2017 gab es in Deutschland 1030 Mordopfer

Weil es einige Verwirrung darüber gibt, was in welchen Statistiken eigentlich abgebildet ist, hier ein Nachtrag aus der Polizeilichen Kriminalstatistik.

Schlüssel „010000“ bezieht sich auf Mord (§211 StGB):

§ 211 Mord:

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Das Bundeskriminalamt bereitet Daten in drei Formen auf:

  • Die Fallzahlen von Delikten, also die Anzahl der Straftaten, die die angegebenen Bedingungen des §211 StGB erfüllen;
  • Die Anzahl von Tatverdächtigen, also die Anzahl derjenigen, die verdächtigt werden, ein Delikt nach §211 StGB, also einen Mord, verübt zu haben.
  • Die Anzahl der Personen, die Opfer eines Delikts gemäß §211 StGB geworden sind, also Mordopfer, die man nach landläufiger Ansicht als tot ansehen muss.

Die folgende Abbildung stellt die Entwicklung der Anzahl der Mordopfer für die Jahre 2000 bis 2017 dar. Die Daten stammen abermals aus den Zeitreihen des Bundeskriminalamts.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?
Paypal:


ScienceFiles-Spendenkonto

Weitere Möglichkeiten, ScienceFiles zu unterstützen

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Böhmermann: Muslimfeind und christlicher Befreiungskämpfer: Die Wurzeln der Reconquista

Darf Satire alles?

Das ist nicht wirklich die Frage. Die Frage, die uns bewegt ist: wie kommt es dazu, dass rund 50.000 sich zusammenrotten, um eine „antipopulistische Troll-Armee“ zu gründen, wie es in der WELT heißt bzw. eine „Bürgerrechtsbewegung“ wie es in der Wikipedia heißt, wo man immer schnell mit hochtrabenden Begriffen für herzlich wenig bei der Hand ist und nun schon Aktionen, deren Ziel es ist, Meinungen zu unterdrücken, zur Bürgerbewegung macht? Obschon, wenn man die Grünen betrachtet, die zumindest als Bürgerbewegung gestartet sind, dann liegt der Schluss nicht so fern, dass organisierte Bürgerbewegungen darauf abzielen, Meinungs-Hegemonie zu gewinnen und andere Meinungen zu unterdrücken.

Natürlich verfolgt Böhmermann angeblich ein hehres Ziel mit seiner Troll-Armee, also mit 50.000 Freiwilligen, die einen Nutzen daraus ziehen können, Andere, die abweichende Meinungen vertreten, zuweilen so abweichende, dass man sie mit der Lupe suchen muss, zu verfolgen oder generell Meinungen, die sie für beleidigend und volksverhetzend halten, die ihnen also nicht passen, zu bekämpfen.

Beleidigung und Volksverhetzung sind Straftatbestände. Straftatbestände sind in einem Rechtsstaat Objekte, mit denen sich Polizei und Staatsanwaltschaft, später auch Gerichte beschäftigen. Vigilantes, also temporäre Bündnisse besorgter Bürger zuweilen auch Straßenräuber, sind mit einem Rechtsstaat kaum unter einen Hut zu bringen. Denn in einem Rechtsstaat gilt die Unschuld des Angeklagten bis zum Beweis des Gegenteils. Diese Unschuldsvermutung gilt auch für Äußerungen, die in sozialen Netzwerken getätigt werden. Sie gilt so lange, bis ein Richter die Schuld feststellt. Ein Richter, nicht eine Troll-Armee bzw. ein Meinungslynchmob von Böhmermann.

Es ist erschreckend, dass man angeblich in Deutschland mehr als 50.000 Freiwillige zusammenbekommt, die Spaß daran finden, das Rechtssystem auszuhöhlen und sich zum Blockwart aufzuschwingen. Die Freiwilligen müssen in ihren Offline-Leben wenig Grund haben, auf sich oder eine Leistung von sich, stolz zu sein.

Noch erschreckender ist indes, dass es der „Satiriker“ Böhmermann schafft, den trolligen Online-Eiferern das Gegenteil dessen unterzuschieben, was sie als Gute eigentlich erreichen wollen.

So will Böhmermann „dem Hass im Internet Liebe” entgegen setzen.

Dushan Wegner hat bereits auf die offenkundige Verbindung hingewiesen, die jedem halbwegs Belesenen einfällt, wenn er die Begriffe Hass und Liebe im Zusammenhang mit der Verfolgung anderer Meinungen hört:

Die Hass- und Folterlager in Orwells 1984, die dazu genutzt werden “Gedankenverbrecher” einzusperren und mit allerlei Methoden zum Widerruf ihrer Gedankenverbrechen und zur Liebe zum Großen Bruder zu bekehren, finden sich in 1984 als Gefängnisse, die vom Ministerium für Liebe unterhalten werden. Falsche Meinungen als Hass denunziert, Menschen mit falschen Meinungen zu Gedankenverbrechern gestempelt und z.B. von O‘Brien, einem Mitarbeiter im Ministerium für Liebe gefoltert, bis sie ihrer Meinung abschwören: Die Analogien sind unübersehbar. Ob Böhmermann herausfinden will, wie viel Dumme es in Deutschland gibt, die jedem Rattenfänger nachlaufen, wenn er nur die richtige Melodie spielt?

Dargestellt ist Santiago Matamoros = Santiago the Moor-Slayer

Die richtige Melodie hat den Titel „Reconquista Internet“. Reconquista, das werden viele der vermeintlich 50.000 freiwilligen Blockwarte oder Netzwarte nicht wissen, ist der Name für einen christlichen Befreiungskrieg, der jahrhundertelang, genau von 718/722 (Schlacht bei Cavadonga) bis 1491/92 (Vertrag von Granada) geführt wurde und mit der Niederlage der Nasriden seinen Abschluss findet und die Herrschaft von Muslimen über Teile von Spanien beendet. Kurz: Recongista ist ein CHRISTLICHER Befreiungskrieg gegen Muslime, eine zumindest fragwürdige Benennung in einer Zeit, in der religiöse Trennlinien wieder betont und Islamismus und religiöser Fundamentalismus zu neuen Höhen streben.

Böhmermann hat es also geschafft angeblich rund 50.000 Trolle zu sammeln, die sich gut dabei fühlen, wenn sie andere beschatten, überwachen, wenn sie Blockwart oder Netzwart spielen dürfen, die dies freiwillig tun, weil man ihnen erzählt hat, sie würden die Gesinnungsverbrecher als Gute im Böhmermannschen Minsterium für Liebe zur Strecke bringen, und die sich unter dem Banner christlicher Befreiungskriege sammeln.

Wenn etwas im Westen blüht, dann sind es die Dummheit und der Eifer, und beides zusammen ergibt eine explosive Mischung.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?


Weitere Möglichkeiten, ScienceFiles zu unterstützen

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Furchtbare Juristen: “Das NetzDG ist besser als sein Ruf”

 

„Der durch die marxistische Irrlehre Hatespeech systematisch herbeigeführte Verfall der Nation Diskussionskultur in weltanschaulich unvereinbare Gegensätze bedeutet die Vernichtung der Basis eines möglichen Gemeinschaftslebens. Die Auflösung ergreift alle Grundlagen der Gesellschaftsordnung. Die völlig gegensätzliche Einstellung der Einzelnen zu den Begriffen Staat, Gesellschaft, Religion, Moral, Familie, Wirtschaft reißt Differenzen auf, die zum Krieg aller gegen alle führen. Ausgehend vom Liberalismus des vergangenen Jahrhunderts, findet diese Entwicklung naturgesetzlich ihr Ende im kommunistischen rechtspopulistischen Chaos. Die damit verbundene Mobilisierung primitivster Instinkte führt zu einer Verbindung zwischen den Auffassungen einer politischen Idee und den Handlungen wirklicher Verbrecher. Angefangen von Plünderungen, Brandstiftungen, Eisenbahnanschlägen, Attentaten und so fort, erhält alles in der kommunistischen Idee im Rechtspopulismus seine moralische Sanktion.“

Die deutschen Mainstream-Medien verbreiten derzeit brav und artig ein Pamphlet des “forum <privatheit>“, dessen Finanzierung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sichergestellt wird. In diesem Pamphlet verteidigt das vom BMBF alimentierte „forum“ ein vom Bundesministerium für Justiz durch den Bundestag geprügeltes Gesetz, dessen Ziel die Durchsetzung des Netzes, des Internet ist.

In den Mainstream Medien findet diese Verteidigungsschrift Niederschlag in Aussagen wie: „NetzDG besser als sein Ruf“ oder „Kasseler Forscher verteidigen Gesetz gegen Hass im Internet“. Die letzte Überschrift stammt aus der WELT, die ihren intellektuellen Niedergang fortsetzt, denn die Kasseler Forscher sind keine Forscher und sie verteidigen auch nicht das NetzDG als „Gesetz gegen Hass im Internet“, sondern als Gesetz, das es ermögliche „bestehendes Recht … durchzusetzen“. Mit den Fakten hadert die WELT in letzter Zeit häufiger.

Doch zurück zum Pamphlet der vermeintlichen Kasseler Forscher, die sich als „forum <privatheit> und finanziert durch das BMBF plötzlich bemüßigt sehen, ein Gesetz des BMJ zu verteidigen. Fangen wir formal an. Das forum <privatheit> setzt sich aus dem Fraunhofer Institut sowie Vertretern der Universitäten Kassel, Duisburg-Essen und Tübingen sowie der Ludwig-Maximilian-Universität München zusammen. Hinzu kommen Vertreter des Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein und von provet „Projektgruppe verfassungsverträgliche Technikgestaltung“ und das BMBF als Umverteiler von Steuergeldern darf natürlich nicht fehlen.

Für die Verteidigungsschrift des NetzDG verantwortlich zeichnen: Alexander Roßnagel, Tamer Bile, Michael Friedewald, Christian Geminn, Jessica Heesen, Murat Karaboga, Nicole Krämer, Michael Kreutzer, Lena Isabell Löber, Nicholas Martin, Maxi Nebel und Carsten Ochs: 12 Autoren, die 9 Seiten Text zuwege gebracht haben, die als „Policy Paper“ bezeichnet werden und „Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ zum Gegenstand haben und auf denen die Autoren versuchen „sich ausgewogen mit den vorgebrachten Argumenten für und gegen das Gesetz auseinanderzusetzen“ (3).

Leider wird aus der Ausgewogenheit nichts, denn noch bevor sich die Autoren mit den „vorgebrachten Argumenten für und gegen das Gesetz“ auseinandersetzen, haben sie schon festgestellt, dass das NetzDG eine Reaktion auf die „Enttäuschung in [der] Gesellschaft … über die fehlende Gesetzestreue der Anbieter sozialer Netzwerke“ zurückzuführen sei, dass diese Anbieter hinter ihrer Selbstverpflichtung zur Beseitigung „strafbarer Inhalte“ zurückgeblieben sind, dass das NetzDG daher notwendig geworden ist, um „endlich eine Durchsetzung geltenden Rechts erzwingen zu können“ und „einer Verrohung der Debattenkultur entgegenzuwirken“ und ihrer „gesellschaftlichen Verantwortung“ gerecht zu werden. Derartiger sozialistischer Müll zeigt, wessen Geistes Kind die vom BMBF finanzierten Mitglieder des forum <privatheit> sind.

Nicht genug damit.

Wenn 12 Autoren über ein Gesetz schon Lob hudeln noch bevor sie damit begonnen haben, die Argumente für und gegen das Gesetz zu betrachten, dann muss man eigentlich nicht weiterlesen, schon deshalb nicht, weil dieselben Autoren ohne jeden Beleg eine wirre Behauptung an die nächste reihen „die Gesellschaft“ sei enttäuscht gewesen, die Betreiber seien ihren Pflichten „nur unzureichend nachgekommen“. Derartige Tatsachenaussagen erfordern eine Beleg, ein empirisches Datum, das sie stützt, jedenfalls dann, wenn man sich fair und ausgewogen mit Argumenten für und gegen ein Gesetz auseinandersetzen will. Die Autoren geben natürlich kein solches Datum an.

Wir haben trotzdem weitergelesen und können gleich vorab feststellen, dass die 12 Autoren jedes Niveau wissenschaftlicher Lauterkeit und jedes Niveau, das man an eine Evaluation anlegen muss, unterbieten. Wenn man sich dafür interessiert, ob ein Gesetz den Zweck erfüllt, aufgrund dessen es verabschiedet wurde, dann muss man sich in die Realität begeben, dann muss man Daten sammeln: Wie viel wurde nach dem Inkrafttreten des NetzDG gelöscht? Wie oft wurde etwas gelöscht, das kein strafbarer Inhalt war, denn gelöscht werden müssen nur strafbare Inhalte? Wie viele Anzeigen angeblich strafbarer Inhalte erhalten die Betreiber von Facebook und Twitter, wie viele davon sind unsinnig und offensichtlicher Missbrauch? Die 12 vom BMBF finanzierten Mitglieder des „forum <privatheit>“ interessieren sich nicht für die Realität, denn in der Realität könnte herauskommen, dass die Argumente, die gegen das NetzDG vorgebracht werden, zutreffen oder auch nur manche von ihnen. Und das wollen die 12 Autoren offensichtlich verhindern, anders kann man das, was sie auf den nächsten Seiten ihres Pamphlets verbreiten, nicht erklären.

So würde gegen das NetzDG ins Feld geführt, dass es dazu führe, dass die Betreiber sozialer Netzwerke lieber einen Beitrag zu viel löschten, als dass sie Gefahr liefen, Bußgeld in Höhe von 5 bis 50 Millionen Euro bezahlen zu müssen. Das, so die 12 Autoren des vom BMBF finanzierten Forums, sei nicht so, denn ein Bußgeld werde nicht dann fällig, wenn ein Betreiber einen einzelnen Beitrag, der gegen ein Strafgesetz verstößt, nicht lösche, sondern dann, wenn er kein „funktionierendes Beschwerdemanagement“ einrichte. Das ist eine typische Rabulistik, die man nur bei den Juristen findet, die sich zum Handlanger dessen machen, den sie als Gesetzgeber anbeten.

Was ist ein „funktionierendes Beschwerdemanagement“? Ein funktionierendes Beschwerdemanagement liegt vor, wie man § 3 NetzDG entnehmen kann, wenn „offensichtlich rechtswidrige“ Inhalte innerhalb von 24 Stunden und „rechtswidrige“ Inhalte innerhalb von 7 Tagen gelöscht werden. Und nur „bei systematischen Mängeln“, an diesem Beschwerdemanagement, so die Autoren, werde ein Bußgeld fällig. Was sind nun systematische Mängel? Wenn ein rechtswidriger Inhalt ungelöscht bleibt, zwei, drei, fünf oder ein „offensichtlich rechtswidriger Inhalt“ erst nach zwei Tagen oder nach drei Tagen gelöscht wird? Oder wenn dies mehrfach vorkommt?

Wenn man Texte liest, die manche Juristen erstellen, dann kommt man über kurz oder lang zu der Frage: Haben die sich selbst um ihren Verstand geschrieben oder versuchen sie, ihre Leser um den Verstand zu bringen? Welche Antwort auch richtig sein mag, an der Logik des Löschens für die Betreiber von sozialen Netzwerken ändert sich natürlich nichts dadurch, dass man „Einzelfall“ durch „systematische Mängel“ ersetzt. Um nicht zu riskieren, dass man ihm unterstellt, er würde systematisch zu wenig löschen, wird ein Betreiber lieber mehr löschen, nicht weniger.

Wir halten die Frage, ob sich die Autoren um den Verstand geschrieben haben, immer noch offen und kommen zum Punkt “Angriff auf die Meinungsfreiheit“. Das NetzDG sei kein Angriff auf die Meinungsfreiheit, so der Schluss, zu dem die Autoren kommen, wenig verwunderlich kommen, denn es „erleichtert lediglich die Durchsetzung der Verfolgung von Inhalten, die nach dem Strafgesetz verboten sind und auch vor Inkrafttreten des NetzDG bereits strafbar waren“. Wozu man ein neues Gesetz braucht, um ein altes Gesetz durchzusetzen, ist vermutlich eine Frage, die nur manche Juristen beantworten können, wenn sie sich lange genug im hermeneutischen Zirkel bewegt haben…

Allerdings scheinen die Autoren an dieser Stelle eine kurze Insel der Klarheit zu betreten, denn sie gestehen zu, dass das, was eine Beleidigung darstellt, oftmals nicht eindeutig zu entscheiden ist, ja selbst Richter würden oftmals in der Bewertung von Aussagen als Beleidigung unterschiedlicher Meinung sein. Das ist dumm. Denn von den Anbietern sozialer Netzwerke wird verlangt, dass sie innerhalb von 24 Stunden oder 7 Tagen das leisten, wozu manche Richter nach Studium, Staatsexamen und Berufspraxis nicht in der Lage sind, eine eindeutige Entscheidung zu treffen.

Wie kommt man aus diesem argumentativen Loch heraus. Die 12 vom forum <privatheit>, das, wie wir nicht oft genug wiederholen können, von einer interessierten Partei finanziert wird, machen es so:

„Nach Abwägung der beiden widerstreitenden Interessen wird man in einem zweifelhaften Fall eher dem Meinungsführer [damit ist der gemeint, der angeblich einen strafbewährten Kommentar abgesetzt hat] zumuten müssen, sich gegen eine ggf. unzulässige Beschränkung seiner Meinungsfreiheit vor Gericht zu wehren, als dem Betroffenen“.

So schnell wird ein Fundament demokratischer Rechtsordnung gekippt. Bislang galt: Ein Angeklagter ist so lange unschuldig, bis seine Schuld erwiesen ist. Nun gilt: unschuldig Verurteilte können ja vor Gericht ziehen und ihre Unschuld beweisen. Und die Kosten dafür, so die 12 furchtbaren Juristen, seien „dem Meinungsführer eher zuzumuten als dem Betroffenen“.

Wie gesagt, die Frage nach dem Verstand ist immer noch offen. Machen wir doch ein Fallbeispiel, Juristen mögen Fallbeispiele.

X und Y kommen sich online in die Wolle. Beide sind nicht zimperlich miteinander, aber nur X meldet einen Kommentar von Y, der eine Beleidigung darstellen könnte. X tut dies, weil er sich argumentativ gegen Y nicht durchsetzen kann und ihm auf diese Weise a) etwas heimzahlen will und b) seine argumentative Unterlegenheit durch Beseitigung des beweisenden Kommentars zum Verschwinden bringen will. Betreiber F löscht den Kommentar.

Und für die 12 vom BMBF Alimentierten ist damit die Welt in Ordnung.

Kommen wir zurück zur Frage des Verstandes. Ein weiteres Argument gegen das NetzDG, das die 12 beseitigen wollen, lautet: Die Betreiber von sozialen Netzwerken werden durch das NetzDG zu Staatsanwalt und Richter gemacht. In einem Rechtsstaat, soviel Erinnerungsleistung wollen wir für die 12 doch noch erbringen, gibt es einen Staatsanwalt, der prüft, ob eine Straftat vorliegen kann und der dann, wenn er meint, eine Straftat liege vor, in der Regel eine Anklageschrift verfasst, die er bei Gericht einreicht. Dort sitzt ein Richter, der die Anklage zulässt, wenn sie schlüssig ist oder auch nicht. Wenn er sie zulässt, wird sie dem Angeklagten zugestellt und ihm in manchen Fällen, wenn er mittellos ist, ein Verteidiger zugeordnet. Und dann wird sich vor Gericht gestritten, ob eine Straftat vorliegt und wenn eine Straftat vorliegt, wie sie zu ahnden ist.

Das ist der normale Gang der Dinge in einem Rechtsstaat. Das NetzDG sieht nun vor, dass kein Staatsanwalt und kein Richter eingeschaltet werden, sondern ein Betreiber oder eine Reihe von Pappnasen, die keinen besseren Job gefunden haben und deshalb den Tag vor dem Computer zubringen, um im Halbminutentakt zu entscheiden, ob ein Kommentar gelöscht werden muss oder nicht. Und auch damit haben die 12 kein Problem.

Im Gegenteil – sie schreiben:

„Durch das NetzDG kann diese Verpflichtung [Löschung strafbarer Inhalte] nun auch tatsächlich gegenüber großen Plattformbetreibern durchgesetzt werden. Das war dringend notwendig, weil die Betreiber ohne diese Androhung gegen strafbare Inhalte erfahrungsgemäß nicht angemessen vorgehen. Der Maßstab, was gelöscht werden muss, wird nicht von den Betreibern sozialer Netzwerke gesetzt, maßgeblich sind allein die deutschen Strafgesetze“.

Das schreiben dieselben 12 Autoren, die noch vor einer Seite wussten, dass selbst Richter bei der Anwendung der entsprechenden Strafgesetze zu unterschiedlichen Schlüssen gelangen. Damit ist für uns die Frage nach dem Verstand endgültig entschieden. Wir haben es hier mit einer Form des kollektiven sich-um-den-Verstand-Schreibens zu tun. Ob sie behandelbar ist oder in ihrer opportunistischen wes-Wein-ich-trink‘-des-Lied-ich-sing-Form vorliegt, sei einmal dahingestellt.

 

Und für alle, die es immer noch nicht verstehen wollen:

  • 185 StGB: Beleidigung

„Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Der Maßstab, was gelöscht werden muss, wird nicht von den Betreibern sozialer Netzwerke gesetzt, maßgeblich sind allein die deutschen Strafgesetze“.

Viel Spaß beim Anwenden dieses Maßstabs, beim fröhlichen interpretieren und beim Löschen im Halbminutentakt!

Das Eingangszitat stammt übrigens aus der Rede von Adolf Hitler, die er am 24. März 1933 gehalten hat, um das Ermächtigungsgesetz zu begründen. Letzteres war dringend notwendig, um die Gesetzgebung, die ja Aufgabe des Reichstags war, durchzusetzen, weil die Erfahrung der letzten fünf Jahre Reichstag gezeigt hatte, dass die Abgeordneten ihrer Selbstverpflichtung, Gesetze zu verabschieden, nicht angemessen nachkommen.

Ähnlichkeiten mit der Begründung der 12 vom BMBF Alimentierten, sind unseres Erachtens nicht zufällig.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Dann unterstützen Sie ScienceFiles!

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Nutella causes Hate Crimes and bad publicity for the University of Warwick

Two students of the University of Warwick make headlines in Germany.

Fanning the Flames of Hate” is the title of a self-acclaimed scientific paper published on the Social Science Research Network (SSRN). Usually SSRN is a portal known to scientists and a few journalists. The bulk of papers on SSRN fade into oblivion never to be seen or discussed again unless they find their way into a scientific journal.

The paper, published by Karsten Müller and Carlo Schwarz, two students, one a Phd candidate, one a Phd student of the University of Warwick, is different. It is being distributed within German networks that make their living from the fight against so-called hate crimes. Within these networks the gist of Müller and Schwarz’s paper is eagerly consumed. Among those in raptures about the paper are the Amadeu-Antonio-Stiftung, a German Quango on payroll of the German Ministry for Family, the Elderly, Women and Juveniles. The Amadeu-Antonio-Stiftung is headed by a former unofficial informer of the Stasi, the agency of the German Democratic Republic responsible for spying on its own citizens, relying mainly on unofficial informers to do so. The Amadeu-Antonio-Stiftung is also the provider of data used by Müller and Schwarz, data, well known even to German media for fabrication and unreliability.

What may entice two students of the economics with close to no expertise in explaining human behaviour, two students devoid of insights into more than one century of theoretical work in the social sciences to use unreliable data, provided by a Quango and to publish a paper that does not even meet rudimentary standards of scientific rigour as a detailed critique elsewhere on the German Science portal “sciencefiles.org” shows?

Maybe this is a desperate attempt to further their careers by jumping the bandwagon of politically correct pseudo science. Or they made themselves a paid or willing accomplice to a German Quango, whose funding has become rather doubtful, now that the party “AfD”, the Alternative for Deutschland, is elected to the Bundestag.

Both alternatives are inacceptable to scientists.

Müller and Schwarz claim to have shown that comments on the Facebook-site of the AfD cause local hate crimes. This is a whopper of a result. There is no way to find a theoretical link between one man making a comment on Facebook and another smudging a wall of a refugee asylum with Nazi-Insignia. As is well known to scientists, you can correlate almost any nonsense and get a sizable association. Tyler Vigen has developed a certain virtuosity in producing “spurious correlations”. Just as dubious is the correlation between comments on refugees on Nutella’s Facebook site and local hate crimes which the authors found as well in their strange data. Beware of Nutella-Eaters, they come and get you! This result, while it shows the sub-standard junk science Müller and Schwarz produced, is not mentioned by the authors in their “results” section. One has not to ask the question why.

Two Phd students from the University of Warwick pose as “researchers from the University of Warwick” in German media. They use data that are widely known for its unreliability. They provide results that can be used by the originator of these unreliable data, the Amadeu-Antonio-Stiftung, to agitate against a party (the AfD) that has 94 seats in the democratically elected German Bundestag, a party that threatens the very existence of the Amadeu-Antonio-Stiftung by questioning their funding from taxpayers’ money.

It is even more surprising that a scientific institution like the University of Warwick is an onlooker in this junk science circus, obviously waiting for the show to end. End it will, however, the damage done to the reputation of the University of Warwick in Germany and elsewhere will certainly be considerable.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Hasskriminalität und AfD auf Facebook: Blühende Phantasterei

Oder:
Von der Beschränkung des Denkens – Assoziation mit AAS-Daten zerstört das Denkvermögen

Wenn Ökonomen, die sich als PhD Candidate bzw. PhD Student, also als weiter oder weniger weit fortgeschrittene Doktoranden, an der University of Warwickshire verdingen und dabei vor allem mit Banken und Finanzkrisen und latenten Variablen in STATA beschäftigt sind, plötzlich ihr Interesse für mehr soziologische Themen entdecken, dann stehen denen, die Soziologie noch gelernt haben, regelmäßig die Schweißperlen auf der Stirn.

Karsten Müller und Carlo Schwarz, die in Coventry an der dortigen University of Warwickshire versuchen, den Titel eines Doktors der Ökonomie zu erwerben, gehören zu den Schustern, die ihre Leisten verlassen, um in fremden Gefilden zu wildern und auf Züge aufzuspringen, von denen sie denken, sie hätten die Station Erfolg zum Ziel.

Die meisten Ökonomen zeichnen sich dann, wenn sie soziologische Themen entdecken, nicht unbedingt durch Kreativität und Witz aus, vielmehr verursachen ihre Versuche, menschliches Handeln außerhalb ihrer Expertise des Geldverkehrs zu erklären, zumeist einen Zustand zwischen Erschrecken und Belustigung bei denen, die es besser wissen.

Bei uns zum Beispiel.

Wir und nicht nur wir wissen, dass soziologische Erklärungen und nicht nur soziologische Erklärungen, sondern alle Erklärungen, die den Anspruch erheben, eine gewisse Relevanz zu besitzen, eine THEORIE benötigen. Eine Theorie, das sei Müller und Schwarz erklärend mit auf dem Weg gegeben, das ist eine Aussagenmenge, die aus allgemeinen Sätzen besteht, die sich wiederum dadurch auszeichnet, dass man aus ihr und unter Zuhilfenahme von Randbedingungen konkrete Sätze über die Realität ableiten kann. Diese Sätze, Karl Popper hat von Basissätzen gesprochen, können an der Realität geprüft werden und, sofern sie der Prüfung nicht standhalten, dazu führen, dass man seine Theorie revidieren muss.

Diesen Prozess nennt man auch eine unabhängige Prüfung.

Soviel zur Nachhilfe.

Nun zum Werk von Müller und Schwarz, das den Titel trägt: „Fanning the Flames of Hate: Social Media and Hate Crime“. Bereits der Titel enthält eine Vielzahl von Annahmen, die man theoretisch ableiten müsste: Wie soll ein Satz, der z.B. in Facebook geschrieben wurde, dazu führen, dass in Bützow ein Hakenkreuz an eine Flüchtlingsunterkunft geschmiert wird? Wie – allgemeiner gesprochen – hat man sich die Verbindung zwischen einer virtuelle Äußerung und einer ganz konkreten Handlung vorzustellen? Wie kann man – ganz technisch gesprochen – sicherstellen, dass die Hasskriminalität, die man in seinem Datensatz erfasst zu haben glaubt, von Personen ausgeführt wurde, die zuvor auf Facebook gelesen haben? Wie kann man überhaupt argumentieren, dass das, was wenige auf Facebook austauschen, für noch weniger in einer Kommune handlungsrelevant ist?

Diese Fragen sind nicht trivial. Es sind vielmehr die Knackpunkte, die eine ernsthafte Forschung von Junk Science unterscheiden. Und es sind Fragen, die man kaum bis gar nicht wissenschaftlich beantworten kann, denn die Idee, dass etwas was in einer virtuellen Welt stattfindet, zu konkreten Handlungen vor Ort führen soll, kann man nur haben, wenn man an nicht messbare Entitäten glaubt, eine Verschwörungstheorie der Kultur hat, die eine Art unsichtbaren psychologischen Spannungsbogen von denen, die auf Facebook kommentieren zu denen, die vor Ort handeln, herstellt. Derartige Theorien hätten vermutlich Sigmund Freud begeistert, aber Freud war leicht von allem zu begeistern, das nicht messbar ist, das man sich einbilden muss. Deshalb ist Psychoanalyse nie über den Status einer Phantasie herausgekommen, einem Dach, das Gläubige an die Psychoanalyse unter sich vereint.

Und dann gibt es noch die Welt. Und in dieser Welt gibt es die Wissenschaft. Die Wissenschaft hat nichts mit bloßer Phantasterei oder persönlichen Assoziationsketten zu tun. Sie hat konkrete Gegenstände und ihr Anfang und Ende ist die Theoriebildung. Theorie findet sich bei Müller und Schwarz nicht. Deshalb ist ihr Werk auch keine Wissenschaft, sondern Junk.

Es ist auch deshalb Junk, weil es auf einer Vielzahl von ideologischen Annahmen beruht, die zwar viel über die Autoren, aber wenig über ihren Forschungsgegenstand aussagen. Beginnen wir damit, dass sie der Ansicht sind, die Posts, die auf der Facebookseite der AfD das Wort „Flüchtling“ enthalten, stünden in einem Zusammenhang mit Kriminalität gegen Flüchtlinge. Diese Ansicht führt sie dazu, die Kommentatoren auf der AfD-Facebookseite regional zu unterscheiden und 4466 deutschen Kommunen zuzuordnen. Für diese Kommunen haben die Autoren zudem Angaben über Kriminalität gegen Flüchtlinge, Daten der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS-Stiftung), die wegen ihrer Unzuverlässigkeit bekannt sind, so bekannt, dass sie ein Wissenschaftler nicht einmal mit Handschuhen anfassen würde.

Man muss sich also nicht nur fragen, was Ökonomen dazu veranlasst, ihre Welt von STATA und Banken zu verlassen, man muss sich auch fragen, was sie dazu veranlasst, ausgerechnet die Daten der Amadeu-Antonio-Stiftung zu verwenden. Uns fallen dazu nur Antworten ein, die eine Verbindung von Interessen, Nutzen und Finanzierung herstellen.

Doch zurück zu den Daten, die die Autoren auf Ebene von 4466 deutschen Kommunen haben. In den meisten der 4466 Kommunen wird es keine Kriminalität gegen Flüchtlinge gegeben haben. Nicht einmal in den Daten der AAS-Stiftung, die im Vergleich zur Polizeilichen Kriminalstatistik deutlich nach oben abweichen, wird dies der Fall sein. Ein Blick in Tabelle 1, die aus Gründen der Lesbarkeit, wie die Autoren im Kleingedruckten behaupten, mit 1.000.000 multiplizierte Werte darstellt, bestätigt diese Vermutung. Die Anzahl der Kriminalität gegen Flüchtlingseinrichtungen variiert in den Kommunen zwischen NULL und 3, der Mittelwert liegt bei 0,004 Straftaten gegen Flüchtlingseinrichtungen oder Flüchtlinge, was immer die Daten der AAS-Stiftung auch erheben mögen, und man fragt sich an dieser Stelle, ob die Autoren ihre Analyse eigentlich ernst meinen, denn die Anzahl der leeren Felder, also der Kommunen, in denen es keine Kriminalität gegen Flüchtlingsunterkünfte gegeben hat, dürfte die Möglichkeit sinnvoller Ergebnisse weitgehend zunichte machen, selbst in STATA.

Dessen ungeachtet finden die Autoren natürlich einen Zusammenhang, der zeigt, dass die Häufigkeit, mit der der Begriff „Flüchtling“ auf der Facebookseite der AfD auftaucht, einen positiven Zusammenhang mit Kriminalität gegen Flüchtlinge oder Flüchtlingsunterkünfte aufzeigt. Dieser Zusammenhang findet sich übrigens auch für die Häufigkeit, mit der der Begriff „Flüchtling“ auf der Facebookseite von Nutella auftaucht (Tabelle 5), was den Schluss nahelegt, den die Autoren natürlich nicht ziehen, weil sie zu feige sind oder ihren eigenen Daten nur dann trauen, wenn sie ihnen ideologisch passen, dass braune Schokoladencreme auf Brot oder Brötchen geschmiert zu Übergriffen gegen Flüchtlinge oder Flüchtlingsheime führt.

Damit ist eigentlich alles gesagt zu dieser unsäglichen und anbiedernden Studie, mit der eine neue Form der Junk Science, die sliming science, wie man sie nennen könnte, begründet ist.

Aber dabei wollen wir es nicht bewenden lassen, denn einige Verstöße gegen die wissenschaftliche Lauterkeit kann man gerade bei angehenden Doktoren nicht im Raum stehen lassen.

Die Autoren behaupten, sie würden Aussagen, Kommentare usw. sammeln, die sich GEGEN Flüchtlinge richten (Seite 8). Tatsächlich arbeiten sie grundsätzlich, wie das Kleingedruckte z.B. zu den Tabellen 5 oder 6 verrät, mit allen Aussagen zu Flüchtlingen, ob sie nun positiv oder negativ oder neutral sind. Wann immer in einem Kommentar oder Post, das Wort „Flüchtling“ vorkommt, wird der entsprechende Kommentar oder Post gezählt. Das ist auch kaum anders möglich, denn die Datenfuzzis, so haben wir früher diejenigen genannt, die viel rechnen, aber wenig Sinn vermitteln können, haben 176153 Posts und 290854 Kommentare von der AfD-Facebookseite gesammelt. Diese Anzahl ist einerseits gut, um Eindruck bei naiven Geistern zu schinden, andererseits ist sie schlicht nicht beherrschbar, denn man kann keine 290854 Kommentare daraufhin durchlesen, ob sie eine positive oder eine negative oder eine neutrale Aussage gegenüber Flüchtlingen enthalten. Allein die Vorstellung ist schon lächerlich. Fast so lächerlich wie die folgende Aussage, die die beiden Doktoranden einer bislang mehr oder weniger angesehenen Universität in den Midlands doch allen Ernstes machen:

“However, it is difficult to draw causal inference from these results. In particular, it remains unclear how much of the effect is driven by users on Facebook reacting to, rather than causing violence. While a careful reading of the posts suggests that almost none of the users comment on past attacks on refugees (neither positive nor negative), we cannot rule out that such incidents spark social media activity to some extent.”

Die beiden Herren behaupten hier also, sie hätten 290854 Kommentare nicht nur gelesen, sondern sorgfältig gelesen. Manche graben sich nicht nur ihr eigenes Grab, sie legen sich auch selbst hinein und warten, dass jemand des Weges kommt und das Loch zuschüttet.

Wo wir gerade so des Weges kommen: Es gibt natürlich keinerlei Möglichkeit auf Grundlage der Daten, die Müller und Schwarz haben, zu prüfen, ob eine Kausalität zwischen z.B. Hakenkreuzschmiererei und Kommentaren auf Facebook besteht oder ob die Kausalität nicht vielmehr umgekehrt ist. Es gibt überhaupt keine Möglichkeit, eine Kausalität festzustellen. Um überhaupt in die Nähe der Möglichkeit einer Kausalität zu kommen, benötigt man eine gut bewährte Theorie. Müller und Schwarz, die beiden deutschen Datenfuzzis aus Warwickshire haben nicht einmal einen Hauch von Theorie.

Was sie produziert haben ist eine Junk Studie, von der sie nur hoffen können, dass sie schnell in der Versenkung verschwindet und dem Vergessen anheim fällt, da ansonsten negative repercussions auf die Karriere der beiden zu erwarten sind.

Warum um aller Götter Willen, springt man als Nachwuchswissenschaftler auf den politisch-korrekten Zeitgeistzug und lässt sich darauf ein, Daten der AAS-Stiftung, die schon für sich ausreichen, um jede wissenschaftliche Forschung zu diskreditieren, zu benutzen?

Vielleicht wurden beide ja wenigsten gut für ihre Handlangerdienste bezahlt, wenngleich die Opportunitätskosten deutlich höher ausfallen werden als es die aktuelle Bezahlung, sofern es sie gegeben hat, je sein könnte.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Translate »
error: Content is protected !!