“Notgedrungene Gewalt linksnotwendiger Menschen” – Einblicke in die (Krankheit) ANTIFA

Man soll es nicht glauben, aber das folgende Video ist im Dunstkreis öffentlich-rechtlicher Anstalten entstanden. Es verirren sich also noch Leute zu Sendern, die tatsächlich den Anspruch haben, zu berichten, Informationen zu vermitteln, und zwar auf eine mehr oder weniger objektive Art und Weise, so dass sich jeder Zuschauer ein eigenes Urteil über das, was er gesehen hat, bilden kann. Es ist sicher kein Zufall, dass es sich um zwei junge und männliche Journalisten handelt. Wer wissen will, warum es männliche Journalisten sind, dem empfehlen wir die Lektüre der Einführung von Max Horkheimer zu den Studien über Autorität und Familie.



Was wir aus diesem Video mitgenommen haben, ist das Bild von, nennen wir sie anomischen Personen. Anomie entsteht, wenn die Mittel, die Individuen zur Verfügung haben, nicht ausreichen, um gesellschaftlich vorgegebene und positiv bewertete Ziele, Status, ein gutes Leben, Geld, ein Haus, ein Beruf, einen sozialen Stand in der Gesellschaft in einer für das jeweilige Individuum befriedigenden Weise und vor allem unter Verwendung der dafür gesellschaftlich vorgesehenen und akzeptierten Mittel zu erreichen. Die Anomieforschung ist in der Soziologie eines der traditionellen Felder. Es geht auf Robert K. Merton (bzw. Emile Durkheim) zurück, der eine Typologie von fünf Anpassungstypen entwickelt hat, für den Umgang mit diesem Auseianderklaffen der eigenen Mittel und der gesellschaftlichen Ziele, die man erreichen will:

  • Konformität: Die Ziele und die Beschränktheit der eigenen Mittel werden akzeptiert – Das Beste aus der eigenen Situation machen, ist das Motto, unter das man diesen Anpassungstyp stellen kann.
  • Innovation: Die Ziele werden akzeptiert, nicht jedoch die Mittel. Es wird versucht, jenseits von legitimen, zuweilen auch legalen Mitteln zu den entsprechenden Zielen zu gelangen.
  • Ritualismus: Die Ziele werden als illusorisch aufgegeben, die Mittel genutzt, um ein Auskommen zu haben.
  • Rückzug: Aufgabe von Zielen und jeden Versuchs, die Ziele zu erreichen – eine Form der Degeneration.
  • Rebellion: Aufgabe von Zielen und Mitteln und Kampf gegen sowohl die gesellschaftlichen Ziele als auch die vorgegebenen Mittel, um diese Ziele zu erreichen.

Rebellion ist offenkundig ein Bruch mit allem, was eine Gesellschaft bereitstellt, was diese Gesellschaft ausmacht und im Gegensatz zu Innovation, die zuweilen unter Entwicklung gewitzter Lösungen zum Ziel kommt, ist Rebellion durch eine Form der Haltlosigkeit ausgezeichnet, wie sie sich aus einer rein negativen Definition ergibt: Rebellen, wie sie Merton fasst, wissen wogegen sie sind und sie haben eine Erzählung, die ihnen legitimiert, warum sie dagegen sind. Aber sie haben keinerlei positive Bestimmung für sich und ihre Tätigkeit. Ihre Identität ist ausschließlich auf Abgrenzung gebaut, basiert auf keinerlei positiver Selbstbeschreibung, umfasst keinerlei positive Zielbestimmung.



Das beschreibt die Antifanten, die von Timm und Tobias (Die Jugendlichkeit eines Formats wird bei öffentlich-rechtlichen Sendern dadurch versucht, zum Ausdruck zu bringen, dass die Reporter ihrer Nachnamen beraubt werden …) interviewt werden, sehr gut.

Keiner von ihnen ist in der Lage, eine positive Beschreibung seiner Ziele und damit letztlich eine Legitimation der Mittel, die er einsetzt, zu geben. Gefragt, wie die Gesellschaft aussieht, die sie anstreben, können alle Interviewten nur Plattitüden von sich geben: “keine Grenzen”, “jeder ist willkommen”, “alle haben die gleichen Möglichkeiten”, “eine Welt ohne Geld”, “kein Deutschland mehr”, “kein Staat – halt irgendwelche Cluster”, “kein Kapitalismus”. Das sind alles O-Töne von Antifanten aus dem Video. Es wirkt, wie ein Brainstorming von Kindern, die ihre Traumwelt beschreiben sollen, eine Traumwelt, die mit den Bedingungen, die nun einmal in jedem Land herrschen, beschränkte Ressourcen, Wettbewerb um gesellschaftliche Positionen usw. usf., überhaupt nicht vereinbar sind. Es zeigt die Not haltloser Kinder, die vor Abschluss der dazu notwendigen Entwicklung ohne die Anweisungen von Lehrern auskommen müssen.

Kann man aus dem vollständigen Fehlen einer positiven Zielbeschreibung durch Antifanten entnehmen, dass sie nicht über den Entwicklungsstand von Kindern hinausgekommen sind, so weist die Tatsache, dass sie offenkundig über pseudo-intellektuelle Techniken verfügen, um diesen Mangel zu überdecken, darauf hin, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Anspruch, mit dem sie der Welt gegenübertreten und ihrer tatsächlichen Kompetenz gibt. Ein erster Hinweis auf narzisstische Persönlichkeiten, der sich in pseudointellektuellen Entschuldigungen der eigenen Unfähigkeit, positive Ziele für die eigene Existenz und Tätigkeit zu formulieren, niederschlägt: “Kein Plan, wie das genau aussieht”, “alles grau”, “sehr komplex”, “kompliziert”, “keine einfache Lösungen”. Das Beschriebene wird dann zu einem Syndrom, das psychiatrischer Betreuung bedarf, wenn die Unfähigkeit einer positiven Bestimmung der eigenen Existenz und deren Kaschierung mit pseudointellektuellem Geschwätz zur Basis genommen wird, um mit größter Sicherheit die Anwendung von Gewalt zu rechtfertigen.

Die Bereitschaft, Gewalt gegen Menschen und Sachen einzusetzen, “Nazis” eine blutige Nase zu verschaffen, eine “Coca Cola Fabrik abzubrennen”, einen Nazi umzubringen, die Sicherheit, mit der diese Bereitschaft vorgetragen wird, steht in einem umgekehrt reziproken Verhältnis zur eigenen Unfähigkeit, sich einen positiven Lebenssinn zu geben, ein positives Lebensziel. Dieses Scheitern an einer grundlegenden Entwicklungsleistung auf dem Weg zum erwachsenen Menschen muss durch Gewalt kompensiert werden, ein gesellschaftlich geächtetes Mittel, das genutzt wird, um sich als abweichenden Teil einer Gesellschaft zu inszenieren. Er greife notgedrungen auf Gewalt zurück, “damit ich meine Ziele durchsetzen kann”, sagt ein Antifant und liefert damit die Lehrbuchdefinition eines Psychopathen. Ein anderer bezeichnet sich als “linksnotwendigen Menschen”, der, weil Demos nichts ändern, auf Gewalt zurückgreift. Stefan Aust hat diese Form der Legitimation von Gewalt für die Mörder von Baader-Meinhof und RAF beschrieben.



Antifanten, das macht diese Reportage sehr deutlich, sind Menschen mit mehr oder weniger großen Entwicklungsstörungen, die nicht in der Lage sind, sich einen positiven Lebenssinn zu geben, und deshalb eine gesellschaftliche Gruppe benötigen, von der sie sich abgrenzen können, um ein Surrogat von Lebenssinn zu schaffen. Diese Chimäre einer eigenen Identität ist ständig in Gefahr, in sich zusammenzubrechen, weshalb sie mit immer extremeren Mitteln aufrecht erhalten werden muss, Gewalt, Körperverletzung, brennende Fabriken, Tötung von Nazis, weil sonst nichts passiert, das alles kommt in Phantasien und in Teilen in der Realität vor.

George C. Homans hat fünf (wieder fünf) Hypothesen darüber aufgestellt, wie Menschen funktionieren, eine davon ist die Sättigungs-Deprivationsthese: Je öfter eine bestimmte Belohnung erhalten wird, desto weniger wertvoll wird diese Belohnung. Um die eigenen Defizite, die in der Unfähigkeit, einer positiven Selbstbestimmung ihre Ursache haben, zu überdecken, müssen Antifanten immer extremere Mittel wählen: Sie sind wandelnde Zeitbomben.

Dass es sich dabei um paranoide Zeitbomben handelt, das wird anhand der lächerlichen Art und Weise deutlich, mit der z.B. die Mitglieder der Antifa Münster einen Treffpunkt mit den beiden Reportern ausmachen. Je kleiner das eigene Persönchen und je größer die Diskrepanz zum Anspruch, der mit der eigenen Existenz verknüpft wird, desto größer die Not, eine Monstrosität eigener Wichtigkeit zu inszenieren, eine Inszenierung, die irgendwie an einen drittklassigen Sänger erinnert, der das Wembley Stadium gebucht hat, um seinem Anspruch gerecht zu werden und dort vor sieben Ordnern singt.


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