Plagiarismus II: Der MDR schreibt auch bei uns ab – Genderkriminalität in Leipzig

Die Mühlen öffentlich-rechtlicher Sender mahlen langsam, sehr langsam. Das ist auch kein Wunder, schließlich sind die Sender, der MDR zum Beispiel, mit nur wenigen Journalisten ausgestattet, die zudem das Recherchieren weitgehend verlernt haben.

Deshalb müssen sie sich bei anderen bedienen.

Bei uns zum Beispiel.

Neben Hadmut Danisch sind wir die ersten gewesen, die über ein Urteil des Landgerichts Leipzig berichtet haben. Wir waren die einzigen, die dabei Ross und Reiter genannt haben und die Teile aus dem Urteil der 7. Kammer zitiert haben, aus denen hervorgeht, dass drei Richter des Landgerichts Leipzig nicht nur der Ansicht sind, von Beate Schücking, Rektor der Universität Leipzig, belogen worden zu sein, weshalb sie Schücking bestätigt haben, dass ihr „die Behauptung unwahrer Tatsachen zur Durchsetzung ihrer Interessen nicht wesensfremd ist“. Damit waren wir auch die ersten, die davon berichtet haben, dass die Leipziger Universität sich einen Rektor leistet, der nach Ansicht von 3 Richtern am Landgericht Leipzig Gerüchte über männliche Bewerber in die Welt setzt, um die entsprechenden Bewerber mit der Behauptung, sie hätten sich der sexuellen Nötigung schuldig gemacht, aus dem Weg zu räumen und denselben für das frei zu machen, was in Deutschland „Frauenförderung“ heißt.

Nun, 9 Tage später, ist die Geschichte auch beim MDR angekommen. Dort hat man sich wohl mehr oder weniger genötigt gesehen, ob der Verbreitung, die unser Beitrag zwischenzeitlich gefunden hat, zu reagieren und seinerseits einen Beitrag zu bringen. Weil beim MDR die Feigheit auch dann nicht überwunden werden kann, wenn in einem Urteil Klartext steht, den man kaum missverstehen kann, lautet die Überschrift: „Schücking: Dieses Urteil ist unverständlich“. Wohlgemerkt, Schücking behauptet nicht, das Urteil sei falsch, sie sagt nur, dass es ihr unverständlich sei.

Um so erstaunlicher ist es, dass sich unter der genannten Überschrift eine Passage aus dem Urteil des Landgerichts Leipzig findet, die sich genau so bei uns findet, nämlich die Folgende, die, ergänzt man sie darum, dass die drei Leipziger Landrichter nach 8 Stunden Beweisaufnahme nicht nur zu dem Schluss gekommen sind, dass Schücking der Ausgangspunkt des Gerüchtes von der sexuellen Nötigung ist, sondern auch zu dem Schluss, von Schücking belogen worden zu sein, weil letzterer das Lügen nicht „wesensfremd“ sei, ein Schlaglicht auf den Charakter des Leipziger Rektors wirft.

Unser Text Der Text des MDR
„Das unstreitig haltlose Gerücht diente ersichtlich dem Zweck, den Kläger gegenüber den an der Auswahlentscheidung beteiligten Gremien persönlich derart zu diskreditieren, dass dieser für eine Besetzung der Professur von vornherein nicht mehr in Frage kam und etwaiger fachlicher Kritik der Gremienmitglieder an der Richtigkeit der von der Beklagten zu 1 [Beate Schücking, Rektor der Universität Leipzig]. getroffenen Berufungsentscheidung der Boden entzogen war. Dass der thematisierte Vorwurf eine derartige Wirkung auf den Fakultätsrat bzw. die Berufungskommission, haben konnte, hat der Zeuge Prof. Dr. … glaubhaft bestätigt.“ “Das unstreitig haltlose Gerücht diente ersichtlich dem Zweck, den Kläger gegenüber den an der Auswahlentscheidung beteiligten Gremien persönlich derart zu diskreditieren, dass dieser für eine Besetzung der Professur von vornherein nicht mehr in Frage kam und etwaiger fachlicher Kritik der Gremienmitglieder an der Richtigkeit der von der Beklagten zu 1. [Anm. der Red.: Beate Schücking] getroffenen Berufungsentscheidung der Boden entzogen war.”

Normalerweise ist eine Person wie Schücking als Rektor einer Universität nicht tragbar.

Aber was ist in Deutschland  noch normal?

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein

… concerned with and about science

11 Responses to Plagiarismus II: Der MDR schreibt auch bei uns ab – Genderkriminalität in Leipzig

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Plagiarismus II: Der MDR schreibt auch bei uns ab – Genderkriminalität in Leipzig

  2. Pingback: Plagiarismus II: Der MDR schreibt auch bei uns ab – Genderkriminalität in Leipzig – MoshPit's Corner

  3. Gereon says:

    Nun, lügende Frauen , Machtbesoffenheit und Männerapardheid sind keine so untypische Kombination. Man könnte sagen, es sind gewisse sich reproduzierende Muster feststellbar.
    Ich denke, das jede Frauenquote eine gewisse Negativauslese nach sich zieht, genau wie eine jede dritte Generation demokratischer Berufspolitiker.
    Schade, das der MDR kein Aktienunternehmen ist. Bei Yahoo hat man wenigstens in Mark und Pfennig ausdrücken können, was schief ging und das es nie wieder passiert, dafür wurde das Unternehmen fachgerecht marginalisiert. Der MDR muss warten, bis Merkel Deutschland restlos erledigt hat.

  4. Alfred Marenberg says:

    Es ist – heutzutage – nicht unbedingt eine Ehre, AUCH Träger bzw. Trägerin eines akademischen Titels zu sein wenn man diverse – selbstverständlich edle, weil “lnks” motivierte “Besitzer” bzw. deren Entstehung kennt…
    Andererseits: War das nicht schon immer so? Auch ohne “links”…..

  5. Gerlinde Spielmann says:

    Ich versteh hier vielleicht etwas falsch: In der Textbox unter “Unser Text” ist das nicht ein wörtliches Zitat aus dem Urteil? Dann kann der MDR das ja auch aus dem Urteil zitieren ohne Sciencefiles als Quelle nenen zu müssen. FWIW…

    • Finden Sie es nicht erstaunlich, dass in einem Text, in dem es um Vorgänge geht, die wir auf ScienceFiles als erste und bisland einzige veröffentlicht haben, zum einen ScienceFiles gar nicht erwähnt wird und zum anderen aus einem Urteil das 19 Seiten umfasst ausgerechnet die Passage zitiert wird, die wir auch zitiert haben? Im übrigen umfasst Plagarismus nich nur wörtliches Abschreiben, sondern auch den Diebstahl von Ideen. Es ist auch nicht das erste Mal, dass sich Leute bei uns inspirieren lassen, um “ihre” Texte dann mit unseren Ideen und nicht selten mit unseren Formulierungen zu schreiben, es ist nur so, dass es uns langsam reicht.

    • Peter says:

      “Dann kann der MDR das ja auch aus dem Urteil zitieren ohne Sciencefiles als Quelle nenen zu”
      Das sehe ich auch so.

      “…sondern auch den Diebstahl von Ideen”
      Welcher Idee? Einen Artikel über einen bestimmten Sachverhalt zu schreiben? Ist Tesla dann auch der einzige, der Elektroautos bauen darf?

      “… um „ihre“ Texte dann mit unseren Ideen und nicht selten mit unseren Formulierungen zu schreiben, ”
      Ja, der Erste zu sein im publizistischen Umfeld ist nun mal undankbar, wenn man dafür keine finanzielle oder sonstige Würdigung erhält. Das Leben ist unfair (für die allermeisten)

      • Und was folgt nun aus Ihrer Einsicht, dass man nicht mehr darauf hinweisen darf, der erste gewesen zu sein, bei dem die anderen sich haben “inspirieren” lassen, bei dem sie schmarotzen?

      • Heike Diefenbach says:

        @Peter
        @Gerlinde

        Der erste zu sein, der etwas publiziert, ist nur dann undankbar, wenn diejenigen, die bei ihm abschreiben, undankbar sind und nicht einmal auf denjenigen verweisen, von dem sie das, was sie weiterverbreiten, haben, die Neuigkeit also als eine ausgeben, die sie selbst endeckt hätten.

        Tatsächlich ist das aber deutlich mehr als undankbar: es ist Diebstahl, und weil es das ist, gibt es solche Dinge wie copyrights und Urheberrechte – sogar im Land der Nutznießer und Trittbrettfahrer.

        Seien Sie also nicht albern! Sie wissen sehr gut, dass z.B. ich mich nicht einfach als ein wenig “undankbar” bezeichnen lassen müsste, wenn ich z.B. ein Buch über das Konzept des Staatsversagens schreiben würde und es dabei einfach unterlassen würde, all diejenigen zu zitieren und vorzustellen, die an seiner Entwicklung mitgewirkt haben, so dass der Eindruck entsteht, dass ich das Konzept in meinem Buch selbst entwickelt hätte. Das ist Diebstahl des geistigen Eigentums anderer Leute, und zwar sowohl faktisch als auch juristisch.

        Wie Sie oder sonstjemand das subjektiv gerade beliebt zu sehen, ist glücklicherweise irrelevant!

        Beim MDR und anderswo kann man froh und dankbar sein, wenn wir keine entsprechende Klage erheben und uns den Diebstahl bieten lassen. Aber wie lange wir das noch tun werden, ist die Frage.

        Erstaunlich finde ich nur die kriminelle Energie, die hinter Diebstählen des geistigen Eigentums anderer Leute steckt, denn wie schwach muss ein Egolein sein, wenn es dadurch gefährdet ist, dass es die (hier: Recherche-)Arbeit anderer Leute würdigt!?

        Tut mir leid, aber ein solches Verhalten ist einfach nicht normal und lässt auf psychologische Probleme schließen.

        Und wer meint, für Diebstähle Verständnis haben zu müssen, von dem kann ich mich nur fragen, ob er nicht ebenfalls psychologische Probleme hat oder vielleicht nur zu den Massen von ideenlosen, phantasielosen Zeitgenossen gehört, die meinen, sie selbst hätten im Nehmen alle Recht und die Anderen hätten im Geben alle Pflichten.

        Ich finde das ekelhaft.

      • Heike Diefenbach says:

        “Das Leben ist unfair” !??

        Nun, für manche mehr und für manche weniger.

        Für Trittbrettfahrer ist es sicherlich ein wunderbares Leben, wenn es in einer Gesellschaft möglich ist, sich auf solchen dummen Sprüchen ausruhen zu können!

  6. Pingback: Mai-Files: Extremisten, Lü(g)(ck)enpresse, HateNews, Entartete Kunst und politische Korruption | ScienceFiles

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar