Der Wald stirbt, weil die Temperatur NICHT steigt – Ein weiterer Schlag für Klimawandel-Hysteriker

Vergessen Sie alles, was Sie in den letzten Wochen zum Thema „Waldsterben“ gehört haben. All den Sermon, der dazu gepredigt wurde, dass die Phantasie einer globalen Erwärmung Ursache von sterbenden Bäumen sei. Globale Erwärmung hat damit überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil: Gäbe es eine globale Erwärmung, dann gäbe es kein Waldsterben.

Unsere Geschichte beginnt damit, dass Pflanzen viel Wasser einsetzen müssen, um über so genannte Stoma CO2 einfangen zu können. Je mehr Wasser die Pflanze zur Verfügung hat und je mehr CO2 in der Luft ist, desto einfacher für die Pflanze und desto besser gedeiht sie. Deshalb herrschen in Gewächshäusern in der Regel „tropische Bedingungen“ mit hoher Luftfeuchtigkeit und künstlich erhöhtem CO2-Gehalt von rund 600 ppm.

Für das Gedeihen von Pflanzen ist das Wasserdampfdruckdefizit, Vapor Pressure Deficit (VPD), ein Maß für Sättigungsdichte der Luft mit Feuchtigkeit, von Bedeutung. Das Defizit stellt die Feuchtigkeit, die sich in der Luft befindet, zu der Feuchtigkeit in Beziehung, ab der sich Sättigung einstellt, ab der also Scheiben beschlagen und Feuchtigkeit sich auf Pflanzen abzulagern beginnt. Wenn das VPD steigt, dann sinkt die Luftfeuchtigkeit. Sinkt die Luftfeuchtigkeit, dann wird es für Pflanzen schwieriger die Photosynthese durchzuführen, also CO2 aufzunehmen, um u.a. Zucker und Sauerstoff zu bilden. Der Prozess der Photosynthese ist für Pflanzen ohnehin schon ein wasserintensiver Prozess. Eine trockene Umgebung, die durch ein hohes und steigendes VPD ausgezeichnet ist, führt dazu, dass Pflanzen gegen die Verdunstung von Wasser Vorkehrungen treffen müssen. Sie schließen dazu ihre Stoma, was bedeutet, dass sie kein CO2 mehr aufnehmen können. Sie leben von ihren Reserven und sterben, wenn die Reserven aufgebraucht sind.

Dem Waldsterben liegt nach den Ergebnissen von Wenping Yuan, Yi Zheng, Shilong Piao, Philippe Ciais, Danica Lombardozzi, Yingping Wang, Youngryel Ryu, Guixing Chen,  Wenjie Don und anderen der beschriebene Prozess zugrunde.

Ein steigendes VPD sorgt dafür, dass Pflanzen ihre Stomata schließen und letztlich an CO2-Mangel sterben.





Dies wirft die Frage auf, warum das VPD steigt? Die Antwort, die diejenigen geben würden, die außer „menschengemachter Klimawandel“ nichts denken können, ist klar, aber falsch.

Quelle

Die Luftfeuchtigkeit und damit das VPD wird im Wesentlichen von der Verdunstung über den Ozeanen bestimmt. Rund 85% des Wasserdampfes entsteht über den Meeren, der Rest über Land. Es liegt daher nahe, den Hauptverdächtigen dafür, dass das VPD steigt, in den Meeren zu suchen und genau das haben die Autoren auch getan. Sie können auf Basis eines Datensatzes, der den Zeitraum von 60 Jahren umfasst, zeigen, dass seit 1998 über Ozeanen weniger Wasserdampf gebildet wird als in den Jahren davor. Dies hat zur Folge, dass weniger Wasserdampf in der Atmosphäre verfügbar ist, das VPD steigt und weil das VPD steigt, werden Böden an Land trockener, trockenere Böden geben weniger Feuchtigkeit an die Luft ab, die Luft wird noch trockener. Trockenere Luft, deren CO2-Gehalt mit 400 ppm im historischen Vergleich sehr gering ist, stellt Pflanzen vor die Wahl zwischen Scylla und Charybdis: kostbare Feuchtigkeit einsetzen, um CO2 in Stoma zu fangen und Photosynthese betreiben zu können, oder von der gespeicherten Feuchtigkeit leben, die Stoma schließen, um weiteren Wasserverlust zu vermeiden und einen Tod aufgrund von CO2-Mangel zu riskieren. Pflanzen reagieren mit einem Schließen der Stoma und sterben einen Tod aufgrund von CO2-Mangel.

Nun widerspricht die Tatsache, dass über Meeren weniger Wasserdampf gebildet wird, allen Vorhersagen der Klimamodelle und ihrer zum Teil heftigen Erwärmung, es widerspricht der ganzen Ansicht, dass es einen menschengemachten Klimawandel gebe, der sich in einer erheblichen Erhöhung der Erdtemperatur niederschlage. Tatsächlich finden Forscher seit rund 30 Jahren stagnierende Temperaturen an den Oberflächen der Weltmeere: „Rhein et al. (16) reported stalled increases of sea surface temperature after the late 1990s based on multiple global datasets, which substantially limited oceanic evaporation”.

Stagnierende Wassertemperaturen führen zu weniger Wasserdampf, der über den Ozeanen gebildet wird, weniger Wasserdampf erhöht das VPD, ein steigendes VPD führt zu trockeneren Böden, trockenere Böden reduzieren die Luftfeuchtigkeit zusätzlich, eine geringe Luftfeuchtigkeit und ein hohes VPD zwingen Pflanzen dazu, ihre Stomata zu schließen und den Tod aufgrund von CO2-Mangel in Kauf zu nehmen.

Nach Ansicht der Autoren um Wenping Yuan beschreibt dieser Prozess die Ursache des Waldsterbens, das u.a. in Deutschland zu sehen ist.

Wir haben die zentralen Stellen aus der Arbeit mit dem Titel „Increased atmospheric vapor pressure deficit reduces global vegetation growth“, die am 14. August in Heft 8 der Zeitschrift Science Advances erschienen ist, zusammengestellt.

Wer sich für die Publikation als solche interessiert, sie ist im Open Access hier zu haben.

“A change of oceanic evaporation is the most important mechanism for the observed decrease in actual water vapor pressure over the land (18). Oceanic evaporation is the most important source of atmosphere water vapor, and approximately 85% of atmospheric water vapor is evaporated from oceans, with the remaining 15% coming from evaporation and transpiration over land (19). Most of the moisture over land is transported from the oceans, which accounts for 35% of precipitation and 55% of evapotranspiration over land (19). We analyzed long-term changes of oceanic evaporation based on a global oceanic evaporation dataset [Objectively Analyzed Air–Sea Fluxes (OAFlux)] (20). The almost 60-year time series showed that the decadal change of global oceanic evaporation (Eocean) was marked by a distinct transition from an upward to a downward trend around 1998 (Fig. 2A). The global oceanic Eoceanhas decreased by approximately 2.08 mm year−1, from a peak of 1197 mm year−1 in 1998 to a low 1166 mm year−1in 2015 (Fig. 2A), and 76% of the sea surface revealed a decreased Eocean after 1999 (Fig. 2B). Rhein et al. (16) reported stalled increases of sea surface temperature after the late 1990s based on multiple global datasets, which substantially limited oceanic evaporation (20). Some studies using global climate models (GCMs) also highlighted that VPD trends over land were predominantly explained by dynamic mechanisms related to moisture supply from oceanic source regions (821). Changes in the recycling of atmospheric moisture over land controlled by soil moisture in supply-limited regions may be an additional contribution to the observed increase of VPD. Koster et al. (22) showed that moisture variability contributed to total precipitation variance in mid-northern latitude regions such as the western United States. 

[…]

Our results support increased VPD being part of the drivers of the widespread drought-related forest mortality over the past decades, which has been observed in multiple biomes and on all vegetated continents (2829). Increased VPD may trigger stomatal closure to avoid excess water loss due to the high evaporative demand of the air (12), leading to a negative carbon balance that depletes carbohydrate reserves and results in tissue-level carbohydrate starvation (28). In addition, reduced soil water supply coupled with high evaporative demand causes xylem conduits and the rhizosphere to cavitate (become air-filled), stopping the flow of water, desiccating plant tissues, and leading to plant death (28). Previous studies reported that increased VPD explained 82% of the warm season drought stress in the southwestern United States, which correlated to changes of forest productivity and mortality (14). In addition, enhanced VPD limits tree growth even before soil moisture begins to be limiting (1730).”


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