„Wir sind Chemnitz“: Die Technische Universität Chemnitz macht sich zum Gespött

Man sagt, einen schlechten Wissenschaftler erkennt man daran, dass er weitschweifige, inhaltsleere und dumme Antworten auf Fragen gibt, die ihm niemand gestellt hat.

Harold Garfinkel hat dies in einer Weise an das Tageslicht befördert, die ihm den Hass nicht weniger seiner akademischen Zeitgenossen eingebracht hat. Wer lässt sich schon gerne als der Spruchbeutel vorführen, der er nun einmal ist.

Die Universität Chemnitz, deren Rektor Dr. Gerd Stromeier, hat sich gerade als ein solcher, schlechter Wissenschaftler geoutet. In einem offenen Brief „zu den Ereignissen der letzten Tage“ schreibt Rektor Stromeier:

„Wir sind angesichts der Ereignisse der letzten Tage stark erschüttert und tief betroffen. Die TU Chemnitz verurteilt Gewaltverbrechen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf das Schärfste. Wir sind bestürzt über den gewaltsamen Tod des jungen Mannes am vergangenen Sonntag und die darauffolgenden, durch nichts zu rechtfertigenden fremdenfeindlichen und rassistischen Übergriffe, Ausschreitungen und Randale.“

Wir sehen, der pluralis majestatis ist an der Universität Chemnitz noch in rektoralem Gebrauch, und er wird dazu benutzt, um sich erschüttert, nein stark erschüttert zu zeigen. Immerhin ist an der Universität Chemnitz bekannt, dass alles in Chemnitz mit einem Mord an einem jungen Mann begonnen hat. Nur bei den Nationalitäten, da ist man doch mit erheblichen Gedächtnislücken geschlagen. Wer die oben zitierte Passage liest, der kann, so er den Bezug nicht kennt, problemlos zu der Überzeugung gelangen, dass ein junger Mann in Chemnitz Opfer fremdenfeindlicher Gewalt geworden ist, von Ausländerfeinden ermordet wurde, die im Anschluss an ihre Bluttat noch fremdenfeindliche, oder rassistische Übergriffe oder Ausschreitungen und Randale, suchen Sie sich etwas aus, was es sein darf, aufgeführt haben.

Dass die politische Korrektheit an Hochschulen schon soweit fortgeschritten ist, dass man die Realität nicht mehr als das beschreiben darf, was sie ist, finden nun wiederum wir [Mehrzahl: die Redaktion] erschütternd. Ist es so schlimm, festzustellen, dass Asylbewerber ohne Aufenthaltsrecht einen deutschen jungen Mann ermordet haben?

Wenn Vertreter einer Institution, die sich dem Wissensgewinn verschrieben hat, eine derartige Hemmung haben, die Dinge beim Namen zu nennen, dann ist das nicht nur erschütternd, sondern auch erschreckend. Wenn dieselben Wissenschaftler dann auf dem Bauch vor der politischen Korrektheit rutschen und eine Randale erfinden, die es nicht gegeben hat, oder rassistische oder fremdenfeindliche Übergriffe oder Ausschreitungen, die es ebenfalls nicht gegeben hat, es hat vereinzelte Vorfälle gegeben, nicht mehr und nicht weniger, wie jeder im Bericht der Polizei von Sachsen nachlesen kann, dann kann man sich ungefähr vorstellen, welche Atmosphäre an der so internationalen Technischen-Universität Chemnitz herrscht.

Und weil das alles noch nicht reicht, treibt Strohmeier die Peinlichkeit noch auf die Spitze, beschreibt die TU-Chemnitz als weltoffene Universität – das hat niemand angezweifelt – an der ein friedliches Miteinander gepflegt wird – das wollen wir doch hoffen – deren Kultur im Gegensatz zu den Bildern von „Gewalt, Hass und Hetze“ – Passendes bitte auswählen, Unpassendes streichen – der letzten Tage stünde. Und weil sich der Rektor, also Sie, seine Rektorale Hoheit, „wir“ nun in Rage geredet hat, ist er der Meinung, man müsse ein Video drehen, in dem Wissenschaftler und Studenten sagen dürfen:

Hallo, ich bin der Klaus.

Ich komme aus Hannover.

Ich bin tätig als …

Dreijährigen-Kino, in dem gezeigt wird, wie divers und international die Universität Chemnitz ist. Ja.

Hat das jemand bestritten?

Hat jemand die Angestellten, Studenten und Dozenten der TU-Chemnitz, die aus der Ukraine, aus Indien, Thailand, ja selbst aus Sachsen kommen, dazu aufgefordert, Deutschland zu verlassen?

Wir können uns nur an Ärger erinnern, der sich angesichts der unkontrollierten Massenzuwanderung entladen hat und der sich gegen Asylbewerber gerichtet hat, die in den letzten Wochen mit allerlei Mordlust in den Schlagzeilen präsent waren.

Niemand – außer dem Rektor der TU-Chemnitz und den üblichen linken Ideologen, spricht generell von Ausländerfeindlicheit oder Fremdenfeindlichkeit. Niemand hat sich gegen den Verbleib von Franzosen, Tunesiern, ja selbst Sachsen an der TU-Chemnitz ausgesprochen.

Nur der Rektor der so vielfältigen Technischen Universität ist nicht in der Lage, zu differenzieren und die Vielfalt der Welt, in der es Menschen gibt, die unkontrollierte Zuwanderung nicht gut finden, aber dennoch KEINE Ausländerfeinde sind, ist überzeugt, dass demnächst die Chemnitz Ultras seine Universität stürmen.

Deshalb werden die Dmytros und Nalins aus dem Video dazu verdonnert, zu sagen „Wir sind Chemnitz!“. Ja. Und wir sind Llanelli Scarlets. Und jetzt?

Hat es jemand bezweifelt, dass die Angehörigen der TU-Chemnitz, die in Chemnitz lernen, lehren und arbeiten, zu Chemnitz gehören?

Das macht manche Wissenschaftler so peinlich, dass sie mit einem Trara und Pomp auf Nichtigkeiten reagieren und Fragen, die niemand aufgeworfen hat, beantworten wollen, egal, ob sie sich dabei um Kopf und Kragen reden.

War dieses Wir und Die nicht letztens noch ein Indiz dafür, dass man es mit einem Rassisten zu tun hat? Wenn wir uns recht erinnern, hat die Amadeu-Antonio-Stiftung in einem ihrer Pamphlete erklärt, dass man die Rassisten daran erkennt, dass sie die Welt in Wir und “die anderen” einteilen. Wir sind Chemnitz-Rassismus quasi…

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