Deutsche Gesellschaft für Soziologie: Steht Anschluss an die LINKE bevor?

Vorgestern haben wir den SVR-Integrationsbarometer einer grundlegenden Kritik unterzogen und gezeigt, dass das Integrationsbarometer weder valide noch verlässlich ist, dass die Konstruktion des Index, der zum Integrationsbarometer ernannt wird, auf Basis von 16 Aussagen / Fragen ungeklärten Status‘ erfolgt, dass sie fehlerhaft ist, gegen Standards der empirischen Sozialforschung verstößt und dass der Barometer mit Sicherheit eines nicht tut, ein Integrationsklima abbilden.

Heute nun finden wir bei der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und somit bei einer Fachorganisation von Wissenschaftlern, zu deren täglich‘ Brot noch vor wenigen Jahren die Kenntnis quantitativer Methoden und deren Anwendung gehörte, eine PR-Maßnahme für eben diesen SVR-Integrationsbarometer.

Es ist eines, wenn Journalisten, die weil bar jeder Kompetenz in empirischer Sozialforschung einfach nur nachschreiben, was ihnen vorgeschrieben wurde, den SVR-Integrationsbarometer, der die Befindlichkeiten der politisch Korrekten bedient, ohne auch nur die Spur von Recherche, Prüfung oder gar Kritik durch ihren Blätterwald scheuchen.

Dass die DGS sich zum Verbreiter, zum Marketing-Dummy für Junk Science macht, ist etwas anderes, etwas, das zeigt, wie weit herunter eine Gesellschaft von vermeintlichen Wissenschaftlern gekommen ist, deren Vertreter ihren Studenten angeblich den kritischen Umgang mit u.a. quantitativen Daten beibringen sollen.

Nun hat die DGS im letzten Jahr heftig Federn gelassen und fast die komplette Sektion derer verloren, die sich noch mit dem quantitativen Handwerkszeug der Soziologie, dem einzigen, das geeignet ist, um den Gegenstand der Soziologie, die Theoriebildung zur Erklärung sozialer Fakten zu betreiben, auskennen. Sie haben ihre neue Heimat in der Akademie der Soziologie gefunden. Zurückgeblieben sind diejenigen, deren methodische Kenntnis nicht über das Zweiaugengespräch hinausgeht und die noch nie davon gehört haben, dass auch die qualitative Sozialforschung nicht darin besteht, zu fragen, was in den Kopf kommt, um die Antwort dann zu interpretieren, wie man es gerne hätte.

Kurz: Die DGS ist ein Opfer des Feminismus geworden, in dessen Zuge die Wissenschaft ohne Methoden also die Willkür der wie-kommt-mir-die-Welt-vor Betrachtung propagiert wurde. Wer wissen will, was es damit auf sich hat, der lese, was Judith Butler oder Sabine Hark zusammenschreiben und frage sich, ob es auf diesem Planeten eine relevante Anzahl von Menschen gibt, die auf ähnliche abstruse Gedanken kommen, die sie auch nur nachvollziehen können.

Damit ist auch ein gutes Maß dafür gewonnen, was keine wissenschaftliche Aussage ist. Aussagen, die Eindrücke wiedergeben, die nicht prüfbar sind, die nicht nachvollziehbar sind, die in keinem Bezug zu einem theoretischen Modell stehen, das prüfbar ist, Aussagen, die keinen Gehalt haben, nichts über die Realität aussagen und die nicht an dieser scheitern können, sind keine wissenschaftlichen Aussagen. Nicht-wissenschaftliche Weltbetrachtungen und Ausführungen einer feministischen Verschwörungstheorie finden sich indes im Echozimmer der in der DGS Zurückgelassenen und so ist es kein Wunder, dass die Reste derjenigen, die einst in die Fußstapfen von Rene König und Paul Lazarsfeld treten wollten, die heute nicht einmal mehr wissen, wer dieser König Paul eigentlich ist, einen Junk bewerben, wie den SVR-Integrationsbarometer.

Der Junk passt in ihr Weltbild. Also finden sie ihn gut. Die Transformation der DGS zur ideologischen Vereinigung ist damit erfolgt. Ob die DGS sich demnächst zu einer Gliederung von Grünen oder LINKE erklären wird, ist derzeit noch offen.

Hier die Marketingaktion der DGS:

„Alle zwei Jahre misst das SVR-Integrationsbarometer das Integrationsklima in Deutschland. Für die aktuelle Erhebung wurden über 9.000 Menschen deutschlandweit befragt. Zwei Drittel davon haben einen Migrationshintergrund. Das SVR-Integrationsbarometer konstatiert: „Stabiles Klima in der Integrationsrepublik Deutschland“.

Demnach bewerten Menschen mit wie ohne Migrationshintergrund das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft insgesamt weiterhin positiv. Dies gilt besonders dort, wo sie kulturelle Vielfalt im Alltag erleben. Dass Menschen im Osten Deutschlands das Zusammenleben skeptischer bewerten als im Westen, lässt sich zu einem erheblichen Teil mit geringerem Kontakt zu Zugewanderten erklären. Ein niedriger Bildungsstand und/oder Diskriminierungserfahrungen führen eher zu einer negativen Einschätzung. Insgesamt kommen Frauen zu einem positiveren Urteil als Männer.

Das SVR-Integrationsbarometer 2018 hat zudem die Haltung zu Flüchtlingen sowie zur sogenannten Kopftuchdebatte abgefragt. Die meisten Befragten stimmen einer weiteren Flüchtlingsaufnahme zu, befürworten aber auch eine quantitative Begrenzung. Ob in Schulen und Behörden das Kopftuchtragen gestattet sein sollte, beantworten Muslime und Muslimas mehrheitlich mit Ja, nichtmuslimische Einwanderer und Einwanderinnen sind ähnlich unentschlossen wie die Mehrheitsbevölkerung.“

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