Es ist eine Verkaufspolitik, die der britische Retailer „Sainsbury’s“ gerade publik gemacht hat, in der Hoffnung, damit Brownie Points für die Hingabe zu erhalten, mit der das Unternehmen „nachhaltige“ Produkte im Sortiment führt und den CO2-Ausstoss reduziert.
Sainsbury’s, das ist eine Supermarktkette, die im Wesentlichen davon lebt, Mitgliedern der prekären Mittelschicht den Eindruck zu vermitteln, sie könnten ungestört von Arbeitern einkaufen und für dieses Einkaufserlebnis Premiumpreise verlangt.
Sie haben es vermutlich geahnt: Der Rassismus gegen braune Hennen und braune Eier, er basiert auf Klimawandel-Wahnsinn, darauf, dass ein von Sainstbury’s beauftragtes „Consulting Unternehmen“ zu dem Ergebnis gekommen ist, dass weiße Hennen eine bessere Effizienz in der Umsetzung aufgenommener Nahrung aufweisen, mehr Eier legen und im Vergleich zu den gelegten Eiern, weniger Nahrungseinsatz erforderlich machen als braune Hennen:
„We commissioned SAC Consulting (an independent leading consultant in carbon measurement) to conduct a Life Cycle Assessment (LCA) comparing the greenhouse gas emissions of white and brown eggs within our supply. The assessment demonstrated that, across the Sainsbury’s 2024 egg supply, white eggs have a 12.7% lower carbon footprint per kg of eggs than brown eggs, driven primarily by improved feed efficiency and a longer productive lifespan of white hens. The work was conducted to PAS 2050 standards, measuring carbon output from cradle to retail shelf, and included emissions from hatchery, rearing, laying, packing and transport. Data from Sainsburys’ egg supply chain was used, alongside scientifically recognised datasets, including Agrecalc and Ecoinvent 3.9.1 for benchmarking purposes when appropriate.“
Wir haben schon lange den Bereich der Normalität verlassen und bewegen uns, was „Klimawandel“ angeht, im Bereich von corporate hysteria und vor allem in einem Bereich, in dem die Verachtung auf alles, was lebt, in eine Höhe getrieben wird, die man nur schwer ertragen kann.
Nun sind britische Konsumenten braune Eier gewohnt, nicht weiße. Weiße Eier sind in den meisten Supermärkten deutlich in der Minderzahl und deshalb muss Sainsbury’s das eigene „Virtue signalling“, das Wedeln mit der eigenen „Klimatugend“ dadurch moderieren, dass betont wird, weiße Eier seien genau so delikat wie braune, genau so nahrhaft. Der einzige Unterschied zwischen weißen und braunen Eiern sei die Farbe der Schale. Aber WEISSE Hennen seien BRAUNEN Hennen überlegen: Sie seien freundlich und zurückhaltend, pickten nicht an Federn, benötigten weniger Futter, um dieselbe Anzahl an Eiern zu legen, wie braune Hennen und reduzierten dadurch den Co2-Ausstoss.
„These hens are known for their gentle, more docile nature, which helps support better health and welfare outcomes by reducing behaviours such as feather pecking. They also tend to have a longer laying life and require less feed for the same egg output, contributing to over 12% reduction in carbon emissions compared to brown hens.“
Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber ich nehme erheblichen Anstoß an dieser sich immer weiter verbreitenden Manie den Wert eines Lebewesens nur noch auf Basis seiner Instrumentalisierbarkeit im Hinblick auf individuelle oder kollektive Ziele, d.h. in diesem Fall, Wahngebilde zu bestimmen. Was wäre wohl der Aufschrei, wenn man darauf hinweisen würde, dass die meisten technologischen Entdeckungen, die unsere heutige Zeit prägen, das Ergebnis der Arbeit und Genialität zumeist weißer Männer war, weshalb man dazu übergehen müsse, vor allem weiße Männer als Nachwuchs zu züchten …
Aber es geht um Hennen und die haben offenkundig den Status einer Sache, nicht den eines Lebewesens, eines Objekts, das man im Hinblick auf den Ressourceneinsatz und -output OPTIMIERT, wie es einem gerade in den Kram passt, um sich – in diesem Fall – als besonders besorgt über das Klima zu inszenieren – aber nicht über das Leben, wohlgemerkt.
Bringen wir das Ganze zunächst in Perspektive.
CO2-Äquivalent ist ein Maß, an dem sich zumeist Leute berauschen, die keine Ahnung haben, wie es berechnet wird. Letztlich ist es eine mehr oder minder grobe Umrechnung der Menge an Treibhausgas, die im Verlauf der Produktion eines Gutes angefallen ist. Wie viel Methan oder CO2 oder N2O wird im Verlauf der Produktion freigesetzt, welches „Erwärmungspotential“ hat diese Freisetzung, wobei das Wärmepotential auf CO2 standardisiert wird. Rechnungen wie diese werden durchgeführt, um denen, die keine Ahnung haben, die Illusion von Präzision und Information zu geben. Es ist letztlich ein gequirlter Humbug, der auf einer Unzahl von Annahmen basiert.
Aber, CO2-Äquivalent, das ist etwas, was Leute bei Sainsbury’s und Klimairre weltweit in orgiastische Zustände versetzen kann, vor allem, wenn sie mit einem Zettel konfrontiert werden, auf dem eine magische Zahl steht, um die man, wie auch immer sie errechnet worden ist, den CO2-Ausstoss reduzieren kann.
Dann sind diese Leute happy und gehen über Leichen.
Im vorliegenden Fall wird behauptet, weiße Hennen hätten einen um 12.7% geringeren Effekt auf das Klima als braune Hennen, berechnet als CO2-Äquivalent. Das ergibt sich im Wesentlichen daraus, dass weiße Hennen kleiner sind als braune Hennen, weshalb sie weniger Futter pro Ei benötigen. Sie leben länger, können entsprechend länger ausgenutzt und zum Eierlegen verdonnert werden. Sie machen weniger Mist und haben einen geringeren Bedarf an Land und Wasser (inklusive des Landes und des Wassers, das für die Futtermittelproduktion notwendig ist). Die Klima-optimierte Henne ist also weiß, frisst wenig und legt viel Eier. Ich finde diese Form der Effizienzrechnung ekelhaft …
Egal.
Legehennen, ob weiß oder braun, produzieren im Jahr rund 217 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent.
Weltweit werden pro Jahr 60 Billionen Tonnen CO2-Äquivalent produziert.
Der Anteil der Legehennen beträgt 0,4%
Die 12.7% Einsparung, die Sainsbury’s feiert, würden, wenn sie weltweit in einer Ausrottung brauner Hennen resultieren würden, den CO2-Ausstoss um 0,51% reduzieren. Alle Hennen dieser Erde wären somit für 0,349% des weltweiten CO2-Ausstosses, gerechnet als CO2-Äquivalent verantwortlich. Indes, Sainsbury’s ist ein im Wesentlichen auf das UK beschränkter Retailer, dessen Effekt weit unter den 0,51% Einsparung bleiben wird, so weit, dass er vermutlich nicht einmal messbar ist. Das ist, was virtue signalling ausmacht: Man geilt sich an etwas auf, das so gut wie keinen Effekt hat, aber dazu führt, dass Lebewesen leiden, braune Hennen in diesem Fall.
Die Berechnungen in diesem Beitrag, basieren auf Ausnutzforschung, wie der folgenden:
Die 12.7%, mit denen Sainsbury’s prahlt und für deren „Berechnung“ das Unternehmen extra ein Consulting Unternehmen bezahlt hat, das vermutlich für viel Geld einfach das Ergebnis von Mollenhorst und de Haas in eigene Worte gefasst hat, sie stammen aus dem zitierten Beitrag, ein Beitrag, der die Reduzierung von Lebewesen auf optimiertes Erfüllen der einzigen Funktion, die das Leben dieser Tiere zu rechtfertigen scheint, auf die Spitze treibt:
„Results from different independent Random Sample Tests also clearly shows the advantage of white laying hens compared to brown hens (…). Better persistency and better livability result directly in more eggs per hen housed, together with lower feed intake as a result of lower energy requirements for the bird’s maintenance (due to lower bodyweights). This results directly in better efficiency in white laying hens compared to brown laying hens. Average egg size is in general lower for birds producing white eggs compared to birds producing brown eggs, but when you look at the total egg mass produced per hen housed, the advantage of white laying hens becomes clearly visible.“ Quelle
Man kann weiße Hennen länger ausnutzen, sie legen mehr Eier, fressen weniger und sind pflegeleichter als braune Hennen. Sie sind effizienter! Und das einzige Lebensrecht, das eine Henne hat, ist Effizienz. Nicht-effiziente Hennen, für die zudem mehr CO2-Äquivalent errechnet werden kann, sind zu entfernen.
Die Idee hinter einem Genozid ist mittlerweile Teil dessen, was „Alltags-Kultur“ sein soll.
Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, ich finde die Welt, die Leute bewohnen, die Lebewesen im Hinblick auf ihre Effizienz beurteilen und ihr Lebensrecht davon abhängig machen, ob sie einen höheren Wert auf einer fiktiven Größe erreichen oder nicht, einfach nur noch zum Kotzen.
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Und was passiert, wenn ein indigener Weißer braungebrannt aus dem Urlaub zurückkommt ?
Muß er dann, je nach Bräunungsgradtaxierung, „CO2-Zoll“ zahlen oder sogar wegen eingeführter erhöhter „Vitamin-D-Hormon“-Werte Strafzoll entrichten ?
Möglicherweise wird ihm sogar wegen zu erwartender Arbeitsleistungseinbußen (s.o.) das Gehalt gekürzt, bis er wieder „weiß“ ist.
„Mann aus Alemannia“, Reinhard Mey https://www.youtube.com/watch?v=mntX7GZGNFU&list=RDmntX7GZGNFU&start_radio=1
„Verrückte muß man garnicht erst in Stimmung bringen: die sind’s ja schon“ -Peter Alexander in einem seiner Lieder.
„Aber es geht um Hennen und die haben offenkundig den Status einer Sache, nicht den eines Lebewesens, eines Objekts, …..“ Ja Tiere ,und Hühner sind Tiere, sind nun mal eine Sache zwar mit besonderem Schutz. Sie können nicht Träger von Rechten und Pflichten, wie ein Mensch, sein. Deswegen kann ein Huhn auch nicht erben oder bestraft werden, auch wenn sich das einige vielleicht wünschen wurden.
Als Kind beobachtete ich 1957 in einer Urlaubspension (Wehrden/Weser), wie der Besitzer seine Hühner „umerzog“, wenn sie ihre Eier bebrüteten, anstatt sie bei der Pensionsleitung abzuliefern: Er schnappte das betreffende Huhn und steckte es für einen Tag in einen verschmutzten dunklen Sack, den er unter die Stalldecke hängte. Ob das Huhn danach überhaupt noch Eier legte, weiß ich nicht.
Vielleicht wäre es besser gewesen, den Besitzer selbst in den Sack zu stecken und mit einem Knüppel draufzuhauen.
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Muß er dann, je nach Bräunungsgradtaxierung, „CO2-Zoll“ zahlen oder sogar wegen eingeführter erhöhter „Vitamin-D-Hormon“-Werte Strafzoll entrichten ?
Möglicherweise wird ihm sogar wegen zu erwartender Arbeitsleistungseinbußen (s.o.) das Gehalt gekürzt, bis er wieder „weiß“ ist.
„Mann aus Alemannia“, Reinhard Mey
https://www.youtube.com/watch?v=mntX7GZGNFU&list=RDmntX7GZGNFU&start_radio=1
„Verrückte muß man garnicht erst in Stimmung bringen: die sind’s ja schon“ -Peter Alexander in einem seiner Lieder.
„Aber es geht um Hennen und die haben offenkundig den Status einer Sache, nicht den eines Lebewesens, eines Objekts, …..“ Ja Tiere ,und Hühner sind Tiere, sind nun mal eine Sache zwar mit besonderem Schutz. Sie können nicht Träger von Rechten und Pflichten, wie ein Mensch, sein. Deswegen kann ein Huhn auch nicht erben oder bestraft werden, auch wenn sich das einige vielleicht wünschen wurden.
Aber sie bleiben Lebewesen und haben deshalb Respekt und eine entsprechende Behandlung verdient.
Hm, wenn die Hennen kleiner sind, sind dann nicht auch die Eier kleiner?! Der Vergleich muss auf das Eiergewicht gehen, nicht auf die Anzahl…
Als Kind beobachtete ich 1957 in einer Urlaubspension (Wehrden/Weser), wie der Besitzer seine Hühner „umerzog“, wenn sie ihre Eier bebrüteten, anstatt sie bei der Pensionsleitung abzuliefern: Er schnappte das betreffende Huhn und steckte es für einen Tag in einen verschmutzten dunklen Sack, den er unter die Stalldecke hängte. Ob das Huhn danach überhaupt noch Eier legte, weiß ich nicht.
Vielleicht wäre es besser gewesen, den Besitzer selbst in den Sack zu stecken und mit einem Knüppel draufzuhauen.