DIE ZEIT stürmert völkische Beobachtungen – Vom Versuch, Don Alphonso zu zersetzen

Die ZEIT für Wattehandschuhe ist vorbei.
Seit 15:54 wird denunziativ geschossen.

Das Wochenblatt ZEIT gibt in seiner neuesten Ausgabe einer “Antonia Baum” viel Platz, um einen absurden und in weiten Teilen einfach nur dummen Beitrag zu schreiben, der sich gegen Don Alphonso richtet. Das System “Baum” ist leicht zu beschreiben. Seine ideologische Wurzeln sind unschwer zu erkennen sind, schon weil mit Wilhelm Heitmeyer einer der lautesten und einer der international bedeutungslosesten angeblichen Rechtsextremismus-Forscher zitiert wird, also genau der “Rechtsextremismus-Forscher”, der es zeit Lebens nicht geschafft hat, Forschung von Ideologie zu unterscheiden und weil der mittlerweile unvermeidliche Matthias Quent zu Wort kommt, dieses Mal als Rechtsextremismusforscher. Matthias Quent ist ein multifunktional einsetzbarer Angestellter der Amadeu-Antonio-Stiftung. Aus welcher Ecke Baum kommt, zeigt sich auch daran, dass sie ausschließlich Personen zu Wort kommen lässt, die ihr Dasein in einer linksextremen Echokammer fristen, eben jener Echokammer, die Don Alphonso so gekonnt aufmischt.



Und offensichtlich sind seine Beiträge sehr wirkungsvoll, denn die Echokammer ist im Aufruhr. Baum wurde wohl vorgeschickt, um zu testen, ob es möglich ist, mit dem ZEIT-Gejammer einen Shitstorm auszulösen, dem Don Alphonso zum Opfer fallen könnte, denn das ist das Ziel dieses an Hinterhältigkeit kaum zu überbietenden Beitrags, der genau das anzuprangern vorgibt, was seine Autorin wohl selbst initieren will. Langfristig geht es wohl darum, Don Alphonos aus der Jury, die den Medienpreis des Deutschen Bundestags vergibt, herauszudrängen.

Wie gesagt, wir haben nicht wirklich Lust, das Geschreibsel von Baum zu analysieren. Es ist einfach zu dumm und zu primitiv. Das Schema ist schnell dargestellt: Es wird eine pseudowissenschaftliche Grundlage geschaffen, Heitmeyer zitiert mit seinem Begriff von “roher Bürgerlichkeit”, der nur angibt, was Heitmeyer als “roh” empfindet. Er hat keinerlei wissenschaftlichen Wert. Aber das weiß Baum nicht. Das muss sie auch nicht wissen, denn sie zitiert den Begriff nur, um Don Alphonso zu denunzieren, ihn zu charakterisieren als “von glatter Stilfassade, vornehm rabiater Rhetorik sowie autoritären, aggressiven (…) Haltungen” [getragen], dazu zählten unter anderem ihre Verachtung von schwachen Gruppen und ihre Betonung von Konkurrenz und Eigenverantwortung. Kennzeichnend sei außerdem, dass sie verdeckt daherkomme und “viel öffentlichen Einfluss hat in Institutionen, Clubs und Medien, also auf das öffentliche Klima””.

Das ist typischer Heitmeyer-Stil. Alles Zuschreibung, keinerlei Gehalt. Derartige Wortansammlungen üben eine unglaubliche Anziehungskraft auf alle aus, die sich im linksextremen Lager verorten und am Klang von Worten berauschen. Auf Wissenschaftler wirkt derartiger Kauderwelsch so, wie er auf jeden Menschen mit Urteilskraft wirken sollte, als Versuch aus einer linksextremen Ecke, alles, was man selbst als Wert mitbringt, als universal zu erklären und andere, die davon abweichen, zu dämonisieren. Das ist eine Strategie, die so alt und so dumm ist, dass man sie nur noch bei der ZEIT erfolgreich anbringen kann.

Die Basis aus pseudowissenschaftlichem Geschwafel wird benutzt, um die Behauptung zu stützen, dass Don Alphonso mit seinen Beiträgen gezielt Menschen ins Visier nehme, um sie dann seinen Followern auf Twitter zum Fraß vorzuwerfen, worauf hin sich diese Follower, die im Beitrag von Baum natürlich entmenschlicht werden, aber das nur nebenbei, auf die armen, unschuldigen und vollkommen integren Opfer stürzen, um sie zu bedrohen und zu beleidigen.

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Ohne Opfererzählung kommen Linke einfach nicht aus (in den USA auch als Plantage bekannt). Falls es jemanden gibt, der das nicht durchschaut: Der Trick besteht darin, sich selbst als handlungsneutrales und wirkuungsneutrales Objekt darzustellen, das keinerlei Effekt in der Welt hinterlässt und – ohne auch nur einen Grund dafür zu liefern, vom bösen Don Alphonso angegangen wird. Dass die Texte von Don Alphonso einen Anlass haben, dass die darin angesprochenen Personen in aller Regel Anlass zu viel Kritik geben, weil sie sich eher verhalten, wie ein ideologisches Kampfschwein und nicht wie die Unschuld vom Lande, das wird ausgeblendet, denn wäre es eingeblendet, die ganze Opfergeschichte fiele in sich zusammen.

Und weil Baum offenkundig der Meinung ist, dass ihre Opfergeschichte bis dahin nicht reicht, um die gesammelte linksextreme Leserschaft zu Tränen und zu Aktionen gegen Don Alphonso zu bewegen, kommen die angeblichen Opfer persönlich zu Wort. Das hat natürlich keinerlei Wert, solange die Gegenseite nicht zu Wort kommt, aber darum geht es nicht, es geht darum, das hervorzubringen, was Don Alphonso vorgeworfen wird: Einen Text zu schreiben, dessen Ergebnis darin besteht, dass ein linksextremer Lynchmob über einen der wenigen Journalisten mit Rückgrat herfällt. Die Art und Weise, in der Baum versucht, eine Opfererzählung zu nutzen, um genau das auszulösen, was angeblich Don Alphonso auslöst, macht den Text in der ZEIT nach unserer Ansicht zu bewusster Hetze.

Denn alles geht immer in zwei Richtungen.

Wenn Don Alphonso mit seinen Texten eine Brücke ins rechtsextreme Lager herstellt, wie Baum behauptet, dann muss man konstatieren, dass Baum mit ihrem Text eine Brücke ins linksextreme Lager herstellt. Dass Linksextreme es in der Regel nicht bei Bedrohungen belassen, sondern gerne zündeln, führte dann, in dem, was Baum Argumentation nennt, dazu, dass für den Fall, dass das Eigentum von Don Alphonso beschädigt oder er verletzt werden würde, Baum die Verantwortung dafür tragen würde. In amoralischen Kreisen soll man damit ja eher kein Problem haben. Gut, dass die Argumentation von Baum Unfug ist, denn sie baut auf zwei falschen Annahmen, wie sie nur Linksextreme haben können, auf, offenkundig als Ergebnbis einer Projektion:

  • Das Vorurteil, in dem sich viele Jorunalisten gerne sonnen, dass nämlich die Konsumenten ihrer Erzeugnisse in ihrem Verhalten einem konditionierten Deppen entsprechen, den man durch die Inhalte der eigenen Erzeugnisse steuern kann, wohin man will, es ist eben das: Ein Vorurteil. Es ist ein verständliches Vorurteil. Wer, der für einen Apfel und ein Ei für Verlage arbeitet, gibt schon gerne zu, dass er nicht nur schlecht bezahlt, sondern auch weitgehend wirkunugslos ist. Dummerweise zeigt die Medienwirkungsforschung seit Jahrzehnten, dass Medien nicht wie die klassische Konditionierung funktionieren. Leser suchen bewusst aus, was sie sich zu Gemüte führen wollen, bilden sich ihre eigenen Urteile über die Qualität dessen, was ihnen zugemutet wird, und sind ansonsten nicht reaktiv, sondern aktiv in ihrem Medienkonsum. Schlechte Texte werden nicht zuende gelesen, schlechte Sendungen ausgeschaltet. Willkommen in der schönen Welt des Wettbewerbs, den Linke so gar nicht mögen. Warum nicht? Weil Wettbewerb die beste Möglichkeit darstellt, das, was Junk ist, von gutem Journalismus zu unterscheiden. Wie viele Leute lesen eigentlich, was Baum von sich gibt?
  • All die Personen, die Baum so gerne als Opfer präsentiert, haben es schon bevor sie von Don Alphonso thematisiert wurden, geschafft, sich bei einer Vielzahl von Leuten in einer Weise in die Aufmerksamkeit zu drängen, die eine adverse Reaktion, die Ablehnung und in vielen Fällen Widerwillen zur Folge hatte. Don Alphonso ist nicht notwendig, um die Gestalten, die Baum interviewt, unbeliebt zu machen, das schaffen diese Gestalten ganz von alleine, durch ihr Handeln, ein Handeln, das nicht auf Gegenliebe stößt, ganz offensichtlich nicht. Wer sich über die politischen Agitateure informieren will, die Baum in ihrem Beitrag heilig sprechen will, hier ein paar Namen: Laura Sophie Dornheim, Sibel Schick, Julia Schramm, Anne Helm, Natascha Strobl …

So, nun ist dieser Text doch länger geworden als wir dachten. Und wir sind noch gar nicht bei dem, was uns eigentlich am Text von Baum aufgestoßen ist. Wir lassen Sie nun mit einem Ausschnitt aus dem Text von Baum allein. Im Anschluss an diesen Ausschnitt finden Sie Texte aus dem Völkischen Beobachter, dem Angriff und den NS-Pressebriefen. Alle Texte haben Kurt Tucholsky, den Linke so gerne für sich in Anspruch nehmen, zum Gegenstand. Wenn Sie vergleichen, wie die NS-Postillen über Kurt Tucholsky schreiben und wie Baum über Don Alphonso schreiben zu können glaubt, dann ergeben sich Übereinstimmungen, die man nicht anders als erschreckend bezeichnen kann. Offenkundig ist das, was man nur als miesen Versuch, (sinkende) Auflage zu nutzen, um Menschen zu diskreditieren, wieder in Mode. Der Text von Baum ist an das, was in den drei Postillen aus dem Dritten Reich erschienen ist, anschlussfähig, ihr eigener Stil führt dazu, dass sie sich selbst als Wegbereiter des Rechtsextremismus ansehen muss, als Vertreter “roher Bürgerlichkeit” als Brücke nach rechts.

Baum in der ZEIT:

Eine Verschwörungstheorie über die Infiltration des deutschen Wesens durch böse Kräfte, die den Volkskörper zerstören – das war früher. Heute glauben manche, ein böser Schreiber verbreite ein aggressives Agens, das dazu führe, dass Inhaber der linken Volksseele beschädigt werden.

“Es gibt einen Blogger, der sich Don Alphonso nennt und mit bürgerlichem Namen Rainer Meyer heißt. Meyer ist laut Wikipedia 54 Jahre alt, er hat im Internet viele Fans (ungefähr 43.000 Follower bei Twitter), und einiges deutet darauf hin, dass manche von ihnen rechtsextrem sind. Von 2009 bis 2018 bloggte er für die FAZ, inzwischen schreibt er für die Welt. Ohne selbst je in einen justiziablen Bereich zu geraten, lenkt Meyer die Aufmerksamkeit seiner Fans in seinen Artikeln und Tweets auf bestimmte Menschen, die er nicht zu mögen scheint.

[…]

Die Mechanik, die den beschriebenen Vorgängen zugrunde zu liegen scheint, besteht im Wesentlichen aus drei Gliedern: aus dem Autor Meyer selbst, aus einem anerkannten Medium, das seine Plattform ist (Die Welt), und aus einer Followerschaft, die zu Hasskriminalität im Internet bereit ist. Dadurch, dass Meyer bei der Welt veröffentlicht wird, verbindet er ein tendenziell bürgerlich-konservatives Milieu (die Welt-Leserschaft) mit teilweise rechtsextremen Internetnutzern (seinen Followern), denen gegenüber er bestimmte Personen gewissermaßen markiert. Exakt so beschreibt es der Rechtsextremismusforscher Matthias Quent: Es gebe die Tendenz, dass jemand, der “öffentlich renommiert” sei, vorangehe und die Zielperson aussuche, auf die “sich dann Rechtsradikale stürzen”.”

Völkischer Beobachter 1928

“Es gibt in Deutschland einen der übelsten aller Üblen: das ist der Jude Dr. Kurt Tucholsky, der sich Peter Panter, Theobald Tiger usw. nennt. Er schreibt hauptsächlich in der salonbolschewistischen, jedes Aufbäumen des deutschen Gedankens denunzierenden „Weltbühne“.”

Der Angriff 1931

“Wir bemerken nur, daß der Verfasser jener berüchtigte Theobald Tiger ist, der unter den wechselnden Pseudonyms Kaspar Hauser und Peter Panter, mit seinem richtigen Namen Kurt Tucholski [sic] geheißen, Woche für Woche alles, was deutsch in Deutschland ist, verhöhnt und mit dem Spülicht seines verdorbenen und kranken Gehirns überschüttet.”

NS-Pressebriefe 1941

“Einer der penetrantesten unter ihnen, Tucholsky, hüllte sich, wie eine Zwiebel, gleich in  soundsoviele Namenshäute; er hieß Ignaz Wrobel, Peter Panther, Theobald Tiger und Kaspar Hauser – aber nach Zwiebel roch er unter jedem Namen und in jeder Haut. […] Dieser Mann hatte einst die literarische Vergiftung Deutschlands betrieben nach dem frech verkündeten Rezept: „Was unsere Richter Landesverrat nennen, berührt uns nicht. Was sie als Meineid oder Landfriedensbruch deklarieren, läßt uns völlig kalt … Ich spreche hier mit dem vollen Bewußtsein dessen, was ich sage, aus, daß es kein Geheimnis der deutschen Wehrmacht gibt, das ich nicht einer fremden Macht auslieferte.“

Unter fünf Namen hatte er zum Jubel der Seinen nach diesem Rezept gehandelt und sich dabei allem, was deutsch dachte, fühlte und wollte, unendlich überlegen gefühlt. Und plötzlich war all diese Überlegenheit als kindliches Gelalle offenbar.”

Geschichte wiederholt sich nicht, sie wird wiederholt.



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