Die Möchtegern-Volkserzieher

Drei Einweg-Wissenschaftler aus der Friedrich-Ebert-Stiftung sehen sich in einer Lage, in der sie Forderungen wie die folgenden stellen können:

  • FES Brain GapUmsetzung der Familienarbeitszeit, die insbesondere einen Anreiz für Väter zur Reduzierung der Erwerbsarbeitszeit bietet und damit mehr Freiräume zur Übernahme familiärer Aufgaben schafft;
  • Beförderung der egalitären Aufteilung der Elternzeit, durch die schrifttweise Ausweitung der reservierten Partnermonate;
  • Einführung eines Vaterschaftsurlaubs (analog zum Mutterschaftsurlaub), um Vätern von Anfang an die Übernahme einer größeren Rolle bei der Kinderversorgung zu ermöglichen.

Die Europäische Kommission, die derzeit eine öffentliche Konsultation darüber durchführt, ob es überhaupt notwendig ist, Frauen im Hinblick auf Gleichstellung zu fördern, stellt u.a. folgende Antwortalternativen bei der Frage: “Wie könnte eine gleichmäßigere Aufteilung der Hausarbeit (Haushalt und Betreuung von Kindern und/oder Pflegebedürftigen) zwischen Frauen und Männern gefördert werden?” zur Auswahl.

  • Einführung von verpflichtender Elternzeit für Väter;
  • Änderung der Einstellung von Männern und Jungen zur Hausarbeit (Haushalt und Betreuung von Kindern und/oder Pflegebedürftigen) [aber nicht die Einstellung von Frauen zur Arbeit];

Offensichtlich gibt es eine Clique von Personen, denen etwas nicht passt, die der Ansicht sind, Männer würden nicht die aus ihrer Sicht notwendigen Abstriche an ihrem Beruf und ihrer Arbeit machen, wenn sie so wahnsinnig waren, Nachwuchs in die Welt zu setzen. Offensichtlich gibt es eine Clique von Personen, die denken, die Aufteilung der Hausarbeit, wobei Hausarbeit als u.a. Betreuung von Kindern definiert wird, zwischen Männern und Frauen müsse der Norm entsprechen, die in dieser Clique gerade für richtig gehalten wird. Damit diese Norm erreicht wird, so die Mitglieder dieser Clique, müsse man Männern Anreize setzen, sie, wenn sie sich nicht freiwillig dieser Norm unterwerfen, gesetzlich zwingen und in jedem Fall einem Brainwashing unterziehen, damit sie einsehen, dass die Hausarbeits-Norm dieser Clique zu ihrem Besten und überhaupt das absolut Beste ist, was Männern jemals widerfahren ist.

Und wir dachten, Deutschland und die Europäische Union seien demokratische Regierungssysteme.

Demokratische Regierungssysteme, in denen alle Macht vom Souverän ausgeht.

Demokratische Regierungssysteme, in denen der Souverän als mündiger Bürger akzeptiert wird.

Weit gefehlt.

Denn: Politiker wissen mehr.

Der Weg zum Politiker ist der Weg zum wahren Wissen, zur wahren Erleuchtung, ein Weg, der durch keinerlei körperliche Arbeit beschmutzt und durch keinerlei handwerkliche Kenntnisse in Frage gestellt wird.

politicians wagesDer Weg zur Erleuchtung des Politikers, der allein sagen kann, was für andere gut und richtig ist, es ist ein Weg, den nicht einmal die universitäre Bildung ebnen kann, weshalb zum Politiker Berufene, die irrtümlicherweise im Studium der Gender Studies, der Anglistik oder der Literatur die Erleuchtung gesucht haben, ihren Irrtum, dann wenn sie ihn erkennen, zum Anlass nehmen, das universitäre Studium abzubrechen, um sich ganz der Berufung Politik und den Offenbarungen darüber, was für “die Menschen” gut und richtig ist, widmen zu können.

Natürlich zieht eine Gruppe Erleuchterter eine Gefolgschaft an, Groupies, also Jünger und solche, die es werden wollen. Personen, die am Mund der Politiker hängen, ihre Worte wie Manna aufsaugen und versuchen, sich durch allerlei unterwürfige Gesten der Gunst der Erleuchteten und ihrer Aufmerksamkeit anzuempfehlen.

Es ist regelmäßig aus den Reihen dieser Möchtegern-Erleuchteten, dass Vorschläge wie die oben dargestellten, Vorschläge dahingehend, wie man das Volk der handarbeitenden Deppen erziehen und auf den richtigen Weg des Lebens schubsen kann, an die Öffentlichkeit dringen, Vorschläge, deren Wirkung auf das Volk, das zu erziehende Volk getestet werden soll.

Testen wir also den Vorschlag, Männer zur Hausarbeit zu

  • erziehen,
  • zwingen,
  • brainwashen.

Zunächst zur grundlegenden Prämisse. Da sich Männer seit nunmehr Jahrhunderten der Gleichverteilung von Hausarbeit, womit Kinderpflege gemeint ist, zu entziehen scheinen, jedenfalls dann, wenn man das monotone Lamento der genderisierten Singer ernst nimmt, stellen sich mehrere Fragen:

  • Allen voran: Sind die Frauen, die die mangelnde Teilung der Kinderpflege-Hausarbeit beklagen dumm? Schließlich haben sie sich, wohlwissend um den jahrhundertelangen und negativen Kinderpflege-Hausarbeits-Beteiligungs-Saldo von Männern willentlich und im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte dazu entschieden, dennoch mit einem Mann Nachwuchs zu produzieren und dafür zu sorgen, dass der entsprechende Saldo weiterhin negativ bleibt.
  • Das Dilemma der sich fortpflanzenden Frauen, die nach den Prämissen der Genderisten dumm sein müssen, lässt sich nur dadurch umgehen, dass man annimmt, Frauen, die sich auf den Fortpflanzungs-Deal mit einem Mann einlassen, ist bewusst, dass damit einhergeht, dass sie sich in erster Linie um die Kinderpflege-Hausarbeit kümmern. Warum bejammern sie nun ihre eigene Wahl? Oder bejammern sie sie am Ende gar nicht, zumindest nicht alle? Handelt es sich vielmehr um antizipiertes Jammern durch diejenigen, die zu wissen glauben, was andere wollen und was für andere gut ist?
  • Wenn ja, dann muss das Brainwashing auch bei Frauen ansetzen. Offensichtlich ist vielen weiblichen Fortpflanzern nicht bewusst, dass Männer eine antagonistische Gruppe darstellen, wie Friedrich Engels es ausgeführt hat, jener Friedrich Engels, dem Linke anhängen, die seine Unkenntnis in den meisten Bereichen, über die er sich ausgelassen hat (z.B. über die Familie) teilen. Folglich müssen sie erzogen werden, zur Erkenntnis, dass der weiße, heterosexuelle CIS-Mann, mit dem sie sich gerade fortgepflanzt haben, ein Schwein ist, das versucht, sich vor seinem Anteil an der Hausarbeits-Kinderpflege zu drücken, etwa so, wie sich die entsprechenden Frauen vor ihrem Teil an der Erwerbsarbeit drücken.

Es führt kein Weg daran vorbei: Frauen sind, Politiker und Genderisten wissen es, dumm, vor allem wenn sie sich fortpflanzen. Und anhand dieses Vorbilds sollen Männer erzogen, gezwungen und brainwashed werden, und zwar zu dummen, sich fortpflanzenden Männern, denn wenn man davon ausgehen würde, dass Männer eigenverantwortlich und mündig über Belange entscheiden, die sie angehen, dann verbieten sich Erziehungsversuche, Zwang und Brainwashing (Und warum sollten Genderisten Männern etwas zugestehen, was sie Frauen generell absprechen?)

Erziehungsversuche, Zwang und Brainwashing sind also die Mittel der Wahl für diejenigen, die durch folgende Eigenschaften ausgezeichnet sind:

  • Sie sind Faschisten, die sich im Vollbesitz von Wahrheit wähnen und denken, sie hätten das Recht das Volk zu dem Glück zu erziehen, das sie für das richtige Glück halten.
  • Sie sind Voyeure, die sich in die intimen Belange von Paaren einspionieren wollen und bestimmen wollen, wie die entsprechende Paare die Dinge, die zwischen den Partnern verhandelt werden müssen, wie z.B. die Aufteilung von Arbeit außerhalb und innerhalb des Haushalts, regeln.
  • Sie sind von sich enttäuschte Feiglinge, bei denen es nicht zu richtigen Terroristen gereicht hat.

VolksempfaengerDie Tatsache, dass Zwang und Umerziehung von Männern nahezu zeitgleich in einem Fragebogen der EU und bei der Friedrich-Ebert-Stiftung auftaucht, ist sicher kein Zufall. Volkserziehung und Brainwashing sollen seit der Erfindung des Staatsfeminismus dadurch erreicht werden, dass die zu offensichtlich zu vielfältige Gesellschaft gleichgeschaltet wird: Dass Männer mehr Hausarbeit und Kinderbetreuung leisten müssen, es wird über Multiplikatorennetzwerke intoniert, von der EU über einschlägige nationale Ministerien und die politischen Vereine der Parteien in die Medien getragen, von wo aus das Volk beschallt und zum richtigen Weg bekehrt werden soll, und lässt es sich nicht bekehren, so folgt der Zwang auf dem Fuss, per Quote und Gesetz.

Die Wege von Erziehung und Brainwashing, es sind immer dieselben, denn eines kann man den Erleuchteten, die ihr Volk zum richtigen Dasein erziehen wollen, nicht bescheinigen: Sie sind weder innovativ noch kreativ. Man muss also nur darauf warten, dass das Bundesministerium für FSFJ ein Rechtsgutachten bei einem abgehalfterten Juristen, den auf seinem Altenteil die Langeweile aufzuzehren droht, bestellt, in dem geklärt wird, ob es mit dem Grundgesetz vereinbar ist, wenn man Männer dazu zwingt, nicht mehr als 35 Stunden pro Woche zu arbeiten und mindestens 12 Stunden pro Woche in Hausarbeit und Kinderpflege zu investieren. Dass der Zwang nicht gegen das Grundgesetz verstoßen wird, ist schon jetzt klar: juristische Rabulistik wird es möglich machen. Dass die Überwachung von Männern, per Uhr am Handgelenk, die stündlich einen Tätigkeitsbericht an das BMFSFJ sendet, gesichert ist und die Durchsetzung des Gesetzes somit möglich, ist auch schon klar.

Es wäre ja noch schöner, wenn man Männer nicht zu dem erziehen und zwingen könnte, was Ideologen als das Gute für Sie bestimmt haben.

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36 Responses to Die Möchtegern-Volkserzieher

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  2. Michel Houellebecq says:

    Welches Ziel wird von den Familienideologen eigentlich verfolgt: Ein dauerhafter Rollenwandel, der beiden Geschlechtern im Falle von Kindern mehr Möglichkeiten eröffnet- oder lediglich ein Rollenmodell, dass Männer in den ersten Lebensmonaten (oder sogar Jahren) ihrer Kinder zu mehr Haus- und Erziehungsarbeit, äh, verhelfen soll? Zweiteres wäre lediglich ein gradueller Unterschied zum derzeit am weitesten verbreiteten Dazuverdiener-Modell. Und, by the way: Wie stehen eigentlich die Frauen und Mütter dazu? Beklagen sich wirklich alle Frauen über die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie, wie uns Genderideologen, Politik und Medien landauf, landab weis machen wollen..?

    • Philocodex says:

      @ Michel:
      “Beklagen sich wirklich alle Frauen über die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie…?”
      – Ä, quark. Haben Sie neulich die Anstalt gesehen, wo die sonst vernünftige Carolin Kebekus radfemigen Agitprop machte, indem sie ganz pauschal Frauen im “Wettrennen” der Ehe als ganz schwer benachteiligt zeigte?

      Diesen einseitigen ideologischen Blödsinn glaubt die Mehrheitsbevölkerung eher nicht, denke ich. Ich befürchte aber, daß die Menschen sich per Dauerbeschuß im Kebekus-Stil zum Teil aufhetzen lassen. Die Ehe als Wettkampf zwischen Frauen und Männern darzustellen, halte ich für das letzte.

  3. Ein Nachtrag, um einige Dinge noch einmal oder noch deutlicher auf den Punkt zu bringen:

    1.
    Es geht niemanden etwas an, wie Menschen ihre privaten Beziehungen gestalten, und dies gilt auch für die Arbeitsteilung, auf die sie sich verständigen.

    2.
    Wer anderer Meinung ist, muss dies begründen, und zwar sehr gut begründen: Warum sollte es sich anders verhalten als unter Punkt 1 benannt?

    3.
    Der eigene gusto ist keine hinreichende Begründung dafür, eine gesamte Bevölkerung umerziehen oder positiv oder negativ anreizen zu wollen, auch wenn man sich noch so sehr im moralischen oder juristischen Recht wägt. Dagegen steht schlicht das Selbstbestimmungsrecht jedes Individuum, das besteht, solange keine erkennbaren erheblichen negativen Externalitäten für andere durch das selbstbestimmte Handeln durch Individuen für andere Individuen besteht. Die eigene negative psychische Befindlichkeit ist sicherlich KEINE erkennbare erhebliche negative Externalität des selbstbestimmten Handelns anderer Leute.

    4.
    Wenn das persönliche Wohlbefinden einiger Leute davon abhängt, dass ihnen völlig fremde andere Leute so leben, wie sie es irgendwie gut finden, dann müssen sie, so fürchte ich, als psychisch krank bezeichnet werden:

    Es ist nicht normal, dass jemand, nur, weil ihm oder ihr ein Faible für Gleichverteilungen eine soziale Identität verschafft, andere Leute mit Versuchen überzieht, sie dazu zu zwingen, nach der eigenen persönlichen Heilslehre zu leben, einfach, weil dieser jemand sich dann besser fühlt. Ich bin keine Psychologin, aber mir scheint, dass Leute, die sich in dieser Gemütslage befinden, als neurotisch oder paranoid bezeichnet werden müssen,

    5.
    Manipulationsversuche als solche sind ein Armutszeugnis des/der Manipulierenden, mangelt es ihm/ihr doch offensichtlich als Überzeugungskraft. Besonders peinlich werden sie, wenn sie weiterhin als “Ermöglichungs”-Instrumente präsentiert werden, lange, nachdem die Menschen die Möglichkeit zur Wahl mit Bezug auf die Sache hatten und die von den Manipulierenden präferierte Möglichkeit abgewählt haben.

    Männern steht die grandiose Möglichkeit, ihr Erwerbstätigkeit zu unterbrechen und ihr Humankapital in der Zeit, die sie mit Elternzeit verbringen, verfallen zu lassen, bereits seit längerer Zeit offen. Wenn sich keine nennenswerte Anzahl von frischgebackenen Eltern für diese Möglichkeit entscheidet, dann ist das eben eine ABWAHL dieser Möglichkeit durch die klare Mehrheit.

    Wenn man nun eben AUFGRUND dieser in der Realität beobachteten Abwahl des bereits Möglichen bzw. Ermöglichten so tut, als müsse man das bereits Abgewählte ERMÖGLICHEN, dann hat man gelinde gesagt größere Schwierigkeiten mit seinem Denkapparat:

    Entweder man ist kognitiv unfähig, zu erkennen, dass man nicht ermöglichen muss, was schon ermöglicht ist (und abgewählt wurde), oder man ist kognitiv unfähig, die durchschnittliche Intelligenz der Bevölkerung korrekt einzuschätzen und unterschätzt die Wahrscheinlichkeit, dass dumme rhetorische Tricks als solche erkannt werden. In jedem der beiden Fälle belegt die Rede von der Ermöglichung des bereits Möglichen, dass man nicht gerade intelligent ist.

    6.
    Selbst dann, wenn man Gleichheit und den Weg dahin, also Gleichstellung, irgendwie rational als das Wohlergehen jedes einzelnen Individuums förderlich begründen könnte, musste man zumindest KONSEQUENT sein – sonst bleibt die so geliebte Gleichheit schändlich auf der Strecke.

    Daher wäre u.a. zu fordern:

    Setzen von Anreizen für Mittelschichtsangehörige zur Ergreifung von blue-collar-jobs, um damit mehr Möglichkeiten zur Bewältigung lebenspraktischer Aufgaben zu schaffen!

    Beförderung der egalitären Aufteilung von Arbeiten durch die schrittweise Ausweitung von reservierten Arbeitstätigkeitsmonaten: Mittelschichtlern müssen schrittweise größere Anteile an Kanalsäuberungsarbeiten, dem Einsammeln von Müll, dem Transport von Lebensmitteln durch LKW-Nachtfahrten, der Gebäudereinigung u.ä.m, übertragen werden!

    Wenn dies nichts fruchtet, muss man an die Einführung von Zwangsmitteln denken, um Mittelschichtlern von Anfang an die Übernahme einer größeren Rolle bei den lebenspraktischen Aufgaben, die in einer Gesellschaft überlebensnotwendig sind, zu ermöglichen!

    Oder auf die Frage nach der Elternzeit bezogen:

    Erziehungsurlaub zu gleichen Teilen zwischen den Geschlechtern nur dann, wenn auch die Erwerbstätigkeit gleich verteilt ist, und zwar sowohl im Umfang (gerechnet in Arbeitsstunden) als auch im erwirtschafteten Einkommen!

    (Das könnte man sogar begründen: wenn Leute zum Urlaub angereizt werden, die deren Ausfall aus dem Arbeitsprozess einen größeren Ausfall von Produktivität und Steuern bedeutet, dann schadet das offensichtlich dem Gemeinwohl!)

    Wer Gleichverteilung aus unerfindlichen Gründen als Wert an sich darstellen will, sollte doch wohl damit leben können, wenn auf ihn zu gleichem Anteil wie auf andere verteilt wird, wozu er keine Lust hat, oder!?!

    • Philocodex says:

      @ Dr. Diefenbach:
      “Mittelschichtlern müssen schrittweise größere Anteile an Kanalsäuberungsarbeiten, dem Einsammeln von Müll, dem Transport von Lebensmitteln durch LKW-Nachtfahrten, der Gebäudereinigung u.ä.m, übertragen werden!”
      – Gute Idee :-). Ich wäre allerdings dafür, daß die genderbewegten Grünixen und Spezialdemokraten uns das vormachen und mit gutem Beispiel vorangehen.
      Daraus wird aber nix, befürchte ich. Wenn die aus ihrem vollsanierten coolen Altbauviertel oder ihrer angenehmen Unistube mal rausmüssen, werden sie wohl streiken….

      • @Philocodex,

        ja, das vermute ich auch.

        Aber das kann ja nicht bedeuten, dass wir aufhören, von denjenigen, die etwas als so großartig präsentieren, auch zu fordern, dass sie nach ihren eigenen Überzeugungen handeln 🙂 im Englischen sehr anschaulich beschrieben durch: “Why don’t you put your money where your mouth is?”

        Im Gegenteil: Wenn wir mit unserer Erwartung Recht haben, dann macht die fortgesetzte Forderung nach Befolgung der eigenen Forderungen unweigerlich und für alle Beobachter deutlich, dass das, was uns durch Politiker und Ideologien angespriesen wurde, doch nicht so toll ist oder die “Prediger” einfach bigott sind oder denkbehindert oder alles zusammen.

        • albert says:

          “Im Gegenteil: Wenn wir mit unserer Erwartung Recht haben, dann macht die fortgesetzte Forderung nach Befolgung der eigenen Forderungen unweigerlich und für alle Beobachter deutlich, dass das, was uns durch Politiker und Ideologien angespriesen wurde, doch nicht so toll ist oder die “Prediger” einfach bigott sind oder denkbehindert oder alles zusammen.”

          …oder es ist noch mehr als das alles zusammen. Ich habe mir durch Ihren brillianten Text, der es verdient hat, weiteste Verbreitung zu finden, weil er die Genderisten so richtig nackig macht, hoffentlich keine Paranoia zugezogen. Aber ich halte diese Genderist*Innen nicht alle für denkbehindert oder bigott, sondern für verbrecherisch, denn sie sind Teil derjenigen politischen Kräfte, welche die Diktatur bei uns einführen wollen. Da führen auch alle Wege nach Rom, vom Klimaschwindel über Vogelgrippe, Schweinepest, Rinderwahnsinn bis zum fleischlosen Kantinentag, Genderismus und Windmühlen als Vogelguillotinen. Eine Sau nach der anderen wird da durch das zu globalisierende Dorf getrieben. Auch das gehört zur Strategie der Spannung, wie die Gladionetzwerke. Die sind keine harmlosen Spinner, sondern Kampagnien-und Destabilisierungs-Profis!

          Und noch ein offensichtlicher und entlarvender Widerspruch ist mir aufgefallen: Wieso fangen die Genderisten nicht bei den Migranten aus den orientalischen Kulturen an? Da wäre doch zunächst vordringlich, den Moslems beispielsweise um der universalen wie heimischen Gleichstellung Willen am besten schon bei der Einreise den Koran auszureden und sie zu verpflichten, in ihre Moscheen Gendertoiletten einzubauen? Eine außerordentliche Integrationsleistung wäre das! Papa Mohammix beim Putzen, Häkeln, Kochen, Bohnern, und Mama Fatimax hockt derweil mit ihren Freundinnen bei ner Wasserpfeife im Kaffee und pfeift den Männern hinterher. Das findet zwar ImamIn Conchita nicht so toll, aber das wird schon noch. Sonst kommt die Shehrezade-Polizei!

          Und wie war das neulich in Österreich, wo sich eine abendländische Genderistin lautstark darüber beschwerte, dass in islamischen Ländern Frauen bei der Steinigung beim Eingraben benachteiligt würden, was unbedingt abgeschafft gehört? (kein Witz!) Oje, wenn man bei ihren saudoofen Widersprüchen anfangen könnte, um die Genderistrix beim Kragen zu packen und aus den Universitäten, Rathäusern und Parlamenten zu schmeißen, dann hätten wir sicher ganz schnell ein Problem weniger in der Welt der Geister. Aber so leicht ist es eben nicht. Die Offensichtlichkeit der Widersprüche beweist mir, dass sie sehr genau wissen, dass sie mit ihrem Genderismus schlicht und einfach lügen und dass sie die Macht haben, zu lügen; dass sie den Quatsch natürlich selbst nicht glauben, bis eben auf ihre naiven, bigotten, denkbehinderten und vor allem halbgebildeten Anhänger, die dem intellektuellen Wahn der “Gerechtigkeit an sich” als “reine Vernunft” erlegen sind; – also ihrer Vorstellung davon. Aber man sollte eben auch wie Sie immer wieder daran erinnern, dass die Macht dieser Genderistix von unserem eigenen Staat ausgeht, der sie aus unseren Steuergeldern finanziert. Der aber ist den USA hörig, die offensichtlich an einer Destabilisierung der europäischen Staaten auch durch solchen Unsinn interessiert sind. Orwell hätte das wohl eine Installation von Doppeldenk in unsere Gehirne genannt. Und auch hier ist die Matrix der Schuldkult. Es wird nämlich gar nicht wirklich der Geist mit dieser Ideologie angeprochen (die ist ohnehin so metaphysisch verquast, dass sie keiner versteht), sondern das Herz, das Mitleid haben muss mit all den vielen zwischen Mann und Frau und Toiletten umherirrenden Geschlechtsexistenzen. Genderismus appelliert also gar nicht an den Verstand. Nö! – beeindruckend für eine Wissenschaft! Jede Universität kann stolz sein, die solche ProfessoriX zu ihrem Lehrkörper zählt. Noch….

          • Philocodex says:

            @ Dr. Diefenbach und Albert:

            “Wenn wir mit unserer Erwartung Recht haben, dann macht die fortgesetzte Forderung nach Befolgung der eigenen Forderungen unweigerlich und für alle Beobachter deutlich, ….”
            – Heute kommt aber wirklich eine Punktlandung nach der anderen!

            “Aber ich halte diese Genderist*Innen nicht alle für denkbehindert oder bigott, sondern für verbrecherisch, denn sie sind Teil derjenigen politischen Kräfte, welche die Diktatur bei uns einführen wollen. —Die sind keine harmlosen Spinner, sondern Kampagnen-und Destabilisierungs-Profis!”
            – Das sehe ich auch so. Treffer: versenkt, Albert! (Sind Sie der A. bei Alles Evo.?) Ich gehe zwar nicht davon aus, daß die Genderixe &Co. absolut bewußt Blödsinn erzählen, weil sie die Genderreligion meist glauben. Die totalitären Verbrecher des 20. Jhs. haben ihren Sermo in der Regel ja auch geglaubt. Wer sich selbst belügt, kann andere noch besser betrügen.

            A propos, Dr. Diefenbach, gibt es eigentlich gute sozialwissenschaftliche Bücher oder Texte über solche Schmarotzer-Ideologien und wie sie funktionieren? Habe noch nie was in der Richtung gefunden. Ich meine damit natürlich was Richtiges wie Ihre Veröffentlichungen, nicht so was à la Adorno oder Marcuse.

            “Wieso fangen die Genderisten nicht bei den Migranten aus den orientalischen Kulturen an? ”
            – Das Genderklo in der Moschee ist lustig! Heute ist ja echt Stimmung…
            Ich vermute aber, daß Antifaschismus/Antirassismus immer noch prioritär sind. Das zeigt der Fall der Leipziger Biochemikerin, die mit Verweis auf die Vergewaltigungen in Delhi keinen Inder in der Gruppe haben wollte. Hätte aus Gendersicht Beifall finden müssen. Tatsächlich sind die PCler auf sie losgegangen und haben die Uni-Präsidentin aktiviert.

            • @Philocodex

              “A propos, Dr. Diefenbach, gibt es eigentlich gute sozialwissenschaftliche Bücher oder Texte über solche Schmarotzer-Ideologien und wie sie funktionieren? Habe noch nie was in der Richtung gefunden. ”

              In Deutschland hat die Kritik an Ideologien und “großen Entwürfen” tatsächlich keine nennenswerte Tradition (mehr) – im Gegenteil: man suchte und sucht ja heute immer noch oder schon wieder nach der für alle und jeden “guten” und “richtigen” Gesellschaft, die eigentlich eine weltanschauliche Gemeinschaft ist, und hat vergessen, dass es diese einfach nicht gibt, weswegen Pluralismus, Individualismus und Demokratie als Lösungsvorschläge für das Zusammenleben in einer säkularen Gesellschaft formuliert wurden.

              Das heißt aber nicht, dass es keine anderssprachige Literatur gibt, die sich nicht aus verschiedenen Kontexten und Blickwinkeln heraus mit Ideologien und dem, was sie anrichten oder anrichten können, auseinandergesetzt hat. Ich weiß nicht, was genau Sie interessiert, aber vielleicht hilft das ein oder andere aus der folgenden Liste von Büchern und Texten, die ich selbst zum Thema gelesen habe, weiter. Angemerkt sei, dass die meisten, aber eben nicht alle dieser Bücher wertfrei formuliert bzw. analytische Arbeiten sind, d.h. manchmal verraten die Beispiele, die gewählt werden, bestimmte Sympathien, aber das macht ja nichts, wenn es einem um die beschriebenen Mechanismen und Prozesse geht – sie gelten gewöhnlich für alle Ideologien gleichermaßen.

              Also, dann, viel Spaß beim Lesen!

              Bartolomé, L.I. (Ed.) (2008) Ideologies in Education. Unmasking the Trap of Teacher Neutrality (New York, Peter Lang).

              Edelman, M. (1985[1964]) The Symbolic Uses of Politics (Urbana, University of Illinois Press).

              Edelman, M. (1977) Political Language: Words that Succeed and Policies that Fail (New York, Academic Press).

              Edelman, M. (2001) The Politics of Misinformation (Cambridge, Cambridge UP).

              Edwards, D. (1996 [1995]) Burning All Illusions. A Guide to Personal and Political Freedom (Boston, MA, South End Press).

              Furedi, F. (2005) Politics of Fear: Beyond Left and Right. (London, Continuum).

              George, V. & Wilding, P. (1985) Ideology and Social Welfare (London, Routledge & Kegan Paul).

              Hart, P. (1994) Groupthink in Government. A Study of Small Groups and Policy Failure (Baltimore, The John Hopkins University Press).

              Hogan, P.C. (2001) The Culture of Conformism. Understanding Social Consent (Durham; London, Duke University Press).

              Janis, I.L. (1972) Victims of Groupthink (Atlanta, Houghton).

              Jost, J.T., Ledgerwood, A. & Hardin, C.D. (2007) Shared Reality, System Justification, and the Relational Basis of Ideological Beliefs, Social and Personality Psychology Compass (OnlineEarly Articles). doi:10.1111/j.1751-9004.2007.00056.x, 1.

              Kinloch, G.C. & Mohan, R.P. (Eds.) (2000) Ideology and the Social Sciences (Westport, Greenwood).

              Lalich, J. (2004) Bounded Choice: True Believers and Charismatic Cults. (Berkeley, University of California Press)

              Leiss, W. (1975) Ideology and Science, Social Studies of Science, 5(2), pp. 193-200.

              Lewis, J. (2001) Constructing Public Opinion. How Political Elites Do What They Like and Why We Seem to Go Along With It (New York, Columbia University).
              _________________________________
              Lifton, R. J. (1989) Thought Reform and the Psychology of Totalism: A Study of ‘Brainwashing’ in China. (Chapel Hill, University of North Carolina Press).

              Liftons Buch ist ein echter Klassiker zum Thema Praktiken totalitärer Staaten bzw. Ideologien. Ich würde jedem die Lektüre dieses Buches empfehlen!
              ________________________________

              Lynch, W.T. (1994) Ideology and the Sociology of Scientific Knowledge, Social Studies of Science, 24(2), pp. 197-227.

              Majone, G. (1989) Evidence, Argument & Persuasion in the Policy Process. (New Haven, Yale UP).

              Mannheim, K. (1995[1929]) Ideologie und Utopie (Frankfurt/M., Vittorio Klostermann).

              Manning, N. (Ed.) (1985) Social Problems & Welfare Ideology (Aldershot, Gower).

              Mayer, R. R. (1982) Social Science & Institutional Change (New Brunswick, Transaction).

              McGowan, W. (2003) Coloring the News: How Political Correctness Has Corrupted American Journalists (San Francisco, Encounter Book).

              Opp, K.-D. & Peuckert, R. (1971) Ideologie und Fakten in der Rechtsprechung (München, Goldmann).

              Schmid, M. (1972) Leerformeln und Ideologiekritik (Tübingen, ICB Mohr).

              Sharma, A. & Gupta, A. (Eds.) (2006) The Anthropology of the State. A Reader (Malden; Oxford, Blackwell Publishing).

              Singer, M. T. (2003) Cults in Our Midst: The Continuing Fight Against Their Hidden Menace. (San Francisco, Jossey-Bass)

              • Philocodex says:

                @ Dr. Diefenbach:

                Oha, da habe ja was zu lesen! Danke für die Tipps.
                Man sieht, daß die deutschen Titel alle recht alt sind. Offenbar haben die angelsächsischen Länder stets mehr pluralistische Ressourcen als wir. Dachte, wir hätten die USA in Sachen Demokratie überholt. Denkste.

            • @Philocodex und @Albert

              Zwei Punkte:

              1.
              “Aber ich halte diese Genderist*Innen nicht alle für denkbehindert oder bigott, sondern für verbrecherisch, denn sie sind Teil derjenigen politischen Kräfte, welche die Diktatur bei uns einführen wollen. ”

              Verbrechen werden aber doch gewöhnlich aus Dummheit bzw. Unfähigkeit begangen (wie schon Merton argumentiert hat):

              Entweder es werden materielle Ziele verfolgt, und man ist unfähig, sie auf eine Weise zu erreichen, auf die die meisten Leute sie erreichen können, bleibt also so betrachtet und was die eigenen Fähigkeiten betrifft hinter den meisten Menschen zurück und verhält sich opportunistisch oder versucht, Trittbrett zu fahren,
              oder man hat psychische Beschädigungen, mit denen auf konstruktive Weise umzugehen oder die aufzulösen man unfähig ist, während die meisten Menschen dies durchaus können.

              So oder so führt ein Mangel, der in der eigenen Person bzw. Persönlichkeit liegt, zu verbrecherischen Taten. So aufgefasste Dummheit/Unfähigkeit führt nicht notwendigerweise zu verbrecherischen Taten, aber verbrecherische Taten setzen die eine oder andere Form der Dummheit oder Unfähigkeit voraus.

              2.
              Und noch zu “Migranten aus den orientalischen Kulturen” (was immer das genau auch sein mag; mir scheint, Sie meinen damit schlicht: Muslime):

              In der Sache haben Sie Recht: Genderisten verhalten sich mit Bezug auf kulturelle Praktiken oder Werte, die ihrer Ideologie widersprechen, aber von Minderheiten gepflegt werden, inkonsequent (weshalb ich sie als bigott bezeichne).

              Dies festzustellen und festzuhalten, ist wichtig, aber ebenso wichtig ist es, dabei nicht den Genderisten insofern zuzuarbeiten, dass man sich über Migranten oder deren Werte, Überzeugungen oder Praktiken lustig macht.

              Das bedeutet nämlich nicht nur, dass man sozusagen das Ziel verfehlt und Gegner oder gar Feinde konstruiert, wo keine sind, sondern es führt auch dazu,

              1. dass vom Verhalten des eigentlichen (politischen) Gegners abgelenkt und die Aufmerksamkeit auf die Migranten gezogen wird, die es sich schließlich auch nicht ausgesucht haben, eine Lieblingsgruppe maternalisierender Genderisten zu sein,

              2. dass just dieser politische Gegner geradezu dazu eingeladen wird, die “Das sind ja alles Rechte”-Keule auszupacken, was ihnen wiederum in den Augen vieler Menschen in der gesellschaftlichen Mitte die Legitimation dafür gibt, ihre Politik und ihre Erziehungsmaßnahmen fortzusetzen, denn wie man sieht wimmelt es ja von “Rechten”, die dumme Sprüche klopfen und Keile durch die Gesellschaft treiben wollen, oder … !?!

              und

              3. dass ein nennenswerter Teil der Bevölkerung Deutschlands, eben die “Migranten aus den orientalischen Kulturen” umstandslos als auf der “Gegenseite” befindlich, weil als Klientel der eigentlichen “Gegenseite”, definiert werden, obwohl sie tatsächlich im gleichen Boot sitzen wie die, sagen wir: autochthonen Deutschen, denn wir werden alle gleichermaßen maternalisiert, umerzogen und zu manipulieren versucht, und das gelingt umso leichter, je eher wir uns in angeblich antagonistische gesellschaftliche Gruppen aufteilen lassen: Frauen gegen Männer, Autochthone gegen Migranten … so funktioniert “Teile und herrsche!”

              Sie verhalten sich daher zum einen den “Migranten aus den orientalischen Kulturen” gegenüber äußerst unfair und zum anderen strategisch sehr unintelligent, wenn Sie meinen, sich über Menschen aus anderen Kulturen lustig machen zu können oder zu müssen.

              Ich verstehe durchaus, dass man solche Dinge oft gar nicht so meint und man sie sozusagen im Eifer des Gefechtes vorbringt oder Dinge überzeichnet, weil man etwas deutlich machen möchte, und wie gesagt, sind wir in der Sache einer Meinung.

              Aber gerade um der Sache willen möchte ich zu bedenken geben, dass ein solches Verhalten ein ziemlich fragewürdiges ist und die Sache – möglicherweise schwer – beschädigen kann. Denken Sie einmal in Ruhe darüber nach!

        • reinerle says:

          … es soll sogar schon Homosexualdemokraten geben? Ist irgend wen genaueres bekannt?

      • Kosendey says:

        “Spezialdemokraten” 😉 Gefällt mir sehr gut. Paßt. Ab jetzt nenne ich die immer so.

    • Michel Houellebecq says:

      “Erziehungsurlaub zu gleichen Teilen zwischen den Geschlechtern nur dann, wenn auch die Erwerbstätigkeit gleich verteilt ist, und zwar sowohl im Umfang (gerechnet in Arbeitsstunden) als auch im erwirtschafteten Einkommen!”

      Sehr kernige Forderung, sehr klar, sehr konsequent! Habe ich als Vollzitat verwendet. Ich bin auf gutem Wege mit meinem Projekt: Die entscheidende Phase hat soeben begonnen und ich bin voller Zuversicht!

  4. Zitat: “Und wir dachten, Deutschland und die Europäische Union seien demokratische Regierungssysteme.

    Demokratische Regierungssysteme, in denen alle Macht vom Souverän ausgeht.

    Demokratische Regierungssysteme, in denen der Souverän als mündiger Bürger akzeptiert wird.

    Weit gefehlt.”

    Ich widerspreche nur ungern, aber da ist nichts “weit gefehlt”, nur wir sind nicht der Souverän!

  5. Philocodex says:

    Der Witz ist: Welcher Vater verlangt denn heute noch ernsthaft, daß seine Frau nur noch den Kochlöffel schwingt? Die allermeisten Väter wollen doch selbst nach einer Scheidung sich um ihre Kinder kümmern.

    Nur: Wenn er einen einträglichen stressigen Job als Ingenieur hat; sie aber Germanistin oder Schneiderin ist, ist doch klar, wer mehr Muße hat, sich um die Kinder zu kümmern; und wer mehr Geld für die Sippe ranschaffen kann und daher Vollzeit arbeitet.

    Wenn sie einen besseren Job hat, läuft es doch meist andersherum.
    Ich denke, die Menschen folgen bei solch wichtigen Entscheidungen ihrer Biologie (Biologismus!Faschismus!) und lassen sich nicht von Schwätzerologen “hirnwaschen”. Also sinnlos die ganze Aktion von FES und EU.

    • @Philocodex

      “Wenn er einen einträglichen stressigen Job als Ingenieur hat; sie aber Germanistin oder Schneiderin ist, ist doch klar, wer mehr Muße hat, sich um die Kinder zu kümmern; und wer mehr Geld für die Sippe ranschaffen kann und daher Vollzeit arbeitet.”

      Ja, das sehe ich auch so: Menschen handeln rationaler als Politiker und Ideologen denken können!

      Aber das ist eben der Punkt, und deshalb muss ich Ihnen mit Bezug auf das, was Sie als nächstes schreiben, widersprechen:

      Wenn Ihre (und meine) Argumentation stimmt, dann folgen Menschen bei wichtigen Entscheidungen ihrer RATIONALITÄT, nicht ihrer Biologie, denn auch dann, wenn es keine “Sippe” zu versorgen gibt, sondern nur jeder einzelne Mensch für sich selbst einen möglichst großen Wohlstand anstrebt, ist es für ihn vernünftig, sich Arbeit mit anderen zu teilen, denn dann können Spezialisierungsgewinne erzielt werden, die in Abwesenheit von Arbeitsteilung nicht möglich sind. Daher ist es letztlich für jeden einzelnen Menschen in einer Gruppe vernünftig, wenn einfachere Arbeiten oder sagen wir: Arbeiten, die weniger notwendig oder ertragreich sind, an diejenigen delegiert werden, die auf diese Arbeiten bereits spezialisiert sind oder, wenn niemand auf diese Arbeiten spezialisiert ist, an diejenigen zu delegieren, für die gilt, dass die Einbußen, die alle haben, wenn sie die Arbeit, die sie bislang gemacht haben, zugunsten der neuen zu verrichtenden Arbeit niederlegen, am geringsten sind.

      Das ist kein Argument für geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, sondern für ARBEITSTEILUNG (zwischen Menschen als solche) – und damit übrigens auch für Ungleichheit. Aber weil Arbeitsteilung nun mal unter Leuten stattfindet, die unterschiedlich sind, unterschiedlich motiviert, unterschiedlich vorgebildet, etc. ist es bei der rationalen Aufteilung von Arbeit hochwahrscheinlich, dass sich Ungleichverteilungen bestimmter Arbeiten auf irgendwelche Gruppen von Menschen ergeben, aufgrund welchen Kriteriums auch immer diese Gruppen gebildet wurden. Diese KÖNNEN biologisch bedingt sein, müssen es aber nicht. Insofern ist das, was hier primär wirkt, Rationalität, nicht Biologie.

      • Philocodex says:

        @ Dr. Diefenbach: Na ja, was Sie Rationalität nennen, meinte ich mit Biologie. Frauen sind nun mal statistisch weniger an macht- oder verdienstträchtigen Jobs interessiert, sondern mehr an ihrer Familie (grauenvolle heteronormativ-patriarchalische Einstellung, ich weiß 🙂 ). Tatsächlich arbeitet die Hälfte der werktätigen Frauen Teilzeit, Männer nur zu 10%.
        Selbst für Homosexuelle, die keine Kinder erzeugen, gilt das. Man muß sich ja nur einmal vergegenwärtigen, wieviele Genderprofessorinnen, die nix Richtiges studiert haben, homosexuell sind, zum Teil offen. Tuider, Butler, Fausto-Sterling, Pusch…..

        Schwule Männer wie Dolce&Gabbana oder Armani hingegen lieben es, mit ihren Produkten die Welt zu erobern, wie das bei Heteromännern nicht ganz unüblich ist (ich gebe zu, daß das Produkt hier homospezifisch ist).

        • @Philocodex

          “Na ja, was Sie Rationalität nennen, meinte ich mit Biologie. Frauen sind nun mal statistisch weniger an macht- oder verdienstträchtigen Jobs interessiert, ”

          – ja, und darin schlagen sich die Entscheidungen von Individuen nieder, so weit sind wir völlig einer Meinung. Aber das allein bedeutet nicht, dass diese Entscheidungen von “der Biologie”, was auch immer das heißen mag, gesteuert sind.

          Für mich ist die Rede von der Biologie als Verhaltenserklärung immer nur eine Umschreibung des Umstands, dass man bestimmte Verhaltensweisen nicht erklären kann, ganz so, wie man bei Tieren sagt, dass sei halt irgendwie “Instinkt”, wenn man ihr Verhalten beobachtet. Zu Deutsch heißt das doch wohl: man weiß einfach nicht, warum sie sich so verhalten und in bestimmten Situationen so oder eben anders oder etwas mögen und etwas anderes eben nicht. Wenn Sie Katzen haben, haben Sie diesbezüglich zweifellos jede Menge Anschauungsmaterial …

          Aber ja, sicher, wenn man davon ausgeht, dass Rationalität sozusagen einen materiellen Unterbau braucht, also ein Gehirn, Vernetzungen in demselben, etc., dann ist Rationalität zweifellos biologisch fundiert, aber normalerweise meint man das nicht, wenn man sagt, etwas sei biologisch zu erklären ….

          • Philocodex says:

            @ Dr. Diefenbach:

            Ich dachte an die Ergebnisse der evolutionären Psychologie. Diese erklären im Gegensatz zum poststrukturalistischen Ansatz der Genderforscher einiges zum grundsätzlichen Verhalten von Mann und Frau.
            Beispielsweise sind Frauen deutlich häufiger bereit, sich unmittelbar um ihren Nachwuchs zu kümmern, was bei Scheidungen in der Regel zum Tragen kommt. Liegt daran, daß Frauen weniger Nachwuchs als Männer bekommen können, nämlich nur den, den sie selbst gebären. Und die Schwangerschaft ist für sie auch noch äußerst kostenträchtig.
            Es tut also nicht wunder, daß Gene für solches Verhalten (via Hirn-Nervenverschaltung) bei Frauen wesentlich häufiger selektiert wurden.
            Bei Männern, die selber nicht gebären und säugen können, wurde eher das Verhalten selektiert, sich für die Frau und die Kinder abzumühen und Ressourcen (Schutz, Geld, Futter, Kleidung, Behausung) heranzuschaffen.

            Das wird von Gendersens gerne als “Biologismus” verleumdet. Tatsächlich zeigt sich dieses Verhalten aber selbst in reichen und sicheren Gesellschaften immer noch als Tendenz. Witzigerweise ogar bei Genderfreunden, sofern sie heterosexuell sind. Die Netzfeministin Anne Wizorek beispielsweise läßt ihre Mails von ihrem Partner (männl.) lesen und filtern, der sie auf diese Weise vor der bösen Welt da draußen schützt.

  6. Roland S. says:

    LOL! Toller Artikel. Aber so viel Logik werden die Genderisten wohl kaum verstehen. Interessanterweise habe ich in meiner Generation von drei männlichen Nachkommen drei verschiedene Partnerschaftsmodelle erlebt. Mein jüngster Bruder war leicht behindert und Hausmann. Seine Frau verliess ihn allerdings nach 13 Jahren mit einer Lesbe. Mein zweiter Bruder war ein richtiger Progressiver, so total gerecht und alle machen alles. Seine Frau brannte mit einem Jüngeren durch. Ich altes Machoschwein lebe ganz traditionell. Meine Frau ist zu Hause und ich gehe arbeiten. Funktioniert seit 16 Jahren und keine Ermüdungserscheinungen in Sicht.

    • Philocodex says:

      Das liegt doch nur am Stockholm-Syndrom Ihrer Frau, weil Sie altes Machoschwein sie unterdrücken! Haben Frauen die Wahl, werden sie lesbisch oder suchen sich nen jüngeren Öko! Sie liefern ja den Beweis!
      🙂

      • … qed (quod erat demonstrandum)! Ein schönes Beispiel für Immunisierung nach Ideologen-Art bzw. dafür, wie man zeigt, was schon vorausgesetzt wurde – nicht schlecht, Philocodex!

        Haben Sie einmal an eine (Zweit-?)Karriere als Experte bei irgendeiner politischen Stiftung gedacht, oder ist Ihnen eine solche Existenz vernünftigerweise zu unsicher? 😉

    • hope says:

      Neulich im Kaufhaus kam mir ein junges Pärchen entgegen. Sie trug Rosa und er seine Mütze nach hinten gedreht. Sie blieb vor einem Aufsteller stehen, nahm einen rosa Plüschbären heraus und zeigte ihn ihrem Freund: Ist der nicht niedlich? Was hat wohl der Freund gesagt? Äh… ja.

      Die Genderisierung ist ein Gift, welches die Selbstfindung der Jugendlichen behindert. Zudem sollte bekannt sein, daß Kinder und Jugendliche nach ihrem ersten sexuellen Kontakt sich vom Elternhaus abnabeln und leicht beeinflussbar werden für politische Indoktrination. Stalin hat diesen Umstand benutzt und Jugendfahren veranstalten lassen, wo alle in einem dunklen Gemeinschaftsraum unter einer Decke schlafen mußten.

      Männer und Frauen sind leicht zu unterscheiden. Was Stalin gelang, schlägt hier nicht durch. Der Kapitalismus verteidigt seine Interessen, indem er den Unterschied postuliert. Einheitsuniformen bringen keinen Umsatz.

      Frauenbewegung und Genderisierung sind sowjetische Ideologie. Der Überbau der Diktatur, um zu verschleiern, worum es geht. Normale Entwicklungsprozesse werden damit gestört. Das ist Psychoterror. Darum ist die Gesellschaft innerlich zerrissen.

      • Philocodex says:

        @ Hope: Trifft es gut. In der Täterä (DDR) ging das mit der Gleichmacherei über die Wirtschaft nicht. Nun soll es übers Geschlecht versucht werden. Ob Lenin auf so etwas gekommen wäre?
        Ich hoffe, daß Sie mit Ihrer kapitalistischen Zweigeschlechtlichkeitsthese recht behalten! Immerhin nehmen die Politfanatiker die Industrie ganz schön in die Zange.

        • “Trifft es gut. In der Täterä (DDR) ging das mit der Gleichmacherei über die Wirtschaft nicht. Nun soll es übers Geschlecht versucht werden. Ob Lenin auf so etwas gekommen wäre?”

          Naja, Friedrich Engels ist es eingefallen, und im Anschluss an seine seltsamen Konstruktionen der frühen Menschheitsgeschichte hat die DDR es sich auf die Fahnen geschrieben, Frauen zu einer Stellung zu verhelfen, die man nach Engels wohl angemessen fand – wie Sie wissen müssten, wenn Sie meinen Artikel “Das Patriarchat” gelesen hätten, der hier auf Sciencefiles als kostenfreier download zur Verfügung steht 🙂

          • Philocodex says:

            Hatte ich eigentlichg – muß ich noch mal nachlesen.
            Aber es zeigt sich: Nix Neues unter der Sonne. Die Genderixe sind nur erfolgreicher.

    • Michel Houellebecq says:

      Es gilt in der Familienforschung (u. a. R. Peuckert) als erwiesen, dass Paare mit einer (eher) traditionellen Rollenaufteilung die mit Abstand niedrigste Scheidungs- bzw. Trennungsrate aufweisen! Insofern erstaunt mich ihre bereits 16 Jahr dauernde Beziehung überhaupt nicht, Roland!

  7. Critical Mind says:

    Ich sage nur: unbedingt das Buch Gender-Gaga von Birgit Kelle lesen! Mein Körper ist voller blauer Flecke, weil ich mich – angesichts des schier unglaublichen Irrsinns, der in den Ausführungen der Autorin zum Gender-Mainstreaming zu Tage tritt, ständig irgendwo zwicken musste. Den vielen vermeintlichen (Gender-)Wissenschaftlerx (siehe Buch!) sollte man umgehend das Handwerk legen. Aber auch hier: völlige Apathie der betroffenen Mehrheit.

    • Eva says:

      Die Mehrheit kümmert sich überhaupt nicht um diesen Gender-Schwachsinn.
      Ich bin Jahrgang 55, weiblich und habe mich in meinem ganzen Leben niemals benachteiligt gegenüber Männern gesehen!
      Der heutige Genderkult scheint die Menschheit komplett gleich machen zu wollen, was natürlich nicht gelingen wird. Wir sind nun mal alle unterschiedlich – im Körperbau und im Intellekt! UND DAS IST GUT SO! Denn nur so kann man sich ergänzen.

      Lese ich, dass privat DAX – Unternehmen nun Quotenfrauen einstellen MÜSSEN wird mir schlecht. Was für ein sozialisitischer Wahnsinn ist es, wenn ein Privatunternehmen nicht mehr selbst entscheiden darf, wen es einstellen möchte.
      Wieso fordern die rot/grünen/linken Politmamsellen nicht eigentlich eine Quotenfrau für Kanalreinigungsarbeiten? Wieso müssen wir uns von solchen Leuten gängeln lassen?
      Ich bin für viel mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.
      Unser Staat wird jedenfalls immer unsympathischer!

    • Kosendey says:

      Es ist wohl eher Unwissen gepaart mit “Was nicht sein kann, was nicht sein darf” . Ich habe den letzten Artikel “Die neue Lüge: Das Gender Unpaid Gap” auf Facebook verlinkt. Ein Freund von mir kommentierte: “Du bist wohl nicht für Gleichberechtigung?” Ich antwortete, ob er den Text denn gelesen hat. Daraufhin meinte er, ja, aber die Quelle wäre zu “unseriös”…

      Wie soll da eine Diskusion entstehen? Wie soll man diskutieren, wenn -nachweisbare- Fakten einfach als Unsinn abgetan werden?

      • @Kosendey

        aha, die Quelle sei “unseriös”! Das ist ja wohl der Oberhammer und eine grandiose Unverschämtheit Ihres Freundes!

        Hat der Gute denn auch nur annähernd mit meinen eigenen vergleichbare formale Qualifikationen? Von den nicht-formalen ganz zu schweigen! 🙂

        Dessen ungeachtet haben Sie natürlich Recht: Ob ein Faktum zutrifft oder nicht, ist völlig unabhängig davon, wer es als Faktum behauptet oder bestreitet. Wenn Ihr Freund also schon keinen Respekt vor u.a. mir und meinen Leistungen hat, dann sollte er wenigstens Respekt vor der Logik haben – und nicht zuletzt hierüber könnte Ihr Freund auf den Seiten von ScienceFiles einiges lernen, z.B. im Grundsatzprogramm.

        Empfehlen Sie es ihm doch einmal zur Lektüre! Vielleicht liest er es, falls ihm Raimund Popper und Max Weber nicht zu unseriös sind, versteht sich ….

  8. jakob sparrov says:

    Das ganze Lamento auf den Punkt gebracht! Warum san de Protagonistn von so an Schwochsinn imma so schiach und so deppat, dos ma sis net amoi in Finstan schee und gscheit saufn kaun? 🙂 🙂 🙂

  9. Guselpommes says:

    “Sie sind von sich enttäuschte Feiglinge, bei denen es nicht zu richtigen Terroristen gereicht hat.”

    Das ist mit Abstand die treffendste Charakterisierung dieser ideologisch verblödeten Plagegeister, die ich jemals gelesen habe. Passiv-aggressive Möchtegern-Diktatoren, die nichts können, nicht wissen, aber sich anmaßen über das Leben anderer Menschen entscheiden zu können.

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