310.800 Euro: Merkel ist doppelt so teuer wie Putin!

Eine nette Spielerei ist uns heute in die Mailbox geflattert. Sie stammt von VexCash und hat das Einkommen der Politiker zum Gegenstand, die man gemeinhin als Staatschef ansehen muss (obwohl sie zuweilen kein Staatsoberhaupt sind). Die Liste umfasst die Top-30 Staatschefs und wird, geht man nach dem Jahresverdienst von Lee Hsien Loong, Staatschef in Singapur, angeführt. Üppige 1.445.893 Euro umfasst sein Jahresverdienst. Deutlich abgeschlagen rangiert bereits Donald Trump, dessen nominelles Gehalt 341.908 Euro beträgt. Es folgen Malcolm Turnbull (Australien) mit 338.764 Euro, Alexander van der Bellen (Österreich) mit 328.188 Euro Jahresverdienst und Angela Merkel mit einem Jahresverdienst von 310.800 Euro. Weit hinter diesem Verdienst bleiben Theresa May (Vereinigtes Königreich) mit 164.257 Euro, Wladimir Putin (Russland) mit 126.246 Euro, Recep Tayep Erdogan (Türkei) mit 92.232 Euro oder Xi Jingping (China) mit 17.458 Euro zurück.

Ob die Unterschiede im Verdienst Unterschiede in der Leistung der jeweiligen Politiker wiederspiegeln, ist eine empirische und offene Frage, dass sich Politiker gerne mit üppigen Gehältern für ihren Dienst am Volke belohnen, wird auf Basis der genannten Zahlen sehr deutlich.

Stellt man die Amtszeit in Rechnung, dann wird Angela Merkel zum für ihre Steuerzahler zweitteuersten Staatschef weltweit: 3.649.558 Euro hat sie bislang die deutschen Steuerzahler gekostet, mehr als doppelt so viel wie Wladimir Putin (1.713,833 Euro) der 669 Tage länger im Amt ist als Angela Merkel. Einsame Spitze auch bei diesem Ranking ist Lee Hsien Loong mit 18.828.300 Euro.

Singapur spielt offensichtlich in einer eigenen Liga.

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Die Realität schlägt zurück: Kein Transgender in der US-Army

Jetzt wird man wieder den Chor derjenigen hören, die das Lied von der Benachteiligung der Transgender und anderen sexuell Indifferenten anstimmen. Denn Donald Trump hat angekündigt, Transgender aus der US-Army auszuschließen. Damit revidiert er eine weitere Politik von Barack Obama:

Interessant ist die Begründung: Die hohen medizinischen Kosten die Transgender offensichtlich für die US-Army mit sich bringen und die Störung, die sie als Teil der Army darstellen, beides ist zu gravierend, als dass Trump bereit wäre, es zu schultern. Die Entscheidung hat er nach seinen Angaben in Absprache mit aktiven Generälen und Militärexperten getroffen, so dass man davon ausgehen kann, dass die empirische Realität, wie sie durch Transgender in Armeen geschaffen wird, berücksichtigt wurde. Damit ist ein weiterer der heutigen Mythen an der Realität gescheitert. Ein Beruf, wie ihn der Beruf eines Soldaten darstellt (Die USA unterhalten eine Berufsarmee) verlangt nach einer bestimmten Art von Mensch. Menschen, die mit sich und Problemen ihrer sexuellen Identität kämpfen, sind ganz offensichtlich nicht dazu geeignet, den Beruf eines Soldaten auszuüben.

Man kann diejenigen, die nun HateSpeech rufen, förmlich hören. Um ihnen die Stimme zu nehmen, hier der Hinweis, dass nicht jeder für alles geeignet ist. Wer es nicht glaubt, der möge den Mount Everest besteigen, ohne Sherpas bitte. Bestimmte Tätigkeiten verlangen bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen und eine bestimmte Persönlichkeit, das ist mit ein Grund dafür, dass Nachrichtensprecher in der Vergangenheit mehrheitlich männlich waren. Es ist einfach angenehmer, einer sonoren Männerstimme zu lauschen als sich die oft piepsige Stimme einer europäisch sozialisierten Frau zuzumuten.

Ganslmeiers Erzählungen: Wie die ARD lügt und manipuliert

Zur Illustration des symbolischen Interaktionismus hat Herbert Blumer eine Geschichte erzählt, in der ein aufgebrachter Beobachter davon berichtet, wie er einer Schlägerei zwischen zwei Männern beigewohnt hat, die erst dann ihr Ende nahm, als ein Dritter intervenierte, um dem Kampf ein Ende zu setzen, von dem einer der Kontrahenten bereits gezeichnet war.

Die ganze Geschichte fällt etwas in sich zusammen, wenn man weiß, dass das, was hier beschrieben wird, ein Boxkampf ist.

Der Symbolische Interaktionismus betont die soziale Konstruktion von Bedeutungszuschreibung. Das Konzept des Framings, das in der theoretischen Welt der Rational-Choice Theorie eine große Rolle spielt, betont die Abhängigkeit individueller Entscheidungen von (sozialer) Konstruktion der Realität:

Amos Tversky und Daniel Kahneman waren die ersten, die gezeigt haben, dass die Art und Weise, in der eine Entscheidungssituation dargestellt wird, die Entscheidung von Akteuren beeinflusst. So war die Befürwortung der Einführung einer Behandlungsmethode, die einmal mit einer Überlebenswahrscheinlichkeit und einmal mit einem identischen Sterberisiko qualifiziert wurde, dann höher, wenn eine Überlebenswahrscheinlichkeit angegeben wurde.

Dass die Zuschreibung von Bedeutung zu sozialen Situationen, Handlungen oder Ereignissen das Ergebnis einer Interpretation ist und dass die Art und Weise, in der eine solche Zuschreibung erfolgt, die Entscheidung oder die Einstellung von Akteuren beeinflusst, ist der Stoff, aus dem Manipulationen gewebt werden.Stellen Sie sich vor, Sie wollen über Donald Trumps Reise nach Polen im Vorfeld des G20-Gipfels in deutschen Medien berichten. Sie werden also berichten, dass Trump nach Polen reist, um die Beziehungen zwischen den USA und Polen zu stärken. Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die Einwanderungspolitik sowie vergleichbare Werthaltungen zwischen Trump und Andrzej Duda werden sich sicher nicht negativ auf die Verhandlungen über US-amerikanische Erdgaslieferungen an Polen auswirken.

Das wäre ein neutraler Bericht mit einer Einschätzung am Ende, der im Rahmen objektiver Berichterstattung erfolgt.

Nun kommt Martin Ganslmeier. Er will nicht neutral über Trump berichten. Er will werten und diffamieren. Angesichts des eher trockenen Stoffes einer Reise Trumps nach Polen muss man hier ein wenig Phantasie und kriminelle Energie investieren, um zu einem negativen Bericht über Trump zu kommen.

Ganslmeier schafft das.

framingZunächst der Frame:

„London, Paris, Berlin: Normalerweise reist ein neuer US-Präsident zunächst in eine dieser Städte. Trump hingegen ist erst einmal in Warschau gelandet. Dort muss er keine Kritik fürchten. Im Gegenteil: Der Empfang dürfte sehr herzlich werden.”

Donald Trump ist kein „normaler“ Präsident. Er ist ein unbeliebter Präsident, der Kritik fürchtet und deshalb zu Claqueuren reist. Das will Ganslmeier suggerieren.


Die Versuchsanordnung von Tversky und Kahneman:

„Problem 1 (Survival frame)
Surgery: Of 100 people having surgery 90 live through the post-operative period, 68 are alive at the end of the first year and 34 are alive at the end of five years.
 
Radiation Therapy: Of 100 people having radiation therapy all live through the treatment, 77 are alive at the end of one year and 22 are alive at the end of five years.
Problem 1 (Mortality frame)
Surgery: Of 100 people having surgery 10 die during surgery or the post-operative period, 32 die by the end of the first year and 66 die by the end of five years.Radiation Therapy: Of 100 people having radiation therapy, none die during treatment, 23 die by the end of one year and 78 die by the end of five years“. 
Tversky, Amos & Kahneman, Daniel, 1986: Rational Choice and the Framing of Decisions. Journal of Business 59 (4): S251-S.278.

Die Ursachen für den „herzlichen Empfang“ sind für Ganslmeier darin zu finden, dass in Polen eine „konservativ-nationale Regierung“ im Amt ist, die „gegen Einwanderung“ ist, religiös und ländlich, also zurückgeblieben, jedenfalls nicht städtisch ist. Trump wird bei Ganslmeier zum jüdischen Krämer, dessen sich die Nazis und vor allem Julius Streicher in seinem Stürmer so gerne bedient haben, der überall seine finanziellen Interessen verfolgt oder wie Ganslmeier schreibt: „Trump wäre aber nicht Trump, wenn er in Polen nicht auch Geschäftsinteressen verfolgen würde“. Denn er will den „globalen Energie-Markt … dominieren“, so wie das jüdische Finanzkapital in der Phantasie der Nazis einst die Welt dominieren wollte. Und natürlich will er diese Dominanz mit „Fracking“ ausüben (Fracking ist in der mentalen Welt der Linken böse). Last but not least, ist der US-Amerikanische Präsident ein Spalter, dem es „sogar gelingen“ könnte „die Europäische Union zu spalten“ (sofern es noch etwas zu spalten gibt…).

Kurz: Ganslmeier macht keinerlei Anstalten, eine neutrale Berichterstattung über Donald Trump zu liefern. Er will seine Leser in den Glauben manipulieren, hier käme ein Bonze nach Europa, der versucht, mit schmutzigem Fracking-Gas die Hälfte der Europäer zu kaufen und jenes Sinnbild europäischer Regierungskunst, jene politische Ordnung, die nur vom griechischen Olymp überwölbt wird, die EU zu spalten. Und außerdem ist Trump ein Feind der Deutschen, wie Ganslmeier dadurch suggeriert, dass er schreibt, Trump wolle das „Herz der Polen erwärmen“, indem er eine Rede hält, in der er an den Warshauer Aufstand gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg erinnert.

Es ist schon erstaunlich, zu welchen faschistischen Höhen sich deutsche Journalisten mittlerweile wieder ungestraft aufschwingen können.

Ganslmeiers Beitrag ist ein Schulbeispiel dafür, wie durch die Beimengung von negativen Bewertungen und die Schaffung eines negativen Rahmens versucht werden soll, Leser so zu manipulieren, dass sie die Bewertung von Ganslmeier teilen, ohne darüber nachzudenken, ob sie denn auch gerechtfertigt ist.

Zentral für die Bewertung von Trump ist bereits der eingangs gesetzte Rahmen, der zeigen soll, Trump ist kein normaler Präsident.

„London, Paris, Berlin: Normalerweise reist ein neuer US-Präsident zunächst in eine dieser Städte. Trump hingegen ist erst einmal in Warschau gelandet. Dort muss er keine Kritik fürchten. Im Gegenteil: Der Empfang dürfte sehr herzlich werden.“

Da die Faktenfinder bei der ARD offensichtlich schlafen, müssen wir die Aufgabe übernehmen und zeigen, dass Ganslmeier hier entweder etwas ins Blaue hinein behauptet, in der Hoffnung, niemand prüft es, oder bewusst lügt. Was ist wohl wahrscheinlicher?

Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, die Antrittsreisen der fünf US-amerikanischen Präsidenten zu recherchieren. Ergebnis: Keiner ist zuerst nach London, Paris oder Berlin gereist. Die Vorstellung Ganslmeiers entspringt wohl einer Eurozentriertheit, die er aus der Zeit des Kolonialismus herüber gerettet hat.

Die ersten Reisen der US-amerikanischen Präsidenten:

Ronald Regan (1981-1989)

1981:

  1. Mexiko
  2. Kanada

1982:

  1. Jamaika
  2. Barbados
  3. Frankreich
  4. Italien
  5. Vatikan Stadt
  6. Vereinigtes Königreich
  7. Westdeutschland

George H. W. Bush (1989-1993)

1989:

  1. Kanada
  2. Japan
  3. China
  4. Südkorea
  5. Italien
  6. Vatikan-Stadt
  7. Belgien
  8. Westdeutschland
 

Bill Clinton (1993-2001)

1993:

  1. Kanada
  2. Japan
  3. Südkorea

1994:

  1. Belgien
  2. Tschechien
  3. Ukraine
  4. Russland
  5. Weißrussland
  6. Schweiz
  7. Italien
  8. Vatikanstadt
  9. Vereinigtes Königreich
  10. Frankreich
  11. Lithauen
  12. Polen
  13. Italien
  14. Deutschland

Für die nächsten drei US-Präsidenten ergibt sich folgendes Reiseverhalten:

George W. Bush (2001-2009)

2001:

  1. Mexiko
  2. Kanada
  3. Spanien
  4. Belgien
  5. Schweden
  6. Polen
  7. Slowenien
  8. Vereinigtes Königreich
  9. Italien
  10. Kosovo
  11. China

2002:

  1. Japan
  2. Südkorea
  3. China
  4. Mexiko
  5. Peru
  6. El-Salvador
  7. Deutschland

Barack Obama (2009-2017)

2009:

  1. Kanada
  2. Vereinigtes Königreich
  3. Tschechien
  4. Türkei
  5. Irak
  6. Mexiko
  7. Trinidad & Tobago
  8. Saudi Arabien
  9. Ägypten
  10. Deutschland

Donald Trump (2017-)

2017:

  1. Saudi Arabien
  2. Israel
  3. Palästina
  4. Italien
  5. Vatikanstadt
  6. Belgien
  7. Italien
  8. Polen

Keiner der letzten fünf US-Präsidenten ist als neuer US-Präsident zunächst in eine der von Ganslmeier genannten Städte gereist. Alle sind entsprechend für Ganslmeier nicht normal. Es hat bei Ronald Reagan ein Jahr Präsidentschaft und fünf Auslandsbesuche gedauert, bis er nach Paris gekommen ist. George H.W. Bush hat sein erster Auslandsbesuch in Europa nach Italien geführt, erst der achte Auslandsbesuch hatte mit Berlin eine der von Ganslmeier genannten Städte zum Ziel. Bill Clinton, so muss man fast annehmen, hat die drei Städte vermieden, so lange es geht. Erst im Jahr zwei seiner ersten Amtsperiode und mit seinem 12 Auslandsbesuch hat er sich nach London bemüht, weitere 6 Auslandsbesuche später war Berlin an der Reihe. Auch George W. Bush hat es nicht sonderlich eilig gehabt, die drei genannten Reiseziele aufzusuchen: Auslandreise acht hat ihn nach London geführt. Berlin musste bis Auslandsreise 18 warten, um Ziel zu sein. Nicht einmal Barack Obama hat sein Bekenntnis, ein Berliner zu sein, mit Priorität abgelegt. Bis zum 10. Auslandsbesuch haben die Berliner auf seine Worte warten müssen.

Polen war übrigens schon öfter ein Reiseziel, das US-Präsidenten Deutschland vorgezogen haben. Bill Clinton und George W. Bush waren zuerst in Warschau und dann in Berlin, nur hat ihnen damals kein Ganslmeier nachgesagt, sie würden dorthin reisen, weil sie Kritik scheuen, Geschäfte machen wollen und ansonsten religiöse Hinterwäldler seien. Kurz: Die (bewusste) Lüge gleich zu Beginn des Textes von Ganslmeier dient einzig dem Ziel, Trump zu diskreditieren und den nachfolgenden Text zu rahmen, damit die Leser auch wissen, dass Donald Trump kein normaler Präsident ist, so wie wir nach der Analyse des Textes von Ganslmeier wissen, dass man sich über die Bezeichnung “Lügenpresse” für öffentlich-rechtliche Medien nicht wundern muss, wenn man Personen wie Ganslmeier vornehmlich in der Absicht, zu diffamieren, geschriebene Texte durchgehen lässt.

Der Versuch, Leser zu manipulieren, ist nichts, was deutsche Medien auszeichnen würde. Derartige Versuche gibt es in allen Ländern, in denen es Medien gibt. Was (manche) deutsche Journalisten, die die entsprechenden Versuche unternehmen auszeichnet und die Sache so unerträglich macht, ist die Niedertracht, die man wohl als Motiv für den Manipulationsversuch ansehen muss.

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Journalistische Verelendung: Trump-Beschimpfung ersetzt rhetorische Fähigkeiten

Bewegten wir uns auf dem Niveau, auf dem in Deutschland manche Politiker und Journalisten dümpeln, wir würden unseren Post wie folgt beginnen:

Unter Quotentussen öffentlich-rechtlicher Gebührenverschwender und unter Provinzpolitikern, die nie aus ihrem lokalen Muff herausgekommen sind, ist es schick geworden, die angebliche Grandeur der eigenen Spießigkeit dadurch erheischen zu wollen, dass man Donald Trump beleidigt.

Ihn einen Lügner nennt.
Ihn einen “verhaltensauffälligen Onkel” nennt.
Ihn jenseits normaler Benimmregeln als „eine Art freier Radikaler … jenseits normaler Benimmregeln“ bezeichnet.

Aber wir sind ein Wissenschaftsblog. Deshalb widmen wir uns heute geschichtlichen Übereinstimmungen, die sich demjenigen, der die deutsche Geschichte kennt, aufdrängen müssen.

Hier ein Originaldokument, das wir nur etwas redigiert haben. In diesem Originaldokument versucht sich ein kleiner deutscher Provinzgebildeter an einem europäischen Staatsmann:

Der […] steht bekanntlich zum Alkohol in einem ausgesprochenen Vertrauensverhältnis. Umso gespannter sind seine Beziehungen zur Wahrheit, mit der er sich seit seinem Eintritt in das politische Leben auf dauerndem Kriegsfuß befindet. Er gehört zu den weltbekanntesten Lügnern, und wenn er eine Behauptung aufstellt, dann zwinkern sich nicht nur in den neutralen und […] feindlichen, sondern auch in den eingeweihten […] Kreisen die Fachleute mit den Augen zu, und ein verständnisvolles Grinsen geht über das Gesicht der Weltöffentlichkeit. Jedermann weiß, wieviel er je nachdem hinzusetzen oder abziehen soll. Augenblicklich steht die Taxe so, daß man bei seinen Zahlenangaben, die für […] ungünstig sind, mit drei multiplizieren und bei denen, die für […] günstig sind, durch drei dividieren muß.
[…]

Man sieht also, daß […] selbst dann nicht vor faustdicken Lügen zurückschreckt, wenn wir im Besitz von ganz einwandfreiem und überzeugendem Zahlenmaterial sind.
[…]

Es ist klar, daß […] trotz allem nach Kräften bemüht bleiben muß, selbst angesichts dieser verzweifelten Situation das Gesicht zu wahren. […] Sie wird heute […] als Schreibtischstrategie abgetan, und zwar von demselben […], der vor noch nicht allzu langer Zeit seine käuflichen Journalisten unentwegt ermunterte, sie zu propagieren.
Als […] diese leere Prahlerei in seiner letzten Rede mit […] Hohn ironisierte, beeilte sich die […] Presse, von diesem peinlichen Thema loszukommen
[…]

Und im übrigen hat uns die jüngste und fernere Vergangenheit hinreichend darüber belehrt, daß man bei […] sehr klar zwischen Angabe und Tatsache unterscheiden muß. Von dem was sie uns anzukündigen oder anzudrohen beliebten, ist meist nach kurzer Zeit nicht mehr viel übrig geblieben. […] Prahlereien stoßen deshalb bei uns ins Leere. Sie flößen uns keinen Schrecken ein, wie […] wahrscheinlich annimmt, sondern nötigen uns nur ein Lächeln ab.
[…]

Bleibt nur noch die Frage zu beantworten, warum er so stur und eigensinnig an seinem für […] so außerordentlich verhängnisvollen Standpunkt festhält.
[…]

Neben den zitierten Beschimpfungen, finden sich aus derselben Quelle noch Darstellungen des Staatsmannes als Clown, als Krimineller, er wird als Großmaul und als Verrückter bezeichnet, als der größte Lügner der modernen Zeit mit der meisten Erfahrung im Lügen als einer, der seine Lügen so lange wiederholt, bis er sie selbst zu glauben scheint.

Es geht in der zitierten Quelle nicht um Donald Trump und z.B. seine Einwanderungs- oder Wirtschaftspolitik. Obwohl die Begriffe, die benutzt werden ebenso wie der Duktus der Darstellung gleich ist, liegen zwischen dem zitierten Dokument und den aktuellen Beschimpfungen, die sich an die Adresse von Donald Trump richten, 74 Jahre, denn das Dokument trägt den Titel „Der tönende Koloß“. Es ist im Jahre 1941 in der Zeitschrift „Das Reich“ als Leitartikel erschienen. Wie alle Leitartikel, die in „Das Reich“ erschienen sind, stammt auch dieser Leitartikel aus der Feder von Joseph Goebbels. Der Staatmann, gegen den er gerichtet ist, ist Winston Churchill.

Die Ähnlichkeiten, die sich in den verschiedenen Dokumenten aktueller und vergangener Propaganda finden lassen, sind bedrückend und erstaunlich zugleich. Offensichtlich ist es deutscher Propaganda seit 1941 nicht gelungen, sich weiterzuentwickeln: In 74 Jahren ist kein Stilmittel dazu gekommen. Immer noch ist die krude Beleidigung oder der Versuch mit selbstgefälliger Wortakrobatik oder mit schlichten Beschuldigungen das Gegenüber madig zu machen, das Mittel der Wahl. Ein Faktum, das man nur damit erklären kann, dass einer Beleidigung von Donald Trump die Funktion von virtue signalling zukommt.

Offensichtlich zeigt man in den entsprechenden Kreisen dadurch, dass man Trump beleidigt oder versucht, sich auf seine Kosten lustig zu machen, dass man auf der richtigen Seite steht, dass man einer der Guten ist. Und einer der Dummen, so muss man anfügen, denn nur Dumme sind der Ansicht, man könne sich persönlich über andere allein dadurch erheben, dass man diese anderen beschimpft.

Darin findet sich dann doch ein Unterschied zwischen damals und heute. Während heute jedes kleine Journalistenlicht versucht, sich durch die Beleidigung von Donald Trump auf dessen Kosten zu produzieren, wusste Joseph Goebbels, dass man den Intellekt seiner Leser nicht dadurch beleidigen soll, dass man das ausgewählte Objekt der Erniedrigung, für Goebbles war das Churchill, nur beleidigt. Goebbels wusste im Gegensatz zu den modernen Expletiven, dass man die Beleidigung nicht alleine stehen lassen darf, sondern zumindest mit dem Anschein eines Arguments umbauen muss.

Wer die versuchte Argumentation, die wir ausgelassen haben, nachlesen will, der kann das hier tun.

Dieses Wissen ist seither verloren gegangen, so dass man feststellen muss, dass Goebbels im Hinblick auf dieses Kriterium auf mindestens einer Niveaustufe oberhalb der modernen Pöbler rangiert.

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Trumpastrophy: Das Ende der Welt naht!

Ist es nicht amüsant zu beobachten, wie Donald Trump diejenigen aufmischt, die sich für politisches Establishment halten? Selbst Hüllen wie Jean-Claude Juncker, von denen man nicht gedacht hätte, dass sie ohne Äthanol überhaupt angetrieben werden können, sind in Bewegung oder in Wallung, je nachdem.

framingGemeinsam mit der öffentlich-rechtlich inszenierten Hysterie-Orgie, die zwischen Weltuntergangsstimmung und „viel wird sich nicht ändern“ oszilliert, gehört Jean-Claude Juncker zu denjenigen, die aufgeschreckt sind, ob der Tatsache, dass da einer Präsident geworden ist, der nicht nur tut, was er seinen Wählern versprochen hat, sondern auch einer, der offensichtlich keiner von ihnen ist – ein Außenseiter.

Und er hat es getan: Er hat das Pariser Klimaabkommen gekündigt.

Es ist wohltuend.

So wohltuend, dass man fast denkt, man könne den Blick, weg von der Hysterie und den Weltuntergangsszenarios, die nun simuliert werden, wieder auf die Fakten richten.

Welche Fakten?
Diese Fakten:

Niemand bestreitet, dass es einen Klimawandel gibt. Seit es die Erde gibt, hat sich das Klima gewandelt.

Der Streit wird darüber geführt, ob der Klimawandel, der derzeit zu beobachten ist, (zu nennenswerten Anteilen) von Menschen verursacht wird/wurde oder nicht.

Die Fürsprecher des menschengemachten Klimawandels stützen sich auf Simulationsmodelle. Mit Simulationsmodellen verbinden sich eine Vielzahl von Problemen. Eines besteht darin, dass man Parameter spezifizieren muss, also willkürlich oder mehr oder weniger informiert setzen muss. Bereits ein kleiner Unterschied ein paar Stellen hinter dem Komma eines Parameters kann die Ergebnisse der Simulation völlig verändern. Edward Lorenz hat darüber publiziert und den so genannten Butterfly Effekt populär gemacht.

Da Simulationsmodelle bereits für kleinste Abweichungen anfällig sind, ist Skepsis angebracht, wenn auf ihrer Basis berechnet wird, wie sich das Wetter in den nächsten 20-50 Jahren entwickeln wird. Da Meteorologen regelmäßig nicht in der Lage sind, das Wetter von nächster Woche richtig vorherzusagen, vielleicht noch etwas mehr Skepsis als gewöhnlich. Ein anderes Problem besteht darin, dass viele Vorhersagen, die auf Basis der Klimawandel-Simulationen gemacht wurden, schlicht nicht eingetreten sind.

climate changeTrotz dieser Ambivalenzen und Probleme, die sich mit dem fast schon beschworenen, menschengemachten Klimawandel verbinden, gibt es eine breite Front von Politikern, die an den menschengemachten Klimawandel glauben will. Einerseits kann man als Kämpfer gegen den Klimawandel virtue signalling betreiben, den Wählern zeigen, dass man ein Guter, vermutlich ein ahnungsloser, aber dennoch ein Guter ist. Andererseits kann man mit der Beförderung alternativer Energien politische Gefallen verkaufen, was sich noch immer als lohnend für Politiker und ihre Parteien erwiesen hat.

Wegen dieser Ambivalenzen und Probleme gibt es eine Reihe von Wissenschaftlern und Blogs im Internet, das bekannteste deutsche Blog ist Eike-Klima, die sich kritisch mit dem angeblich von Menschen gemachten Klimawandel auseinandersetzen. Von diesen Wissenschaftlern und den entsprechenden Blogs hört man in Deutschland wenig, die intolerante Einheitsmeinungsfront öffentlich-rechtlicher Wahrheitsverkünder steht dem entgegen.

Doch nun gibt es mit Donald Trump den ersten Politiker, der den Mut hat und offensichtlich auch die Rückendeckung, um die geschlossene Reihe derer, die mit Klimaschutz ihr Auskommen bestreiten und ihre moralische Überlegenheit dokumentieren wollen, zu durchbrechen und Wandel einzuleiten, Wandel, von dem die politisch Etablierten immer behaupten, andere hätten Angst vor ihm.

Und deshalb kann man auf Grundlage der oben kurz referierten Fakten eine ethische Frage diskutieren, um die es im Zusammenhang mit Klimawandel eigentlich geht.

Ist es die Aufgabe einer Gesellschaft mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür zu sorgen, dass die LEBENDEN das bestmögliche Leben zu führen in der Lage sind?

Oder:

Ist es die Aufgabe einer Gesellschaft auf Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, zu verzichten und in Kauf zu nehmen, dass die LEBENDEN nicht das bestmögliche Leben zu führen im Stande sind, um auf diese Weise Rücksicht auf diejenigen zu nehmen, die noch nicht geboren sind, die nicht leben?

Anders formuliert. Was ist wichtiger: Das Leben derer, die leben, oder das Leben derer, die vielleicht geboren werden?

Was meinen unsere Leser?

Altruismus mit Ungeborenen?
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