Lockdown-Fanatismus: “Der Umgang nicht nur der MS-Medien mit Kritik an Corona-Maßnahmen ist beschämend”

Der folgende Text ist die Übersetzung des Beitrags “A contagion of hatred and hysteria”, den Professor Sunetra Gupta am 30. Oktober in der Daily Mail veröffentlicht hat.
Das Original findet sich hier.

In ihrem Beitrag beschreibt Professor Gupta, den Hass und die Niedertracht, die ihr als Reaktion darauf entgegen geschlagen ist, dass sie als Wissenschaftler auf Basis ihrer Ergebnisse Kritik an der Lockdown-Hysterie westlicher Regierungen geübt und mit der Great Barrington Declaration gemeinsam mit Martin Kulldorff und Jay Bhattacharya,in eine sehr einflussreiche Form gebracht hat. Gupta ist ein Beispiel dafür, dass die tollwütige Linke, wenn sie losgelassen ist, nur noch die Unterscheidung zwischen Freund und Feind kennt, was Gupta als Anhängerin der Linken zur Rechtsextremen transmutiert hat. Die Beschreibung der Art und Weise, in der Kritik unterdrückt werden soll, ist erschreckend, erschreckend gleich der Art und Weise, wie in Deutschland Kritik durch persönliche Attacken, Diffamierung und Diskreditierung beseitigt werden soll. Es ist der international koordinierte, linksextreme Versuch, eine Welt gleichzuschalten, gleichzuschalten in einer Rapsody in Absurdität und Zerstörung. Die politische Linke und ihre Helfershelfer ergötzen sich derzeit an einem Potlatch von erheblichem Ausmaß. Doch während die kanadischen Kwakiutl mit ihrer absichtlichen Zerstörung materieller Güter da aufgehört haben, wo der eigene Wohlstand, die eigene Existenz auf dem Spiel stand, gehen Linke den Schritt weiter, der sie auszeichnet und der dazu geführt hat, dass die Geschichte der Linke eine Geschichte der Zerstörung, des menschlichen Leids, eine Geschichte aus Mord, Elend und wirtschaftlichem Ruin ist.

Die Geschichte, die Sunetra Gupta erzählt, ist nur eine weitere Facette im Krieg der Linken gegen Zivilisation und Rationalität.


Eine Seuche aus Hass und Hysterie: Sunetra Gupta, Epidemiologe an der Oxford University erzählt, wie sie zur Zielscheibe von Einschüchterungsversuchen und dafür verächtlich gemacht wurde, dass sie Schutz vor Lockdown gestellt hat

Von Prof. Sunetra Gupta
[Übersetzung durch ScienceFiles]

Ein Lockdown ist eine krude, nicht differenzierende Politik, die die Last des Kampfes gegen das Coronavirus den ärmsten und anfälligsten Personen auflädt. Als Epidemiologe, der sich mit ansteckenden Krankheiten befasst, glaube ich, dass es einen besseren Weg gibt, um das Coronavirus zu bekämpfen.

Aus diesen Grund habe ich, Anfang diesen Monats, mit zwei internationalen Kollegen einen Vorschlag für ein anderes Vorgehen gegen das Coronavirus verfasst und publiziert – einen, der diejenigen schützt, für die sich mit dem Virus die größte Gefahr verbindet, während er dem Rest der Bevölkerung ermöglicht, ein weitgehend normales Leben zu führen.


Ich habe einen Diskurs über und Kritik an unseren Ideen erwartet, die wir als Great Barrington Declaration veröffentlicht haben.


Als Wissenschaftler begrüße ich beides, schließlich basiert wissenschaftlicher Fortschritt auf dem Widerstreit von Ideen.


Auf die Beleidigungen, persönlichen Angriffe, die Drohungen und Einschüchterungsversuche, mit denen ich überhäuft wurde, war ich aber nicht vorbereitet. Das Ausmaß an Zorn und Anfeidung, das nicht nur Bürger, sondern Journalisten und Akademiker an den Tag gelegt haben, hat mich entsetzt.


Ich bin kein Politiker. Der politische Rummel und die Vorstellung, in der Medienöffentlichkeit zu stehen, sind für mich nicht attraktiv.




Ich bin zuallererst Wissenschaftler, einer der sich in seinem Büro oder Labor wohler fühlt als vor einer Fernsehkamera.

Selbstverständlich habe auch ich politische Ideale – Ideale, die ich als grundsätzlich links beschreiben würde. Ich würde mich unter normalen Umständen nicht in einer Reihe mit der Daily Mail finden.

Ich habe feste Überzeugungen über die Verteilung von Reichtum, über die Wichtigkeit des Wohlfahrtsstaats, zur Verstaatlichung von Unternehmen der Versorgungsindustrie und zu Investitionen der Regierung in staatliche Unternehmen.

Aber COVID-19 ist kein politisches Phänomen. Es ist ein Problem öffentlicher Gesundheit – tatsächlich ist es ein so großes Gesundheitsproblem, dass die Reaktion auf COVID-19 zu einer humanitären Krise geführt hat. Ich war daher bestürzt zu sehen, wie sich ein politischer Graben geöffnet hat, und alle, mich eingeschlossen, die sich gegen die herrschende Orthodoxie gestellt haben, mit Beschimpfungen überschüttet wurden.

Im Zentrum unseres Vorschlags [der Great Barrington Declaration] steht die Einsicht, dass ein Massenlockdown erhebliche Schäden verursacht.


Wir sehen schon jetzt, wie die derzeitigen Lockdown-Politiken einen verheerenden Effekt auf die kurz- und langfristige öffentliche Gesundheit haben.


Als Folge daraus ergeben sich – um nur einige Beispiele zu nennen – geringere Impfraten bei Kindern, eine Verschlimmerung der Folgen von Herz-Kreislauferkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit.


Diese negativen Folgen eines nationalen Lockdowns dürfen nicht ignoriert werden, vor allem weil Arbeiter und jüngere Mitglieder der Gesellschaft besonders davon betroffen sind.


Ich war vor allem tief darüber besorgt, dass Lockdowns die Verbreitung des Virus nur verlangsamen. Tatsächlich glaube ich, dass es ein besserer Weg aus dieser Situation ist, die Schutzmaßnahmen zielgerichtet auf besonders gefährdete Gruppen, wie sie z.B. in Alten- und Pflegeheimen zu finden sind, zu richten.


Damit verbinden sich natürlich auch Probleme, zum Beispiel dann, wenn ältere Menschen mit ihren Kindern und Enkelkindern zusammenleben.


Ich behaupte sicher nicht, dass wir alle Antworten haben, gerade deshalb muss man es sorgfältig diskutieren.

Aus diesem Grund hat mich das Bemühen der Lockdown-Enthusiasten, die in den letzten Wochen alles getan haben, um eine rationale Diskussion über diese Fragen zu verhindern, frustriert.



Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass so viele sich einer Diskussion verweigern, in der die positiven Effekte, die davon ausgehen, dass man jungen Menschen ermöglicht, einem normalen Leben nachzugehen, inklusive einer Infektion mit dem Virus, die letztlich für Herdenimmunität unerlässlich ist, thematisiert werden.

Anstatt sich mit unseren Ideen und mit uns auseinander zu setzen, wurden unsere Ideen rundweg als „Feenstaub“ und „Wunschvorstellung“ diskreditiert.


Diese Weigerung, der wissenschaftliche Methode die Wertschätzung entgegen zu bringen, die ihr gebührt, untergräbt alles, was mir als Wissenschaftler wichtig ist. Für mich ist der rationale Austausch von Ideen die Grundlage jeder zivilisierten Gesellschaft.


Ich war fassungslos als ich in ein Radio-Morgenprogramm eingeladen wurde und mich der Produzent Minuten bevor wir auf Sendung gegangen sind, davor gewarnt hat, die Great Barrington Declaration zu erwähnen, eine Warnung, die er mehrfach wiederholt und als Vorgabe seines Senderverantwortlichen bezeichnet hat.


Ich habe eine Erklärung verlangt und wurde Sekunden vor der Live-Sendung damit abgespeist, dass der Öffentlichkeit die Bedeutung der Bezeichnung „Great Barrington Declaration“ nicht klar sein würde.


Und das war keine einmalige Erfahrung. Ein paar Tage später hat eine weitere nationale Radiostation mein Büro kontaktiert, um ein Interview zu vereinbaren, doch die Einladung dann zurückgenommen. Sie seien, nach reiflicher Überlegung, zu dem Schluss gekommen, so wurde mir mitgeteilt, dass ein Interview mit mir nicht im nationalen Interesse sei.


Jedoch stellt die Great Barrington Declaration einen ernsthaften und aufrichtigen Versuch einer Gruppe von Wissenschaftlern dar, die alle über große Erfahrung im Bereich der Virologie und Epidemiologie verfügen, den Schaden, der von einem Lockdown ausgeht, zu begrenzen. Ich kann in keiner Weise nachvollziehen, wie jemand diese Motivation so verzerren kann, dass sie „gegen das nationale Interesse“ gerichtet sei.


Zudem tragen Medien wie der Guardian sicher nicht zu einer Klärung dieser Angelegenheit bei, die wiederholte Meinungsbeiträge voller faktisch falscher und wissenschaftlich fehlerhafter Behauptungen veröffentlichen, die die Grenze diffamierender Kommentare zu meiner Person überschreiten und sich jeder Darstellung unserer Seite der Medaille verweigern.


Ich bin, angesichts der Bedeutung der Dinge, die auf dem Spiel stehen – und vor dem Hintergrund einer fairen und ausgewogenen Berichterstattung – irritiert, dass der Guardian seinen Lesern Fakten und Belege vorenthält. Wie sonst als durch die Bereitstellung aller Informationen wollen wir eine offene Debatte über die Wissenschaft führen?


Auch in den [von Linken dominierten] sozialen Medien hat der Umgang mit mir und der Deklaration weitgehend jeden Anstand vermissen lassen.


Ich habe mich fast vollständig aus Twitter zurückgezogen, obschon ich festgestellt habe, dass eine Reihe von Akademikern sich extra einen Twitter-Account zugelegt haben, um persönliche Attacken auf mich und meinen Charakter zu verbreiten, in denen meine Arbeit als pseudo-Wissenschaft abgetan wird. Unsere Kritiker haben zudem versucht, die Great Barrington Declaration als randständig und gefährlich zu bezeichnen und zu versuchen, sie lächerlich zu machen.


Aber „randständig“ ist ein lächerliches Wort, das den Schluss nahelegt, nur Mainstream-Wissenschaft sei von Bedeutung. Wenn das der Fall wäre, gäbe es keinen wissenschaftlichen Fortschritt mehr. Uns als „gefährlich“ abzutun, ist auch nicht hilfreich, schon deshalb nicht, weil es ein aufhetzender emotionaler Begriff ist, der aufgeladen ist mit dem Vorwurf der Unverantwortlichkeit.

Wenn er von Personen, die Einfluss haben, verschleudert wird, dann wird die Angelegenheit toxisch.

Aber diese Pandemie ist eine internationale Krise. Die Diskussion über den besten Umgang mit der Krise durch Beschimpfung und Verleumdung unterbinden zu wollen, ist wirklich gefährlich.


Von all dem, was über uns ausgegossen wurde, finde ich die Behauptung, wir würden darin schwelgen, die Fakten auf Basis von politischen Motiven zu interpretieren, mit anderen Worten, wir würden aus ideologischen Gründen die Tatsachen verbiegen am beleidigensten.


Und natürlich ist diese Ideologie für manche eine rechtsextreme, eine libertäre Ideologie.

Wikipedia behauptet zum Beispiel, dass die Great Barrington Declaration von einem rechtsextremen Think-Tank mit Verbindung zu Klimawandel-Leugnern finanziert worden sei.

Es sollte eigentlich für jeden offensichtlich sein, dass zum Verfassen eines knappen Vorschlags und dessen Verbreitung über eine Webseite keine großartige Finanzierung notwendig ist. Aber lassen Sie mich es ganz deutlich aussprechen, weil es offensichtlich notwendig ist: Ich habe als Ko-Autor der Great Barrington Declaration keine irgendwie geartete Bezahlung akzeptiert.


Geld war zu keinem Zeitpunkt meiner Karriere ein Motivations-Faktor. Es verletzt mich tief, dass jemand, der mich kennt oder mich nur von Berufs wegen flüchtig kennt, auch nur eine Sekunde lang glauben könnte, dass ich eine verdeckte Bezahlung akzeptieren für irgend etwas bezahlt werden könnte.


Ich habe das Glück, das Haus und den Garten zu besitzen, die ich liebe und mein Verlangen steht nicht nach mehr materiellem Reichtum. Meine Familie und meine Arbeit sind für mich viel wichtiger. Dessen ungeachtet, strömen Beschimpfungen, zunehmend persönliche Beschimpfungen, weiter auf mich ein.


Ich wurde beschuldigt, nicht die notwendige Expertise zu haben, eine „theoretische“ Epidemiologin zu sein, deren Kopf in den Wolken hänge. Die Fakten sehen anders aus: Meine Forschungsgruppe unterhält ein erfolgreiches Labor, eines der ersten, das einen Antikörper-Test für das Coronavirus entwickelt hat.


Wir waren dazu in der Lage, weil wir die letzten sechs Jahren an einem Impfstoff gegen Grippe gearbeitet haben, und dazu eine Kombination aus Labortechnik und theoretischen Kenntnissen notwendig war. Unsere Technologie wurde bereits patentiert und lizensiert, und sie ist eines der seltenen Beispiele dafür, dass ein mathematisches Modell Wegbereiter eines Impfstoffs war.

Noch ermutigender ist jedoch, dass sich breite Strömungen gebildet haben – Us For Them, PanData19 and The Price of Panic – die Leuten wie mir, die glauben, dass der Kollateralschaden durch ein Lockdown höher ist als der Schaden, der durch das Virus selbst verursacht wird, eine Stimme geben.

Am Donnerstag (29. September 2020) wurde eine breite Koalition unter dem Banner „Recovery“ ins Leben gerufen. Menschen aus allen politischen Lagern sind daran beteiligt. Die Koalition klagt eine Balance in unserer Antwort auf COVID-19 ein, verlangt Mäßigung bei den Maßnahmen gegen COVID-19 und deren Verankerung in öffentlichem Diskurs und einer umfassenden Bewertung der Forschungslage.


Ich bin hocherfreut, dass es gelungen ist, breite Unterstützung für Recovery zu erreichen.


Denn letztlich ist der Lockdown ein Luxus der Wohlhabenden, etwas, das sich nur Menschen in wohlhabenden Staaten leisten können und nur die Haushalte, die bessergestellt sind in diesen Ländern.


Ein erster Schritt dahin, unsere Wahrnehmung von Lockdowns zu verändern, besteht darin, eine Aufstellung der Schäden zu erstellen, die Lockdowns weltweit zur Folge haben. Derzeit arbeite ich mit einer Reihe von Kollegen an einer solchen Aufstellung.


Die einfache Wahrheit lautet, dass COVID-19 nicht einfach dadurch verschwinden wird, dass wir weiterhin sinnlose Restriktionen für uns verhängen. Je länger es dauert, bis wir das einsehen, desto größer wird der ökonomische Schaden sein – dessen Hauptlast – abermals, sozial schwächer Gestellte und Junge zu tragen haben.


Als ich am 4. Oktober die Great Barrington Declaration unterschrieben habe, habe ich dies gemeinsam mit Wissenschaftlern und in der Überzeugung getan, dass nationale Lockdowns COVID-19 nicht heilen werden.

Keiner von uns hat derart boshafte Reaktionen auf die Deklaration erwartet.

Die Beschimpfungen, die gefolgt sind, sind beschämend.


Aber seien Sie versichert, egal, was über uns ausgekippt wird, es wird mich oder meine Kollegen nicht dazu bringen, von den Prinzipien, die hinter der Great Barrington Declaration stehen, abzurücken.


Professor Sunetra Gupta ist Epidemiologin für ansteckende Krankheiten und Professor für Theoretische Epidemiologie am Fachbereich für Zoologie der Universität Oxford. Das Honorar, das sie für diesen Beitrag erhalten hat, hat sie an den Childhood Trust gespendet, eine Stiftung, die die Folgen von Kinderarmut bekämpft.


Die Great Barrington Declaration kann hier unterzeichnet werden.



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