Junk Science erkennen – Feynman/ScienceFiles-Kurzanleitung

Wir haben ein Video mit Richard Feynman aus dem Jahre 1981 ausgegraben, in dem er in der kürzesten uns bekannten Weise darlegt, was für ihn Pseudo-Wissenschaft ist.

Wir sprechen in diesem Zusammenhang lieber von Junk Science, denn Pseudo-Science lässt die Möglichkeit zu, dass etwas noch zu Wissenschaft werden kann. Junk Science lässt diese Möglichkeit nicht. Was als Junk identifiziert ist, muss entsprechend entsorgt werden.

Als Sozialwissenschaftler sind wir mit dem Rundumschlag zu beginn des Videos nicht einverstanden. Nicht die Sozialwissenschaften als Ganze sind Junk Science, einzelne, vielleicht auch viele Sozialwissenschaftler oder Personen, die sich in die Sozialwissenschaften eingeschlichen oder von Regierungen eingeschleust wurden, produzieren Junk Science. Und weil wir hier differenzieren, deshalb sind uns auch die Kriterien, die Feynman angibt, um Pseudo-Science für ihn und Junk-Science für uns zu identifizieren, nicht zufrieden.

Für Feynman ist Pseudo-Wissenschaft dadurch ausgezeichnet, dass sich jemand an eine Schreibmaschine setzt und Behauptungen aufstellt, Behauptungen, die er nicht prüft. Behauptungen, die nicht über sich hinausweisen, die nicht in einer Weise generalisierbar sind, die es ermöglicht, neues Wissen zu generieren.

Seine drei Kriterien zur Identifikation von Pseudo-Wissenschaft sind demnach:

  • Es wird etwas behauptet;
  • Das was behauptet wird, wird nicht geprüft.
  • Das was behauptet wird, ist nicht generalisierbar, so dass auch keine neuen Erkenntnisse daraus ableitbar sind.

Wir würden Feynmans drei Kriterien um einige detailliertere Kriterien ergänzen:
Junk Science liegt vor, wenn:

  • Behauptungen aufgestellt werden, die nicht prüfbar sind;
  • Behauptungen als normative Doktrin präsentiert werden, die nicht hinterfragt werden darf, z.B.: Linksextreme sind nicht gewalttätig;
  • mehrere Behauptungen aufgestellt werden, die im Widerspruch zueinander stehen;
  • Behauptungen aufgestellt werden, die zwar prüfbar sind, die aber mit völlig ungeeigneten Methoden geprüft werden;
  • Behauptungen aufgestellt werden, die voraussetzen, was erst gezeigt werden soll, z.B. Rechtsextremisten sind gewalttätig;
  • Behauptungen wertende Bestandteile aufweisen, die in wissenschaftlichen Aussagen nichts zu suchen haben, z.B. Feministen sind für Emanzipation, deshalb leben Anti-Feministen im 18. Jahrhundert;
  • aus der Beobachtung eines Eremiten im dritten Andental links auf die allgemeinen Verhaltensweisen von Bergbewohnern geschlossen wird, wenn also aus empirischen Aussagen über einen Miniaturbereich, weitreichende Schlussfolgerungen abgeleitet werden, die nicht belegt werden;

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