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Strafe bestimmt, Anklage und Belege gesucht: Das Verfahren gegen Michael Ballweg hat Merkmale von Bananenrepublik

Gleich vorweg: Wir haben die Sache von „Michael Ballweg“ und seiner Querdenken 711 Bewegung nur am Rande verfolgt.

Insofern kann man sagen, wir sind unvoreingenommen, denn auch der Vorwurf, der letztlich zur Inhaftierung von Ballweg geführt hat, war uns bislang unbekannt. Nun hat uns ein Leser Unterlagen geschickt, die für uns Licht in das Dunkel bringen, dass den enemy No. 1 der Landesregierung in Baden-Württemberg umgibt. Nunja, bringen könnte, denn viel heller ist das ganz für uns nicht geworden, denn wir haben nicht nur den Eindruck gewonnen, dass die Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen gegen Ballweg führt, hektisch dabei ist, Belege für das, was sie wohl anklagen wollen, zusammenzuklauben. Die Art und Weise, in der das geschieht, trägt alle Züge der Rechtsbeugung und für den Fall, dass dem Anwalt von Ballweg das, was wir hier berichten, nicht bekannt ist, sollten ihm Leser, die ihn kennen, einen Link zu unserem Text schicken.

Beginnen wird mit dem Anschreiben, das unser Leser erhalten hat:

Mit dem Bankgeheimnis war freilich nichts mehr anzufangen… Sie müssen in Deutschland damit rechnen, dass immer dann, wenn Sie Geld an eine deutsche Bank überweisen, wenn sie eine Unterstützungsleistung von einer deutschen Bank an eine andere deutsche Bank auf den Weg bringen, ihre Daten frei zugänglich und dem inner-institutionellen Informationszugriff ausgeliefert sind. Ein guter Grund, ScienceFiles zu spenden, denn weder unsere Konten noch unser Finanzdienstleister befindet sich in einer Jurisdiktion, die in irgend einem pönal instrumentalisierbaren Verhältnis zu Deutschland steht. Denn man muss heute mit allem rechnen.

Wie wir im weiteren Verlauf zeigen werden, muss man auch damit rechnen, dass ein Staatsanwalt einen, den er einer Sache verdächtigt, über einen Haftrichter, der mehr seiner Phantasie als der Aktenlage verpflichtet zu sein scheint, inhaftieren lässt, um sich anschließend auf den Weg zu machen, in einer Art und Weise, die es offenkundig macht, dass hier eine sehr perfide und subtile Form der Zeugenbeeinflussung stattfindet, seine Anklagepunkte auch zu belegen. Das hat mit der Durchsetzung von Recht, das voraussetzt, dass eine Straftat zweifelsfrei festgestellt wurde, nichts zu tun, nicht einmal am Rande, aber offenkundig ist das im Ländle von (Ex-?)Maoist Kretschmann normal. Immerhin wird unser Leser, obschon er eine verruchte Spende auf den Weg gebracht, nur als Zeuge geladen, nicht als ein des „falschen Spendens“ Beschuldigter – wie dies ein Freund Chinas, der in Kanada seine letzten Tage fristet, veranlasst hat.

Die Zeugenvernehmung, die durchgeführt werden soll, umfasst die folgenden Fragen, die unser Leser schriftlich beantworten soll:

Insgesamt vermitteln die Fragen 1 bis 6 den Eindruck, dass hier versucht werden soll, nachträglich die Belege zu beschaffen, die notwendig waren, um die Inhaftierung von Ballweg rechtfertigen zu können. Man muss sich vor allem die Fragen 3 bis 6 auf der Zunge zergehen lassen:

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Und jetzt wird es rechtsbeugend:

Und weil das alles noch nicht reicht, wird noch eine Frage nachgeschoben, die einzig dazu dient, Ballweg zu inkriminieren.

Aber das beste kommt erst noch, denn diese Fragen sind durch zwei Seiten „Rahmengeschichte“ geframt, Seiten, die den Fragen vorangestellt sind, die dem Leser suggerieren, was zu beweisen wäre, dass Michael Ballweg von den 1.3 Millionen Euro, die auf dem Spendenkonto von Querdenken 711 eingegangen sind, große Summen an sich selbst gezahlt und das Geld entsprechend veruntreut hat.

Auf diesen beiden Seiten werden die wenigen Fakten, die die Ermittler bislang im Fall „Ballweg“ gesammelt haben, in einer Weise präsentiert und zusammengestellt, die jedem, der die beiden Seiten gelesen hat, suggeriert, dass Ballweg nicht nur vorhatte, sich mit dem Spendengeld nach Costa Rica abzusetzen, sondern bereits große Summen davon veruntreut hat.

Diese Suggestion basiert auf den folgenden kümmerlichen Fakten:

Nichts von dem, was hier angeführt wird, belegt, dass Ballweg Spenden zweckentfremdet hat, dass er sich mit dem Spendengeld nach Costa Rica absetzen wollte, dass er ein Betrüger ist, der sich mit Spendengeld vom Acker machen will, aber all das, was nicht belegt wird, wird suggeriert, demjenigen suggeriert, der den „Vorhalt zur Sache“ liest. Das hat mit Ermittlung auf Basis eines konkreten Tatvorwurfs nichts zu tun. Das ist eine „Finding-Mission“ eine Suche nach Belegen für eine Anklage, die man gerne erheben will, für die man aber keine Beweise hat.

Es ist definitiv nicht die Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaft, Bürger in der Absicht auszuhorchen, Material zu finden, das sich gegen einen anderen Bürger verwenden lässt. Derartige Praktiken sind aus Bananenrepubliken bekannt. Aber, halt, Baden-Württemberg ist ja eine Art, Bananenrepublik, eine Art Soap Opera in Politik, ein Cleverländle:



Wenn Sie selbst von „Furchtbaren Juristen“ heimgesucht werden, das sind Juristen, die

oder jemanden kennen, bei dem das der Fall ist, wenn Ihnen ein entsprechender Bericht in den MS-Medien über den Weg läuft, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung:

wir berichten den Fall und erfassen ihn in einer Datenbank der „Furchtbaren Juristen“.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Bildnachweis, Michael Ballweg, Von Smokeonthewater – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=120182592


 

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