Muss ziemlich starker Stoff sein, das, womit sie ihre Sinne benebeln, und am Ende, wenn Sie genug geraucht haben, dann geht der Huth hoch, der Peter Huth. Und wenn der Peter Huth hochgeht, dann schreibt er Texte, denen man ansieht, warum ihm der Hut(h) hochgegangen ist: Weil ihm die Sinne benebelt sind, von was immer die da rauchen, bei der WELT.
2 Minuten Lesezeit steht über dem Artikel von Huth. Wieviel Zeit zum Verfassen des Unsinns, den Huth verbreitet, notwendig war? Im Rausch schreibt man zuweilen schnell … merkt nicht, was man schreibt.
Huth schreibt, wie schnell auch immer, dass Sami al-Aidoudi, der gerade nach Tunesien abgeschobene ehemalige Leibwächter von Osama bin Laden, der sich in Deutschland, wie Huth weiter schreibt, als Hassprediger verdingt hat, finanziert über Sozialhilfe in Höhe von 1.100 Euro, der als gefährlich, als Gefährder galt, der in Deutschland „nichts verloren“ hat, wie Huth goutiert, dennoch nach Deutschland zurückgeholt werden müsse: Denn Gerechtigkeit sei ein Gefühl. „Aber herrscht auch Recht?“ So fragt er, vermutlich sich, denn er gibt die Antwort „Nein“.
Dem Gefühl der Gerechtigkeit stellt Huth in einer Art intellektuellem Husarenstück das Recht als nicht-emotionalen Fels in der Brandung der Gefühle gegenüber. Dieses Recht, es malt in Mühlen und langsam, sehr langsam, schließlich wollen ein Vielzahl von Juristen mit diesem Recht ein Auskommen erwirtschaften. Das Recht, dieser nicht-emotionale Fels, den Huth der Flut empfundener Gerechtigkeit gegenüberstellt, es war noch nicht gesprochen. Also müsse Sami al-Aidoudi nach Deutschland zurückgebracht werden, damit festgestellt werden könne, dass er kein Aufenthaltsrecht in Deutschland habe und wieder abgeschoben werden könne (der Schluss ist von uns!). Das macht immerhin noch drei Prozess- und Gerichtsgebühren für die beteiligten Anwälte und darum geht es letztlich im Recht, nicht um Gerechtigkeit, sondern um Einkommen, Einkommen für diejenigen, die vom Recht leben (Ein beliebter Spruch unter Richtern lauten: Hier bekommen sie kein Recht, sondern ein Urteil).
Doch zurück zu Huth und seiner Ansicht, dem unverrückbaren Recht, das auf uns hernieder gekommen sei, das unveränderlich die Gezeiten des Wandels überstehe, stehe die Gerechtigkeit gegenüber, die nur ein Gefühl sei.
Was für ein Unsinn.
Gerechtigkeit, das wüsste Huth, wenn er eine entsprechende Ausbildung oder den entsprechend gesunden Menschenverstand hätte, mag empfunden oder eben nicht empfunden werden, aber sie ist nicht auf die Emotionen derer, die sie empfinden oder eben nicht, begrenzt. Was für eine irre Vorstellung, Emotionen führten ein Sonderdasein, das keine Verbindung zur Realität hat. Liebe ohne Objekt, Hass ohne Gegenstand, Gerechtigkeit ohne Anlass. Was um aller Götter Willen raucht Huth bis ihm derselbe hochgeht?
Gerechtigkeit hat ganz konkrete Objekte, auf die sie sich bezieht, so wie alle Emotionen. Die Objekte, auf die sich Gerechtigkeit bezieht, sind z.B. Aspekte der Verteilung von Ressourcen. Wieso, so fragen sich manche, erhält jemand, der gegen das Gemeinwesen der Deutschen anpredigt, mehr Geld als jemand, der nach 45 Jahren, die er Steuern in dieses Gemeinwesen bezahlt hat, Rente bezieht. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit und wie man sieht, eine Frage, die einen konkreten Gegenstand hat: Die Verteilung von Ressourcen.
John Stacy Adams hat diese Beziehung zwischen dem, was man in etwas an Anstrengung investiert und dem, was man als Belohnung für diese Anstrengung erhält, systematisiert und formuliert, dass immer dann, wenn das Verhältnis der eigenen Anstrengung und Auszahlung dem entsprechenden Verhältnis von Anstrengung und Auszahlung anderer entspricht, Gerechtigkeit vorliegt. A leistet mehr als B und erhält mehr Auszahlung. Gerechtigkeit liegt vor. A leistet weniger als B und erhält dennoch mehr Auszahlung: Gerechtigkeit liegt nicht vor.
Während man eine solche formale Sichtweise auf Gerechtigkeit einnehmen kann, kann man dasselbe mit Recht nicht.
Recht ist einfach eine Ansammlung von Sätzen.
Die Sätze sind von Menschen geschrieben und spiegeln die Machtverteilung in einer Gesellschaft wider.
Menschen und Machtverteilungen ändern sich.
Deshalb ändert sich das Recht.
Recht ist nicht in Stein gemeißelt.
Recht ist veränderlich.
Im Gegensatz zu Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit ist ein formales Prinzip.
Es verhält sich also gerade anders herum als Huth schreibt.
Dass Bürger in Deutschland Ressourcen erwirtschaften müssen, von denen Personen wie Sami A leben, ist entsprechend ungerecht.
Dass Juristen darauf bestehen, selbst in Fällen wie „Sami A“ alle Gerichts- und Verhandlungsgebühren einzustreichen und die Kosten des Rechtsweges für die Bürger, die sie erwirtschaften müssen, zu maximieren, ist entsprechend ungerecht.
Dass normale Bürger aus Paragraphenreitern, die sich auch in aussichtslosen Fällen durch alle Instanzen klagen, um so viel wie möglich Gebühren aus den Steuerzahlern, die die Anwalts- und Prozesskosten zu tragen haben, zu pressen, nichts anderes schließen können, als dass das derzeitige Recht es Anwälten ermöglicht, auf Kosten der Allgemeinheit zu leben und sich gewissenlos auf deren Kosten zu bereichern, ist weder gerecht noch Recht, sondern zwangsläufig.
Dass Huth meint, er müsse diejenigen, die wissen, dass Gerechtigkeit ein formales Prinzip ist, während Recht nur ein Kodex ist, den man ändern kann und muss, wenn er nicht mehr zeitgemäß ist, als Hysteriker bezeichnen, zeigt zum einen, dass die Obrigkeit bei manchen – vollkommen unabhängig davon, was sie rauchen – zu etwas wird, was hörig macht, zum anderen, dass Hörigkeit und Andienen nicht weit voneinander entfernt sind.
Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann unterstüten Sie das private Blog ScienceFiles!
[wpedon id=66988] ScienceFiles-Spendenkonto
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege
Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher!
DENN: ScienceFiles lebt von Spenden.
Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:
Nun, wo wurde bei Frau Zschäpe „Recht gesprochen“. Jemanden zu lebenslanger Haft verurteielen von dem es nicht mal Spuren an den Tatorten gibt, aber einen „anerkannten“ Terroristen wieder zurückholen zu wollen, spricht Bände.
Und nicht zu vergessen, BND-Mitglied Andreas Temme, der am Tage des Mordes im Internet-Cafe zugegen war, sogar noch Geld auf die Theke gelegt hat und weder Schuß gehört, noch Blut gesehen haben will…
Wer die Nebelkerze NSU, deren nichtgeschredderte Akten für 120 Jahre gesperrt werden, verstehen will, sollte sich mit „fatalist“ auseinandersetzen.
Huth ist nur ein dummer arroganter Pinsel. Fragt mal Hadmut Danisch, der durfte auch schon die Erfahrung machen. Was Huth in seinen Kommentaren so schreibt ist in der Regel ziemlicher Blödsinn Wie zB letztens sein Beitrag zur vorerst zurückgestellten Urheberrechtsreform.
Das Urteil der Verwaltungsrichter ist abstrus, aber kein „Recht“.
Tunesien ist Mitglied der UN und hat die UN-Antifolterkonvention ratifiziert, dies wird vom UN- Antifolter-Ausschuss überwacht! Diesem Gremium gehören 10 unabhängige Experten an.
Deutschland darf ! von Tunesien keine Erklärung verlangen, das Sami A. nicht gefoltert wird, (Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz für souveräne Staaten im Völkerrecht!)
und Tunesien darf ! sie nicht abgeben, weil sonst unterstellt werden könnte, dass in anderen Fällen gegen die völkerrechtlich verbindliche Konvention verstoßen wird.
Das „Gerechtigkeitsgefühl“ hat also in diesem Fall sogar „Recht“ und die Richter am Verwaltungsgericht haben, aus welchen Gründen auch immer, gegen einen wesentlichen Grundsatz des Völkerrechts verstoßen.
Wir sehen, dass du dich in folgendem Land befindest: Vereinigtes Königreich. Wir haben unsere Preise entsprechend auf Pfund Sterling aktualisiert, um dir ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Stattdessen Euro verwenden.Ausblenden
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
Show CommentsSozialhilfe? Die gibt es noch?
In der Umgangssprache gibt es sie noch. In der Verwaltungssprache nicht mehr. Dem Geld, das gezahlt wird, ist die Denotation egal.
Nun, wo wurde bei Frau Zschäpe „Recht gesprochen“. Jemanden zu lebenslanger Haft verurteielen von dem es nicht mal Spuren an den Tatorten gibt, aber einen „anerkannten“ Terroristen wieder zurückholen zu wollen, spricht Bände.
Und nicht zu vergessen, BND-Mitglied Andreas Temme, der am Tage des Mordes im Internet-Cafe zugegen war, sogar noch Geld auf die Theke gelegt hat und weder Schuß gehört, noch Blut gesehen haben will…
Wer die Nebelkerze NSU, deren nichtgeschredderte Akten für 120 Jahre gesperrt werden, verstehen will, sollte sich mit „fatalist“ auseinandersetzen.
https://sicherungsblog.wordpress.com/
Tote laden nicht nach:
Huth ist nur ein dummer arroganter Pinsel. Fragt mal Hadmut Danisch, der durfte auch schon die Erfahrung machen. Was Huth in seinen Kommentaren so schreibt ist in der Regel ziemlicher Blödsinn Wie zB letztens sein Beitrag zur vorerst zurückgestellten Urheberrechtsreform.
Das Urteil der Verwaltungsrichter ist abstrus, aber kein „Recht“.
Tunesien ist Mitglied der UN und hat die UN-Antifolterkonvention ratifiziert, dies wird vom UN- Antifolter-Ausschuss überwacht! Diesem Gremium gehören 10 unabhängige Experten an.
Deutschland darf ! von Tunesien keine Erklärung verlangen, das Sami A. nicht gefoltert wird, (Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz für souveräne Staaten im Völkerrecht!)
und Tunesien darf ! sie nicht abgeben, weil sonst unterstellt werden könnte, dass in anderen Fällen gegen die völkerrechtlich verbindliche Konvention verstoßen wird.
Das „Gerechtigkeitsgefühl“ hat also in diesem Fall sogar „Recht“ und die Richter am Verwaltungsgericht haben, aus welchen Gründen auch immer, gegen einen wesentlichen Grundsatz des Völkerrechts verstoßen.
Auctoritas, non veritas facit legem