hat, erklärt werden?

Wie gesagt: Beim Statistischen Bundesamt kämpft man mit den Daten.
An privaten Schulen werden mehr Unterrichtsstunden erteilt als an öffentlichen Schulen. Das ist die erste Hypothese, mit der die Massenflucht erklärt werden soll. Und sie ist falsch. An privaten Schulen werden nicht mehr Unterrichtsstunden erteilt.

Nächste Hypothese: An privaten Schulen sind die Klassen kleiner. Auch eine nette Hypothese, aber nur marginal richtig: Ein Schüler weniger ist es an privaten Schulen im Durchschnitt, und der macht noch keine Massenflucht.

Damit sind die Statistiker in Wiesbaden mit ihrem Latein am Ende. Mehr Gründe dafür, dass Eltern ihre Kinder auf eine private Schule schicken und den öffentlichen Schulen entziehen, fallen ihnen nicht ein – oder dürfen ihnen nicht einfallen.

Dabei gibt es so viele Gründe, die viel näher liegen als die zwei, die den Wiesbadenern eingefallen sind, Gründe, die allerdings nicht politisch korrekt und entsprechend mit einem Denkverbot aus dem zuständigen Ministerium versehen sind, darunter:

  • An privaten Schulen sind kompetentere Lehrer als an öffentlichen Schulen.
  • An privaten Schulen wird mehr Wissen vermittelt als an öffentlichen Schulen.
  • An privaten Schulen findet keine Indoktrination statt, wie dies in öffentlichen Schulen der Fall ist.
  • An privaten Schulen ist der Zugriff des Staates auf die Kinder nicht über Schulsozialarbeiter bis zur letzten Minute der letzten Unterrichtsstunde am Freitag möglich.
  • An privaten Schulen ist die Zusammensetzung der Schüler dem Unterricht förderlicher als an öffentlichen Schulen.
  • An privaten Schulen werden Lehrer oftmals nach Leistung und nicht nach Anwesenheit bezahlt.
  • usw.
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63 Responses to Massenflucht aus dem staatlichen Bildungssystem

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Massenflucht aus dem staatlichen Bildungssystem

  2. Bill says:

    “Im Schul­jahr 2015/16 besuchte von den gut 8,3 Millionen Schü­lerin­nen und Schülern an allgemein­bildenden Schulen rund 9 % eine Privat­schule. Im Schul­jahr 2005/06 waren es noch 7 %”
    Finde ich keine sooo starke Zunahme. Ich hätte aus meiner Hamburger Zeit sogar mit weit mehr gerechnet.

    • Wie finden Sie eine Zunahme um rund 130.000 Schüler? Besser als 2%?

      • Bill says:

        ich halte für fraglich, ob:
        “Wachstum von 20% in 10 Jahren den Charakter einer Massenflucht”
        den Zustand angemessen wiedergibt, für mich klingt es zu reißerisch.
        Wenn man an die Schlagzeilen in den letzten Jahren zu den Zuständen in Berlin (Rütli-Schule) zurückdenkt, dann ist es ein kontinuierliches Wachstum das Beachtung verdient aber keine “Massenflucht”.
        Es wäre schön, wenn Gründe für diese Entscheidung bekannt wären und eine ausgedehntere Datenbasis auch aus anderen Ländern.

        • Ab wann ist denn bei Ihnen eine Anzahl eine Masse? Ab 1000, 10000, 100000, 1000000?
          Und warum?
          Im übrigen finde ich es albern, über die Beschreibung eines Faktums zu streiten. Wenn Ihnen 120.000 nicht genug sind, um von Masse zu sprechen, dann sprechen Sie halt von was anderem. Wir sprechen von Massenflucht.

          • Bill says:

            Hier liegt also ein schönes Beispiel eines Haufen-Paradoxons vor.
            Scheinbar.
            Eine Massenflucht- oder Wanderung bedingt das Wandern eines großen Teils der betreffenden Population. Das ist allgemeines Verständnis.
            Im Falle von z.B. Monarchfaltern oder Kriegsflüchtlingen werden diese Ausdrücke verwendet. Flucht insbesonders wenn ein drastisches Anschwellen der normalen Wanderung eintritt (e.g. Syrien).
            Hier nicht der Fall. Die Zunahme ist da, aber nur langsam.
            Daher ist der Ausdruck Massenflucht hier nicht anwendbar. Er wird in reißerischer und nicht neutraler Form verwendet.
            Schade.

            • Warum wollen Sie so penetrant darauf beharren, dass Ihre Bewertung die richtige ist?
              Wir teilen Sie nicht. Basta.
              Dass Sie denken, Sie könnten uns dadurch umstimmen, dass Sie Ihre Bewertung mit vagen Begriffe (“großer Teil”, “drastisches Anschwellen”) anfüttern, macht mich im Übrigen ärgerlich, fast so ärgerlich wie der Fakt, dass Sie doch tatsächlich denken, wenn Sie sich zum Omphallos erklären und feststellen, dass etwas “nicht anwendbar” ist (ohne Angabe von Gründen) und dann noch ein eine Bewertung dazupacken (reißerisch), würde irgendeine Form von Eindruck machen.
              Dinge gibt’s…

              • Koksdioxyd-Katastropfe says:

                Das geht doch komplett am Inhalt vorbei. Was soll eine Diskusion über ein einzelnes Wort? Massen, viel, mehr oder weniger sind schließlich keine genormten Maßeinheiten und daher nahezu beliebig interpertierbar. Selbst wenn es nun Liter wären, machte es keinen Sinn, sich über die dritte Stelle nach derm Koma zu streiten.

                Im übrigen ist ein die xxx-Flucht dämpfendes Element sicherlich die finanzielle Ausstattung der Eltern. D. h. es gibt da ein weitaus höheres Potential von wechselwilligen.

            • jensstreubel says:

              Ursprünglich wollte ich schreiben: “Don’t feed the troll!”

              Aber wie wäre es denn damit: Da Sie das Beispiel Syrien selbst brachten – 2015 gab es 159000 Asylerstanträge von Syrern. Insgesamt, nicht Zunahme im Vergleich zu 2014! Insofern sind 130000 Schüler mehr schon eine ganze Menge.

              https://www.proasyl.de/thema/fakten-zahlen-argumente/

    • Samuel Christen says:

      Das sind plus 28.5 % über 10 Jahre. Da der private Anteil noch unter 10 % liegt, fällt es noch nicht so stark auf. Ob die Zunahme einigermassen konstant ist, also den Charakter einer Zinsfunktion hat, weiss ich nicht. Wenn doch, entspricht die jährliche Zunahme 2,6 %, was nicht unerheblich ist. Nicht zuletzt ist das Wachstum von der Entwicklung der Kapazitäten bei den privaten Anbietern abhängig. Noch längst nicht in jeder Region gibt es private Angebote. Mit einer Wachtumsperspektive werden mehr Anbieter tätig werden.

  3. medienlive says:

    Vor 20 Jahren habe ich im Auftrag von Deutsche Welle tv Fernsehberichte über das Bildungssystem produziert. Der Trend war damals schon so klar zu beobachten wie die Misere an staatlichen Schulen. Allerdings verweigerten Schulen mit Problemen, die offensichtlich der Zusammensetzung von Klassen entsprangen, mir die Drehgenehmigung. Ich habe die Kröte geschluckt, fand es wichtiger, Lösungsansätze zu zeigen. Für die meisten fehlten schon damals Geld und qualifizierte Lehrer.

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  5. palina says:

    Ein Kind in staatliche Hände zu geben, sei es Kindergarten oder Schule ist unverantwortlich.
    Mir hat das damals mein “Mutterinstinkt” gesagt. Der ist heute jedoch abhanden gekommen. Vorangetrieben mit dieser unsäglichen Familien-zerstörerischen Politik.
    Eine Mutter, die heute zuhause bleibt wird doch im Familien- und Freundeskreis geächtet.
    Heute kämpfe ich als Großmutter für meine Enkel.

    Verweise da auf Prof Hüther. Gibt es genug Aussagen von ihm im Netz.
    Die Seele der Kinder wird zer-stört. Und noch viel mehr.

    Wer sich ernsthaft um seine Kinder bemüht muss auf private Instituionen zurück greifen.
    Wie sagte einmal Andrè Kostolany:”Die beste Geldanlage ist, in die Ausbildung der Kinder zu investieren.”

    Sehr gute Vorträge zu dem Thema gibt es auch von Andrè Stern.

  6. rote_pille says:

    Was für eine Zusammensetzung? Die ethnische, oder?

    • Anal yst says:

      Selbstverständlich auch die Ethnische. Beispiel: eine Mutter einer normalen Hauptschule erzählte mir dass die Lehrerin die Kinder aufforderte den ausländischen Kindern Deutsch beizubringen. Das Kind dieser Mutter ist heute so um die 25. Ich war noch auf der Schule um Deutsch zu lernen.

    • Marcus Junge says:

      Bereicherung (Moslems, Schwarze, Zigeuner) + heimische Unterschicht. mal sehen ob die Wahrheit verboten wird, oder mein böser Fakenews + Haßkommentar veröffentlicht werden kann, in diesem “freisten Freiluftgefängnis, welches je jemals auf deutschem Boden gab”, so (oder so ähnlich) die geliebte Staatsratsvorsitzende.

  7. Pingback: Deutsches Schulsystem: Eltern schicken Schüler deutlich öfters auf eine Privatschule, wenn sie es können | LW-Freiheit

  8. merxdunix says:

    @ Michael Klein
    Weshalb ist die Hypothese falsch, dass an Privatschulen mehr Unterrichtsstunden erteilt werden? Angeblich sind es an Privatschulen 2,0 Wochenstunden je Schüler und an öffentlichen nur 1,6 Stunden, was 25% mehr Unterricht bedeutet.

  9. Sven Kuchary says:

    In Hamburg und Berlin ist es beliebt, sich der Grundschule des Stadtteils zu entziehen: “Jeder scheint jemanden zu kennen, der bei der Anmeldung eine falsche Adresse angibt und zum Schein den Wohnsitz wechselt, damit das Kind an der Wunschschule angenommen wird.” Tante Google liefert zu den einschlägigen Suchwörtern reichlich Zeitungsartikel, die viel über die Tricks sprechen, aber auffällig wenig über die Motive der Eltern.

  10. Peter Weinreich says:

    Ich bin Lehrer an einer staatlichen Berufsschule in Baden-Württemberg und bin mit der Schulpolitik überhaupt nicht einverstanden. Aber dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass Privatschulen z.T. wesentlich schlechter arbeiten: Schüler, die von hochgelobten Privatschulen an das Berufliche Gymnasium wechseln, erfüllen selten die Voraussetzungen bzw. bewegen sich am unteren Rand des Leistungsspektrums (außer die von Werkrealschulen, die haben fast gar keine Chance). Bei externen Abiturprüfungen ist es vorgekommen, dass von einigen Privatschulen alle Schüler durchgefallen sind, von anderen aber auch durchaus gute Ergebnisse erzielt wurden. Die Privatschule per se ist nicht durchaus besser. In manchen Schulexperimenten geht es sogar weitaus ideologischer zu als an der staatlichen Schule. Obwohl Grün-Rot versucht hat, die pädagogische Freiheit einzuschränken, ist diese immer noch da. Allerdings muss ich gestehen, dass in den Beruflichen Schulen, insbesondere den technischen, die Zahl der Pragmatiker und ideologisch nicht festgelegten Lehrer weitaus geringer zu sein scheint, als an Grund-, Haupt- und Gemeinschaftsschulen. Also nicht Schwarz-Weiß-Malen, es scheint mir eher ein gemischtes Bild zu sein.

    • Autor says:

      Das mit den Werkrealschülern kann ich bestätigen, da ich selbst einer bin und auf ein berufliches Gymnasium gewechselt habe. Für mich war vorallem die Umstellung schwierig und das Nachholen einiger Grundlagen.

    • Heike Diefenbach says:

      @Peter Weinreich

      Ja, aber soweit inzwischen entsprechende Befragungen von Eltern vorliegen, zeigt sich, dass sie nicht aufgrund eines Gesamtbildes, sei es gemischt oder ungemischt, entscheiden, sondern aufgrund konkreter Vergleiche zwischen Beschulungsmöglichkeiten für ihre Kinder, die innerhalb ihres Erfahrungsfeldes liegen.

      Gerade deshalb finden wir es bemerkenswert, dass sich so viele Eltern für Privatschulen entscheiden: es gibt eine ganze Reihe von (unterschiedlichen) Motiven für die Wahl von Privatschulen, d.h. Defizite an öffentlichen Schulen werden nicht nur im Bereich “Leistung” im Sinne von Wissensvermittlung gesehen, sondern z.B. auch mit Bezug auf Lernziele, z.B. Selbstständigkeit, oder mit Bezug auf die Betreuungsmöglichkeiten einzelner Kinder.

      Und DAS ist zunächst einmal der interessante Punkt. Ob die Erwartungen und Wünsche der Eltern immer erfüllt werden, ist eine andere Frage, die wiederum nur empirisch beantwortet werden kann. Bis auf Weiteres ist der interessante Fakt, dass sehr viele Eltern aus vielen verschiedenen Gründen gleichermaßen unzufrieden mit dem Angebot der öffentlichen Schulen sind.

      In einer offenen Gesellschaft ist das nicht unbedingt ein Mißstand oder eine Pauschalkritik am öffentlichen Schulsysten. Viele Eltern sind ja zumindest soweit zufrieden mit dem öffentlichen Schulsystem, dass sie sich nicht um Alternativen bemühen oder bereit sind, die vielleicht attraktiven Alternativen dennoch nicht zu wählen, aus welchen praktischen Gründen auch immer.

      Es zeigt aber, dass es in einer offenen Gesellschaft möglich sein muss, ein differenziertes und mannigfaltiges privates Schulsystem zu haben. Dabei geht es eben nicht nur darum zu entscheiden, welche Schulen, öffentliche oder private, (pauschal oder durchschnittlich) besser (in was auch immer) sind, sondern darum, eine Ermöglichungspädagogik in dem Sinn anzubieten, dass Beschulungsmöglichkeiten für jeden offenstehen, je nachdem, wer wo wie mehr lernen kann oder günstigere Entwicklungsmöglichkeiten vorfindet.

      Und Fakt ist, dass viele Eltern zur öffentlichen Beschulung alternative Beschulungsarten wählen, wenn sie können, d.h. ein entsprechendes Angebot vorhanden ist. Wie es scheint, ist derzeit sogar die Nachfrage größer als das Angebot.

  11. Anal yst says:

    Das Schulsystem ist wie der Rest von Deutschland, geleitet von weltfremden Selbstdarstellern. Z. B. Anfang zweite Klasse, dort sollte mein Sohn die Quadrataufgabe lösen! Im Klartext, Wurzelziehen. Dabei waren aber auch noch falsche Ergebnisse mit eingebaut (z.b. 20) vor den Osterferien in der zweiten finde ich das etwas Übertrieben.
    Ein Freund von mir nahm seinen Sohn von der Realschule weil die Fehlzeiten der Lehrer sich fast jeden Tag auf 1-2 Schulstunden beliefen. Zum Aufpassen wurden Kinder aus höheren Klassen in diese Klassen gesetzt.
    Die Anforderungen werden höher geschraubt, die Grundlagenausbildung immer Schlampiger, durch zu wenig Zeit.

  12. Livia says:

    Die Flucht aus dem öffendlichen in das private Schulsystem kann aber erst ab dem 5.Schuljahr erfolgen – oder anders ausgedrückt: In die staatliche Grundschule muß jeder! Und da wird die Basis für das Lernen gelegt, da werden heute die schlimmsten Fehler gemacht! Nächstens sind dann auch noch die Hilfsschüler mit in der Klasse, wobei sich auch schon heute die Eltern lange gegen die Überstellung in eine Förderschule wehren können, was es in meiner Kinderzeit nicht gegeben hat!
    Und an der Klassenstärke kann es auch nicht unbedingt liegen – wir waren mit durchschnittlich 42 Kindern in einer Klasse, die Tochter mit 18 wußte nach 4 Klassen weniger als wir damals. Mit 6 – 10 sollten die Kinder das Lernen und gewisse Basisfertigkeiten lernen, dazu gehört auch eine gewisse Disziplin – und das funktioniert nicht mit Spielecken in den Klassenzimmern, ohne Noten in den ersten beiden Klassen …
    Manche Eltern, die es sich leisten können, ziehen um, wenn die Kinder eingeschult werden müssen, damit man zumindest Schulen mit hohem Anteil frischer Migranten umgeht.

    • Heike Diefenbach says:

      @Livia

      “Die Flucht aus dem öffendlichen in das private Schulsystem kann aber erst ab dem 5.Schuljahr erfolgen – oder anders ausgedrückt: In die staatliche Grundschule muß jeder! ”

      Nein, das ist nicht so. Bei einem sehr großen, wenn nicht sogar dem größten Teil der Privatschulen (ich müsste jetzt in die Statistik schauen, um das genau sagen zu können,) handelt es sich um Grundschulen!

      Ansonsten stimme ich Ihnen zu. Ich finde es auch immer wieder erschreckend, WIE wenig junge Leute wissen, die das öffentliche Schulsystem durchlaufen und sogar das Abitur zugesprochen bekommen haben.

      Ich erinnere mich, dass ich im Methoden- und Statistikkurs in Soziologie ganz gegen meine Stundenplanung eine Stunde damit verbracht haben, den Studenten den Unterschied zwischen dem arithmetischen Mittel (dem Durchschnitt, den sie ja nun wirklich aus der Schule kennen sollten, und sei es nur als Notendurchschnitt bei einer Klassenarbeit) und dem Median zu erklären, dem Wert, der eine nach Betrag der Ausprägungen sortierte Verteilung in zwei gleich große Hälften teilt. Und ich erinnere mich an Statistik-Klausuren, in denen Studenten eine RegressionsGERADE einzeichnen sollten, aber einige der Studenten die allerschönsten Kurven ablieferten!

      Oder nehmen wir den Umstand, dass bei der Geburt von Kindern dass biologische Geschlecht nicht immer eindeutig ist, als Beispiel: Einer ganzen Generation von jungen Leuten erscheint das wie eine Offenbarung, die sie mit dem Genderismus in Verbindung bringen, bloß, weil sie keinen vernünftigen Biologie-Unterricht hatten oder ihnen die Abweichungen von der Normalität in der realen Welt, wie sie früher in Panoptiken zu sehen waren, vorenthalten wurden – oder beides. Und früher hörte jedes Kind früher oder später, dass es in Indien eine Kaste der Hijara (Hermaphroditen) gibt …

      Ich habe auch den Eindruck, dass sowohl die Allgemeinbildung ALS AUCH die spezielle, fachbezogene Bildung der Kinder und jungen Leute in den letzten Jahrzehnten dramatisch schlechter geworden ist, und ja, ich vermute auch, dass das mit vermeintlich fördernden Spielecken u.ä. zu tun hat.

      Vielleicht sollte man damit beginnen, Kindern wieder Zeit für sich selbst und mit sich selbst einzuräumen. Kinder brauchen Zeit in ABwesenheit von anderen (Erwachsenen wie Kindern), um sich mit etwas und sich selbst beschäftigen zu können, etwas in Ruhe zu betrachten, zu verarbeiten, zu überdenken, sich die Zeit für etwas zu nehmen, die sie brauchen oder sich für etwas nehmen wollen, und das können ganz andere Dinge sein als diejenigen, die ihnen als vermeintlich kindgerecht vorgesetzt werden.

    • wol says:

      Es gibt auch private Grundschulen.

  13. willy-winzig says:

    Das staatliche Schulsystem ist nicht erst seit diesem Jahr schlecht. Bereits im Jahr 1989 hatte sich die Partei die Republikaner, im Berliner Abgeordnetenhaus dafür ausgesprochen, für Schüler, die bei der Einschulung nicht über genügend Deutschkenntnisse verfügen, in Sonderklasse zu stecken, wo dieser Deutsch lernen sollten um den Unterricht in den anderen Klassen folgen zu können. Das wurde von den “Demokraten” als blanker Rassismus bezeichnet und abgelehnt. Das Ergebnis waren dann Zustände wie an der Rütli Schule. 2008, also 19 Jahre nach diesem Vorschlag der Republikaner hat man dann sogenannte Willkommensklassen eingerichtet, wo Schüler, welche nicht über ausreichend Deutschkenntnis verfügen um den normalen Unterricht zu folgen, erst einmal Deutschkenntnisse erwerben um den normalen Unterricht folgen zu können!
    In diesen 19 Jahren wurde 2 Schülergenerationen aus ideologischen Gründen verheizt!
    Heute versucht man das zu reparieren, was man damals versäumt hat. Das Ergebnis sind bis zu 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschlandland, die entweder überhaupt nicht lesen können oder das gelesene nicht verstehen können. Da sind aber die Asylanten/Flüchtlinge noch nicht dabei!
    Deutschland war laut Pisa Studie nicht umsonst so erschreckend schlecht, dass selbst die Verantwortlichen geschockt waren.
    Deutschlands staatliches Schulsystem bildet heute fast nur noch für die Arbeitslosigkeit aus. Die Universitäten und die Handwerksbetriebe in Deutschland beschweren sich nicht ohne Grund über nicht studier- und ausbildungsfähige Schulabgänger. Aber Hauptsache der Ideologie ist Genüge getan!
    In Zukunft werden wir hier Zustände wie in den USA haben, wo sich Eltern eine Privatschule und eine Privatuniversität leisten müssen, da ansonsten ihre Kinder keine Chance auf einen ordentlichen Arbeitsplatz haben. Das ist das Ergebnis von 45 Jahren Links-Grüner Bildungsreform

  14. anderes Bundesland, der Schulen wegen says:

    Diese hier beschriebene Entwicklung kann niemand verwundern.
    Unsere Familie, 4 Kinder, ist kurz vor Erreichen der Schulpflicht unseres Ältesten von NRW nach Bayern aufs Land umgezogen. Der einzige Grund für diesen Umzug war das noch einigermaßen intakte Schulsystem hier in Bayern, alle Kinder in die Privatschule können wir uns nicht leisten und unsere Kinder in NRW in die Regelschule zu stecken, kam für uns nicht infrage.
    Dabei muss ich konstatieren, dass auch hier in Bayern sehr vieles im Argen liegt. Auch hier muss man schon Glück mit der Schule haben, bzw. in eine benachbarte Schule wechseln.
    Unsere Verwandten und Freunde in NRW dagegen haben alle ihre Kinder auf der Privatschule, wirklich alle! Die fin. Belastungen, die manche dazu bereit sind zu tragen, sind enorm.
    Der Hauptgrund ist die oft unterirdische Lernsituation. Sehr große Schulen, sehr große Klassen mit oft extrem hohem, bildungsfernen Migrantenanteil und häufig erschreckend aggressiven und auch kriminellen Kindern. Gymnasien dagegen scheint man finanz. ausbluten zu wollen…
    Zusammenfassend sind wir mittlerweile nur noch froh, dass wir unsere Kinder hier in Bayern rel. gut durch die Schulzeit bringen können. Mit der illegalen Massenmigration beginnt sich aber auch hier das Blatt zu wenden, in unserem Umfeld (nächstgrößere Stadt) können wir bereits eine deutliche Veränderung zum negativen hin beobachten. Das Niveau sinkt auch hier. Besonders im städtischen Umfeld gibt es wohl einen Trend hin zu Privatschulen.
    Ich bin Elternbeirat am Gymnasium meiner Kinder und habe, über den regelmäßigen Austausch mit anderen Gymnasien im Umkreis, einen guten Einblick.

    • zeitweise ausgewandert says:

      Das kann ich gut nachvollziehen.
      Wir haben 2 Kinder. Die Älteste war bis zur 7.Klasse am Gymnasium, ihr jüngerer Bruder in der 2.Klasse bevor wir, berufsbedingt, ins Ausland umziehen mussten und unsere Kinder in eine “Deutsche Schule” mit deutschem Lehrplan wechselten. Die sind, in Spanien, Privatschulen.
      Dass können wir uns aber nur leisten, weil der Arbeitgeber einen großen Teil der Schulkosten bezahlt.
      Die Schulen selber sind ein Traum – wirklich. Die Lehrer hochmotiviert, sehr engagiert, unglaublich nett – die haben Spaß an der Arbeit, das merkt man deutlich und die Schule ist top-ausgerüstet.
      Allerdings war die Anfangszeit für beide Kinder sehr schwer. Sie mussten sehr viel nachholen, dabei wurden sie aber von der Schule vorbildlich unterstützt. Alles in allem – unglaublich gut.
      Könnte ich eine Schule “malen” – sie würde genau so ausschauen.
      Im Vergleich zu NRW würde ich schätzen, dass die Schüler hier 2 Jahre weiter sind. Außerdem freuen sich die Kids auf die Schule, sie gehen sehr gerne hin.
      In Deutschland/NRW war das nicht einmal der Fall.
      Ich weiß nicht, wie das in Bayern ist, wäre es aber überall in Deutschalnd so, wie hier an der Deutschen Schule, so würde Deutschland weltweit führend sein, da halte ich jede Wette.
      Angeblich sind die Kosten hier pro Schüler nicht höher als in Deutschland – sagte man mir. Kann ich aber leider nicht überprüfen…

  15. Robert says:

    Neulich habe ich gelesen , dass in einer Klasse an einer staatlichen Schule nur noch ein einziges biodeutsches Kind anwesend war. Der Rest , alles Migranten .
    Diese Migrantenkinder verstanden mehrheitlich kein Deutsch.
    Mir kommt nur noch das kalte Grausen.

  16. A. Simon says:

    Nur wer es sich finanziell nicht leisten kann, der wird zukünftig seine Kinder noch in staatliche Schulen gehen lassen.

    • merxdunix says:

      @ A. Simon
      Die Verschlechterung des staatlichen Bildungssystems hat im Wesentlichen ja auch die Privatisierung der Bildung zum Ziel. Es ist quasi eine verkappte Steuererhöhung, indem man die Steuerzahler dazu zwingt, im Interesse ihrer Kinder zu den fälligen Steuern auch noch privat in deren Bildung zu investieren.
      Soviel zu Chancengleichheit – selbst schuld, wer arme Eltern hat.

      • Florian Geyer says:

        Selbst Schuld, wer Politverbrecher wählt, die aus Schulen Indoktrinations- statt Bildungsanstalten gemacht haben.
        Und damit dafür sorgen, daß auch die nächste Generation arm bleiben wird, denn Idioten werden keine Spitzenverdiener.
        Aber sie bilden das proletarische Prekariat, das rote Irrlichter brauchen, um Stimmvieh für ihre geiteskranken Wahnprogramme zu züchten.

        So wird ein Schuh draus, Genoss_In!

        • merxdunix says:

          @ Florian
          Nix Genosse! Wo ist der Unterschied? Arme Eltern vertrauen auf eine armselige Regierung und die hält die Kinder arm, indem sie diese genauso für dumm verkauft, wie es die Eltern auch tun.
          Es liegt dennoch beim Kind, auf seine Eltern zu hören oder sich eine eigene Meinung zu bilden. Das Kind wird sich selbst keine Privatschule leisten können, aber der Verdummung kann es sich überall entziehen. Es kostet lediglich selbständiges Denken, das Verblödungsprogramm von Staat und Schule zu hinterfragen und dessen Widersprüche zu erkennen. Nur leider erfährt das verdummte Kind davon nichts. Wählen darf es irgendwann trotzdem.
          Reich ist übrigens, wer “es nicht nötig” hat. Spitzenverdiener gehören nur selten dazu. Sie sind oft lediglich die wohlhabendsten Idioten.

  17. Albert says:

    Hallo Herr Klein;

    Wichtiges Thema, gewiß, freilich aus meiner SIcht nichtzuende gedacht: Das öffentliche sog. Bildungssytem ist tendenziell Restschule. Alle Eltern, die´s finanziell können, entfliehen diesem. Das ist im Doppelsinn realistisch. Und Ausdruck, daß und wie sehr diese sog. Neoliberalisierung hier zerstörerisch wirkte.

    • Sven Schillings says:

      Köstlich, wofür das Wort “Neoliberalismus” alles herhalten muß.

      • Albert says:

        Ganz recht: “Neoliberalisierung” meint auch (wenn nicht sogar vordringlich) Privatisierung … und wohin wenn nicht in Privatschulen sollte die hier beschriebene “MassenflUcht” aus staatlichen Schulen denn sonst gehen wenn nicht in private “Bildung”sbereiche?

  18. Hosenmatz says:

    Mal ein kleines Beispiel: ich habe bzw. hatte zwei Söhne auf das gleiche Gymnasium gehen. 10 Jahre Altersunterschied.

    Älterer Sohn:
    Doppelstunde Mathematik: mindestens zwei bis drei Seiten gefüllt mit Beispielaufgaben und Erläuterungen. Dazu eine ordentliche Portion Hausaufgaben. Als Zugabe gab es Übungsblätter. Arbeitsheft zum Lehrbuch ordentlich durchgearbeitet. War das nicht der Fall, dann war der Lehrer krank oder die Ferien standen vor der Tür.

    Jüngerer Sohn:
    Doppelstunde Mathematik: zwei (!) Beispielaufgaben (jeweils eine Zeile). Hausaufgaben Fehlanzeige. Übungsblätter gab es noch nie. Arbeitsheft scheint völlig unbekannt. Ich kann nicht nachvollziehen, was in der restlichen Zeit gemacht wurde. Aber dann sich über die Klasse aufregen, wenn der Durchschnitt bei der Klassenarbeit bei 4,3 liegt.

    Letztendlich kann ich zu Hause den Unterricht fortführen bzw. erst einmal machen, sonst käme am Ende gar nichts dabei heraus.

    Mit den Lehrkräften darüber zu diskutiern hat keinen Zweck, denn diese haben immer Recht und am Ende hat das Kind noch Repressalien zu befürchten.
    Bleibt nur: Augen zu und durch und hoffen, dass der nächste Lehrer vll. mehr Interesse an der Wissensvermittlung hat.

  19. Keinen Bock says:

    Versuchen Sie mal einen Platz an einer Privatschule zu bekommen. An den Infoabenden kriegt man kaum Platz oder Luft. Fagen Sie mal nach. Von den Anmeldezahlen her, könnte die Steigerung locker 100% sein. Das Problem ist, die Privatschulen haben auch nur begrenzt Platz. Die 20% Steigerung entsprechen den neueröffneten Klassen.
    Dann schauen Sie wiederum von wo die Schüler kommen. Die Fluchtschulen sind die mit vielen Integrationsklassen. Hier bildet sich eine Zweiklassengesellschaft. Deutsche sind auf der Flucht im eigenen Land. (Achten sie auch auf das Fluchverhalten von neudeutschen, wie mir selbst. Da ist die Panik noch größer)

  20. asisi1 says:

    es gibt eine einfache antwort darauf, warum es nicht mehr sind?
    nämlich die , dass es sich nicht mehr menschen leisten können ihre kinder auf Privatschulen zu schicken.

  21. thomas says:

    Da viele private Schulen Geld kosten, welches immer mehr Menschen, immer weniger
    haben, können auch wiederum viele Eltern ihre Kinder nicht auf Privatschulen schicken. Eine richtige Massenflucht aus dem Verdummungsystem würde erst
    einsetzen, wenn Hausuntericht erlaubt wäre und private Schulen, finanziell, richtig
    gefördert werden. In beiden Fällen würde aber die staatliche Gehirnwäsche, nicht
    mehr in dem heutigen Mass erfolgen können, deswegen gibt es die immer erfolgloseren Staatsschulen immer noch.

  22. Trizonesier says:

    Ganz wichtiger Faktor: Achmed, Bagdash und Fikret – die bundesrepublikanischen Bereicherungsschläger – sind an diesen Schulen unterrepräsentiert.

    • Peter says:

      Richtig. Mit ein Hauptgrund für mich, alle 3 Kinder in die Privatschule zu schicken. Kostet ein Schweinegeld, aber das ist mir die körperliche Unversehrtheit und die repressionsfreie Entwicklung meiner Kinder wert. Auf der Privatschule meiner Kinder finden sich auch viele Migranten aus dem nicht-moslemischen Bereich. Bei Deutschrussen und Asiaten, die ihre Kinder an diese Schule schicken, kann man starke Segregationsbemühungen erkennen. Sie wollen sich deutlich mit Bildung und Leistungen vom Rest abheben. Lustig war, als mir mein portugiesischer Arbeitskollege erzählte, das er sein Kind aus der staatlichen Schule genommen und auf die Privatschule schickt, weil ihm dort zuviel Ausländer und Moslems waren. Man kann die Sprache der Menschen ändern, man kann auch regulieren was sie sagen dürfen und was nicht. Aber man kann nicht die Denke und die Handlungen ändern (zumindest in der heutigen Staatsform)

  23. Robert Bauer says:

    Die rot-grüne Bildungsoffensive scheint auch die kämpfende Truppe beim Statistischen Bundesamt überwältigt zu haben. Deswegen schreiben sie nun in ihrer amtlichen Verlautbarung Waldorfschule mit zwei L.

  24. Werner N. says:

    Es wurde nicht erwähnt, dass an öffentlichen Schulen bis zu 50% und mehr Ausländer in den Klassen sind, die kaum deutsch sprechen. Das nivelliert die Ausbildungsqualität erheblich, macht den Unterricht nicht selten zur Farce. Immer weniger wollen Pädagogik studieren. Ein Trend nach unten, der durch zunehmende Vergabe von Posten nach Parteibuch vor Qualifikation gefördert wird.

  25. Hosenmatz says:

    Ich habe den Eindruck, dass ausgerechnet diejenigen, die sich politisch für diesen Inklusions- und Immigranten-Hype besonders einsetzen, also links-grüne Wohlstandsverwahrloste, die ersten sind, die in andere Stadtteile umziehen oder ihre Kinder auf Privatschulen schicken, damit ihre Sprösslinge ja nicht mit zu vielen Kindern derer, die noch nicht so lange hier leben, zusammen in eine Klasse kommen.

    • Heike Diefenbach says:

      … ja, unsere Berliner Politik-Darsteller leben normalerweise auch nicht in Marzahn-Hellersdorf, was seltsam ist, wo doch Integration keine Einbahnstraße ist (und sein kann)!? Die Integrationsarbeit machen eben die anderen …

  26. Pingback: Migrantengewalt auf Schulhöfen – Immer mehr deutsche Eltern melden ihre Kinder in Privatschulen an – Schlüsselkindblog © Gaby Kraal

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