Drei-, vierjährige Rassisten und Sexisten: 1.225.137,24 Euro für „Frühprävention im Vorschulalter“

In den 1970er und 1980er Jahren, während unseres Studiums und auch noch danach, haben wir uns regelmäßig über die sozialistischen Intellektuellen amüsiert, die meinten, man könne eine Gesellschaft am Reißbrett planen, könne eine Bevölkerung zur idealen Bevölkerung erziehen. Sozialtechnologen oder Sozialklempner haben wir sie genannt.

Nicht einmal Nicolae Ceaușescu ist die Sozialklempnerei gelungen, und in dessen sozialistischem Paradies wurde bereits bei Kleinkindern mit staatlicher Indoktrination begonnen.

Je weiter die 2000er Jahre fortgeschritten sind, um so mehr ist uns das Lachen im Halse stecken geblieben. Wenn man an die Vernunft glaubt, dann ist die Tatsache unerträglich, dass es Unvernünftige, zurückhaltend ausgedrückt, also Spinner, korrekt, weil ohne Rücksicht auf politische Korrektheit ausgedrückt, in Positionen der Gesellschaft geschafft haben, die es ihnen erlauben, ihre sozialplanerischen Phantasien umzusetzen und ganze Generationen zum Opfer ihres irrigen Glaubens, man könne die Zukunft planen, zu machen.

Früher haben wir gedacht, die Kenntnis über die menschliche Natur ist soweit verbreitet, dass die emsigen Planer irgendwann inne halten und sich an das erinnern, was Menschen seit Jahrtausenden auszeichnet und bislang noch jeden Versuch, sie zu dirigieren, erledigt hat: Renitenz, Bockigkeit, Sturheit, die Idee, das Leben müsse mehr zu bieten haben als das, was sich Mausschubser aus öffentlichen Institutionen vorstellen können. Heute wissen wir, Dummheit stirbt nicht aus. Sie wird endemisch, wenn man ihr nicht heftig und schnell Einhalt gebietet.

Früher haben wir gedacht, die Idee, über die sich F. A. Hayek so erfolgreich lustig gemacht hat, und die er in seinem Buch „Der Weg in die Knechtschaft“ so grundlegend zerstört hat, man könne die Zukunft planen, können alles vorhersehen, was auf dem Weg, ein Planziel zu verwirklichen, intervenieren könne, sei so dumm, dass sich nicht mehr als eine Handvoll Anhänger für diesen Unsinn finden werden. Heute wissen wir auch hier: Dummheit ist vor allem unter denen, die dem Sozialismus in seinen verschiedenen Varianten huldigen, endemisch. Auch hier müssen wir feststellen, dass es versäumt wurde, schnell und heftig auf diejenigen zu reagieren, die uns noch in den 1990er Jahren mit ihrem sozialistischen Irrsinn amüsiert haben.

Es ist möglich, dass eine Gesellschaft an ihren Intellektuellen zu Grunde geht. Die Erklärung dafür ist einfach: Intelligenz und Intellektualismus haben nichts miteinander zu tun. Schon gar nicht in Deutschland [Und dies, obwohl Hans Albert in seinem Buch „Traktat über kritische Vernunft“ versucht hat, den Intellektualismus zu retten]. In Deutschland gilt derjenige als intellektuell, der wirre Ideen unverständlich verpackt und von sich behauptet, er habe Moral und Gutheit mit Löffeln gefressen. Deshalb müsse man ihm folgen.

Das reicht. Es reicht um Schulen zu gründen und eine Gefolgschaft von z.B. Kapitalismuskritikern von unkritischen Nachplapperern, die sich als „kritische Schule“ bezeichnen, zusammen zu bekommen.

Und es reicht, um den öffentlichen Diskurs so sehr in Unsinn zu ertränken, dass es nicht mehr möglich ist, einen vernünftigen Gedanken zu äußeren. Wenn die Irren erst die öffentliche Meinung regieren, dann ist es möglich, Männer generell zu Monstern zu erklären, alle, die sich kritisch über den Zustand der Gesellschaft äußern, zu Nazis zu stempeln und bereits in kleinen Kindern Rassisten zu erblicken. Um der Gefahr dreijähriger oder vierjähriger Rassisten oder Sexisten vorzubeugen, werden in dieser Gesellschaft der Wirren, Programme aufgelegt, die der “Antidiskriminierung und Frühprävention im Vorschulalter”, also der Verhinderung von dreijährigen oder vierjährigen Rassisten dienen. 1.225.137,24 Euro sind notwendig, um die Tendenzen zu Rassismus und Sexismus und Sonstismus, die für die Irren unter uns in kleinen Kindern bereits erkennbar sind, zu eliminieren.

Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD. Hier sind Projekte genannt, die kleine Kinder als Zielgruppe haben.

Das erscheint denen, die diese Programme auflegen, ebenso normal wie es denen normal erscheint, die sie anbieten und umsetzen wollen. Die Übergriffe auf kleine Kinder, sie sind Normalität und werden durch das höhere Gut, den Gott der Wirrnis, der in seiner Gestalt des Antirassisten angebetet wird, gerechtfertigt. Auch das ist normal. Es ist normal, dass man „mit Kindern in die Welt der Vielfalt“ zieht und die „Inklusion fördert“, während man „die Exklusion“ verhindert, im Kindergarten, mit drei- vier und fünfjährigen, die aufgrund der Infantilisierung der Gesellschaft heute in der Regel meilenweit hinter der Entwicklung Gleichaltriger vor 100 Jahren zurück sind.

Es ist normal, dass man kleine Kinder einem „systemisch-interkulturellen Präventionsansatz“ unterzieht, an dessen Namen sich seine Benutzer berauschen, von dem sie aber keine Ahnung haben, welche (Spät)Folgen, sofern er überhaupt irgendwelche Folgen hat, er im Leben der Kinder haben wird, die ihm unterzogen werden. Es ist normal „Antidiskriminierung und Frühprävention im Vorschulalter“ mit unverstandenen Anglizismen wie „Early Birds“ zu bezeichnen, um der Tatsache zu kaschieren, dass hier massiv, mit fragwürdigen Inhalten unbekannter Auswirkung in die Entwicklung von kleinen Kindern eingegriffen wird, und es ist normal, Konzepte, die nicht einmal in Unternehmen funktionieren auf Kindergärten zu übertragen, ganz so als könnte man von Dreijährigen oder Vierjährigen „Mitbestimmung in der Kita“ erwarten. Da klingt der Eingriff aus dem Pavillon der Hoffnung in Leipzig, der 152.170,84 Euro für „play together“ auf den Kopf haut, also genau für die Tätigkeit, von der man gedacht hätte, dass sie in Kindergärten im Mittelpunkt steht, fast schon unschuldig.

Der Wahnsinn ist so weit gediehen, dass die Übergriffe auf die Leben kleiner Menschen, wenn sie nur mit der Gutheit und den vermeintlich guten Intentionen der Übergreifenden gerechtfertigt werden können, für normal gehalten werden. Kleine Kinder werden Programmen unterzogen, die niemand jemals geprüft hat, für die es keinerlei Beleg ihrer Wirkung noch ihrer Wirksamkeit gibt, geschweige denn, dass sie jemals evaluiert worden wären und von denen niemand weiß, ob sie Schaden bei denen anrichten, die ihnen ausgesetzt werden. Bekannt ist lediglich, dass die Agierenden, diejenigen also, die hier sozialtechnische Experimente an Kindern mit offenem Ausgang vornehmen,  von sich der Ansicht sind, sie seinen gute Menschen, Kämpfer für eine gerechte und demokratische Gesellschaft.

Das ist das letzte Zeichen des Irrsinns, wenn diejenigen für normal gelten, die ohne mit der Wimper zu zucken und ohne auch nur den Hauch einer Idee davon zu haben, wie sich der Eingriff auf Andere auswirkt, in deren Leben eingreifen, weil sie angeblich wissen, was gut für diese Anderen ist, weil sie genau wissen, wie eine gute, gerechte und demokratische Gesellschaft zu sein hat, wenn in Regierungsprogrammen viel Geld dafür verschleudert wird, diese Schimäre der Gutheit zu schaffen, aufrecht zu erhalten und damit Kleinmensch- also Tierversuche zu ermöglichen.

Früher haben wir gedacht, eine Gesellschaft, die derart ineffizient ist, in der Übergriffe auf und Eingriffe in die Leben der Bürger eine staatliche Finanzierung erfahren, die sei nicht überlebensfähig.

Das denken wir auch heute noch.


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Christlich Sozialer Dummbabbler

– besonderer Unsinn verdient besondere sprachliche Würdigung.

Gerd Müller ist Entwicklungsminister. Seine Aufgabe besteht normalerweise darin, das Geld der deutschen Entwicklungshilfe sinnvoll anzulegen und sich in Ländern, in denen durch die Entwicklungshilfe Strukturen geschaffen werden können, die wiederum dem Handel und dem wirtschaftlichen Austausch zugute kommen, für die Aufnahme entsprechender Beziehungen einzusetzen.

Gerd Müller selbst, scheint seine Aufgabe darin zu sehen, Unsinn, nein Blödsinn zu erzählen. Er ist das, was man in der Pfalz einen „Dummbabbler“ nennt.

Gerd Müller im Originalton:

gerd_muller_2015“Wenn eine afrikanische Frau 100 Dollar verdient. Preisfrage: Wie viel bringt die nach Hause zur Familie? Die bringt 90 Dollar nach Hause. Wenn ein afrikanischer Mann 100 Dollar verdient, Preisfrage, … was bringt der nach Hause? 30 Dollar. Und Du weißt sicher, was er mit dem Rest macht (lacht): Nämlich Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich.”

Es ist eine besondere Form von Rassismus, die der christlich-soziale Dummbabbler, der Entwicklungsminister spielt, wohl, weil er Entwicklung, intellektuelle Entwicklung bitter nötig hat, an den Tag legt: Sexistischer Rassismus, der nicht nur hochnäsig auf die kleinen Braunen in Afrika, die ohne Beratung von Gerd Müller sowieso nichts zu Stande brächten, wie er wohl denkt, heruntersieht, nein, es ist ein Rassismus, der sich gegen kleine braune Männer, deren angebliches Verhalten dem sozialen Christen nicht passt, richtet.

Wenn es nicht so dumm wäre, wäre es widerlich.

Und nun mit den Konsequenzen seines dummen Geschwätzes konfrontiert, nun versucht sich Gerd Müller wie Münchhausen durch entsprechende Lügen und am eigenen Schopf aus dem Sumpf des Rassismus zu ziehen, in dem er sich gerade noch so wohl gefühlt hat: „Es sei ihm darum gegangen, die Rolle der Frauen für Afrikas Zukunft hervorzuheben“, so behauptet Müller frech.

Offensichtlich meint Gerd Müller, dass man die „Rolle der Frauen für Afrikas Zukunft“ dadurch hervorhebt, dass man Männer pauschal diskreditiert und denunziert. Die neue christlich-soziale Weltsicht erinnert massiv an den Kolonialismus des 17. Jahrhunderts, als man noch überlegen musste, ob Afrikaner Menschen sind oder nicht. Scheinbar fühlt sich Gerd Müller in der entsprechenden Gesellschaft wohl.

parisian_world_fair_1889

Negerdorf – Weltausstellung Paris, 1889

“Der Entwicklungsminister habe sich auf eine Studie der Nike Foundation aus dem Jahr 2009 bezogen, sagte eine Sprecherin. Darin heißt es, Frauen investierten 90 Prozent ihres Einkommens in den Haushalt, bei Männern seien es nur 30 bis 40 Prozent.“

Eine Studie der Nike-Foundation!. Die Nike-Foundation ist international bekannt für ihre Studien, so bekannt, dass die vermeintliche Studie genau in zwei Machwerken zitiert wird, eines davon von der Nike-Foundation und ansonsten nicht mehr aufzufinden ist, weder im Google Cache, noch bei der Nike-Foundation.

[Die zweite Fundstelle ist der Global Gender Gap Report, dessen Autoren die Stelle abgeschrieben haben, die im Machwerk der Nike-Foundation behauptet, dass es eine Studie der Nike-Foundation gibt, die zeigen soll, was der deutsche Entwicklungsminster nun behauptet. Die Schnittstelle zwischen dummem Geschwätz und der Erfindung von angeblichen Studienergebnissen, sie ist fließend.]

Es hat viele Vorteile, wenn Studien nicht mehr aufzufinden sind, denn dann können sie nicht geprüft werden, dann kann man so ziemlich alles als angebliches Ergebnis der Studie behaupten und dann kann man als Minister seine rassistischen Vorurteile anderen in die Schuhe schieben und eben einmal seine komplette Unbildung an den Tag legen, z.B. über die Form der Arbeitsteilung, die in Afrikanischen Familien herrscht.

Aber Unbildung scheint heutzutage die Voraussetzung zu sein, um Minister spielen zu dürfen.


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TU-Braunschweig: Frauen gleich nach Behinderten

Die politisch korrekte Nomenklatur, sie treibt eine große Anzahl von Blüten, wobei jede dieser Blüten erhebliche Zweifel an der geistigen Verfassung der Gehirne weckt, die die Saat ausgebracht haben.

Da ist zum Beispiel die TU-Braunschweig, die derzeit eine “Juniorprofessur (BesGr. W 1) für „Lehr- und Lernforschung am Schülerlabor für Chemie” zu besetzen versucht. Neben der Stellenbeschreibung und dem üblichen politisch-korrekten Marketing-Text, finden Leser, die es bis zum Ende der Ausschreibung durchhalten, die folgenden Hinweise:

TU-Braunschweig MinderbemittelteDie Technische Universität Braunschweig ist bestrebt, den Frauenanteil zu erhöhen und fordert daher Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf.

Frauen werden bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Auf Wunsch kann eine Teilzeitbeschäftigung ermöglicht werden.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.”

Zunächst fällt auf, dass hier ein Komparativ benutzt wird, ohne dass der Maßstab des Vergleichs benannt wird, denn: “gleicher Qualifikation” oder “gleichwertiger Qualifikation” ist ein zweistelliger Funktor, der einen Vergleichsmaßstab verlang. Bei diesem Vergleichsmaßstab handelt es sich um: Männer, um männliche Bewerber.

Jetzt ist es raus, das Wort, das in Ausschreibungen staatlich Abhängiger wie der TU-Braunschweig so peinlich vermieden werden muss: Männer.

Männer sind das non-plus ultra der Ausschreibung, an denen die anderen Bewerberklassen gemessen werden. Es gibt derer zwei, zwei Bewerberklassen, die nicht die Normalität des Qualifikationsniveaus von Männern erreichen:

(1) Frauen und
(2) Behinderte.

Gleich nach Männern in der geistigen Hierarchie der Fähigkeiten kommen an der TU-Braunschweig Behinderte. Von ihnen kann man gleiche Qualifikationen erwarten wie von Männern, wobei männliche Behinderte eine Unterklasse von Männern sind, was die Absurdität der politischen Korrektheit darin Niederschlag finden lässt, dass nunmehr die Hierarchie mit behinderten Männern beginnt, die wiederum vor Männern stehen. Sie alle sind zu gleicher Leistung fähig.

Ja. Und dann gibt es bei Bewerbungen an der TU-Braunschweig noch weibliche Bewerber. Diese Bewerber sind das Problem der Verantwortlichen, denn von ihnen kann nicht die im Vergleich zu männlichen Bewerbern gleiche Leistung wie von Behinderten erwartet werden. Bestenfalls eine gleichwertige Leistung kann von Frauen erwartet werden.

Der Unterschied zwischen “gleiche Leistung” und “gleichwertige Leistung” er ist erheblich, denn: Eine gleiche Leistung kann unabhängig festgestellt werden, objektiv, wenn man so will. Zwei Marathonläufer, die zeitgleich durchs Ziel gegangen sind, haben eine gleiche Leistung erbracht. Zwei Schüler, die alle Aufgaben des Mathematiktests richtig gelöst haben, haben ebenfalls eine gleiche Leistung erbracht.

Eine gleichwertige Leistung ist keine gleiche Leistung. Die Feststellung, dass eine Leistung gleichwertig zu einer anderen Leistung ist, bedarf, wie der Begriff “gleichwertig” schon sagt, einer Bewertung. Die Leistung von A muss von einem Dritten der Leistung von B als gleichwertig bewertet werden.

Damit öffnet sich für die einen eine Schlangengrube, denn wenn man gleichwertig als Maßstab zulässt, dann kann man Debile in den Mensa-Club aufnehmen, denn für einen vollkommen Dementen ist ein IQ von 45 vermutlich eine Leistung, die der 195 des Hochintelligenten gleichwertig sein kann, nimmt man die unterschiedlichen Ausgangspunkte zum Maßstab.

Für diejenigen, die ideologisch unterwegs sind, und ihre Ideologie ohne Rücksicht auf die damit verbundenen Kosten durchsetzen wollen, eröffnet die Bezeichnung “gleichwertig” gerade die Möglichkeit, die Aufnahme von Debilen in den Mensa-Club einzuklagen.

Übertragen bedeutet dies, dass die bevorzugte Behandlung von weiblichen Bewerbern bei “gleichwertiger Qualifikation” notwendig davon ausgehen muss, dass (1) weibliche Bewerber grundsätzlich unfähig zu gleicher Qualifikation mit männlichen Bewerbern sind und entsprechend (2) von einem tieferen geistigen Ausgangsniveau starten, so dass geringere Qualifikation gemessen am geringeren Ausgangsniveau eine gleichwertige Leistung zu  männlichen Bewerbern mit höherer Qualifikation und mehr IQ darstellen kann.

Kurz: In Braunschweig, an der TU-Braunschweig, da hält man weibliche Bewerber für grundsätzlich dümmer als Männer, weshalb man von ihnen nur gleichwertige, nicht aber gleiche oder gar bessere Qualifikation verlangen kann. Entsprechend stellt sich die politisch-korrekte Hierarchie der Sexisten an der TU-Braunschweig wie folgt dar:

In abnehmender Qualifikation:

1. Behinderte männliche Bewerber,
2. männliche Bewerber,
3. behinderte weibliche Bewerber,
4. weibliche Bewerber.

Was uns wundert ist, dass es tatsächlich weibliche Bewerber geben soll, die sich auf Stellen, wie die von der TU-Braunschweig ausgeschriebene, die ihnen eine a-priori schlechtere Qualifikationen im Vergleich zu Männern und Behinderten bescheinigt, bewerben – aber vielleicht stimmt bei den weiblichen Bewerbern, die sich auf solche Stellen bewerben ja die Annahme der TU-Braunschweig, dass diese Bewerber nicht in dem Maße intelligent sind, wie männliche Bewerber. Wie sonst sollte man erklären, dass die entsprechenden weiblichen Bewerber nicht einmal merken, dass sie beleidigt werden?

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf diese Ausschreibung.

 

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Gender Sponging

Es ist an der Zeit, Gender Sponging zu definieren.

SAT SidaniusWir tun dies vor dem Hintergrund der Social Dominance Theory (SDT), die Sidanius und Pratto zum Ende der 1990er Jahre vorgelegt haben. Die SDT erklärt soziale Hierarchien als Ergebnis des Wettbewerbs gesellschaftlicher Gruppen um gesellschaftliche Ressourcen. In diesem Wettbewerb spielen für die SDT Mythen eine besondere Rolle, denn die Legitimation des eigenen Anspruchs auf Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen erfolgt zumeist über Mythen.

Der gesellschaftliche Wettbewerb findet also mit gezinkten Karten statt: Nicht (mehr) Meritokratie und entsprechend Leistungskraft entscheidet darüber, wer Zugang zu Ressourcen hat, sondern die Frage, ob es gelingt, einen Mythos zu begründen, der Zugang unabhängig von Leistung verschafft und fast noch wichtiger: andere gesellschaftliche Gruppen vom Zugang zu den entsprechenden Ressourcen ausschließt.

Die für uns relevante Mythe ist die im Rahmen des Genderismus gepflegte Mythe der Benachteiligung oder gar Unterdrückung von Frauen. Die Mythe ist Grundlage des Gender Spongings, das wir wie folgt definieren:

Professional spongerGender Sponging beschreibt den erfolgreichen Versuch von Mittelschichtsfrauen, sich unabhängig von Leistung Zugang zu Ressourcen zu verschaffen, und zwar auf Kosten aller anderen gesellschaftlichen Gruppen. Gender Sponging ist gesellschaftlich schädliches Verhalten, da es knappe Ressourcen, die in einer für die Gesellschaft produktiven Weise hätten eingesetzt werden können, einer konsumptiven und somit unproduktiven Verwendungsweise zuführt.

Gender Sponging setzt entsprechend einen Mythos zur Legitimation des Anspruchs von Mittelschichtsfrauen auf z.B. Vorstandsposten voraus, und für die Bestimmung von Gender Sponging ist es zudem notwendig, Ressourcen zu verbrauchen und keinen Mehrwert an die Gesellschaft zurückzugeben.

Gender Mythos

Wir haben in einer Vielzahl von Beiträgen gezeigt, dass Genderismus auf Mythen basiert, also auf Aussagen über die Realität, die falsch sind.

So gibt es keinerlei Anlass zu vermuten, dass es ein Patriarchat, wie es Genderisten behaupten, um ihre Opferrolle als jahrhundertelanges Leid zu inszenieren, jemals gegeben hat.

Die Behauptung, Frauen würden für die selbe Arbeit schlechter bezahlt als Männer, es gebe entsprechend ein Gender Pay Gap, ist erwiesener Maßen falsch.

Es gibt nachweislich keine gläserne Decke, die dazu führt, dass Frauen nicht in Führungspositionen gelangen können.

Die Behauptung, eine Frauenquote für Vorstandsposten würde die Produktivität von Unternehmen positiv beeinflussen, ist emprisch widerlegt.

Die Behauptung, Frauen würden häufiger Opfer von häuslicher Gewalt als Männer ist falsch.

Kurz: Das gesamte Gebäude, auf dem Genderismus aufbaut, ist ein Lügengebäude, das den Mythos abgeben soll, der wiederum gebraucht wird, um Gender Sponging zu betreiben.

Und Gender Sponging wird derzeit erfolgreich betrieben.

Gender Sponging

Heike Diefenbach hat aus strategischen Gründen Bedenken gegen die Verwendung eines Pestfloh-Fotos angemeldet.

Heike Diefenbach hat aus strategischen Gründen Bedenken gegen die Verwendung eines Pestfloh-Fotos angemeldet.

Mittel des Europäischen Sozialfonds, die dazu gedacht sind, Regionen, die im innereuropäischen Wettbewerb Nachteile haben, zu entwickeln, also z.B. Arbeitnehmer zu qualifizieren, Selbständigen eine Starthilfe zu geben oder Infrastruktur zu entwickeln, werden zweckentfremdet, um z.B. Frauencafés und Frauenhäuser zu finanzieren, deren Zweck darin besteht, den für Genderismus zentralen Opfermythos zu perpetuieren und Mittelschichtsfrauen (zumeist halb-Akademiker, die auf dem Arbeitsmarkt nicht konkurrenzfähig sind) ein Einkommen zu verschaffen.

Steuermittel werden in großem Stil dazu eingesetzt, um Mittelschichtsfrauen an Universitäten Zugang zu wissenschaftlichen Positionen zu verschaffen, in die sie im freien Wettbewerb offensichtlich nicht gelangt wären. Länderspezifische Programme zur Bevorteilung von Mittelschichtsfrauen konkurrieren hier mit dem Professorinnenprogramm, das von Bund und Ländern gemeinsam aus Steuermitteln finanziert wird. Anders formuliert: Arbeiterfrauen und Männer bezahlen die Bevorzugung von Mittelschichtsfrauen.

Die Infrastruktur des “Gender Mainstreaming” besteht aus einer Unzahl von eingetragenen Vereinen, die sich z.B. im Speckgürtel des Bundesministeriums für FSFJ angelagert haben und Seminare oder sonstige Veranstaltungen anbieten, die für Gender “sensibilisieren” sollen und von denen nicht angebbar ist, welcher, wenn überhaupt, praktische Nutzen mit ihnen verbunden ist.

Vertreter des Genderismus, Mittelschichtsfrauen, die auf unklaren Wegen in eigens für sie geschaffenen Positionen in der institutionalisierten Wissenschaft installiert wurden, können den Zweck ihres Daseins, den Mehrwert für Gesellschaft und Wissenschaft selbst auf mehrmalige Nachfrage nicht angeben, woraus man – auch aufgrund der nicht vorhandenen Forschungsergebnisse aus den so genannten Gender Studies, die einer produktiven Verwendung zugeführt werden könnten – schließen muss, dass Gender Studies keinerlei Mehrwert für die Gesellschaft erwirtschaften.

Gender Studies an Hochschulen sind jedoch zentral für Gender Sponging, denn sie liefern die ideologische Grundlage, nähren den zentralen Opfermythos des Genderismus, nach dem Frauen in der Gesellschaft benachteiligt sind, z.B. im Hinblick auf Ampeln, Straßenschilder und Wortbedeutungen.

Gender Sponging ist eine aggressive Form der Vorteilsnahme, die auch nicht davor zurückschreckt, sich Vorteile auf Kosten derer zu verschaffen, die nicht einmal über Zugänge verfügen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, z.B. Menschen in Benin, die keinen Zugang zu Trinkwasser oder sanitären Anlagen haben und denen Gender Mainstreaming als Voraussetzung für diesen Zugang verordnet wird.

In der Summe kann man feststellen, dass Gender Sponging eine aggressive Ideologie ist, die sich des Rassismus und Sexismus bedient, um eigene Vorteile durch Ausschluss Dritter zu erzielen. Sie kann im Sinne der SDT somit als “hierarchy-attenuating legitimizing strategy” angesehen werden.

Gender Sponging zeigt alle Charakteristika einer totalitären Ideologie, denn wenn es dem Gender Sponger zum Vorteil gereicht, dann wird gelogen und betrogen, dann kennt der Gender Sponger weder Moral noch Anstand noch Rücksicht und geht (nicht nur) sprichwörtlich über Leichen.

Wer sich dafür einsetzen will, dass dem Gender Sponging zumindest im Bereich der Bildung, an Schulen und Hochschulen ein Ende gesetzt wird, der kann sich den 4007 Unterstützen anschließen, die bislang unsere Petition gegen eine öffentliche Finanzierung des Genderismus unterzeichnet haben.

©ScienceFiles, 2015

Nutznießer-Domino: Weiterbildung zum Jungenarbeiter*

Das Bundesforum für Männer, eine von Steuerzahlern finanzierte Veranstaltung, deren Wert sich uns bislang nicht erschlossen hat, hat im neuesten Newsletter auf eine Weiterbildung zum Jungenarbeiter hingewiesen, die von der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Baden-Württemberg e.V. angeboten wird, und zwar in Kooperation mit der Aktion Jugendschutz, dem Paritätischen Jugendwerk, mit “Pfundskerle” Fachstelle Jungen- und Männerarbeit Tübingen, der Akademie der Jugendarbeit, dem Kommunalverband Jugend und Soziales Baden Württemberg und der LAG Mädchen Politik. Finanziert wird das Ganze vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg, und damit sich das Ganze für die Veranstalter lohnt, müssen Teilnehmer noch einen Obolus von 950 Euro für die Teilnahme entrichten. Dafür erhalten sie am Ende ein Zertifikat, das sie als weitergebilderter “Jungenarbeiter*” ausweist.

ajsDie ganze Weiterbildung ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich Netzwerke bilden, deren Zweck darin besteht, sich gegenseitig zu beschäftigen und zu unterhalten und sich ein Einkommen aus dem Säckel der Steuerzahler zu sichern, und zwar mit einer Dienstleistung, deren Nutzen nicht benennbar ist, eben der zertifizierten Weiterbildung zum Jungenarbeiter:

Der zertifizierte Jungenarbeiter ist zum geschlechterbewussten Handeln in der Arbeit mit Jungen fähig, das wird dadurch erreicht, dass er sich im Rahmen der Weiterbildung “kontinuierlich begleitet von zwei Experten und zusätzlich angeregt von externen Referent*innen” … “Anliegen, Haltungen und Arbeitsweisen fundiert” erarbeitet. Damit nicht genug, werden doch zudem im Rahmen der Weiterbildung “der eigene Stand und die Haltung in der Arbeit mit Jungen reflektiert und zum anderen werden theoretische Ansätze in geeigneter Form mittels Inputs, Vorträgen und Literatur besprochen. Übungen zur Selbsterfahrung sowie gelingende Methoden für unterschiedliche Settings … werden erprobt”.

Kurz: Der zertifizierte Jungenarbeiter kann also irgend etwas Geschlechterbewusstes machen, was auch immer es ist und wofür auch immer es gut sein soll. Er hat sich Anliegen und Haltungen erarbeitet und fundierten Input in geeigneter theoretischer Form besprochen, und Selbsterfahrung, die hat er auch. Bleibt nur noch zu klären, ob es Jungen gibt, die zertifizierte Jungenberater nachfragen, die sich selbst ein unbekanntes Anliegen und eine ebenso unbekannte Haltung mit einen völlig unbekannten, aber fundierten Input erarbeitet haben.

Paritätisches Jugendwerk

Paritätisches Jugendwerk

Allerdings gibt es das, dessen Nutzen und Zweck man nicht benennen kann, von dem man nur sagen kann, dass es halt geschlechtsbewusst ist, nicht umsonst, nein, man muss es sich in sieben Modulen und an insgesamt 15 Tagen, die sich über den Zeitraum von einem Jahr schleppen, in Karlsruhe ersitzen und zudem ein “Expert*innen-Interview” führen und schriflich ausarbeiten. Und natürlich muss man die Seminarliteratur lesen. Vor allem die Experteninterviews, nein die Expert*innen-Interviews lassen hoffen, auf Experteninterviews, wozu auch immer, in schriftlicher Ausarbeitung. Der Versuch, den Anschein wissenschaftlicher Arbeit aufrecht zu erhalten, ist wirklich bemerkenswert, bemerkenswert, weil er zeigt, wie weit die Veranstalter von wissenschaftlichem Arbeiten entfernt sind (es ist eher nicht so, dass man in der Wissenschaft sagt: “Ey, mach’ doch mal ein Experteninterview, pardon, ein Expert*innen Interview”).

Angesichts dieses vielversprechenden Angebots haben wir uns die Besetzung
des “Seminars” mit “zwei Experten” und externen “Referent*innen” etwas genauer angesehen, und zwar entlang einiger “Lern-Module”.

  • Modul 1 beschäftigt sich mit “Grundlagen der Jungenarbeit und der geschlechterbezogenen Arbeit mit jüngeren Jungen”. Verantwortlich sind Armin Krohe-Amann und Kai Kabs-Ballbach, die für sich die pädagogische Leitung des ganzen Zertifizierungs-Zirkusses beanspruchen, und bei denen es sich vermutlich um die angekündigten beiden Experten handelt, die die Seminarteilnehmer “kontinuierlich begleiten”.
    Pfundskerle

    Pfundskerle

    Sie sind die beiden Vorstände der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit e.V. Baden-Württemberg, beide sind Dipl. Päds. Kai Kabs-Ballbach ist zudem noch als Bildungsreferent des Paritätischen Jugendwerks tätig – also bei einem der Kooperationspartner. Und wen wundert’s: Armin Krohe-Amann ist zudem Geschäftsführer des nächsten Kooperationspartners, nämlich von Pfundskerle e.V. der Fachstelle “Jungen und Männerarbeit in Tübingen”. Eine Hand wäscht hier die andere.

  • Pundskerle bieten übrigens Hilfe bei Lebensfragen unter den Motti: “Leben ist ein Abenteuer, Leben heißt Bewegung und heißt sich bewegen”. Das lässt einiges befürchten, für die zertifizierte Weiterbildung zum Jungenarbeiter, etwa in der Form: “Junge sein ist ein Abenteuer. Junge sein heißt Bewegung, heißt sich bewegen (- jedenfalls kannst Du nicht bleiben, wie Du bist).” Hinzu kommt Hilfe bei Gewalt durch Pundskerle e.V., unter dem Motto: Gewalt ist bedrohlich, zerstört Beziehungen und am Ende verlieren alle”. Das Angebot richtet sich, wie könnte es anders sein, an diejenigen, die in ihrer Partnerschaft gewalttätig geworden sind, nicht etwa an Opfer von Gewalt, die es unter den Pfundskerlen wohl nicht gibt. Und wer angesichts dieser platten Vorurteile jetzt den Drang verspürt, seinerseits gewalttätig zu werden, der mag sich an Pundskerle e.V. oder den dortigen Geschäftsführer wenden.
  • Modul 2 konstruiert Geschlecht und “Cross-Work” und beschäftigt sich mit dem Evergreen: “Mit dem anderen Geschlecht arbeiten”. Dieses Evergreen hat man Jahrtausende lang nicht als die Schwierigkeit erkannt, die es anscheinend für manche nicht-Arbeiter darstellt, aus geschlechterbewusster Sicht. Aber jetzt gibt es zu unser aller Glück Claudia Wallner, die von sich sagt, dass sie ein “politisch denkender Mensch ist”. Und das leitet sie in ihrer Arbeit. Ja.Und dann ist ihr noch wichtig: “meinen Beitrag zu leisten an der Weiterentwicklung einer gleichberechtigten Gesellschaft, die nicht länger Menschen in unterschiedlich wertvolle Kategorien einsortiert, je nach Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, sozialer Schicht oder Bildung. Insofern ist Mädchenarbeit, ein wesentliches Thema meiner Arbeit”. Angesichts der Fähigkeit von Wallner, in nur zwei Sätzen einen Widerspruch zu produzieren, und sich einmal gegen die Kategorisierung nach Geschlecht zu wenden, um sich dann für Mädchenarbeit einzusetzen, also eben doch nach Geschlecht zu kategorisieren, kann man die Qualität von Modul 2 auch ohne daran teilzunehmen, gut einschätzen. Aber: Wallner ist selbständig und vermutlich waren ihr Krohe-Amann und Kabs-Ballbach einen Gefallen schuldig.

Und so geht es weiter in den Modulen, in denen die Vortragenden alte Spezis sind, die im gemeinsamen Nepotismus aufgehen und sich durch verschiedene Veranstaltungen tingelnd die Türklinke in die Hand geben.

  • KraftprotzEtwa in Modul 3, in dem es um “Prävention (wovon?) mit Jungen oder ‘einfach’ mit Jungen arbeiten. Körperlichkeit und Kampfesspiele” geht. Kampfspiele betreibt Josef Riederle, und zwar als geschützte Wortmarke: beim Bundespatentamt (Register-Nr.:30758830): “Nur Personen, die die gesamte Anleiterweiterbildung (72 UE) absolviert haben, bekommen die Erlaubnis, den Begriff Kampfesspiele zu nutzen und damit mit Jungen zu arbeiten”. Also schreiben wir hier von Kampfspielen (und sparen uns ein “es”), das ist zumindest nicht als Wortmarke geschützt. Die geschützten Kampfspiele werden von Kraftprotz (noch eine geschütze Wortmarke) – Bildungsinstitut (nicht geschützte Wortmarke) für Jungen und Männer vertrieben und sorgen bei Jungen für einen positiven Umgang mit männlicher Kraft und Aggression, einer Stärkung des Selbstvertrauens und der Handlungsfähigkeit, einer Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und eine Erfahrung von Werten.Das alles und noch viel mehr wird neuerdings nicht mehr in 72 UEs, sondern in 88 Übungseinheiten vermittelt, aus denen der geschulte Kampfspieler (das patentierte “es” bitte bei Bedarf einfügen), der sich nunmehr auch als solcher (mit patentiertem “es”) bezeichnen darf, hervorgeht, und zwar mit umfassenden Kenntnissen: so weiß er darum, dass Jungen raufen wollen, kennt die Grundsätze der gewaltpräventiven Arbeit mit Jungen, hat Einblicke in eine männliche Sozialisation, ein Mysterium, das bislang den meisten Menschen auf diesem Planeten verborgen geblieben ist, kann de-eskalieren, was auch immer, und kennt die Grenzen pädagogischer Arbeit, was sehr wichtig ist, damit man sagen kann, warum die eigene Arbeit keinen Erfolg erbracht hat. Schließlich kann ein Kampfspieler (plus patentiertes “es”) die eigene Präsenz steigern (wow!), und er hat sich mit Ehre und Scham auseinandergesetzt, und zwar bevor er Schiedsrichterkompetenz erwirbt. Und ganz zum Schluss, ganz am Ende, lernt der Kampfspieler (“es” !) die “sinnstiftende und fördernde Gestaltung von Angeboten für Jungen u.a. durch Rituale”.

Und so geht es weiter mit Olaf Jantz und Uli Boldt ehe im letzten Modul all diejenigen, die bis dahin ausgehalten haben, mit dem Pädagogen Reinhard Winter geschlagen werden.

  • Reinhard Winter hat ein Buch über den Sachgegenstand “Jungen” geschrieben, mit dem Untertitel: “Eine Gebrauchsanweisung”. Es sind derartige Untertitel, die deutlich machen, dass man das Buch nicht weiter lesen muss. Wer es dennoch tut, der erhält, wie man im Feuilleton der FAZ nachlesen kann, Hinweise zu Dingen, die er bislang nicht wusste: Es tue Jungen gut, so folgert Winter auf Basis einer “schlecht nachvollziehbaren Psychoanalyse”, wie es in der FAZ heißt, wenn die Rollenverteilung in der Familie klar sei: “ich Tarzan, du Jane”. Die Schule, so weiß Winter, ist für “Jungen eine extreme soziale Situation …, denn dort stecken sie in der Vergleichsfalle: Ihre hingeschnunzten Hausaufgaben werden stets mit den sorfälig ausgemalten Heften der ohnehin in ihrer Entwicklung weiter fortgeschrittenen Mädchen verglichen …”.

Weiter?

Können Sie noch weitere platte Vorurteile ertragen?

  • Gut. Weitere Fragen, die Reinhard Winter für besonders relevant im Bezug auf die Erziehung von Jungen, jenen unbekannten Wesen, die über Jahrtausende von Personen erzogen wurden, die keine Ahnung hatten, mit wem sie es zu tun haben, für relavent hält, Fragen wie diese: “Bis zu welchem Alter darf die Mutter ihren Sohn küssen? Soll ich meinem Sohn helfen, wenn er gemobbt wird?” Wie schaffe ich es, mit einem Jungen zu reden?” Man sieht, der Untertitel ist kein Zufall. Für Winter sind Jungen tatsächlich Sachen, die man als ebensolche behandeln muss, denn Jungen sind nicht in der Lage, ihrer Mutter zu sagen, dass sie mit ihrem ständigen Geküsse nervt oder ihr zu sagen, dass sie sich mit ihrer Hilfeserotik besser an ihre Altersklasse hält. Jungen sind nicht in der Lage, den Mund aufzumachen und um Hilfe zu bitten, wenn sie sie wollen und man kann sie auch nicht fragen, nein, ob sie Hilfe wollen, muss über ihre Köpfe hinweg entschieden werden. Sie sind eben Sache, Objekt, das man in die eine oder die andere gewünschte Richtung schiebt, natürlich immer mit der Behauptung, dass man nur ihr Bestes wolle und was soll man auch anderes, als über ihre Köpfe entscheiden, schon das Reden ist ja bekanntlich ein Problem, das Reden mit dieser seltsamen Spezies, die die Menschheit seit Anbeginn in ihren Reihen kennt und mit der umzugehen sie erst heute und durch die Hilfe von Reinhard Winter lernt.

Und damit reicht es (uns jedenfalls).

Geld aus dem Fenster werfenDas Einzige, was wir noch anzufügen haben, ist der Hinweis darauf, dass die “Weiterbildung zum Jungenarbeiter*”, die keinerlei erkennbaren Nutzen erbringt, ein vollständiges “Input”-Geschäft ist. Mit anderen Worten: Die Steuerzahler in Baden-Württemberg werden zur Ader gelassen, um dieses Mal nicht das Mädchen- und Frauennetzwerk dabei zu unterstützen, Steuergelder zu verbrennen, sondern das Jungen und Männernetzwerk, das nicht minder dazu fähig ist, Steuermittel zu verkonsumieren, also ohne Mehrwert zu verschleudern. Es wäre für das Bruttosozialprodukt in jedem Fall sinnvoller, die Mittel, die für die “Weiterbildung zum Jugendarbeiter*” verschwendet werden, 20 ausgewählten Gesellen aus der der Arbeiterschicht in die Hand zu drücken, mit dem Auftrag, sich selbständig zu machen.

Falls jemand denkt, wir sind hier mit den Jungenarbeitern zu hart ins Gericht gegangen, wir lassen uns gerne weiterbilden. Schicken Sie uns Studien und Untersuchungen, die belegen, dass von dem, was im Rahmen der weiterbildung zum Jungenarbeiter als “Input” vermittelt wird, nachweisbar auch nur ein positiver Effekt auf Jungen ausgeht, der ihnen keine Gewalt antut, sie nicht nach eigenem pädagogischem Gutdünken zu dem umerzieht, was für die Sache “Junge” angeblich richtig ist.

Was man übrigens mit dem Zertifikat macht, das am Ende übergeben wird, ist vollkommen unklar, schon weil die vergebende Stelle in keiner Weise befugt ist, Biildungszertifikate auszustellen. Entsprechend dürfte das vermeintliche Zertifikat eine Form der Brownie Points sein, die Novizen im Netzwerk der dieses Mal Jungen-und-Männerberater-Sekte die nächste Stufe der Hierarchie erreichen lässt, die ihnen Zugang zu zukünftigen aus Steuergeldern finanzierten Maßnahmen verschafft.

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