Fremdwort Transparenz: Wer finanziert eigentlich die Diakonie

Seit die Kreisdiakoniestelle Sonneberg festgestellt hat, dass das Menschenbild der Diakonie und das der AfD so unterschiedlich sind, dass die Diakonie nicht einmal Spenden von AfD-Bundestagsabgeordneten annehmen will, erreichen uns eine Vielzahl von Vorschlägen, wie man die Diakonie aus der misslichen Lage befreien kann, Zuschüsse aus Steuergeldern zu erhalten, an denen AfD-Mitglieder und AfD-Wähler als Steuerzahler beteiligt sind. Um dieses Problem zu lösen, muss man natürlich wissen, wie die Diakonie finanziert wird. Wie immer, wenn man bei Organisationen, die am Tropf der Steuerzahler hängen, nach der Herkunft und dem Verbleib der Mittel fragt, trifft man auf wenige kaum etwas aussagende Zahlen und ansonsten auf eine Mauer des Verschweigens.

Doch dazu später.
Zunächst wollen wir noch ein paar Gedanken zu den Prämissen veröffentlichen, auf denen die Diakonie Spendengelder zurückweist, weil sie von einem Menschen aus der AfD stammen. Die Prämissen sind erschreckend und man muss sich in der Zusammenschau fragen, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, eine Organisation zu finanzieren, deren Verantwortliche ein Weltbild haben, das man nur als totalitär bezeichnen kann.

Denn:

Wenn die Verantwortlichen der Diakonie zwei fünfzig Euro Scheine als Spende zurückweisen, weil sie das Menschenbild des Spenders nicht teilen, dann müssen sie der Ansicht sein, der Spender sei ein durch und durch verderbter Mensch, eine Art Re-Inkarnation des Bösen, der diese Qualität an die Euroscheine, die er berührt, weitergibt, so dass die Spendenkasse der Diakonie durch die 50-Euro-Scheine aus einer AfD-Hand verunreinigt wird. Daraus folgen zwei Konsequenzen: Zum einen müssen die Evangelikalen der Ansicht sein, Menschen wären wesenhaft böse oder gut, eine Ansicht, die man als normaler Mensch nicht haben kann. Zum anderen können sie in ihrer Spendenkasse nur noch Geld geklärter Herkunft sammeln, was bedeutet, dass sie die politische Affiliation von Spendern erheben müssen, um eine Inkubation der Spendenkasse zu vermeiden. Können Sie diese Inkubation nicht sicher vermeiden, müssen sie alle ihre Spenden zurückgeben, denn die Inkubation eines Geldscheines mit AfD reicht aus, um die gesamten Spenden unbrauchbar zu machen.

Als zweite Prämisse müssen die Evangelikalen der Ansicht sein, dass die Welt ihrer Gedanken, sofern man von Gedanken sprechen kann, also die Welt, in der sie sich ihre diakonisches Menschenbild einbilden und das AfD-Menschenbild verurteilen, wichtiger ist als die Realität, also die Realität von alten Menschen, die Essbares in Tafeln in Berlin nachfragen, weil sie nach einem Arbeitsleben so wenig Rente erhalten, dass sie im Gegensatz zu Flüchtlingen, ihre Grundbedürfnisse nicht aus den staatlichen Zahlungen decken können. Das erinnert fatal an die Compassionate Society in Yes Minister, einer englischen Comedy-Serie mit Tiefgang, in der es um ein Krankenhaus geht, das voll ausgestattet ist und dessen Verwaltung bis auf den letzten Platz besetzt ist. Allerdings gibt es weder Ärzte noch Patienten. Die Verwaltung verwaltet ein leeres Krankenhaus und ist damit vollauf beschäftigt. Diese Übertreibung aus den 1970er Jahren ist in Berlin bei der dortigen Diakonie Realität. Dort entscheiden Bürokraten, die vermutlich noch nie an der Essensausgabe oder dem Herankarren von Material beteiligt waren, über die Bedürfnisse derer, deren Wohl ihnen angeblich so am Herzen liegt hinweg und gegen deren Interessen. Und warum? Weil sie ihre Hirngespinste über die Realität stellen.

Dies bringt uns zum einen, zur Diakonie und deren Tätigkeit und zum anderen zu der Feststellung, dass egal, welche der beiden Prämissen zutreffen sollte, man nicht davon ausgehen kann, es mit normalen Menschen zu tun zu haben, schon gar nicht mit Menschen, die den nun folgenden salbungsvollen Humbug, aus der Selbstbeschreibung der Diakonie auch nur ansatzweise umsetzen:

„Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Nah bei den Menschen zu sein, die Hilfe und Unterstützung benötigen, ist für die Diakonie ein zentrales Anliegen. Damit dies gelingt, engagieren sich mehr als eine Million Menschen, zum Beispiel in diakonischen Einrichtungen, in Gremien und Mitgliedsverbänden oder den Kirchengemeinden.“

Die Diakonie der evangelischen Kirche ist ein großer Sozialdienstleister, ein Unternehmen mit einem intermediären Status zwischen Unternehmen und staatlicher Institution. Die Diakonie gilt als Wohlfahrtsverband und wird bei öffentlichen Ausschreibungen bevorzugt. Sie tritt in vielen Bereichen als Dienstleister auf, so z.B. in der Altenhilfe, der Behindertenhilfe, der Familienhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und der Krankenhilfe. Die Diakonie tritt in diesen Bereichen als Träger öffentlicher Programme auf und führt z.B. Projekte in den folgenden Bereichen durch:

„– Initiative »Jedes Kind ist gleich viel wert«: Online-Petition gegen Kinderarmut der Diakonie Deutschland
gemeinsam mit weiteren Verbänden und der nationalen Armutskonferenz (https://weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen)
– Politische Begleitung der Reformvorhaben in der Pflege: Pflegestärkungsgesetz III
– Kritische Begleitung der Reform des Unterhaltsvorschusses
– Aktivitäten und Fachtag zum Prostitutionsschutzgesetz und zur Umsetzung der Menschenhandelsrichtlinie“

Oder:

„Flüchtlingskinder in Deutschland – Zugänge ermöglichen und sichern
Flüchtlingskinder haben die gleichen Rechte wie alle anderen in Deutschland lebenden Kinder. Ihre Lebensrealität ist aber oft eine andere. Zugänge zu Bildungs-,Sozial- und Fürsorgeleistungen werden ihnen erschwert. Kirche und Diakonie als Träger von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen halten zahlreiche Angebote vor, die sich auch oder explizit an Flüchtlinge richten, die als Familie, als Teilfamilie oder als unbegleitete Minderjährige in Deutschland Zuflucht gefunden haben. Die Einrichtungen und Dienste sind mit den traumatisierenden Auswirkungen von Flucht ebenso konfrontiert wie mit gesetzlichen und/oder verwaltungsrechtlichen Hürden. Im Rahmen des Projekts wurde eine Handreichung erstellt, die den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe Orientierung und Handlungsanleitung zu den Möglichkeiten des deutschen Kinder- und Jugendhilferechts bei der Arbeit mit minderjährigen Flüchtlingen und ihren Familien bietet.

Arbeitslosigkeit und Gesundheit
Arbeitslosigkeit hat negative Folgen für die Gesundheit der betroffenen Personen. Untersuchungen belegen, dass Arbeitslosigkeit eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit bewirkt. Gesundheitliche Einschränkungen wiederum erschweren die Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Die Zielgruppe, die den größten Handlungsbedarf hat, wird mit den bestehenden Präventionsmaßnahmen im Gesundheitssystem kaum erreicht. Das Projekt zielt darauf ab, die Sprachfähigkeit der Diakonie beim Thema Arbeitslosigkeit und Gesundheit herzustellen, um auf verschiedenen Ebenen für eine Verbesserung der Unterstützungsmöglichkeiten von Betroffenen einzutreten. Dazu soll ein politisches Positionspapier erstellt werden. Es wurde ein Strukturmodell entwickelt, das für die abschließende Textfassung auch grafisch dargestellt werden soll. Konkrete Schritte für eine beispielhafte Umsetzung des Modells sollen unter Berücksichtigung der Finanzierungsfrage identifiziert werden.

Neben solchen Leistungen betreibt die Diakonie u.a. 2.755 Wohnheime für Alte und 392 „Angebote der stationären Krankenhilfe“. Die Darstellungen entstammen dem Jahresbericht 2016 der Diakonie Deutschland, einem Jahresbericht, der weitgehend auf die Darstellung der Finanzierung der Diakonie verzichtet, was angesichts der angekündigten Transparenzinitiative der evangelischen Kirche verwunderlich ist:

„Für das Diakonische Werk der EKD hat die Diakonische Konferenz 2005 in Rummelsberg beschlossen, die Jahresabschlüsse zukünftig im Internet zu veröffentlichen.

Hierdurch soll mehr Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit erreicht werden in Bezug auf die Verwendung von Spendengeldern. Ebenso ist dies ein Beitrag, das Vertrauen in gemeinwohlorientiert handelnde Organisationen zu stärken.“

Diese Ankündigung hat den folgenden Niederschlag im Jahresbericht 2016 der Diakonie gefunden. Wir geben den Abschnitt 3 in voller Läng und genau so, wie er sich im Jahresbericht findet, wieder.

Darstellung der Lage des EWDE

3.1 Vermögenslage
( …)
3.3 Finanz- und Liquiditätslage
( …)
Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 14.785,28 € ab. Auf das Werk Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband entfallen davon 1,1 Mio. €. Das Jahresergebnis entspricht dem geplanten Jahresüberschuss in Höhe von 1,0 Mio. € laut Wirtschaftsplan 2016.
( … )

Diese geradezu lächerliche Darstellung der Finanzierung und ihrer Quellen ist angesichts der Tatsache, dass die Diakonie weitgehend mit öffentlichen Geldern, also mit Steuergeldern hantiert, eine Frechheit, die man den Verantwortlichen, die offensichtlich keinerlei Interesse daran haben, der Öffentlichkeit lückenlos nachzuweisen, wofür Steuermittel verwendet werden, um die Ohren schlagen sollte. Gerade die evangelische Kirche steht immer in erster Front, wenn es darum geht, von Unternehmen Transparenz zu fordern. Vielleicht sollte die Diakonie sich an den Standards der Transparenz orientieren, die in den International Accounting Standards für Unternehmen niedergelegt sind.

Der oben dargestellte Text wird durch den folgenden Auszug aus der Bilanz ergänzt, aus dem abermals das Bemühen, zu Verschleiern dem Betrachter entgegenspringt.

Quelle: Jahresbericht 2016 der Diakonie

Die linke Seite der Bilanz ist weitgehend irrelevant, da sie sich nur auf den Dachverband bezieht und die Landesverbände auslässt. Dies ist zwar auch für die rechte Seite der Fall, aber die angegebenen Prozentwerte sind verallgemeinerbar. Die Finanzierung der Diakonie, ob Bundes- oder Landesverband dürfte nicht von der angegebenen Verteilung der Finanzierungsquellen abweichen. Demnach stammen 72% der Finanzmittel der Diakonie aus Zuschüssen.

Was hat man sich unter Zuschüssen vorzustellen?
Zuschüsse sind Gelder, die von öffentlichen Stellen, von Ministerien, Kommunen oder Landesämtern vergeben werden, damit die Diakonie z.B. ein Projekt im Bereich „Jugendhilfe“ oder im Bereich der Flüchtlingshilfe durchführen kann. Die Materialien, die dazu notwendig sind, sowie die Gebäude sind ebenfalls über Zuschüsse finanziert, wie in der Regel auch die Angebote der „stationären Krankenpflege“. Letztere werden oder wurden in der Regel über Investitionsprogramme oder Investitionsförderprogramme des Bundes und der Länder für Krankenhäuser oder Beratungsstellen oder ambulante Dienste finanziert. Die evangelischen Landeskirchen finanzieren traditionell die Geschäftsstellen der Landesverbände der Diakonie, d.h. rund 1%-2% der Mittel, die in der evangelischen Diakonie verwendet werden, stammen aus Eigenmitteln der evangelischen Kirche.

Rund 70% des Haushalts der Diakonie aus dem Jahr 2016 wurde also aus öffentlichen Kassen finanziert. Weitere 17%, die als Umsatzerträge ausgewiesen sind, stellen Gewinne aus dem Betrieb von z.B. Krankenhäusern oder Altenheimen dar. Der Betrieb wird gegenüber den Kranken- bzw. Renten- oder Pflergekassen abgerechnet. Abermals hängt die Diakonie damit am öffentlichen Tropf. Finanzerträge, also Einnahmen daraus, dass öffentliche Mittel im Zeitraum zwischen Einzahlung und Verwendung bei z.B. Banken angelegt werden, machen 4% der Einnahmen der Diakonie aus, nur 1% stammt aus Spenden. Kein Wunder also, dass man bei der Diakonie glaubt, auf das Geld von Spendern verzichten zu können und sich auf ein moralisch hohes Ross setzen zu können glaubt, von dem aus man AfD-Abgeordnete als moralische Untermenschen anzusehen scheint: Rund 91% der Finanzierung der Diakonie kommt auf dem einen oder anderen Weg aus Sozialabgaben oder Steuerzahlungen der Bundesbürger. Die 1% Spenden, die bei der Diakonie eingehen, scheinen den Bürokraten daher verzichtbar.

Die Darstellung macht deutlich, dass die Diakonie ein Dienstleister von Bund und Ländern ist, der fast vollständig auf die öffentlichen Aufträge angewiesen ist. Dabei werden sogenannte Projekte (vor allem im Bereich der Flüchtlingsarbeit) immer wichtiger. 37% der Mittel wurden 2016 für „Projekte“ ausgegeben, mehr als jeweils für Material und Personal. Das ist sehr erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Diakonie Krankenhäuser und Altenheime betreibt. Vielleicht ist es ein Indiz dafür, dass man bei der Diakonie die Schwerpunkte der eigenen Tätigkeit falsch setzt und sich zu sehr als politisch-korrektes Sprachrohr im Bereich der Volkserziehung andient. Dass man in Berlin glaubt, man müsse weltanschauliche Diskriminierung betreiben und gegen den Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes verstoßen, spricht sicherlich für diese Hypothese.

Da die AfD 12,6% der Stimmen bei der letzten Bundestagswahl erhalten hat und die Diakonie keine Geldmittel annehmen will, die von Mitgliedern oder Wählern der AfD verschmutzt sind, wäre es demnach sinnvoll, quasi als geldpolitische Hygiene-Maßnahme, die rund 90% des Haushaltes der Diakonie, die auf Steuermittel oder Sozialabgaben zurückgehen, generell um 12,6% zu kürzen, um das weltanschauliche Seelenheil der Evangelikalen zu gewährleisten.

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16 Responses to Fremdwort Transparenz: Wer finanziert eigentlich die Diakonie

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  2. Dr. jur. Fritz Baur says:

    …immer bedenken: die Grundrechte sind gegen den Staat gerichtet, nicht gegen Private. Art. 3 Grundgesetz (Gleichbehandlung) hat also in bezug auf die Diakonie keinerlei Bedeutung – genausowenig wie gegen “Kritische Wissenschaft” oder sonstwen im nichtstaatlichen Bereich – Gottseidank!. Herzliche Grüße, F.Baur.

    • Gast says:

      Die Kirchen haben aber als eingetragene Vereine Verträge mit dem Staat und müssen sich meines Erachtens an die Grundrechte halten. Das ist der einzige Grund, warum sie Spenden steuerrechtlich absetzen können und Steuergelder erhalten. Das wäre ja ein starkes Stück, wenn die privaten Vereine Millionen Steuergelder erhalten und damit dann nur “Auserwählten” helfen. Nein, sie haben eine Verpflichtung dem Staat gegenüber. Ansonsten werden die Vereine, die nicht gemeinnützig sind, verboten!

    • Zawehn says:

      Allerdings ist Art 3 GG eben die Blaupause für alle anderen “Gleichmacher” Paragraphen, die sich jka immer wieder gern darauf berufen. Ob die Abschaffung der biometrischen Unterschiede bei Versicherungstarifen (ich habe noch nie von einem Prozeß gehört, bei dem ein Mann gegen sein früheres Ableben klagt, obwohl er genau soviel wie eine Frau zahlen muß, die länger lebt…;) ), ob das ominöse AGG, das eher denen nützt, die das Klagen wegen “Ungleichbehandlung” zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben und den Unternehmer um einen Teil der Vertragsfreiheit (EInstellen, wen man will, weil man ihn sympatisch oder sonstwas findet) oder die unsägliche versuchte Gleichmacherei, die in der Endkonsequenz in die hier des öfteren thematisierte genderfaschistische Religion der Bessermenschen geführt hat. Mag sein, daß ich die juristischen Feinheiten mit meinem juristischen Hausfrauenverstand nicht hintersteigen kann, allerdings besteht mein Leben nicht aus juristischen Finessen , sondern aus….dem Leben und der Begegnung mit anderen Leuten und den daraus folgendem Sozialverhalten.

  3. Merkelhasser says:

    Eine evangelische Kirche und ihre Ableger, an deren Spitze so ein abscheuliches Geschöpf wie Göring Eckert steht, hat weder mit Gott noch mit Wohltätigkeit etwas zu tun. Das ist ein Bazillus zur Zerstörung des Abendlandes und sollte von allen aufrechten Menschen verachtet werden

  4. corusalbusberlin says:

    Menen Sie, dass dieser Typ s.u. im Namen Jesus Christus handelt bei einem Saliere von 12 -15.000€ monatlich? Wenn das aussreicht.
    Die gesamten kirchlichen Organisationen jedweder Couleur und deren Vertreter sind die größten Heuchler und würden Jesus die Tür vor der Nase zuknallen.

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=7&ved=0ahUKEwirgOTlyqDYAhUDJ1AKHSAvBekQFghIMAY&url=https%3A%2F%2Fwww.ekd.de%2FBedford-Strohm-Heinrich-11078.htm&usg=AOvVaw1OBMosgd9FTzJNEWMyNPEV

  5. R.J. says:

    Danke. Mir scheint, Sie unterstellen der Diak. Ihre Auffassung von argumentativer Stringenz und intellektueller Redlichkeit. Nach meiner Kenntnis ist dieses Milieu im Kopf aber anders beschaffen. Die Inkonsistenz ist durch zwei Annahmen einfach zu beheben:

    1) Man ist der Ansicht, dass die freiwillige Spende eines AfD-Mitgliedes a) mit einer bösen Absicht verbunden ist, b) dadurch das Geld gewissermaßen kontaminiert ist, c) man sich durch die Abweisung demonstrativ moralisch reinigen kann, wenn nicht vor Gotto, dann doch vor den Menschis, wie es im Hlg. Grünangelium (Ausgabe Bedford-Eckardt) steht.

    2) Wird hingegen per Steuer dem AfD-Mitglied das Geld wider Willen weggenommen, ist das völlig in Ordnung, im Gegenteil, diese Leute sollten zur Strafe und zu Erziehungszwecken eher höher als andere belastet werden.

    3) Der einzige Ausweg wäre, dass AfD-Mitglieder öffentlich bekunden, sich ganz besonders darüber zu freuen, dass ihr Steuergeld gerade in die Diak. geht, und anbieten, noch mehr zu zahlen. Dann befände sich ein diak. Kopf in der Zwickmühle seines sog. Gewissens.

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  7. tom62 says:

    Der Begriff “Evangelikale” ist im Zusammenhang des Artikels deplaziert und zeugt von einiger Unkenntnis über den Begriff an sich. Richtiger wäre es, von “Evangelischen” zu sprechen, da “liberale” Theologie und sonstige politisierende, “linksliberale” Inhalte, wie sie bei den so genannten “Volkskirchen” einerseits und den ihnen zuzurechnenden Anstalten wie Diakonie oder (auf der katholischen Seite) Caritas andererseits vertreten sind, bei den Evangelikalen, die sich noch eher an die Grundlagen der christlichen Lehre halten, meistens verpönt sind.

  8. Gast says:

    Ich kenne direkt die Arbeit von der Diakonie. Sie ist auch in der Hilfe für Obdachlose da und arbeitet sogar mit dem Jobcenter zusammen. In der Hilfe für Alte ist sie tatsächlich zuständig. Die Diakonie stößt natürlich durch die (staatlichen) Gesetze (Wohnungsnot, Mietpreissteigerungen) und der Armut der Betroffenen an ihre Grenzen zu helfen. Sie hat bereits gefordert, dass die Hartz IV Sanktionen aufhören müssen, da gerade in Schleswig-Holstein viele Jugendliche dadurch obdachlos geworden sind. Vom Jahr 2015 bis zum Jahr 2016 ist die Obdachlosenzahl in Schleswig-Holstein um 40% gestiegen. Generell gehört Schleswig-Holstein zu den Bundesländern, in der die Bürger dem Armutsrisiko sehr hoch ausgeliefert sind. Meines Erachtens ist das politisch bedingt wie etwa das Schaffen von Ghettos usw. Ich kenne persönlich Menschen, die bei der Diakonie für wenig Geld arbeiten und sozial eingestellt sind. Sie sind vom Arbeitgeber abhängig. Die Diakonie kann also in Wahrheit dem ganzen Elend keine Abhilfe schaffen und verwaltet die Armut. Es ist so traurig, dass überall auf das “elendige Pack” geschimpft wird und sehr viele Menschen genau damit ihr Geld verdienen. Kirche und Staat arbeiten zusammen und dass die Diakonie von der AfD keine Spenden annimmt ist mir unbekannt. Das bedeutet nicht, dass alle Arbeiter und Angestellten derselben Gesinnung sind. Das würde dann ja auch bedeuten, dass sie AfD gesinnten Menschen nicht helfen und das widerspricht ihrem sozialen Engagement, in der es kein Ansehen der Person gibt. In Norddeutschland ist ein Spendenaufruf über den NDR gelaufen und da sind über 2 Millionen Euro zusammengekommen, die dieses Jahr 2017 die Diakonie erhält. Wollen sie jetzt jeden einzelnen Spender überprüfen? Ich glaube nicht! Es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird! Es gibt anscheinend wirklich Einzelfälle. Die Menschen sind nicht alle böse und schlecht sondern in einem Netzwerk eingebunden, dass wie ein Spinnennetz sich verbreitet hat bis in die dunkelsten Winkeln hinein, so dass es kaum ein Entrinnen für irgendjemanden gibt.

    • Zawehn says:

      Kein Jugendlicher muß obdachlos werden und deshalb von uns bedauert werden. Gegen Obdachlosigkeit gibt es ein Allheilmittel: Arbeiten.

  9. Nick Pidoulan says:

    Bitte Evangelikale und Diakonie nicht gleichsetzen! Das ist fatale Desinformation. Sie sind zwar unter demselben Dach der EKD, würden aber Bedford-Strohm und Co. in keiner Weise mittragen. Dementsprechend sieht hier die Lage pro und contra AfD völlig anders aus. Solche Spendenaktionen gründen im linksliberalen Spektrum der EKD.

  10. Herr Kuless says:

    Diakonische Werk ?

    Diese Schmarotzer, Bettler (Kinder werden mit einer Sammeldose auf die Straße geschickt), und die Fördergeldabsahner haben gleich, wie Harz 4 eingeführt wurde, etliche Beratungsstellen für die Arbeitslosen geschaffen um tüchtig Steuergelder zu kassieren.

    Ein Eurojobs wurde von denen organisiert und angeboten z.B.bei der Diakonie Hochfranken gGmbH

    Die Arbeiten, die angeblich verrichtet wurden:

    Viertelläufer(Rundgänge im Bahnhofsviertel).
    Mitarbeit Kleiderkammer(präsentieren pflegen)
    Hilfe bei Sozialumzügen.
    Hilfe im Haus,soziale Veranstaltung(Bestuhlung,Begleitung).
    Instandsetzungsarbeiten von Gebrauchtwaren.
    Spendenentgegennahme und-Abholungen.
    Recyclingtätigkeiten(Wertstofftrennung).

    Alles gemeinnützig,

    Es stört nicht, wenn die Arge gemeinsam mit der Diakonie diese € Jobber, mit Nötigungen und Drohungen zu der Zwangsarbeit zwingen. Nur um abzusahnen.

    Ich habe es selbst erlebt.

    Ich weiss auch aus erster Hand, dass die Diakonie Hochfranken, Millionen bei den Banken liegen haben und um jedes halbe Prozent feilschen.

    Der Gier nicht genug, manchmal klingeln die an der Haustüre und bitten um Spenden.
    Da sind die bei mir richtig.

  11. Fiete says:

    Mir scheint, daß der eine oder andere Kommentator hier, Probleme hat, die “Social Holding” Diakonie(TM), eine profitorientierte Abzock und Geldwaschmaschine der evangelischen Kirche, und die von ihr ausgebeuteten Arbeitskräfte auseinanderzuhalten.

  12. Uschi Karolin Fürstenau says:

    Bitte, warum schreiben Sie über “Evangelikale”? Bei der Diakonie handelt es sich höchstens um Evangelische. Evangelikale sind dort auch nicht so beliebt, da sie es mit dem Glauben ernst nehmen. Wer in der Diakonie mitarbeiten will, musste bisher einer Kirche der ACK angehören und brauchte persönlich an nichts zu glauben. Ich finde diese Abweisung sehr unchristlich. Bitte, vielleicht können Sie das mit den “Evangelikalen” noch abändern, da es wirklich nicht stimmt. Fühle mich da selbst ein wenig beleidigt. Ja, ich bin evangelikal und lehne darum eine solche Handlung wie von der Diakonie ab. Wie würden die nun reagieren, wenn ein Obdachloser kommt und bekennt: ich habe mal AfD gewählt? Zu allem bezahlt der Staat so gut wie alle diakonischen Einrichtungen. Nur wenig wird aus der Diakonie selbst bezahlt. Habe selbst da gearbeitet.

  13. Zawehn says:

    http://vera-lengsfeld.de/2017/10/30/die-fluechtlingsgewinnler-caritas-und-diakonie/

    Zu den Gewinnlern der “Goldenen Nase” in der Asylindustrie..

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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