Der Attentäter von Washington

Fundstück.
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Schick – oder?

Zurück zum Fundstück, dem hier:

Das Fundstück ist ein Beispiel dafür, dass es erstens nicht gerechtfertigt ist, bei Medienschaffenden Verstand vorauszusetzen, es gibt offenkundig Exemplare, die bar jeglicher Verstandestätigkeit alleine von Haltung getrieben werden und im Ausleben dieses Triebs Begriffe willkürlich einsetzen, um einen Menschen, den sie nicht leiden können, zu verunglimpfen. Dass sich diese nämlichen Persönchen dazu auch noch mit ihrem Konterfei zeigen, macht die Sache nicht besser, aber aus neurologischer Sicht bedenklicher. Dessen ungeachtet führen visuelle Abbildungen natürlich oftmals zu Assoziationen. Bei uns hat diese Abbildung eine Assoziation zu der missglückten Fotomontage, die John Heartfield, 1929 war es wohl, für Kurt Tucholsky erstellt hat.

Diese hier:

Die verunglückte Aktion stellt natürlich, wie so viele Unglücke heute, Kunst dar. Sie ist verunglückt, weil die Personen, die hier als “Tiere” bezeichnet werden, deshalb als solche bezeichnet werden, weil sie für die vielen Toten im Weltkrieg Nummer 1 verantwortlich gemacht werden, allgemeiner formuliert, es ist Brachialart gegen Militarismus, etwa in der Weise, in der ein Schlag mit dem Holzhammer auf den Hinterkopf als Brachialart gegen Dummheit verkauft werden kann.

Der von Tucholsky verfasste Untertitel ist schon deshalb falsch, weil Tiere nie Artgenossen en masse umbringen würden. Diese Eigenschaft, ebenso wie die Eigenschaft, Mitmenschen denunzieren zu wollen, zeichnet ausschließlich Menschen aus. Egal, es geht nur um die Assoziation, die Assoziation, es bei der Visualisierung von Feldenkirchen mit etwas vollkommen Verunglücktem, dem Ergebnis eines “disturb minds” zu tun zu haben, wie wir in Wales sagen.



Attentäter als Begriff, Assassin im Englischen, geht im übrigen auf eine muslimische Sekte, die Nizariden zurück, Schiiten, die den Kreuzfahrern im 12. und 13. Jahrhundert heftig zugesetzt haben und bis heute für Meuchelmord und andere Feinheiten der Kunst, es ist eben alles Kunst, Menschen hinterrücks um ihr Leben zu bringen, stehen. Das weiß der Herr Feldenkirchen offenkundig ebensowenig, wie er die Bedeutung des Begriffes “Attentäter” kennt. Er benutzt den Begriff wegen des emotionalen Gehalts, den er damit assoziiert, einen Gehalt, der bei ihm offenkundig negativ assoziiert ist.

Bei allem Verständnis für die Irrungen und Wirrungen neuronaler Netzwerke, Donald Trump ist natürlich kein Attentäter, dass ihn Feldenkirchen so bezeichnet, ist daher reine Dummheit oder reine Boshaftigkeit oder beides.

Man muss Feldenkirchen natürlich nicht mit Heartfields Montage und Tucholskys missglücktem Untertitel assoziieren, man kann auch an David Brooks denken, ebenfalls Kunst:

Titel: village idiot.

Nur der Vollständigkeit halber: Donald Trump hat seine Anhänger gestern eindringlich dazu aufgerufen, friedlich zu bleiben. Das passt natürlich nicht zu der Lügengeschichte, die nun verbreitet werden soll, deshalb haben Twitter und Facebook das Video gelöscht, eine Lügengeschichte, in deren Windschatten Gestalten wie Feldenkirchen ans Tageslicht kommen, dass nämlich Trump seine Anhänger “aufgehetzt” habe, wie es bei der ARD heute heißt. Journalismus ist lange schon tot. Wer sich in Sendern und Redaktionen herumtreibt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sozial oder psychologisch gestört, von Hass und Missgunst getrieben, beherbergt seltsamerweise ein Sendungsbewusstsein in seinem Hirn und kann, wegen der kognitiven Dissonanzen, die zwangläufig aus der vorhandenen Irrelevanz der eigenen Person und dem überbordenen Sendungsbewusstsein resultiert, nur durch Flucht in eine psychische Störung, seinen Anschein, wichtig zu sein, aufrecht erhalten.



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