PCR-Tests: Chinas Weg zur DNA von Milliarden West-Bürgern?

Wer uns regelmäßig liest, der weiß, dass wir auch nicht davor zurückschrecken, Informationen zu publizieren, von denen wir selbst noch nicht wissen, was wir davon halten. In diesem Fall ist das so.

Indes, first things first, lassen wir Dave Paulides die Ehre zukommen, die ihm gebührt, denn hätte er in seinem Canam Missing Project nicht auf den Brief von Sheriff Alex Villanueva hingewiesen und Dr. habil. Heike Diefenbach den Hinweis nicht aufgenommen, im Gegensatz zu manch’ anderem aus der Redaktion, der ihn einfach verschlafen hat, dann könnten wir diese Geschichte nicht bringen.

Der Gegenstand dieses Posts, die Geschichte, sie hat es in sich, weil einmal mehr von denen, die sie kennen lernen, gefordert wird, dass sie sich ein Urteil auf Grundlage von vielen Unbekannten bilden und dabei abwägen, welche Quelle von Informationen verlässlicher und damit auch vertrauenswürdiger ist.

Die Akteure, um die es in diesem Post geht:

Fulgent Genetics Inc., ein US-amerikanische Unternehmen, das einen Vertrag mit Los Angeles County geschlossen hat. Es geht, wie könnte es heute anders sein, um COVID-19. Fulgent Genetics Inc. ist beauftragt, für den Landkreis die COVID-19 PCR-Tests durchzuführen. Zu diesem Zweck sind Angestellte des Landkreises verpflichtet, dem Unternehmen Gewebeproben aus Rachenabstrichen etc. zu überlassen.

Alex Villanueva ist Sheriff von LA County und weigert sich nicht nur, mit Fulgent Genetics zusammenzuarbeiten, er hat zudem einen Brief an das Board of Supervisors des County of Los Angeles geschrieben, in dem er seine Gründe für diese Entscheidung offenlegt. Und diese Gründe haben es in sich:

  • Er habe am 23. November 2021 an einem Briefing des FBI teilgenommen, so schreibt der Sheriff, in dessen Verlauf die Teilnehmer vor einem erheblichen Risiko gewarnt worden seien, das sich aus einer Zusammenarbeit mit Fulgent Genetics ergebe.
  • Dieses Risiko entstehe aufgrund der engen Beziehungen, die Fulgent Genetics mit China und damit zwangsläufig mit der KPCh unterhalte, Beziehungen, die unter anderem über Unternehmen wie BGI und WuXi Biologics verlaufen würden. Beides sind chinesische Unternehmen, die in der Genforschung tätig sind und von denen manche munkeln, dass sie von der KPCh genutzt werden, um eine weltweite DNA-Datenbank aufzubauen. Eine solche Datenbank wäre, so munkeln andere weiter, die Grundlage, auf der eine neue Generation von Biowaffen, die auf genetische Besonderheiten bestimmter Teile der Weltbevölkerung abgestimmt ist, aufbauen könnte. Das alles ist natürlich eine Verschwörungstheorie …
  • Die enge Beziehung zwischen Fulgent Genetics Inc. und China sind für Villanueva deshalb ein Problem, weil seit 2017 in China ein Cyber Security Law in Kraft ist, das es der KPCh ermöglichen soll, Daten, die in oder außerhalb von China von einem Unternehmen gespeichert werden, das eine Niederlassung in China hat, einzufordern.
  • Die enge Beziehung ist für Villanueva darüber hinaus ein Problem, weil Fulgent Genetics von denen, die ihre Gewebeproben abgeben, die Abgabe einer Einverständniserklärung verlange, in der sich die betreffenden Personen damit einverstanden erklären, dass ihre Proben und Daten zu Forschungs- und Studienzwecken von Fulgent Genetics Inc. gespeichert werden können.

Kurz: Der Sheriff von LA County sieht die reale Gefahr, dass die DNA seiner Angestellten in den Händen Chinas landet, in einer Datenbank, die China derzeit aufbauen soll.

Wer den Brief im Einzelnen nachlesen will – hier ist er:

Fulgent Genetics hat mittlerweile auf die Vorwürfe reagiert, und zwar in einer eher seltsamen Art und Weise. Im Hinblick auf den Vertrag mit LA County, der die Durchführung von PCR-Tests zum Gegenstand hat, für die wiederum Gewebeproben notwendig sind, die DNA enthalten, verweist das Unternehmen darauf, dass im Vertrag nur von PCR-Tests die Rede sei, dass im Rahmen dieser Tests keine DNA ausgelesen werde, das Unternehmen die Proben nach 48 Stunden zerstöre und die Dependence in China, die Fulgent Genetics unterhält, ein privates Unternehmen sei, das in keinerlei Beziehung zur Regierung der Volksrepublik China stehe. In einem weiteren Schreiben, einer Pressemitteilung allem Anschein nach, verwahrt sich das Unternehmen gegen diffamierende Aussagen, die die Nutzung von Daten zum Gegenstand hätten und in denen behauptet würde, dass Fulgent Genetics Daten mit China teilen würde. Das Unternehmen kündigt an, eine sofortige Richtigstellung der falschen Behauptungen erwirken zu wollen. Diese Meldung stammt vom 1. Dezember 2021. Der Brief von Sheriff Alex Villanueva, auf den sich diese Stellungnahme bezieht, findet sich auch heute noch im Internet. Die Schreiben von Fulgent Genetics:

Wer die Art und Weise, in der China die WHO an der Nase herum geführt hat, nicht kennt, kann sie im Buch von Chan/Ridley in einem eigenen Kapitel nachlesen.

Es ist, wie gesagt, ein Fall, in dem man sich ein eigenes Urteil bilden muss, ohne damit die Sicherheit verbinden zu können, ein richtiges Urteil gebildet zu haben. Stellt man in Rechnung, was über die Verrenkungen bekannt ist, mit denen China z.B. versucht hat, die Fact Finding Mission zum Ursprung von SARS-CoV-2 der WHO zu torpedieren, stellt man in Rechnung, wie Vertraute Chinas, z.B. Peter Daszak von der Eco Health Alliance eingesetzt wurden, um vom Moment das Auftauchens von SARS-CoV-2 und ab dem Moment, ab dem es nicht mehr möglich war, die Existenz von SARS-CoV-2 zu verschleiern, die These, das neue Coronavirus mit den vielen bemerkenswerten Besonderheiten sei aus dem Wuhan Institute of Virology entwichen, zu diskreditieren, dann ist dies schon ein recht guter Grund, um darauf den Verdacht zu gründen, dass in China eher unappetitliche Dinge in Bezug auf das, was Biowaffen genannt wird, vorgehen. Insofern ist die Idee, dass in China eine DNA-Datenbank geschaffen werden soll, mit DNA von Menschen rund um den Erdball, sicher keine weit hergeholte Idee. Ebenso ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Sheriff aus einem Briefing mit dem FBI Dinge in die Öffentlichkeit trägt, die schlichtweg erfunden sind. Die Tatsache, dass Vertreter des FBI das Treffen bestätigt haben, sich ansonsten weigern, Angaben zum Inhalt des Treffens zu machen, in jedem Fall der Darstellung von Villanueva nicht widersprechen, spricht in diesem Zusammenhang Bände.

Indes ist das angesprochene Cyber Security Law Chinas nur ein Teil des regulatorischen Rahmenwerks, das China mittlerweile in Kraft gesetzt hat. Das zum 1. September 2021 in Kraft getretene Data Security Law und das zum 1. November 2021 in Kraft gesetzte Personal Information Protection Law gehören zum Paket.

Die Möglichkeit, auch auf Daten, die nicht in China vorrätig gehalten werden, zuzugreifen, findet sich wohl im Wesentlichen im Data Security Law (DSL):

“The DSL governs not only data processing (which includes the collection, storage, use, processing, transmission, provision, and disclosure of data) and management activities conducted within China, but also those outside of China that have the potential to harm China’s national security or public interest or damage the legal interests of any Chinese citizen or organization. It remains unclear how this broad regulatory discretion will be enforced, and the extraterritorial effect of the law will likely hinge on treaties and reciprocity agreements between China and other countries.”

Wie der Zugriff auf Daten ausländischer Unternehmen funktionieren soll, ist derzeit unklar, wenngleich Verträge zwischen z.B. US-Unternehmen und chinesischen Unternehmen, die den Datenaustausch zum Gegenstand haben, hier sicher eine Rolle spielen. Zuletzt genannte Verträge bzw. Vereinbarungen sind keine Utopie. Es gibt sie bereits, z.B. zwischen Facebook und Huawei. Dass die KPCh wiederum direkten Zugriff auf die Daten von Huawei hat, ist ein offenes Geheimnis.

Die Geschichte, wird immer dichter, aber natürlich kann man fragen, was geht uns das Ganze an. Handelt es sich hier nicht um ein US-Amerikanisches Problem. Nun, wir haben etwas recherchiert und sind dabei auf das “deutsche” Unternehmen Qiagen gestoßen, das in Deutschland am Markt für PCR-Tests und Antigen-Tests Anteil hat. Das Unternehmen bietet eine große Zahl biogenetischer Lösungen, auch digitaler Lösungen an und hat eine Vielzahl von Niederlassungen, die drei wichtigsten, an denen produziert wird, in Hilden, Deutschland, Germantown, USA und Shenzhen, China.

Wenn zutrifft, was der Sheriff aus LA County mit Bezug auch Fulgent Genetics geschrieben hat, dann ist Qiagen sicher keine Ausnahme.



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