Was ist Gerechtigkeit, Gleichheit, Diskriminierung? Testen Sie Ihr Wissen

Gerechtigkeit, Gleichheit, Ergebnisgleichheit, Gleichstellung, Gender-Gerechtigkeit, Klima-Gerechtigkeit, die Worte sind in aller Munde und in der Regel werden sie wahllos als Kampfbegriff oder als Beleg der eigenen Tugend in den Ring geworfen, in der Hoffnung, damit Zustimmung bei denen zu ernten, die diese Begriff in gleicher Weise verwenden, ohne ihre Bedeutung zu kennen oder sich auch nur darum zu scheren.

Wir haben einen kleine Test für unsere Leser entwickelt, mit dem Sie prüfen können, wie sattelfest Sie in Verteilungsfragen sind. Letzteres ist vor allem dann nützlich, wenn man den Polit-Popanzen, die sich in öffentlichen Versammlungen mit ihrem Gebrauch der entsprechenden Worte brüsten, die Luft ablassen will.


ScienceFiles-Test für Verteilungsfragen

A. Was ist Gerechtigkeit?

  1. Gerechtigkeit ist, wenn ich bekomme, wonach ich ein starkes Bedürfnis habe.
  2. Gerechtigkeit ist, wenn ich das bekomme, was meiner Leistung entspricht.
  3. Gerechtigkeit ist, wenn ich das bekomme, was andere schon haben oder bekommen.

B. Was ist Ergebnisgleichheit?

  1. Ergebnisgleichheit ist, wenn alle dasselbe bekommen, egal, was sie dafür getan haben.
  2. Ergebnisgleichheit ist, wenn alle das bekommen, was sie sehr gerne hätten.
  3. Ergebnisgleichheit ist, wenn so verteilt wird, dass alle am Ende dasselbe haben, egal, was sie dafür getan haben.

C. Was ist Chancengleichheit?

  1. Chancengleichheit ist, wenn jeder denselben Zugang zu Positionen hat.
  2. Chancengleichheit ist, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen denselben Zugang zu Positionen haben.
  3. Chancengleichheit ist, wenn benachteiligte Gruppen bevorteilt werden.

D. Verteilungsaufgabe I

In Deutschland sind rund 15% der Beschäftigten im Baugewerbe weiblich. Kann man daraus schließen, dass Frauen im Baugewerbe benachteiligt sind?

  1. Ja
  2. Nein

E. Verteilungsaufgabe II

In Deutschland sind 69% der Beschäftigten im Bereich von Erziehung und Unterricht weiblich. Kann man daraus schließen, dass Männer im Bereich Erziehung und Unterricht benachteiligt sind?

  1. Ja
  2. Nein

F. Verteilungsaufgabe III

In Deutschland sind rund 30% derjenigen in Führungspositionen von Unternehmen und staatlichen Institutionen weiblich. Kann man daraus schließen, dass Frauen benachteiligt sind?

  1. Ja
  2. Nein

G. Was ist Gender-Gerechtigkeit?

  1. Der Versuch, Ergebnisgleichheit zwischen Männern und Frauen herbeizuführen.
  2. Ein inhaltsleerer Kampfbegriff
  3. Ein Synonym für Gleichstellung

H. Was ist Gleichstellung?

  1. Der Versuch von Frauen, sich einen Vorteil auf Kosten von Männern zu verschaffen.
  2. Der Versuch, Ergebnisgleichheit für Personen oder Gruppen herzustellen, die keine Rücksicht auf Leistung nimmt.
  3. Ein Synonym für Gender-Gerechtigkeit.
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I. In welchem der drei folgenden Fälle liegt Diskriminierung vor?

  1. Diskriminierung liegt vor, wenn ich nicht das habe, was andere schon haben.
  2. Diskriminierung liegt vor, wenn ich vom Zugang zu Ressourcen ausgeschlossen werde, nur, weil ich ein Mann bin.
  3. Diskriminerung liegt vor, wenn ich nicht dasselbe bekomme, was andere bekommen.

J. Was ist Klimagerechtigkeit?

  1. Klimagerechtigkeit ist Chancengleichheit im Zugang zu natürlichen Ressourcen.
  2. Klimagerechtigkeit zielt auf eine gleiche Verteilung der Folgen des Klimawandels.
  3. Klimagerechtigkeit ist ein Kampfbegriff, mit dem sich Opportunisten und Aktivisten Vorteile verschaffen wollen.

K. Was ist prozedurale Gerechtigkeit?

  1. Prozedurale Gerechtigkeit ist dann gegeben, wenn eine Bevorteilung bestimmter Gruppen oder Individuen aufgrund willkürlicher Merkmale ausgeschlossen ist.
  2. Prozedurale Gerechtigkeit liegt vor, wenn Ungleichheiten im Zugang über ungleiche Belohnungen ausgeglichen werden.
  3. Prozedurale Gerechtigkeit liegt vor, wenn Ungleichheiten bei der Leistungsfähigkeit über ungleiche Belohungen ausgeglichen werden.

Und hier die Auflösung

A. Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist ein Prinzip, das eine der Leistung entsprechende Auszahlung garantiert. D.h. wer mehr leistet, erhält auch eine höhere Auszahlung. Daher ist das Gerechtigkeitsprinzip eng mit dem Leistungsprinzip verbunden.
Alternative 2 ist die richtige Antwort.

B. Ergebnisgleichheit

Die Schaffung von Ergebnisgleichheit ist das Gegenteil einer gerechten Verteilung weil Erstere die Verteilung von Ressourcen unabhängig von Leistung vornimmt. Im Gegensatz zu Gerechtigkeit wird Ergebnisgleichheit in der Regel auf Gruppen und nicht auf Individuen angewendet.
Alternative 3 ist die richtige Antwort.

C. Chancengleichheit

Chancengleichheit liegt vor, wenn keinem Individuum oder keiner gesellschaftlichen Gruppe durch Privilegien der Zugang zu Positionen im Vergleich zu anderen Individuen oder gesellschaftlichen Gruppen erleichtert wird (oder durch negative Sanktionen erschwert wird). Chancengleichheit ist das Gegenteil von „affirmative action“, also von Maßnahmen der positiven Diskriminierung.
Alternative 1 ist die richtige Antwort.

D. Verteilungsaufgabe I

Nein.
Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden.

E. Verteilungsaufgabe II

Nein.
Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden.

F. Verteilungsaufgabe III

Nein.
Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden. Wer es dennoch tut, will sich entweder persönlich bereichern, oder er ist dumm.

G. Gender-Gerechtigkeit

Gender-Gerechtigkeit ist ein inhaltsleerer Kampfbegriff. Gerechtigkeit als Verteilungsprinzip besagt, dass jeder unabhängig von sonstigen Merkmalen und somit auch unabhängig von seinem Geschlecht die Auszahlung erhält, die seiner Leistung entspricht. Wenn Gender-Gerechtigkeit dann vorläge, wenn Männer und Frauen eine Auszahlung entsprechend ihrer Leistung erzielen, sie also ihrer Leistung entsprechend behandelt werden, dann wird nach dem Gerechtigkeitsprinzip verteilt, für das „Gender“ völlig irrelevant ist. Deshalb ist der Begriff „Gender-Gerechtigkeit“ unsinnig.
Alternative 2 ist die richtige Antwort.

H. Gleichstellung

Gleichstellung ist, wenn so verteilt wird, dass am Ende eine Ergebnisgleichheit herrscht. Dementsprechend handelt es sich um eine Verteilung, die unabhängig von Leistung vorgenommen wird. Gleichstellung ist somit das Gegenteil von Gerechtigkeit.
Alternative 2 ist die richtige Antwort.

I. Diskriminierung

Diskriminierung liegt vor, wenn willkürliche Merkmale einer Person genutzt werden, um die entsprechende Person vom Zugang zu Ressourcen auszuschließen, z.B. Männer von bestimmten Professuren, wie dies im Professorinnenprogramm der Fall ist.
Alternative 2 ist die richtige Antwort.

J. Klima-Gerechtigkeit

Klima-Gerechtigkeit ist Unsinn, denn man kann dem Klima keine Gerechtigkeit zukommen lassen. Klima-Gerechtigkeit als missglückter Begriff dafür, dass die Lasten aus Klimawandel gleich verteilt werden, macht aus der Gerechtigkeit eine Ergebnisgleichheit, die als solche, weil sie gleiches Ergebnis unabhängig von Leistung herbeiführen will, das Gegenteil von Gerechtigkeit ist. Abermals erweist sich der Begriff als ideologischer Unsinn. Auch Chancengleichheit und Klima-Gerechtigkeit sind unverträglich, wie man schon daran sieht, dass Inuit keine Chancengleichheit im Hinblick auf den Anbau von Weintrauben haben, egal, wie gerne sie Wein trinken. Sie haben an ihrem Wohnort eben nicht dieselben Voraussetzungen, die ein Winzer in der Pfalz vorfindet. Tatsächlich versuchen diejenigen, die nach Klimagerechtigkeit schreien, letztlich eine Chancengleichheit von hinten her aufzurollen und zum Kriterium unabhängig davon zu erheben, ob es im Hinblick auf eine Lokalität gleiche Bedingungen geben kann, sie wollen letztlich Ausgleich für unterschiedliche Ausgangspositionen schaffen.
Alternative 3 ist die richtige Antwort.

K. Prozedurale Gerechtigkeit

Prozedurale Gerechtigkeit liegt vor, wenn das Verfahren, das individuelle Leistung in Belohnung transferiert, sicherstellt, dass ein Mehr an Leistung auch mit einem Mehr an Belonung einhergeht. Prozedurale Gerechtigkeit wird durch jede Art von Eingriff, die Akteure bevorteilen bzw. benachteiligen, zerstört. Maßnahmen, die unterschiedliche Ausgangspositionen oder Leistungsstufen z.B. durch eine Quote oder einen Bonus oder eine andere Form der Leistungsbewertung im Ergebnis auszugleichen versuchen, sind mit prozeduraler Gerechtigkeit nicht zu vereinbaren.
Alternative 1 ist die richtige Antwort

Nun, wie haben sie abgeschnitten?



 

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10Comments

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  1. 2
    Ben

    Hmmmm, sehr bedenklich!
    „Prozedurale“ musste ich den Begriff nachsehen, aber dann auch so beantwortet, das ich bei allen richtig liege.
    Bin ich jetzt ein Nazi? 🙁
    Alter, weisser Mann bin ich eh schon! ^^

  2. 4
    asisi1

    Ich, mit meinen 72 Jahren und 55 Jahren arbeit, davon 40 Jahre „Selbst und Ständig“, habe in dieser Zeit nie Demokratie, Gerechtigkeit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit erlebt!
    Alle Institutionen die das Prädigten wurden durch meinen Fleiss bezahlt. Und diese haben mich ein Leben lang gegängelt!
    Dieser ganze Beamtenapparat muss auf 25% runter, denn sonst gibt es keine Besserung!

  3. 7
    Grau

    So wie es aussieht, sind die Anhänger der Gleichheitsreligion tatsächlich davon überzeugt, dass alle Menschen vollkommen gleich sind und sich durch nichts unterscheiden. Abgesehen von bedeutungslosen Äußerlichkeiten, wie Geschlechtsmerkmale oder Volkszugehörigkeit.
    Es gibt keine biologischen Geschlechter und auch keine Völker. Alles ist nur ein soziales Konstrukt.
    Demzufolge glauben sie auch daran, dass alle gleich intelligent, talentiert und leistungsfähig sein müssen. Weshalb sie Ergebnisgleichheit bei allen Menschen voraussetzen. Tritt diese nicht ein, kann dies nur an Diskriminierung und/oder Rassismus liegen.
    „Struktureller Rassismus“ liegt dann vor, wenn kein Rassismus zu finden ist, aber bestimmte Bevölkerungsgruppen trotzdem nicht mithalten können.
    .
    Da die eine Seite fest an die absolute Gleichheit aller Menschen glaubt und die andere Seite weiß, dass diese Gleichheit nicht existiert, gar nicht existieren kann, ist jede Diskussion miteinander zum Scheitern verurteilt. Man hat keine gemeinsame Diskussionsgrundlage. Denn solange es über diesen Punkt keine Einigkeit gibt, ist jedes weitere Wort Zeitverschwendung.

  4. 8
    Donnarossa

    Soziale Gerechtigkeit ist auch so ein Kampfbegriff. Dabei ist „sozial“ eher nie leistungsgerecht, meinetwegen bedarfsgerecht, wobei sich der Bedarf dann auch nur am Niveau der anderen orientiert, also Richtung Gleichheit

  5. 9
    Lars Schweitzer

    Sehr schöner Test, mir fallen auch gleich Leute ein, die ich den gerne machen lassen würde… aber will ich das wirklich wissen…? Und würden sie die Auflösung verstehen?

    Meine eigenen Sinne scheine ich jedenfalls noch beisammen zu haben.

  6. 10
    Elisa

    Biden, der ewige Rassist hat ausgerechnet Equity, zu einem seiner Regierungsziele erhoben.
    Nicht Equality, also die gleichen Startchancen, sondern alle erhalten das Gleiche, egal wie sie sich angestrengt oder was sie dazugetan haben.
    Ein Beispiel fuer Equity, ist Affirmative Action, also Bevorzugung in Jobs oder Uni’s aufgrund von Hautfarbe, Lebensumstaenden wie Aufwachsen im Ghetto oder Soapstories, wie Elisabeth Warren Democrap Senatorin „Pocahontas“, die eine voellig zahlungsfreie Uniausbildung erhielt, die sie nicht zurueck
    zahlen musste, obwohl die Story des indianischen Backgrounds aufflog.

    Passt jetzt nicht direkt zum Thema, doch sehr interessante Forschung, die wohl einiges erklaert, warum heutige Feministinnen so ueberbordend sind und warum unsere Gesellschaft am guten, faulem Lebenstil zugrund geht.
    John Callouhn „Universe 25“ (seht fuer 25 gleiche Experiemente, jedesmal mit selbem Ergebnis.
    Wird in diesem Artikel erklaert:
    https://www.naturalnews.com/2022-09-23-lgbt-perversion-violence-mental-illness-collapse-america.html

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