Studentenjob als Almosen: Gender-Lehrstuhl knüpft Jobvergabe an „soziale Lage“

Arbeiterkinder mit Migrationshintergrund, die nach Möglichkeit weiblich oder intersexuell oder was auch immer, nur nicht männlich sind, die am besten in Armut leben und vielleicht nur auf einem Bein oder mit einer sonstigen Behinderung werden gebeten, sich an der „Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Lehrstuhl Dr. Christine Bauhardt, Fachgebiet „Gender und Globalisierung“, um einen studentischen Hilfsjob (41 Monatsstunden á 10,98 Euro pro Stunde) zu bewerben.

Am aussichtsreichsten sind mehrfach Behinderte und mehrfach diskrimierungsfähige Bewerber, die auf der Straße leben und dennoch für die Aufgaben qualifiziert sind. Die Aufgaben umfassen die Mitwirkung an Lehrveranstaltungen, was, wenn studentische Hilfskräfte an Lehrveranstaltungen mitwirken und gar Lehrmaterialien erstellen können, einen vielsagenden Einblick in das Niveau der entsprechenden Lehrveranstaltungen erlaubt.

Bewerber, behindert oder nicht, sollen zudem in Gender Studies eingeschrieben sein, was die Frage der Behinderung in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Wie dem auch sei: Wir ermuntern alle armen und behinderten männlichen Studenten mit Migrationshintergrund, sich auf die Stelle als studentische Hilfskraft zu bewerben, schon weil wir wissen wollen, was passiert, wenn sie in Konkurrenz zu einem weiblichen oder transsexuellen Bewerber ohne Migrationshintergrund aber aus der Mittelschicht treten, der im von Papa finanzierten Apartment residiert.

Wer natürlich als Student eine Würde sein eigen nennt und zu stolz ist, als dass er sich von einem eingebildeten Professor ob seiner „sozialen Lage“ von oben herab behandeln lassen will, weil dieser Professor irrtümlich meint, er habe als Professor eine statushöhere Position als Gender-Professo [!sic]r, der darf sich gar nicht erst bewerben.

Hier die Ausschreibung im Original:

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8 Responses to Studentenjob als Almosen: Gender-Lehrstuhl knüpft Jobvergabe an „soziale Lage“

  1. Dr. Dr. Marcus Ermler says:

    Nennt man das dann eigentlich social profiling als Analogie zum racial profiling? Und warum ist letzteres menschenverachtender, rassistischer Fascho-Kackscheiß und ersteres progressives, diverses Gender Mainstreaming?

    Und warum bekommen die Studenten in Berlin mehr Euronen pro Arbeitsstunde als in Bremen. Ich dachte Berlin wäre bereits pleite?

    Pflege von Datenbanken klingt doch eigentlich sinnlos. Empirisch arbeiten tun die bei den Gender-Leuten doch nie. Oder sammeln die da die Daten der örtlichen AfD-Funktionäre, weil die AfD ja bekanntlich “Anti-Gender” und “Anti-Globalisierung” ist?

  2. eht says:

    Welcher kluge Kopf kombiniert eigentlich „Gender“ und „Globalisierung“ zu e i n e m Fachgebiet?, Wobei Prof. Bauhardt unter anderem auch gleich noch die Themen „feministische Ökonomie“, „Stadtentwicklung und Verkehrspolitik“, „gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ressourcenpolitik“, „Bürgersteige und Straßenbahnen für die Frauen – den Männern ICE und Transrapid?“, „Wasser als Genderfrage“ oder „Klimawandel und Infrastrukturpolitiken im Widerstreit“ abdeckt. Alles aber offenbar unter feministisch-geschlechterentgrenzter Perspektive. Ich bin immer wieder voller Bewunderung (ernsthaft), welch breiten intellektuellen Spannungsbogen heutige Wissenschafter*innen zustande bringen. Sie kennen sich einfach überall aus. Früher hatte man ein begrenztes Fachgebiert.
    Dass nun offenbar arme (= ggf. ledige kinderreiche?), weibliche (doch wohl eher: Personen, die sich als Frau angesprochen fühlen), gern migrantische, ggf. behinderte Student*innen bevorzugt werden sollen, ist rührend, aber vielleicht möchte nicht jede Person ihre „soziale Lage“ vor Frau Prof. B. ausbreiten. Die Angaben werden zwar nur erbeten, nicht gefordert, dennoch frage ich mich, ob die vorgetragene Bitte, als quasi-positive Diskriminierung, juristisch haltbar ist.

    • R.J. says:

      Danke, der enorme, zum Zerreißen gespannte intellektuelle Spannungsbogen fiel mir ebenfalls auf, aber das ist in einer Zeit, in der man keine Kompetenz auf einem Gebiet mehr aufweist, sondern quasi gratis Kompetenzen ad libitum erwirbt, ganz normal. Dennoch fehlte mir einiges an wichtigen Themen wie “Quarks als CERNistisch-Lukrezianische Konstruktion in Finnegeninas Wake” oder “Die Valenzen des Holzkohle-Genoms als Genderfrage aus transrapidistischer Untersicht”, ich denke, da sollte die DFG ran.

  3. corvusalbusberlin says:

    Das Fachgebiet : “Gender und Globalisierung” gab’s zu meiner Studentenzeit glücklicherweise noch nicht.
    Aber  bei “Literaturrecherche- und Beschaffung”   hat es bei mir sofort “geklingelt”.
    Das heißt im Klartext, der Herr Professor  – sagen wir hier mal -Germanistikprofessor –   sucht einen Dummen, der ihm den ganzen Krempel, den er für sein Buch braucht, welches er zu schreiben gedenkt, zusammensucht ,  rund um die Uhr abrufbereit  –   also wie ein Fiffi zur Verfügung steht, mit Bett in der Abstellkammer –  heute mit dem Luxus des Internet’s.
    Soviel Platz muss sein.
    Die Sklavenarbeit ist darum nicht geringer geworden, eher mehr.

    Eine Bekannte von mir – Studentin der Kommunikationswissenschaften – hat  vor  ca. 7 Jahren für so einen Antreiber rund um die Uhr bis zum Nervenzusammenbruch gearbeitet.

    Wohlgemerkt, das gilt nicht für alle Professoren !

    Ich kann nur allen Studenten raten, einen großen Bogen um diese Ausbeuter  zu machen.
    Geht unkonventionelle Wege! Vielleicht finden sie auch nicht mehr genug Dumme.

    Darum wohl die Ausschreibung  an “Arbeiterkinder mit Migrationshintergrund, die nach Möglichkeit weiblich oder intersexuell oder was auch immer,…)
    Frauen sind  auch heute immer noch die Dümmeren, die sich manipulieren lassen….


    Meine Lieblingsarbeitgeber in den Ferien waren oft Anwälte, z. B. Patentanwälte oder Strafverteidiger, wo die Arbeit hochinteressant war und auch gut bezahlt wurde.
    Ich schrieb wie ein Weltmeister auf der IBM und Steno in Windeseile.

    Und ich hatte immer ein Faible dafür, für einen menschlichen Menschen zu arbeiten.

    Wirklich Geld verdienen konnte man auf der Igedo in Düsseldorf.
    Und dort hatte man unendlichen  Spaß.
    Von dem verdienten Geld konnte ich mir  oft  ein ganzes Semester mit allen Drum und Dran finanzieren, natürlich in bescheidenem Rahmen.
    Aber mehr wollten die meisten von uns gar nicht.
    Von den vorgeführten Kleidern oder Hosen bekam man vieles geschenkt.
    Das waren noch Zeiten !

    Das Dilemmer vieler  jungen Leute  der heutigen Zeit sind  leider ihre überzogenen Ansprüche. Schicke Wohnung und natürlich eine Blechkiste.
    Trotz  saumäßiger Bezahlung machen sie sich zum Sklaven.

    Die großartigsten Menschen, für die ich je als junger Mensch gearbeitet habe, waren zwei  Professoren  an der Kunstakademie Düsseldorf. Das war einen irre Zeit!

  4. Jürg Rückert says:

    Kalendergeschichte schon anno 2005 geschrieben:
    Als Vater von 3 Kindern spreche ich bei der Beauftragten für „ausgleichende Gerechtigkeit“ vor. Diese mächtigen Frauen unterstehen direkt dem Wohlfahrtsauschuss in Brüssel. Sie vergeben die entscheidenden Sozialpunkte für Berufseinsteiger. Aber ich ziehe deprimiert ab: Mein Konrad ist männlich, weiß, normosexuell und nicht missbraucht, nicht drogenabhängig, unislamisch, polizeilich nicht gemeldet, keine Behinderung usw. In Mathe eine Eins, aber in Sexuallehre eine schwache Vier!
    An der Tür ruft mir Ngorongo, so heißt die Dame, noch nach: „Ihr Sohn könnte in Saisonarbeit eine Stelle als Baumwollpflücker im Sudan antreten!“ „Oder im Ngorongoro-Krater Zebramist sammeln?“, fauche ich sie an. Das hätte ich besser nicht getan! Jetzt kommt meine Familie in der Rechner des Jakobiner-Komitees in Brüssel. Die Folgen sind unabsehbar.

    Beruhigende Ergänzung: Konrädlein sortiert inzwischen als Informatiker in München Datenmist aus!

    So weit ich weiß, ist der Begriff “Behinderte” zum “Krüppel” geworden. Es heißt nun “anders Begabte”. Bitte beachten, sonst droht der “Negerbeauftragte” der Bundesregierung.
    Ja, die Begriffe inflationieren wie morgen unser Geld.

  5. xxx says:

    Wenn das wirklich 41 Wochenstunden sein sollen, dann suchen die eine Vollzeitkraft, wollen aber maximal eine Halbzeitstelle bezahlen. Parallel dazu studieren geht dann nicht mehr.

    • Maesi says:

      Das wurde, glaube ich, falsch in den Artikeltext übernommen. In der Ausschreibung steht 41 Stunden pro Monat, also etwa 10 Stunden pro Woche.

  6. corvusalbusberlin says:

    Wer’s glaubt, wird selig. Letztendlich werden 10 Stunden pro Tag dabei herauskommen.
    Bett wird gestellt und – vielleicht ab und zu ein Sandwich und ein Becher Café .

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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