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Der Dipl. Soz.: Unwissender regt sich über nach seiner Ansicht Unwissende auf

Eine Schreckensmeldung nach der nächsten.

Noch zwei aus der selben Pressemeldung:

Es mag, so haben wir uns als wie die Pressemeldung von Dipl. Soz. Steven Seet gelesen haben, in der die Unkenntnis der „Jugendlichen und Heranwachsenden“ gebrandmarkt wird, daran liegen, dass „Jugendliche und Heranwachsende zu wenig über Krankheitserreger wie COVID-19 wissen“, dass COVID-19 GAR KEIN KRANKHEITSERREGER ist. Der Erreger heißt SARS-CoV-2, COVID-19 ist die Krankheit, die er auslöst. Angesichts der Unkenntnis, die man nach dieser Pressemeldung bei denen vermuten muss, die das Wissen anderer über Zoonose erfragen wollen, ist es wohl das beste, die Ergebnisse dieses Musterbeispiels in wir-machen-auch-einmal-eine-Befragung in den Papierkorb zu werfen.

Man könnte sich auch darüber aufregen, dass wieder einmal Unkundige der empirischen Sozialforschung ein Vehikel bedient haben, dessen Anleitung sie nicht kennen. Aber wenn wir uns darüber aufregen wollten, dann hätten wir nichts anderes mehr zu tun. Belassen wir es daher bei der Feststellung, dass die Behauptung „Jugendliche und Heranwachsende“, ALLE Jugendlichen und Heranwachsenden, wüssten zu wenig über „Krankheitserreger wie COVID-19“, auf Basis von 656 Schülern aus sechs nach keinerlei nachvollziehbaren Kriterien ausgewählten Ländern natürlich nicht getroffen werden kann, selbst wenn sie richtig wäre, könnte sie das nicht. Zum einen, weil ein solcher Datensatz nicht einmal in die Nähe von Repräsentativität kommt, zum anderen, weil selbst professionelle Datensätze der empirischen Sozialforschung Kundiger in der Regel am Versuch scheitern, den Idealzustand der Repräsentativität, ein Idealtypus im Sinne von Max Weber, great but elusive, zu erreichen.

Und wenn Profis scheitern, was kann man dann von Dilettanten erwarten?



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