2017 gab es in Deutschland 1030 Mordopfer

Weil es einige Verwirrung darüber gibt, was in welchen Statistiken eigentlich abgebildet ist, hier ein Nachtrag aus der Polizeilichen Kriminalstatistik.

Schlüssel „010000“ bezieht sich auf Mord (§211 StGB):

§ 211 Mord:

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Das Bundeskriminalamt bereitet Daten in drei Formen auf:

  • Die Fallzahlen von Delikten, also die Anzahl der Straftaten, die die angegebenen Bedingungen des §211 StGB erfüllen;
  • Die Anzahl von Tatverdächtigen, also die Anzahl derjenigen, die verdächtigt werden, ein Delikt nach §211 StGB, also einen Mord, verübt zu haben.
  • Die Anzahl der Personen, die Opfer eines Delikts gemäß §211 StGB geworden sind, also Mordopfer, die man nach landläufiger Ansicht als tot ansehen muss.

Die folgende Abbildung stellt die Entwicklung der Anzahl der Mordopfer für die Jahre 2000 bis 2017 dar. Die Daten stammen abermals aus den Zeitreihen des Bundeskriminalamts.

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