Schwarzer Rassismus – Wir stellen vor: Ein Preisträger des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Haben Sie noch eine Vorstellung davon, was Rassismus sein soll?

Wie so viele Begriffe, die von Polit-Darstellern und denen, die Steuerzahlern auf der Tasche liegen und von sich behaupten, sie würden der Gesellschaft Gutes tun, missbraucht werden, so hat auch Rassismus in den letzten Jahrzehnten einen Bedeutungsverlust erlitten, der das einst eng umrissene biologische und sozialwissenschaftliche Konzept, das die Zuordnung von Unterschieden auf Grundlage von rassischen Merkmalen (damals als Rassenlehre bezeichnet) umfasst hat, zu einem Kampfbegriff der Neuen Dummen gemacht hat, in deren Welt die Bedeutung von Begriffen durch die Emotion, die sie auslösen oder auslösen sollen, ersetzt wurde.

Es gibt kaum ein Buch zu Rassismus, das diese Entwicklung nicht beklagt. Ein Beispiel ist „Racism“, ein von Robert Miles und Malcolm Brown verfasstes Buch, in dem – nachdem beklagt wurde, dass Rassismus nichts mehr bedeutet, Rassismus so umfassend als kulturelles, moralisches und politisches Konzept gefasst wird, dass Rassismus in der Tat nichts mehr bedeutet. Die umfassendste Darstellung der vielen Verwendungen, die Rassismus heute erfährt, stammt nach wie vor von Dr. habil. Heike Diefenbach, die im Beitrag „Rassismus und Rassismuskritik“, der in unserer blauen Reihe erschienen ist, die folgende Aufstellung zur inflationären Verwendung eines Begriffes, dem einst eine Bedeutung innegewohnt hat, erstellt hat.

In der ursprünglichen Bedeutung, die Rassismus hatte, steht der Begriff für Ablehnung und Diskriminierung, die auf nichts anderem als darauf beruht, dass ein anderer Mensch eine andere Hautfarbe hat, einer anderen Ethnie angehört. In der fragmentarischen Verwendung, die Rassismus heute bei den „Neuen Dummen“ gefunden hat, ist Rassismus ein negativ konnotiertes Konzept, dessen Verwendung die eigene Reinheit signalisieren soll und denjenigen, dem der Begriff entgegengeschleudert wird, denunzieren, als Bösen outen soll.



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Für uns ist Rassismus nach wie vor ein Konzept, das auf der ersten Ebene eine Hierarchisierung von Menschen beschreibt, die auf äußeren Merkmalen (Hautfarbe etc.) beruht, denen eine Essentialität zugeschrieben wird, und das auf der zweiten Ebene eine Bewertung dieser Menschen auf eben dieser Grundlage vornimmt.

Diese Bewertung kann positiv sein, wie der weiße Rassismus, den Träger weißer Hautfarbe dadurch an den Tag legen, dass sie in Schwarzen diejenigen erblicken, denen sie in ungemein prätentiöser Manier gegen die weißen Rassisten meinen zur Hilfe kommen zu müssen. Eine Haltung, die eine klare Hierarchie voraussetzt: Zu Hilfe kommen kann nur, wer leisten kann, was der Hilfsbedürftige nicht selbst leisten kann (erste Ebene). Und eine Haltung, die eine positive Bewertung des für essentiell erklärten Unterschieds in Hautfarbe umfasst. Der Rassismus ist einfach nur positiv gerahmt. Nichtsdesto trotz handelt es sich um Rassismus, um – wenn man so will: weißen Rassismus, wobei – Komplikation für eindimensionale Denker – mit „weiß“ nicht die Farbe, sondern die vermeintlich gute Absicht (in Analogie zu “weißer Magie) gemeint ist.

Gemeinhin wird Rassismus als Begriff mit negativer Konnotation verwendet. Personen, die aufgrund von äußeren Merkmalen als essentiell anders beschrieben werden, werden auf der zweiten Stufe negativ bewertet und auf Basis dieser Bewertung negativ diskriminiert, etwa dadurch, dass sie abgelehnt, erniedrigt werden oder beschimpft werden. Schwarzer Rassismus, wie man sagen könnte, abermals ist schwarz, wie weiß, figurativ gemeint.

Stellen Sie sich unsere Überraschung vor, dass wir ausgerechnet beim Bayerischen Rundfunk und beim Deutschlandfunk und beim RBB und beim Spigel, also bei den MS-Medien, die so rein sind, dass sie keinerlei Makel und schon gar keine falsche Einstellung ausweisen, gefunden haben: Schwarzen Rassismus, quasi im doppelten Sinne des Wortes.

Malcolm Ohanwe ist, wie sein Profil bei Twitter ausweist, Journalist beim Bayerischen Rundfunk, beim RBB, beim Deutschlandfunk, beim Spiegel usw. … Er ist, das zeigen seine Wirkungsstätten, einer derjenigen, die sich auf der Seite der Guten wähnen.

Und er ist jemand, der Gefallen an der Vorstellung findet, dass Menschen vor einem anderen Menschen knien. In die Knie gehen ist eine Unterwürfigkeitsgeste, die nicht umsonst in Religionen als Unterwerfungszeremonie praktiziert wird, mit dem Ziel, die Anerkennung einer höheren Autorität zu dokumentieren. Um Gefallen an einer solchen Praktik als Mittel der Hierarchisierung von Menschen zu finden, muss man die Prämisse haben, dass Menschen ungleich sind. Das an sich ist kein Problem. Menschen sind ungleich. Indes stellt sich bei den Bildern, die Ohanwe als seinen “feuchten Traum” bezeichnet, die Frage, welche Symbolik hinter der Unterwerfungsgeste steht, welches Merkmal die Ungleichheit symbolisiert. Wir sind hier einmal mehr in den Gefilden des Rassismus, der Ungleichheit als Ergebnis essentieller Merkmale ansieht, also als Äußerlichkeit, die Individuen zugewiesen wird, ohne dass Rücksicht auf ihre Individualität, ihre individuellen Leistungen und Eigenschaften genommen würde.

Ungleichheit als solche, rekurriert auf individuelle Unterschied, denn natürlich sind Menschen ungleich. Der eine ist ein sehr guter Sportler, der Andere hat ein photographisches Gedächtnis, einer ist ein Faulenzer, einer ein emsiger Arbeiter, der Tag und Nacht an etwas werkelt. Ungleichheit als soziologisches Konzept basiert auf der unterschiedlichen Leistung von Menschen und ist als solche kein Problem. Problematisch werden solche Konzepte, wenn sie auf Zuweisung basieren, die individuelle Leistung ignoriert. Soziale Ungleichheit, die nicht auf Leistung zurückführbar ist, ist ein Problem. Rassismus, der per se Ungleichheit schafft, weil Menschen sich in äußeren Merkmalen unterscheiden, ist ein Problem.

Und deshalb ist Ohanwe ein Rassist. Die Bilder, die er als “feuchten Traum“ bezeichnet, zeigen durchweg weiße Menschen, die vor schwarzen oder einem schwarzen Menschen knien. Die Unterwerfung, die Ohanwes „feuchten Traum“ konstituiert, ist also rassistisch motiviert, wird – nur deshalb kann sie ein „feuchter Traum“ werden – von Ohanwe als Unterwerfungsgeste und somit Ergebnis einer vorhandenen Hierarchie interpretiert. Diese Interpretation kann nur jemand vornehmen, der eine rassistische Einstellung hat.

Dass eine solche Einstellung hinter dem „feuchten Traum“ steht, zeigt auch ein näherer Blick auf die Bilder, denn Ohanwe ist entgangen, vor lauter Freude über die Weißen, die vor Schwarzen knien, dass der in allen Bildern stehenden Schwarze kein anderer als Idi Amin ist. Idi Amin hat in den rund acht Jahren (1971 bis 1979), in denen er Ugander terrorisiert hat, eine Blutspur hinter sich hergezogen, die von geschätzt zwischen 100.000 und 500.000 Opfern seiner Gewaltherrschaft verursacht wurde. Menschenrechte waren unter Idi Amin unbekannt, politische Gegner wurden unterdrückt, und wenn sie aufgemuckt haben, wie z.B. Janani Luwum das 1977 getan hat, wurden sie ermordet. Dabei hat es Luwum auch nichts genutzt, dass er ein Erzbischof in der anglikanischen Kirche Ugandas war. Idi Amin ist als einer der blutrünstigsten Diktatoren Afrikas in die Geschichte eingegangen und wie alle Diktatoren, so hat auch Amin die Wirtschaft seines Landes in kürzester Zeit durch Nepotismus und Korruption zerstört. Und, nicht zu vergessen, Amin hat seinen eigenen Genozid an Schwarzen durchgeführt, an den Acholi und Lango, zwei ethnischen Gruppen, die in Uganda heimisch sind.

Die Weißen, die in den Bildern knien, die bei Ohanwe einen „feuchten Traum“ auslösen, sie knien vor Idi Amin, und natürlich knien sie nicht freiwillig, aber das weiß Ohanwe wohl, sonst könnte er kaum von einem „feuchten Traum“ schreiben.
Zwischenzeitlich hat sich der Journalist, der für selbsterklärte Qualitätssender arbeitet und für seine Tätigkeit Preise erhält, entschuldigt, und zwar so:

Das ist dann der letzte Beleg dafür, dass der “feuchte Traum” tatsächlich gegeben ist. Wer würde sonst an Bildern Gefallen finden, in denen ihm unbekannte Menschen WEISSER Hautfarbe vor einem ihm unbekannten Menschen SCHWARZER Hautfarbe knien, als ein Rassist, der der Ansicht ist, solche Rituale der Demütigung, der Unterwerfung seien etwas, das in einer zivilisierten Gesellschaft einen Platz hat.

Stellen Sie sich für einen Moment vor, die Geschichte handle von einen weißen Journalisten, der für BR, RBB und DLF und Spiegel arbeitet, und dieser weiße Journalist hätte Bildern, in denen Schwarze zu sehen sind, wie sie vor einem Weißen knien, einen „feuchten Traum“ entnommen. Was wäre wohl bei BR, RBB, DLF und Spiegel los? Welches Geschrei ging wohl durch die Medien und durch Twitter ob dieses offenkundigen Rassismus. Leider ist Rassismus vielen nur dann offenkundig, wenn er ihren eigenen Rassismus anspricht, die Hierarchisierung umfasst, für die sie sich so gerne öffentlich kasteien. Deshalb gehen Rassismen wie der von Ohanwe so folgen- und wirkungslos durch und tragen dazu bei, dass die Gesellschaft weiter verrohen und weiter von den Neuen Dummen zerstört werden kann.



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