Antisemitismus: Alle reden davon, kaum einer weiß, was es ist

Der Bundestag hat die Einsetzung eines Antisemitismus-Beauftragten beschlossen. Der Beschluss ist allen Fraktionen leicht gefallen. Antisemitismus ist ein negativ konnotierter Begriff. Wer etwas dagegen tun will, kann sich entsprechend als „gut“ ansehen. Das wollen alle Abgeordneten. Deshalb ist die Abstimmung mit großer Mehrheit zugunsten der Einsetzung eines Antisemitismus-Beauftragten erfolgt [Durchaus ein doppeldeutiger Begriff, da Nominalverbindungen gewöhnlich Genitivverbindungen sind, es sich also um einen Beauftragten des Antisemitismus handelt. Das kann man so und so verstehen …].

Dessen ungeachtet ist Antisemitismus einer der Begriffe, in dem sich viele gerne sonnen, von denen aber nur wenige überhaupt eine Vorstellung haben, was damit gemeint ist. Dass wiederum niemand so wirklich weiß, was Antisemitismus sein soll, macht den Begriff brauchbar für diejenigen, die ihr Geld damit verdienen, dass sie sich als Kämpfer gegen das Böse aufspielen und das Dach schwammiger Begriffe benutzen, um ihre Agenda (steuerzahlerfinanziert) darunter zu packen.

So vermengt Anetta Kahane in ihrem Statement für die Amadeu-Antonio-Stiftung den Begriff „Antisemitismus“ mit „Israelhass“.

„Auch jetzt wird die Diskussion um Antisemitismus dazu missbraucht, das Problem auf Migranten abzuwälzen – statt sich weitverbreiteten Israelhass, Querfrontbewegungen und Verschwörungstheorien in Deutschland anzuschauen“.

Die Gleichsetzung von Antisemitismus und Israelhass, findet sich auch im Redebeitrag von Kerstin Griese (SPD) im Bundestag in der Aussprache zum Antrag, einen Antisemitismus-Beauftragten einzusetzen:

„Es gibt Antisemitismus im Internet, und es gibt ihn, wenn israelische Fahnen und Symbole vor dem Brandenburger Tor verbrannt werden“

Der Versuch, Äpfel mit Kartoffeln zu vergleichen, findet sich auch bei Alexander Dobrindt von der CSU, der in derselben Aussprache gesagt hat:

„Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Die Anerkennung des israelischen Staates, der Schutz des jüdischen Volkes, der Kampf gegen jede Form von Antisemitismus, das alles gehört unauflösbar zu Deutschland.“

Dass die Verbindung von Antisemitismus und Israel keine Grundlage hat, zeigt schon ein Blick in die Statistik, denn 74,8% der Bewohner Israels sind Juden, 17,6% Muslime, 2% Christen, 1,6% Drusen und 4% gehören sonstigen Denominationen oder keiner an. Da sich Antisemitismus auf Juden bezieht, kann er sich nicht gleichzeitig auf Israel beziehen, denn dort leben nicht nur Juden. Will man den Begriff „Antisemitismus“ mit Israel gleichsetzen, dann muss man ihn entsprechend von seiner Bindung an Juden lösen.

Letzteres will in Deutschland sicher niemand. Also muss man feststellen, dass Antisemitismus nichts mit Israel zu tun hat, sondern mit Juden. Juden leben auch in Israel, aber nicht nur da. In den USA leben mindestens so viele Juden wie in Israel (rund 6.2 Millionen), dennoch kommt niemand auf die Idee, Antisemitismus als Amerikahass zu bezeichnen. Das macht sehr deutlich, worum es denen geht, die Antisemitismus und Hass auf Israel, wie sie es nennen, unbedingt verbinden wollen. Sicher nicht darum, der Realität gerecht zu werden.

Auch Petra Pau von der Fraktion „DIE LINKE“ hat eine eigene Vorstellung davon, was Antisemitismus denn sein soll:

„Antisemitismus – verkürzt: Hass gegenüber Jüdinnen und Juden – ist ein anhaltendes Problem. Antisemitismus ist in Deutschland durch den Holocaust außerdem tödlich belastet. Und es ist so, Kollege Kauder: Antisemitismus wird von Jüdinnen und Juden direkter empfunden als von anderen“.

Wenn man in Schulen ein Beispiel für im Bundestag geäußerten Blödsinn benötigt, dann ist dieser Redebeitrag bestens geeignet. Dass Antisemitismus, der sich gegen Juden richtet, von Juden „direkter empfunden wird als von anderen“, gegen die er sich also nicht richtet, ist eine ebenso leere Aussage wie die Feststellung, dass Schwimmer Wasser direkter empfinden als Steine auf dem Mars. Pau verkürzt Antisemitismus zudem auf Hass gegenüber Juden und liegt damit abermals falsch.

Antisemitismus ist ein Begriff, der um 1879 zum ersten Mal in Deutschland aufgetaucht ist. Gemeinhin wird er dem Schriftsteller Wilhelm Marr zugeschrieben. Marr war einer derjenigen, die gegen die staatsbürgerliche Gleichstellung von Juden im Deutschen Reich zu Felde gezogen sind. Der Begriff „Antisemitismus“ wurde von diesen, wie man heute sagen würde, politischen Aktivisten, gewählt, um sich explizit von denen abzusetzen, die Juden aus religiösen Gründen abgelehnt haben. Dazu schreibt Werner Bergmann in seinem Buch „Geschichte des Antisemitismus“:

„Es handelte sich beim Antisemitismus nicht bloß um Xenophobie [Fremdenhass], oder religiöse und soziale Vorurteile, die es gegenüber Juden weiterhin gab, sondern um ein neues Phänomen: eine antiliberale und anti-moderne Weltanschauung, die in der ‚Judenfrage‘ die Ursache aller sozialen, politischen, religiösen und kulturellen Probleme sah“.

Die Antisemiten des 19. Jahrhunderts lassen sich somit eher mit Anti-Kapitalisten oder Anti-Bankern oder Feministen der heutigen Zeit vergleichen, die alles Übel der Welt entweder in der Wirtschaftsform des Kapitalismus oder im weißen Mann festmachen zu können glauben. Sie sind die eigentlichen geistigen Erben des Antisemitismus des 19. Jahrhunderts.

Aber dann gab es natürlich das Dritte Reich und seine bürokratisch und mit (damals) deutscher Gründlichkeit organisierte Form des Genozids. Diese Erfahrung und vor allem die Arbeiten von Adorno et al. haben dazu geführt, dass Antisemitismus zu einem Syndrom verflochten wurde, das Helen Fein sehr genau beschrieben hat, und zwar als:

„a persistent latent structure of hostile belief towards Jews as a collective manifested in individuals as attitudes, and in culture as myth, ideology, folklore and imagery, and in actions – social or legal discrimination, political mobilization against the Jews, and collective or state violence – which results in and/or is designed to distance, displace or destroy Jews“ (Fein, 1987: 67).

Antisemitismus ist somit nicht nur Judenhass. Damit von Antisemitismus gesprochen werden kann, bedarf es einer Reihe von Voraussetzungen:

Individuen, die Juden als Gruppe vereinheitlichen, etwa so, wie es diejenigen tun, die Antisemitismus bekämpfen wollen und diese Vereinheitlichung mit negativen Attributen verbinden.
Kulturelle Vorgaben in Mythen, Ideologie oder Folklore, die das negative Bild des Juden aufrechterhalten und unterstützen;
Staatliche Reglementierungen, die darauf ausgelegt sind, Juden zu diskriminieren und von bestimmten Posten fernzuhalten, die Gewalt gegen Juden legitimieren und die dem Ziel dienen können, Juden aus dem öffentlichen Leben zu beseitigen;

Von diesen Voraussetzungen ist in Deutschland bestenfalls die erste Voraussetzung erfüllt. Das reicht nicht, um von Antisemitismus zu sprechen und es verwischt das, was für Antisemitismus so maßgeblich ist: Staatliche Akteure, die versuchen, Juden durch Diskriminierung und andere Maßnahmen von einer Teilnahme am öffentlichen Leben auszuschließen.

Auch Definitionen deutscher Autoren, die sich mit „Antisemitismus“ beschäftigt haben, umfassen die Verbindung von Einstellung und Handeln, schon deshalb, weil die Gedanken eines Menschen niemandem schaden können, die Handlugen schon. So definiert Armin Pfahl-Traughber, der in keiner Gefahr steht, als Rechter zu gelten, in seinem Buch „Antisemitismus in der Deutschen Geschichte“ Antisemitismus wie folgt:

„Antisemitismus soll hier verstanden werden als Sammelbezeichnung für alle Einstellungen UND Verhaltensweisen, die den als Juden geltenden Einzelpersonen oder Gruppen aufgrund dieser Zugehörigkeit in diffamierender und diskriminierender Weise negative Eigenschaften unterstellen, UM DAMIT eine Abwertung, Benachteiligung, Verfolgung oder gar Vernichtung ideologisch ZU RECHTFERTIGEN. Derartige Praktiken können aus unterschiedlichen inhaltlichen Begründungen abgeleitet werden. Ihnen allen ist das pauschalisierende und stereotype Negativ-Bild von ‚dem Juden‘ oder „der Juden“ eigen und HANDLUNGSleitend“. (Pfahl-Traughber 2002: 9; Hervorhebungen von uns). [Das Fehlen der Rolle staatlicher Institutionen in der Definition von Antisemitismus ist historisch begründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist ausgerechnet der Hinweis, dass Antisemitismus nur mit der Unterstützung staatlicher Institutionen gelingen kann, irgendwie verpönt oder auf der Strecke geblieben.]

Insofern sich die deutsche Diskussion von Antisemitismus ausschließlich auf Einstellungen und nur gelegentlich auf Handlungen bezieht und keinerlei Zusammenhang hergestellt wird, zwischen seltenen Handlungen und angeblich bei so vielen vorhandenen Vorurteilen gegen Juden, entlarvt sich die sogenannte Antisemitismus-Forschung als Mittel, um entweder Politiker in Hysterie zu versetzen oder um Politiker zu Verbündeten zu machen, wenn es darum geht, Steuergelder dafür einzuwerben, dass man den furchtbaren deutschen Antisemitismus, den es auf Grundlage keiner der oben genannten Definitionen gibt, den man also als Chimäre bezeichnen muss, zu bekämpfen. Das Schöne daran, wenn man viel Geld einsetzt, um etwas zu bekämpfen, das es nicht gibt: Man kann keinen Misserfolg haben – jedenfalls dann, wenn man mit der eigenen Tätigkeit keine perversen Effekte zeitigt.

Aber das ist ein anderes Thema.


Literatur:

Bergmann, Werner (2004). Geschichte des Antisemitismus. München: CH Beck.

Fein, Helen (1987). Dimensions of Anti-Semitism. Attitudes, Collective Associations and Actions. In: Fein, Helen (ed.). The Persisting Question: Sociological Contexts of Anti-Semitism. Berlin: DeGruyter.

Pfahl-Traughber, Armin (2002). Antisemitismus in der Deutschen Geschichte. Berlin: Landeszentrale für Politische Bildung.

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17 Responses to Antisemitismus: Alle reden davon, kaum einer weiß, was es ist

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  2. GeorgK says:

    “Dass die Verbindung von Antisemitismus und Israel keine Grundlage hat, zeigt schon ein Blick in die Statistik, denn 74,8% der Bewohner Israels sind Juden, 17,6% Muslime, 2% Christen, 1,6% Drusen und 4% gehören sonstigen Denominationen oder keiner an.”

    Wirr. Israel wird doch nicht wegen seiner 17,6% Muslime gehasst, sondern wegen seiner jüdischen Mehrheitsbevölkerung und weil es ein westlich orientiertes, kapitalistisches Land ist.

    ” Juden leben auch in Israel, aber nicht nur da. In den USA leben mindestens so viele Juden wie in Israel (rund 6.2 Millionen), dennoch kommt niemand auf die Idee, Antisemitismus als Amerikahass zu bezeichnen.”

    Beides tritt zumindest auffallend oft zusammen auf. Geraune über die “verjudete amerikanische Ostküste” ist regelmäßig Bestandteil antisemitischer Verschwörungstheorien.

    “Die Antisemiten des 19. Jahrhunderts lassen sich somit eher mit Anti-Kapitalisten oder Anti-Bankern oder Feministen der heutigen Zeit vergleichen…”

    Richtig! Antisemitismus ist bekanntlich der Sozialismus der dummen Kerls und Sozialismus der Antisemitismus der Intellektuellen. Und da Israel ein westlich orientiertes, kapitalistisches Land mit jüdischer Mehrheitsbevölkerung ist, gehört auch Israelhass in die Liste antisemitischer Denkfiguren.

    • Roland says:

      Was für eine Form hat denn Israelhass als Denkfigur und welche Formen gibt es denn sonst noch so unter der Klasse der antisemitischen Denkfiguren?

      Ich hoffe sie können mir diese Frage beantworten, denn sonst wäre ihr Kommentar, so wie er jetzt ist, wirr.

  3. Hartmut Lau says:

    Es gibt wissenschaftliche Studien, dass ca. 2 % der Juden auch die genetischen Nachkommen der Juden von vor 2000 Jahren sind. Demnach sind 98 % so genannte khasarische Juden, welche deren Vorfahren aus dem asiatischen Raum abstammen.

    aus diesen wissenschaftlichen unumstoesslichen genetischen Nachweisen ist das “Antisemitismus Gesetz ein Hohn, und zementiert den “Gesetzgeber” nicht nur als incompetent, sondern unterstuetzt auch noch eine religioes motivierte, hoch kriminelle Sekte. Demnach ist der Gesetzgeber eine kriminelle Instituition! Notwehr ist angesagt.
    Bitte lest mit grossem emotionalen Abstand die kriminellen religioesen Lehren der Talmud Anhaenger.

    Das Herz der jüdischen Eigenart und das Wesen des jüdischen Volkes liegt in einem Werk verborgen, das als Talmud bekannt ist. Der Talmud ist der Kern des Judentums. Verständnis des Talmud ist Verständnis des Judentums. Was liegt also näher, als den Talmud zu Rate zu ziehen, um das Geheimnis der jüdischen Eigenart zu ergründen? Doch bereits ein flüchtiger Blick in dieses Heilige Buch der Juden läßt erahnen, warum bereits Martin Luther den Talmud ein “Buch voller Abgötterei, Fluch und Lästerung” nannte.
    Auf Seite 5 steht unter Schächten: Fleisch ist nur “koscher”, wenn das Schlachttier auf religiös-rituelle Weise getötet wird.
    Zitate aus dem Talmud
    • “Die Güter der Nichtjuden gleichen der Wüste, sie sind ein herrenloses Gut und jeder, der zuerst von ihnen Besitz nimmt, erwirbt sie.” (Baba bathra 54b)
    • “Dem Juden ist es erlaubt zum Nichtjuden zu gehen, diesen zu täuschen und mit ihm Handel zu treiben, ihn zu hintergehen und sein Geld zu nehmen. Denn das Vermögen des Nichtjuden ist als Gemeineigentum anzusehen und es gehört dem ersten [Juden], der es sich sichern kann.” (Baba kamma 113a)
    • “Wenn sich ein Nichtjude mit der Thora befaßt, so verdient er den Tod.” (Synhedrin 59a)
    • “Die Wohnung eines Nichtjuden wird nicht als Wohnung betrachtet.” (Erubin 75a)
    • “Den besten der Gojim sollst du töten.” (Kiduschin 40b)
    • “Weshalb sind die Nichtjuden schmutzig? Weil sie am Berge Sinai nicht gestanden haben. Als nämlich die Schlange der Chava beiwohnte, impfte sie ihr einen Schmutz ein; bei den Jisraéliten, die am Berge Sinai gestanden haben, verlor sich der Schmutz, bei den Nichtjuden aber verlor er sich nicht.” (Aboda zara 22b)
    • “Sobald der Messias kommt, sind alle [Nichtjuden] Sklaven der Jisraéliten.” (Erubin 43b)
    • “Wer die Scharen der Gojim sieht, spreche: Beschämt ist eure Mutter, zu Schande die euch geboren hat.” (Berakhoth 58a)
    • “Wer die Gräber der Gojim sieht, spreche: Beschämt ist eure Mutter, zu Schande die euch geboren hat.” (Berakhoth, 58b)
    • “Eher gib einem Jisraéliten umsonst als einem Nichtjuden auf Wucher.” (Baba mezia 71a)
    • “Ihr aber seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide, Menschen seid ihr, ihr heißt Menschen, nicht aber heißen die weltlichen Völker Menschen, sondern Vieh.” (Baba mezia 114b)
    • “Der Samen der Nichtjuden ist Viehsamen.” (Jabmuth 94b)
    • “Der Beischlaf der Nichtjuden ist wie Beischlaf der Viecher.” (Aboda zara 22b)

    • “Ein Mädchen von drei Jahren und einem Tag ist zum Beischlaf geeignet.” (Jabmuth 57b, Jabmuth 60 a, Aboda zara 37a)

    • “Der Notzüchter braucht kein Schmerzensgeld zu zahlen, weil das Mädchen diese Schmerzen später unter ihrem Ehemann gehabt haben würde.” (Baba kamma 59a)
    • “Wenn jemand wünscht, daß seine Gelübde des ganzen Jahres nichtig seien, so spreche er am Beginn des Jahres: jedes Gelübde das ich tun werde, ist nichtig; nur muß er beim Geloben daran denken.” (Nedarim 23b)

    • Roland says:

      Wissen Sie was eine Eigenart semitischer Sprachen ist? Ihre Begriffe kennen keine Vokale. Jedes gesprochene Wort, was notwendig Vokale enthalten muss, ist unmittelbar eine Auslegung, eben jener Begriffe.
      Der Talmud enthält sogut wie keine Vokale. Der Rhabbi ist so geschult im Lesen des Talmuds, dass er seine Deutung just im Moment des Lesevorgangs miteinfließen lässt.

      Da Frage ich mich doch gleich. Da sie uns ja hier so herzlich aufklären wollen über diese kriminelle Sekte. Woher stammt eigentlich Ihre Talmud Übersetzung? Und auf Basis welcher Textexegese erfolgte sie? hm?

    • oprantl says:

      Werter Hartmut Lau,

      kann mann bei Ihrer Auflistung auch zusammenfassend sagen, da hat einer oder mehrere ziemlich intelligenzfreie Menschen vor langer, langer Zeit, unfassbaren Blödsinn geschrieben.
      Und jetzt, Äonen später, gibt es Menschen, welchen nichts Besseres einfällt, als diesen Stuss wörtlich zu übernehmen.
      Wir haben jetzt 2018 !

      • Thorsten says:

        Das Problem ist das eben eine gewisse Religion gibt deren anhängerer eine besonders geschützte Gruppe sind, und damit meine ich nicht die Muslime 😉

  4. David says:

    Das, was Herr Lauf schreibt, ist aus meiner SIcht purer Antisemitismus.
    Er möge Ähnliches mal über den Islam schreiben und vielleicht noch seine Adresse hinzufügen: Dann dürfte er nicht mehr viele Kommentare – gleich welcher Art – schreiben.
    Wie kann ein solches Posting hier zu diesem Thema erscheinen, wer hat es freigegeben?

    • Brockenteufel says:

      Nun, Herr Stürzenberger schreibt so etwas über den Koran, und erfreut sich bester Gesundheit!! Aber da sieht man die Ähnlichkeiten zum Koran.

    • Hartmut Lau says:

      Was soll der Unsinn, Texte aus dem heiligen Buch der Juden zitert, mich als antisemitisch zu bezeichnen? Ich erlaube mir, den glaeubigen Talmusjuden der religionsmotivierten “Spiegel” vorzuhalten, denn was hier gelehrt wird ist Satanismus und Menschen verachtend !!

      David, bitte bevor aus Deiner Feder das Wort Antisemitismus fliesst,kehre vor Deiner eigenen Haustuer! Und wer hat die Freigabe des Talmud zugelassen???

      Es sind die Texte aus dem heiligsten Buch des Judentum, dem Talmud !! Kann es sein, dass ein glaeubiger Talmudjude diese “besonderen Religionsverse” aus seinem Talmud negiert…..

    • Thorsten says:

      Oy vey, jemand hat Zitate aus einem Buch gepostet.

  5. Fiete says:

    @ David:
    Ich denke, es steht Dir frei, das von Hartmut Lau angeführte zu kritisieren und es ggf. als falsch nachzuweisen. Aber bitte auf sachlicher Basis.
    Andernfalls ziehe ich es vor, Deinen Kommentar als rein ideologische Polemik zu werten Und mir meine Meinung zu Lau’s Kommentar selbst ( und auf ganz anderer Basis ) zu bilden.

  6. Fiete says:

    Nun, ich denke, man kann sicherlich lange Diskussionen über die Inhalte von “Antisemitismus” führen. Allein schon die unterschiedlichen historischen wie modrnen Ansichten über das Land Israel, den Staat Israel, das Volk der Juden, die Religion der Juden, die Definitionen von semitischen Völkern und semitischen Religionen überhaupt bieten da reichlich Gesprächsstoff.

    Darum geht es mir nicht.

    Ich schicke voraus gar kein Problem mit irgendeiner Religion, zu haben, solange sie mich nicht ideologisch mindestens zu nötigen Versucht. Insofern stehe ich voll und ganz hinter dem Recht auf Freiheit der Religion, im Sinne des Grundgesetzes, der EMRK und der UNmrk&-krk.
    Welche ursprünglich eindeutig auf die freie Wahl der Religion bezogen ist, nicht jedoch auf die Ausübung. Denn beides kann sich ggf. gegenseitig zwingend ausschließen, wie unten deutlich wird.

    Und damit komme ich zum Punkt meiner Kritik an der Verwendung des Begriffs “Antisemitismus”, als nahezu universell variable “Nazikeule”.
    Genau als solche wird der Begriff heutzutage in Medien und Politik praktisch durchgehend, ja fast ausschließlich verwendet. Was streng genommen selbst antisemitische Züge enthält, da so durchaus gelegentlich auftretende religiöse oder ideologische Aversionen gegen Juden ( genau wie gegen andere Glaubensformen auch ) heftig befeuert und möglw. radikalisiert werden.

    Die breitenwirksame öffentliche und regierungspolitische Etablierung dieser Antisemitismuskeule in D. fand im Jahre 2012 statt. Und das geplant, gezielt, also mit deutlich erkennbarem Vorsatz.

    Es geht mir somit um das Beispiel der sog. “Beschneidungsdebatte”, welche gar keine Debatte war, sondern eine zum Zwecke extremer Polarisierung geführte Hetz- u. Falschinformationskampagne!

    Derzeit wurden extra zum Zwecke der massiven medialem Polemisierung extreme fundamentalistische Hassprediger in D. eingeflogen und auch die schlimmsten konservativistischen Agit-Prop-Kräfte in D. aktiviert.
    Kritikern wurde die Teilnahme an größeren Diskussionen dazu praktisch vollständig verweigert ( bspw. im Bundestag, ÖR-Medien-Talkshows u.ä.m. )

    Ziel war es, das Grundrecht auf freie Wahl der Religion durch ein vermeintliches Recht auf freie Ausübung der Religionsriten zu ersetzen, was das glatte Gegenteil ist und auch gelang.
    Denn der historische Hauptzweck dieses Ritus ist unzweifelhaft, den verstümmelten Jungen zur judaistischen Religion zu zwingen und ihn als Mitglied derselben zu stigmatisieren, also ihm die freie Wahl dadurch zu verunmöglichen ( ursprünglich möglw. eine aus der Sklavenstigmatisierung umgewandelte Kriegstaktik um die gebrandmarkten Soldaten zu fanatisieren, da gibt es unterschiedlich historische Ansichten, diese erscheint jedoch relativ wahrscheinlich und logisch ).

    Das neue asymmetrische Verstümmelungsgesetz wurde mit brachialer rhetorischer Gewalt im Rekordtempo durchgepeitscht, Kritiker wurden nicht nur totgeschwiegen, sondern eben ( wo das nicht, oder nicht ausreichend gelang ) mit der ganz dicken Nazikeule und weiteren Verleumdungen, Rufmorden und üblen Nachreden regelrecht totgedroschen.

    ( überflüssig zu ewähnen, daß ich einer dieser Kritiker bin )

    Zusammengefasste Kernpunkte dieser Keule sind folgende Falschaussagen:

    – Jeder Mensch, der sich für die rechtlich garantierte Unversehrtheit von Kindern ( im Falle jüdischer Kinder von 8 Tage alten Säuglingen, bei den Moslems von i.d.R. gerade Pubertierenden ) einsetzt ist ein Nazi.

    – Jeder Mensch, der sich für die freie Wahl der Religion ( oder Nichtreligion ) einsetzt, ist ein Nazi.

    – Jeder Mensch, der sich gegen die freie Ausübung menschenverachtender Folterpraktiken zu rituellen Zwecken einsetzt, ist ein Nazi.

    – Jeder Menschen, der sich für diese Grundrechte ( und hier vorrangig die Kinderrechte nach UNkrk ) einsetzt, will alle Juden aus D. vertreiben.

    – Jeder Mensch der sich für diese Grundrechte einsetzt, will ( bewußt und vorsätzlich ) einen “neuen Holocaust” ) inszenieren, also alle Juden ausrotten.

    – Jeder Mensch, der die rechtspraktische Umsetzung der UNkrk in D. befürwortet, erfüllt obige Punkte ebenso.

    Sinngemäß zusammengefasst schrieb die radikalfundamentalistische Schriftstellerin Charlotte Knobloch auf dem Blog des GWI der HBS, genau wie viele der o.a. Propagandafachkräfte an anderen Stellen:
    Es könne und dürfe nicht sein, daß Antisemitismus, Shoa und Holocaust ( alles drei in quasisynonymisierter Formulierung ) in Gestalt der Kinderrechte der UN ( erneut ) in D. Einzug hielten. ( Selbstverständlich bei zunächst streng zensierter, dann ganz abgestellter Kommentarfunktion des GWI-Blogs, nach massiven Protesten wurde der Beitrag später gelöscht, inhaltlich gleich jedoch immer wieder an verschiedenen Stellen penetrant repetiert ).

    Fazit: Der “moderne Antisemitismus” ist ein gezielt als Waffe gegen kritische, vernunftorientierte, humanitäre Denker eingesetztes Machtinstrument der lobbyistischen Blockparteien!

    Die männlichen Kinder ( im Falle des Verstümmelungsstreits ) werden damit als minderwertige Verfügungsmasse und rechtloses Kanonenfutter gnadenlos verheizt, um Lobbyinteressen zu bedienen!

    Wobei anzumerken ist, daß seinerzeit die muslimischen Stimmen ( im Gesamtschnitt ), sowie die Stimmen der moderaten Juden, erheblich gemäßigter, selbst teilweise deutlich vernünftiger und in manchen Fällen durchaus auch brauchtumskritisch waren.

    Bei mir stellt sich dabei die ernsthafte Frage:
    Wer verwendet da propagandistische Vorgehensweisen, die stark an jene der Holocaustfaschisten erinnern?
    Oder andersherum, bezogen auf AAS/Kahane:
    Wer konstruiert da wirre, hasserfüllte Verschwörungstheorien?

  7. A.S. says:

    Abstrakt gesehen sind Israelkritik und Antisemitismus zwei unterschiedliche Dinge. In der Praxis treten sie jedoch häufig zusammen auf (siehe die Vorfälle in europäischen Städten im Herbst 2014).
    Auch im direkten Gespräch hab ich es immer wieder mal erlebt, dass in einer hitziger werdenden Diskussion der Begriff Israel irgendwann in einer Erregung durch Juden ersetzt wurde.
    Konstituierend für Israel ist nun mal die Eigenschaft als Judenstaat. Daran ändern auch religiöse Minderheiten nichts.

  8. oprantl says:

    Kann man auch Antifranzose, Antipole, Antiaraber oder Antisorbe sein ?
    Anti heißt gegen, heißt Ablehnung, ich z.B. bin Antiverwandschafter, aber ohne jeden Hass, einfach nur Ablehnung, d.h., meine Verwandschaft mag ich nicht.
    Warum wird bei Juden und auch bei Fremden jede Ablehnung immer gleich zum Hass hochstilisiert? Was ist der Plan dahinter, wer zieht Nutzen daraus ?

    Jetzt habe ich mal bei einem (linksversifften) Nachschlagewerk über Semiten nachgelesen:

    ” Demnach gehören zu den Semiten die Amharen, Tigrinya, Araber, Hyksos, Malteser, Minäer, Sabäer, Amoriter, Ammoniter, Akkader/Babylonier/Assyrer/Aramäer, Hebräer, Kanaaniter, Moabiter, Nabatäer, Phönizier und Samaritaner.”

    Wen man als Antisemit so alles ablehnen / hassen muss, ganz schön unübersichtlich, einige davon kenne ich gar nicht, noch nie gehört, ganz schön wirr mit dem Antisemitismus.
    Und wie geht dann so ein semitischer Araber als Antisemit mit Juden und anderen arabischen Semiten um ?
    Fragen über Fragen……

  9. Ralf Pöhling says:

    Dann spielen wir mal den Nussknacker und wirbeln alles durcheinander. 😉

    Zitat:”Also muss man feststellen, dass Antisemitismus nichts mit Israel zu tun hat, sondern mit Juden. ”

    Das sehe ich anders. Antisemitismus hat nicht ausschließlich mit Juden zu tun, sondern mit Semiten, die auf das christlich geprägte Europa treffen. Dass man mit dem Begriff Antisemitismus in erster Linie die Juden in Verbindung bringt, hat wohl damit zu tun, dass es damals ausser den Juden kaum bis gar keine anderen Semiten in Europa gab.
    Die Gruppe derer, die man als Semiten bezeichnen kann umfasst aber weit mehr Menschen, als nur Juden. De facto ist ein Großteil der muslimischen Araber ebenso dieser Gruppe zuzuordnen.
    Aus der Sicht eines europäischen Antisemiten, müssten die im Moment zu uns strömenden Muslime deshalb auch so ziemlich jedes Klischee, dass man damals einem “die Gesellschaft unterwandernden Schacherjuden” vorwarf, locker erfüllen:
    Sie handeln den Preis für ein Produkt frei aus, ohne Rücksichtnahme auf dessen Qualität, sie bauen ein Gotteshaus nach dem anderen, unterwandern mittels ihrer Geheimdienste gerade ganz Europa und versuchen ihr Bank- und Rechtssystem neben unserem zu installieren.
    Dass die Muslime hingegen überhaupt nicht verstanden haben, warum die Juden damals in Europa verfolgt worden sind und sie nun aus den exakt gleichen Gründen bei uns gerade diesen Gegenwind erfahren, ist evident.
    Denn der muslimische Hass auf die Juden ist religiös bedingt, bei uns ist der Ursprung aber realpolitischer und finanzieller Natur:

    Zitat:”Die Antisemiten des 19. Jahrhunderts lassen sich somit eher mit Anti-Kapitalisten oder Anti-Bankern oder Feministen der heutigen Zeit vergleichen, die alles Übel der Welt entweder in der Wirtschaftsform des Kapitalismus oder im weißen Mann festmachen zu können glauben. Sie sind die eigentlichen geistigen Erben des Antisemitismus des 19. Jahrhunderts.”

    Exakt. In Europa tut man sich seit jeher schwer mit dem freien Markt und freien Preisen.
    Man erwartet nicht “beschissen” zu werden und ein Produkt, dessen Wert sich an seiner Qualität festmacht, und nicht an einem Wert, der sich am Bedarf orientiert.
    Warum besitzen Marx’ Ideen in Europa bis heute so eine Anziehungskraft?
    Warum hat Europa so einen ausufernden Konsumentenschutz?
    Das Ganze dürfte seine Ursache in der auf das Handwerk fixierten Wirtschaft haben, wo das Interesse am Produkt deutlichen Vorrang vor dem Preis genießt.
    Geld ist Mittel zum Zweck und man erwartet für sein Geld ein vernünftiges Produkt.
    Bei dem freien Aushandeln der Preise, steigt aber die Wahrscheinlichkeit, “beschissen” zu werden drastisch an.
    Der Schutz, den die Muslime zur Zeit durch die Sozialisten erfahren, ist kurzfristig strategischer Natur und läuft den jeweiligen eigentlichen Interessen letztlich völlig zuwider. Bei einer weiter steigenden Zuwanderung von Muslimen, ist somit tendenziell mit einer Rückkehr zum Nationalsozialismus zu rechnen, da sich hier kulturell das gleiche Konfliktpotential auftut, wie bei den Juden.

    Den Muslimen Antisemitismus vorzuwerfen, ist in der Tat nicht wirklich korrekt, was in der letzten Konsequenz natürlich keinen Unterschied macht.
    Kritik an Israel ist auch kein direkter Antisemitismus. Den Staat Israel, als Schutzraum für die Juden in Nahost, jedoch auflösen zu wollen, führt aber zur selben Konsequenz, da den Muslimen per Koran quasi vorgeschrieben wird, die Juden auszurotten. Aber eben nicht aus den selben Gründen, wie die Nationalsozialisten im damaligen Europa.
    Die Europäer hingegen, laufen mit der durch das globale Kapital forcierten massiven Zuwanderung aus Nahost, in die selbe Falle, wie 1933. Die unsägliche Zweckgemeinschaft zwischen internationalem Kapital, den Sozialisten und den Muslimen, muss aufgebrochen werden. Dies lässt sich aber nicht mit unscharf definierten Begriffen erreichen, sondern nur mit der Feststellung, dass jede Region auf diesem Erdball ihre eigenen Regeln hat, die es vor Ort zu befolgen gilt.
    Und die einzige Möglichkeit, dies effektiv abzusichern, ist der wehrhafte Nationalstaat.
    Dies schließt Israel natürlich mit ein.

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