Gender Sponging

Es ist an der Zeit, Gender Sponging zu definieren.

SAT SidaniusWir tun dies vor dem Hintergrund der Social Dominance Theory (SDT), die Sidanius und Pratto zum Ende der 1990er Jahre vorgelegt haben. Die SDT erklärt soziale Hierarchien als Ergebnis des Wettbewerbs gesellschaftlicher Gruppen um gesellschaftliche Ressourcen. In diesem Wettbewerb spielen für die SDT Mythen eine besondere Rolle, denn die Legitimation des eigenen Anspruchs auf Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen erfolgt zumeist über Mythen.

Der gesellschaftliche Wettbewerb findet also mit gezinkten Karten statt: Nicht (mehr) Meritokratie und entsprechend Leistungskraft entscheidet darüber, wer Zugang zu Ressourcen hat, sondern die Frage, ob es gelingt, einen Mythos zu begründen, der Zugang unabhängig von Leistung verschafft und fast noch wichtiger: andere gesellschaftliche Gruppen vom Zugang zu den entsprechenden Ressourcen ausschließt.

Die für uns relevante Mythe ist die im Rahmen des Genderismus gepflegte Mythe der Benachteiligung oder gar Unterdrückung von Frauen. Die Mythe ist Grundlage des Gender Spongings, das wir wie folgt definieren:

Professional spongerGender Sponging beschreibt den erfolgreichen Versuch von Mittelschichtsfrauen, sich unabhängig von Leistung Zugang zu Ressourcen zu verschaffen, und zwar auf Kosten aller anderen gesellschaftlichen Gruppen. Gender Sponging ist gesellschaftlich schädliches Verhalten, da es knappe Ressourcen, die in einer für die Gesellschaft produktiven Weise hätten eingesetzt werden können, einer konsumptiven und somit unproduktiven Verwendungsweise zuführt.

Gender Sponging setzt entsprechend einen Mythos zur Legitimation des Anspruchs von Mittelschichtsfrauen auf z.B. Vorstandsposten voraus, und für die Bestimmung von Gender Sponging ist es zudem notwendig, Ressourcen zu verbrauchen und keinen Mehrwert an die Gesellschaft zurückzugeben.

Gender Mythos

Wir haben in einer Vielzahl von Beiträgen gezeigt, dass Genderismus auf Mythen basiert, also auf Aussagen über die Realität, die falsch sind.

So gibt es keinerlei Anlass zu vermuten, dass es ein Patriarchat, wie es Genderisten behaupten, um ihre Opferrolle als jahrhundertelanges Leid zu inszenieren, jemals gegeben hat.

Die Behauptung, Frauen würden für die selbe Arbeit schlechter bezahlt als Männer, es gebe entsprechend ein Gender Pay Gap, ist erwiesener Maßen falsch.

Es gibt nachweislich keine gläserne Decke, die dazu führt, dass Frauen nicht in Führungspositionen gelangen können.

Die Behauptung, eine Frauenquote für Vorstandsposten würde die Produktivität von Unternehmen positiv beeinflussen, ist emprisch widerlegt.

Die Behauptung, Frauen würden häufiger Opfer von häuslicher Gewalt als Männer ist falsch.

Kurz: Das gesamte Gebäude, auf dem Genderismus aufbaut, ist ein Lügengebäude, das den Mythos abgeben soll, der wiederum gebraucht wird, um Gender Sponging zu betreiben.

Und Gender Sponging wird derzeit erfolgreich betrieben.

Gender Sponging

Heike Diefenbach hat aus strategischen Gründen Bedenken gegen die Verwendung eines Pestfloh-Fotos angemeldet.

Heike Diefenbach hat aus strategischen Gründen Bedenken gegen die Verwendung eines Pestfloh-Fotos angemeldet.

Mittel des Europäischen Sozialfonds, die dazu gedacht sind, Regionen, die im innereuropäischen Wettbewerb Nachteile haben, zu entwickeln, also z.B. Arbeitnehmer zu qualifizieren, Selbständigen eine Starthilfe zu geben oder Infrastruktur zu entwickeln, werden zweckentfremdet, um z.B. Frauencafés und Frauenhäuser zu finanzieren, deren Zweck darin besteht, den für Genderismus zentralen Opfermythos zu perpetuieren und Mittelschichtsfrauen (zumeist halb-Akademiker, die auf dem Arbeitsmarkt nicht konkurrenzfähig sind) ein Einkommen zu verschaffen.

Steuermittel werden in großem Stil dazu eingesetzt, um Mittelschichtsfrauen an Universitäten Zugang zu wissenschaftlichen Positionen zu verschaffen, in die sie im freien Wettbewerb offensichtlich nicht gelangt wären. Länderspezifische Programme zur Bevorteilung von Mittelschichtsfrauen konkurrieren hier mit dem Professorinnenprogramm, das von Bund und Ländern gemeinsam aus Steuermitteln finanziert wird. Anders formuliert: Arbeiterfrauen und Männer bezahlen die Bevorzugung von Mittelschichtsfrauen.

Die Infrastruktur des “Gender Mainstreaming” besteht aus einer Unzahl von eingetragenen Vereinen, die sich z.B. im Speckgürtel des Bundesministeriums für FSFJ angelagert haben und Seminare oder sonstige Veranstaltungen anbieten, die für Gender “sensibilisieren” sollen und von denen nicht angebbar ist, welcher, wenn überhaupt, praktische Nutzen mit ihnen verbunden ist.

Vertreter des Genderismus, Mittelschichtsfrauen, die auf unklaren Wegen in eigens für sie geschaffenen Positionen in der institutionalisierten Wissenschaft installiert wurden, können den Zweck ihres Daseins, den Mehrwert für Gesellschaft und Wissenschaft selbst auf mehrmalige Nachfrage nicht angeben, woraus man – auch aufgrund der nicht vorhandenen Forschungsergebnisse aus den so genannten Gender Studies, die einer produktiven Verwendung zugeführt werden könnten – schließen muss, dass Gender Studies keinerlei Mehrwert für die Gesellschaft erwirtschaften.

Gender Studies an Hochschulen sind jedoch zentral für Gender Sponging, denn sie liefern die ideologische Grundlage, nähren den zentralen Opfermythos des Genderismus, nach dem Frauen in der Gesellschaft benachteiligt sind, z.B. im Hinblick auf Ampeln, Straßenschilder und Wortbedeutungen.

Gender Sponging ist eine aggressive Form der Vorteilsnahme, die auch nicht davor zurückschreckt, sich Vorteile auf Kosten derer zu verschaffen, die nicht einmal über Zugänge verfügen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, z.B. Menschen in Benin, die keinen Zugang zu Trinkwasser oder sanitären Anlagen haben und denen Gender Mainstreaming als Voraussetzung für diesen Zugang verordnet wird.

In der Summe kann man feststellen, dass Gender Sponging eine aggressive Ideologie ist, die sich des Rassismus und Sexismus bedient, um eigene Vorteile durch Ausschluss Dritter zu erzielen. Sie kann im Sinne der SDT somit als “hierarchy-attenuating legitimizing strategy” angesehen werden.

Gender Sponging zeigt alle Charakteristika einer totalitären Ideologie, denn wenn es dem Gender Sponger zum Vorteil gereicht, dann wird gelogen und betrogen, dann kennt der Gender Sponger weder Moral noch Anstand noch Rücksicht und geht (nicht nur) sprichwörtlich über Leichen.

Wer sich dafür einsetzen will, dass dem Gender Sponging zumindest im Bereich der Bildung, an Schulen und Hochschulen ein Ende gesetzt wird, der kann sich den 4007 Unterstützen anschließen, die bislang unsere Petition gegen eine öffentliche Finanzierung des Genderismus unterzeichnet haben.

©ScienceFiles, 2015

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9 Responses to Gender Sponging

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  2. Labolg says:

    Gender Studies liefern nicht nur keinen Mehrwert, sie können auch ungesund für Frauen, Mütter und Kinder sein. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig wird und Depressionen folgen. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib (Muttersprache nicht Vatersprache!). Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4]

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