Volldampf ins Fiasko: Was, wenn der Strom nicht mehr aus der Steckdose kommt? Ein Blick in Deutschlands Zukunft

Spätestens ab 2022 reicht der Strom, den Deutschland produziert, über ein Jahr betrachtet, nicht mehr, um die Nachfrage zu decken. Darüber haben wir am 21. Mai berichtet:

“Durch die stetige Aktualisierung der Datengrundlage und Berücksichtigung der aktuellen Informationen zum Kraftwerkspark in Deutschland ergibt sich im vorliegenden Leistungsbilanzbericht im Szenario 1 für den betrachteten Stichzeitpunkt im Januar 2021 unter Berücksichtigung der Netzreserve und Sicherheitsbereitschaft eine positive verbleibende Leistung von ca. 2,9 GW. Für den erstmalig betrachteten Stichzeitpunkt im Jahr 2022 zeigt sich ein möglicher Importbedarf von ca. 1,5 GW. Im Szenario 2 zeigt sich für 2021 eine positive verbleibende Leistung von 2,6 GW und für 2022 ein Importbedarf von ca. 7,2 GW.

Dass der in Deutschland über ein Jahr gesehen produzierte Strom im Szenario 2 ab spätestens 2022 nicht mehr reicht, liegt am Kohleausstieg wie er im Entwurf zum Kohleausstiegsgesetz vom 29.1.2020 formuliert ist. Die entstehende Lücke soll mit angeblich Erneuerbaren Energien geschlossen werden. Angeblich deshalb, weil es ein Etikettenschwindel ist, weder eine Solarzelle noch ein Windrad sind erneuerbar. Sie sind nach dem Ende ihrer Gebrauchszeit Sondermüll, giftiger Sondermüll, der bislang gar nicht oder in Afrika entsorgt wird



Wenn in Deutschland über Erneuerbare Energien diskutiert wird, dann geschieht dies häufig auf Grundlage der installierten Leistung. Wie wir hier dargestellt haben, ist mit Wind- und Solarenergie installierte Leistung aber nicht die gelieferte Leistung, denn Windkraft und Solarenergie sind so unzuverlässige Stromlieferanten, dass eine typische Auslastungskurve für einen Onshore-Windpark so aussieht:

Was man hier sieht, ist die Auslastung von onshore-Windkraftanlagen gemessen an der Menge des Stromes, den sie in das Stromnetz einspeisen. Wie man sieht, kommt es zu keinem Zeitpunkt zu einer Gleichheit von eingespeister und installierter Leistung. Die Armseligkeit der Auslastung wird an der 50% Marke sehr deutlich. 50% des Jahres speisen Windkraftanlagen mindestens 20% ihrer Nennleistung ins Stromnetz. Den Rest des Jahres liegen sie unter 20% ihrer Nennleistung.

Die nächste Abbildung zeigt die Lücke, die entsteht, wenn konventionelle Formen der Energiegewinnung komplett ausfallen. Sie zeigt zudem die immensen Schwankungen, die bei der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien normal sind:

Die weiße Fläche, die zwischen der weinroten Kurve und dem Gipfel der jeweiligen Stromproduktion durch Erneuerbare Energien vorhanden ist, das ist die Fläche, die mit Erneuerbaren Energien ausgefüllt werden muss, um die Stromnachfrage in Deutschland ohne konventionelle Energieträger zu befriedigen. Die Abbildung stellt die Entwicklung des Stromverbrauchs der Entwicklung der Stromproduktion auf Basis angeblich Erneuerbarer Energieträger gegenüber. Die Darstellung basiert auf den Daten vom 1. Januar 2020 bis zum 19. August 2020.



Nun ist die Aussage oben, dass die deutsche Stromproduktion 2022 erstmals nicht ausreichen wird, um die Stromnachfrage zu decken, eine Aussage, die sich auf die Jahresproduktion bezieht. Da Erneuerbare Energieträger sehr unzuverlässige Gesellen sind, schmarotzt Deutschland bereits heute von Nachbarländern (vor allem Frankreich (Atomstrom), Österreich und Schweden (Atomstrom)), um die eigene Stromversorgung sicherzustellen. Die folgende Abbildung zeigt den Saldo zwischen Export und Import für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 19. August 2020. Ein negativer Saldo sagt, dass Deutschland an diesem Tag die eigene Stromversorgung nicht aus eigener Stromproduktion sicherstellen konnte.

Wie man sieht, wenn man von der 0 GW Linie ausgeht, wird die Notwendigkeit, Strom zukaufen zu müssen, seit April größer.  Die Stromversorgung Deutschlands wird somit seit April häufig nicht durch deutsche Stromproduzenten sichergestellt. Dass diese Art, sich auf andere zu verlassen, in der Hoffnung, dass diese Anderen ihre Stromversorgung nicht auch auf dem Altar eingebildeter Erneuerbarer Energien und sehr realer hoher Profite für deren Produzenten opfern, sehr schnell ins Auge gehen kann, sieht man derzeit in Kalifornien. Die deutschen MS-Medien, vor allem die öffentlich-rechtlichen Medien berichten nicht darüber.

Warum nicht?

Weil der Fall Kaliforniens zeigt, wie dünn der Faden ist, an dem die Sicherstellung der Stromversorgung stromschmarotzender Länder hängt, doch ist.



Zunächst zum Strommix Kaliforniens. Er sieht so aus:

Quelle: California ISO

Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung Kaliforniens ist mit rund 20% deutlich geringer als er es in Deutschland mit mehr als 40% ist. Kalifornien ist, noch mehr als Deutschland, ein Netto-Strom-Importeur, d.h. der Bundesstaat, der seit Jahrzehnten von US-Democrats ruiniert regiert wird, schmarotzt von seinen Nachbarn. Das ist möglich, so lange Nachbarn Strom in so großem Überfluss produzieren, dass er nach Kalifornien exportiert werden kann. Die Situation gleicht also der Situation, in der sich Deutschland findet, wenngleich Kalifornien nicht in dem Maße von Erneuerbaren Energien abhängig ist, wie Deutschland.

Solange nichts Außergewöhnliches passiert, ist die Stromversorgung in Kalifornien mehr oder minder gesichert. Heute etwa, sieht die aktuelle Situation so aus:

Quelle: California ISO

Dargestellt ist die Prognose des Stromverbrauchs in Kalifornien für den heutigen Tag und die aktuelle Entwicklung. Wie man sieht, wird heute damit gerechnet, dass die produzierte Leistung nicht ausreichen wird, um die Nachfrage zu decken. Aber die Notwendigkeit, Strom zu importieren, hält sich heute im Rahmen.

Am vergangenen Freitag war das anders. Die folgende Abbildung stellt die Stromproduktion nach Energieträgern der Nachfrage gegenüber:

Quelle: California ISO
Quelle: California ISO

Wie die beiden Abbildungen deutlich machen, hat am 14. August, also am letzten Freitag, der Strom, der in Kalifornien verfügbar war, nicht ausgereicht, um die Stromnachfrage zu decken. Als Folge gab es am Freitag und am Samstag abermals einen so genannten “rolling blackout”, d.h. die Stromversorgung wurde für Teile von Kalifornien gestoppt, um das Netz vor einem Zusammenbruch und einem damit verbundenen umfassenden Blackout zu schützen.

Die Ursache für diesen Blackout kann man der linken Abbildungen entnehmen: Die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern ist genau zu dem Zeitpunkt eingebrochen, zu dem die Nachfrage sehr deutlich gestiegen ist. Nun ist die links dargestellte Kurve für Erneuerbare Energien eine Kurve, wie sie sich täglich einstellt, denn gegen Abend produzieren Solarkraftwerke und in vielen Fällen auch Windkraftwerke weniger Strom. Am Samstag kamen, wie man hier nachlesen kann, eine vermehrte Nachfrage und mangelnde Produktion durch Windkraftanlagen zusammen, so dass die Kalifornische ISO eine “Electrical Emergency” erklären musste und eine Vielzahl von Bürgern in Kalifornien von der Stromversorgung abgeschnitten hat. Wie am Freitag, so konnte auch am Samstag die Produktionslücke bei Strom nicht durch Import von Strom geschlossen werden. Die Nachbarstaaten haben ihren Strom selbst benötigt. Ein Schicksal, das Deutschland über kurz oder lang auch bevorstehen wird.

Aufgrund der Stromknappheit in Kalifornien sind zwischenzeitlich Warnungen davor, dass der Strom aus dem oben genannten Grund auch in der laufenden Woche abgestellt werden kann, normal und Hinweise wie die folgenden, gehen vermehrt an die Bevölkerung:

Kalifornien wird von besonders Woken-US-Democrats regiert, weshalb sich der Bundesstaat schon seit Jahren mit einem Exodus von Unternehmen konfrontiert sieht, die vor allem nach Texas, Nevada und Arizona abwandern. Wenn zu all den Problemen, die Kalifornien mit der Ansiedlung von Unternehmen ohnehin schon hat, Unsicherheit in der Stromversorgung hinzu kommt, dann kann man sicher sein, dass es nicht lange dauern wird, bis Kalifornien komplett ruiniert ist.

Eine Entwicklung, die auch auf Deutschland zukommen wird?



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