In den letzten Jahren sind die Studien, die sich mit dem Risiko, an Demenz oder an Alzheimer zu erkranken, beschäftigen, in ihrer Zahl nahezu exponentiell gestiegen. Wenn wir wollten, wir könnten jeden Tag einen entsprechenden Beitrag veröffentlichen.
Das wäre, so steht zu befürchten, nicht wirklich der Hit unter den Lesern.
Ergo selektieren wir vor.
Veröffentlichen nur die Studien, die neue Erkenntnis einen neuen Weg, bereits Bekanntes zu belegen, umfassen und zudem gut gemacht sind, deren Ergebnisse man verbreiten kann, ohne sich fragen zu müssen, wie sie zustande gekommen sind und ob man sie replizieren könnte, wenn man das wollte.
Mit anderen Worten: Die Studien, die wir besprechen, die gehen bei uns durch eine „peer review“, sind auf Herz und Nieren geprüft und das, was wir als gut oder besser bezeichnen.
Eine solche Studie besprechen wir heute.
Sie zeigt im Wesentlichen, dass eine gesunde Ernährung das Risiko alter Menschen, an Alzheimer zu erkranken, reduziert.
Dass es zwischen Ernährung und Gesundheit einen Zusammenhang gibt, muss man, angesichts der vielen Fetten, die uns umgeben und dem, was früher als „Wohlstandskrankheit“ bezeichnet wurde, ein Begriff, der seltsamerweise aus den Medien verschwunden ist, wohl nicht diskutieren.
Auch darüber, dass es einen Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und weniger Entzündungen und einen zwischen weniger Entzündungen und weniger Risiko auf Demenz und Alzheimer gibt, muss man nicht diskutieren. Das ist gut belegt.
Indes, wie man sich nun ernähren soll, wenn man sein Risiko als alter Mensch die um sich herum zu vergessen, reduzieren will, das ist eine der Fragen, die gemeinhin mit Idealtypen beantwortet werden, mit Ernährungsempfehlungen, die der Ernährungsrealität, denen sich die meisten täglich auf ihrem Tisch gegenübersehen, nicht gerecht wird.
Insofern ist die folgende Studie zumindest ein sehr guter Anfang:
Eine Kooperation von Autoren aus Schweden, Slovenien und Spanien hat diesen Beitrag, dessen Ergebnisse die Autoren in knapp einem Jahr errechnet haben, möglich gemacht. Die eklatant hohe Rechenzeit ist den Ausgangsdaten geschuldet: Längsschnittdaten! 1.865 Schweden wurden über 15 Jahre ihres Lebens ab einem Alter von 60. Jahren verfolgt.
Die Schweden nehmen an der Swedisch National Study on Aging and Care in Kingsholmer (SNAC-K) teil und haben eingewilligt, alle drei Jahre auf Herz und Nieren geprüft und über ihre Gesundheit und u.a. ihre Essgewohnheiten befragt zu werden. Die 1.865 Teilnehmer im Alter von 60 Jahren aufwärts, 39,7% (740) davon sind männlich, 240 haben im Laufe der 15 Jahre Beobachtungszeitraum, Alzheimer entwickelt, wurden unter anderem über ihre Essgewohnheiten auf Basis eines Fragebogens, der 98 Nahrungsmittel umfasst, befragt, eine Befragung, die die Autoren in die Lage versetzt, die folgende Skala AHEI zu bilden, Alternative Healthy Eating Index, auf der man sieht, was die Autoren als „gesunde Ernährung“ ansehen.
Machen wir das Ganze etwas ausführlicher.
Eine gesunde Ernährung umfasst:
Fünf Portionen Gemüse pro Tag (je 240g);
Vier Portionen Obst pro Tag (je 240g);
90 Gramm Vollkorngetreide (75g für Frauen);
Mindetens eine Portion Nüsse (29g);
Omega 3 (ungesättigte Fettsäuren, PUFA, 25ml);
Alkohol (110 ml Wein oder 310 ml Bier);
Rotes oder verarbeitetes Fleisch (0 Gramm);
Zuckerhaltige Getränke (Softdrinks, 0 ml);
Transfett (in industriell verarbeiteten Backwaren, Pommes Frittes usw., so gut wie nicht);
Salz (wenige Gramm).
Das ist eine Vorgabe, an die sich kaum jemand hält.
Ich zum Beispiel esse deutlich mehr Salz als die Autoren empfehlen. Indes, die Skala ist eine Idealskala, die geschaffen wurde, wohlwissend, dass sich kaum jemand daran halten wird. Andere werden es nicht über sich bringen, auf Leichteile bei der Ernährung zu verzichten (:).
Wer sich an das hält, was wir gerade zusammengestellt haben, der erhält die höchsten Werte auf der Skala, die von 0 bis 110 geht. Alle anderen finden sich irgendwo dazwischen. Die Ergebnisse, die die Autoren präsentieren, sind somit kontinuierliche Ergebnisse, die zeigen, wie man sein Risiko, an Alzheimer zu erkranken, über die eigene Ernährung beeinflussen kann, optimieren kann, indem man sich den oben angegebenen Werten nähert. Es handelt sich dabei übrigens um Durchschnittswerte, was bedeutet, wenn Sie drei Bier in der Woche trinken, bleiben Sie im Rahmen des Optimalen.
Die AHEI-Skala ist Grundlage der folgenden Analyen, in denen das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, bewertet wird. Das Risiko, das die Autoren messen, ist keines, das per „Diagnose“ und „Fragebogen“ bestimmt wird. Es ist ein reales Risiko. Es basiert auf Werten für p-tau217, phosphoryliertes Tau Protein, das sich im Gehirn zu neurofibrillen Bündeln klumpt, um das für Alzheimer so markante Krankheitsbild zu produzieren. Neben p-tau217 bestimmen die Autoren noch NFL und GFAP,
NFL, Neurofilament Light Chain ist ein Protein aus Axonen von Nervenzellen, das sich immer dann im Blut nachweisen lässt, wenn es im Gehirn eine Entzündung gibt, also auch bei neurodegenerativen Krankheiten wie Multiple Sklerose oder bei einem Schlaganfall.
GFAP, Glial Filament Acidity Protein ist ein Biomarker für aktivierte Astrozyten (Glialzellen im Gehirn), einmal mehr ein Biomarker für eine vorhandene Entzündung im Gehirn.
Wenn man die drei Nachweise kombiniert, dann kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, es mit Alzheimer zu tun zu haben, zumal die Autoren Probanden, die E-APOR ε4 mit sich herumschleppen, aufwändig ausgeschlossen haben. E-APOE (Apolipoprotein E) ist für den Abbauf von Amyloiden Strukturen im Gehirn verantwortlich, die Feuerwehr, die Brände, die zu Alzheimer führen, bekämpft. Es kommt mit drei Haupt-Allelen [ε2, ε3 und ε4], und wer ε4 in seiner DNA aufweist, der hat eine genetische Prädisposition, Alzheimer zu entwickeln. Indem die Autoren die Probanden ausgeschlossen haben, die ein ε4 bei E-APOE aufweisen, zudem alle zum Beginn ihrer Analyse an Demenz oder Alzheimer Erkrankten, haben sie sichergestellt, dass ihre Ergebnisse artefaktfrei bleiben. Und die Ergebnisse, die in der folgenden Tabelle (mittlere Spalte) dargestellt sind, sie zeigen, dass eine gesunde Ernährung das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, reduziert, um zwischen 43% und 11%.
Die mit reDII überschriebene Spalte stellt das Risiko dar, das mit entzündungsfördernder Ernährung einhergeht. Für p-tau217, den Nachweis von Alzheimer, ergeben sich signifikante Ergebnisse, die zeigen, dass mit Ernährung, die ein geringeres Potential hat, Entzündungen auszulösen, ein geringeres Risiko erhöhter p-tau217-Werte einhergeht, die Gefahr von Alzheimer also reduziert ist.
Zwei Messungen, dasselbe Ergebnis, ein Grund mehr, den Ergebnissen zu trauen.
Man hat es, wie gemeinhin im Leben, also in der eigenen Hand, das Risiko einer Erkrankung an Alzheimer zu moderieren. Eine Veränderung der Gewohnheit auf der oben präsentierten Skala, hat zwischen 11% und 46% Risikoreduktion zur Folge. Die Art der Ernährung ist ein Schieber, den man justieren kann, je nachdem, welches Risiko man eingehen will.
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Ps: Nehls hat berichtet, dass jetzt eine Impfung gegen Alzheimer zugelassen wurde. Deren Nutzen ist immens für die Pharama Industrie, für die Gespritzten gibt’s einen bunten Strauß an Nebenwirkungen.
Niemals Vitamin D ohne Vitamin K2 (MK7 all-trans)! Sonst landet das Calzium in den Adern, dem Gehirn usw. Wird dann fälschlicherweise als Nebenwirkung von Vitamin D bezeichnet. Höherdosiertes Vitamin K2 macht Arterienverkalkung rückgängig.
Danke für die Anleitung, die eigentlich leicht zu befolgen ist, sofern man nicht ein Mensch der Gewohnheit ist oder der Körper ein bestimmtes Suchtpotenzial aufgebaut hat. Eine Bekannte sagte mir, sie könne nicht eher mit dem Schokolade-Essen aufhören, bis nichts mehr davon da wäre.
Bei mir ist das einfacher: Der Appetit sagt: ich mag nicht mehr.
Ein anderer berichtete, diesen Punkt zwar zu kennen, aber er hätte dann trotzdem weitergegessen und dann wäre das Sodbrennen gekommen. Sein Buder verstarb mit 43 Jahren und 200 kg Körpergewicht. Er ist nur etwas glimpflicher davongekommen, doch die Umsetzung seiner Erkenntnis ist ihm nicht gelungen.
Wer überzeugt wird wider Willen, bleibt seiner Meinung doch im Stillen. War es mit der „Impfung“ nicht ebenso ?
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Niemals Vitamin D ohne Vitamin K2 (MK7 all-trans)! Sonst landet das Calzium in den Adern, dem Gehirn usw. Wird dann fälschlicherweise als Nebenwirkung von Vitamin D bezeichnet. Höherdosiertes Vitamin K2 macht Arterienverkalkung rückgängig.
Danke für die Anleitung, die eigentlich leicht zu befolgen ist, sofern man nicht ein Mensch der Gewohnheit ist oder der Körper ein bestimmtes Suchtpotenzial aufgebaut hat. Eine Bekannte sagte mir, sie könne nicht eher mit dem Schokolade-Essen aufhören, bis nichts mehr davon da wäre.
Bei mir ist das einfacher: Der Appetit sagt: ich mag nicht mehr.
Ein anderer berichtete, diesen Punkt zwar zu kennen, aber er hätte dann trotzdem weitergegessen und dann wäre das Sodbrennen gekommen. Sein Buder verstarb mit 43 Jahren und 200 kg Körpergewicht. Er ist nur etwas glimpflicher davongekommen, doch die Umsetzung seiner Erkenntnis ist ihm nicht gelungen.
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