Populisten – Einwanderungsfeinde, Trumps, EU-Gegner: Tagesschau ist umstellt

In Slowenien hat die „einwanderungsfeindliche SDS“ die Wahl gewonnen. Diese neue Wortschöpfung aus dem Hause „Tagesschau“, in dem man nun bereits jeden, der anmerkt, dass man nicht generell und ohne Ansehen der Person, Flüchtlinge einreisen lassen kann, zu einem „Feind“ der Einwanderung erklärt, ist ein neues Stadium im Versuch der Tagesschau-Redaktion gegen das, was die dort Kasernierten für Populismus halten, anzuschreiben.

Ein Argument als Einschub: Menschen sind nicht gleich. Sie unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten, Kenntnissen, in ihren Bedürfnissen, in den Motiven ihrer Handlungen, in ihrer Aufrichtigkeit, in ihrem Respekt vor anderen Menschen und in vielen anderen Punkten. Deshalb ist jede Politik, die Menschen gleich behandeln will, dann, wenn mit Gleichheit keine auf gleiche Verteilung von Start-Chancen gerichtete Gleichheit, sondern eine Ergebnisgleichheit gemeint ist, die Unterschiede in den Fähigkeiten von Menschen negiert, eine menschenfeindliche Politik, die Leistung einebnet, Anstrengung nicht goutiert und Motivation nivelliert, die den Kriminellen mit dem Arzt gleichsetzt, alle eben über einen Kamm schert. Abgesehen davon haben Politiker nicht die Aufgabe, sich zum Retter der Bedrohten aufzuschwingen, koste es, was es wolle. Sie haben in erster Linie die Aufgabe, ihre Bevölkerung zu schützen, deren Nutzen zu mehren und Schaden von ihr abzuwenden. Schließlich diskriminiert man z.B. die motivierten und leistungsbereiten unter den Flüchtlingen, wenn man sie mit denen gleichsetzt und mit denen gleichbehandelt, die eben nicht motiviert und leistungsbereit sind.

Menschen verbinden Begriffe, so hat Burrhus F. Skinner in seinen Untersuchungen gezeigt, zu Assoziationsketten. Die Ketten umfassen gleichgelagerte Begriffe, Bewertungen usw. Gelernt werden Assoziationsketten über Stimuli, die dargeboten und mit bestimmten (psychologischen) Belohnungen oder Bestrafungen verbunden sind. Ein Schüler, der die Assoziationskette 2, 4, 8, 16, 32 gelernt hat (2x) wird vom Mathematiklehrer gelobt, verbindet diese positive Belohnung mit der Assoziationskette und merkt sie sich. Das ist im Nukleus die Art und Weise, wie Skinner sich den Prozess des Lernens vorstellt.

Manipulateure und diejenigen, die versuchen, die Meinung, das Denken und Handeln anderer zu beeinflussen, versuchen sich den beschriebenen Zusammenhang, zunutze zu machen. Die Idee, die offensichtlich auch in der Redaktion der ARD-Tagesschau verbreitet ist, lautet: Wenn man Begriffe oft genug mit einer negativen Assoziation verbindet, dann kann man diese Begriffe als negative Begriffe durchsetzen, entsprechende Assoziationen im Denken von Menschen herbeischreiben und letztlich Einfluss auf das Verhalten der entsprechenden Menschen nehmen.

Deshalb ist die Redaktion der Tagesschau angetreten, ihren Lesern Populismus als negativen Begriff einzuhämmern und ihn mit allerlei Assoziationen zu verbinden, die dadurch gleichermaßen negativ bewertet werden sollen. Diese Form der ARD-Manipulation, die mit der Prämisse, dass jemand Populismus negativ findet und die Zuschreibungen, die die ARD vornimmt, teilt, hat dazu geführt, dass in der Redaktion der Tagesschau nicht nur eine wahre Populismus-Epidemie ausgebrochen ist, die Redakteure der Tagesschau haben sich auch in einen Zustand der Paranoia geschrieben: Sie sind umstellt von Populisten.

Prototyp des öffentlich-rechtlichen Journalisten

Letzter Höhepunkt in der Feindaufklärung der Tagesschau-Redaktion ist die Feststellung, dass nun auch Slowenien an „einwanderungsfeindliche Populisten“ verloren ist. Zuvor mussten die Redakteure schon mit ansehen, wie die Welt, wie sie sie sich wünschen, auseinander gefallen ist. Populisten in der Türkei, in der Schweiz, dort sogar rechte Populisten, Tschechien ist voller Populisten. Ihr Führer eine Mischung aus „Jekyll und Hyde“, wie die Tagesschau befindet. In Ungarn herrscht mit Viktor Orban ein Populist, der „Populismus auf Kosten von Schutzsuchenden betreibt“. Die Polen? Populisten, weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen. Populisten als EU-Gegner haben sich in den Niederlanden um Geert Wilders angelagert. Österreich. Populisten, rechte Populisten und Leute, die nie über Hans Krankl hinweggekommen sind, wie jüngste Ereignisse zeigen. Populisten sind in Frankreich auf dem Vormarsch. Sie sitzen im deutschen Bundestag, stellen in Italien die Regierung. In Großbritannien haben sie den BREXIT erwirkt. In Katalonien wollen sie den E-XIT erwirken. Und in den USA, in den USA, da sitzt der Inbegriff von Populismus, der Trump, der Intimfeind aller Tagesschau Redakteure. Kein Nachrichtensender berichtet negativer über Trump als die ARD-Tagesschau. Die Redakteure, sie haben eine Mission, eine Sendung: Die Welt vom Populismus, von dem, was sie für Populismus halten, reinigen. Und immer hektischer und hysterischer betreiben sie ihre Mission. Mit jedem neuen Populisten, den sie ausmachen, steigt ihr Populismus-Textoutput, um die deutsche Bevölkerung vor dem Übel, das sich überall anbahnt, zu warnen und den Tagesschau Lesern die eindeutige Nachricht zu vermelden: Populismus ist böse, halb Europa, wenn nicht mehr, ist böse, Deutschland ist von Populisten umzingelt, im Osten, im Süden, im Westen, nur im Norden gibt es noch Fluchtwege, die offen sind [Tagesschau-Redakteure scheinen ängstliche Menschen sein, die bange in die Zukunft schauen].

Diese Form der Paranoia, sie bleibt nicht ohne Folgen. Wir haben eine Verlaufskurve erstellt, die zeigt, wie sehr die Redakteure der Tagesschau in den letzten Jahren von ihrer Manie überwältigt wurden. Die folgende Abbildung stellt die Berichte zusammen, die pro Jahr auf Tagesschau.de veröffentlicht wurden und die „Populismus“ als zentralen Bestandteil hatten. Schon jetzt, nach nicht einmal einem halben Jahr, sind 2018 weit mehr Beiträge mit Populismus als Inhalt auf Tagesschau.de erschienen, als im gesamten Jahr 2017 (130 gegenüber 88). Die Manie schreitet voran, in der von u.a. George C. Homans beschriebenen Weise: Weil die Belohnung, die sich Tagesschau-Redakteure davon erhoffen, dass sie gegen Populismus anschreiben, immer weniger Wert für sie hat, müssen sie immer mehr dagegen anschreiben.

So entsteht die beeindruckende Fieberkurve, die Kurve einer Manie, die in der Abbildung dargestellt ist und von der man sich nicht fragen muss, wo sie enden wird. Die psychiatrischen Abteilungen sind voller Personen mit Psychosen.

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