Es könnte ein Stück aus einem Schundroman der trivialen Art sein:
“Es ist der Abend des 6. Januar 2024. Ibrahima Barry, 26 Jahre alt, lebt in einer Geflüchtetenunterkunft in Mülheim, Nordrhein-Westfalen. An diesem Abend soll sich Barry in einer psychischen Ausnahmesituation befinden, in seinem Zimmer geschrien haben. Der Sicherheitsdienst der Unterkunft ruft die Polizei.
Einige Momente später endet das Leben von Barry. Was davor offenbar passiert ist, zeigt die Aufbereitung von Bodycam-Aufnahmen durch die Rechercheagentur Forensis, die MONITOR exklusiv vorliegen.
“Bodycams” der Polizei, die man ausgewertet und stabilisiert haben will, bei MONITOR, sollen angeblich zeigen, was zwischen Tod und Eintreffen der Polizei tatsächlich geschehen ist.
In Reihenfolge aus dem ARD-Beitrag:
Polizisten stürmen in das Zimmer von Barry und ringen ihn zu Boden;
Barry reißt sich los, wird getasert.
Die Aufnahmen von Bodycam 1 reißen ab.
Die Aufnahmen von Bodycam 2 zeigen ihn später “auf dem Bauch liegend, Hände und Füße hinter dem Rücken gefesselt”.
12 Minuten verbleibt angeblich er in dieser Position.
“Wenig später kollabiert Ibrahima Barry und wird mit Herz-Kreislauf-Stillstand ins Krankenhaus gebracht. Er stirbt noch in derselben Nacht. Die Obduktion ergibt später, dass Barry Kokain konsumiert hatte.”
Falls Sie sich fragen, warum die Polizei in das Zimmer von Ibrahim Barry gestürmt ist, dann hat die ARD-tagesschau eine Floskel, um sie ruhig zu stellen:
“An diesem Abend soll sich Barry in einer psychischen Ausnahmesituation befinden, in seinem Zimmer geschrien haben.”
Was ist eine “psychische Ausnahmesituation”?
Zunächst einmal ist es eine Floskel, die eingesetzt wird, um den Täter zum Opfer zu stilisieren. Der arme Mann war in einer “psychischen Krise”, d.h. nicht verantwortlich für das, was er getan hat. Und die Polizisten haben überreagiert. Das ist die Meldung, die die ARD-tagesschau verbreiten will, der Grund, auf dem man wohl hofft, einen deutschen George Floyd mit nachfolgender Protest-Bewegung (mit oder ohne in Schutt gelegte Innenstädte) schaffen und auslösen zu können. Warum sonst sollte man verheimlichen, was zwischen dem angeblichen Abbrechen von Bodycam 1 und dem plötzlichen Auftauchen von Bodycam 2 (oder lief die Bodycam die ganze Zeit und MONITOR verschweigt, was auf den Bildern zu sehen ist?), geschehen ist?
Beim WDR wusste man noch am 7. Januar 2024, was sich bei dem Polizeieinsatz, den MONITOR nun in seiner entstellten Form nutzt, um Stimmung zu machen, ereignet hat. Der Beitrag des WDR ist nicht mehr online, aber das WEB-Archive vergisst nicht:
“Als die Polizei eintraf, befand sich der Mann den Angaben zufolge in seinem Zimmer und griff die Beamten dort an. Im Verlauf des Geschehens, das sich in den Flur und Innenhof der Einrichtung verlagerte, setzten die Polizisten laut Mitteilung zweimal einen Taser gegen den Mann ein. Den Angaben zufolge sei keine Wirkung des Tasers erkennbar gewesen.
Die Einsatzkräfte hätten den 26-Jährigen, der sich weiterhin stark wehrte, schließlich überwältigt und vorläufig festgenommen. Dabei wurden zwei Beamte durch Bisse und eine Beamtin durch einen Tritt gegen den Kopf verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Für den Unterkunftsbewohner und die Einsatzkräfte seien mehrere Rettungswagen angefordert worden. Der Mann habe dann während seiner Behandlung im Rettungswagen das Bewusstsein verloren. Er wurde laut Polizei unter Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb.”
Was im Beitrag der ARD-tagesschau als “psychische Ausnahmesituation” verharmlost wird, hat sich für die Polizeibeamten vor Ort als zugekiffter Kokser, der sich mit aller Gewalt seiner Festnahme widersetzt, droht, Polizeibeamte umzubringen [in anderen Berichten enthalten], der um sich schlägt, tritt und beißt, dargestellt. Dass man mit einem solchen in seiner Raserei für die Gesundheit der Beamten gefährlichen Täter nicht zimperlich umgeht und Vorsorge trägt, nicht von ihm verletzt zu werden, dürfte allen klar sein, die sich jemals außerhalb ihrer Plüschzelle dem normalen Leben gestellt haben.
Indes, bei MONITOR verfolgt man andere Zwecke. Offenkundig soll eine Verurteilung der neun festnehmenden Beamten erreicht werden, die wegen “gefährlicher Körperverletzung im Amt” an sich schon ein Unding, derzeit vor der sechsten großen Strafkammer des Landgerichts Duisburg stehen. Das Potential an Bösartigkeit in den Redaktionsräumen von MONITOR sollte nicht unterschätzt werden.
Worum es MONITOR geht, das ist Phoebe Walton vorbehalten, zum Ausdruck zu bringen:
“Die Forensis-Expertin Phoebe Walton bewertet das Verhalten der Polizisten gegenüber MONITOR als „entmenschlichend“: „Sie behandeln ihn nicht wie jemanden, der Hilfe benötigt.““
Forsensis- Expertin Walton beschreibt sich selbst als “Designer”. Sie arbeite in “critical Design, Architektur, Kunst und Forschung”.
“I am a designer, working between Critical Design, Architecture, Art and Research. Using architectural tools, I interrogate urgent, systemic social and environmental issues, including those relating to technology, the Climate Crisis and the law. Through popular narratives, performance and film, my work seeks to widen public engagement with complex issues, to collectively and boldly imagine a more equitable present and future(s). Currently, I am a researcher at Forensis (sister company to Forensic Architecture), in Berlin. “
Nicht unbedingt das, was man sich unter einem Experten, der kompetent genug ist, das Verhalten von richtigen Polizeibeamten in einem Einsatz, bei dem sie es mit einem gewalttätigen, zugekoksten und rasenden Straftäter zu tun haben, zu beurteilen. Aber immerhin wissen wir seit Phoebe, dass Leute, die andere körperlich attackieren, Hilfe benötigen. Man kann die Welt, in der diese Leute vegetieren, nicht rekonstruieren.
Im Falle von Phoebe Walton, die die ARD-tagesschau ihren Lesern als “Experte” zur Beurteilung von Polizeieinsätzen auftischt, ist das auch nicht notwendig. Ein Blick, auf die persönliche Webpage von Walton reicht aus:
Wesentliche Teile, die für die Beurteilung der Polizeihandlung gegenüber von Ibrahim Barry notwendig sind, werden von der ARD-Tagesschau unterschlagen. Ein “Designer” und “Künstler” wird als forensischer Experte zur Beurteilung von Polizeieinsätzen ausgegeben. Der gesamte Beitrag aus dem Hause ARD verströmt den bösartigen Gestank von zielgerichteter Desinformation, die zum Aufwiegeln der so leicht aufwiegelbaren Nichtstuer von Links dient.
Ekelhaft.
Und wenn Ihnen das noch nicht reicht, sie nicht glauben, dass es den ARD-Schmutzfinken darum geht, ein Verfahren gegen Polizeibeamte zu beeinflussen und einen linksextremen Mob aufzuwiegeln, dann reicht ein Blick auf die Bebilderung des ARD-Beitrags und der darin enthaltenen Vorverurteilung, um jeden Zweifel zu beseitigen:
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“ Der gesamte Beitrag aus dem Hause ARD verströmt den bösartigen Gestank von zielgerichteter Desinformation, die zum Aufwiegeln der so leicht aufwiegelbaren Nichtstuer von Links dient…..“
Und dieser Beitrag der Volksverblödungsmaschine ARD ist sicher kein Einzelfall, genau wie die „Berichte“ des ZDF. Meinungsmache halt, Journalismus war früher mal. Warum wohl verzichte ich seit 2020 auf diese Qualitätsmedien ?
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“ Der gesamte Beitrag aus dem Hause ARD verströmt den bösartigen Gestank von zielgerichteter Desinformation, die zum Aufwiegeln der so leicht aufwiegelbaren Nichtstuer von Links dient…..“
Und dieser Beitrag der Volksverblödungsmaschine ARD ist sicher kein Einzelfall, genau wie die „Berichte“ des ZDF. Meinungsmache halt, Journalismus war früher mal. Warum wohl verzichte ich seit 2020 auf diese Qualitätsmedien ?