Pocken verbreitende Krankheitserregerspiele – Bill Gates warnt (oder droht?) und fordert Milliarden …

Das folgende Video, in dem ein Ausschnitt aus einem Gespräch, das Jermey Hunt mit Bill Gates geführt hat, zu sehen ist, macht derzeit im Vereinigten Königreich die Runde. Was an diesem Video bemerkenswert ist, das ist die Wahl der Beispiele.

Wenn man Sie nach der Gefahr weiterer Pandemien, die von bestimmten Pathogenen ausgehen, fragen würde, was würde Ihnen als mögliches Pathogen und was als Gefahrenquelle einfallen? Uns käme der Fundus bislang undeklarierter Coronaviren im Wuhan Institute of Virology in den Sinn, und wir würden uns fragen, wie lange es dauert, bis der nächste “Laborunfall” dafür sorgt, dass ein bis dahin außerhalb des Labors unbekanntes Pathogen durch die Bevölkerung geht.

Bill Gates fallen Bio-Terroristen ein, die Pocken-Erreger an 10 verschiedenen Flughäfen verbreiten.

Ein interessantes Beispiel, das im Zentrum einer Passage steht, in der Gates ein ziemlich vernichtendes Bild der Reaktion auf SARS-CoV-2 zeichnet. Es gebe keinen vernünftigen Impfstoff, der in der Lage sei, Ansteckung und Weitergabe von SARS-CoV-2 zu verhindern. Es gebe keine sonderlich wirkungsvollen Medikamente gegen COVID-19, wenn man von den bedingt wirkungsvollen Dexamethasone und Mulnapiravir absehe. Er hätte, so sagt Gates, gedacht, dass wir am Ende einer Pandemie wie der laufenden mit etwas mehr Vorzeigbarem dastünden als wir es tun. Und weil es so wenig vorzuzeigen gibt, deshalb fordert Gates mehr Geld für Forschung und Entwicklung. Mindestens 10 Milliarden US-Dollar schweben im vor, sowie mindestens eine Milliarde US-Dollar jährlich für eine “Global Pandemic Task Force”, deren Mitglieder sich u.a. mit “Germ Games” die Zeit vertreiben sollen, also mit Planspielen, in deren Verlauf sie sich vorstellen, die Menschheit würde von einer Pocken-Pandemie heimgesucht, die von Bio-Terroristen ausgelöst wurde, die das Pathogen an 10 Flughäfen verteilt haben.

Es ist sicher gut, auf Vorhersehbares vorbereitet zu sein, sich bei Zeiten, wie es so schön heißt, zu rüsten.

Indes sind die Bio-Terroristen, die Gates aus dem Hut zaubert, ebenso wie die Pocken-Epidemie, die er wohl benutzt, um möglichst viel Angst zu verbreiten, nicht das, was einem einfällt, wenn man an die Orte denkt, von denen aus eine Reihe von Pathogenen nachweislich ihre Reise durch die in der Umgebung, in manchen Fällen auch die weiter entfernte Bevölkerung angetreten haben.


Quelle

Beispiel 1: Die von Gates bevorzugten Pocken.

Im März des Jahres 1972 ist ein 23 Jahre alter Laborassistent der London School of Hygiene and Tropical Medicine an Pocken erkrankt. Bis die Krankheit erkannt wurde, hat er zwei Besucher des Labors angesteckt, beide sind an den Pocken verstorben. Eine Krankenschwester, die von einem der beiden Besucher angesteckt wurde, hat ebenso überlebt wie der Laborassistent. In Großbritannien war die Impfung gegen Pocken bereits im Jahre 1946 beendet worden. Pocken waren weitgehend unbekannt. In den Jahren 1963 bis 1978 gab es vier Fälle von Pocken im Vereinigten Königreich. Variola major und minor, die Viren, die Pocken hervorrufen, wurden in zwei Laboren im Vereinigten Königreich weiter zu Forschungszecken aufbewahrt, desshalb war schnell klar, dass der Ausbruch im Jahre 1972 aus einem Labor stammen musste. Als Reaktion auf den Ausburch wurden die Sicherheitsbestimmungen verschärft und neue Sicherheits-Protokolle für den Umgang mit Viren eingeführt.

Dessen ungeachtet kam es im Jahre 1978 zu einem weiteren Ausbruch. Dieses Mal in Birmingham. Ausgangspunkt war ein medizinischer Photograph, der an der Birmingham Medical School beschäftigt war. Der Photograph, der keinerlei direkten Kontakt mit den Pathogenen hatte, mit denen in der Birmingham Medical School gearbeitet wurde, erkrankte an Pocken und verstarb. Seine Mutter, die sich angesteckt hatte, überlebte. Die eingeleitete Untersuchung brachte zu Tage, dass der Photograph sein Labor über Räumen hatte, in denen mit Pocken-Viren gearbeitet wurde. Aerosole, die über das Belüftungssystem übertragen wurden, waren für seine Erkrankung verantwortlich. Der Leiter des Labors in Birmingham, Dr. Henry Bedson, hat sich, als Ergebnis dieser Episode, das Leben genommen. Im Zuge der Untersuchung wurde zudem entdeckt, dass im Jahre 1966 ein ähnlicher Fall zu verzeichnen war. Auch damals erkrankte ein medizinischer Photograph, der in der selben Einrichtung und im selben Raum wie der im Jahre 1978 erkrankte Photograph arbeitete, an Pocken. In der Folge seiner Erkrankung hat er 72 weitere Menschen infiziert, wobei zu aller Glück das verbreitete Pathogen Variola minor, nicht major war. Alle Erkrankten haben überlebt.


Beispiel 2: SARS-CoV

Der erste Ausbruch von SARS, SARS-CoV, hat in den Jahren 2002 bis 2003 29 Länder umfasst, 8000 Personen sind erkrankt, 774 sind gestorben. SARS-CoV ist ein tödlicheres Pathogen als SARS-CoV-2. Die Erleichterung darüber, dass es bis spätestens Juli 2003 gelungen war, SARS-CoV zu eliminieren, war entsprechend groß. Dessen ungeachtet gab es seither mindestens 6 Laborunfälle, die zu einer Freisetzung von SARS-CoV geführt haben:

  • August 2003: Ein Doktorand an der National University of Singapore, der mit dem West-Nil-Virus forscht, steckt sich mit SARS-CoV an. Er ist sich nicht bewusst, dass seine Zellkulturen mit SARS-CoV kontaminiert sind. Glücklicherweise steckt der Doktorand niemanden an, jedenfalls ist nicht bekannt, dass er jemanden angesteckt hat.
  • Dezember 2003: Ein Forschungsassistent aus Taiwan, der von einer Konferenz in Singapur zurückkommt, erkrankt an SARS-CoV. 74 seiner Kontakte in Singapur werden in Quarantäne gesteckt. Es stellt sich heraus, dass der Forschungsassistent biologischen Abfall beseitigen wollte und sich bei dieser Gelegenheit mit SARS-CoV infiziert hat.
  • Vier Ausbrüche von SARS-CoV werden für China berichtet, alle davon betreffen das Chinese National Institute of Virology (NIV) in Peking. Eine Krankenschwester erkrankt an SARS-CoV. Wie sich herausstellt, hat sie einen Labor-Assistenten aus dem NIV gepflegt, der sich mit SARS-CoV infiziert hat. Der Labor-Assistent ist in erkranktem Zustand nach Anhui gereist, hat dort seine Muttter angesteckt. Seine Mutter ist an SARS-CoV verstorben. Die nachfolgende Untersuchung durch die WHO hat eklantante Sicherheitslücken zu Tage befördert, die nahezu jede Form des Umgangs mit Pathogenen betroffen haben. Im Zuge der Untersuchung wurden drei weitere Unfälle entdeckt. In jedem davon hatte sich ein Mitarbeiter des Labors mit SARS-CoV infiziert.

Beispiel 3:

Das H1N1-Influenza Virus, das 1918/1919 Millionen Tote hinterlassen hatte, war eigentlich im Jahre 1957 verschwunden. H2N2, die asiatische Grippe, und später H3N2, die “Hong Kong Grippe”, haben es ersetzt. Indes, im Jahre 1977 ist H1N1 plötzlich wieder aufgetaucht. Von seiner Virulenz hatte das Pathogen wenig eingebüßt. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 20% und 70% der Weltbevölkerung im Alter von 20 Jahren oder jünger an 1977-H1N1 erkrankt sind. Es war schnell klar, dass 1977-H1N1 nur aus einem Labor stammen konnte, so wie schnell klar war, dass dieses Labor nur in Russland oder in China stehen konnte. Aus Gründen der politischen Korrektheit haben Wissenschaftler damals darauf verzichtet, das Offensichtliche auszusprechen. Es hat bis ins Jahr 2008 gedauert, ehe Nelson et al. (2008) den vorsichtigen Schluss gezogen haben, dass 1977-H1N1 wohl aus einem Labor freigesetzt wurde. Ab 2009 mehren sich dann die wissenschaftlichen Arbeiten, die zeigen, dass 1977-H1N1 nicht vielleicht, sondern mit Sicherheit aus einem Labor stammt. Vor allem die Arbeit von Joel Wertheim (2009) hat viel zur Aufklärung des Ursprungs von 1977-H1N1 beigetragen.

Der letzte Beleg dafür, dass 1977-H1N1 aus einem Labor stammt, war die Feststellung, dass das Virus temperaturempfindlich war. Temperaturempfindlichkeit ist ein Markenzeichen von Viren, die in den lebend Influenza-Impfstoffen der 1970-Jahre zum Einsatz gekommen sind. Die Freisetzung von 1977-H1N1 ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Ergebnis von Impfprogrammen, die in der Sowjetunion als Reaktion auf die Ankündigung der USA, die gesamte Bevölkerung gegen H1N1 impfen zu wollen, aufgenommen wurden. Die Absicht, die gesamte Bevölkerung gegen H1N1 immunisieren zu wollen, war eine hysterische Reaktion angesichts der 1976 virulenten Schweine Grippe. Das eiligst aufgelegte Impfprogramm stellte sich als unnötig heraus. Von denjenigen, die sich in einem Anfall panischer Hysterie impfen ließen, starben 32, in 532 Fällen stellte sich das Guillain-Barré Syndrome als Reaktion auf die Impfung ein. Das Guillain-Barré Syndrome beschreibt eine Autoimmunerkrankung bei der das Immunsystem das Nervensystem angreift. In rund 7% der Fälle endet die Erkrankung mit dem Tod.


Man wird das Gefühl  nicht los, dass Leute wie Gates von den wirklichen Verursachern einer Freisetzung gefährlicher Pathogene ablenken und die mit Pocken verbundene Angst ausnutzen wollen, um zum einen Steuerzahler für ein vollkommen überflüssiges Gremium, das einmal mehr genutzt werden kann, um weltweit gleichgeschaltete Unfreiheit herzustellen, ausgerechnet für das zahlen zu lassen, was sie unterdrücken soll. Zum anderen fragt man sich natürlich, was Leute wie Gates, die für sich in Anspruch nehmen, nur um die Menschheit und die Schäden, die von Pandemien angerichtet werden, besorgt zu sein, tatsächlich antreibt. Eine Antwort auf diese Frage könnte darin zu fnden sein, dass Gates ausgerechnet die beiden Großgefängnisse in Australien und Neuseeland als Vorbild bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2 herausstellt. Es wird nichts Gutes dabei herauskommen, wenn wir weiterhin zusehen, wie diese Leute versuchen, unsere Gesundheit fernzusteuern, wobei der Schutz für unsere Gesundheit grundsätzlich unser Geld kostet, das wiederum die Schützenden einvernehmen und grundsätzlich damit einhergeht, dass unsere Freiheiten beseitigt werden, nur zu unserem Schutz.

Wer es nicht schafft, eine Immunität gegen die vorhersehbar folgenden Angst-Pandemien zu entwickeln, mit denen Leute wie Gates versuchen, Menschen gefügig zu machen, wer sich nicht dagegen wert, dass sein Leben quasi mit der Fernbedienung und al Gusto von denen gesteuert wird, die gerade Lust haben, eine willkürlich gewählte Inzidenz als die anzusehen, auf die mit einem Wegsperren der Bevölkerung in einem neuerlichen Lockdown reagiert werden muss, der wird absehbar ein Leben als Sklave führen.

Ein Leben ohne Risiko ist übrigens kein Leben, bestenfalls eine Variante vegetabiler Daseinsform, die darauf wartet, vom Gärtner aus dem hermetisch gegen Insekten und Pilzen abgeschotteten Schutzraum geholt und verspeist zu werden.

Und natürlich muss man sich fragen, was in den Köpfen von Leuten vorgeht, denen nicht das in einer Situation Naheliegende, sondern Abwegiges wie Pocken einfällt. Wollen die Inhaber dieser Köpfe uns vielleicht drohen?


Literatur:

Furmanski, Martin (2014). Laboratory Escapes and ‘Self-fulfilling prophecy’ Epidemics.

Nelson, Martha I., et al. (2008). Multiple reassortment events in the evolutionary history of H1N1 influenza A virus since 1918. PLoS Pathogen.

Wertheim, Joel O. (2010) The re-emergence of H1N1 influenza virus in 1977: a cautionary tale for estimating divergence times using biologically unrealistic sampling dates. PloS one.



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