Category: Sozialpaternalismus

Wissenschaftler-Missionare: Alkohol muss teurer werden

Die Moderne hat einen besonderen Menschentypus hervorgebracht: den Wissenschaftler-Missionar. Der Wissenschaftler-Missionar ist ein Mensch, der meint, er habe eine größere Einsicht als andere und deshalb müsse er diese größere Einsicht, zu der ihn sein Studium geführt hat, den ahnungslosen Anderen mitteilen, sie zum vom ihm gefundenen Heil eines besseren Lebens führen. Problematisch wird dieser gute

Der Souverän wurde entmündigt: Dressierte Bürger machen Männchen

In unserer Jugend gab es das Bonmot der „normativen Kraft des Faktischen“. Die Idee dahinter: Man stelle Bürger vor vollendete Tatsachen, wettere den Sturm der Entrüstung – oder sitze ihn aus, wie später Helmut Kohl – und dann hat man, was man wollte. Gewohnheit holt auch die intensivste Erregung irgendwann ein. Niemand kann sich fortwährend

Zu wenig Herz: Transplantationsmediziner leiden

Der Tag der Organspende wirft seine Schatten voraus. Kein Tag ohne Pressemeldung, in der beklagt wird, dass die Spendebereitschaft nicht groß genug sei, dass der „Mangel an Spenderherzen weiterhin alarmierend“ sei und so weiter. Wir befinden uns im Bereich der moralischen Erpressung. Die moralische Erpressung, sie beginnt damit, dass man eine leidende Gruppe konstruiert, die

Kaufnix-Tag: Noch ein Paternalismus

Als Deutscher hat man es nicht leicht. Immer gibt es einen, dem nicht passt, was man tut, einen, der sagt, wie es eigentlich und richtig geht. Zeigt man ziviles Engagement und geht zu Demonstrationen, z.B. in Dresden, ist es nicht recht, dann sind es die falschen Demonstrationen. Hört man auf zu rauchen, der eigenen Gesundheit zuliebe

Mehr schlechte Nachrichten: Hilfsprogramme helfen in erster Linie den Helfern

Wir sind auf den Geschmack gekommen, denn: keiner kann Mythen derart konsequent und vollständig zerstören wie Milton Friedman. Ergo lassen wir ihn im heutigen Post den “Robin-Hood-Mythos” zerstören. Was Friedman den Robin-Hood-Mythos nennt, fassen wir gewöhnlich unter dem Begriff der Gutmenschen, die sich anderer bedienen, um sich selbst ein Auskommen zu verschaffen. Als wäre dies nicht

Sozialpaternalismus: Herrschaft durch Entmündigung

Sozialpaternalismus ist eine Wortschöpfung, die ich gerade vorgenommen habe. Ja, und wo ich gerade dabei bin, den Begriff zu reklamieren, muss ich einräumen, dass ich zu schnell gewesen bin, mit meinem Innovations-Anspruch: Eine Suche in Google Scholar bringt für Deutschland immerhin 31 Einträge, eine Suche nach dem englischen Korrespondenten “social paternalism” erbingt immerhin 421 Einträge.
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