Basenwirtschaft: Gender-Korruption an der Philipps-Universität Marburg

Warum wurden Gender Studies an Universitäten installiert?

Um die Wissenschaft von innen heraus zu zersetzen, wie wir hier gezeigt haben, und um Politikern direkten Zugriff auf wissenschaftliche Positionsinhaber zu gewähren, die sie dann jederzeit für Legitimationsarbeit benutzen können.
Vor allem stellen Gender Studies Professuren und alle, die davon abhängen, auch Versorgungsnetzwerke dar.

Am Beispiel von Marburg kann man das schön deutlich machen.

Das dortige Versorgungsnetzwerk funktioniert wie folgt:

Seit 2009 besetzt Annette Henninger eine Professur für Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik an der Philipps-Universität Marburg.

Die Professur wird/wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms von BMBF und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst geschaffen und jeweils zur Hälfte finanziert.

In den 8 Jahren, die seither vergangen sind, hat Henninger 13 Arbeitsnachweise verfasst, keiner davon hat auch nur entfernt etwas mit Wissenschaft zu tun. Hier ein paar Beispiele:

Henninger, Annette und Christine Wimbauer (2009): ‚Arbeit’ und ‚Liebe’ – Ein Widerspruch? In: Brigitte Aulenbacher und Angelika Wetterer (Hg.): Arbeit – Perspektiven und Diagnosen der Geschlechterforschung. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 100-118.

Henninger, Annette und Angelika von Wahl (2010): Das Umspielen von VetoSpielern. Wie eine konservative Familienministerin den Familialismus des deutschen Wohlfahrtsstaates unterminiert. In: Egle, Christoph und Reimut Zohlnhöfer (Hg.): Die zweite Große Koalition. Eine Bilanz der Regierung Merkel 2005-2009. Wiesbaden: VS Verlag, 361-379.

Henninger, Annette (2012): Von der Kinderladen-Bewegung zum Social-InvestmentAnsatz: Einfluss und Wandel von Forderungen der Frauenbewegung im Politikfeld Kinderbetreuung. In: Birkle, Carmen, Ramona Kahl, Gundula Ludwig und Susanne Maurer (Hg.): Emanzipation: Verwicklungen, Verwerfungen, Verwandlungen. Sulzbach/Taunus: Ulrike Helmer Verlag, 133-149.

Henninger, Annette und Angelika von Wahl (2014): Drei Schritte vor und zwei zurück? Familien- und Gleichstellungspolitik 2009-2013. In: Zohlnhöfer, Reimut und Thomas Saalfeld (Hg.): Politik im Schatten der Krise: Eine Bilanz der Regierung Merkel 2009-2013. Wiesbaden: Springer, 451-468.

Henninger, Annette (2015): Zur Bewertung wissenschaftlicher Leistungen in Berufungsverfahren: Die Studie „Who Becomes a Tenured Professor, and Why?“. In: femina politica, 24(2), 134-138.

Zudem hat Henninger in diesen acht Jahren drei Forschungsprojekte durchgeführt, alle drei Projekte wurden vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert:

2012: 15.000 Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst für „Diffusion und Wandel von Forderungen der Frauenbewegung am Beispiel lokaler Kinderbetreuungspolitiken“ (vergleiche auch die Veröffentlichung von 2012 – oben).

2013/2014: 47.534,80 Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst für „Innovationspotentiale durch geschlechtergerechte Organisationsentwicklung und Fachkräftemanagement im Krankenhaus. Eine Fallstudie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg“.

2016: 50.250 Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst für „Genderismus in der medialen Debatte: Themenkonjunkturen 2006-2016“.

Die bearbeiteten Themen zeichnen sich weder durch Originalität noch durch Reichweite aus noch ist vorstellbar, dass aus der Betrachtung lokaler Kinderbetreuungspolitiken oder einer Fallstudie an einem Krankenhaus irgend ein wissenschaftlicher Nutzen gezogen werden kann. Falls ein politischer Nutzen für das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst daraus entstanden ist, muss man feststellen, dass Henninger vom Ministerium als politischer Vasall an der Universität in Marburg gehalten wird. Falls dies nicht der Fall ist, liegt ein klarer Fall von Nepotismus in seiner Gendervariante der Basenwirtschaft vor, der den Bund der Steuerzahler interessieren sollte.

In jedem Fall hat sich die nahezu ausschließlich für Ministerien arbeitende Henninger, deren Stelle von Ministerien finanziert wird/wurde, bei ihren Dienstherren durch die Beobachtung des „Genderismus in der medialen Debatte“ und somit eines Themas, das keinerlei wissenschaftliche Bedeutung hat, so sehr als sachdienlich erwiesen, dass sie nun knapp eine Million Euro, dieses Mal vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (welch‘ ein Hohn: Bildung und Forschung!) dafür bezahlt wird, die schon gemachte Beobachtung derer, die Genderismus kritisieren, auszudehnen und sich als besonders guter Gender-Vasall lieb Kind beim Ministerium zu machen. Denn REVERSE, das, wofür das BMBF eine Million aus Steuergeldern verschwendet, ist ein Legitimationsprojekt, eine vom BMBF gekaufte Wissenschafts-Chimäre, bei der es nicht darum geht, die fehlende Erkenntnistheorie, die fehlende Methode, die fehlende Epistemologie, den fehlenden Erkenntnisgegenstand, die fehlenden Ergebnisse, den unbekannten Nutzen der Gender Studies nachzuliefern, sondern darum, die Kritiker als politische Gegner, am besten Rechte, in jedem Fall aber Personen zu diskreditieren, die es doch tatsächlich wagen, „Gender Studies, Gender Mainstreaming“ oder „die Infragestellung heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit“ zu kritisieren, die Gender Studies als „quasi-religiöse Strömung“ ansehen und den Genderisten deshalb eine Zugehörigkeit zur „Scientific Community“ absprechen.

Bleibt festzuhalten:

  • Ministerien schaffen Professuren und sorgen dafür, dass treue Vasallen auf die Positionen gelangen;
  • Ministerien finanzieren die Vasallen auf den Professuren mit Steuergeldern um politischen Aktivismus als Forschungsprojekt tarnen zu können.
  • Ministerien nutzen ihre Vasallen an Universitäten, um politische Gegner zu beobachten und zu diskreditieren.

Mit Wissenschaft hat dies nichts zu tun, dagegen viel mit politischer Korruption und Basenwirtschaft.

Welches Ausmaß diese Art der Korruption an deutschen Universitäten mittlerweile erreicht hat, das weiß niemand genau zu sagen. Wir wollen dies ändern und ein Forschungsprojekt durchführen, das von keinem deutschen Ministerium finanziert wird, finanziert würde. Es wird ausschließlich durch Leser von ScienceFiles finanziert. Mehr als 250 Leser haben bislang gut 11.000 Euro gespendet, d.h. wir werden nächstes Jahr mit der ersten Phase des Projekts, das drei Phasen umfasst, beginnen.
Wer unser Forschungsprojekt, das erste ausschließlich privat über Crowdfunding finanzierte Forschungsprojekt, das es je gab, unterstützen will, kann dies unten tun.

Wer sich über unser Projekt genauer informieren will, der kann das hier oder hier tun.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für die wertvolle Vorarbeit, die in diesen Beitrag eingeflossen ist.

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Beta-Weibchen immer noch unterrepräsentiert: Transdisziplinärer Workshop an der Uni-Marburg soll das ändern

Fast 100 Jahre Frauenwahlrecht;
Gleichstellung;
Gender Mainstreaming;
Staatliche Alimentierung;
Mentorenprogramme;
Frauenquote bei Parteien und nicht nur dort;
Frauenförderung;

Und dann geht der Frauenanteil im Deutschen Bundestag zurück. 218 von 709 Abgeordneten im neuen Bundestag sind weiblich, 31% macht das. Im letzten Bundestag waren es noch 230 von 631 und damit 36,5%.

Diese Genderkatastrophe für die, die – in den Worten von Max Weber: von der Politik leben, sie hat mit der finanziellen Unterstützung des Bundesministeriums für FSFJ einen Workshop geschaffen, der am 23. und am 24. Februar in Marburg stattfinden soll – das, obwohl die Weiberfastnacht erst am 28. Februar ist. Anlässlich dieses Workshops an der Universität Marburg soll über die „Konkurrenz für das politische ‚Alpha Männchen‘“ phantasiert werden. Denn: der Fortschritt sei fragil.

Finden sich im neuen Bundestag 12 Frauen weniger, dann ist dies ein Armageddon der Gleichstellung, ein Rückgang, der zeigt, wie „fragil dieser Fortschritt“ ist. Unter Fortschritt wird hier ein erhöhter Frauenanteil im Bundestag verstanden.

Ob mehr Frauen tatsächlich einen Fortschritt bedeuten, wäre im übrigen noch zu zeigen (und theoretisch zu begründen, warum das der Fall sein sollte). Fortschritt wird generell qualitativ und nicht quantitativ definiert. Man müsste also zeigen, dass mehr weibliche Politiker bessere Politik bedeuten als weniger … Nun ja. Nimmt man Wählergunst als Maß für erfolgreiche Politik, dann muss man feststellen, dass in dem Maße, in dem der Frauenanteil in z.B. der SPD gestiegen ist, der Stimmenanteil der SPD gesunken ist. Insofern bringen mehr SPD-Frauen weniger SPD-Stimmen. Okay. Wir sind bereit dies als Fortschritt anzusehen.

Entsprechend können wir nun mit den Marburger Veranstaltern, es sind die üblichen Verdächtigen: Annette Henninger, die schon mit REVERSE auf der Gehaltsliste des BMBF steht und eine Professur für Professur für “Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik“ besetzt, die wiederum vom BMBF über das Professorinnenprogramm finanziert wird bzw. jahrelang wurde und Dorothee Beck aus dem „Team“ von Henninger, die die Veranstaltung für das BMFSFJ durchführen. Man sieht an diesem Beispiel sehr gut, wie Basennetzwerke funktionieren. Pointiert und mit der notwendigen Metaphorik kann man sagen, dass Betaweibchen über Wettbewerbsverzerrung, wie sie im Rahmen des Professorinnenprogramms betrieben wird, in Positionen gehievt werden, die sie im fairen Wettbewerb nie erreicht hätten. Wären sie keine Betaweibchen hätten sie es natürlich auch nicht nötig auf ministerielle Vorteilsgewährung zurückzugreifen. An Universitäten installiert und weitgehend bar eigener Ideen werden sie zu willigen Vasallen der Ministerien. Für ein Ministerium führen sie ein Projekt durch, das dazu dienen soll, Gegner des Genderismus zu diskreditieren. Für ein anderes Ministerium richten sie einen Workshop aus, in dem sie Betaweibchen zur politischen Konkurrenz von „Alphamännchen“ aufbauen wollen, Alphamännchen, wie es sie in der FDP und der AfD noch gibt, denn mit beiden Parteien sind „Quoten-Gegner_innen in den Bundestag eingezogen“. Kurz: Die ministeriellen U-Boote sollen zu Legitimationsbeschaffern gemacht werden.

Im Rahmen des Workshops, für den bereits feststeht, dass es ihn geben wird, wenngleich niemand weiß, wer daran teilnehmen wird und ob jemand daran teilnehmen wird, soll dies vor allem dadurch erfolgen, dass drängende Fragen, die niemanden aus Gender-Adepten, von denen beantwortet werden, von denen noch niemand weiß, ob sie am Workshop teilnehmen. Deshalb gibt es kein Programm, dafür aber einen „Call for Participation“, einen akademischen Hilferuf der Marke: Wir haben Geld vom Ministerium, müssen damit etwas machen, haben keine Ahnung was, HILFE!

Die HILFE soll u.a. Fragen wie die folgenden beantworten:
Gibt es bei rund 40% Frauen in politischen Ämtern eine gläserne Decke, und wie steht es mit der Komplexität der Diskriminierungsstrukturen?

Wann immer Genderisten und andere Wissenschaftsdarsteller kein einziges Beispiel für das haben, dessen Existenz sie behaupten, bringen sie die Komplexität ins Spiel. Weil die Diskriminierung von Frauen so komplex ist, also die Strukturen, die Frauen diskriminieren, deshalb kann man keinerlei konkretes Beispiel für diskriminierte Frauen geben. Genderismus, also die strukturierte Bevorteilung von Frauen wird seit gut 20 Jahren systematisch betrieben. Wenn es in dieser Zeit nicht gelungen ist, auch nur eine diskriminierte Frau zu finden, dann drängt sich der Verdacht auf, dass es sie einfach nicht gibt – oder?

Im Gegenteil, es gibt Angela Merkel und all die anderen Frauen, die Politiker in Positionen spielen, die man in Marburg, an der Universität Marburg, für „Spitzenpositionen“ hält. Eine Anomalie. Wie kann es sein, dass diskriminierte Frauen in Spitzenpositionen gelangen? Das Ende der Genderförderung naht, wenn nicht schnell eine Idee geboren wird, die eine Diskriminierung auch von „Spitzenpolitikerinnen“ plausibel macht. Komplexität hatten wir schon. Nutzen wir also Durchsetzungschancen und fragen ohne jeglichen Bezug zur Realität ob es „Ausschlussmechanismen für jene, die vermeintlich oben angekommen sind“ gibt. In Deutsch: Ist Angela Merkel vielleicht gar nicht Bundeskanzler von Deutschland. Ziehen Altmaier und Seehofer die Fäden oder Putin?

Der Verdacht liegt für die Marburger (was ist eigentlich die weibliche Form von Spinner?) Wissenschaftsdarsteller nahe, denn „Politikerinnen werden in den Medien als ‚die Anderen‘ inszeniert“ und stehen ständig in der Gefahr der „Trivialisierung und Sexualisierung“. Wer bei Angela Merkel die Gefahr einer Sexualisierung sieht, der muss wirklich verzweifelt sein.

Tatsächlich macht der Marburger Workshop den Eindruck tiefster Verzweiflung und den Eindruck massiver Überforderung. Es ist ja auch nicht leicht, einerseits Ministerien zu dienen und andererseits den Anschein erwecken zu müssen, man habe irgend etwas mit Wissenschaft am Hut. Um Letzteres zu leisten, bedienen sich Henninger und Beck ausgerechnet Max Webers, d.h. sie missbrauchen ihn, behaupten, Max Weber habe als Ideal des Berufspolitikers einen ökonomisch unabhängigen Mann der „frei von familiären Sorgepflichten“ sei, propagiert.

In unserer Ausgabe von Politik als Beruf, zieht sich der Vortrag Max Webers von Seite 35 bis Seite 88. Ab Seite 42 diskutiert Weber die verschiedenen Arten von Berufspolitikern, die sich im Laufe der Geschichte angesammelt haben, und zwar unter der Maßgabe seiner Unterscheidung in Berufspolitiker, die für die Politik leben und solche die von der Politik leben. In modernen Parteienstaaten ist für Weber der Übergang von Ersteren zu Letzteren vollzogen, was diejenigen, die von der Politik leben, nicht nur von der Politik, sondern zudem von ihrer Partei abhängig macht und Politik zum Kampf um Pfründe werden lässt. Aber das steht schon auf Seite 61. So weit können Henninger und Bach jedoch nicht gelesen haben. Denn hätten sie soweit gelesen, dann wüssten sie, dass Weber in der für ihn typischen Art, die vielen Facetten, die ein Politiker, der von bzw. für die Politik lebt, annehmen kann, diskutiert, um sich dann dem historischen Wandel des Berufes „Politiker“ zu widmen.

Die Wertung, die ihm Henninger und Bach unterstellen, ist falsch. Wie so oft, unterstellen Genderisten anderen etwas, um dieses Etwas dann bekämpfen zu können. May Weber hat das nicht verdient. Von seiner Lektüre sollte man Betaweibchen ausschließen (sie verstehen ihn sowieso nicht – wollen das auch gar nicht).

Damit die Marburger etwas über den idealen Politiker, wie er Max Weber vorschwebte, lernen, empfehlen wir unseren entsprechenden Text. In aller Kürze: Der ideale Politiker zeichnet sich durch Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und distanziertes Augenmaß aus. Über das Geschlecht des idealen Politikers hat sich Max Weber nicht geäußert. Das hat zum einen den Grund, dass Weber ein Wissenschaftler war, zum anderen den Grund, dass er nicht die psychische Störung hatte, die heute dazu geführt hat, dass Wissenschaftsdarsteller an Universitäten zu finden sind und dort von Ministerien für Propaganda bezahlt werden, die vom fixen Blick zwischen die Beine lebt.

Das Ausmaß staatlicher Eingriffe in die Autonomie der Universitäten unter dem Deckmantel der Gender Studies ist vollkommen unbekannt. Wir wollen dies mit einem Forschungsprojekt ändern, das sich dadurch auszeichnet, als erstes deutsches Forschungsprojekt ausschließlich privat finanzierten zu werden. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind rund 75% der Kosten, die für Phase I anfallen, gespendet worden. Wenn Sie mit Ihrer Spende dabei mitwirken wollen, das Ausmaß ideologischer Gender-Infiltration an deutschen Universitäten aufzudecken, dann finden Sie hier nähere Informationen.

Wir danken einem Leser, der uns auf die Betaweibchen (oder waren es Anhimmler von Alphamännchen?) in Marburg hingewiesen hat.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Was hat Ernst-Moritz-Arndt mit der Stasi zu tun? Einblicke in den Gender-Sumpf

Seit wir das Gender Trash Ranking veröffentlicht haben und seit wir zur Finanzierung eines Forschungsprojekts mit dem Ziel, das wahre Ausmaß des Gender-Nepotismus an deutschen Universitäten herauszufinden, aufgerufen haben, erhalten wir viele Hinweise auf den Gender Sumpf. Heute wollen wir anhand eines Hinweises, der die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald zum Gegenstand hat, aufzeigen, wie die Grenzen zwischen dem Politischen, wie Ulrich Beck es genannt hat (bei ihm wurde das Politische noch erfunden) und Universitäten immer mehr verwischt werden. Das Ziel besteht offensichtlich darin, Universitäten mit politischen Aktivisten zu durchsetzen, die über eine Vernetzung in den außer-Universitären Bereich verfügen, um dort als Handlanger politischer Kampagnen und Vorgaben zu dienen.

So gibt es an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität seit 1996 das „Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung“. Es befindet sich an der Philosophischen Fakultät, wird von derselben und dem Ministerium für Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie der Stiftung des Alfried Krupp-Wissenschaftskollegs Greifswald finanziert.

Die Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als Träger des Kollegs ist eine Ausgründung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, in die Grundstücke und Gebäude des Landes und der Universität Greifswald eingeflossen sind. Das Finanzkapital stammt „zu gleichen Teilen vom Land Mecklenburg-Vorpommern und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald“.

Die Finanzierung des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung erfolgt auf vierfache Weise aus öffentlichen Quellen, also aus Steuermitteln:

  • Einmal aus Steuermitteln des Ministeriums für Integration und blabla des Landes Mecklenburg-Vorpommern,
  • einmal aus Steuermittel die an die Universität Greifswald gehen und von dieser an die Philosophische Fakultät durchgereicht werden,
  • einmal aus Steuermitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die über die Alfried-Krupp Stiftung zum Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung gelangen und
  • einmal über Steuermittel, die von der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald an die Alfried-Krupp-Stiftung und von dort aus an das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verschoben werden.

Das ist klassische Geldwäsche.

Korruption muss angesichts dieser Form der Netzwerkbildung neu definiert werden.

Aber damit sind wir noch nicht fertig.
Das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung ist am Projekt „un_sichtbar“ beteiligt, das wiederum eine von ihm gesehene, erfundene, behauptete – jedenfalls nicht empirisch gemessene „Homo- und Transfeindlichkeit“ „mit einem landesweiten Modellprojekt zu den Lebenserfahrungen von Schwulen, Lesben und Trans* in Geschichte und Gegenwart ändern“, will.

Die Verbindung zwischen einem an der Universität nach eigener Aussage „installierten“ interdisziplinären Zentrum und politischem Aktivismus gepaart mit Lobbyismus, ist damit hergestellt, die Grenze zur Wissenschaft beseitigt, tatschlich wird Wissenschaft auf diese Weise aufgegeben zum willigen Vasallen staatlicher Indoktrination umfunktioniert. Von einer Unabhängigkeit der Wissenschaft kann keine Rede mehr sein. Wissenschaft steht im Dienste der Marotten, die Politiker gerade entwickeln und finanzieren.

So wird „un_sichtbar“ u.a. vom Bundesministerium für FSFJ, also dem Ministerium, das die Gleichschaltung von Wissenschaft im Dienste des politischen Aktivismus wie kein anderes Ministerium vorantreibt, finanziert, was dazu führt, dass die oben dargestellten Kanälen auf denen Steuergelder in die Kassen des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung gespült werden, um einen weiteren ergänzt werden.

Wer bis hier noch einen Zweifel daran hat, dass das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald nichts mit Wissenschaft und alles mit politischem Aktivismus und politischer Dienlichkeit zu tun hat, dessen Zweifel versetzen wir nunmehr einen Todesstoß:

„Das IZfG versteht sich als eine wissenschaftliche und (hochschul-) politische Einrichtung. Geschlecht soll als handlungsleitende Erkenntniskategorie in den Bereichen der Forschung, Lehre und (Wissenschafts-) Politik verankert werden.“

Mit anderen Worten: Erkenntnis wird eine andere, wenn man sie durch eine „Geschlechter“-Brille betrachtet. Wer derartigen Unsinn schreibt, der kann kein Wissenschaftler sein, schon weil ihm noch nie aufgefallen ist, dass der Gegenstand von z.B. Sozialwissenschaften, soziale Handlungen zum Beispiel, vollkommen unabhängig vom Geschlecht als das erscheint, was er ist, z.B. ein Einkauf beim Bäcker, eine Diskussion im Fernsehen, eine Kaffeefahrt mit Heizdeckenverkauf. Lediglich Bewertungen können durch für die Erkenntnis irrelevante Variablen wie Geschlecht beeinflusst werden. Dies ist eine deskriptive Aussage, zu der wir aufgrund der vielen Beispiele dafür, dass Genderisten, die ja mehrheitlich weiblich sind, Wahrnehmungsstörungen (man denke nur an das behauptete Gender Pay Gap) und Erkenntnis- und Verständnisprobleme haben (wir sagen nur: Mathematik), kommen müssen.

Und noch ein Todesstoß (für eventuell vorhandene Zweifel):

Im Projekt un_sichtbar, das keinerlei wissenschaftlichen, sondern ausschließlich politischen Wert für die Interessenvertreter und Lobbyisten entsprechender Ausrichtung hat, kooperiert das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität mit der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Man kann viel über die Amadeu-Antonio-Stiftung sagen. Was man mit Sicherheit nicht sagen kann, ist dass die AAS-Stiftung irgend etwas mit Wissenschaft zu tun hätte. Tatsächlich behaupten das nicht einmal die AAS-Mitarbeiter. Die AAS-Stiftung ist ausschließlich dem politischen Aktivismus und Lobbyismus gewidmet. Es geht bei der AAS-Stiftung nicht darum, Erkenntnis zu gewinnen, sondern darum, die AAS-Wahrheit denen, die nicht an die AAS-Wahrheit glauben, mit Löffeln abzufüllen. Entsprechend hat die Kooperation mit der AAS-Stiftung keinerlei Bezug zu Wissenschaft.

Was übrig bleibt ist die Erkenntnis, dass das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung ein Trojaner ist, ein trojanisches Pferd das politische Aktivisten in Universitäten einschleust, damit sie in Universitäten ihr Vernichtungswerk antreten und außerhalb als vermeintlich akademischer Legitimationsbeschaffer dienen können.

Das ist eine perfide Form der Zersetzung von Universitäten.

Bleibt noch die Frage in der Überschrift zu beantworten: Ernst-Moritz-Arndt, der Namensgeber der Universität Greifswald wird über das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung mit der AAS-Stiftung verbunden, die bekanntermaßen von einer ehemaligen Mitarbeiterin der Stasi geleitet wird. Wie gut, dass Arndt nicht mehr lebt.

Eine kleine Recherche, ausgelöst durch einen Hinweis, den uns ein Leser gegeben hat, hat abermals nepotistische Netzwerke zu Lasten der Steuerzahler aufgedeckt, die nur erahnen lassen, wie sehr die – natürlich bildlich gesprochen: Gendermaden sich am Steuerzahlerspeck laben. Vor diesem Hintergrund wird eine systematische Aufarbeitung der Gender-Infiltration immer dringlicher.

Wir sind die einzigen, die eine solche Aufarbeitung beabsichtigen. Wir haben dazu ein Forschungsprojekt konzipiert und unsere Leser aufgerufen, es zu finanzieren. Sie können sich daran beteiligen und mit Ihrer Spende ein Projekt ermöglichen, das Genderista und Ministerien in Bund und Ländern gerne verhindern würden.

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Demokratie-Prostituierte: Verteidigung nur gegen Geld?

Die Demokratie liegt uns am Herzen. Deshalb kämpfen wir für die Demokratie, für die Rechte, die in der Demokratie verbürgt sind, für Meinungsfreiheit, für das Recht auf Eigentum, für Sicherheit und Ordnung in einem stabilen Gemeinwesen, in dem die Preisgabe individueller Freiheit nur in dem Maße erfolgt, wie sie notwendig ist, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.

Und wir leben Demokratie. Im täglichen Leben, in Toleranz und Akzeptanz, dadurch, dass wir mit anderen reden, sie nicht ausgrenzen, dadurch, dass wir uns keine Vorteile auf Kosten Dritter verschaffen oder gar versuchen, uns auf dunklen Pfaden und auf Kosten der Allgemeinheit von Ministerien durchfüttern zu lassen.

Wir leben Demokratie im grundlegenden Prinzip des kategorischen Imperativs von Kant:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.”

Das tun wir.

aas_geld-oder-bustAndere sind nicht so altruistisch, wenn es darum geht, die Demokratie zu verteidigen. Andere verteidigen nur, wenn sie finanziert werden. Eigentlich kämpfen sie nur für die Demokratie, weil sie sich eine Nische geschaffen haben, in der sie sich vom Staat aushalten lassen können, dafür, dass sie vermeintlich die Demokratie gegen z.B. den Rechtsextremismus verteidigen oder gegen sonstige Fieslinge, die nur darauf warten, den Dolch in den Rücken der demokratischen Ritter zu stecken und dem demokratischen Spuk ein für allemal den Garaus zu machen. Dass die entsprechenden Demokratiekämpfer für die Demokratie kämpfen, ist ein historischer Zufall. Wären sie z.B. in der DDR geboren oder würden sie noch in der DDR leben, sie ließen sich vom DDR-Staat dafür bezahlen, den real existierenden Sozialismus gegen den Klassenfeind zu verteidigen, denn sie sind keine Kämpfer für Demokratie, sondern Prostituierte, die sich dem anbieten, der am besten bezahlt.

Und dann gibt es die Amadeu-Antonio-Stiftung, die „seit vielen Jahren eine engagierte Mitstreiterin für unsere demokratische Kultur in Deutschland ist“. Seit vielen Jahren arbeitet die Stiftung „gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus … Sexismus“ und Sonstismus. Alles, was nicht Demokratie ist, dagegen arbeitet die Amadeu-Antonio-Stiftung.

Und deshalb haben sich die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland und der Bund der Katholischen Jugend in Person von Lisi Maier gerade aus dem Fenster gelehnt, um der Amadeu-Antonio-Stiftung den Rücken zu stärken. Denn es brauen sich dunkle Wolken über der Stiftungszentrale in Berlin zusammen. Hat doch ein Journalist die Stiftung in der FAZ kritisiert, nein Vorwürfe hat er erhoben. Das ist schlimm. Verheerend ist jedoch, dass „sogar von Mitgliedern des Deutschen Bundestages“, wie Lisi Maier erfahren hat, eine „Forderung nach Streichung der öffentlichen Förderung der Amadeu-Antonio-Stiftung“ erhoben wird.

Das also ist des Pudels Kern. Die Verteidigung der Demokratie findet nur statt, wenn öffentliche Gelder dafür fließen. Keinen Finger machen die Demokratiekämpfer in Berlin krumm, wenn die staatlichen Moneten nicht bei ihnen im Säckchen klingeln. Lisi Maier (warum fällt uns immer Clyde Bruckman ein: Am I supposed to think that this a real name?) weiß das ganz genau:

“Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren kämpfen häufig ums Überleben. Sie sind in ihrer Finanzierung oftmals auf Spenden und kurzfristige Projektmittel angewiesen. Eine dauerhafte Absicherung demokratischer Strukturen bedarf aber einer langfristigen und dauerhaften Finanzierungsgrundlage“.

Im Klartext: Kein Geld, kein Kampf für die Demokratie.

Der Kampf für die Demokratie oder gegen den Rechtsextremismus ist also eine wirtschaftliche Transaktion, hinter der vielleicht, aber nicht in erster Linie die Überzeugung steht, dass es ganz gut ist, eine Demokratie zu haben, wesentlich wichtiger ist es jedoch eine üppige Sicherung des eigenen Lebensunterhalts auf Kosten der Steuerzahler zu erreichen [Was verständlich ist, denn wenn man nichts Richtiges gelernt hat, kommen staatliche Zuwendungen gerade richtig und man will sie natürlich nicht verlieren]. Entsprechend ist der bekämpfte Gegenstand austauschbar, sind es nicht die Rechtsextremisten, sind es eben die Systemfeinde. Hauptsache der Rubel rollt. Man könnte vor diesem Hintergrund von Demokratie-Prostitution sprechen, Demokratie-Prostitution mit einem Hang zur Erpressung der Art, dass mit einer Einstellung des Kampfes gegen Rechtsextremismus, der doch den Bekämpfern eine Herzensangelegenheit ist, gedroht wird.

Schon erstaunlich.
Ebenso erstaunlich wie die Tatsache, dass man bei der Amadeu-Antonio-Stiftung derzeit offensichtlich mit ernsthaften Problemen zu kämpfen hat, mit für die Stiftung existenziellen Problemen. Die Zeichen stehen wohl auf Trockenheit, auf ein Versiegen der Quellen öffentlicher Finanzierung. Das ist gut so. Denn die Erziehung der Bevölkerung hat nicht Gegenstand von Politik zu sein, und wer sich gegen z.B. Rechtsextremismus engagieren will, der kann dies auf eigene Rechnung und jederzeit mit den Spenden derer tun, denen der Kampf genauso wichtig ist, genauso eine Herzensangelegenheit.


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Miteinander im Fördersumpf: Politische Korruption und Sachsen-Anhalts “Amadeu-Stiftung”

Ironie ist, wenn von denen, die die Demokratie von innen heraus zerstören, behauptet wird, sie seien angetreten, die Demokratie zu retten, vor Rechtspopulisten, Rechtsradikalen oder Rechtsextremisten oder … Nazis eben!

Saage_2005_DemokratietheorieWenn Demokratie klappen soll, dann ist dazu ein offener Markt an Ideen notwendig, auf dem jeder um Unterstützung für seine Ideen werben kann und auf dem keiner der Anbieter Privilegien genießt, z.B. Privilegien im Zugang zu Steuergeldern oder Privilegien im Zugang zu Sendezeit in öffentlich-rechtlichen Medien. Der Ideenmarkt wird in Demokratien meist von Parteien beliefert, die dort u.a. ihre Vorstellungen davon, wie die Gesellschaft in Zukunft aussehen soll und wer was dazu beitragen soll, dass die Gesellschaft in Zukunft so aussehen soll, vortragen und miteinander um die Gunst der Wähler, die letztlich entscheiden sollen, welche der vorgestellten Ideen umgesetzt werden, buhlen. Werden nun manche Anbieter von Ideen auf dem Markt der Demokratie bevorzugt behandelt, während andere ein Handicap aufgebürdet wird, dann ist weder ein gleichberechtigter Wettbewerb zwischen den Anbietern gewährleistet noch ist gewährleistet, dass sich die Wähler ein unvoreingenommenes und weitgehend verzerrungsfreies Bild, geschweige denn ein realistisches Bild machen können.

Das ist der Idealtyp einer Demokratie, von dem die real existierenden Demokratien mehr oder weniger weit abweichen, und zwar deshalb, weil Parteien und Politiker, die in Positionen gelangen, die Möglichkeiten, die die Positionen bieten, nutzen werden, um politische Gegner auf dem Markt der politischen Ideen in ein schlechtes Licht zu rücken und sich und der eigenen Partei einen Vorteil zu verschaffen. Damit ist das Phänomen der politischen Korruption beschrieben. Um politischer Korruption Einhalt zu gebieten oder sie auf einem Minimum zu halten, ist es notwendig, die Mittel, die z.B. Ministerien zur Verfügung stehen, sehr knapp zu bemessen. Knappe Mittel garantiert Konkurrenz um die entsprechenden Mittel und reduzieren die Möglichkeiten der Vergabe politischer Gefallen, schon weil mit jedem Gefallen, der auf Basis knapper Mittel vergeben wird, etliche, für die nun kein Geld mehr da ist, zu Gegner dessen werden, der die Mittel vergeben hat und entsprechend an seiner Amtsenthebung arbeiten werden, so dass es letztlich für einen rationalen Akteur das Beste ist, gar keine politischen Gefallen zu vergeben, da er auf diese Weise sein eigenes Überleben am besten sichern kann.

Betrachtet man den deutschen demokratischen Versuch, dann ist die Abweichung vom Ideal eher bei mehr als bei weniger weit angesiedelt. Deutsche Ministerien sind sehr üppig mit Steuermitteln ausgestattet, so üppig, dass es sich das Bundesministerium für FSFJ z.B. erlauben kann, mehr als 105 Millionen Euro einzusetzen, um Einfluss auf die Meinungsbildung von Bürgern zu nehmen. Ein Unding, das zur Regel geworden ist, wie die Methoden der Landesfürsten, Schüler über den Lehrplan zu indoktrinieren, zur Genüge belegen.

miteinander-evDoch bleiben wir beim Bundesministerium für FSFJ, das der größte ideologische Agitator unter den deutschen Ministerien ist und eine Unzahl von Organisationen dafür finanziert, die demokratischen Werte zu fördern. So jedenfalls lautet die offizielle Begründung dafür, dass 105 Millionen Euro landauf landab verteilt werden. Z.B. an den Magdeburger gemeinnützigen Verein „Miteinander e:V.“

Miteinander e.V. wird vom Bundesministerium für FSFJ ausgehalten und von der Antidiskriminierungsstelle, die der Haushaltsplan des Bundes dem Einzelhaushalt des BMFSFJ zuweist, ebenfalls subventioniert. Die 13 Angestellten von Miteinander e.V. werden somit gleich doppelt aus dem Hause FSFJ finanziert. Und wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, ist die Existenz von Miteinander e.V. vollständig vom Geld aus dem BMFSFJ abhängig: Fließt das Geld nicht, können die Mitarbeiter nicht bezahlt werden. Miteinander e.V. ist somit also ein fast 100%iger Kostgänger des BMFSFJ. Das führt jedoch nicht dazu, dass auch nur der Funke eines Nachweises über die Verwendung auch nur eines Euro geführt wird. Miteinander e.V. legt keinerlei Bilanz. Die Verantwortlichen kassieren die Steuergelder und sehen keinerlei Anlass, denen, die sie finanzieren, also den Steuerzahlern, Rechenschaft über die Verwendung abzulegen.

Also muss man schauen, was die 13 Angestellten von Miteinander e.V. im Rahmen von Demokratie leben! so treiben. Sie bekämpfen den Rechtsextremismus. Wer hätte es gedacht. Dabei widmen sie sich so wichtigen Themen wie der Frage wie man mit „rechtsaffinen Kindern“ umgehen soll, wobei es das Ziel ist, „Distanzierungsprozesse vom Rechtsextremismus zu fördern bzw. den Einstieg von Kindern und Jugendlichen in die rechte Szene zu verhindern“. Demokratie leben! hat offensichtlich nichts mit Respekt und Toleranz zu tun, Respekt für die Rechstaffinität von Kindern und Toleranz dafür, dass manche Jugendliche sich mit so genannten rechten Inhalten auseinandersetzen wollen, während andere vielleicht lieber mit Steinen auf Polizeibeamte werfen, weil letztere das „kapitalistische Schweinesystem“ gegen linke Demonstranten sichern wollen. Letztere verdienen die Toleranz und die Akzeptanz des demokratischen Systems, jedenfalls gibt es keine Programme, die Erzieher von Kindern und Jugendlichen, die linksaffin sind, beraten und „Distanzierungsprozesse“ zum Linksextremismus fördern wollen. Demokratie lebt man nur im Kampf gegen rechts, wie die Miteinanders meinen, die offensichtlich die Grundidee des Ideenwettbewerbs, wie er oben beschrieben wurde, nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen, denn schließlich hängt das wirtschaftliche und finanzielle Überleben der Mitarbeiter von Miteinander davon ab, vom BMFSFJ gefördert zu werden.

Im Rahmen der gelebten Demokratie haben es sich die Miteinanders auch zur Aufgabe gemacht, gegen die AfD zu agitieren. Letztere, so weiß man bei Miteinander habe „die offene Gesellschaft zum Feind erklärt und fast ein Viertel der …Wähler ist ihr dabei gefolgt“. Die Offene Gesellschaft von Miteinander e.V. ist demnach auch nicht so offen, denn AfD und ein Viertel der Wähler der letzten Landtageswahl in Sachsen-Anhalt werden aus ihr ausgeschlossen: Sie sind weder akzeptier- noch tolerierbar, müssen entsprechend bekämpft werden, was auch die Miteinanders zu Feinden der offenen Gesellschaft macht.

Miteinander

Mit Steuermitteln finanzierte Wahlkampfhilfe für etablierte Parteien

Im Gegensatz zur AfD wird Miteinander e.V. aber vom Bundesministerium für FSFJ finanziert (doppelt) und nicht von einem Viertel derjenigen gewählt, die an der letzten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt teilgenommen haben. Daraus scheinen die Miteinanders eine besondere Legitimation abzuleiten, eine Legitimation, die sich in zwei Broschüren niederschlägt, mit denen die Sachsen-Anhaltiner vor der Landtagswahl davon abgehalten werden sollten, die AfD zu wählen.

Bekanntlich hat dies nicht so geklappt, wie man sich das Miteinander vorgestellt hat, deshalb wollen die Miteinanders, die vom BMFSFJ finanziert werden, nun die Parteien im Landtag von Sachsen-Anhalt beraten, und zwar darüber, wie man mit der AfD umgeht: „Sofern gewünscht“, so schreibt Pascal Begrich, der mit seinem Bruder David Miteinander e.V. wohl als eine Art Familienunternehmen betreibt, „werden wir die Parteien hinsichtlich der zu erwartenden Politikinhalte der AfD und ihrer parlamentarischen Strategie beraten“.

Das Bundesministerium für FSFJ finanziert somit einen Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen politischen Gegner des SPD-geführten Ministeriums zu diskreditieren und gegen diesen politischen Gegner zu agitieren, und weil das noch nicht reicht, finanziert dasselbe Ministerium denselben Verein auch dafür, Schulungen in politischer Strategie durchzuführen, die den im Landtag von Sachsen-Anhalt schon seit mehr als einer Legislaturperiode vertretenen Parteien dabei helfen sollen, die ungewollte Konkurrenz im Parlament wieder loszuwerden. Ein unglaublicher Vorgang, ein Lehrbeispiel in politischer Korruption und ein weiterer Beleg dafür, dass Deutschland in das Lager der Bananenrepubliken abgedriftet ist.

Es sei abschließend noch angemerkt, dass niemand jemals auf die Idee gekommen ist, die Qualifikation derer, die vom BMFSFJ ausgehalten werden, zu prüfen, geschweige denn ihre „Bildungsangebote, Projekte und Maßnahmen“ zu evaluieren. Eine Veranstaltung, die demnächst in Berlin stattfinden wird, und in der David Begrich dazu referieren wird, „ob die ‚Neue Rechte‘ nun die Stichwortgeberin der AfD geworden ist und wie sich das Verhältnis dieser extrem rechten Ideologen zur AfD gestaltet“ spricht dafür, dass es mit den Kompetenzen der Miteinanders nicht allzuweit her ist, denn das Institut für Staatspolitik (IFS), das Begrich offenkundig der „Neuen Rechten“ zuordnet, hat so wenig mit der Neuen Rechten zu tun, wie die Neue Rechte etwas mit Rechtsextremismus zu tun hat. Ein wenig Lektüre und Auseinandersetzung mit den Arbeiten von z.B. Alain de Benoist, der allgemein als Gründer der Neuen Rechte gilt, und ein begeisterter Kapitalismushasser war, was ihn wohl eher auf die Seite der Miteinanders stellt als auf die Seite des Instituts für Staatspolitik, würde vielleicht Erkenntnis und vielleicht sogar Kompetenz begründen.


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