Es war gerade 9.35 Uhr British Summer Time, als Sir Keir Starmer die Konsequenzen daraus gezogen hat, dass er nicht nur die Unterstützung der meisten seiner Minister, sondern von mehr als 200 Abgeordneten der Labour-Fraktion im Unterhaus verloren hat, die über das Wochenende dem Sieger der By-Election in Makerfield, Andy Burnham, bis dahin Bürgermeister von Greater Manchester, Unterstützung in seinem Bemühen, Prime Minister des Vereinigten Königreichs zu werden und Sir Keir Starmer aus No. 10 Downing Street zu entfernen, garantiert haben.
Um 9.35 hat Starmer die folgenden Sätze gesprochen:
“I know the question being asked of us now is not who was best-placed to change the Labour Party to take us into power and to begin the vital work of improving lives for millions of people.
“Those questions have been answered. The question my party is asking now is whether I am best placed to lead us into the next general election.
“I have heard the answer of my parliamentary party loud and clear and I accept that answer with good grace.”
Zuvor hatte Starmer seine großartigen Leistungen zusammengefasst, so dass die Frage, warum dieser nach seiner Ansicht so erfolgreiche Mann nun von der Mehrheit seiner eigenen Fraktion in die Wüste geschickt wird, zwangsläufig am Ende seiner Einsicht steht, dass er nicht der Mann für die Zukunft von Labour und dem Vereinigten Königreich ist.
Wie auch immer, hier seine Resignation in vollständig:
Auf mich wirkt diese ganze Angelegenheit wie ein COUP.
Ein Mann ohne Mandat, Andy Burnham, wird von den britischen Shistream-Medien systematisch aufgebaut und mit der Aura eines Messias, eines Retters der Labour Party und des Landes versehen, von dem BIS HEUTE niemand weiß, wo er politisch eigentlich steht. Das Ganze riecht, nein stinkt nach einem orchestrierten Versuch, den Labour-Brand zu retten, nach dem fast-Meltdown quasi in einen bad-Bank-Starmer Teil und einen good-assets-Burnham Teil zu separieren und dieselbe Politik nun unter anderen Vorzeichen zu betreiben.
In Interviews wurde er mit Samthandschuhen angefasst.
Interviews, die die Gefahr mit sich gebracht hätten, ernsthafte Fragen zu umfassen, hat er bislang abgelehnt. Die politische Geschichte von Andy Burnham ist die eines politischen Chamäleons, ein Mann, der sein Fähnchen erst in den Wind von Tony Blair gehängt und diesen unterstützt hat (= Labours rechter Flügel), dann seine vermeintliche Loyalität auf Gordon Brown (= Labours linker Flügel) übertragen hat, um schließlich für Jeremy Corbyn (= so linker Flügel in Labour, dass er schon in Reihe mit Mitgliedern der KPCh steht) die Werbetrommel zu rühren.
One done, two to go.
Wie bei Starmer, so weiß man auch bei Burnham nicht, wofür er politisch steht.
Wie Starmer, so verspricht auch Burnham VOR seiner Inthronisierung das Blaue vom Himmel.
Wie Starmer, so ist auch Burnham mit einer Labour Fraktion, die in weiten Teilen aus linksextremen Spinnern besteht, konfrontiert und in seinem Handlungsradius eingeschränkt.
Im Gegensatz zu Starmer hat Burnham KEIN Mandat von Wählern. Er hat sich nicht als Kandidat für das Amt des Prime Minister zur Wahl gestellt. Seine „Popularität“ ist bislang ausschließlich artifiziell auf die entsprechende Berichterstattung in Shitstream-Medien wie BBC und ITV zurückzuführen.
Abgesehen davon habe nicht den Eindruck, dass Burnham ernsthaft und vor allem ehrlich ist.
We’ll see.
Bis September will Starmer den Schlüssel zu No. 10 übergeben haben.
Bis 9. Juli müssen diejenigen, die ihn beerben wollen, ihr Bewerbungsschreiben inklusive 81 Unterschriften amtierender MPs von Labour, auf den Weg gebracht haben.
Der heutige Tag wird zeigen, ob Wes Streeting, der vollmundig verkündet hat, Starmer herausfordern zu wollen, wenn er nicht von sich aus gehe, die Unterstützung von 81 MPs hat oder nicht und ob sich die Gerüchte, dass John Healey, ein Mann von Mitte/Rechts in Labour, also links der Mitte in Normalverteilung, ebenfalls 81 MPs hat, die ihn unterstützen, bewahrheiten.
Für’s erste sind wir Starmer los.
Aber aus welchen Gründen auch immer fällt mir dieser pfälzer Spruch ein: Es kommt selten etwas Besseres nach …
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The Duran hat den Coup von Anfang an begleitet. Deren Analyse zufolge bedrohte Starmers Unpopularität die Ukraine-Politik und den MIK. Also wird das Gesicht ausgetauscht, damit das Programm weiter laufen kann. Es geht darum, ein Zeitfenster für Neuwahlen zu schaffen, in denen Reform UK keine Mehrheit erringt. Danach hätte man 5 Jahre Ruhe und könnte weiter machen wie bisher.
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The Duran hat den Coup von Anfang an begleitet. Deren Analyse zufolge bedrohte Starmers Unpopularität die Ukraine-Politik und den MIK. Also wird das Gesicht ausgetauscht, damit das Programm weiter laufen kann. Es geht darum, ein Zeitfenster für Neuwahlen zu schaffen, in denen Reform UK keine Mehrheit erringt. Danach hätte man 5 Jahre Ruhe und könnte weiter machen wie bisher.
Hier ein Kommentar von dem österreichischen Kolumnisten Gerald Grosz: