Doing Schwachsinn: Münchner Soziologen verwischen Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn

Es sind Texte wie der folgende, die dazu beitragen, Soziologen einen schlechten Leumund zu verschaffen und in der Öffentlichkeit das Bild des akademischen Spinners entstehen zu lassen, eines Spinners, der in seiner Selbstwichtigkeit gar nicht merkt, welchen Unsinn er gerade von sich gibt.

Den Text haben wir von der Seite der DGS (Deutsche Gesellschaft für Soziologie) gefischt. Er steht dort unter der Überschrift „DGS goes public: Ist die Wirklichkeit veränderbar“. Falls jemand aus diesem Text Sinn machen kann, so ist er herzlich dazu eingeladen, dies entweder im Forum oder in Form eines Kommentars hier zu tun. Im Anschluss an die nun folgende Ansammlung von Worten geben wir noch ein paar kleine Interpretationshilfen…

„Soziologie trifft auf Theater. Am 28. Juli findet im Rationaltheater in München ab 20 Uhr eine performative Vernissage zum Abschluss eines an der LMU durchgeführten Seminars statt. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich soziale Ordnungen performativ reproduzieren und verändern lassen. Im Zentrum stehen Performativitäts- und Alteritätstheorien, sowie kunstphilosophische und theaterwissenschaftliche Ansätze, die das erfahrende Subjekt und seine subversive Widerstandskraft in den Mittelpunkt stellen. Den Abend einleitend, wird einem öffentlichen Publikum vermittelnd ein Überblick über die im Seminar behandelten Themen und Texte gegeben. Diese reichen von Autoren wie Helmuth Plessner, Victor Turner, Erika Fischer-Lichte und Thomas Düllo bis hin zu Jill Dolan, Chantal Mouffe und Jacques Rancière. Anschließend wird eine Performance der vom Shadow-Yoga inspirierten Bewegungskünstlerin invisible movements den theoretischen Rahmen mit einer leiblichen Erfahrung anreichern. Dabei scheint im Performativen das Andere auf, die Zuschauer*innen fühlen sich in eine andere Zeitstruktur versetzt und erleben subtile Metamorphosen durch die unmerklichen Bewegungen. Ausklingen soll der Abend im Dialog mit den Studierenden und der Künstlerin in einer Durchwanderung des Raumes, in dem Flipcharts die Arbeiten der Studierenden präsentieren. Einzelne Seminarinhalte wurden hier nochmals verdichtet und können an ein interessiertes Publikum vermittelt werden. So wollen wir im dialogischen Austausch ergründen: Ist eine andere Wirklichkeit möglich?“

Alles klar?
Hier die versprochenen Interpretationshilfen:

Performativitätstheorien im hier verstandenen Sinne sind formulierte Trivialitäten, die letztlich besagen, dass es etwas gibt, dass dieses etwas einen Niederschlag findet und dass der Niederschlag, den es findet, von Menschen beeinflusst werden kann. Vermutlich hatten die Neanderthaler bereits, ohne es zu wissen, ein Konzept von Performativität.

Alteritätstheorien sind eine Ausgeburt der Psychoanalyse. Sie beschreiben letztlich Wechselbeziehungen nach innen und außen und können die herausragende Erkenntnis reklamieren, dass man nach innen das Selbstverhältnis reflexiv überdenken solle und nach außen mit anderen konfrontiert sein kann. Als der Neanderthaler vor seinem Feuer saß, hat es sich bestimmt gefragt, warum das Feuer so wenig wärmt und warum sein Nebenmann, der näher am Feuer sitzt, die Wärme blockt. Die Alteritätstheorie war geboren.

Nun, da Sie die grundlegenden Erkenntnisse aus dem Text oben reflexiv und in Innenansicht mit sich erörtert haben, wird es ihnen sicher auch ohne Shadow-Yoga möglich sein, eine Manifestation, es muss keine leibliche Manifestation der Gedanken, die ihre Innenansicht mit sich gebracht hat, an uns als ihre virtuellen Gegenüber quasi in gelebter Außensicht weiterzugeben. Bitte seien sie in Ihrem Urteil nicht zu performativ, denn es könnte sein, dass wir bestreiten wollen, was sie behaupten, dass ist. Sollten Sie diesen Außenrat performativer Entität nicht berücksichtigen, werden wir sie mit der subversiven Kraft individuellen Widerstands konfrontieren.

Doing Schwachsinn!

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Heißer Brei: Erdoğan, Wissenschaft und die Deutsche Gesellschaft für Soziologie

Was macht man mit einem autoritären Führer, der alle Regeln des demokratischen Miteinanders mit Füßen tritt? Denn: Er ist demokratisch gewählt und repräsentiert somit das Legitimationsmodell, auf dem alle westlichen Demokratien und ihre Regierungen basieren.

erdogan.jpgEntsprechend mussten die Mitglieder der politischen Kaste jubeln als der demokratisch gewählte Recep Tayyip Erdoğan einen Militärcoup überstanden und mit aller Brutalität des Siegers gegen die nunmehr Verlierer vorgegangen ist.

Nun ist ein Putsch, der scheitert, eine hervorragende Gelegenheit, um alle möglichen Kritiker und Leute, die man schon immer einmal loswerden wollte, auch tatsächlich loszuwerden. Josef Stalin hat eigens Umsturzbemühungen gegen sich erfunden, um seine Gegner, einen nach dem anderen, nicht nur schauprozessen zu lassen, sondern auch zu exekutieren. Adolf Hitler hat gleich zu Beginn seiner Zeit als Reichskanzler seine Widersacher im so genannten Röhm-Putsch beseitigt. Voraussetzung dafür, dass ein missglückter Putsch dazu genutzt werden kann, Gegner zu beseitigen, ist nicht nur eine minutiöse Auflistung der Gegner, die beseitigt werden sollen, sondern auch das Vorhandensein von Ressourcen, um die Zügel autoritärer Herrschaft straff zu ziehen und bürgerliche Freiheiten zu beseitigen.

In dieser Hinsicht zeigt sich Recep Tayyip Erdoğan als autoritärer Herrscher, der sich auf eine breite Basis von Repressionshelfern stützen kann. Letztere erlauben es ihm nicht nur, die Türkei in einen autoritären Staat zu verwandeln, bürgerliche Freiheiten auszuhebeln und Grundrechte zu beseitigen, sie erlauben es ihm auch, alle möglichen Quellen, aus denen in Zukunft vielleicht einmal Kritik an seinem autoritären Herrschaftsstil kommen könnte, zu beseitigen.

Interessanter Weise ist Erdoğan der Ansicht, Bildungseinrichtungen und Universitäten seien potentielle Horte des Widerstands, weshalb er in großem Stil Lehrer entlässt und Repressalien einführt, um Wissenschaftler einzuschüchtern.

Und die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) hat dazu Stellung genommen.

DGS_Turkey.jpg

Man lese und staune darüber, dass sich die DGS genötigt sieht, ein negatives Wort über die Vorgänge in der Türkei auszusprechen. Indes, man staunt nur kurz, denn der Text ist eine Meisterleistung im „um-den-heißen-Brei-Herumreden. Wird Eingangs noch das Erdoğan-Regime dafür verantwortlich gemacht, dass der Bildungssektor zum Gegenstand von Repressalien wird, so winden sich die Soziologen Lessenich und Villa aus München, die für den offenen Brief verantwortlich zeichnen, im dritten Absatz in fast schon mitleiderregender Weise, denn:

Es habe als Reaktion auf den Militärcoup weltweite und einstimmige Unterstützung für die demokratisch gewählte Regierung der Türkei gegeben (also das Erdoğan-Regime) und nun brauche die Türkei mehr denn je konstitutionelle und politische Garantien für Wissenschaftsfreiheit und eine freie öffentliche Debatte … Die DGS rufe alle Universitäten und Wissenschaftler dazu auf, Stellung gegen die derzeitigen Entwicklungen in der Türkei zu beziehen und die Demokratie in der Türkei zu unterstützen …

Wie man diesen Kreis quadrieren soll, das ist eine Frage, die Lessenich und Villa sicher nicht beantworten können, die so ungekonnt, um den heißen Brei herumschreiben, der darin besteht, dass die demokratische Regierung, deren Bestand auch nach dem Militärcoup sie so gefeiert haben, das Regime- Erdoğan, die selbe demokratische Regierung ist, nämlich das Regime Erdoğan, die sich nunmehr als gänzlich undemokratisch zeigt und die Gelegenheit nutzt, um Kritiker des Regimes zu beseitigen. Entsprechend ist es nicht klar, wen man denn nach Meinung der beiden Münchner Soziologen unterstützen soll, um die Demokratie in der Türkei zu unterstützen und Stellung gegen die derzeitige Entwicklung in der Türkei zu beziehen: Das Regime- Erdoğan oder dessen Gegner, also mithin diejenigen, die versucht haben, ihn per Militärcoup zu beseitigen?


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Alles Rassisten in der Bürgerlichen Mitte – Die Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS klärt auf

Den Genderisten bläst der Wind ordentlich ins Gesicht, was auch kein Wunder ist, denn wenn sich erst einmal herumgesprochen hat, dass der Kaiser nackt ist, nimmt die Zahl derer, die das kaiserliche Gewandt bewundern, rapide ab.

Achtung heftiger Gegenwind!Und so scheinen den Gender- und Geschlechterforschern und vor allem den “feministischen Gesellschafts- und Wissenschaftskritikern” die Felle davon zu schwimmen, und zwar in einer Geschwindigkeit, die ihnen außer Anomie wenig Zeit zur Reaktion lässt. Anomie beschreibt hier die Reaktion des Kaninchens vor der Schlange.

Und so hat uns gerade ein “Statement der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der DGS” erreicht, ein Statement zum “Ratschlag zum Umgang mit Anti-Feminismus”, das an Armseligkeit nicht zu überbieten ist. [Was Frauen- und Geschlechterforschung mit Feminismus zu tun hat, ob Frauen- und Geschlechterforschung überhaupt etwas mit Feminismus zu tun hat, das wäre übrigens noch zu klären. Es gibt genug Anlass anzunehmen, dass die Frauen, die Feminismus als emanzipatives Projekt begründet haben (z.B. Mary Wollstonecraft), beim Anblick der traurigen Gestalten, die heute von sich sagen, sie wären Feministen,  von einem heiligen Zorn erfasst würden.]

Vorab und zur Erinnerung: Bis heute hat es kein Lehrstuhlbesetzer für Gender, Geschlechter oder sonstige Zwischenbein-Forschung geschafft, einfache Fragen zu den Grundlagen, den Methoden, der Erkenntnistheorie seiner vermeintlich doch wissenschaftlichen Betätigung zu beantworten. Alle, die wir oder Günter Buchholz gefragt haben, schweigen beharrlich, was nurmehr den Schluss zulässt, dass sie nicht antworten können, weil sie keine wissenschaftlichen Grundlagen, keine wissenschaftlichen Methoden und keine Erkenntnistheorie haben.

Dafür haben sie einen ausgeprägten Opfersinn und eine ausgeprägte Lamentierfähigkeit, wie man dem Statement der Sektion Frauen und so weiter Forschung entnehmen kann.

Sie sehen sich umzingelt. Von Kritikern gejagt, die ihnen nun schon in der Wissenschaft auflauern und sie mit Fragen traktieren. Offensichtlich wird so langsam auch behäbigen Wissenschaftlern klar, dass sie Ideologen in ihren Reihen und an ihren Fördertöpfen haben (dazu unten mehr).

Dass die Frauen- und Geschlechterforscher_I_*innen Angst um ihre Pfründe haben, dass sie sich in der dummen Situation finden, sich erklären zu müssen, wird auch daran deutlich, dass sie, wie üblich, auf Kritik mit Diffamierung reagieren. So sehen sie eine “mediale Debatte”, die einen “Angriff” auf die “feministische Wissenschaftstradition” führt, was schon deshalb nicht möglich ist, weil es vermutlich eine feministische Tradition, aber eben keine feministische Wissenschaftstradition gibt. Gäbe es dieselbe, die Genderisten könnten die ihnen gestellten Fragen beantworten.

Die Angriffe werden sodann zu “Vorwürfen der Unwissenschaftlichkeit und der Ideologisierung”, um sich danach zu “polemischen Attacken” aufzubauen, die die  “De-Legitimierung des Feldes” anstreben (als müsste man das “Feld” de-legitimieren), den Genderisten die “Durchsetzung politischer Interessen” vorwerfen und die “Wissenschaftlichkeit der Genderforschung grundsätzlich in Abrede” stellen. Und diese Vorwürfe, Attacken und Angriffe, sie kommen auch aus dem “akademischen Feld”.

Ja, so ist das. Die Zeit des gemächlichen und ungestörten rent seeking ist vorbei.

DGSWer nun denkt, das Statement der XX-Sektion zeige die Unhaltbarkeit dieser “Angriffe”, “Attacken” und “Vorwürfen”, also in normaler Sprache: der Kritik an den Genderista auf, der irrt sich. Wo ein normaler Wissenschaftler mit Argumenten und dem Versuch, die Kritik zu widerlegen oder doch zumindst zu entkräften reagiert hätte, da reagieren die XX-Sektionalen mit … nichts.

Kein Argument, warum die Angriffe ungerechtfertigt sind.

Kein Beleg dafür, dass der Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit falsch ist.

Kein Argument, das zeigt, dass keine Ideologisierung der Wissenschaft durch deren Infiltrierung mit Genderista erfolgt. Einfach nur nichts.

Einen klassischeren Beleg dafür, dass Frauen- und Geschlechterforscher eben keine Wissenschaftler, sondern Ideologen und politische Günstlinge sind, kann man sich kaum vorstellen.

Wir haben uns zwei Stellen aus dem “Statement” herausgegriffen, an denen die ganze Armseligkeit der Genderista deutlich wird:

“… wer anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, bewegt sich vor allem selbst auf rhetorisch-ideologischem Glatteis. Der in diesem Zusammenhang geäußerte Vorwurf, kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses seien völlig unterforscht, demonstriert Unkenntnis”.

Diese Passage richtet sich gegen Stefan Hirschauer, der es gewagt hat, einen recht biederen und zurückhaltenden Beitrag mit dem Titel “Wozu Gender Studies?” zu verfassen. Wer die Passage gelesen hat, vermisst vermutlich den positiven Teil, wie Hans Albert immer gesagt hat und bis heute wohl sagt: Warum, so muss man die Genderista fragen, bewegt sich derjenige, der anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, auf Glatteis? Warum demonstriert jemand, der behauptet, “kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses” seien “völlig unerforscht” Unkenntnis?

Den rhetorischen Trick, der hier zur Anwendung kommt, könnte man als offensive Armseligkeit bezeichnen, denn die fehlenden eigenen Belege und Argumente sollen durch einen Angriff auf den Kritiker übertüncht werden. Ein Trick, der unter Genderista klappen mag, nicht jedoch unter Wissenschaftlern, denn Wissenschaftler sind nicht so dumm, als dass sie glauben würden, ein argumentum ad hominem sei gültig.

Wissenschaftler arbeiten an einem kumulativen Projekt . Und ein kumulatives Projekt setzt es voraus, dass man Argumente, nachvollziehbare und nachprüfbare Aussagen aufstellt. Wer nichts anderes kann, als Dritte abzukanzeln, der ist ein Ideologe und hat in der Wissenschaft nichts zu suchen. Ergo haben Genderista und ihre Vasallen in der Wissenschaft nichts zu suchen.

Genderista sind auch gar nicht in der Wissenschaft, um Wissenschaft zu betreiben oder Erkenntnis zu gewinnen, nein, sie sind politische Überzeugungstäter, Ideologen, die an einer sozialistischen Gesellschaft bauen wollen:

windbeutel“Dabei sind der sich artikulierende Antifeminismus sowie Trans- und Homophobie kein singuläres Phänomen. Die Diffamierung von Genderforscher_innen und die Verunglimpfung der Gleichstellungspolitik stehen u.a. im Zusammenhang mit kulturellem Rassismus, der sich zunehmend in Hassreden und Praktiken der Abwertung äußert. Europaweit zeigen mediale Debatten und Demonstrationen im öffentlichen Raum, dass die bürgerliche Mitte zunehmend ein ‚Unbehagen‘ artikuliert, das in der Ungleichheitsforschung u.a. auf die Neoliberalisierung und Vermarktlichung der Gesellschaft zurückgeführt wird; aus modernitätstheoretischer Sicht geht dieses ‚Unbehagen‘ mit antiemanzipatorischen und anti-aufklärerischen, d.h. reaktionären Impulsen einher. In diesem Zusammenhang werden kategorial abwertende Zuschreibungen, wie etwa Fremdenfeindlichkeit, immer vehementer artikuliert.”

Die bürgerliche Mitte ist aus Sicht der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS also Hort von Rassimus, Homophobie, Antifeminismus und “Neoliberalisierung” bzw. kurz. von kulturellem Rassismus. So einfach denken die Gender-Sektionalen, ist es, Kritik vom Tisch zu wischen und Kritiker als kultur-rassistische Bourgeois zu diffamieren, die es im neuen Klassenkampf, in dem die gelangweilten Günstlinge öffentlicher Förderprogramme sich nunmehr mit denen konfrontiert sehen, die diese Förderprogramme finanzieren, quasi als Verkehrung dessen, was Marx einst am Werk sah und vielleicht auch als neue Fassung dessen, was er einst als Lumpenproletariat bezeichnet hat, zu bekämpfen gilt.

Die modernen Klassenkämpfer haben jedoch im Vergleich zu ihren Vorgängern ein Handicap: Sie verfügen über keinerlei Produktivkraft. Sie sind vollständig vom Wirt, der sie bedient, abhängig, und das scheint ihnen auch vollkommen bewusst zu sein. Anders ist dieses Mahnmal genderistischer Armseligkeit kaum zu erklären.

Siegwart Lindenberg hat einmal sinngemäß gesagt, dass dann, wenn die Mittel knapp werden, wenn ökonomische Zwänge die Ausgaben determinieren, Rationalität als Kriterium bei den entsprechenden Entscheidungen über die Verwendung begrenzter Ressourcen wieder Einzug hält. Insofern sind wir auf dem besten Weg, Genderista loszuwerden.

Dass nichts verloren ist, wenn wir Genderista von Hochschulen entfernen und im Gegenteil viel gewonnen ist, zeigt die folgende Passage aus dem Statement der Gender-Sektionierten ganz deutlich:

“Die Einsicht in Prozesse der Vergeschlechtlichung der Wissenschaftsorganisation und des wissenschaftlichen Denk- und Begriffsapparats war für die Ausdifferenzierung des Forschungsfeldes zentral; die erkenntnistheoretisch motivierten Debatten der 1990er Jahre um das Verhältnis von sex und gender stellen eine paradigmatische Erweiterung dar und sind Ausdruck eines Selbstverständnisses als emanzipatorischer Wissenschaft, die immer wieder offen über das Verhältnis von Standortgebundenheit, Erkenntnis und Normativität in Verhandlungen getreten ist.”

Wie es sich mit einer angeblich emanzipatorischen Wissenschaft vereinbaren lässt, dass Kritiker der Genderista durch die Bank diffamiert und als Rassisten beschimpft werden, ist eine Frage, die die Schreiber des Statements vielleicht beantworten können, wenn sie demnächst von dem emotionalen Hoch, das ihre Hysterie ihnen verschafft hat, auf den Boden der Realität zurückkehren, sofern Hysterie bei ihnen kein Dauerzustand ist, quasi eine Grundqualifikation zum Genderista.

Inhaltlich hat die zitierte Passage wenig zu bieten und lässt sich unter Auslassung sämtlicher Füll- und Leerwörter wie folgt zusammenfassen: Die genannte Einsicht war wichtig, um zusätzliche Stellen für Gender-XX zu schaffen, und die Debatten der 1990er Jahre haben gezeigt, dass eine emanzipatorische Wissenschaft sich mit sich selbst beschäftigen muss. Die Maxime der feministischen Erkenntnis lautet demnach: “Beschäftige Dich mit Dir selbst und schaffe Stellen für andere, die sich mit sich selbst beschäftigen wollen!”

Zeit, an unsere Petition gegen Genderismus an Schulen und Hochschulen zu erinnern. Sie kann immer noch unterzeichnet werden.

Davon abgesehen, brauchen Stefan Hirschauer und Günther Buchholz Solidaritätsbekundungen, denn die beiden wurden von den Genderista als neue Feinde ins Visier genommen – wie man beim Lesen des Statements und vor allem der Fußnoten schnell bemerkt..

Originalitätsverdacht

Wer sich auf die Seiten der Deutschen Gesellschaft für Soziologie verirrt, kann dort Originalität bewundern, die einem die Gesichtsmuskeln erschlaffen lässt, nicht wegen Lachens, sondern wegen Gähnens.

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie übt sich in jugendlichem, manche werden auch denken, infantilem Selbstlob und klopft sich gegenseitig unter dem Titel “We can be heroes just for one week” auf die Schulter.

Das “We can be heroes…” ist eine Anspielung auf das Lied von David Bowie “Heroes”, dessen Text wir hier verlinkt haben.   Der Text passt nicht ganz zu Soziologen und zum Soziologentag, beschreibt er doch das Elend eines deutsch-deutschen Liebespaares, das der real existierende Sozialismus durch eine real-existierende Mauer getrennt hat.

Heroe for one dayAber, was soll’s. Als Heroes for one week, die sich mittlerweile wieder in ihren kleinen Büros und hinter ihrem Schreibtisch verstecken, haben die Soziologen-Vorständler ihre individuelle Playlist zusammengestellt, die fast schon etwas Selbsterkenntliches, wenn schon nichts Originelles enthält, z.B.: den verzweifelten Ruf: “Enough is Enough” oder “Madness” oder  “Daft Punk” oder “Voodoo People” usw. Wen die Playlists interessieren, sie sind immerhin einer der wenigen derzeitigen soziologischen Beiträge, die Interesse wecken könnten, der kann sie hier finden.

Irgendwie werden wir den Gedanken nicht los, dass manche aus dem Soziologenvorstand bei uns mitlesen und Ideen – sagen wir in Ermangelung des Willens, ein gewisses sprachliches Niveau zu verlassen: übernehmen – ohne Quellenangabe und gänzlich ohne den Bezug. Denn: der Witz an der Untermalung von Posts mit Liedern liegt nicht darin, dass man das eigene Geschmäckle zu Markte trägt und versucht, sich leutselig zu geben, wie die Vorständler, sondern darin, dass die gewählten Musikeinlagen, die wir gelegentlich verlinken, zum Text passen, einen Bezug haben, etwas ergänzen oder verdeutlichen. Aber um etwas zu verdeutlichen, muss man natürlich etwas haben. Um einen Bezug herzustellen, muss man etwas haben, auf das man etwas beziehen kann…. Das ist natürlich ein Problem, denn es erfordert Originalität und Kreativität.

Uns ist die versuchte Originalität des DGS-Vorstands, die jetzt schon seit einigen Tagen Online steht, wieder eingefallen, als wir einen Hilferuf aus der VW-Stiftung gelesen haben.

Offensichtlich stehen bei der VW-Stiftung alle Lampen auf rot.

Offensichtlich hat man bei der VW-Stiftung den Eindruck, die Sozialwissenschaften versinken in einem Meer aus post-modern, gendersensibler, transsexueller, vielleicht auch bisexueller politischer Korrektheit, die vor lauter Empathie für die bildungsfernen Armen, die die prekären Akademiker aufgrund ihrer halben Stellen und gekürzten Einkommen beschwören müssen, um nicht selbst der relativen Armut anheim zu fallen, vollkommen vergessen hat, was Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung und Analysen ist.

Offensichtlich sieht man bei der VW-Stifung eine Krise der deutschen Sozialwissenschaften, eine Krise, die sich durch Nichts auszeichnet, einfach nur nichts, denn nichts ist  es, was als orginell bezeichnet werden kann, nichts ist es, was aus den Sozialwissenschaften kommt und eine innovative Wirkung entfaltet und nichts ist es, was die Sozialwissenschaften derzeit beitragen, um neue und originelle gesellschaftliche Diskurse anzustoßen.

Offensichtlich ist man auch bei der VW-Stiftung angesichts der Umkehr der Verhältnisse, die Sozialwissenschaftler von Kritikern der gesellschaftlichen Verhältnisse und von Wegbereitern gesellschaftlicher Entwicklung zu Anbetern der gesellschaftlichen Verhältnisse und Verhinderern gesellschaftlicher Entwicklung gemacht hat, bestürzt.

Und offensichtlich will man bei der VW-Stiftung nicht länger zusehen.

Im Englischen heißt es: desperate times need desperate measures – und die VW-Stiftung handelt entsprechend:

Schon der Verdacht genügt.

Schon der der Verdacht auf Originalität genügt.

Schon wenn ein Forschungsvorhaben auch nur entfernt verspricht, originell zu sein, dann wird es gefördert:

originalitaetsverdacht“Originalität” ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften eines der zentralen Qualitätskriterien. Doch gerade in diesen Disziplinen mit ihren spezifischen Forschungsgegenständen ist die Frage, was “originell”, “neu” oder “innovativ” bedeutet, schwierig zu bestimmen. Was gesichertem Fachwissen und gemeinhin akzeptierten Intuitionen widerspricht, mag genauso dazu gehören wie die Entwicklung eines neuen Ansatzes, einer neuen These, einer neuen Theorie, die Beobachtung eines neuen Phänomens oder auch die Identifizierung von bisherigem Nicht-Wissen.

Die Stiftung möchte mit diesem Angebot Geistes- und Kulturwissenschaftler(innen) ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wird eine erste Exploration der Forschungsidee.

Im Antrags- und Auswahlverfahren geht die Stiftung in dreierlei Hinsicht neue Wege: Das Verfahren ist schlank, für die Antragsteller(innen) mit wenig Aufwand verbunden und mit einer Entscheidung innerhalb von 4 bis 5 Monaten schnell. Im Begutachtungsverfahren ist es innovativ in der Kombination von stiftungsinterner Vorauswahl und Endauswahl durch eine Expertenjury. Die anonymisierte Begutachtung soll sicherstellen, dass allein die originelle Forschungsidee zählt.

Kann man Verzweiflung besser in Worte fassen?

Ist dieser Hilferuf aus der VW-Stiftung es nicht wert, unterstützt zu werden, verbreitet zu werden?

Wir denken: Ja. Und deshalb verbreiten wir den Hilferuf über ScienceFiles und rufen unsere Leser an Universitäten dazu auf, das Angebot der VW-Stiftung ernst zu nehmen und originelle Forschungsideen einzureichen.

Ja, originelle Ideen, was könnten einmal originelle Ideen sein? – Ein Problem, mit dem sich auch die VW-Stiftung herumschlägt. Wir schlagen folgende Definition vor:

Originell sind Forschungsideen, die mit Sicherheit keine Förderung durch ein Bundesministerium erfahren, deren Gegenstand im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung steht, die von Fachzeitschriften nicht gedruckt werden würden, weil sie die kaum vorhandene Vorstellungskraft der Herausgeber oder Gutachter so dehnen, dass das Vorstellungsdefizit allzu deutlich wird, die politisch vollkommen inkorrekt sind  und in denen kein Innen, in welcher Variante der sprachlichen Verballhornung auch immer vorkommt.

Soziologentag: die Routine der Krise und die Gesänge der Gender-Sekte

Bald ist Soziologentag. Klingt wie: bald ist Weihnachten. Nur kommt beim Soziologentag der Weihnachtsmann nicht durch den Kamin, sondern als KeyNote-Speaker in Person von Susanne Baer, die erschütterndes über die Praxis des Bundesverfassungsgericht zu berichten weiß. Da man die Berufung eines Genderisten ohne dokumentierte und ausgewiesene Ahnung von Verfassungsrecht zum Bundesverfassungsrichter in der Tat als Erschütterungsexperiment ansehen kann, etwa in der Weise, wie es erschütternd ist, wenn ein Tauber für die Zusammenstellung der Charts verantwortlich ist, könnte die “KeyNote” richtig interessant werden, immer vorausgesetzt, Baer trifft den richtigen Ton.

DGS-Kongress-2014Ansonsten ist der Soziologentag, der am Montag beginnt, eine Routine, die die Krise der Deutschen Soziologie nur zu gut belegt, ein Treffen, an dem weniger Personen teilnehmen werden als ScienceFiles Abonnenten hat, und das in den Medien, wenn überhaupt, dann einen eher pflichtschuldigen Niederschlag finden wird. Denn: Die Zeiten, in denen Soziologen etwas zu sagen hatten, die Zeiten eines Karl-Dieter Opp, eines René König, eines Randall Collins, Harold Garfinkel, die Zeiten von Herbert Blumer, George C. Homans, Talcott Parsons oder Michael Hechter, ja die Zeiten eines Hartmut Esser, der immer Leben in die Bude brachte, sie sind vorbei.

Soziologie ist von einer kritischen Wissenschaft zu einem Einheitsbrei der politischen Korrektheit geworden, in dem sich Angehörige der Mittelschicht um diejenigen kümmern, denen sie sich überlegen sehen, deren Armut sie beklagen, in vielseitigen Werken, die geschrieben werden, um sich selbst auf die Ebene des Guten zu transzendieren, nicht jedoch, um den vermeintlich Armen zu helfen. Soziologie ist in weiten Teilen zu einem selbst-expressiven Unterfangen geworden, das von farblosen Gestalten ausgeführt wird, die bei einem Glas Riesling während  der unvermeidlichen Weinprobe (schließlich ist der Soziologentag in Trier) an die Zeit zurückdenken, als ihr Haar noch nicht licht, ihre Stirn noch nicht hoch, sie selbst noch kämpferisch waren, so kämpferisch, dass sie sich ins Feld getraut haben, direkten Kontakt mit Menschen, die ihnen fremd waren, aufgenommen haben, und wenn es im Rahmen ihrer begleitenden Erforschung von Sado-Maso-Gruppen war.

Doch, das ist Schnee von gestern. Seit mehreren Jahrzehnten hat die Soziologie keine Erkenntnisse mehr hervorgebracht, die beim Rezipienten mehr als ein müdes Gähnen hervorgerufen hätten. Und wären nicht die theoretischen Grundlagen, die die großen alten Männer der Soziologie gelegt haben, Soziologie wäre schon viel früher von der Vor-Wissenschaft, die an die Tür zur Normalwirtschaft geklopft hat, in den metaphysischen Zustand übergegangen, in dem sie sich nunmehr befindet, einem Zustand, in dem manche die Stirn in tiefe Falten legen, um den nachfolgenden Trivialitäten ein entsprechendes Gewicht zu verleihen, während andere Daten mit ausgeklügelten statistischen Verfahren bearbeiten, von deren Voraussetzungen sie ebenso wenig Ahnung haben, wie sie Ahnung von der Interpretation der Ergebnisse haben, die sie regelmäßig in einer Weise vornehmen, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Der Soziologentag, der in den letzten Jahrezehnten immer mehr zum Treffen von Nachwuchswissenschaftlern und Studenten geworden ist, dem die meisten Lehrstuhlinhaber, die noch eine Vorstellung von Soziologie haben, fernbleiben, zeigt dies in besonderer Weise.

Er zeigt, wie ideenlos die Soziologie ist. Er zeigt, wie routinemäßig die Krise der Soziologie derzeit verwaltet wird, und er zeigt, wie hoch der Stellenwert der Weltbetrachtung, die sich vom Talk in der entsprechenden Show nur dadurch unterscheidet, dass sie auf dem Soziologentag vorgenommen wird und entsprechend nur ein kleines Auditorium findet, bereits ist.

Handbook of sociological theoryEin Blick in das Programm des Soziologentags reicht, um Routine und Krise der heutigen Soziologie zu sehen. Die gezwungenen Bezüge zu Krise zeigen deutlich wie wenig Soziologen heute noch zu sagen haben, Titel wie: “Altern und Alter als individuelle und gesellschaftliche Krise?” oder :”Bildung in der Krise – Mit Bildung aus der Krise?” oder: “Transnationale Biographien in krisenhaften Zeiten” oder; “(Über)Leben in der Dauerkrise”oder: “Get (yourself) together – Körper in Krisen” oder: “Soziologie als kritische Theorie oder Soziologie als Krisenwissenschaft?” oder: “Kreativ aus der Krise – neue Formen des Organisierens?”, lassen die Langeweile in die Augen kriechen, die den Dienst versagen, und sie lassen die Vorstellung jener endlos ermüdenden Krisenvorträge vor dem noch dienstbereiten geistigen Auge entstehen, eine Vorstellung, die selbst das Lesen von James Joyce Ulysses zur angenehmen Aufgabe werden lässt.

Wer es lange genug aushält und das Programm der routinisierten Krise des Soziologentags in Trier auch nach dem Rieslingabend im Gewölbekeller auf Seite 46 nicht in die Ablage P befördert hat, der findet auf Seite 85 jene ad-hoc Gruppe, von der wir hier schon einmal berichtet haben, jene ad-hoc-Gruppe, die man sich wohl eher als Kongregation vorstellt, als Treffen verhuschter Gestalten, die allesamt etwas Neues in ihrem Leben erlebt haben: Widerstand.

Ein völlig neues Gefühl der Krise und vielleicht die einzige wirkliche Krise, die auf dem Soziologentag behandelt wird, soll in dieser Glaubenskongregation durch gemeinsame Beschwörungsformeln bekämpft werden, durch eine gemeinsame Intonation dessen, was der Feind angeblich sagt. Vermutlich werden die in Batiktücher gewickelten Teilnehmer versuchen, neben der verbalen Intonation dem Dämon, den sie über sich hereinbrechen sehen, auch mit Rauchtee zu Leibe zu rücken, um jenen Dämon zu vertreiben, den Dämon, der sich Kritik nennt, der als Anti-Genderismus daherkommt, und der Fragen stellt, Fragen, die die Sektenmitglieder bis heute nicht beantworten wollen oder können.

Wir haben eine pre-view vorgenommen und uns die Abstracts zur Glaubenskongregation durchgelesen. Hier unsere kurze Zusammenfassung dessen, was es als Schamanengesang von 14.15 bis 16.45 am Donnerstang den 9. Oktober zu hören gibt:

  • Kathleen Heft bringt “Input”, wie sie sagt. Ihr “Input” besteht darin, die eigene Opposition zu dem, was sie “heteronorm und bürgerlich-verstandene ‘traditionelle Familie'” nennt, in Worte zu fassen und Kritik als “Sehnsucht nach einer idealisierten Bundesrepublick der 1980er Jahre” zu diskreditieren. Der “Input” benötigt keinerlei empirischen Input und entstammt insofern dem Musik-Genre der Religiosa Fantasia.
  • The-Police-De-Do-Do-Do-De-DaJuliane Langenohl sieht sich von einer extremen Rechten bedroht, eine extreme Rechte, die ihr Kulturmarxismus, Raubtierfeminismus und Frühsexualisierung von Kindern vorwirft. An dieses “völkische Gedankengut”, wie sie befindet, also das extrem rechte Gedankengut, das allein Kritik an Frühsexualisierung und Kulturmarxismus und Raubtierfeminismus zu denken im Stande ist, knüpft Langenohl viele Fragen und keine Antworten. Sie befindet sich offensichtlich noch im Stadium der Verstörung, und versucht, das Störende durch die Inkantonierung von Abwehrgesängen zu bekämpfen, ihr Gesangsbeitrag gehört entsprechend in das Musik-Genre des religious psychedelic trash.
  • Ilse Lenz, erheblich gealterte und deshalb emeritierte Genderistin ist mit ihrem Gesang noch der mittelalterlichen Leier verpflichtet, einer Leier, die durch die bekannte und monotone Intonierung von “Neoliberalismus”, “hegemoniale Männlichkeit”, “Biologismus”, “Sozialismuskritik”, “Ausgrenzung”, “Abwertung” unterbrochen wird. Bekannt ist dieses Genre religiöser Musik auch als Brabbel-Gesang.
  • Andrea Maihofer spielt mit Franziska Schutzbach die zweite Geige zu Ilse Lenz, im übertragenen Sinne natürlich, und ergänzt die “männliche Suprematie” und die “heteronormative Zweigeschlechtlichkeit” zum religiösen Brabbel-Gesang, der damit zum Fake-Requiem auf einen Zombie wird.
  • Natürlich darf auch der Gruppengesang nicht fehlen, in diesem Fall ein Trio bestehend aus Mona Montakef, Christine Wimbauer und Julia Teschlade. Sie einen Erfahrungen der “Prekarität und Prekarisierung”, was angesichts von Zeitverträgen an Universitäten kein Wunder ist. Diese Erfahrungen haben “Verunsicherung” zur Folge, Verunsicherung darüber, ob man den Lebensstandard der Eltern noch wird halten können, wenn der Genderismus in Schutt und Asche liegt. Die Verunsicherung hat das bekannte Group-Chanting zur Folge, mit dem sich massiv verstörte und verunsicherte Personen gegenseitig versichern, dass sie gar nicht verstört und verunsichert sind. Group-Chanting gibt es in vielen Versionen. Im vorliegenden Fall geht die Rezitation des Glaubensbekenntnisses in die Fürbitten über.

– Rahmenprogramm –

Noch ein Trio von Minimalisten!

– Ende Rahmenprogramm –

  • Schließlich versucht Imke Schmincke “Furor” mit ihrem Gesang zu beschwören, und zwar “lautstark”, in der Hoffnung, dass es durch vorlautes Auftreten gelingt, die eigenen Ängste davor, dass der von ihr gesehene “große gesellschaftliche Widerstand” gegen den Genderismus, das Fundament des eigenen Auskommens beseitigt, zu bändigen. Das Treffen der Gender-Kongregation endet mit diesem Singsang und der Beschwörung der “Einlösung demokratischer Freiheits- und Gleichheitsversprechen”, die natürlich nur für Genderisten gelten.

Wer sich die ad-hoc-Gruppe aus einer Laune heraus, quasi ad-hoc antun will, der sei hiermit aufgerufen, uns mit einem Bericht über das Krisentreffen zu versorgen. Wir versprechen, den Bericht zu veröffentlichen – vielleicht beantwort der Bericht ja die Frage, was das Klagen über eine gescheiterte Staatsideologie mit Soziologie zu tun hat.

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