Plädoyer für die Kartoffel, ideologischer Menschenhass, akademisierter Blödsinn und mehr – Wahl zum Denkbehinderten der Woche [KW 34]

Wir haben ein dickes Programm, steigen wir also direkt ein in die Vorstellung der acht Aspiranten, die wir in der Wahl zum “Denkbehinderten der Woche” ins Rennen schicken.

Und obschon sich Minister Karl auch diese Woche mit eklatantem Blödsinn hervorgetan hat, haben wir auf ihn verzichtet. Da der Ravensburger Verlag “Winnetou” gecancelt hat und Bad Segeberg wohl demnächst die toxische Männlichkeit bei den dortigen Festspielen zum Anlass nehmen wird, um die Karl-May-Festspiele durch diversen Unsinn zu ersetzen, planen wir Minister Karl Festspiele, das Beste des Dummen von Karl, als Alternative zu etablieren.

Bis dahin hat Minister Karl freie Zeit.
Dessen ungeachtet versprechen wir Ihnen, dass Sie auch diese Woche nach Lesen nach etwas Starkem, einem Schnaps oder einem Wiskey Ausschau halten werden, um zu verkraften, was ihnen unsere heutigen Aspiranten zumuten. Wir haben dieses Mal Zweierpaare, die sich

  • durch Menschenfeindlichkeit, die auf ideologischer Verblödung gegründet,
  • Menschenfeindlichkeit, die auf Selbstverliebtheit und somit über Umwege auf Blödheit gegründet,
  • akademisiertem Bullshit oder
  • passiv bzw. aktiv Antidemokratischem

auszeichnen

Menschenfeindlichkeit auf ideologischer Verblödung

Los geht es mit Detlef Flintz.

Im Englischen gibt es das Verb “to flinch”. Damit ist ein “Zucken” ein “Zurückzucken” beschrieben, etwas, das sich einstellt, wenn man mit etwas konfrontiert ist, das gewisse Standards der vorausgesetzten Normalität verletzt. Wir demonstrieren einmal, was wir meinen am Beispiel von Simon’s Cat.

Quelle: Simon’s Cat

Haben Sie geflinched?
Dann wissen Sie, was wir meinen.
Indes ist Simon’s Cat Peanuts im Vergleich zu Detlef Flintz, bei dem man mehr als einmal “flinched”.

Das, was einem bei Flintz, flinchen lässt, ist die Normalität, mit der hier über die Leben anderer Menschen bestimmt wird, weil sich Flintz aus welchen Gründen auch immer einbildet, er befinde sich im Vollbesitz der Wahrheit über den Klimawandel. Wie alle eifrigen Missionare, so bringt auch Flintz Menschenopfer, um seinen Gott des Klimawandels, der so erzürnt sein soll, dass er Flintz gesonderte Aufmerksamkeit in der Hölle angedroht hat, zu besänftigen. Derart in die Hysterie und vermutlich auch die Idiotie getrieben, begrüßt Flintz den Preisschock, freut er sich darüber, dass die Preise für Energie steigen, die “Energiewende”, an die er immer noch glaubt, noch teurer wird als sie ohnehin schon ist und ist tatsächlich der Meinung, dass Märkte die hohen Preise diktieren würden und nicht etwa die Regierung, die das Angebot durch freiwilligen VERZICHT für alle Einwohner KÜNSTLICH verknappt hat.

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Und so flinched man, wenn Flintz von Märkten, die diktieren spricht, mindestens zum fünften Mal im Verlauf seiner Darbietung in Menschenhass und bleibt im Flinchmodus, wenn Flintz nonchalant, wie Kommunisten nun einmal so sind, das Geld verteilt, das andere erwirtschaftet haben. Das nun, an der – wie Marx gesagt hätte: Produktivkraft anderer zu schmarotzen -, ist natürlich das Markenzeichen öffentlich Bediensteter wie Flintz vom WDR, die Geld konsumieren, aber keinerlei Mehrwert im Gegenzug zur Verfügung stellen. Und so hat man eine gewisse Übung im Flinchen, wenn Flintz das Bedingungslose Grundeinkommen als Lösung für die Verarmung anpreist, die sich als Ergebnis des von ihm fast enthusiastisch gefeierten “Preisschocks” einstellt. Es ist diese alte Idee von Leuten, zumeist aus dem sozialistisch-kommunistischen Lager, die denken, Gesellschaft sei im Wesentlichen eine Frage von Gleichheit und Gleichheit sei im Wesentlichen eine Frage der Umverteilung. Man nimmt einfach denen, die als “reich” definiert werden und gibt es denen, die als “arm” definiert werden. Problem gelöst. Indes geht mit einer solchen Umverteilung immer zumindest in Teilen eine Umwidmung von investivem in konsumptives Kapital einher. Ersteres führt zu Mehrwert, Letzteres wird konsumiert und ist dann eben weg. Insofern SCHAFFT Umverteilung, wie sie Flintz vorschwebt, Armut, denn sie zerstört Kapital per Konsum und reduziert damit die Menge von Kapital, die vorhanden ist, um produktiv eingesetzt zu werden.

Leute wie Flintz denken, die Welt sei ein statisches Objekt, das man am Reißbrett so ordnen könne, natürlich über die Köpfe der Betroffenen hinweg, wie es einem gefällt und witzigerweise ist die Antwort auf die Frage, Wie – es ihnen gefällt, eine des Glaubens, eine der Anbetung und der Walfahrt, wie immer bei Sozialisten ist die Sicherheit, mit der sie von sich glauben, sie seien berufen, im Leben anderer herumzupfuschen, auf einem religiösen Glauben begründet. Bei Flintz ist es seine Auslegung des Klimas. Bei den Kämpfern von Al Kaida ist es ihre Auslegung des Korans. Die Unterschiede sind marginal. Was einen letzten Flinch auslöst ist die Gewissheit, dass Flintz denkt, er sei kategorial von Al Kaida verschieden, nicht nur in der Wahl der Mittel, sondern auch in den Inhalten, denn er hat Recht, Al Kaida Unrecht, so wird er mit Sicherheit sagen.

Detlef FlinchFlintz, WDR, ist unsere Startnummer 1.


Zu Flintz passt Boltz, Walter Boltz, Energieexperte, Berater von Leonore Gewessler, die ihrerseits in Österreich als Klimaschutzminister ihr Unwesen treibt.
Auch Boltz ist einer, der viele gute Ratschläge für diejenigen hat, die unter der Politik ihrer Regierung zu leiden haben, weil, wie man mit Auda Abu Tayi [Lawrence of Arabia] sagen könnte: weil es der Regierung gefällt:

“”Im Bereich der Haushaltskunden, glaub’ ich, ist der einzige wirklich praktikable Weg, dass man jene Kunden, die Probleme haben, die Rechnungen zu bezahlen, finanziell unterstützt”, betont dazu der früherer E-Control-Vorstand Walter Boltz in einem Interview für die ZIB2 Freitagnacht. Doch was ist mit all den anderen, denen das Geld mittlerweile durch die Finger rinnt?

[…]

Mit seiner nächsten Aussage sorgte der Fachmann für Aufregung: Der Rest der Kunden solle von der Politik fallen gelassen werden. Geht es nach Boltz, sollen sie für das überteuerte Gas selbst brennen und schauen wo sie bleiben. “Die Preise wirken lassen”, nennt das der Experte.

Der Grund? “Auch durch hohe Preise wird der Verbrauch gesenkt und Konsumenten beginnen stärker über Alternativen nachzudenken, sich vielleicht eine Wärmepumpe zuzulegen, die Temperatur in den Wohnungen zu reduzieren…”

Interessant, wie sich die Narrative gleichen. Fast, als wäre es eingeübt. Wo Flintz den Preisschock begrüßt, formuliert Boltz etwas zurückhaltender und spricht vom “Verbrauch”, der durch hohe Preise gesenkt werde, was natürlich die Prämisse voraussetzt, dass eine Senkung des Verbrauchs von Erdgas wünschenswert sei. Eine Prämisse, die man wiederum nur mit der Anbetung des Klimafetisches rechtfertigen kann, also der Klimahysterie. Und damit haben wir es wieder mit einem dieser Götzenanbeter zu tun, die bereit sind, diejenigen, die als Folge ihres Kults und seiner Aktivitäten LEIDEN, LEIDEN zu lassen, nicht alle, nein, nur diejenigen, die das Pech haben, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Diejenigen, die sich ohne staatliche Alimentierung selbst unterhalten können, werden nach dem Willen von Boltz dafür bestraft, und zwar gleich zweifach, denn sie finanzieren über ihre Steuern die “Unterstützung für diejenigen “die Probleme haben, die Rechnungen zu bezahlen” und erhalten zum Dank einen Tritt in den Allerwertesten. Anders formuliert: Boltz wirbt dafür, nicht arme Leute finanziell schlechter zu stellen, um arme Leute finanziell besser stellen zu könnne, um dann die nicht armen Leute, die finanziell schlechter gestellt wurden, um arme Leute finanziell besser zu stellen, mit den steigenden Preisen, die sie sich, weil sie zu Gunsten von armen Leuten und weil es Boltz so gefällt, finanziell schlechter gestellt wurden, noch weniger leisten können als zuvor, im Regen stehen zu lassen und als Konsequenz arm werden. Falls Ihnen der Denkfehler bekannt vorkommt, es ist derselbe, den auch Flintz macht, die Vorstellung, Umverteilung sei das Heilmittel für alle Krankheiten, ein immer sprudelnder Jungbrunnen. Der besondere Witz kommt davon, dass beider Religion, die von Flintz und die von Boltz auf der Annahme endlicher Ressourcen basiert, zurecht so, denn natürlich sind Ressourcen endlich, auch finanzielle Ressourcen eines Staates sind endlich. Seltsamerweise denken Leute wie Boltz und Flintz, das seien sie nicht. Die Reichen verstecken immer Geld unter der Matraze.

Wundern Sie sich also nicht, wenn demnächst ein SWAT-Team ihre Haus-/Wohnungstür aufbricht und ihre Matraze durchwühlt.
Walter Boltz ist unsere Startnummer 2


Menschenfeindlichkeit auf Narzissmus auf Blödheit

Generelles Merkmal der Personen, die in diese Kategorie fallen: Sie hören sich gerne reden und lesen gerne, was sie abgesondert haben.

Ferda Ataman, Ferda Ataman ist seit Juli Bundesbeauftragter für Anti-Diskriminierung. Insofern politische Positionen von politischen Parteien an treue Genossen oder verdiente Weggefährten vergeben werden, und nicht etwa nach Qualifikation besetzt werden, muss man davon ausgehen, dass Ataman in ihr Amt gelangt ist, weil sie die dafür notwendige ideologische Passung aufweist, eine Passung die sich dann wohl in Artikeln wie dem folgenden niedergeschlagen hat, die Ataman bevor sie bundesbeauftragt gegen Diskriminierung wurde, verfasst hat.

Das Plädoyer für die Kartoffel, das Ataman im Januar 2020 im Spiegel gehalten hat, ein Plädoyer, das insofern wegweisend für das, was man von Ataman zu erwarten hat, als darin der übliche Sermon der “weißen Privilegierten” abgesondert wird, den Dr. habil. Heike Diefenbach hier ad absurdum geführt hat, jener weißen Privilegien, die zum einen dazu führen, dass es Rassismus gegen Weiße nicht geben könne, zum anderen dazu, dass sich weiße Deutsche, wenn sie als Kartoffel bezeichnet werden, nicht so haben sollen. All der Unfug, den Ataman verbreitet, er findet seinen Höhepunkt in der folgenden Sequenz:

“Außerdem geht es nur um Alltagssprache. Niemand würde in einem amtlichen Papier oder Parteiprogramm “Almanis” schreiben oder bei der Polizei “kriminelle Kartoffel” vermerken. Anders bei den Fremdzuschreibungen, die Millionen von Menschen ungefragt zu Nafris, Flücht-“lingen”, Migranten oder Muslimen erklären: sie sind oft amtlich und finden sich in Studien, Statistiken und den Medien wieder.

Ich würde auch gern anmerken, dass ich Deutsche kenne, die sich selbst als Kartoffel oder Alman bezeichnen. Nicht nur privat, auch öffentlich, wie Sina und Marius vom extrem beliebten Instagram-Account “Alman Memes” oder im aktuellen Werbespot von Edeka “Mach auch du Geschäfte mit Kartoffeln” , der für Ausbildungsplätze wirbt. Manche nennen sich doch selber so – dieses Argument kommt oft in Debatten über das N-Wort oder die “Zigeunersoße”. Aber es geht hier nicht darum, wie man sich selbst bezeichnet, sondern um Fremdzuschreibungen.”

Zwei Argumente macht Ataman dafür, dass Kartoffel eine Bezeichnung ist, die man Deutschen, weißen Deutschen versteht sich, gerne angedeihen lassen kann:

  1. Kartoffel steht in keinem amtlichen Dokument;
  2. Kartoffel würde auch von Deutschen benutzt, um sich selbst und andere damit zu bezeichnen.

Ja.

Damit hat Ataman gerade der Verwendung von Nigga / Nigger Absolution erteilt, denn in keinem amtlichen Dokument steht “Nigga / Nigger” und Schwarze benutzen das Wort, um sich selbst und andere damit zu bezeichnen.

Darf man nun, nachdem Verdikt von Ataman auch wieder Kümel und Knoblauch zum Einsatz bringen, um bestimmte zugewanderte Volksgruppen aus der eigenen Sicht als Kartoffel heraus zu bezeichnen?

Ataman legt es nahe.
Sie liest sich gerne im Spiegel.
Weiß dennoch nicht, was sie da schreibt.
Sie ist nun für Anti-Diskriminierung zuständig.
Da kommt Freude auf!

Ataman ist unsere Startnummer 3.


Nikolaus Blome ist ein anderer aus der Riege der Selbstgerechten, deren Brust vor Stolz auf die eigenen Ichheit, so angeschwollen ist, dass sie nicht mehr vor sich auf den Boden blicken können – möglicherweise ist es auch der Bauch der Sattheit … Wie auch immer, Nikolaus Blome ist unsere Startnummer 4.

Warum?
Deshalb:

“Zum dritten Mal in sieben Jahren stellt sich die Frage, wie man diese Menschen erreicht, die alle menschliche Mäßigung fahren lassen.
[…]
»Bürger« ist kein geschützter Begriff, das ist mir klar. Jeder kann sich »Bürger« nennen, auch wenn er mit einem schiedlich-friedlichen Gemeinwesen, Toleranz, Mehrheitsfindung oder sonstigen Gepflogenheiten einer bürgerlich-zivilen Gesellschaft absolut nichts am Aluhut hat. Aber es gibt eben auch eine Grenze, jenseits derer sind bestimmte Bürger nicht mehr besorgt, sondern bescheuert, und es wäre an der Zeit, das einmal laut auszusprechen. Ich jedenfalls bin nicht bereit, mir von einer letztlich recht kleinen Gruppe diktieren zu lassen, in welchen gesamtgesellschaftlichen Modus wir zu schalten haben. Nicht schon wieder.”

Das schreibt Blome im Zentralorgan der Organisierten Selbstgerechtigkeit, dem Spiegel.

Und ist es nicht lustig, wie genau Blome weiß, wie wichtig Mäßigung ist, wenn er Leuten, über die er sich erregt, das Fehlen eben dieser Mäßigung vorwerfen will, und wie schnell er jede Mäßigung vergisst, wenn er sich über eben diese Leute maßlos erregt? Der Widerspruch ist nicht nur ein sprachlicher, es ist auch ein charakterlicher, einer, der daraus resultiert, dass das Ich eine Herrenposition für sich reklamiert und andere, die dem Ich nicht passen, zu Untermenschen erklärt, ein typischer Anwendungsfall also für die alte Rede von dem Hochmut, der vor dem Fall kommt. Nun ist diese kognitive Deformation nicht selten, sondern häufig unter denen, die sich so sicher sind, klug zu sein, dass sie gar nicht bemerken, wie dumm sie doch tatsächlich sind. Indes wollen wir Blome seinen Wunsch erfüllen und laut aussprechen, was er laut auszusprechen fordert: Bürger, die sich jenseits einer “Grenze befinden” so inbrunstet er, seien nicht besorgt, sondern bescheuert. Recht hat er, der er eine klare Grenz des Anstands und des gegenseitigen Respekts hinter sich gelassen hat und nach seiner eigenen Logik somit als BESCHEUERT benannt werden muss.

Der bescheuerte Nikolaus.
Was bringt ihn nur auf die Idee, er sei in der Lage, über andere zu urteilen?
Das, was Sie nun auf der Zunge haben, ist ein Zirkelschluss, den wir nicht vornehmen, nur denken.

Nikolaus Blome ist unsere Startnummer 4.


Damit sind wir im Bereich des

Akademisierten Bullshits

angekommen.

Und den Anfang macht David Begrich. Die Tagesschau zitiert ihn wie folgt:

“Noch sei offen, ob es im Herbst zu den diskutierten Massenprotesten komme. “Und es gibt auch keinen Automatismus, dass sie entstehen”, sagt der Soziologe David Begrich vom Miteinander e.V. in Sachsen-Anhalt. “Wir sind in einer Vor-Situation, in der es zu einer Klärung einer gesellschaftlichen Konfliktlage kommt.”Was im Herbst passiere, hänge stark davon ab, welche Entlastungen die Politik beschließe und ob demokratische Parteien und Gewerkschaften den Menschen zeitnah vermitteln können, dass sie ihre Interessen vertreten. Man dürfe das Feld nicht bis in den Herbst der extremen Rechten überlassen.

Der ARD-Soziologe Begrich, er sieht uns in einer “Vor-Situation”. Eine Vor-Situation zeichnet sich dadurch aus, dass sie Vor ist, die Situation, also noch nicht die eigentliche Situation, sondern Vor, davor, Vor-Situation eben. Begrichs Vor-Situation zeichnet sich dadurch aus, dass etwas geklärt wird, eine gesellschaftliche Konfliktlage. Klingt fast gelehrt der Bullshit. Stellen Sie sich das wie vor einem Boxkampf vor, von dem nicht klar ist, ob er stattfindet, weshalb sie nicht auf den Sieger wetten können, weil der Sieger erst feststeht, wenn die Konfliktlage, wie sie sich im Ring darstellt, geklärt ist, was allerdings voraussetzt, dass der Kampf stattfindet, was schwierig ist, weil wir uns in einer Vor-Kampfsituation befinden, in der die Konfliktlage erst geklärt werden muss, also der Kampf stattfinden muss, der nicht stattfinden kann, weil wir in einer Vor-Kampfsituation sind. Widerspruch. Klassisch. Bullshit. Ebenfalls klassisch. ARD-Soziologe eben.

Ein Protest ist übrigens nichts, was “entsteht”. Gemeinhin hat ein Protest einen Anlass, etwas, wogegen protestiert werden soll, weil es demjenigen, der protestiert, des Protestes wert ist. Für einen Protest sind also willentliche Entscheidungen von Personen notwendig, einen Protest durchzuführen. Ein Soziologe sollt darum wissen, dass gesellschaftliche Phänomene, das, was Emile Durkheim einen fait sociale genannt hat, nicht einfach entstehen, sondern das Resultat oft zunächst unverbundener Handlungen individueller Akteure sind. Aber das wissen nur Soziologen.

Begrich weiß es nicht.
Er ist unsere Startnummer 5.


Startnummer 6: Sally Weintrobe, Psychoanalytiker;
Sally Weintrobe hat mit “Psychologie heute” ein Interview geführt, bei dem man sich von Anfang bis Ende fragt, ob es nicht ein Mitschnitt eines Gesprächs zwischen zwei Couch-Lägrigen ist.

Wie auch immer. Im Interview, dessen Gegenstand Klimawandel-Pychoanalyse ist, erzählt Weintrobe, wie sie plötzlich erkannt habe, hey, wir leben im Klimawandel. Die Erde geht kaputt. Wir müssen ganz schnell etwas dagegen tun, hat sie sich gedacht. Früher, in vor-säkularisierter Zeit, haben Leute behauptet, ihnen sei Gott, Petrus, Jesus oder ein persönlicher Heiliger im Traum erschienen und habe ihnen den Auftrag gegeben, gegen den Klimawandel vorzugehen, nein, damals eher sich dem 2. Kreuzzug anzuschließen, heute kann man das nicht mehr sagen, schon weil wir in einer narzisstischen Zeit leben, in der man keinen Gott mehr benötigt, um “zu sehen”, nein, die Schuppen fallen dem Narzissten von Welt ganz von alleine von den Augen und ab dem schuppenfreien Zeitpunkt weiß er, dass er im Besitz der Wahrheit ist. Der Planet stirbt. Der Klimawandel ist real. Das Thermometer steigt und steigt. Erste Brandflecken stellen sich im Gehirn ein. Luft muss abgelassen werden. Das ist, was bisher geschah, steigen wir nun direkt ein in das psychoanalytische Interview:

“Sie engagieren sich seit 15 Jahren für das Thema Klimawandel und unseren Umgang damit. Gab es einen Schlüsselmoment, der dazu führte?

Ich habe mich immer für Politik interessiert, immer Nachrichten gelesen, war immer in der Natur. Aber was mich wirklich dazu gebracht hat, war meine Arbeit als Psychoanalytikerin, bei der ich gelernt habe, die Abwehrmaßnahmen zu verstehen, die uns daran hindern, die Realität zu begreifen, wie etwa Verleugnung.

Verleugnung ist eine Form der Abwehr, bei der man die Realität sieht, sie aber verharmlost. Das ist schwer rückgängig zu machen und ist beim Klimawandel verbreitet: Wir wissen, dass es ihn gibt, aber wir verleugnen, was das den Menschen in Afrika genau jetzt antut, wir verleugnen den Effekt auf unsere Kinder. Wir verleugnen das ganze Problem.”

Der wahrhaft Gläubige, der die Wahrheit mit Löffeln gefressen hat und seither in einer Wichtigkeit dem Planeten und seinen anderen Bewohnern gegenübertritt, die ihn nur kurz vor dem neuen Messias angesiedelt sieht, er sieht alle die Fehler bei den anderen, jenen anderen, die sich in ihrer Blase befinden, die nicht etwa wie er wissen, dass es den Klimawandel gibt, nein, die denken, dass es ihn nicht gibt, jene anderen, die die Wahrheit noch nicht erschaut haben, denen Leonardo diCaprio noch nicht im Traum erschienen und ins Ohr geflüstert hat: RETTE DEN PLANETEN – JETZT! Diese Unerleuchteten, die nicht merken, wie dunkel der Raum ihrer Klimaerkenntnis ist, die die Realität nicht begreifen, die Realität die Weintrope erschaut hat, sie VERLEUGNEN. Nicht etwa, dass Gläubige wie Weintrope verleugnen, dass sie sich in Klimahysterie verrannt haben, nein Leute wie Weintrope wissen, dass Klimawandel, von Menschen verursacht, versteht sich, real ist. Sie wissen, dass sich die anderen verrannt haben.

Eine bedrückend bornierte Verleugnung eigener Verleugnung in ihrer psychoanalytischen Version.

Sally Weintrope ist unsere Startnummer 6.


Antidemokratisches Denken

Für Wissenschaftler ist Kurt Sontheimer derjenige, der das antidemokratische Denken zusammengestellt hat. Sontheimer ist einer derjenigen, die sich große Verdienste um die Aufarbeitung der ganzen Probleme der Weimarer Republik erworben haben. Ein Ergebnis Sontheimers: Die Verweigerung des Dialogs unter Politikern, Ausgrenzung und letztlich Dämonisierung von anderen [kleiner Inside Joke], sie waren die Grundlage dessen, was Antidemokratisches Denken geworden ist. Und damit sind wir bei Kevin Kühnert, den Ungelernten, der auf dem Posten des Generalsekretärs der SPD ruhig gestellt wurde.

Mit gutem Grund, denn wenn Kühnert an die Öffentlichkeit gelassen wird, dann sagt er Dinge wie diese:

“Am Donnerstag war es bei einem Auftritt von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Neuruppin zu Protest gekommen. „Das müssen wir uns auch bieten lassen“, stellte Kühnert klar. „Es ist legitim, zu Protest aufzurufen. Es ist legitim, Schilder hochzuhalten. Wenn Leute aber Antidemokratisches rufen, hat man Abstand zu halten und wegzugehen, das sagt einem der gesunde Menschenverstand und jeder, der noch bei Sinnen ist, sollte das auch hinbekommen.“

Es gebe aber seit ein paar Jahren „einen kleinen Anteil an Krakeelern“, die keine berechtigte Sorgen, sondern eine „antidemokratische Einstellung“ hätten. Solche Menschen würden immer opponieren, egal um welches Thema es sich handle. Man müsse Bürger, die verständliche Kritik äußerten, von denen unterscheiden, „die dieses System fallen sehen wollen“.

Diese Aussagen kann man rein formal angehen und darauf hinweisen, dass dann, wenn man sich als Politiker Protest bieten lassen muss, man sich jeden Protest bieten lassen muss. Dann kann man nicht etepetete sein und sagen: Nein, Deinen Protest will ich nicht hören. Schlimmer noch, denjenigen, dessen Protest man nicht hören will, als Krakeeler beschimpfen und das, was er sagt, ohne weitere Begründung als “Antidemokratisches” diskreditieren und den “Krakeeler” einer ebensolchen Einstellung bezichtigen. Dass das nicht geht, hat einen einfachen Grund: Wer definiert, was “antidemokratischer verbaler Protest” ist?

Die Regierung, Kevin Kühnert, Vladimir Putin, der Rechtsanwalt von Olaf Scholz im Cum-Ex Verfahren? Wenn Sontheimer in seinem Buch über antidemokratisches Denken etwas deutlich gemacht hat, dann, dass nicht das Denken an sich ein Problem war, sondern dessen politische Repräsentation in Parteien, die es sich zueigen gemacht haben, Parteien von der KPD bis zur NSDAP. Hinzukommt, dass antidemokratisches Denken als eines definiert ist, dass Demokratische Grundwerte und Verfahrensweisen in Frage stellt. Insofern ist Kühnert näher am antidemokratischen Denken, denn er bestreitet denjenigen, die Kritik äußern, wenn sie eine bestimmte Gefallensgrenze bei Kühnert übersteigen, ihre demokratische Fundierung und verweist auf eine “antidemokratische Einstellung”, was barer Unfug ist, denn Kühnert hat keine Einstellung gemessen und keine Köpfe aufgebort. Ergo muss man daraus den Schluss ziehen, dass es ihm darum geht, bestimmte Aussagen der Kritik zu diskreditieren und bestimmte Akteure, die diese Aussagen tätigen gleich mit. Ein zutiefst anti-demokratisches Verhalten, das Kühnert da zeigt, während er andere bezichtigt, Antidemokratisches zu rufen.

Fehlende Ausbildung findet ihren Niederschlag, so oder so.

Kevin Kühnert ist unsere Startunmmer 7.


Bleibt noch ein ganz besonderer Herr: Marc Hanefeld.

Vermutlich muss man nicht erklären, was es mit dem Nürnberger Kodex auf sich hat. Wer es nachlesen will, der kann es hier tun. Das Extrakt, das hier relevant ist, kann so zusammengefasst werden, dass jeder, der an einem medizinischen Experiment oder einer medizinischen Prozedur teilnimmt, seiner Teilnahme ohne dass Zwang auf ihn ausgeübt wurde, etwa in Form von Beschränkungen, die ihn treffen, wenn er nicht geimpft ist, und unter weitgehend vollständiger Kenntnis davon, worauf er sich bei dem medizinischen Experiment / der medizinischen Prozedur einlässt, zugestimmt haben muss. Alles andere ist ein Bruch des Nürnberger Kodex, und man kann mit Fug und Recht und mit guten Argumenten begründen, warum die Massenimpfung von Menschen, die mit der Lüge begründet wird, die Impfung schütze vor Ansteckung und Verbreitung spätestens dann, wenn denen, die sich nicht impfen lassen, Nachteile entstehen, einen Bruch des Nürnberger Kodex darstellt. Und man würde erwarten, dass ein Arzt, ein verantwortlicher Arzt, der seine Patienten davon überzeugen will, dass eine COVID-19 Impfung / Gentherapie für ihn mit Vorteilen verbunden ist, die die Nachteile überwiegen, alles tut, um jeden Anfangsverdacht, sein Patient verfüge nicht über die notwendige Information, um eine informierte Impfentscheidung zu treffen, zu vermeiden.
Marc Hanefeld ist Arzt.
Was er zum Nürnberger Kodex zu sagen hat, Sie können es oben lesen.
Marc Hanefeld ist unsere Startnummer 8.


Uff.
Geschafft.
Und einmal mehr, zum 34. Mal in diesem Jahr, sind nun Sie an der Reihe.
Wer hat Sie von seiner Denkbehinderung überzeugt?
Wem geben Sie ihre Stimme?

  • Detlef Flintz, flinch-loser Umverteiler der Leistungen Anderer;
  • Walter Boltz, ebensolcher mit sozialdarwinistischem Twist;
  • Ferda Altman, diskriminierungsfähige Antidiskriminierungsbeauftragte;
  • Nikolaus Blome, ungeschützter Begriffs-Bürger;
  • David Begrich, Jetzt-Wählbarer, nicht Vor-Wählbarer oder Nach-Wählbarer;
  • Sally Weintrobe. psychioanalytischer Klimawandel-Fundamentalist in Selbstverleugnung;
  • Kevin Kühnert, antidemokratischer antidemokratisches Rufen Sanktionierer;
  • Marc Hanefeld, Arzt ohne Nürnberger Kodex;

TS Poll - Loading poll ...

Wie ist das eigentlich bei Ihnen?
Wenn Sie in einem kalten Wohnzimmer sitzen, weil Ihre Regierung in der Ukraine Ihre Freiheit verteidigen lässt.
Sind Sie dann kritikfähig?
Äußern Sie am Ende Kritik?
Gehen Sie auf die Straße?
Klagen Sie öffentlicht die Regierung an?
Ja?
Dann sind Sie ein Staatsfeind. Herbert Reul hat es gesagt, und weil er es gesagt hat, deshalb wurde er von unseren Lesern zum Denkbehinderten der Woche [Kalenderwoche 33] gewählt: 356 Leser (29,3%) haben sich für ihn entschieden.

Damit liegt er deutlich vor Peter Bobbert, der die informierte Entscheidung, die Patienten über eine medizinische Prozedur, der sie sich unterziehen sollen, treffen müssen, dadurch revolutioniert hat, dass er sie von anderen treffen lassen will. Ich glaub’, es bobbert, haben 251 Leser (20,6%) gedacht. Platz 2.

Platz 3 geht an Minister Karl und seine acht Stiche zur Effektivität von COVID-19 Gentherapien – vielleicht; 182 Leser (15%) fanden das denkbehindertenwürdig.

Auf den Plätzen landeten:

  • Dennis Balslev, IKEA (146 Stimmen, 12,0%);
  • Jutta Ditfurth (120 Stimmen, 9,9%);
  • Albert Bourla (66 Stimmen, 5,4%);
  • Sebastian Beck (56 Stimmen, 4,6%);
  • Pater Jörg Alt (40 Stimmen, 3,3%);

Wenn Sie nachlesen wollen, womit sich die Aspiranten im einzelnen empfohlen haben, dann können Sie das hier tun.



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