Steinmeier prügelt seine Frau? Wenn Sie doch nur schweigen würden

Heute ist der „internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ und an diesem Tag will auch Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident in spe, sein Schweigen brechen.

Worüber hat er nur so lange geschwiegen?
Hat er gewalttätige Impulse?
Prügelt er seine Frau, seinen Kinder, seinen Hund?

Worüber Steinmeier sein Schweigen brechen will, das wissen wir nicht, aber wir wissen, dass es langsam nicht mehr auszuhalten ist, mit diesem Ladenhüter, den uns das Propagandaministerium nun seit mehreren Jahrzehnten anpreisen will: die häusliche Gewalt, die Frauen als Opfer und Männer als Täter sieht. Es reicht jetzt wirklich. Zum einen, geht das, was in privaten Wohnungen passiert, das Propagandaministerium nichts an. Zum anderen sind Frauen nach allem, was man statistisch so weiß, häufiger Täter als Opfer häuslicher Gewalt. Und zum Letzten geht es uns, wie Dr. Murke, der den pompösen Fatzke Bur-Malottke und sein dünngeistiges Propaganda-Gewäsch nicht mehr ertragen kann. Wir wünschten, im Propagandaministerium würden sie schweigen, dauerhaft.

Aber sie schweigen nicht. Sie schreien ihre Propaganda in die Welt und versuchen, die Welt zu einem noch schlechteren Platz zu machen, als sie das sowieso schon ist.

Nutzen wir also den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, um die Realität gerade zu rücken und das Schweigen, das Gewalt gegen und gewaltsamen Tod von Männern umgibt, zu brechen:

Jährlich sterben rund 5,8 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer Verletzung, die ihnen gewaltsam zugefügt wurde. Und wie die Daten der Weltgesundheitsorganisation zeigen, sind die meisten der Getöteten männlich:

So beenden dreimal so viele Männer wie Frauen ihr Leben als Mordopfer, rund ein Drittel häufiger ist der Suizid als Todesursache bei Männern als bei Frauen, doppelt so viele Männer wie Frauen ertrinken, knapp doppelt so viele Männer wie Frauen sterben an den Folgen eines Sturzes, knapp dreimal so viele Männer wie Frauen sterben im Straßenverkehr. Die männlichen Opfer, die durch Kampfhandlungen wie die, die derzeit um Mosul (weitgehend vergessen von der deutschen Presse) stattfinden, sind in der Statistik nicht einmal berücksichtigt.

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Die WHO schätzt die gesellschaftlichen Kosten, die durch die genannten vorzeitigen Tode entstehen, auf weltweit rund 1000 Milliarden US-Dollar jährlich. Ob von häuslicher Gewalt relevante gesellschaftliche Kosten ausgehen, ist bislang unbekannt.

Aber es gibt einen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Einen internationalen Tag gegen Gewalt an Männern gibt es nicht.
Es gibt eben Unterschiede in der Wertigkeit von Menschen – vielleicht will Steinmeier ja dazu sein Schweigen brechen.

Fest steht nur, dass Steinmeier sein Schweigen darüber gebrochen hat, wie groß seine Unkenntnis der Fakten häuslicher Gewalt ist, die die empirische Forschung nun auch schon seit einigen Jahrzehnten zusammenträgt.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Häusliche Gewalt: Was das Propagandaministerium verschweigt

Derzeit läuft die Werbetrommel des Propagandaministeriums für das dort eingerichtete Hilfetelefon, das armen geprügelten Frauen telefonisch dabei helfen will, mit der häuslichen Gewalt, der sie telefonisch behaupten, ausgesetzt zu sein, umzugehen. Das Hilfetelefon und die derzeitige Propaganda dienen dazu, die öffentilche Wahrnehmung dahingehend zu manipulieren, dass das Stereotyp “Frauen sind Opfer”, “Männer sind Täter” in den Köpfen festgehämmert wird.

domestic-violenceStereotype sind kognitive Shortcuts, die Handlungsentscheidungen in bestimmten Situationen erleichtern. Entsprechend sind Stereotype aktiv an der Wahrnehmung einer Situation, z.B. durch Polizeibeamte beteiligt.

Wenn nun ein Propagandaministerium das Tam Tam der ewigen weiblichen Opfer männlicher Gewalttäter im Haushalt über die Volksempfänger in deutsche Haushalte trägt, dann kommt heraus, was ein Leser von ScienceFiles berichtet (siehe unten). Wenn mit dem “Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen” zudem ein gesetzlicher Rahmen geschaffen wird, der die Propaganda Stereotype legalisiert, dann hat dies zur Folge, dass Menschen zu Tätern werden, obwohl sie Opfer sind, und zwar deshalb, weil sie männlich sind. Auf diese Weise verschwinden Männer, die Opfer weiblicher Gewalt wurden, komplett aus der Statistik, weil es Männer als Opfer nicht gibt, sie deshalb, kommt es zu häuslicher Gewalt, die Täter sein müssen.

Die Frage, die am Ende des Textes unseres Lesers steht, sei jedem jungen Mann ans Herz gelegt, der sich fragt, ob er unter den derzeit herrschenden gesetzlichen Regelungen eine institutionalisierte Beziehung eingehen und die Freiheit einer eigenen Wohnung aufgeben soll.

Die Antwort ist klar.

Unser Leser Max schreibt:

“Statistik ist das Eine, wie man zu solchen Daten kommt, das Andere. Deshalb erlaube ich mir, kurz ein selbst erlebtes Beispiel zu erzählen. Wir sind drei Schulfreunde und haben abgemacht, einen Abend zusammen zu verbringen. Zu zweit wollten wir den Dritten bei sich zu Hause abholen. Er war mit einer Brasilianerin verheiratet, der es offensichtlich nicht passte, dass ihr Mann ohne sie losziehen wollte. Sie veranstaltete einen riesen Zirkus, Gekeife und Geschrei inklusive. Als Abschluss warf sie unserem Freund einen schweren Glasaschenbecher mitten ins Gesicht, was einen offenen Nasenbeinbruch zur Folge hatte. Kurz danach läutete es an der Tür, ein Nachbar hatte offensichtlich, alarmiert durch das Geschrei, die Polizei gerufen. Eine Frau und ein Mann. Die Frau führte die Ehefrau sofort in die Küche während der Mann unserem Freund, der wie ein Schwein blutete, bedeutete, im Wohnzimmer Platz zu nehmen. Ein Gespräch mit unserem Freund fand nicht statt. Kurze Zeit später erschien die Polizistin mit der Mitteilung, man nehme nun unseren Freund mit auf die Wache, er solle einige Effekten zusammenpacken, da er die Wohnung nachher für eine Zeit nicht mehr betreten dürfe. Wohlgemerkt, mit unserm Freund oder uns hatte bis dahin keiner der Polizisten auch nur ein Wort zur Sache gesprochen. Selbstverständlich wehrten wir uns gegen dieses skandalöse Vorgehen und mit einiger Mühe konnten wir die Polizisten davon überzeugen, dass nicht unser Freund der Aggressor war, sondern seine Frau. Sie waren nun, sichtlich ungern, bereit, eine Strafanzeige gegen sie aufzunehmen. Auf die Frage, ob sie nun die Frau mit auf die Wache nähmen, antwortete der Polizist sinngemäss, Südamerikanerinnen seien eben temperamentvoll, man kenne das ja. Ansonsten sei dies eine eherechtliche Auseinandersetung, da müsse mein Freund schon vor Gericht.

Wäre unser Freund mit seiner Frau alleine gewesen, da braucht es nicht viel Phantasie, hätte die Sache für ihn ein (noch) böseres Ende gehabt.

Die von uns eingereichten Dienstaufsichtsbeschwerden waren übrigens folgenlos.”

struwellpeter-paulinchenWas das Propagandaministerium mit seinen Kampagnen anrichtet, ist in der Erzählung von Max deutlich zu sehen. Das BMFSFJ ist daher ein Brunnenvergifter, der – passend zum letzten Post – gesellschaftliche Kooperation unmöglich macht. Junge Männer, die sich auf dieser Grundlage für institutionalisierten Beziehungen entscheiden, müssen daher als Hazardeure angesehen werden, die gerne mit der eigenen Zukunft spielen. Da die Menge der Männer wächst, die als Folge einer gescheiterten Beziehung die eigene Zukunft verloren haben, gibt es immer mehr Männer, die nicht mehr auf dem Beziehungsmarkt sind.

Und im BMFSFJ wundern sich die Propagandaspezialisten, dass die Kinder der Deutschen ausbleiben, dieselben Propagandaspezialisten, die Männer in eine Situation gebracht haben, in der sie jederzeit durch eine opportunistisch handelnde Frau ausgenutzt werden können, ohne dass ihnen ein Mittel zur Gegenwehr bleibt, wie man leicht erkennen kann, wenn man sich überlegt, was dem Freund von Max wohl wiederfahren wäre, wenn seine beiden Schulfreunde nicht als Zeugen gegenwärtig gewesen wären.

Hasskampagne aus dem BMFSFJ: Rassistisch-sexistische Boshaftigkeit

Man soll Montags nicht die Mailbox aufrufen. Man ärgert sich nur. Heute ärgern wir uns über die plumpe, dumme und vor allem tot langweilige Propaganda aus dem Bundesministerium für Propaganda und die Verbreitung selektiver Statistiken – man kann es auch den bewussten Versuch nennen, die Realität zu übertünchen oder in mehr Neudeutsch: als eine Hasskampagne bezeichnen, denn das ist, was die Ministerialen aus dem BMFSFJ derzeit machen: Sie erwecken einen falschen Anschein, machen eine Gruppe von Menschen zu mehrwertigen Menschen, die von unterwertigen Menschen veropfert wird. Sie vergiften das öffentliche Klima. Die Ministerialen betreiben ihre Kampagne auf Grundlage von Geschlecht, und deshalb ist ihre Kampagne eine Hasskampagne, die die jeweils Hälfte der Bevölkerung pauschal zu Tätern bzw. Opfern erklärt:

 „Gewalt gegen Frauen findet auch in Deutschland tagtäglich statt.“ „Auch“! Obwohl Deutschland ja so viel zivilisierter ist als dies z.B. die kleinen Schwarzen in Afrika sind, findet “auch” in Deutschland tagtäglich Gewalt gegen Frauen statt [Das ist die implizite Prämisse des BMFSFJ, wobei noch zu fragen wäre, auf welcher empirischen Grundlage die Pauschalbehauptung der Ministeriums-Propagandisten beruht]. Ein „Auch“, das die Ministerialen im BMFSFJ als die Rassisten auszeichnet, die sie nun einmal sind.

Die Gewalt findet gegen Frauen statt, auch in Deutschland und wenn Frauen die Opfer sind, dann müssen Männer die Täter sein. Entsprechend ist die Kampagne nicht nur rassistisch, sondern auch sexistisch, soll doch suggeriert werden, dass Frauen generell Opfer und Männer generell Täter seien.

domestic-violence“Jede vierte Frau ist in Deutschland von Partnerschaftsgewalt betroffen.” Und mindestens jeder vierte Mann, aber das ist dem BMFSFJ nicht einmal eine Bemerkung wert, geht es doch darum, Frauen als Opfer und Männer als Täter zu stilisieren, so wie das im Rahmen einer Hasskampagne nun einmal der Fall ist.

Hasskampagnen zeichnen sich zudem dadurch aus, dass die Realität verbogen und für die Hasszwecke selektiv, ausschnitthaft oder falsch dargestellt wird, so, wie das bei der BMFSFJ-Hasskampagne der Fall ist, wie ein Blick auf die realen Daten zeigt.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015; Opferstatistik:

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 213.576 Menschen Opfer einer Gewalttat, davon waren 70% (148.772) männlich. Seit 2000 liegt die Anzahl der Opfer von Gewalttaten jährlich bei mehr als 210.000 und variiert zwischen 210.684 im Jahr 2000 und 257.257 im Jahr 2007. Im Durchschnitt sind in den 16 Jahren 233.065 Opfer einer Gewalttat jährlich zu beklagen, davon sind im Durchschnitt 70,5% (164.517) männlich.

Nimmt man diese Zahl zur Grundlage, dann folgt daraus, dass bei rund 41,1 Millionen männlicher Bevölkerung in Deutschland jeder dritte Mann im Laufe seines Lebens zum Opfer eines Gewaltverbrechens wird, und zwar auf Grundlage der Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik, also von realen Daten, nicht auf Basis von erfundenen Daten, die mit Hilfe von Umfragen errechnet wurden, wie sie das BMFSFJ seiner Hasskampagne zu Grunde legt.

Wären wir wie das BMFSFJ von Hass geplagt und von Boshaftigkeit getrieben, dann würden wir daher formulieren: Gewalt gegen Männer findet auch in Deutschland tagtäglich statt. Mitmachen bei der Aktion schweigenbrechen des #hilfetelefon. Jeder 3. Mann wird im Laufe seines Lebens Opfer von Gewalt.

Aber das sind wir nicht. Deshalb begnügen wir uns damit, darauf hinzuweisen, dass die Kampagne des BMFSFJ aus Steuergeldern finanziert ist, Steuergelder, die von dem Teil der Bevölkerung in größerem Umfang erwirtschaftet werden, der hier stigmatisiert, diskriminiert und mit dem Hass aus dem BMFSFJ überzogen werden soll.

Und als Wissenschaftler ist es uns ein Bedürfnis darauf hinzweisen, dass man die Realität durch ministeriale und vor allem dumme Lügen nicht ändern kann, auch nicht dadurch, dass man sie nun schon seit Jahrzehnten wiederholt. Hat man als Bürger nicht das Recht zumindest intelligent belogen zu werden?

Rosenbrock ein Schläger? Eine kurze Anmerkung

Hinrich Rosenbrock ist den Lesern von ScienceFiles als derjenige bekannt, der bei Ilse Lenz eine Magisterarbeit über die Männerbewegung geschrieben hat, die nicht einmal rudimentärsten Ansprüchen an eine wissenschaftliche Arbeit gerecht wird. Er ist ihnen zudem bekannt, weil diese Magisterarbeit von der Heinrich-Böll-Stiftung mit Steuerzahler-Mitteln aufgekauft und als eigene vermeintliche Expertise ausgegeben wurde. Wir haben darüber ausführlich berichtet und das Werk von Rosenbrock als den unwissenschaftlichen Unsinn dargestellt, der es nun einmal ist.

Nun geht derselbe Hinrich Rosenbrock einmal mehr durch die Blogosphere und durch Foren. Dieses Mal nicht als der Lieblings-Schüler der Feministen, nein, dieses Mal als böser Mann.

RosenbrockArne Hoffmann hat darauf hingewiesen, Hadmut Danisch hat sich bereits ausführlich mit “der Schlammschlacht unter Feministen” beschäftigt. Entsprechend wollen wir es bei zwei Anmerkungen belassen, die bislang aus unserer Sicht zu kurz gekommen sind:

Auch für Rosenbrock gilt die Unschuldsvermutung

Ausgangspunkt der Anschuldigungen ist ein Blogpost des Autonomen FrauenLesbenreferats Marburg, in dem es wie folgt heißt (Fehler finden sich im Original):

“Vor über einem Jahr schilderte uns eine Frau*, dass ihr durch den Soziologen Hinrich Rosenbrock Gewalt angetan wurde. Sie hatten als Mitbewohner*innen für einige Wochen eine persönlich enge Beziehung zueinander. Die Gewalt äußerte sich sowohl physisch, in Form von Schlägen und Tritten, als auch psychisch, durch extrem sexistische bzw. misogyne Beleidigungen sowie absichtsvoll und gezielt verletzende verbale Angriffe auf ihre Person, auf ihre Weiblichkeit.”

Der Ladenhüter liegt also seit einem Jahr beim FrauenLesbenreferat, und dort hat man sich jetzt entschieden, Rosenbrock an den Pranger zu stellen. Warum ausgerechnet jetzt, und wieso ohne dem Angeschuldigten die Möglichkeit einer Stellungnahme zu geben? Dafür war immerhin ein ganzes Jahr lang Zeit.

Wir leben nach wie vor in einem Rechtsstaat, auch wenn manche Feministen wie Ilse Lenz, (ja, die Ilse Lenz von Rosenbrock) die die Unschuldsvermutung abschaffen will, es gerne anders hätten. Und deshalb ist Folgendes erstaunlich (Fehler sind im Original):

“Neben ihrer bei der Polizei erstatteten Anzeige liegen Zeug*innenaussagen, ärztliches Attest und Fotos vor, die ihre Angaben bestätigen. Und selbst wenn sie all dies nicht der Fall wäre: Sie hat noch ihre eigene Stimme. Doch offenbar wird Frauen*, die Opfer häuslicher Gewalt sind, in feministischen Zusammenhängen, nicht mehr geglaubt. Und das macht uns wütend, deshalb ist dies ein wütender Text!”

AutonmelesbenmarburgWenn dem so ist, wieso hat die Polizei dann innerhalb von einem Jahr nichts getan? Gibt es ein Ermittlungsverfahren, oder ist die angebliche Straftat schlicht eingestellt worden? Das Ganze macht mehr den Eindruck eines publicity stunts oder einer gezielten Verunglimpfung von Hinrich Rosenbrock. Obwohl wir keinerlei Sympathien für Rosenbrock haben und ihm Heike Diefenbach schon vor Jahren geraten hat, er solle sich vorsehen, mit wem er sich abgibt, so gilt doch: Bis zum Beweis des Gegenteils ist Rosenbrock als unschuldig anzusehen.

Denn: auch wenn man beim FrauenLesbenreferat scheinbar der Ansicht ist, allein, dass eine Frau etwas sagt, beweise die Wahrheit des Gesagten, dem ist nicht so: Es gibt Frauen die lügen. Ziemlich viele. Und deshalb bedarf es der Beweise, der unabhängigen Zeugenaussagen, die man als Beleg der Kampagne des FrauenLesbenreferats erwartet hätte, schon damit das Ganze nicht in den Ruch kommt, eine geplante Rufmordkampagne zu sein.

Auch Frauen haben Hände!

Überhaupt, was ist das für eine Mitbewohnerin, die nicht in der Lage ist, sich zu wehren?

Wer Rosenbrock jemals gesehen hat, der hat eh Schwierigkeiten, hinter dem Buben einen Schläger zu entdecken. Aber selbst wenn man sich Rosenbrock als Schläger denkt und sich eine entsprechende Interaktion vorstellt, dann ist es doch verwunderlich, dass das vermeintliche Opfer nicht in der Lage ist, sich zu wehren, z.B. die Hände, die es von Geburt aus mitbekommen hat, zu verwenden.

Also: Entweder die Mitbewohnerin hat sich gewehrt, wie ein normaler Mensch das tun würde, dann hat es mit dem ganzen Affärchen sein Bewenden. Oder die Mitbewohnerin hat sich nicht gewehrt, dann muss man sich tatsächlich fragen, ob das passive Erdulden von Rosenbrockscher Gewalt, so es sie überhaupt gegeben hat, auf eine Form masochistischer Veranlagung zurückzuführen ist.

Die freiwillige Adaption der Opferrolle, die Feministen so gerne propagieren, hat weder mit der normalen Welt noch mit normalem Verhalten von Säugetieren etwas zu tun. Letztere setzen sich zur Wehr, wenn ihnen Gefahr droht, der sie sich nicht entziehen können.

Dies führt zurück zur Frage, was das FrauenLesbenreferat Marburg jetzt, also ein Jahr nach dem angeblichen Vorfall, mit dieser Veröffentlichung bezweckt.

Nun, die Antwort ist offenkundig und findet sich in der immer selben Inszenierung der Opferrolle, die auf einem Weltbild basiert, das primitiver nicht sein könnte. Dem Weltbild nach gibt es Männer, die agieren und gewalttätig sind, und es gibt Frauen, die nicht agieren können und passiv sind. Und weil Männer agieren, müssen Sie einen Willen haben, der durch Intelligenz angeleitet wird. Und weil Frauen nicht agieren können, können sie keinen Willen haben, was die Frage nach der Intelligenz gleich mitbeantwortet. Dass sich Personen, die derartige Prämissen mit sich herumtragen, Feministen nennen, ist eine der Absurditäten, die die Moderne produziert hat.

Und so lesen sich die eben dargestellten Prämissen beim FrauenLesbenreferat (Fehler im Original):

Inquisition2“Wir müssen wachsam sein und uns gegenseitig wertschätzen! Feminismus muss wieder ein Synonym für Solidarität werden, sonst macht kein Kampf mehr Sinn. Hinrich Rosenbrock ist ein gewalttätiger Mann. Er ist gefährlich und darf der Welt nicht erzählen, was Feminismus bedeutet. Wir appellieren hier an alle Menschen und erst recht an Feminist*innen: Duldet keine Gewalt gegen Frauen* und zeigt euch endlich solidarisch mit den Betroffenen!”

Dazu können wir nur feststellen: Wir leben nicht mehr im Mittelalter und nicht mehr im Dritten Reich. Die Zeiten, in denen eine Behauptung ausgereicht hat, um den Adressaten der Behauptung in die Fänge inquisitorischer Folterer oder ins Konzentrationslager zu schicken, sind vorbei. Ein Grund dafür ist die Unschuldsvermutung, und die gilt auch für Rosenbrock. Und bei aller Häme angesichts des Feministen-Paulus, der zum Saulus degradiert wurde, sollte das nicht vergessen werden.

Krieg und häusliche Gewalt – Unsinn der Woche

Aus dem DIW, von dem wir lange nichts mehr berichtet haben, kommt eine neue Erkenntnis, die sprachlos macht: “Gewaltsame Konflikte erhöhen das Risiko häuslicher Gewalt“, so lautet die Überschrift eines Beitrags, für den Johannes Rieckmann verantwortlich ist. Und für diejenigen unter uns, für die der Zusammenhang nicht gleich ersichtlich ist, die nicht sofort wissen, dass Frauen zuhause und nicht Männer in Kampfhandlungen die Last gewaltsamer Konflikte tragen, hier die prätentiös monströse Einleitung, die Rieckmann seinem Beitrag verpasst in Kurzform.

Die Erfahrungen der Bürger, so schreibt er, prägen die “Überzeugungen, Einstellungen Normen, die gesamte Kultur einer Gesellschaft”. Erfahrungen werden also nicht etwa individuell verarbeitet, quasi da, wo sie anfallen, nein, sie schlagen direkt auf die kollektive Ebene durch.

Aber: Überzeugungen, Einstellungen, Normen, ja die gesamte Kultur einer Gesellschaft sind schwierig zu messen (ungeachtet der Legionen von Arbeiten, die genau das tun: Überzeugungen, Einstellungen, Normen und kulturelle Dimensionen messen), dessen ist sich Rieckmann ohne Angabe von Gründen sicher. Und deshalb misst er nicht Überzeugungen, Einstellungen, Normen, ja die gesamte Kultur einer Gesellschaft, sondern Verhaltensweisen. Denn Verhaltensweisen, so Rieckmann, lassen Rückschlüsse auf das zu, was man so schwierig messen kann, also Überzeugungen, Einstellungen, Normen und die ganze Kultur.

Und so zeigt Rieckmann, wie man sich innerhalb von zwei Absätzen widersprechen kann, indem er behauptet, etwas sei schwierig zu messen, weshalb er es nicht mißt, nur um dann zu sagen, dass er etwas andres mißt, um das, was man schwierig messen kann und deshalb nicht mißt doch zu messen. Wahnsinn hat Methode.

Verhaltensweisen sind für Rieckmann deshalb wichtig, weil er nur Verhaltensweisen im Datensatz hat, keine direkten, sondern nur berichtete, Zweitberichtete, durch Frauen in Kolumbien, zweitberichtete Verhaltensweisen von wem auch immer, der die berichtenden Frauen nach ihrem Bericht mit häuslicher Gewalt in welcher Form und in welchem Ausmaß auch immer, überzogen hat, was nichts daran geändert hat, dass die berichtenden Frauen zum Berichten in der Lage sind, trotz Kampfhandlungen.

scully facepalmHäusliche Gewalt, so Rieckmann, ist nun eine Verhaltensweise, die bestens geeignet sei, um zu messen, wie sich gesellschaftliche Wertsysteme ändern, wie Gesellschaften z.B. brutaler werden. Häusliche Gewalt, von der Frauen berichten, ist dazu viel besser geeignet als Kampfhandlungen, die in Intensität und mit zugehörigen Todesopfern berichtet werden, denn: häusliche Gewalt ist unabhängig von den Kampfhandlungen, so postuliert Rieckmann zu Beginn seines Textes, und häusliche Gewalt erlaubt Rückschlüsse auf Verhaltensänderungen, die für die Gesellschaft in der Rieckmannschen Plausibilitätsmelange wichtig sind. Warum sie das sind, warum Unabhängigkeit von Kampfhandlungen wichtig ist, dass sind Fragen, die Rieckmann nicht beantwortet.

Wozu auch? Die Antworten würden nur einen weiteren Widerspruch zu all den im Text schon vorhandenen Widersprüchen hinzufügen, denn die von Kampfhandlungen unabhängige häusliche Gewalt, die Rieckmann zu Beginn seines Textes postuliert, wird im Verlauf des Textes als von der Kampfhandlung beeinflusst dargestellt, was zeigt, dass sie gar nicht unabhängig von den Kampfhandlungen ist.

Was will uns der Autor also sagen? Nun, Rieckmann bringt Daten für die Jahre 2003 und 2004, die zeigen, wo, in welcher Intensität und mit welcher (Todes-)Folge sich kolumbianische Regierungstruppen entweder mit linken oder rechten Guerillakämpfern auseinander gesetzt haben, mit Daten aus den Jahren 2004 und 2005 in Zusammenhang, in denen “mehr als 41.000 Frauen” (also z.B. 99.999 oder 41.001 oder 9.587.123 Frauen) in Kolumbien zu ihrer Gesundheit befragt wurden. Dass diese Befragung einen internationalen Sponsor hatte, zeigt sich daran, dass auch Fragen zur häuslichen Gewalt, die natürlich nur Frauen betrifft, schon weil nur Frauen befragt wurden, im Gesundheitssurvey enthalten sind.

Das ist die primitivste Art, Daten zu manipulieren: Man fragt einfach nur die Personengruppe, für die man zeigen will, dass sie X sind oder haben oder X unterzogen werden. Das enthebt der Notwendigkeit, absolute Zahlen für eine Personengruppe mit den absoluten Zahlen für eine andere Personengruppe ins Verhältnis zu setzen. Solche Art Relationen machen nur Probleme, und am Ende zeigt sich, dass häusliche Gewalt eine Interaktion zwischen Partnern misst, die von beiden ausgeht und die entsprechend nicht genutzt werden kann, um einen Opferfonds für geprügelte Frauen zu schaffen und aus Steuergeldern zu bestücken.

Derart kritische Gedanken kommen Rieckmann natürlich nicht, denn wäre er kritisch, er hätte nicht das Thema gewählt, das er gewählt hat. Er korreliert munter drauflos und findet, dass mit der Nähe der Konflikthandlungen und deren Intensität, die Wahrscheinlichkeit häuslicher Gewalt steigt, also die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen von häuslicher Gewalt berichten (da viele Männer im Krieg sind oder mit den Kampfhandlungen beschäftigt sind, stellt sich die Frage, wer hier die häusliche Gewalt ausübt).

Da haben wir es also: Nicht die Kampfhandlungen sind für die Verrohung einer Gesellschaft, sofern es sie überhaupt gibt, verantwortlich. Nicht die Toten und Verletzten, die die Kampfhandlungen zurücklassen, sind das, was es als Konsequenz von Kampfhandlungen zu beklagen gibt, schon weil die Toten und Verletzten überwiegend männlich sind, wären sie es nicht, wir hätten es längst in einem aufgeregten Report der UN erfahren, nein, das alles ist unproblematisch oder zweitrangig oder schlicht irrelevant, denn die wichtige Meldung, die es aus Bürgerkriegen zu vermelden gibt, wenn es nach Herrn Rieckmann geht, die lautet:

war causalities“Häusliche Gewalt ist nicht nur ein unmittelbares Problem für die Opfer, sondern gefährdet langfristig auch die Sicherheit und den Zusammenhalt der Gesellschaft als Ganzes. Wenn häusliche Gewalt ein weitverbreitetes Phänomen ist, fehlen vielen Kindern, die als Zeugen oder Opfer betroffen sein können, Vorbilder friedlicher Konfliktlösung. Ihre Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, wird gestört. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kinder im späteren Leben selbst gewalttätig werden. Oft wird die Entwicklung ihrer Persönlichkeit gestört. Diese Defizite können unter ungünstigen Umständen in einem Zyklus der Gewalt an künftige Generationen weitergegeben werden. Auf lange Sicht hat dies auch negative gesamtwirtschaftliche Folgen – ein Problem, das letztlich alle Bürger einer Gesellschaft betrifft.”

Ja, ja, Sie haben sicher gedacht, das Problem an Kriegen sind die Opfer, die Toten, die Verstümmelten, die Überlebenden mit ihren Erfahrungen. Sie haben vermutlich gedacht, das Problem mit Kriegen besteht darin, dass Regierungen ihre Bevölkerung verrohen, damit sie sie zu guten Soldaten machen können, sie in den Krieg schicken können. Sie haben vermutlich gedacht, dass Kriege durch ihre Folgen dazu führen, dass Kinder, die im täglichen Leben mit Tot, Verstümmelung und psychologischen Folgen von Krieg konfrontiert sind, abstumpfen und nicht mehr wie normale Menschen funktionieren können. Ja, vielleicht haben Sie sogar gedacht, dass Kriege dazu führen, dass Menschen nicht abstumpfen, sondern ganz im Gegenteil sensibler für ihr Leben und ihre Umwelt werden und ein Interesse daran haben, das Morden zu beenden.

Vergessen Sie alles, was Sie von Kriegen zu wissen glauben. Das Problem an Kriegen sind nicht die Toten, die Verstümmelten, die Gebrochenen, das sind alles vorwiegend männliche Nebensächlichkeiten, die das Hauptproblem, die Katastrophe, das monumental Böse, das aus Kriegen folgt, verdecken, nämlich die häusliche Gewalt, die Kriegsveteranen, Verstümmelte und erfahrene Sodlaten zu Hause ausüben, um sich z.B. ein emotionales Ventil zu schaffen, denn diese häusliche Gewalt, von der die betroffenen Frauen berichten und von der nicht klar ist, welches Ausmaß sie angenommen hat, wer sie begonnen hat, ob sie einseitig oder interaktiv stattgefunden hat, diese häusliche Gewalt, die in der geistigen Einöde Rieckmannscher Phantasie das Bild der einer Göttin gleichen edlen Jungfrau, die vom miesen gewalttätigen Raubritter misshandelt wird, annimmt, diese häusliche Gewalt ist für alle negativen Folgen von Kriegen oder doch für die meisten negativen Folgen verantwortlich, das gilt es zu verstehen.

Und wenn wir das verstanden haben, dann ist es wichtig, beim nächsten Krieg häusliche Gewalt mit Todesstrafe zu bedrohen, um die Verrohung der Gesellschaft zu verhindern, wobei häusliche Gewalt nur dann häusliche Gewalt ist, wenn sie von Männern ausgeht.

Diese Erkenntnis verdanken wir Johannes Rieckmann.

Wer aufgrund dieser Erkenntnis den Impuls spürt, Johannes Rieckmann häuslicher Gewalt zu unterziehen, dem sei davon abgeraten, denn Rieckmann hat einen männlichen Vornamen, weshalb angenommen werden muss, dass er männlich ist und gegen Männer kann keine häusliche Gewalt ausüben werden und andere Formen der Gewalt gegen Männer sind belanglos, wie Rieckmann selbst zeigt.

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