„Fast jeden Tag ein Anschlag?“, nein, fast jeden Tag eine öffentlich-rechtliche Manipulation

Wer zum Lügen zu feige ist, der versucht es mit der Suggestion. Ziel: anderen das als Gedanken nahelegen, was man, weil es eine Lüge wäre, selbst nicht aussprechen will.

So geht’s.
ARD Tagesschau von heute.
Folgendes Bild:

Folgende Schlagzeile:
„Fast jeden Tag ein neuer Anschlag“.

211 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte habe es in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 gegeben. Die Tagesschau berichtet das mit Bezug auf die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Die Tagesschau hat die Daten der NOZ zweitverwertet.

Wenn man Bild, Schlagzeile, das Wort „Anschlag“ und die „211 Attacken“ in eine Reihe stellt, dann ergibt sich ein konsistentes Bild entsteht, bei dem eine Gleichsetzung von 211 Attacken, die zu Anschlägen werden, die – wie im Bild dargestellt – ausgebrannte Asylbewerberunterkünfte zurücklassen.

Nun muss man wissen, dass in den Lageberichten des Bundeskriminalamt, aus dem die Zahlen, die die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet und die Tagesschau mit dem Ziel arglistiger Täuschung übernimmt, zwischen Straftaten gegen Asylunterkünfte und Gewalttaten gegen Asylunterkünfte unterschieden wird. Die 211 Attacken, sind nämlich keine Attacken und schon gar keine Brandstiftungen, wie ein boshafter Redakteur, dem es zu wenig ausgebrannte Flüchtlingsunterkünfte zu geben scheint, nahelegen will. Letzteres muss man daraus schließen, dass die Neue Osnabrücker Zeitung, auf die sich die Tagesschau bezieht noch ganz andere Zahlen veröffentlicht hat, nämlich:

„Seit Jahresbeginn (Stand 23. Oktober) registrierte das Bundeskriminalamt bundesweit 226 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Mindestens 213 dieser Übergriffe hatten laut BKA einen rechtsradikalen Hintergrund, bei einigen weiteren Taten wird das vermutet. Bei den meisten Taten handelte es sich um Sachbeschädigung (74) , Schmierereien und Propaganda (71) sowie Überfälle und Gewaltdelikte (32). Es waren aber auch 12 Brandstiftungen und zwei Sprengstoffexplosionen darunter.”

Ursprünglich war bei der Neuen Osnabrücker Zeitung auch von 211 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte die Rede. Diese Information, im ersten Abschnitt des Textes, ist die einzige Information, die der Tagesschau-Redakteur aufgenommen zu haben scheint. Reicht wohl, um das eigene Mütchen zu kühlen.

Bei der NOZ werden aus 211 Attacken innerhalb von drei Absätzen erst 226 Übergriffe, die dann zu mindestens 213 Übergriffen mit rechtsradikalem Hintergrund mutieren.

Die Attacken der Tagesschau, die mit Anschlägen bebildert und gleichgesetzt werden, transformieren bei der NOZ innerhalb weniger Abschnitte von Attacken zu Übergriffen, die sich bei genauem Hinsehen in 74 Sachbeschädigungen und 71 Propaganda-Delikte, also in der Regel Hakenkreuzschmierereien, verwandeln. Man tut den Begriffen der Attacke und des Anschlags doch arge Gewalt an, wenn man Schmierereien oder eingeworfene Fenster als solche bezeichnet.

Von den 211 Attacken, die für die Tagesschau auch allesamt Anschläge sind, die – wie die Bebilderung nahelegt – Brandstiftung zum Gegenstand haben, bleiben 12 Straftaten, bei denen es sich tatsächlich um Brandstiftungen handelt, übrig. Wenn man auf Grundlage von 7% der Straftaten, die man tatsächlich als Anschlag bezeichnen kann, eine Aussage macht, die 93% der „Straftaten gegen Asylunterkünfte“ zu Anschlägen und Attacken umdeutet, dann ist das kriminelle Energie, die ihrerseits in den nächsten Lagebericht des Bundeskriminalamts eingehen könnte. Titel des Lageberichts: Straftaten gegen die Wahrheit, Volksverhetzung und vorsätzliche Irreführung der Allgemeinheit.

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8 Responses to „Fast jeden Tag ein Anschlag?“, nein, fast jeden Tag eine öffentlich-rechtliche Manipulation

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  2. ameise says:

    was ist nur aus unserem land geworden, alptraumhaftes irrenhaus, alles schlimme vorzeichen, scheints der knall steht kurz bevor.

    • “…….der knall steht kurz bevor.”
      Ich würde sagen , spätestens im nächsten Jahr.
      Unsere Gesellschaft spielt verrückt und unsere Gäste zeigen uns inzwischen, wo’s lang geht.
      Aber mir scheint, dass dies in anderen Ländern nicht viel anders ist.
      Jetzt wird sogar die arme Pipi Langstrumpf in die rechte Ecke gestellt.

      Erst einmal müssen wir jetzt unsere Weihnachtsmärkte wieder mit Betonwällen schützen.
      Allein die Kosten dafür und das nötige Überwachungspersonal zeigt, was in unserem Land los ist.
      30.000 Tausend verschwundene Migranten ziehen bei uns unerkannt durch die Lande. Wer glaubt, dass sich da nichts zusammenbraut, muss wirklich naiv sein.

  3. dentix07 says:

    >Mindestens 213 dieser Übergriffe hatten laut BKA einen rechtsradikalen Hintergrund,…<
    Wie zählen die eigentlich? So wie in Sachsen-Anhalt (oder wars Brandenburg?), wo, wie der MP ja bereitwillig erklärte, alles was nicht sofort und eindeutig aus der linken Ecke kommt, rechts eingeordnet wird?
    Auch muß man berücksichtigen, daß, wie die ZEIT 2016 berichtete, seit dem Jahr jede (auch friedliche!) Demonstration vor einer Flüchtlingsunterkunft als Übergriff gezählt wird. De Maiziere gab sich damals überrascht, daß es häufig Anwohner, Nachbarn, sonstige Dorf-/Stadbewohner waren, die "zuvor nicht als rechts" aufgefallen wären!
    Ach ja, die "Propagandadelikte", sprich meistens Hakenkreuzschmierereien! Nur, bloß weil jemand da irgendwo ein Hakenkreuz hinschmiert, heißt das noch lange nicht das es ein Nazi war! Es kann ein Dumme-Jungen-Streich gewesen sein, oder z.B. die Antifa, so als false flag operation, oder als "Markierung" einer angeblichen Nazi-Basis!
    Und nun die Preisfrage: wieviele der Brandstiftungen (!) wurden innerhalb der Unterkünfte, von Bewohnern, begangen?
    Seit ich das, so seit 2015, verfolge, fällt mir immer wieder auf, daß ungewöhnlich häufig zunächst ein Verursacher von außen – dann natürlich Rechte – impliziert wird, sich in überdurchschnittlich vielen Fällen aber ein Bewohner als Brandstifter entpuppt!

  4. ameise says:

    eine regierung die sich nur noch durch manipulative berichterstattung an der macht halten kann,
    ja den musterbürger erziehen will, ein graus all die journalisten, die scheints um ihre pfründe fürchten, wird nicht mehr lange bestand haben.

  5. Irene Reindl says:

    Und bei den Brandstiftungen muß man dann auch noch fragen, wer der Täter ist. Allein gestern hab ich von drei Brandstiftungen, begangen durch Bewohner der jeweiligen Heime, gelesen.

  6. Ich glaube der Polizei gar nichts mehr.
    Und der Lügenpresse dreimal nicht.

    Die Fakten wurden bereits genannt:
    Die Brandstiftungen werden zu fast 100% von Asylanten begangen.

    Der Rest an Brandstiftungen erweisen sich als Baufirmen, die Brände selbst legen, um das Geld von der Versicherung zu kassieren. Sie sprühen noch ein paar Hakenkreuze an die Wand, damit die Lügenpresse gleich weiss, dass die Täter Nazis waren.

    Eine Handgranate in Donaueschingen wurde ebenfalls den Nazis angedichtet, dabei waren es von Ausländern (Albaner oder so ähnlich) betriebene Security-Firmen.

    Sogar Geheimdienste begehen gerne solche “Anschläge”, um gewisse politische Ziele damit zu erreichen.
    Die Brandanschläge von Mölln und Solingen gehen auf das Konto des Mossad
    http://www.luebeck-kunterbunt.de/TOP100/Mossad_mordet.htm

    Außerdem müsste mal nachgeschaut werden, weshalb und wo es “echte Nazis” in Deutschland gibt. Lothar Harold Schulte, der eine echter Rechtsextremer war und dafür lange Zeit im Gefängnis sass, hat ein Buch über seine Zeit danach geschrieben.
    Er wurde von Nazis angeheuert, um Glatzköpfen in der Ex-DDR den Umgang mit Sprengstoff und Waffen beizubringen. Diese Glatzköpfe sollten den damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Michel Friedmann , bei einer seiner Lustreisen nach New York ermorden.
    Schulte meldete alles sofort dem LKA und BKA, doch, oh Wunder, niemand unternahm etwas gegen die Neo-Nazi-Terror-Zelle im Osten der Republik.
    Am Ende stellte sich heraus, dass der Nazi-Fadenzieher hinter den Anschlagsplänen ein Mossad-Agent war.

    Fazit: Ich glaube schon, dass es noch ein paar Glatzköpfe ohne Gehirn in Deutschland gibt, die “Heil H.” schreien, aber praktisch immer steht dahinter ein Geheimdienst, der diese Vollpfosten steuert und für seine Zwecke benutzt.
    Solche Leute können schon hin und wieder einen Anschlag gegen Ausländer begehen, im Auftrag eines Geheimdienstes inklusive des deutschen Verfassungsschutzes. Das war es aber dann auch schon. Die Gefahr geht in all diesen Fällen nicht von “Nazis” aus, sondern von den politisch Verantwortlichen, die hinter diesen Anschlägen stecken. Der Kampf gegen diese Kriminellen in Nadelstreifen wäre an der Tagesordnung und nicht der “Kampf gegen Rechts”, der nur ein Täuschungsmanöver ist, denn die meiste Gewalt im Land geht von Links aus und diese Gewalttäter werden sogar noch mit Steuergeld gefördert.

  7. DLazaru says:

    1991 lebte ich mit meiner Familie in einem Asylbewerberheim in Wiesbaden Dotzheim. In dem Jahr brach dort ein Feuer aus, das das gesamte Haus völlig ausbrannte. Der Grund:
    Ein Asylant im Erdgeschoss ist mit Bier und Kippe in seinem Bett eingeschlafen und hat sich feige verpisst, as er merkte, dass er das Feuer nicht mehr alleine löschen konnte. Zu dem Zeitpunkt spielte ich im Innenhof als die Flammen das erste und OG erreichten und die Feuerwehr anrückte. Mein Vater und meine Schwester waren im zweiten OG gefangen, weil die Flammen das Treppenhaus unpassierbar machten.
    Glücklicherweise konnte die Feuerwehr beide retten!

    Damals schon wurden “rechtsextreme” für diesen Brand verantwortlich gemacht, tatsächlich aber war es ein Bewohner.
    Ja klar, Einzelfall, hat nix zu bedeuten. Trotzdem sind in den allermeisten Fällen die BEWOHNER solcher Heime die Täter!

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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