Realsatire: Die EU zensiert Karikaturen, die die EU verspotten

Wissen Sie eigentlich, dass 2017 ein Jahr der Freude ist?

Ein JubelJubiläumsjahr.

Vor 60 Jahren, im März des Jahres 1957, wurden die Römischen Verträge unterzeichnet und damit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ins Leben gerufen, der ziemlich bescheidene Vorgänger des Verwaltungsmolochs, der heute in Brüssel, Straßburg und Luxemburg zu finden ist.

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Es ist also ein Jahr der Freude, eines, das die EU-Hallen in den drei genannten Städten und natürlich den vielen Außenstellen mit ungetrübter Freude erfüllen soll. Denn: Die EU ist der Hüter der europäischen Werte. Der Garant des europäischen Friedens. Der Hort der Toleranz, der Vielfalt, der Akzeptanz von allem und jedem.

Das jedenfalls hat der griechische Europaabgeordnete Stelios Kouloglou gehört und ernst genommen. Um die genannten Werte der EU zu feiern hat er eine Ausstellung mit Karikaturen, die die EU zum kritischen und spöttischen Gegenstand haben, organisiert.

Nun kommt der erste Akt in der EU-Groteske.
Die Toleranzvorschriften der Europäischen Union im Allgemeinen und des Europäischen Parlaments im Besonderen sehen es vor, dass Ausstellungen und deren Gegenstand auf Vereinbarkeit mit den Werten der EU geprüft werden müssen.

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Im Europäischen Parlament gibt es zu diesem Zweck Quästoren, eine Bezeichnung, die aufgrund ihrer römischen Vergangenheit an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist, die prüfen, ob eine Ausstellung toleriert werden kann oder aufgrund eines Überschreitens der Grenzen, innerhalb derer eine europäische Toleranz toleriert wird, abzulehnen ist.

Im römischen Reich war Quästor die Bezeichnung für das niedrigste Amt in der römischen Ämterlaufbahn. Beim Europäischen Parlament werden die fünf Mitglieder, die ins Präsidium des Europäischen Parlaments gewählt wurden, als Quästoren bezeichnen (o tempora o mores). Catherine Bearder ist einer der fünf Quästoren. Die Zensur von z.B. Ausstellungen in den heiligen Hallen des Europäischen Parlaments in Brüssel fällt ihr zu.

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Und Bearder, die ausgerechnet den LiberalDemocrats angehört, sie ist sich nicht zu schade gewesen, das niedrige Amt der Zensur als Quästor auch auszuüben und 12 der beabsichtigten 29 Exponate zu zensieren. Die 12 Karikaturisten, die die tolerante EU nicht ertragen kann, verstoßen nach Ansicht von Bearer gegen EU-Werte. Welche das sind, das wissen wir nicht. Aber Toleranz und Vielfalt können es nicht sein.

Es scheint eher so zu sein, dass man bei der EU Kritik, Satire und Humor nur dann toleriert, wenn er sich nicht gegen die EU und ihre Politik richtet. Das haben die Verantwortlichen mit Stalin gemeinsam, der nach Angaben der Vertrauten, die seine Herrschaft überlebt haben, keinerlei Humor hatte.

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Wir haben mi Text schon ein paar dieser Exponate, die gegen die europäischen Werte verstoßen, zusammengestellt. Alle 12 von der EU nicht tolerierten Exponate finden sich auf der hier verlinkten griechischen Seite.

Tragen wir also dazu bei, dass die Ausstellungsstücke, die in den heiligen Hallen des Europäischen Parlaments in Brüssel kein Sch… interessiert hätten, nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden.

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